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34 Tage - 33 Nächte

Von Paris nach Berlin zu Fuß und ohne Geld. Ausgezeichnet mit dem Johann-Gottfried-Seume-Literaturpreis 2005

(3)
Altmann sagt: "Ich muss an Männern und Frauen vorbei, nicht an Flora und Fauna. Mit Gesichtern Körpern und Stimmen kenne ich mich aus. Dazu weiß ich Assoziationen, für sie habe ich ein Koordinatensystem." Der Weg ist das Ziel und sein tatsächliches Reiseziel kein geographischer Ort. Altmann ist in erster Linie Geschichtensammler, ein Reporter der Menschen zum Reden bringt, der hinsieht und zuhören kann. Auf seiner über 1000 km langen Wanderung quer durch 5 Länder möchte er manches Mal vor Erschöpfung aufgeben. Seine wunden Füße schmerzen, "schreien", und der Magen knurrt vor Hunger. Gäbe es nicht immer wieder Menschen, die sich nicht abfällig abwenden, sondern ihn anlächeln, bewirten oder mit Geschichten nähren, wäre ihm die Reise unmöglich. Sein Tagebuch hält sie fest, die Episoden des Alltags, gibt Einblicke in das Leben anderer, erzählt von Ängsten und Träumen. Berichtet wird auch von den Freuden des Verzichts, von der Wanderlust, vom Wanderblues, von der anschwellenden Freude als sein Ziel immer näher rückt.
Altmanns Text beschönigt nicht, ist unverblümt, das Beschriebene scharf beobachtet und pointiert zu Papier gebracht. Das Buch ist ein Tagebuch einer Reise, die nur mit Hilfe anderer gelingen konnte und zugleich eine fesselnde Bestandsaufnahme unserer Gesellschaft.
Portrait
Andreas Altmann studierte Psychologie und Jura und arbeitete in den verschiedensten Berufen, u. a. als Taxifahrer, Anlageberater, Nachtportier und Dressman. Nach einer Ausbildung und mehreren Engagements als Schauspieler lebte er in einem indischen Ashram und einem Zen-Kloster in Kyoto. Lange Reisen führten ihn durch Afrika, Asien und Südamerika. Er veröffentlichte Reportagen in Magazinen wie Geo, Stern und Merian und erhielt 1992 den Egon-Erwin-Kisch-Preis.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 247
Erscheinungsdatum 01.02.2006
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-40266-8
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 184/120/18 mm
Gewicht 275
Abbildungen mit 2 Karten, 27 Farbfotos auf Taf.
Auflage 6. Auflage
Buch (Taschenbuch)
11,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Erschreckend, mutig, spanned!“

B. Schumacher, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Für dieses Buch ließ sich Reisejournalist und Abenteurer Andreas Altmann auf ein besonderes Experiment ein. Er wanderte zu Fuß und ohne Geld von Paris nach Berlin und ging dabei wohl physisch als auch psychisch an seine persönlichen Grenzen ( ...manchmal bestimmt auch darüber hinaus!).

In seiner offenen Art nimmt Altmann kein Blatt
Für dieses Buch ließ sich Reisejournalist und Abenteurer Andreas Altmann auf ein besonderes Experiment ein. Er wanderte zu Fuß und ohne Geld von Paris nach Berlin und ging dabei wohl physisch als auch psychisch an seine persönlichen Grenzen ( ...manchmal bestimmt auch darüber hinaus!).

In seiner offenen Art nimmt Altmann kein Blatt vor den Mund. Er muß sich durchschlagen, betteln, Plätze zum Übernachten, Waschen und Essen suchen. So manches Glas Wasser wird hart erkämpft.

Der Autor begibt sich komplett in die Abhängigkeit von Spenden und vom Wohlwollen der Menschen, denen er begegnet, immer auf der Suche nach einer Geschichte.
Dabei erlebt er Großzügigkeit, aber auch große Enttäuschungen, lernt die Welt der Obdachlosen durch seine Erfahrungen kennen und verstehen.
Daß er tatsächlich zu Fuß in 33 Tagen von Paris nach Berlin läuft, gerät fast in den Hintergrund.

