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Accabadora

Roman. Von der Darmstädter Jury als Buch des Monats April 2010 ausgezeichnet

(21)

Glaubst du, dass Dinge, die geschehen sollen, von allein geschehen?
Ein sardisches Dorf, Mitte der fünfziger Jahre: Als Dorfschneiderin ist Bonaria gewöhnt, Maß zu nehmen - mit ihren Augen, ihrem Verstand und dem Herzen. Die kleine Maria, die sie als fill'e anima, Kind des Herzens, aufnimmt, ist ihr ganzes Glück. Manchmal hört Maria ihre Ziehmutter, die Accabadora, wie sie sich nachts aus dem Haus stiehlt, und am nächsten Tag läutet die Totenglocke ... Als Bonaria Jahre später im Sterben liegt, hält die alte »Schuld« sie umbarmherzig ans Leben gefesselt und Maria steht vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens.

Portrait
Michela Murgia, geboren 1972 in Cabras/Sardinien, studierte Theologie und unterrichtete Religion. Nach einigen Jahren in Mailand lebt sie seit kurzem wieder in Sardinien.
Julika Brandestini, geboren 1980, studierte Kulturwissenschaften in Frankfurt/Oder, Almería und Macerata. Sie übersetzte u.a. Accabadora von Michela Murgia, wofür sie mit dem deutsch-italienischen Übersetzerpreis ausgezeichnet wurde. Sie lebt in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 176
Erscheinungsdatum 01.11.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14047-8
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 190/118/17 mm
Gewicht 192
Verkaufsrang 92.992
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Buchhändler-Empfehlungen

„Beeindruckend“

Kerstin Hahne, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Ein schmales Buch, dessen inhaltliche Wucht aber auch nach Jahren nicht gänzlich abgeklungen ist.Eine Geschichte , die auf Sardinien in den 50/60er Jahren im Landesinneren spielt, wo die Dörfer klein und die Kleinbauern arm sind, Touristen, die Küste, die Justiz und das ital.Mutterland scheinen Meilen entfernt zu sein.Eine ältere Frau, Ein schmales Buch, dessen inhaltliche Wucht aber auch nach Jahren nicht gänzlich abgeklungen ist.Eine Geschichte , die auf Sardinien in den 50/60er Jahren im Landesinneren spielt, wo die Dörfer klein und die Kleinbauern arm sind, Touristen, die Küste, die Justiz und das ital.Mutterland scheinen Meilen entfernt zu sein.Eine ältere Frau, Bonaria Urrai,nimmt die 6jährige Maria Listru als "figlio d`anima", an Kindes Statt an, da deren Mutter nicht nur finanziell mit ihren vielen Kindern mehr als überfordert ist und Maria ihre alte Familie jederzeit besuchen darf. Bonaria arbeitet als "accabadora", sie ist nicht nur Schneiderin, sondern auch Hebamme und , was Maria nicht weiß, ab und zu auch ,meist nachts, in einer geheimnisumwitterten Funktion unterwegs.....
Als das Mädchen in späteren Jahren, entdeckt, was Bonaria ihr verschwiegen hat, verlässt sie die Insel. Aber so einfach entkommt man seinem Schicksal nicht......
Die Sarden früher machten nicht viele Worte und auch Michela Murgia tut das nicht, aber egal, welcher Frau ich dieses Buch empfohlen habe, es hat alle berührt und damit meine ich nicht im kitschigen Sinn ! Mutter-Tochter-Beziehungen sind oft nicht einfach, aber so beeindruckend wie im vorliegenden Buch, liest man selten über sie !

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Eine Geschichte aus der Mitte des 20. Jhd. in Sardinien, die sehr alt scheint und doch überaus modern ist. Ein absolutes Muss und eines meiner Lieblingsbücher!
Eine Geschichte aus der Mitte des 20. Jhd. in Sardinien, die sehr alt scheint und doch überaus modern ist. Ein absolutes Muss und eines meiner Lieblingsbücher!

Ulrike Müller, Thalia-Buchhandlung Fulda

Grossartige Geschichte mit archaischer Wucht, klar und schnörkellos erzählt! Grossartige Geschichte mit archaischer Wucht, klar und schnörkellos erzählt!

