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35 Tote

Roman

(7)
»Ich wuchs in einer marxistischen Kommune in Bogotá auf. Doch die Träume von der Revolution platzten, nicht zuletzt wegen amouröser Verstrickungen. Das Leben draußen auf der Straße lockte mit Salsa, Mädchen und kleineren Überfällen. Irgendwann wagten wir uns an größere Geschäfte. Aber die Drogenmafia kennt keine Gnade, und als immer mehr meiner Freunde getötet wurden oder verschwanden, mußte auch ich fliehen. Damit begann meine Wanderschaft durch Kolumbien, auf der ich philosophierenden Drogenhändlern, geschäftstüchtigen Marionettenspielern und freundlichen Mördern begegnet bin. Genausowenig wie ich die Frauen verstehe, die mir immer nur Unglück bringen, begreife ich, wie dieses Land funktioniert, wer auf welcher Seite steht und wo mein Platz ist.« Dem magischen Realismus von García Márquez' Hundert Jahre Einsamkeit setzt Sergio Álvarez mit 35 Tote einen kraftvollen Roman entgegen, der die jüngere Geschichte Kolumbiens genauso drastisch realistisch wie unterschwellig humorvoll erzählt.
Portrait
Sergio Álvarez, geboren 1965 in Bogotá, Kolumbien, lebt in Barcelona. Er hat in der Werbe,- Fernseh- und Kinobranche gearbeitet, bevor er sich dem Schreiben zuwandte. Für die Recherche zu diesem Roman ist er viele Jahre durch sein Heimatland gereist. 35 Tote ist sein dritter Roman; er wird in zahlreiche Sprachen übersetzt.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 546, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 15.04.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783518737552
Verlag Suhrkamp
eBook
9,99
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„Politischer Roman“

M. Hollerbaum, Thalia-Buchhandlung Ludwigshafen am Rhein

Kolumbien ist in den 70er Jahren ein zerrissenes Land, das zwischen sozialistischer Revolution und kriminellen Banden leben muss.

Die einfachen Menschen träumen von einem guten und friedlichen Leben. Aber sie werden gezwungen sich für eine Seite zu entscheiden, für die Revolution oder für die Kriminalität.

Der Autor zeigt dem
Kolumbien ist in den 70er Jahren ein zerrissenes Land, das zwischen sozialistischer Revolution und kriminellen Banden leben muss.

Die einfachen Menschen träumen von einem guten und friedlichen Leben. Aber sie werden gezwungen sich für eine Seite zu entscheiden, für die Revolution oder für die Kriminalität.

Der Autor zeigt dem Leser, dass die beiden Extreme nur das Elend und die Machtlosigkeit das Land fest im Griff hält. Je mehr es Verletzte und Tote auf den Straßen gibt, desto mehr sinkt die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Kolumbien und seine Menschen werden von der Angst beherrscht und lähmen den Alltag. Dieser Roman soll den Leser in eine chaotische Welt führen, wo die einfachsten Dinge nicht selbstverständlich sind.

„Kolumbien - ein Portrait“

Simon Marshall, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Mit seinem Roman 35 Tote legt Sergio Alvarez ein eindrucksvolles Portrait seines Heimatlandes vor. "Wenn du niemanden umgebracht hast, bist du nichts wert." Dieser Satz fasst die Stimmungslage im Land zusammen und ist als zentrale Aussage ein immer wiederkehrendes Motiv des Romans. Es ist ein Spannungsroman, der sich hauptsächlich im Mit seinem Roman 35 Tote legt Sergio Alvarez ein eindrucksvolles Portrait seines Heimatlandes vor. "Wenn du niemanden umgebracht hast, bist du nichts wert." Dieser Satz fasst die Stimmungslage im Land zusammen und ist als zentrale Aussage ein immer wiederkehrendes Motiv des Romans. Es ist ein Spannungsroman, der sich hauptsächlich im Milieu der "kleinen Leute" abspielt und zeichnet ein Bild ihres Überlebenskampfs zwischen Bürgerkrieg und Drogenkrieg. Der Roman wird aus verschiedenen Erzählperspektiven erzählt, was eine gewisse Aufmerksamkeit erfordert. Er ist sehr unterhaltsam, spannend und ziemlich sexy. Was bleibt denn frei, außer der Liebe, in einem von Gewalt beherrschten Land?

