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Adolf Hitler Teil 2

Diktator des Deutschen Reichs. Die Jahre von 1939 bis 1945. Ungekürzte Originalfassung

(1)
Eine Biografie Hitlers ist von den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs nicht zu trennen. Deshalb beschäftigt sich der vorliegende zweite Teil der Biografie Adolf Hitlers mit den Kriegshandlungen, aber auch mit den „Säuberungsaktionen“ hinter der Frontlinie, den Bombardements auf europäische Städte und der Massenflucht aus den deutschen Ostgebieten.
Die Frage nach der deutschen Kriegsschuld ist nicht einfach zu beantworten und beschäftigt die Forschung bis heute. Als Auslöser des Krieges kann zweifellos die aggressive Außenpolitik des Deutschen Reiches gelten. Aber vor allem ist der Zweite Weltkrieg eine Verlängerung des Ersten. Winston Churchill sprach in diesem Zusammenhang richtigerweise von einem „Dreißigjährigen Krieg“: 1914 – 1945. Schätzungen zufolge wurden im Zweiten Weltkrieg über 65 Millionen Menschen getötet. Die erschütternde Bilanz waren die getöteten Zivilisten, deren Zahl die der kämpfenden Soldaten sogar noch überstieg. Trauriger Spitzenreiter unter den Ländern war mit 27 Millionen Toten die Sowjetunion. Die materiellen Schäden waren ebenfalls schwindelerregend: Die Politik der verbrannten Erde und der Bombenkrieg hatten weite Landstriche in sechs Jahren zu unwirtlichen Mondlandschaften gemacht.
Es darf als gesichert gelten, dass die NSDAP unter der Führung Adolf Hitlers ohne die dumpfen Ressentiments gegen die Siegermächte und den Versailler Friedensvertrag von 1918 sich nie als Volkspartei durchgesetzt hätte.
Hitler gelang es in kürzester Zeit sich von einem fanatischen Führer einer Splitterpartei zu einem Staatsmann zu entwickeln. Dabei sahen die ausländischen Machthaber über seine Vertragsbrüche und die Annektionen ganzer Länder großzügig hinweg.
In der Zeit der Blitzkriege zwischen 1939 und 1940 umgab die deutsche Wehrmacht die Aura einer unbesiegbaren Macht. Mit Kälte und Ungerührtheit setzte Hitler gegen alle Vorbehalte seiner Umgebung seine „Lebensraumpolitik“ durch. Erst das „Unternehmen Barbarossa“, der Überfall auf den Bündnispartner Sowjetunion, erwies sich als folgenschwerer Fehler und brachte die Wende zum unaufhaltsamen Untergang des Deutschen Reiches. Es war kein Krieg wie die vorhergehenden. In diesem fiel zum ersten Mal der Begriff „Vernichtungskrieg“
Was Hitler, laut Sebastian Haffner, von Feldherrn wie Alexander dem Großen und Napoleon unterscheidet, ist das, was sich hinter der Frontlinie bei den sogenannten „Säuberungen“ und in den Todeslagern von Auschwitz, Treblinka, Majdanek, Bergen–Belsen und anderen Orten ereignete: eine fabrikmäßige, rationalisierte und effiziente Menschenvernichtung. Die „Endlösung der Judenfrage“ entbehrte dabei jeder militärischen Notwendigkeit.
In einem traurigen Finale des Wahnsinns wollte Hitler 1945 in dem sogenannten „Nero–Befehl“ sogar die Deutschen und ihr Land der völligen Zerstörung preisgeben.
Der zweite Teil gibt aber auch jenen ein Gesicht, die den Widerstand und die lebensbedrohliche Tat, das Attentat auf Hitler, wagten: Dem einsamen Helden Georg Elser und dem Kreis der deutschen Offizieren um den mutigen Vollstrecker Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Ihnen gebührt an dieser Stelle ein respektvolles Gedenken. Es waren noch viele, die sich für das Ende des Terrors und eine friedliche Zukunft Deutschlands eingesetzt hatten. Leider waren es viel zu wenige.
Portrait
Zum Autor: Clemens von Lengsfeld ist das Pseudonym der Künstlerin Irene von Neuendorff. Geboren 1959, studierte sie Kunst an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei den Professoren Rainer Küchenmeister, Albrecht von Hancke und Peter Dreher. Zusätzlich absolvierte sie ihr Germanistik- und Geschichtsstudium an der Universität Karlsruhe. 1985 erhielt sie ein Stipendium, was ihr die Fortsetzung ihres Studiums an der Ecole des Beaux Arts Supérieure Paris ermöglichte.
Irene von Neuendorff stammt aus einem Elternhaus, in dem sowohl Täter als auch Opfer vorkommen. Der Großvater väterlicherseits, aus ostpreußischem Adel, war ranghoher Militär im Verantwortungsbereich. Der Großvater mütterlicherseits war wegen seiner jüdischen Abstammung im KZ Bergen-Belsen bis zu seiner Befreiung inhaftiert. Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich von Neuendorff mit dem Nationalsozialismus und stellt sich damit der Zerrissenheit ihrer eigenen Herkunft.
Aus dieser Auseinandersetzung resultierte auch eine Serie von überlebensgroßen Portraits Adolf Hitlers, die ihn in allen möglichen Facetten, Posen und Verkleidungen zeigen. Nie ist Hitler vordergründig als Monster, Massenmörder oder Wahnsinniger zu erkennen. Im Gegenteil, von Neuendorff betreibt vehement seine Entteufelung und macht aus ihm den freundlichen Biedermann. Zärtlich und kleidsam schmiegen sich die Stoffe seinem Körper an. Zartrosafarbener Blütenhintergrund entkräftet ironisch das bekannte und längst abgenutzte Bild und zeigt ihn u.a. als lasziv erotischen „Damenmann“, der Hitler im Übrigen auch war. Immer zeigt sie seine nach außen gekehrte Harmlosigkeit, mit der er sich den Orientierungslosen, den Wütenden und den Verzagten andiente. Auch seine unverfrorene Direktheit, mit der er Regierungsvertreter als „Volksverräter“, das Parlament als „Schwatzbude“ oder die Presse als „Judenpresse“ und „Schmierfinken“ verlachte, lässt von Neuendorff ihren Hitler in überlegener Pose zum Ausdruck bringen. Und doch ist er durch die ironische Brechung mehr Verführter als Verführer – eine Wiederspiegelung der Interessen, Weltanschauungen und tief sitzenden Ängste und Emotionen des deutschen Volkes. Der Bezug zur Aktualität ist augenscheinlich. Das Böse verrät sich nur durch ein Menetekel, das von Neuendorff auf ihre Blümchentapeten zeichnet: Einen Totenschädel – Sinnbild für den Tod von Millionen, das Sterben auf den Schlachtfeldern und den organisierten Massenmord in den Vernichtungslagern. Aus dieser ursprünglichen Beschäftigung mit Hannah Arendts Theorie von der „Banalität des Bösen“ ist schließlich anhand eingehender Nachforschungen ein Buch entstanden, das nun erstmals als Hörbuch und als E-Book vorliegt.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Sprecher Gert Heidenreich, Gero Wachholz, Murali Perumal
Altersempfehlung 14 - 99
Erscheinungsdatum 02.03.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783941234680
Reihe Menschen Mythen Macht
Verlag Griot HÖrbuch Verlag
Auflage 1. Auflage
Spieldauer 178 Minuten
Verkaufsrang 5.369
Hörbuch (CD)
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auch der 2. Teil ist sehr sachlich
von geheimerEichkater aus Essen am 02.04.2016

