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Ab jetzt ist Ruhe

Roman meiner fabelhaften Familie

(4)

Marion Braschs unwiderstehlicher Roman erzählt die Geschichte ihrer außergewöhnlichen Familie im Spannungsfeld zwischen Ost und West. Der Vater war stellvertretender Kulturminister der DDR, die Brüder, darunter Thomas Brasch, wurden als Schriftsteller, Dramatiker und Schauspieler bekannt.
Mit überraschender Leichtigkeit erzählt die »kleine Schwester« die dramatischen Ereignisse in ihrer Familie – Erfolg, Revolte, Verlust der drei Brüder – und folgt ihrem Weg durch Abenteuer und Wirren in die eigene Freiheit. Selten wurde eine Familiengeschichte so persönlich und bewegend erzählt wie in diesem Roman.

Portrait

Marion Brasch wurde 1961 in Berlin geboren. Nach dem Abitur arbeitete die gelernte Schriftsetzerin in einer Druckerei, bei verschiedenen Verlagen und beim Komponistenverband der DDR. 1987 begann sie als Musikredakteurin beim Jugendsender »DT64« und ist heute als freie Rundfunkjournalistin und -moderatorin bei »radioeins« (RBB) tätig. Ihr erster Roman ›Ab jetzt ist Ruhe‹ ist 2012 bei
S. Fischer erschienen.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 22.08.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-19196-3
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 191/126/32 mm
Gewicht 347
Auflage 2
Verkaufsrang 90.224
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Familie?“

Heidi Wosnitza, Thalia-Buchhandlung Düsseldorf

Ab jetzt ist Ruhe, diesen Spruch mussten die vier Kinder der Familie Brasch immer aufsagen, wenn sie endlich schlafen sollten. Autobiographisch erzählt die Autorin ihre Kindheit, Jugend und späteres Leben in der ehemaligen DDR. Ihr Vater war stellvertretender Kulturminister, ihre Brüder wurden als Schriftsteller und Schauspieler bekannt. Ab jetzt ist Ruhe, diesen Spruch mussten die vier Kinder der Familie Brasch immer aufsagen, wenn sie endlich schlafen sollten. Autobiographisch erzählt die Autorin ihre Kindheit, Jugend und späteres Leben in der ehemaligen DDR. Ihr Vater war stellvertretender Kulturminister, ihre Brüder wurden als Schriftsteller und Schauspieler bekannt. Der Vater führt ein strenges Reglement, kann seine Gefühle nie zeigen. Die Kinder rebellieren als Jugendliche. Sie vermissen alle die Zuneigung ihres Vaters, der aber nicht aus seiner Haut kann.Marion versucht ständig zu vermitteln oder ausgleichend zu sein. Sie erhofft sich damit eine Versöhnung mit ihrem Vater. Sie tut sich schwer, nabelt sich aber dann doch endlich ab. Ein bewegendes Buch und gute Eindrücke in die Zwänge der ehem. DDR.Sie überlebt alle ihre Brüder, deren Verlust prägt sie. Vielleicht wollte damit Marion Brasch auch ihr Leben aufarbeiten.

„eine besondere und doch ganz normale Familie“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln


Die Jüngste in einer Familie zu sein und noch dazu mit so viel Abstand an Jahren bedeutet auch , alle damit verbundenen Verluste sehr jung mitzuerleben - und so ist die Jugend Marions auch geprägt vom frühen Krebstod der Mutter und dem Sterben der hochtalentierten und rebellischen Brüder . Auch die Enttäuschung des Vaters über

Die Jüngste in einer Familie zu sein und noch dazu mit so viel Abstand an Jahren bedeutet auch , alle damit verbundenen Verluste sehr jung mitzuerleben - und so ist die Jugend Marions auch geprägt vom frühen Krebstod der Mutter und dem Sterben der hochtalentierten und rebellischen Brüder . Auch die Enttäuschung des Vaters über die Schwierigkeit den Traum des Sozialismus zu leben ist spürbar nachhaltig und stimmt nachdenklich. Mit so viel Zündstoff in einer Familie hat man es schwer, den eigenen Platz im Leben zu finden und eine eigene Identität zu entwickeln...mit diesem autobiographischem Roman scheint es gelungen !