„Diese Buch möchte man sofort noch einmal lesen !“

Jeannette Koch, Thalia-Buchhandlung Eisenach

Sergio Alvarez erzählt uns in einer wunderschönen Sprache über ein zerissenes Land - zerissen zwischen Farc und Drogenmafia.
In der jüngeren Geschichte Kolumbiens, wo täglich hunderte von Menschen ermordet werden, versucht unser Held zu leben ohne selbst zum Mörder zu werden. Was ihm am Ende nur durch Flucht gelingt.
Dieses Buch möchte
Sergio Alvarez erzählt uns in einer wunderschönen Sprache über ein zerissenes Land - zerissen zwischen Farc und Drogenmafia.
In der jüngeren Geschichte Kolumbiens, wo täglich hunderte von Menschen ermordet werden, versucht unser Held zu leben ohne selbst zum Mörder zu werden. Was ihm am Ende nur durch Flucht gelingt.
Dieses Buch möchte man sofort noch einmal lesen !

Kundenbewertungen


Durchschnitt
7 Bewertungen
Übersicht
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So grausam kann die Wirklichkeit sein
von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2012
Bewertet: Paperback

Mitten in den kolumbianischen Smaragdkrieg hineingeboren, führt uns Sergio Alvarez durch das zerrüttete Kolumbien. Die Lebensgefahren die hinter jeder Ecke lauern lassen es richtig ungemüdlich werden. Kein Anderer wäre im Stande uns einen so ehrlichen, unzensurierten Blick in das innere Kolumbiens zu verschaffen, indem sich Paramilitärs, Guerillagruppen, Militär und... Mitten in den kolumbianischen Smaragdkrieg hineingeboren, führt uns Sergio Alvarez durch das zerrüttete Kolumbien. Die Lebensgefahren die hinter jeder Ecke lauern lassen es richtig ungemüdlich werden. Kein Anderer wäre im Stande uns einen so ehrlichen, unzensurierten Blick in das innere Kolumbiens zu verschaffen, indem sich Paramilitärs, Guerillagruppen, Militär und Polizei einen so unerbitterten Kampf um Drogen und Waffen liefern.

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Mein absolutes Lieblingsbuch im Novitäten Frühling!
von Jasmin Müller aus Basel am 08.03.2011
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„Wenn Boris, obwohl er das alles hier hat, immer noch Geld von mir verlangt, dann doch nur, weil er grundehrlich ist und diese Drogen und Waffen Teil eines revolutionären Plans sind, den nur er und die Führungsebene des DEME kennen“ „Und Torres, Veneno und Gamboa?“ „Was weiss ich. Du weisst doch,... „Wenn Boris, obwohl er das alles hier hat, immer noch Geld von mir verlangt, dann doch nur, weil er grundehrlich ist und diese Drogen und Waffen Teil eines revolutionären Plans sind, den nur er und die Führungsebene des DEME kennen“ „Und Torres, Veneno und Gamboa?“ „Was weiss ich. Du weisst doch, wie solche Geschäfte funktionieren.“ „Das Einzige was ich weiss, ist, dass Boris und diese Typen uns alle in Gefahr bringen.“ „Komm schon, mach nicht alles so kompliziert, es läuft doch alles super, die Leute lernen lesen und schreiben, wir machen was, das uns Spass macht, und Boris besorgt Waffen und Geld für den Krieg; bei dem Geschäft verliert doch keiner.“ „35 Tote“ ist für mich die Neuerscheinung des Novitäten Frühlings 2011. Ich konnte das Buch kaum noch zur Seite legen, in zwei Tagen war ich durch. Sergio Alvarez ist ein riesen Erzähltalent. Ein hervorragender Kolumbienroman, erschreckend realistisch, sarkastisch und trotzdem in seiner ganzen Desillusion voller Hoffnung und Leben.

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Lateinamerikanisches Jammertal
von Stefan Heidsiek aus Darmstadt am 10.08.2012
Bewertet: Paperback

