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Aller Tage Abend

Roman

(4)
Das Leben ist die Zeit, die dir bleibt


Wie lang wird das Leben des Kindes sein, das gerade geboren wird? Wer sind wir, wenn uns die Stunde schlägt? Wer wird um uns trauern? Jenny Erpenbeck nimmt uns mit auf ihrer Reise durch die vielen Leben, die in einem Leben enthalten sein können. Von einer galizischen Kleinstadt um 1900 spannt sie dabei den Bogen über Wien und das stalinistische Moskau bis ins Berlin der Gegenwart.


Rezension
"Eine große Erzählerin!"
Portrait
Jenny Erpenbeck wurde 1967 in Berlin geboren. 1999 debütierte sie mit der Novelle »Geschichte vom alten Kind«, der weitere literarische Veröffentlichungen folgten, darunter Romane, Erzählungen und Theaterstücke. Ihr Roman »Aller Tage Abend« wurde von Lesern und Kritik gleichsam gefeiert und vielfach ausgezeichnet, unter anderem 2013 mit dem Joseph-Breitbach-Preis und 2015 mit dem International Booker Prize. Mit „Gehen, ging, gegangen“ war Jenny Erpenbeck für den Deutschen Buchpreis 2015 nominiert (Shortlist).
Zitat
"Ernst, eindringlich, und klug."
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 288, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 20.08.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783641081492
Verlag Albrecht Knaus Verlag
Verkaufsrang 33.321
eBook (ePUB)
8,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Alle Tage Abend“

Tina Dammer, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

In ihrem neuen großen Roman greift die Autorin die großen Themen unserer Existenz auf und umspannt ein ganzes Jahrhundert. Zu Beginn des Buches stirbt ein Kind. Sie reflektiert immer wieder im Roman "was wäre wenn..." verschiedene Entwicklungswege dieses Menschen und deren Eltern. Aus dieser Keimzelle ist ein Stück überwältigende Literatur In ihrem neuen großen Roman greift die Autorin die großen Themen unserer Existenz auf und umspannt ein ganzes Jahrhundert. Zu Beginn des Buches stirbt ein Kind. Sie reflektiert immer wieder im Roman "was wäre wenn..." verschiedene Entwicklungswege dieses Menschen und deren Eltern. Aus dieser Keimzelle ist ein Stück überwältigende Literatur erwachsen, daß

„Was wäre wenn...“

Maren Oberwelland

Es sind häufig die kleinen Dinge, die über Leben oder Tod eines Menschen entscheiden: Ein Säugling stirbt, aber was wäre gewesen, wenn die Eltern den plötzlichen Kindstod zu verhindern gewusst hätten? Ein junges Mädchen nimmt sich das Leben, aber was wäre gewesen, wenn sie den Mann mit der Pistole nie kennen gelernt hätte? Eine Mutter Es sind häufig die kleinen Dinge, die über Leben oder Tod eines Menschen entscheiden: Ein Säugling stirbt, aber was wäre gewesen, wenn die Eltern den plötzlichen Kindstod zu verhindern gewusst hätten? Ein junges Mädchen nimmt sich das Leben, aber was wäre gewesen, wenn sie den Mann mit der Pistole nie kennen gelernt hätte? Eine Mutter fällt die Treppe hinunter und bricht sich das Genick, aber was wäre gewesen, wenn sie nicht ausgerutscht wäre? „Eine ganze Welt aus Gründen gab es, warum ihr Leben nun an ein Ende gekommen sein könnte, wie es gleichzeitig eine ganze Welt aus Gründen gab, warum sie jetzt noch am Leben sein könnte und sollte.“
Mit diesen kurzen aber entscheidenden Schicksalsmomenten beschäftigt sich Jenny Erpenbeck in ihrem neuen Roman „Aller Tage Abend“ und lässt ihre Protagonistin, die erst im letzten Kapitel einen Namen bekommt, so ein ganzes Jahrhundert durchleben – Judentum, Nationalsozialismus, Exil und Kommunismus. Nach jedem Sterben der Figur verändert die Autorin nur ein winziges Detail und lässt sie so weiterleben und einen neuen Lebensabschnitt entdecken.
Wie schon in ihrem Roman „Heimsuchung“ verbindet Jenny Erpenbeck die individuelle Geschichte ihrer Protagonistin mit Zeitgeschichte und ihrer eigenen Familiengeschichte, vor allem der ihrer Großmutter Hedda Zinner, ebenfalls Schriftstellerin.
„Aller Tage Abend“ ist ein wunderschön komponierter Roman, in dem die Autorin es schafft, die getrennten Lebensabschnitte beispielsweise durch Familienbesitztümer, die sich in allen Kapiteln wiederfinden, nicht auseinander fallen zu lassen und zu einem runden Ganzen zu machen. Absolut lesenswert!