„Autobiographischer Roman und Zeitgeschichte der DDR“

Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

Marion Brasch nimmt uns in ihrem autobiografischen Roman vor allem mit in die 70er und 80er Jahre der DDR.
Innerhalb der Familiengeschichte der Braschs ist das Ringen der jungen Frau um ihren eigenen Weg irgendwie rührend. Ohne Begeisterung taumelt sie von einem Kompromiss zum anderen, schwankend im Beruf und unstet in den Beziehungen.
Marion Brasch nimmt uns in ihrem autobiografischen Roman vor allem mit in die 70er und 80er Jahre der DDR.
Innerhalb der Familiengeschichte der Braschs ist das Ringen der jungen Frau um ihren eigenen Weg irgendwie rührend. Ohne Begeisterung taumelt sie von einem Kompromiss zum anderen, schwankend im Beruf und unstet in den Beziehungen. Da ist viel Tod, Einsamkeit und Trauer, auch wenn die Autorin davon mit Gelassenheit erzählt.

Der eigentliche Reiz des Buches liegt aber dort, wo die Autorin den illustren Freundes- und Bekanntenkreis einbezieht und damit der Leser viele prominente Künstler erkennt.Auch wenn die Personen dabei nicht namentlich genannt werden, so sind sie doch größtenteils gut zu entschlüsseln (z.B. Katharina Thalbach mit ihrer Tochter Anna, Klaus Pohl und Sanda Weigl…)

Marion Brasch ist mit diesem Buch aus dem Schatten ihrer bekannteren Brüder herausgetreten. Große Literatur ist das Buch leider nicht, ein interessantes Stück deutscher Zeitgeschichte ist es dennoch.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Marion Brasch erzält ihre Familiengeschichte. Die Emigration der Eltern, später DDRNomenklatura. Den Konflikt ihrer Brüder mit Eltern und DDr. Und ihren eigenen Weg. Beeindruckend. Marion Brasch erzält ihre Familiengeschichte. Die Emigration der Eltern, später DDRNomenklatura. Den Konflikt ihrer Brüder mit Eltern und DDr. Und ihren eigenen Weg. Beeindruckend.

Friederike Gärtner, Thalia-Buchhandlung Wildau

Familiengeschichte grandios aufgearbeitet Sehr lesenswert. Familiengeschichte grandios aufgearbeitet Sehr lesenswert.

„Ein wunderbares Buch“

Marion Stein, Thalia-Buchhandlung Lingen (Ems)

Der Untertitel hat mich neugierig gemacht: "Roman meiner fabelhaften Familie". So etwas schreibt man nicht ohne Augenzwinkern.
Marion Brasch erzählt uns ihre und die Geschichte ihrer Familie. Sie wächst in der DDR heran. Man bekommt Einblicke in das Leben dort und erfährt von den Schwierigkeiten, die die Familie untereinander hat.
Der Untertitel hat mich neugierig gemacht: "Roman meiner fabelhaften Familie". So etwas schreibt man nicht ohne Augenzwinkern.
Marion Brasch erzählt uns ihre und die Geschichte ihrer Familie. Sie wächst in der DDR heran. Man bekommt Einblicke in das Leben dort und erfährt von den Schwierigkeiten, die die Familie untereinander hat.
Die Mutter stirbt früh. Der Vater ist Parteifunktionär . Ihre Brüder sind Künstler und leben nicht parteikonform, aber Marion selbst fühlt sich wohl in ihrem Land. Das Buch ist sehr leicht geschrieben, manchmal heiter und witzig, obwohl es viel Schweres zu verarbeiten gibt. Und vieles davon ist in diesem Roman autobiogrphisch.
Ein wunderbares Buch!