Das Hörbuch „Adolf Hitler“ von Clemens von Lengsfeld besteht aus zwei Teilen, denen jeweils ein 16-seitiges booklet beiliegt, das eine ausführliche Chronologie der Erereignisse des jeweiligen Hörbuchteils beinhaltet. Zwangsläufig wird es Passagen in meiner Rezensionen geben, die sich auf beide Teile beziehen. Zum Autor: „Clemens von Langenfeld“ ist das Pseudonym der... Das Hörbuch „Adolf Hitler“ von Clemens von Lengsfeld besteht aus zwei Teilen, denen jeweils ein 16-seitiges booklet beiliegt, das eine ausführliche Chronologie der Erereignisse des jeweiligen Hörbuchteils beinhaltet. Zwangsläufig wird es Passagen in meiner Rezensionen geben, die sich auf beide Teile beziehen. Zum Autor: „Clemens von Langenfeld“ ist das Pseudonym der Künstlerin Irene von Neuendorff, die auch die Cover des Hörbuches gestaltet hat; sie studierte Kunst, Germanistik, Geschichte. Angegeben wird, dass sie 1959 geboren wurde. Persönlich betroffen, da in ihrem Umfeld sowohl Täter als auch Opfer dieser Zeit vertreten waren, beschäftigte sie sich lange und intensiv mit dem Nationalsozialismus, versuchte nachzuempfinden, was passierte und wie dieses überhaupt möglich war. Ihr war es wichtig, Hitler nicht als Wahnsinnigen oder Monster in den Mittelpunkt zu stellen. Stattdessen erzählt sie in Teil 1 die Jahre bis 1939 : von seiner Geburt, seiner Liebe zu seiner Mutter, seiner schulischen „Laufbahn“, seine politischen Anfänge und in Teil 2 die Jahre 1939-45: wie Adolf Hitler sich von einem fanatischen Führer einer Splitterpartei zum Staatsoberhaupt entwickelt hat und über die Kriegshandlungen. Besonders beleuchtet sie das Geflecht aus Tätern, Mitläufern, Opfern, hinterfragt, wer die Profiteure des Ganzen waren und weist darauf hin, dass erst die Mittäterschaft von Millionen Krieg, Vernichtungslager und Massenmord möglich gemacht haben. In beiden Teilen des Hörbuches gibt es Original-Audio-Dokumente, Reden, Radio-Ausschnitte und Musik aus dieser Zeit, wobei ich mich manches Mal gefragt habe, ob gerade etwas von einem Hörbuchsprecher nachgesprochen wurde oder es sich tatsächlich um ein „Original“ handelt, z.B. der Augenzeugenbericht über die Verbrennungen. Gerd Heidenreich liest das Hörbuch sehr sachlich, die o.g. Einspielungen erleichtern es, sich als Hörer auf die Zeit einzulassen und einige Zusammenhänge besser zu erkennen oder zu verstehen. Besonders überrascht war ich über das Entgegenkommen anderer Länder – das war für mich ein ganz neuer Aspekt… Gut gefallen hat mir die sachliche und knappe Art der Darstellung, sowie die Auflistung der Ereignisse in den beiden booklets – ein gelungenes, interessantes Hörbuch, das ein weiteres Stückchen Wahrheit beleuchtet.

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