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Ganz und gar ungewöhnlich und deshalb so empfehlenswert. Die Accabadora ist ein Mythos, den man unbedingt entdecken sollte. Ganz und gar ungewöhnlich und deshalb so empfehlenswert. Die Accabadora ist ein Mythos, den man unbedingt entdecken sollte.

„Ein ganz besonderes Leseerlebnis!“

, Thalia-Buchhandlung Bonn

Dieser Roman, für mich ein ganz besonderes Leseerlebnis erzählt die Geschichte der Beziehung eines kleinen Mädchens zu ihrer „Ziehmutter“, einer Accabadora in einem kleinen sardischen Dorf der 50iger Jahre.
Gleichzeitig berührt er essentielle Themen wie Sterben und Tod und die Frage nach persönlicher Schuld, Recht und Unrecht.
Die
Dieser Roman, für mich ein ganz besonderes Leseerlebnis erzählt die Geschichte der Beziehung eines kleinen Mädchens zu ihrer „Ziehmutter“, einer Accabadora in einem kleinen sardischen Dorf der 50iger Jahre.
Gleichzeitig berührt er essentielle Themen wie Sterben und Tod und die Frage nach persönlicher Schuld, Recht und Unrecht.
Die ältere kinderlose Frau nimmt einer sardischen Tradition gemäß das vierte Kind einer mittellosen Familie als „Kind des Herzens“ als fill‘e anima bei sich auf, zeiht es groß und fördert es. Murgia erzählt in atmosphärisch dichten Bildern aus ständig wechselnden Perspektiven von der weisen „Accabadora“ und dem heranwachsenden Mädchen, welches erst später erkennt warum ihre Ziehmutter manchmal nachts von Bewohnern des Dorfes gerufen wird.
Die Autorin, selbst aus Sardinien stammend, schreibt in schnörkelloser, dennoch sehr poetischer Sprache vom Leben, den Bräuchen und Riten in diesem sardischen Dorf die oft sehr archaisch und manchmal auch unheimlich anmuten.
Das Thema des Romans, die differenzierte Betrachtungsweise der Autorin und die anschauliche Sprache fesselten mich. Ohne viel vom Inhalt des Buches verraten zu wollen wünsche ich diesem kraftvollen Roman viele Leserinnen und Leser. Ich las ihn fasziniert von Anfang bis Ende.

„Großartig“

Sabine Rößler, Thalia-Buchhandlung Wildau

Lassen Sie sich nicht von dem seltsam anmutenden Titel und dem etwas düsteren Coverbild abschrecken.
Der Roman lohnt es, gelesen zu werden.
Die Autorin- selbst Sardin und deswegen sehr authentisch was Sitten, Gebräuche und sardisches Gedankengut angeht- verwendet
eine schöne klare Sprache, die die einzelnen, starken Charaktere
Lassen Sie sich nicht von dem seltsam anmutenden Titel und dem etwas düsteren Coverbild abschrecken.
Der Roman lohnt es, gelesen zu werden.
Die Autorin- selbst Sardin und deswegen sehr authentisch was Sitten, Gebräuche und sardisches Gedankengut angeht- verwendet
eine schöne klare Sprache, die die einzelnen, starken Charaktere sehr lebendig werden lässt. So wird der Leser nach und nach eingewickelt,
(oder eingeladen?) am Leben in diesem sardischen Dorf teilzuhaben.
An diesem sozialen Geflecht zwischen Jung und Alt, zwischen ethischen Moralgrundsätzen und den eigenen Vorstellungen von Menschenwürde.
Es geht um Leben und leben lassen und um das genaue Gegenteil. Man fragt sich beim Lesen manchmal selbst "Wie würde ich mich verhalten?,
Hätte ich selbst die Kraft ?" Und das Schöne an diesem Buch ist meiner Meinung nach, dass es einem am Ende keine Patentlösung bietet und nicht einfach
ein klassisches Happy End serviert, sondern mit dem neuen Wissen über die Bedeutung des Titels ins eigene Leben entlässt und einem
eigentlich nichts weiter bleibt, als vor der inneren Stärke der beiden Hauptprotagonistinnen den Hut zu ziehen.
Aber lesen Sie selbst- ACCABADORA.