„Ein Wort für jedes Kind“

Ingrid Böhmer-Pietersma, Thalia-Buchhandlung Kleve

Ab-jetzt-ist-Ruhe - ein Wort zur „Guten Nacht“ für jedes der vier Kinder jüdischer Eltern, die sich im Londoner Exil kennen lernten und in Ostberlin ihre Familie
gründeten. Ostberlin, weil der Vater glaubte, hier seine politischen Ideale verwirklichen zu können und als stellvertretender Kulturminister der DDR Karriere machte. Die
Ab-jetzt-ist-Ruhe - ein Wort zur „Guten Nacht“ für jedes der vier Kinder jüdischer Eltern, die sich im Londoner Exil kennen lernten und in Ostberlin ihre Familie
gründeten. Ostberlin, weil der Vater glaubte, hier seine politischen Ideale verwirklichen zu können und als stellvertretender Kulturminister der DDR Karriere machte. Die drei Brüder sind talentiert; Schauspieler, Schriftsteller – sie rebellieren gegen die DDR, gegen den Vater – und scheitern am Ende.
Nur die kleine Schwester geht letztlich ihren Weg; nicht mühelos, aber pragmatisch und nicht zimperlich.

Überraschend locker berichtet Marion Brasch über ihre nicht ganz einfache Familiengeschichte.
Persönlich, ehrlich und bewegend – ohne mit der Vergangenheit zu hadern. Es ist kein trauriges Buch, obwohl Trauriges passiert. Für Marion Brasch war es oft schwierig, aber es war auch schön in der DDR, die es so nun nicht mehr gibt. Die Autorin hat das Buch ihrer Tochter gewidmet; eine ganz besondere Familienerinnerung.

Toll geschrieben, sehr, sehr lesenswert.


„unbedingt downloaden!“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Leichtfüßig und behände erzählt uns Marion Brasch die Geschichte ihrer intellektuellen und künstlerisch begabten Familie in der DDR. Es ist ein großartiges Erinnerungswerk geworden, vielschichtig und spannend, aus der Sicht der "kleinen Schwester", die sich nach und nach ihr eigenes Leben aufbaut. Sehr lesenswert! Leichtfüßig und behände erzählt uns Marion Brasch die Geschichte ihrer intellektuellen und künstlerisch begabten Familie in der DDR. Es ist ein großartiges Erinnerungswerk geworden, vielschichtig und spannend, aus der Sicht der "kleinen Schwester", die sich nach und nach ihr eigenes Leben aufbaut. Sehr lesenswert!

„Großartiger DDR-Familienroman“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Im Moment boomen DDR-Romane ja geradezu. Und viele davon sind sehr schwer verdaulich und rechnen gnadenlos mit der ehemaligen DDR ab. Da finde ich den Roman von Marion Brasch gelungen anders, denn auch sie steht der ehemaligen DDR kritisch gegenüber, aber sie bringt es anders rüber. Und es war ja nun wirklich auch nicht alles schlecht Im Moment boomen DDR-Romane ja geradezu. Und viele davon sind sehr schwer verdaulich und rechnen gnadenlos mit der ehemaligen DDR ab. Da finde ich den Roman von Marion Brasch gelungen anders, denn auch sie steht der ehemaligen DDR kritisch gegenüber, aber sie bringt es anders rüber. Und es war ja nun wirklich auch nicht alles schlecht im Osten und alles gut im Westen!

Marion Brasch kommt nun allerdings auch aus einer etwas anderen DDR-Familie. Ihr Vater Horst Brasch ist freiwillig aus dem Exil in London, wohin ihn die Nazis getrieben haben, in die gerade gegründete DDR gegangen. In seiner politischen Laufbahn hat er es bis zum stellvertretenden Kultusminister geschafft. Aber diese Stelle hat er auch aus familiären Gründen wieder verloren. Marion Brasch ist das jüngste von 4 Kindern. Ihre drei Brüder haben sich mehr oder wenig offen gegen das System und den Vater gestellt. Ihr ältester Bruder war Thomas Brasch. Er war ebenso wie ihr jüngster Bruder Peter Schriftsteller. Der mittlere Bruder Klaus war Schauspieler. Als Marion Brasch sowohl ihre Eltern als auch ihre drei Brüder verloren hat, haben ihre Freunde sie dazu überredet, ihre Familiengeschichte zu veröffentlichen. Daraus ist dieser sehr autobiografische Roman entstanden.