Kundenbewertungen


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Gesichter eines Lebens
von einer Kundin/einem Kunden am 29.10.2012

"Aller Tage Abend" ist kein Buch für diejenigen, die noch "schnell" ein Buch lesen möchten. Denn sowohl der Inhalt als auch die Sprache sind anspruchsvoll. Man wird angeregt mitzudenken, mitzufragen und sich selbst die Antwort zu geben. Es erzählt die Geschichte einer Person in allen Altersstufen - von Baby... "Aller Tage Abend" ist kein Buch für diejenigen, die noch "schnell" ein Buch lesen möchten. Denn sowohl der Inhalt als auch die Sprache sind anspruchsvoll. Man wird angeregt mitzudenken, mitzufragen und sich selbst die Antwort zu geben. Es erzählt die Geschichte einer Person in allen Altersstufen - von Baby bis alte Dame. Man wird immer wieder mit dem Tod konfrontiert und trotzdem geht die Geschichte - das Leben - weiter. Wer sich nicht abschrecken lässt von der Eigenartigkeit der Erzählweise, der wird mit einer sehr interessanten Lektüre belohnt.

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Unbedingt lesen
von H. Widmer aus Thalwil am 22.10.2012

Eine faszinierende Lebensbeschreibung im Konjunktiv. Die Hauptperson des Romans stirbt schon in den ersten Seiten des Romans - als 8 monatiges Kleinkind. "Schön wäre es,denkt die Mutter, wenn der Zufall regieren würde, und nicht ein Gott." Und so entwickelt der Roman die Geschichte dieses Mädchens: was wäre geschen, wenn....... Eine faszinierende Lebensbeschreibung im Konjunktiv. Die Hauptperson des Romans stirbt schon in den ersten Seiten des Romans - als 8 monatiges Kleinkind. "Schön wäre es,denkt die Mutter, wenn der Zufall regieren würde, und nicht ein Gott." Und so entwickelt der Roman die Geschichte dieses Mädchens: was wäre geschen, wenn.... Der Leser taucht ein in die erste Hälfte des 20. JH in plausibel und spannend Verknüpften Lebensläufen ein un derselben Person. Unbeding lesen!

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Sprachliches Meisterwerk
von einer Kundin/einem Kunden am 05.11.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Der Tod gehört zum Leben dazu und doch ist man nie darauf vorbereitet. Ist er irgendwann günstig, das einen weniger berührt? Kann man sein Schicksal beeinflussen? Der Frage Was wäre Wenn geht Jenny Erpenbeck in ihrem neuen Roman nach und verfolgt die Lebensgeschichte eines Mädchens unter dieser Fragestellung. Das Buch... Der Tod gehört zum Leben dazu und doch ist man nie darauf vorbereitet. Ist er irgendwann günstig, das einen weniger berührt? Kann man sein Schicksal beeinflussen? Der Frage Was wäre Wenn geht Jenny Erpenbeck in ihrem neuen Roman nach und verfolgt die Lebensgeschichte eines Mädchens unter dieser Fragestellung. Das Buch ist das sprachliche Meisterwerk des Jahres. Es hat seinen eigenen Rhythmus, seine eigene Melodie ohne zu schwierig zu sein. Man muss sich nur darauf einlassen können. Ein Buch über ein schwieriges Thema, das mit sprachlicher Genialität überzeugt.