„Bellissimo !“

Gerda Schlecker, Thalia-Buchhandlung Ulm

Am Ostermontagnachmittag habe ich mich in meinen Lesesessel gesetzt,und wollte ein paar Seiten in Accabadora schmökern.Dann habe ich mich derart in die Geschichte,die von einer ganz besonderen Mutter-Tochter-Beziehung und von einem alten,lange verschwiegenen sardischen Beruf erzählt, hineinziehen lassen,daß ich das Buch am Stück verschlungen Am Ostermontagnachmittag habe ich mich in meinen Lesesessel gesetzt,und wollte ein paar Seiten in Accabadora schmökern.Dann habe ich mich derart in die Geschichte,die von einer ganz besonderen Mutter-Tochter-Beziehung und von einem alten,lange verschwiegenen sardischen Beruf erzählt, hineinziehen lassen,daß ich das Buch am Stück verschlungen habe.Berührend,poetisch,unbedingt empfehlenswert.

„"Wieder ein schmales literarisches Kleinod!"“

Christina Andraschke, Thalia-Buchhandlung Erlangen, Arcaden

Meine Empfehlung zu Michela Murgias Accabadora lautet: Lassen Sie sich unvoreingenommen auf dieses Buch ein und Sie werden von dieser ganz besonderen Geschichte überrascht sein. Mich hat sie sehr bewegt.
Wer gerne Maria Barbal liest wird auch Michela Murgia mögen.
Meine Empfehlung zu Michela Murgias Accabadora lautet: Lassen Sie sich unvoreingenommen auf dieses Buch ein und Sie werden von dieser ganz besonderen Geschichte überrascht sein. Mich hat sie sehr bewegt.
Wer gerne Maria Barbal liest wird auch Michela Murgia mögen.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
21 Bewertungen
Übersicht
17
3
1
0
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Accabadora. Ein Kind des Herzens.
von Gisela Busemann aus Leer (Ostfriesland) am 12.03.2013

„Glaubst Du wirklich, dass die Dinge, die geschehen sollen, im richtigen Moment von allein geschehen?“ Zufällig fiel mir das zauberhafte Buch „Accabadora“ von der italienischen Schriftstellerin Michela Murgia in die Hände. Ich hatte es bereits vor längerer Zeit gelesen aber mir war es wert, dieses noch ein... „Glaubst Du wirklich, dass die Dinge, die geschehen sollen, im richtigen Moment von allein geschehen?“ Zufällig fiel mir das zauberhafte Buch „Accabadora“ von der italienischen Schriftstellerin Michela Murgia in die Hände. Ich hatte es bereits vor längerer Zeit gelesen aber mir war es wert, dieses noch ein zweites mal zu tun. Die Geschichte erzählt von Kindheit, Alter und dem liebevollen Zusammenleben dieser zwei Generationen. In einem sardischen Dorf lebt die kinderlose alte Schneiderin Bonaria Urrai mit der sechsjährigen Maria zusammen. Sie ist das ganze Glück der alten Frau, deren verwitwete, arme Mutter froh ist, einen Esser weniger zu versorgen. Fill ,e anima, was soviel wie Kind des Herzens heißt wächst nun voller Liebe und Fürsorge auf. Jedoch, die stets in schwarz gekleidete etwas wortkarge Ziehmutter umgibt ein dunkles Geheimnis. Maria spürt, dass sie nicht danach fragen darf. Jedoch sehr viel später entdeckt sie die Wahrheit. Michela Murgia ist 1972 in Cabras-Sardinien geboren. Sie studierte Theologie. Accabadora ist ihr erster Roman. Nach einigen Jahren in Mailand lebt sie heute wieder in Sardinien.

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Ein kleines feines Buch
von Chariklia Agelidou aus Brühl am 20.11.2011

Pünktlich vor Weihnachten ist dieses wunderbare kleine feine Buch als Taschenbuch erschienen. Ein literarisches Leseerlebnis der besonderen Art, dass man bitte selbst lesen und ganz oft verschenken sollte!