Marion Brasch beginnt ihre Erinnerungsreise 1965 als sie vier Jahre alt ist. Sie erzählt von dem Familienleben, den politisch bedingten Umzügen der Familie und den Streitereien zwischen ihren Brüdern und ihrem Vater. Sie erzählt von einem Leben in der DDR, wo der Vater durchaus die Möglichkeit hat für seine Familie Privilegien herauszuholen, dies aber aus ideellen Gründen nicht tut. Er versucht seine Kinder im Sinne des Systems als starke, regimetreue Sozialisten zu erziehen. Aber ähnlich wie im Westen Deutschlands rebelliert auch die Jugend im Osten gegen die ältere Generation. Sie beschreibt dieses Leben mit einer klaren Sprache in sehr kurzen, prägnanten Sätzen. Sie lamentiert nicht über das Leben, was sie und ihre Familie erlebt haben, sondern sie bewahrt sich trotz aller Trauer auch immer einen gewissen Humor. Mich hat fasziniert, wie doch eigentlich alle in dieser Familie das gleiche wollten, aber dafür unterschiedliche Wege zum Glück gewählt und sich dabei so oft missverstanden haben.

Ein großartiges Buch über eine außergewöhnliche Familie und eine untergegangene Staatsform.

Silvana Milstein, Thalia-Buchhandlung Hagen

Dieses Werk kommt ohne blumige Sprache aus und erzeugt anhand einer realistischen Familiengeschichte ein einzigartiges Bild der damaligen DDR. Dieses Werk kommt ohne blumige Sprache aus und erzeugt anhand einer realistischen Familiengeschichte ein einzigartiges Bild der damaligen DDR.

Saskia M., Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Eine tolle Familienstory bei der man merkt was einzelne Menschen alles bewirken können. Bleibt noch lange im Gedächnis. Eine tolle Familienstory bei der man merkt was einzelne Menschen alles bewirken können. Bleibt noch lange im Gedächnis.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Dies ist ein wunderbar erzähltes Familienportrait. Historisch stark eingebettet in die Geschichte der DDR. Und doch bestechend durch seine nüchterne Privatheit. Dies ist ein wunderbar erzähltes Familienportrait. Historisch stark eingebettet in die Geschichte der DDR. Und doch bestechend durch seine nüchterne Privatheit.

„Diskutierfähig“

Karin Harmel, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Marion Brasch erzählt die Geschichte ihrer Familie. Spannend sollte sie sein, denn in den politischen Einstellungen der Brüder, des Vaters und der Grosseltern liegt eine Menge Sprengstoff. Schade ist jedoch, dass das in den Erzählungen von Marion Brasch kaum vorkommt. Man liest den Text, der sich übrigens gut lesen lässt, aber irgendwie Marion Brasch erzählt die Geschichte ihrer Familie. Spannend sollte sie sein, denn in den politischen Einstellungen der Brüder, des Vaters und der Grosseltern liegt eine Menge Sprengstoff. Schade ist jedoch, dass das in den Erzählungen von Marion Brasch kaum vorkommt. Man liest den Text, der sich übrigens gut lesen lässt, aber irgendwie wunderts mich, dass obwohl die Mutter an der Seite des Vaters im wahrsten Sinne des Wortes eingeht, ein Bruder wegen seiner politischen Ansichten ins Gefängnis kommt und es den anderen Brüdern auch nicht viel besser ergeht, am Ende des Kapitels die Betonung auf der Feststellung liegt, dass der Sommer ansonsten sehr schön war. So plätschert also das Leben der Autorin vor sich hin, wenn sie dann am Ende der Geschichte an den Gräbern ihrer Familie steht und abschliessend den Satz sagt:“Und ab jetzt ist Ruhe.“, weiss ich nicht so recht, was ich jetzt denken soll. Irgendwie bin ich ein wenig ratlos.

