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89/90

Roman

(7)
Das Lebensgefühl einer rebellischen Generation am Ende der DDR


Sie sind der letzte Jahrgang, der noch alles mitmachen darf – damals in Dresden vom Sommer vor der Wende bis zur Wiedervereinigung: die lauen Freibadnächte und die Ausweiskontrollen durch die »Flics« auf der »Rue«, die Konzerte im FDJ-Jugendklub »X. Weltfestspiele« oder in der Kirche vom Plattenbaugebiet, wo ein Hippie, den sie »Kiste« nennen, weil er so dick ist, mit wachsamem Blick Suppe kocht für die Punks und ihre Pfarrerstöchter.


Sie sind die Letzten, die noch »vormilitärischen Unterricht« haben. Und sie sind die Ersten, die das dort Erlernte dann im Herbst 89 erst gegen die Staatsmacht anwenden. Und schließlich gegeneinander. Denn was bleibt dir denn, wenn du zum Fall der Mauer beiträgst, aber am nächsten Tag trotzdem eine Mathe-Arbeit schreiben musst, wenn deine Freundin eine gläubige Kommunistin ist und die Kumpels aus dem Freibad zu Neonazis werden?


Von der Unschuld des letzten Sommers im »Tal der Ahnungslosen« bis zu den Straßenschlachten rund um die deutsche Einheit: Peter Richter beschreibt in seinem autobiografischen Roman das chaotische Ende der DDR aus der Sicht eines damals Sechzehnjährigen – pointiert, authentisch und sprachlich brillant. Coming of Age im Schatten von Weltgeschichte.


Rezension
"Ich habe lange keinen Roman mehr gelesen, der mir so viel über die Wirklichkeit mitgeteilt hat, in der ich lebe, wie "89/90" von Peter Richter."
Portrait
Peter Richter wurde 1973 in Dresden geboren, ist Kulturkorrespondent der Süddeutschen Zeitung in New York. Als Buchautor wurde er mit Titeln wie „Blühende Landschaften“ und „Deutsches Haus“ bekannt. Sein Roman "89/90" wurde für den Deutschen Buchpreis 2015 nominiert.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 416, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 09.03.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783641136949
Verlag Luchterhand Literaturverlag
Verkaufsrang 1.873
eBook
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Gemeinsam mit dem Ich-Erzähler erleben wir detailliert den letzten Sommer der DDR - und den ersten in den sogenannten "neuen Bundesländern"! Offen, authentisch und schonungslos ehrlich erzählt der Dresdner Protagonisten von seinem Schulalltag, von Demonstrationen und Zusammenstößen mit Rechten. Nie war Geschichte so spannend und banal Gemeinsam mit dem Ich-Erzähler erleben wir detailliert den letzten Sommer der DDR - und den ersten in den sogenannten "neuen Bundesländern"! Offen, authentisch und schonungslos ehrlich erzählt der Dresdner Protagonisten von seinem Schulalltag, von Demonstrationen und Zusammenstößen mit Rechten. Nie war Geschichte so spannend und banal zugleich! Ein Buch, das gerade durch seine leisen Töne unter die Haut geht und zum Nachdenken anregt!

„Der letzte Sommer im Tal der Ahnungslosen“

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Man schreibt das Jahr 1989. Deutschland ist immer noch durch eine schier unüberwindbare Grenze geteilt. Im einen Teil Deutschlands, der sogenannten DDR, erleben ein paar Jugendliche einen ganz normalen Sommer, ohne zu ahnen, dass ihr Alltag und ihre Gewohnheiten bald komplett auf den Kopf gestellt werden. Ihr Leben wird durch Maikundgebungen, Man schreibt das Jahr 1989. Deutschland ist immer noch durch eine schier unüberwindbare Grenze geteilt. Im einen Teil Deutschlands, der sogenannten DDR, erleben ein paar Jugendliche einen ganz normalen Sommer, ohne zu ahnen, dass ihr Alltag und ihre Gewohnheiten bald komplett auf den Kopf gestellt werden. Ihr Leben wird durch Maikundgebungen, diverse FDJ- Treffen, laue Freibadnächte und die Frage, warum immer alle tollen Mädchen in den Westen ausreisen, bestimmt.
Von der Unschuld des letzten Sommers im Tal der Ahnungslosen bis zu den Kämpfen rund um die Einheit, beschreibt Peter Richter in seinem autobiographischen Roman das chaotische Ende der DDR und erklärt dem Leser auf humorvolle und originelle Art diesen Teil der Deutsch-deutschen Geschichte besser als jede Fernseh-Doku.