Mich hat das Buch sehr beeindruckt und wachgerüttelt. Es öffnet die Augen und läßt einen mehr Mitgefühl für Menschen empfinden, die am Rand unserer Gesellschaft leben. Die kleinsten Dinge, seien es ein Apfel, ein Euro oder nur ein gutes Wort, können einem anderen über den Tag hinweghelfen, ohne daß wir viel entbehren müssen.
Ausserdem läst es einen dankbar sein für das, was man hat!

Kundenbewertungen


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Übersicht
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Paris-Berlin mit Andreas Altmann
von einer Kundin/einem Kunden aus Bern am 19.03.2013

lesend begleiten wir AA, staunen über seinen Mut, seine Mühen, Begegnungen, liebevolle, abweisende, dem "Landstreicher" gegenüber. Wir leiden mit ihm, wenn er seine Zigarillos vermisst, seine wunden Füsse ihn quälen, wandert und wandert von Ort zu Ort, ohne ein Sou in seiner Tasche. Da hilft nur betteln, sich freuen,... lesend begleiten wir AA, staunen über seinen Mut, seine Mühen, Begegnungen, liebevolle, abweisende, dem "Landstreicher" gegenüber. Wir leiden mit ihm, wenn er seine Zigarillos vermisst, seine wunden Füsse ihn quälen, wandert und wandert von Ort zu Ort, ohne ein Sou in seiner Tasche. Da hilft nur betteln, sich freuen, wenn eine Gabe ihm hilft, nicht zu verdursten, zu verhungern. Ein Suchen nach Schlafplätzen, das Glück, dass eine liebenswürdige, junge Frau, ihn aus dem Stall in ihr Zimmer bittet, nichts von ihm will, nein, einfach so, aus Sorge um ihn. Kälte, Nässe, Hitze begleiten ihn, er steht durch. Und kommt in seinem Zuhause an, erschöpft, jedoch glücklich: endlich sein Bett, eine Dusche, endlich! Und , klar, auch die Zigarillos kann er sich wieder besorgen, sich ums Eck in sein beliebtes Café setzen, aufatmen, nach einer bereichernden Zeit.

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Erschreckend, mutig, spanned!
von B. Schumacher aus Hamburg am 18.08.2011

Für dieses Buch ließ sich Reisejournalist und Abenteurer Andreas Altmann auf ein besonderes Experiment ein. Er wanderte zu Fuß und ohne Geld von Paris nach Berlin und ging dabei wohl physisch als auch psychisch an seine persönlichen Grenzen ( ...manchmal bestimmt auch darüber hinaus!). In seiner offenen Art nimmt Altmann... Für dieses Buch ließ sich Reisejournalist und Abenteurer Andreas Altmann auf ein besonderes Experiment ein. Er wanderte zu Fuß und ohne Geld von Paris nach Berlin und ging dabei wohl physisch als auch psychisch an seine persönlichen Grenzen ( ...manchmal bestimmt auch darüber hinaus!). In seiner offenen Art nimmt Altmann kein Blatt vor den Mund. Er muß sich durchschlagen, betteln, Plätze zum Übernachten, Waschen und Essen suchen. So manches Glas Wasser wird hart erkämpft. Der Autor begibt sich komplett in die Abhängigkeit von Spenden und vom Wohlwollen der Menschen, denen er begegnet, immer auf der Suche nach einer Geschichte. Dabei erlebt er Großzügigkeit, aber auch große Enttäuschungen, lernt die Welt der Obdachlosen durch seine Erfahrungen kennen und verstehen. Daß er tatsächlich zu Fuß in 33 Tagen von Paris nach Berlin läuft, gerät fast in den Hintergrund. Mich hat das Buch sehr beeindruckt und wachgerüttelt. Es öffnet die Augen und läßt einen mehr Mitgefühl für Menschen empfinden, die am Rand unserer Gesellschaft leben. Die kleinsten Dinge, seien es ein Apfel, ein Euro oder nur ein gutes Wort, können einem anderen über den Tag hinweghelfen, ohne daß wir viel entbehren müssen. Ausserdem läst es einen dankbar sein für das, was man hat!