„Familie“

C. Winkler, Thalia-Buchhandlung Leipzig

Marion Brasch erzählt aus Sicht der "kleinen" Schwester das Leben in der DDR. Früher Krebstod der Mutter , drei rebellische Und hochbegabte Brüder und der Vater, ein gewissenhafter Parteifunktionär .Marion versucht es ihrem Vater recht zu machen und sieht eine Aufgabe darin, zwischen den Brüdern und dem Vater zu vermitteln. Doch Marion Brasch erzählt aus Sicht der "kleinen" Schwester das Leben in der DDR. Früher Krebstod der Mutter , drei rebellische Und hochbegabte Brüder und der Vater, ein gewissenhafter Parteifunktionär .Marion versucht es ihrem Vater recht zu machen und sieht eine Aufgabe darin, zwischen den Brüdern und dem Vater zu vermitteln. Doch das Leben geht seine eigenen Wege! Immer wieder kommen einem beim Lesen die Erinnerungen an die Zeit in der DDR hoch. Egal ob im positiven wie im negativen Sinne !

„Lückentext“

Joke Hoogendoorn, Thalia-Buchhandlung Leer (Ostfriesland)

Marion Brasch erzählt in diesem Roman die Geschichte ihrer Familie. Es ist keine fröhliche Geschichte. Nach dem Krieg teilten die jüdischen Eltern mit vielen anderen den Traum von einem sozialistischen Paradies in der DDR. Und wie viele andere wurden sie schwer enttäuscht. Weil der Vater Parteifunktionar war, genoss die Familie einige Marion Brasch erzählt in diesem Roman die Geschichte ihrer Familie. Es ist keine fröhliche Geschichte. Nach dem Krieg teilten die jüdischen Eltern mit vielen anderen den Traum von einem sozialistischen Paradies in der DDR. Und wie viele andere wurden sie schwer enttäuscht. Weil der Vater Parteifunktionar war, genoss die Familie einige Privilegien, aber die schützten auch nicht gegen Strafversetzung und Gefängnis. Marions drei ältere Brüder lehnten sich gegen den Vater und das Land auf und bezahlten dafür einen hohen Preis. Alle drei erlangten sie einen gewissen Ruhm, starben aber (zu) jung. Marion, die kleine Schwester, war dagegen sehr bemüht, dem Vater keine Schwierigkeiten zu bereiten. So versuchte sie auch immer zwischen den Brüdern und dem Vater zu ermitteln, meist jedoch ohne Erfolg. Am Ende steht sie alleine da; sie sind alle vor ihr gegangen.
Marion Brasch beschreibt die DDR fast freundlich. Aber wer gut zwischen den Zeilen liest und einiges an Wissen mitbringt, kann die Lücken in der Geschichte ausfüllen. „Ab jetzt ist Ruhe“ ist sicherlich einen sehr unterhaltsamen Roman, der uns Einblicke in eine einigermaßen bekannte Familie und ihr Umfeld bietet. Gut geschrieben und absolut fesselnd!

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
4 Bewertungen
Übersicht
3
1
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großes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 03.09.2013

Marion Brasch erzählt in "Ab jetzt ist Ruhe" ihre eigene Familiengeschichte. Ihre Eltern lernen sich im Exil in London kennen. Nach Ende des Krieges übersiedelt die Familie nach Deutschland. Ihr Vater ist felsenfest davon überzeugt, dass die DDR genau das Land ist - in dem sich seine politischen Träume... Marion Brasch erzählt in "Ab jetzt ist Ruhe" ihre eigene Familiengeschichte. Ihre Eltern lernen sich im Exil in London kennen. Nach Ende des Krieges übersiedelt die Familie nach Deutschland. Ihr Vater ist felsenfest davon überzeugt, dass die DDR genau das Land ist - in dem sich seine politischen Träume verwirklichen lassen. .....Mein Vater rauchte immer. Auch wenn Oma London kam, die es nicht leiden konnte, wenn er rauchte. Sie mochte meinen Vater nicht und hatte ihrer Tochter nie verziehen, dass sie sich von einem zum Katholizismus und später Kommunismus konvertierten Juden nach dem Krieg ausgerechnet ins verhasste Deutschland hatte verschleppen lassen. Und dann auch noch in den Osten.......... Großes Lesevergnügen

