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1888

Thriller

(3)

Wien, im Jahre 1888. Die Zeitungen berichten über die Toiletten der adeligen Damen und den Gesundheitszustand des Kaisers. Eine Prostituierte wird brutal ermordet, dann ein bekannter Arzt. Dessen Kollege Dr. Richard Rollet beteuert seine Unschuld. Und wird doch zum Tod durch den Strang verurteilt. Nur Kriminalinspektor Johann de Vries glaubt nicht an die Schuld des angesehenen Mediziners und ermittelt gegen den Willen seiner Vorgesetzten in jenen Kreisen der Wiener Gesellschaft, die der Bezeichnung "die Besten" nicht immer gerecht werden ...
Gut drei Jahrzehnte später finden wir uns in London wieder. Ein rätselhaftes Paket mit indischem Poststempel birgt die Tagebuchaufzeichnungen des mutmaßlichen Doppelmörders. Der Adressat, Georg, der in ziellosem Müßiggang die Schrecken des Großen Krieges zu vergessen sucht, taucht in das verworrene und bruchstückhafte Manuskript ein, um es zu einem Buch zu formen, um dem Leben und den Erlebnissen des Autors nachzuspüren und den grauenhaften Geschehnissen auf den Grund zu gehen. Seine Recherchen führen ihn zurück an den Ursprung, nach Wien, wo die Zeit viele, jedoch nicht alle, Spuren ausgelöscht hat. Immer stärker verweben sich die Schicksale der beiden Männer, immer rauschhafter verstrickt sich Georg in die Welt des Richard Rollet, und immer deutlicher tritt aus den Nebeln der Vergangenheit eine Frau hervor: Maria, mit dem Engels- gesicht und den grünen Augen.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 350
Erscheinungsdatum 09.03.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-99200-129-3
Verlag Braumüller GmbH
Maße (L/B/H) 192/126/35 mm
Gewicht 495
Verkaufsrang 97.122
Buch (gebundene Ausgabe)
21,90
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Intelligenter historische Kriminalroman
von KrimiElse am 24.01.2016

Der Debütroman von Thomas Beckstedt verbindet eine wohldurchdachte kriminalistische Handlung auf zwei Zeitebenen mit mystischen und Thrillerelementen, in die geschickt historische Ereignisse eingestreut sind. Man merkt in dem atmosphärisch dichten und psychiologisch eindringlichem Thriller nicht, dass es ein Erstlingswerk ist. Georg, ein Müßiggänger und Kriegsteilnehmer des Ersten Weltkrieges, erhält... Der Debütroman von Thomas Beckstedt verbindet eine wohldurchdachte kriminalistische Handlung auf zwei Zeitebenen mit mystischen und Thrillerelementen, in die geschickt historische Ereignisse eingestreut sind. Man merkt in dem atmosphärisch dichten und psychiologisch eindringlichem Thriller nicht, dass es ein Erstlingswerk ist. Georg, ein Müßiggänger und Kriegsteilnehmer des Ersten Weltkrieges, erhält in London im Jahr 1922 ein rätselhaftes Paket aus Indien mit Tagebuchnotizen und dem Manuskript des Doppelmörders Dr. Richard Rollet mit der Bitte, das Manuskript zu einem Buch zu verarbeiten. Georg vertieft sich in die Tagebücher und in das teilweise unvollständige Manuskript und verfolgt das Leben und die Erlebnisse von Dr. Rollet, um Klarheit in die Abläufe zu bringen. Dabei stellt er Recherchen an, die ihn an den Ursprungsort der Ereignisse, nach Wien, führen, wo einige, aber noch nicht alle Spuren aus der Vergangenheit verwischt sind. Er wird in den rauschhaften Strudel des Schicksals von Dr. Rollet gezogen, die Geschichten der beiden Männer verbinden sich immer mehr und manifestieren sich in der Person einer rätselhaften Frau aus Vergangenheit und Gegenwart. Das Buch ist in zwei zeitlichen Ebenen aufgebaut, die anfangs getrennt voneinander ablaufen, die der Autor im Verlauf der Geschichte aber immer mehr geschickt miteinander verwebt. Man verfolgt als Leser die Ereignisse in der Vergangenheit im Jahre 1888 hauptsächlich in Wien und schaut dem Erzähler Georg gleichzeitig bei der Auswertung der Unterlagen und bei seinen Ermittlungen in London und Wien 1922/1923 über die Schulter. Im Laufe der Buches vermischen sich das Manuskript und Georgs Bericht auf kluge und reizvolle Weise. Die Geschichte ist spannend und intelligent aufgebaut. Stilistisch überwiegen erzählende Elemente gegenüber atemloser Thrillerspannung, was mir sehr gut gefallen hat. Am Ende der Geschichte wird das Tempo gestrafft, die Zeit- und Ortswechsel nehmen zu und die Spannung bis zum Showdown rechtfertigt die Einordnung des Buches als Thriller. Mit einem teilweise offenen Ende bleibt dem Leser die Wahl der Einordnung des Protagonisten Georg aus mystische Sicht oder medizinisch-logischer Herangehensweise. Die Morde in der Vergangenheit werden zufriedenstellend aufgeklärt und logisch-nachvollziehbar erklärt. Die Lektüre dieses hervorragend recherchierten Buches war für mich ein Hochgenuss, der allerdings Konzentration beim Lesen erfordert und keinesfalls als Nebenbei-Buch gelesen werden kann. Angefangen mit dem Prolog, der mich an Altmeister Edgar Allan Poe erinnert über den verlangsamten Erzähl- und Schreibstil, der so passend für historische Kriminalromane ist bis hin zu den eingestreuten historischen Ereignissen, die die Geschichte niemals aus dem Fluss gebracht sondern angemessen in Szene gesetzt haben, hat mich das Buch von Anfang bis Ende gefangen gehalten. Verbindungen zu wissenschaftlichen, kirchlichen, alchimistischen, abergläubischen und mystischen Ansätzen geben den besonderen Kick. Im ersten Teil des Buches wurde meine Neugier geschickt durch den Fortgang der Recherchen und der Abläufe in der Vergangenheit bei der Stange gehalten, Spannung gibt es hier weniger. Erst im letzten Teil des Buches wechselt der Fokus von der Recherche und den Charakteren zum dichten spannenden Stil, der in einem fulminanten Showdown mündet. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und passen mit Handeln und Sprache nach meinem Empfinden in die damalige Zeit. Dadurch wirken sowohl der schwierige Charakter des Protagonisten Georg als auch die anderen Charaktere in Vergangenheit und in Georgs Zeit sehr authentisch und real. Der Autor erlaubt dem Leser einen Blick hinter die Kulissen der menschlichen Psyche, indem er Personen erscheinen lässt, die neben menschlichen psychiologischen Abgründen auch gierig, neidisch, missgünstig, machthungrig sind und damit den Tod anderer verursachen. Viele Nebenrollen unterstreichen das Handeln der Hauptcharaktere und fügen sich in passenden Schauplätzen zu einer abgerundeten Geschichte. Fazit: Abseits der üblichen Krimis und Thriller ist "1888" für mich ein sehr lesenswertes und lohnendes Buch, das ich unbedingt empfehlen kann. Die Authentizität von Geschichte, Setting und Charakteren hat mich sehr überzeugt