Álvarez' "35 Tote" verweigert sich jedem Versuch seitens des Lesers, die durchaus in Bann ziehende Story mit größerem Lesetempo in Angriff zu nehmen, indem er uns mit seitenlangen Textblöcken konfrontiert, in denen jeglicher Absatz fehlt. Und als wäre diese Monotonie nicht schon genug, bleibt gleich auch noch die wörtliche... Álvarez' "35 Tote" verweigert sich jedem Versuch seitens des Lesers, die durchaus in Bann ziehende Story mit größerem Lesetempo in Angriff zu nehmen, indem er uns mit seitenlangen Textblöcken konfrontiert, in denen jeglicher Absatz fehlt. Und als wäre diese Monotonie nicht schon genug, bleibt gleich auch noch die wörtliche Rede unkenntlich und wird als konfuses Durcheinander im riesigen Texthaufen versteckt, so dass man, ohnehin erschlagen von der Vielzahl lateinamerikanischer Namen, schon nach wenigen Seiten seine liebe Mühe und Not hat, den Überblick zu behalten. Wer gerade mit wem redet ist nur anhand des Zusammenhanges zu entwirren. Oder mit Zuhilfenahme eines angelegten Lineals. Aus der Tugend Geduld, welche Álvarez mit ständigen Schauplatzwechseln zusätzlich auf die Probe stellt, wird hier eine schlichte Notwendigkeit- Anstatt, wiewohl vom Autor beabsichtigt, damit in weiteren beschriebenen Einzelschicksalen die hoffnungslose Situation Kolumbiens zu unterstreichen, bremsen diese Schwenks die jeweils gerade in Gang gekommene Geschichte bloß aus und fungieren somit als das schriftliche Äquivalent eines TV-Werbeblocks: Immer dann wenn es gerade spannend wird, wenn der Funke überspringt, man die Seiten fester packt und die aussichtslose Situation des Hauptprotagonisten Betroffenheit auslöst, wird dem Leser die Tür vor der Nase zugehauen. Das ist über eine Distanz von weit mehr als 500 Seiten irgendwann so frustrierend, dass man die Nebenschauplätze schließlich zu überlesen beginnt – auch weil sie in keinster Weise dem eigentlichen roten Faden dienlich sind bzw. die Haupthandlung auch nicht um ein Jota voranbringen. Und gerade das hätte die Geschichte gleich öfters mehr als nötig, da sich Álvarez leider immer wieder verzettelt und es manchmal fast so scheint, als hätte da jemand selbst nicht so recht gewusst, welche Richtung eingeschlagen werden soll. Das ist insofern schade, da „35 Tote“ in seiner Essenz eigentlich unheimlich tiefgründig, herrlich sarkastisch und oft sogar sehr berührend ist. Viele Szenen machen betroffen, traurig, melancholisch. Andere sprühen nur gerade so vom Rhythmus der Gewalt. Und wiederum andere bieten zügellose Erotik im besseren Sinne. Was das angeht, hat der Autor seine Hausaufgaben gemacht, transportiert das Buch die Gefühle durchaus zum Leser. Das Problem dabei: Álvarez verliert das Augenmaß und trägt viel über die gesamte Distanz zu dick auf. Aus bitterem Sarkasmus wird irgendwann tränennasse Dauerdepression. Politische Umstürze reduzieren sich lediglich nur noch auf die Summe der Todesopfer. Und detaillierte Sexszenen werden nach dem Follettschen Motto „Viel hilft viel“ an jeder auch noch so passend scheinenden Stelle platziert. Dies führt dazu, dass die Lebensgeschichte zu etwas Künstlichen, Realitätsfremden wird. Auch weil der Hauptprotagonist von einer Tragödie in die nächste stolpert und die geschilderten Rückschläge immer groteskere Züge annehmen. Grundsätzlich kein Problem, wäre diese Groteske gewollt, was angesichts der Botschaft und der düsteren Ernsthaftigkeit des Romans aber stark bezweifelt werden darf. Insgesamt ist „35 Tote“ ein irgendwie halbgares, zu sehr auf den Effekt gebürstetes Werk, das sich sprachlich zwar vor der lateinamerikanischen Konkurrenz nicht zu verstecken braucht, bei mir letztlich aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

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Ich musste aufgegeben
von Sylvie Müller aus Nagold am 28.05.2011
Bewertet: Paperback

Das Buch spiegelt die Stimmungslage und das tägliche Leben in Kolumbien hautnah wieder! Vielleicht hat mich das zum aufhören bewegt, es wird von soviel Leid und Armut und Exzessen erzählt, dass es mich extrem deprimiert hat. Am Ende, muss ich zugeben, bin ich aber einfach mit den immer zahlreicher werdenden Ich-Erzählern... Das Buch spiegelt die Stimmungslage und das tägliche Leben in Kolumbien hautnah wieder! Vielleicht hat mich das zum aufhören bewegt, es wird von soviel Leid und Armut und Exzessen erzählt, dass es mich extrem deprimiert hat. Am Ende, muss ich zugeben, bin ich aber einfach mit den immer zahlreicher werdenden Ich-Erzählern nicht mehr klar gekommen. Definitiv keine leichte Kost!

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