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Ehrliche Bestandsaufnahme
von Detlev Reichel aus Berlin am 18.03.2014
Bewertetes Format: Format: eBook (ePUB)

Marion Brasch liefert eine ehrliche Bestandsaufnahme. Ihr Bericht aus der Sicht der "kleinen Schwester" einer sehr männlich geprägten Familie ist unprätentiös, fast sachlich und doch zugleich menschlich anrührend. Der Roman gewinnt durch die angenehme Abwesenheit jeglicher Gehässigkeit über die DDR - eine Seltenheit heutzutage. Der/Die Leser/in muss sich schon... Marion Brasch liefert eine ehrliche Bestandsaufnahme. Ihr Bericht aus der Sicht der "kleinen Schwester" einer sehr männlich geprägten Familie ist unprätentiös, fast sachlich und doch zugleich menschlich anrührend. Der Roman gewinnt durch die angenehme Abwesenheit jeglicher Gehässigkeit über die DDR - eine Seltenheit heutzutage. Der/Die Leser/in muss sich schon die Mühe machen, eigene Wertungen vorzunehmen. Marion Braschs Geschichte ist zudem "un-put-downable", wie man im Englischen sagt. Wenn man angefangen hat möchte man einfach nur weiterlesen.

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Eine Liebeserklärung an ein Land, das es nicht mehr gibt. Lesen!!!
von piubellas-lesezeichen am 08.05.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Eigentlich sollte das hier eine ziemlich kurze Rezension werden, da ich der festen Überzeugung war, dass es doch auch manchmal reicht, einfach zu sagen: super Buch, unbedingt kaufen und erst recht unbedingt lesen. Doch irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass dieses Buch beides und noch viel mehr verdient... Eigentlich sollte das hier eine ziemlich kurze Rezension werden, da ich der festen Überzeugung war, dass es doch auch manchmal reicht, einfach zu sagen: super Buch, unbedingt kaufen und erst recht unbedingt lesen. Doch irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass dieses Buch beides und noch viel mehr verdient hat und doch keine Rezension ihm gerecht werden wird. Auch meine folgende nicht.... Bewegend und teilweise auch sehr traurig erzählt die Autorin die Geschichte ihrer Familie, einer Familie, welche geteilt und zerissen ist wie das Land selbst, in welchem sie lebt. Gleichzeitig schafft sie es aber auch dieses kleine, ehemalige Land DDR wieder auferstehen zu lassen, vermittelt die andere Seite des Lebens in diesem Land, die Seite des normalen Mädchens, welches die große Unzufriedenheit mancher Mitbürger nicht so recht fassen kann. Die Seite, welche heute in den Medien nicht mehr vermittelt wird, der ganz normale Alltag. Ein Alltag, der vielleicht oft stark vorgegeben Normen unterlegen hat, aber trotzdem eine Sicherheit bot, die es heute nicht mehr gibt. Behütet sein, aufgehoben sein...diese Gefühle verbinden viele nicht mit der DDR. Und genau das macht dieses Buch so besonders. Es beschöhnt nicht, zeigt Misstände des Sozialismus auf, verweist aber gleichzeitig darauf, dass das normale Leben auch schön gewesen ist. Marion Brasch hat mich mit ihrer Geschichte überzeugt, da sie es geschafft hat, das typische DDR-Gefühl wieder in mir zu erwecken, mich in die Zeit zurück zu führen, in der auch ich aufgewachsen bin. Mein Fazit Geht in den Buchladen, kauft euch das Buch und fangt einfach an zu lesen! Besser kann man DDR-Geschichte und das Gefühl, wie es war dort aufzuwachsen, nicht erleben! Die DDR aus der Sicht eines normalen DDR Kindes mit einer fabelhaften Familie. Nicht wie in den Medien einseitig und verzerrt dargestellt, sondern ehrlich und so, wie Leben in der DDR nun mal war! Eine Liebeserklärung an eine nicht ganz so perfekte, aber außergewöhnlich gewöhnliche Familie. Eine Liebeserklärung an ein nicht ganz so perfektes, aber nicht minder schönes Land. Ein Land, dass es nicht mehr gibt. Danke fürs Teilhaben an einem kleinem Stück Lebensweg und danke für ein paar Stunden alte Heimat! Kaufen!!! Lesen!!! Genießen!!! LESEN!!!UNBEDINGT!!!