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Accabadora
von einer Kundin/einem Kunden am 09.07.2010
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Michaela Murgia beschäftigt sich mit einem Thema, das die Menschen auch dann bewegt, wenn sie nicht mit der Bibel aufgewachsen sind: der Frage der Schuld. Die Theologin und Religionslehrerin wählt ihre Heimat Sardinien als Schauplatz für eine Geschichte voll Poesie und Tradition, Alltag und Brüchen desselben. Die kleine Maria Listru wird... Michaela Murgia beschäftigt sich mit einem Thema, das die Menschen auch dann bewegt, wenn sie nicht mit der Bibel aufgewachsen sind: der Frage der Schuld. Die Theologin und Religionslehrerin wählt ihre Heimat Sardinien als Schauplatz für eine Geschichte voll Poesie und Tradition, Alltag und Brüchen desselben. Die kleine Maria Listru wird von Bonaria Urrai als „Kind des Herzens“ aufgenommen, da ihre Mutter bereits genügend hungrige Mäuler zu stopfen hat; diese in Sardinien lange gepflegte Praxis mutet seltsam an in einem Land mit konservativen Strukturen und einer dementsprechenden Bedeutung des Wertes „Familie“, war jedoch in der dörflichen Bevölkerung offensichtlich gut akzeptiert, da für alle Seiten hilfreich und von Nutzen. Im Abtausch gegen Kartoffel des Urrai’schen Ackers lebt Maria Listru im Haus der Bonaria mit allen Rechten und Pflichten; dabei fühlt sie sich nicht unwohl, lernt sie doch einiges, erfährt keinen Mangel und darf ihre Familie bei Bedarf auch gerne besuchen. In ihre Schranken verwiesen wird Maria in dem Moment, als sie den Grund für die zeitweiligen nächtlichen Ausflüge der Bonaria Urrai erfahren möchte, bald ist ihr klar, dass ihre Ziehmutter ein dunkles Geheimnis vor ihr hütet, das letztlich ihr Verhältnis zerstören wird. Der Roman widmet sich ausgiebig der Dynamik dieser Beziehung, hat aber auch genügend Raum für Einblicke in sardische Traditionen und Lebenswelten, die dem Leser bisweilen wie Bilder aus vergangenen Jahrhunderten anmuten. Das Ende des Buches ist wenig überraschend, hat man die Intentionen der Autorin richtig eingeschätzt, „Dinge die man tut und Dinge die man nicht gut“ zur Disposition zu stellen. Dies schmälert das Lesevergnügen jedoch keineswegs, hat man doch vieles zu erfahren, zu denken und zu verstehen bekommen.

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Accabadora!
von Dorothea Schwenzer aus Ulm am 09.04.2010
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Dieses Buch ist eine seltene Perle im Meer der literarischen Neuerscheinungen. Ich suche nach Worten, um diesem wunderbaren Roman gerecht zu werden. Es ist eine Geschichte, die höchst sensibel erzählt wird, die italienisch, mystisch, archaisch und modern zugleich ist. Sie handelt von den elemtaren Inhalten des Lebens: dem ins-Leben-Kommen, dem... Dieses Buch ist eine seltene Perle im Meer der literarischen Neuerscheinungen. Ich suche nach Worten, um diesem wunderbaren Roman gerecht zu werden. Es ist eine Geschichte, die höchst sensibel erzählt wird, die italienisch, mystisch, archaisch und modern zugleich ist. Sie handelt von den elemtaren Inhalten des Lebens: dem ins-Leben-Kommen, dem in-Liebe-Aufwachsen, dem aus-dem-Leben-Gehen. Alles ist nicht einfach und am Besten, wenn es im Einklang mit Menschen, liebenden Menschen geschieht. Dieses Buch hat mir kostbare Lesestunden geschenkt. Ein Geheimtipp!

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ein Sahnestückchen
von einer Kundin/einem Kunden aus Braunschweig am 09.04.2010
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In einem kleinen sardischen Dorf: Maria Listru wird 6-jährig in die Obhut der alten vermögenden Schneiderin Bonaria Urrai als filius anima - sozusagen als Adoptivkind ohne Papiere gegeben. Maria, ein offenes und neugieriges Kind wird von der geheimnisvollen wortkargen Bonaria auf ihre besondere Art auf das "Leben" vorbereitet. Manchmal... In einem kleinen sardischen Dorf: Maria Listru wird 6-jährig in die Obhut der alten vermögenden Schneiderin Bonaria Urrai als filius anima - sozusagen als Adoptivkind ohne Papiere gegeben. Maria, ein offenes und neugieriges Kind wird von der geheimnisvollen wortkargen Bonaria auf ihre besondere Art auf das "Leben" vorbereitet. Manchmal verlässt die Schneiderin abends schwarzgekleidet das Haus. Als Maria älter geworden ist, kommt sie hinter Bonarias Geheimnis. Entsetzt wendet sie sich von ihr ab. Vorerst. Accabadora schildert meisterhaft altes Wissen und gewachsene Traditionen, beschreibt sensibel die Gedanken und Gefühle der beiden Protagonistinnen.Ein berührend poetischer Roman, der einen nachdenklich und betroffenen Leser hinterlässt. Mit großem psychol.Einfühlungsvermögen wird ein ganz aktuelles Thema bearbeitet. Unbedingt lesen!Aber: Taschentücher bereit halten.