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1888 sprengt die Grenzen
von einer Kundin/einem Kunden aus hollabrunn am 18.04.2015

Dieses überaus hochwertig geschriebene Buch sollte man unbedingt gelesen haben. Es ist spannend von der ersten Seite weg. Die 2 Zeitebenen machen das Lesen abwechslungsreich und interessant. Mit Georg durch dieses Buch zu streifen macht echt Lust auf mehr.........

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Die Dämonen der Vergangenheit
von einer Kundin/einem Kunden am 25.01.2016

1888 ist ein besonderes Buch. Es in eine bestimmte Kategorie einzuordnen ist mir nicht möglich. Was ich jedoch vorab empfehlen würde ist das Buch nur zu lesen, wenn man sich die Zeit dafür nehmen kann und voll konzentrationsfähig ist. Das liegt nicht daran, dass es kompliziert ist, sondern hat... 1888 ist ein besonderes Buch. Es in eine bestimmte Kategorie einzuordnen ist mir nicht möglich. Was ich jedoch vorab empfehlen würde ist das Buch nur zu lesen, wenn man sich die Zeit dafür nehmen kann und voll konzentrationsfähig ist. Das liegt nicht daran, dass es kompliziert ist, sondern hat damit zu tun, dass der Inhalt sehr dicht gepackt ist und voller Informationen steckt. Georg geht nach London um aus seiner Vergangenheit und den Erlebnissen aus dem 1. Weltkrieg zu flüchten. Dort erreicht ihn 1922 ein Paket aus Indien. Dieses beinhaltet die Informationen und die Tagebuchnotizen von Dr. Richard Rollet, der wegen Doppelmord 1888 zum Tode verurteilt werden sollte. Georg nimmt sich den Notizen an und begibt sich auf die Spuren von Richard. Die Geschichte von Georg und Richard verbindet sich immer mehr und es warten einige Erinnerungen und Erkenntnisse auf Georg. Das Buch erzählt wechselnd in den verschiedenen Zeiten 1888 und 1922/1923. Die Wechsel sind jedoch so genial herausgearbeitet, dass sie sich perfekt ins Buch und in die Geschichte eingliedern. Die Dichte an Informationen trifft den Leser direkt auf den ersten Seiten und setzt sich über das ganze Buch hinweg. Meine Befürchtung war es von den Informationen überrollt zu werden und nicht mitzukommen. Aber diese Befürchtung war total unbegründet und ich bin jetzt noch erstaunt, dass es Thomas Beckstedt schafft so eine Fülle an historischen Informationen, Erkenntnissen und menschlichen Verbindungen in ein Buch zu stecken, man aber nie das Gefühl hat den Überblick zu verlieren. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt und verknüpfen sich alle wie durch Zauberhand zu einem Ganzen. Die Geschichte wächst von Seite zu Seite und das Puzzle wird immer größer. Aber auf den letzten Seiten ergibt sich ein Gesamtbild, dass mich überzeugt hat und mir genug Informationen zu einem verständlichen Ende geliefert hat. Mir persönlich war Georg gerade gegen Ende zuviel Gefangener seiner Dämonen und damit nicht ganz bei mir. Ein kleiner Minuspunkt für mich, der aber wohl einfach persönliche Geschmacksache ist. Seit ich das Buch gelesen habe sind nun schon einige Tage vergangen. Mit der Rezension musste ich ein paar Tage warten, da ich es ganz schwierig finde dem Inhalt mit meinen Worten gerecht zu werden. Ich habe in den letzten Jahren nichts vergleichbares gelesen und für mich ist dieses Buch ein besonderes Werk. Ich werde es definitiv ein 2. Mal lesen, da ich das Gefühl habe, dass man bei einem 2. und damit auch bewussterem Lesen hier noch auf einige Hinweise und Dinge stösst, die beim 1. Lesen einfach untergegangen sind. Mein Fazit: Wer bereit ist sich auf ein Buch mit einer größen Dichte an Informationen einzulassen wird belohnt mit einem hervorragendem Schreibstil und einer sehr gut aufgestellten Geschichte.

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