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Ab jetzt ist Ruhe - irgendwie auch ein Nachruf.
von Brilli aus Hagen am 01.04.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Marion Braschs Erstlingswerk "Ab jetzt ist Ruhe" vermittelt uns ein Stück erlebter, deutscher Geschichte, nimmt uns mit in ihre Famile, deren Lebensform der sozialistischen Prägung der DDR Tribut zollen muß. Vater und Mutter waren nach dem zweiten Weltkrieg aus dem englischen Exil nach Ostdeutschland gekommen, aus ihm, dem gläubigen... Marion Braschs Erstlingswerk "Ab jetzt ist Ruhe" vermittelt uns ein Stück erlebter, deutscher Geschichte, nimmt uns mit in ihre Famile, deren Lebensform der sozialistischen Prägung der DDR Tribut zollen muß. Vater und Mutter waren nach dem zweiten Weltkrieg aus dem englischen Exil nach Ostdeutschland gekommen, aus ihm, dem gläubigen Katholiken wurde schon vorab ein Kommunist und darauf ein hoher Parteifunktionär, sie als Wiener Exil-Jüdin aus wohlhabendem Hause, nahm die neue Heimat mit all ihrer gelebten Engstirnigkeit nur widerwillig an. Die drei Brüder der Schriftstellerin standen dem Regime von Beginn an misstrauisch, wachsam und aufbegehrend gegenüber. Marion als Letztgeborene spielte eine sehr zwiespältige Rolle. In einer Hinsicht war sie "die Kleine", "das Nesthäkchen", das man gern verhätschelte, das jedoch niemand so Recht ernst nahm. Andererseits musste sie immer um Ausgleich bemüht sein, denn die Mentalitäten in dieser Familie prallten in ihrer Gegensätzlichkeit oft gnadenlos aufeinander. Der Vater wirkte seit dem frühen Tod der Mutter meist autoritär und verschlossen, alles schien in ihm bereits "beschlossen", nichts mehr "verhandelbar" zu sein, woran auch seine Parteiüberzeugung einen immensen Anteil hatte. So war die Familie oft gespalten durch Reflexionen auf ein politisches System, dem viele Menschen ihre Zustimmung versagten, weil sie Zwang und Unfreiheit hinter der propagandistischen Schönmalerei erkannten. Andererseits war es Heimat und darum schmerzte es auch bitter, dass die erstrebte Ideologie in ihrer ersehnten Form ein Traum blieb. Diese Zerrissenheit vermittelt auch die Familie. Einerseits spürt man das Miteinander-Verbundensein in vielen Momenten, in anderen dagegen wirkt die Beziehung zum Anderen kalt, unpersönlich und unsensibel, gebündelt in einer Flut positiver und negativer Strömungen, deren Wechsel auch der Leser ständig unterworfen ist. Die Sicherheit, die eine intakte, Geborgenheit vermittelnde Familie einer Heranwachsenden bietet, ist für die junge Marion Brasch nicht vorhanden. Auf sich allein gestellt, eher noch mit der Bürde der anderen Familienmitglieder auf den Schultern, nimmt sie ihr Leben in die Hand - mutig, selbstverständlich und tapfer, oft auch mit sarkastischem Humor. Mit klaren, schnörkellosen Worten nimmt sie in dieser Autobiographie den Leser an die Hand - und das möchte ich betonen: sie nimmt ihn an die Hand, weil er schon längst eingebunden ist in ihr Stück Leben. Er ist dabei, er fühlt mit ihr, bejaht und verneint oder zweifelt auch an ihrem Tun, aber in intensiver leserlicher Verbundenheit. Wie stark diese Verbindung war merkt er, wenn das Buch zuende gelesen ist und er zurückbleiben muss und das bedauert. Ich glaube nicht, dass ab jetzt Ruhe ist für die Autorin -sicher nicht, wenn man die Leser fragt, sie werden neugierig auf weitere Werke sein. Ich kann allen nur empfehlen, diesen Roman zu lesen, hoffentlich mit so viel Freude wie ich es getan habe. Hierher gehört auch einer meiner Lieblingssätze:."....das sind die besten Bücher, die du begrüßt wie ein Gast und von denen du Abschied nimmst wie von einer Heimat".