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Dünnes Buch, dickes Lob!
von Martin Gaiser aus Ulm am 24.02.2010
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

"Accabadora" ist eine echte Entdeckung! Die vielen sardischen Eigenheiten und Eigennamen, die Fremdheit der Rituale, das Ursprüngliche des dörflichen Lebens und Arbeitens - alles zusammen ergibt einen Kosmos, den uns Michela Murgia in ihrem ruhigen und poetischen Roman auf wundersame Weise nahe bringt. Das ist ein Buch, von dem... "Accabadora" ist eine echte Entdeckung! Die vielen sardischen Eigenheiten und Eigennamen, die Fremdheit der Rituale, das Ursprüngliche des dörflichen Lebens und Arbeitens - alles zusammen ergibt einen Kosmos, den uns Michela Murgia in ihrem ruhigen und poetischen Roman auf wundersame Weise nahe bringt. Das ist ein Buch, von dem man seinen besten Freunden in aller Ruhe erzählen möchte in der Hoffnung, es möge ihnen dann genau so gut gefallen.

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Fillus de anima
von Ulrike Seine aus Rheine am 23.02.2010
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Kinder des Herzens, so nennt man auf Sardinien die Kinder, die zweimal geboren werden; aus der Armut der einen Frau und der Unfruchtbarkeit der anderen. So beginnt auch die Geschichte der sechsjährigen Maria Listru, die mit ihrer zweiten Geburt zu einem späten Segen für Bonaria Urrai wird. Maria erlebt... Kinder des Herzens, so nennt man auf Sardinien die Kinder, die zweimal geboren werden; aus der Armut der einen Frau und der Unfruchtbarkeit der anderen. So beginnt auch die Geschichte der sechsjährigen Maria Listru, die mit ihrer zweiten Geburt zu einem späten Segen für Bonaria Urrai wird. Maria erlebt eine glückliche Kindheit und dennoch hat sie das Gefühl, als suche Bonaria etwas vor ihr zu verbergen. Ein schönes Buch.

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Dinge, die geschehen sollen
von Helga Ebenkofler am 07.04.2010
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Sardinien in den 50er Jahren ist geprägt von alten Traditionen und Riten. Die formlose Adoption ist eine dieser Traditionen, d.h. eine kinderreiche Familie gibt einer kinderlosen ein Kind ab. Der in armseligen Verhältnissen lebenden Mutter Marias wird ein derartiges Angebot gemacht und so wächst das Mädchen bei ihrer Adoptivmutter... Sardinien in den 50er Jahren ist geprägt von alten Traditionen und Riten. Die formlose Adoption ist eine dieser Traditionen, d.h. eine kinderreiche Familie gibt einer kinderlosen ein Kind ab. Der in armseligen Verhältnissen lebenden Mutter Marias wird ein derartiges Angebot gemacht und so wächst das Mädchen bei ihrer Adoptivmutter Bonaria auf, einer geheimnisumwitterten Schneiderin, die die Funktion der Accabadora des Ortes innehat, derjenigen, die nach alten Bräuchen mehr oder weniger offen Sterbehilfe leistet. Überzeugend und sensibel stellt Murgia den Reifeprozess des Mädchens zur jungen Frau dar, in welchem ebendiese Tradition keine geringe Rolle spielt, da sie existentielle Fragen aufwirft und zwingend eine Auseinandersetzung damit fordert. In dichter Sprache, voller Aphorismen und Bilder versucht die Autorin dem geheimnisvollen Band zwischen Leben und Tod auf die Spur zu kommen und spricht, wenn auch ins Archaisch/Mythologische verpackt, ein hochbrisantes ethisches Thema an. Mit viel Feingefühl und Akkuratesse beschreibt sie eine Mutter/Tochter Beziehung , die auf dem Fundament gegenseitigen Respektes und gegenseitigen Lernens beruht. Eine schnörkellose Sprache und ein ruhiger Erzählfluss komplettieren das, was man von einem guten Roman erwartet.