„Jung, dynamisch und ...?“

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Jung, dynamisch und ...?










So wünscht man man sich generell Biographien. Herzerfrischend, ehrlich und doch so ganz anders ist
dieser Rückblick auf die Wendezeit im "Tal der Ahnungslosen" rund um Dresden. Deshalb so genannt,
weil das wirklich die Ecke im Osten war, wo aber auch gar nix anderes gesehen
Jung, dynamisch und ...?










So wünscht man man sich generell Biographien. Herzerfrischend, ehrlich und doch so ganz anders ist
dieser Rückblick auf die Wendezeit im "Tal der Ahnungslosen" rund um Dresden. Deshalb so genannt,
weil das wirklich die Ecke im Osten war, wo aber auch gar nix anderes gesehen oder gehört werden konnte als
das DDR-Programm. Dort nun wächst unser junger Held auf und ist mittendrin in diesen rauschhaften
Zuständen, wo plötzlich alles für Jeden möglich scheint. Also ist er dabei in den Straßenschlachten
zwischen Autonomen und Neonazis, genießt den Sommer wie alle 16-Jährigen nachts verbotener-
weise im Freibad, darf als letzter DDR-Jahrgang noch ins Wehrlager und ist auch noch am Bandgründen.
Nur der richtige Name fehlt noch.Viel zu erleben und zu tun gibt's also. Naja, das Abitur soll nebenbei ja
auch noch irgendwie durchgewurschtelt werden. Schön, daß Richters Biographie nicht einfach im
Wendejahr endet, denn das Leben geht nämlich weiter. Lesenswert für heutige Teenies genauso wie Geschichtsinteressierte und Leuten, die damals live dabei waren.

Kundenbewertungen


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Übersicht
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Überrascht
von einer Kundin/einem Kunden aus Weiterstadt am 02.02.2016

Eigentlich bin ich der Meinung das Bücher lesen etwas habtisches hat. Es muss gegriffen, gerochen und gefühlt werden. Nach eingehender Beratung habe ich mich doch dafür entschieden. Halten Sie mich für verrückt. Die Bücher stehen trotzdem noch im Bücherschrank aber ich lese sie (zudätzlich) dann doch auf diese... Eigentlich bin ich der Meinung das Bücher lesen etwas habtisches hat. Es muss gegriffen, gerochen und gefühlt werden. Nach eingehender Beratung habe ich mich doch dafür entschieden. Halten Sie mich für verrückt. Die Bücher stehen trotzdem noch im Bücherschrank aber ich lese sie (zudätzlich) dann doch auf diese Art und Weise. Bequem, einfach zu verstauen und zu handhaben und eine Wahnsinns Laufzeit

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Jung, dynamisch und ...?
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Elster am 02.06.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

So wünscht man man sich generell Biographien. Herzerfrischend, ehrlich und doch so ganz anders ist dieser Rückblick auf die Wendezeit im "Tal der Ahnungslosen" rund um Dresden. Deshalb so genannt, weil das wirklich die Ecke im Osten war, wo aber auch gar nix anderes gesehen oder gehört werden konnte als das... So wünscht man man sich generell Biographien. Herzerfrischend, ehrlich und doch so ganz anders ist dieser Rückblick auf die Wendezeit im "Tal der Ahnungslosen" rund um Dresden. Deshalb so genannt, weil das wirklich die Ecke im Osten war, wo aber auch gar nix anderes gesehen oder gehört werden konnte als das DDR-Programm. Dort nun wächst unser junger Held auf und ist mittendrin in diesen rauschhaften Zuständen, wo plötzlich alles für Jeden möglich scheint. Also ist er dabei in den Straßenschlachten zwischen Autonomen und Neonazis, genießt den Sommer wie alle 16-Jährigen nachts verbotener- weise im Freibad, darf als letzter DDR-Jahrgang noch ins Wehrlager und ist auch noch am Bandgründen. Nur der richtige Name fehlt noch.Viel zu erleben und zu tun gibt's also. Naja, das Abitur soll nebenbei ja auch noch irgendwie durchgewurschtelt werden. Schön, daß Richters Biographie nicht einfach im Wendejahr endet, denn das Leben geht nämlich weiter. Lesenswert für heutige Teenies genauso wie Geschichtsinteressierte und Leuten, die damals live dabei waren.