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Chapeau!
von einer Kundin/einem Kunden aus Marl am 19.09.2008
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Ich ziehe den Hut vor soviel Mut, Lebensfreude, Wissensdurst und Neugier an den Menschen und der Welt in der sie leben. Am 11. Juni 2003 begann Andreas Altmann seine Reise von Paris nach Berlin, zu Fuß und ohne Geld. Das sind über 1000 km Straßen, Wege, Wiesen, Felder. Aber... Ich ziehe den Hut vor soviel Mut, Lebensfreude, Wissensdurst und Neugier an den Menschen und der Welt in der sie leben. Am 11. Juni 2003 begann Andreas Altmann seine Reise von Paris nach Berlin, zu Fuß und ohne Geld. Das sind über 1000 km Straßen, Wege, Wiesen, Felder. Aber vor allem sind es die Menschen, die ihm begegnet sind und aus denen er deren Lebensgeschichten saugt wie ein trockener Schwamm das Wasser. Und so sind es auch über 1000 km Hilfe, Arroganz, Mitleid, Zuversicht, Hoffnung, Überheblichkeit, Nutzen, Voreingenommenheit und Sprachlosigkeit, die nicht nur Altmann, sondern auch den Leser in diesem Buch begleiten. Gegen diese Reise erscheint der Gang über den doch recht sicheren Jakobsweg fast wie eine Farce. Wie eine Fahrradtour auf Stützrädern und ein Bungeesprung am sicheren Gummiband. Altmann braucht diese Stützräder nicht, sondern er geht seinen Weg ohne doppelten Boden. Jungfräulich. Ungehemmt. Angstlos. Wir erleben einen Andreas Altmann, der an seine Grenzen stößt, aber nie aufgibt. Dessen Füße ihn bitten, in ein Auto zu steigen um weiterzufahren, aber dessen Herz und Kopf ihm sagen, er soll seinen Weg gehen und zwar zu Fuß. Andreas Altmann mußte betteln und ab und zu auch lügen um zu überleben. Und er hat es geschafft. Wir lernen Menschen kennen, die ihm weder Geld noch Nahrung geben und andererseits lernen wir Menschen kennen, die selber wenig haben und ihm dennoch geben, was sie entbehren können. Und wir erfahren die Geschichten der Menschen, denen er auf seinem Weg begegnet. Andreas Altmann schafft es, diese aus ihnen herauszulocken und jedesmal war ich gespannt drauf, was die Person zu erzählen hat. Der Autor hat einen so grandiosen, fesselnden Schreibstil, dass es mir leicht gefallen ist, das Buch in zwei halben Nächten zu verschlingen. Ich habe mit ihm zusammen geschmunzelt, gelacht, geweint und mitgefiebert. Ich bin jeden einzelnen Schritt mit ihm gemeinsam gegangen. Konnte nachempfinden, wie er sich fühlt, auch wenn ich persönlich bisher nichts vergleichbares erlebt habe. Bekam er von einem Mitmenschen weder etwas Geld noch Lebensmittel, so hätte ich ihm am liebsten ein riesiges Care-Paket geschickt und jeden Menschen, der ihm etwas gab hätte ich am liebsten umarmt. Man hat nicht das Gefühl, man würde sein Buch lesen, sondern man hat immer mehr den Gedanken, mit ihm dieses Buch zu leben. Ich habe Zeit und Raum um mich vergessen, nur damit meine Augen den wunderschönen Schreibstil von ihm aufsaugen können. Ich übertreibe nicht! Ich bin einfach nur euphorisch, weil ich so angetan von dieser Reise, von diesem Menschen Altmann und von seinen Erlebnissen bin. Kann man sich in ein Buch verlieben? Wenn ja, dann gestehe ich, dass der Autor es mit seiner Hingabe und seiner Begeisterung geschafft hat. Zumindest hat es in meinem Körper eine Menge Endorphine ausgeschüttet. Ich werde sicher noch ganz lange an diese 34 Tage und 33 Nächte denken. Vielleicht werde ich sogar mit offeneren Augen durch die Welt gehen und bei obdachlosen Menschen mal genauer hinschauen. Welche Geschichten stecken hinter diesen Schicksalen?

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