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Ab jetzt ist Ruhe. Eine Familientragödie.
von Gisela Busemann aus Leer (Ostfriesland) am 21.02.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Marion Brasch blickt in ihrem Buch „Ab jetzt ist Ruhe“ auf ihre Familiengeschichte zurück. Es sind oftmals schmerzhafte Erinnerungen, besonders an ihre viel zu früh verstorbenen Brüder. Ihre jüdischen Eltern lernen sich im Exil in England kennen. Bald verbindet sie eine tiefe Liebe. Nach Beendigung des Krieges gehen sie... Marion Brasch blickt in ihrem Buch „Ab jetzt ist Ruhe“ auf ihre Familiengeschichte zurück. Es sind oftmals schmerzhafte Erinnerungen, besonders an ihre viel zu früh verstorbenen Brüder. Ihre jüdischen Eltern lernen sich im Exil in England kennen. Bald verbindet sie eine tiefe Liebe. Nach Beendigung des Krieges gehen sie nach Ost-Berlin. Der Vater möchte seine Ideale als Politiker verwirklichen und am Aufbau eines sozialistischen Staates mitwirken. Er macht auch Karriere in der damaligen deutschen demokratischen Republik. Das Ehepaar bekommt drei Söhne Thomas (1945 – 2001 ) Peter ( 1955 – 2001 ) und Klaus (1950 - 1980 ) bevor das Nesthäkchen Marion geboren wird. Der älteste und der jüngste Bruder waren beide bekannte Schriftsteller, der Mittlere war Schauspieler. Alle drei revoltierten gegen die Vätergeneration und ganz massiv gegen den eigenen Vater. Für ihr Verhalten und ihre politische Gesinnung zahlte er immer wieder einen hohen Preis. Strafversetzungen und Degradierungen ließen nicht lange auf sich warten. Die Beziehungen zwischen den Söhnen und dem Vater war zeitlebens mehr als unterkühlt. Auch der Tod der Mutter ändert nichts und die Kluft zwischen ihnen wird immer tiefer und lässt sich nicht überwinden. Die Bemühungen der Schwester zu vermitteln fruchteten nicht. Alle drei Brüder scheiterten letztendlich an der Wirklichkeit und an dem grausamen Regime, eines real existierenden Sozialismus. Die Autorin erzählt mit sehr viel Gefühl, aber auch mit einem Augenzwinkern ihre Familientragödie und berichtet über das Leben in einem Land, dass es schon lange nicht mehr gibt. Trotz aller Dramatik und Zerrissenheit in der Familie entbehrt die Geschichte nicht einer gewissen Komik und es ist eine Freude mit ihr auf Spurensuche zu gehen. Marion Brasch arbeitet heute als freie Musikredakteurin und Moderatorin bei Radion eins.

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