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0 0
Die letzten Monate der DDR
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 26.04.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Welches Gefühl ich sehr oft beim Lesen hatte: Ich bin zu spät geboren (in den frühen 90ern)! An die Zeit der DDR und ihr Ende werde ich mich nie erinnern, sondern nur etwas darüber lesen können. Und war es so, wie Peter Richter es beschreibt? Ich glaube schon. Genau... Welches Gefühl ich sehr oft beim Lesen hatte: Ich bin zu spät geboren (in den frühen 90ern)! An die Zeit der DDR und ihr Ende werde ich mich nie erinnern, sondern nur etwas darüber lesen können. Und war es so, wie Peter Richter es beschreibt? Ich glaube schon. Genau so stelle ich mir die letzten Monate der DDR 89/90 vor, aus der Sicht eines Jugendlichen, der auch ganz alltägliche Probleme inmitten einer großen geschichtlichen Wende durchlebt. Sehr lustig geschrieben, mit viel Wortwitz. Viele Fußnoten geben Hintergrundinformationen zur DDR, aus den Bereichen Sport, Politik und Kultur, aber auch sprachlichen Merkmale. Etwas störend nur die Namenskürzel - das wiederum auch eine Motivation, das Buch in einem Rutsch durchzulesen und nicht für allzu lange Zeit wegzulegen. Ein tolles Buch!

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Die Wende!
von einer Kundin/einem Kunden am 01.06.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Peter Richters Roman "89/90" spielt, wie es schon der Titel verrät, in den Jahren 1989/1990 zur Zeit des Mauerfalls und der Wiedervereinigung Deutschlands. Die Geschichte folgt den Ereignissen aus der Sicht eines sechszehnjährigen Jugendlichen aus Dresden. Richter schafft es einerseits auf fesselnde Art und Weise die Monate und Tage vor... Peter Richters Roman "89/90" spielt, wie es schon der Titel verrät, in den Jahren 1989/1990 zur Zeit des Mauerfalls und der Wiedervereinigung Deutschlands. Die Geschichte folgt den Ereignissen aus der Sicht eines sechszehnjährigen Jugendlichen aus Dresden. Richter schafft es einerseits auf fesselnde Art und Weise die Monate und Tage vor dem Mauerfall zu beschreiben, in denen die Menschen eigentlich ganz normal ihr Leben lebten. Natürlich haben sie bemerkt, dass sich etwas in ihrem Land tut, aber dennoch wurden viele von den Geschehnissen auch überrascht. Und dann plötzlich ging alles ganz schnell, die Wende, erste freie demokratische Wahlen und die Wiedervereinigung. Aber nicht alles war nur rosig mit dem Eingreifen des "goldenen Westens" und auch das erzählt Richter schnörkellos und ehrlich. Arbeitslosigkeit überrollte den Osten, die Menschen waren überfordert mit dem neuen unbegrenzten (Konsum-)Möglichkeiten und vor allem die Ausbreitung rechtsradikaler Ideen war in den Neuen Bundesländern ein riesen Problem. "89/90" ist ein gutes und ehrliches Buch über die Wende, erzählt aus der Sicht eines DDR-Jugendlichen, wodurch hier nichts beschönigt wird. Alles hat seine guten und schlechten Seiten. Richters Roman ist gut geschrieben, hat allerdings auch seine Längen. Nichtsdestotrotz sehr lesenswert!

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