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Eine wirkliche Überraschung,
von Birgitt Schweren-Wolters aus Krefeld am 22.02.2010
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dieser kleine stille Roman, der auf Sardinien spielt. Mit sechs Jahren kommt das Mädchen Maria, Kind einer bitterarmen Witwe, in die Obhut der Schneiderin Bonaria. Sie zieht es wie eine Tochter groß, damit Maria sich später um sie kümmert. Man kann sich gut vorstellen, wie Maria mit großen Augen... dieser kleine stille Roman, der auf Sardinien spielt. Mit sechs Jahren kommt das Mädchen Maria, Kind einer bitterarmen Witwe, in die Obhut der Schneiderin Bonaria. Sie zieht es wie eine Tochter groß, damit Maria sich später um sie kümmert. Man kann sich gut vorstellen, wie Maria mit großen Augen das ungewöhnliche Leben der alten Frau verfolgt und versucht, hinter das Geheimnis zu kommen, das sie umgibt. Ohne große Worte und Emotionen fast kommt der Roman aus und trotzdem verfolgen wir alles atemlos bis zur letzten Wahrheit.

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Zwei Frauen,Zwei Lebenswelten
von Ricarda Grünberg aus Wildau am 23.03.2010
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Ein kleines Dorf auf Sardinien. In einer unglaublich poetischen Sprache erzählt uns die Autorin eine Geschichte von zwei Frauen, die wie Mutter und Tochter leben, sehr eng beieinander sind und doch den tiefen Graben zwischen Moderne und einer zutiefst archaischen Tradition nicht überwinden.Eine Tradition die die junge... Ein kleines Dorf auf Sardinien. In einer unglaublich poetischen Sprache erzählt uns die Autorin eine Geschichte von zwei Frauen, die wie Mutter und Tochter leben, sehr eng beieinander sind und doch den tiefen Graben zwischen Moderne und einer zutiefst archaischen Tradition nicht überwinden.Eine Tradition die die junge Frau erst nach und nach begreift. Geheimnisvoll und wirklich sehr schön geschrieben.

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Literarisch Sterbehilfe
von einer Kundin/einem Kunden am 04.06.2010
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Die alte, allein lebende Schneiderin Bonaria Urrai nimmt die vierte Tochter einer sehr armen Familie zu sich, damit sich diese um sie kümmern kann, wenn sie alt wird. Maria stehen alle Türen offen, sie hat ein eigenes Zimmer und wird von der stets in schwarz gekleideten Frau wie eine... Die alte, allein lebende Schneiderin Bonaria Urrai nimmt die vierte Tochter einer sehr armen Familie zu sich, damit sich diese um sie kümmern kann, wenn sie alt wird. Maria stehen alle Türen offen, sie hat ein eigenes Zimmer und wird von der stets in schwarz gekleideten Frau wie eine Tochter behandelt. Maria merkt schnell, dass die wortkarge Bonaria von einem dunklen Geheimnis umgeben ist. Sie verlässt oft in der Nacht das Haus und kommt erst spät in den Morgenstunden wieder heim. Dennoch erfährt Maria erst spät von diesem Geheimnis. Das Thema , die aktive Sterbehilfe, wird in diesem Roman an einem Beispiel genau geschildert. Sehr literarisch, emotionell und nicht aufdringlich erzählt die Autorin das Leben der beiden Frauen, die ihre Erfahrungen im Leben bereits gemacht hat(Bonaria) bzw. erst erleben wird(Maria). Am Ende der sehr realistisch gezeichneten Geschichte kommen beide trotz der Unterschiedlichkeit von Charakter und Persönlichkeit zu einem sehr gleichenden Schluß über das Leben.

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Michela Murgia, Accabadora
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Als vierte Tochter einer armen Witwe wird Maria von der Schneiderin Bonaria Urrai aufgenommen. Sie entdeckt Geheimnisse, die kaum zu ertragen sind.

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