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Ästhetik des Performativen

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Spätestens seit den 60er Jahren lassen sich zeitgenössische Kunstwerke nicht mehr in den Begriffen herkömmlicher Ästhetiken erfassen. Anstatt "Werke" zu schaffen, bringen die Künstler zunehmend Ereignisse hervor, die in ihrem Vollzug die alten ästhetischen Relationen von Subjekt und Objekt, von Material und Zeichenstatus außer Kraft setzen. Um diese Entwicklung verstehen zu können, entwickelt Erika Fischer-Lichte in ihrer grundlegenden Studie eine Ästhetik des Performativen, die den Begriff der Aufführung in den Mittelpunkt stellt. Dieser umfaßt die Eigenschaften der leiblichen Kopräsenz von Akteuren und Zuschauern, der performativen Hervorbringung von Materialität sowie der Emergenz von Bedeutung und mündet in eine Bestimmung der Aufführung als Ereignis. Die Aufhebung der Trennung von Kunst und Leben, welche die neueren Ausdrucksformen anstreben, wird hier ästhetisch auf den Begriff gebracht.
Portrait
Erika Fischer Lichte, geb. 1943; Studium der Theaterwissenschaft, Slavistik, Germanistik, Philosophie, Psychologie und Erziehungswissenschaft an der Freien Universität Berlin und der Universität Hamburg; 1972 Promotion; 1973-96 Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft, Komparatistik und Theaterwissenschaft an den Universitäten Frankfurt am Main, Bayreuth und Mainz; seit 1996 Professorin für Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Zahlreiche Buchveröffentlichungen zur europäische Theatergeschichte sowie zu Ästhetik und Theorie des Theaters.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 376
Erscheinungsdatum 28.06.2004
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-12373-7
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 180/113/23 mm
Gewicht 230
Auflage 9. Auflage
Verkaufsrang 62.623
Buch (Taschenbuch)
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Die Wiederverzauberung der Welt
von Zitronenblau am 25.02.2009

Theaterwissenschaftler werden nicht die einzigen sein, die sich an diesen Gedanken von Erika Fischer-Lichte erfreuen können. Dieses Buch ist für jedermann, der sich mit dem Begriff der Kunst im Sinne einer perfomativen Ästhetik beschäftigen will. Ja - mit Kunst überhaupt - wie sie heute existiert in einer mehr und... Theaterwissenschaftler werden nicht die einzigen sein, die sich an diesen Gedanken von Erika Fischer-Lichte erfreuen können. Dieses Buch ist für jedermann, der sich mit dem Begriff der Kunst im Sinne einer perfomativen Ästhetik beschäftigen will. Ja - mit Kunst überhaupt - wie sie heute existiert in einer mehr und mehr sich ästhetisierenden Welt. "Es ist die Ereignishaftigkeit von Aufführungen, die sich in der leiblichen Ko-Präsenz von Akteuren und Zuschauern, in der performativen Hervorbringung von Materialität, in der Emergenz von Bedeutung artikuliert und in Erscheinung tritt, welche derartige Prozesse der Transformation ermöglicht und bewirkt." Kunst ist heute statt nur Werk auch Ereignis und dieses kann mit althergebrachten ästhetischen Regeln nicht mehr beschrieben werden. Fischer-Lichte führt daher mit ihrer Ästhetik des Perfomativen die Möglichkeit ein, Aufführungen der postmodernen Theaters zu beschreiben und zu verstehen (?). Lesen Sie es! Es ist ein groartiges Buch, sehr spannend und informativ!!!

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