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Ausnahmeerscheinung
von Büchereule aus Wien am 05.05.2014
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Schon lange nicht habe ich ein derart hervorragendes Buch gelesen. Hohes Niveau, sprachlich vielschichtig und ein ungewöhnlicher Aufbau der Handlung. Noch Tage später musste ich an die Geschichte(n) denken und mir selbst in Erinnerung rufen, dass es "nur" ein Buch ist...

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der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen
von einer Kundin/einem Kunden am 20.01.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Jenny Erpenbeck ist eine 1967 geborene deutsche Regisseurin und Schriftstellerin. Ihr Roman “Aller Tage Abend” war auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2012. Die Geschichte beginnt Anfang des 20. Jahrhunderts in einem kleinen Dorf in Galizien. Zu Beginn steht die Beerdigung eines Kleinkindes und die Auswirkungen auf die jungen Eltern.... Jenny Erpenbeck ist eine 1967 geborene deutsche Regisseurin und Schriftstellerin. Ihr Roman “Aller Tage Abend” war auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2012. Die Geschichte beginnt Anfang des 20. Jahrhunderts in einem kleinen Dorf in Galizien. Zu Beginn steht die Beerdigung eines Kleinkindes und die Auswirkungen auf die jungen Eltern. Die Mutter ist Jüdin und die Autorin macht ihre Geschichte zur Geschichte der Juden in Galizien. Es ist spannend zu verfolgen wie es der Autorin nach einem Intermezzo gelingt den Tod des Babys zu verhindern und eine Geschichte zu erzählen, wie es gewesen sein könnte. Nach diesem Konzept hat Jenny Erpenbeck ihren Roman “Aller Tage Abend” konstruiert. Immer wieder kommt die Protagonistin zu Tode, insgesamt fünf Mal und lebt doch immer weiter in der Geschichte. Sozusagen wird nicht nur die Geschichte einer Frau erzählt, sondern auch eine Geschichte des 20. Jahrhunderts, ein Jahrhundert der Kriege und politischen Unruhen. Jenny Erpenbeck ist ein sprachlich und erzähltechnisch herausragender Roman gelungen. Mich als Leser hat sie gefordert, was mir aber gefallen hat. Insbesonderes hat mich die Konstruktion der Geschichte fasziniert; die Figur jedes Mal wiederaufleben zu lassen, dem Schicksal quasi ein Schnippchen zu schlagen. In jeder Geschichte habe ich mich gefragt, wie sich die Autorin da wieder herausmanövrieren will und es ist ihr jedesmal brilliant gelungen.

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Geniale Idee
von Ulrike Seine aus Rheine am 13.10.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Wie viele Leben stecken in einem Menschenleben, wenn....? Zu Anfang des Buches stirbt ein Baby, das ist schrecklich traurig. Aber Jenny Erpenbeck löst den Blick auf das Leben mit einer genialen Idee. Sie läßt dieses Kind verschiedene Leben leben, zu unterschiedlichen Zeitpunkten in unterschiedlichen Positionen sterben. So ergibt sich eine... Wie viele Leben stecken in einem Menschenleben, wenn....? Zu Anfang des Buches stirbt ein Baby, das ist schrecklich traurig. Aber Jenny Erpenbeck löst den Blick auf das Leben mit einer genialen Idee. Sie läßt dieses Kind verschiedene Leben leben, zu unterschiedlichen Zeitpunkten in unterschiedlichen Positionen sterben. So ergibt sich eine Vielzahl Facetten eines Lebens oder der Möglichkeiten, die ein Leben bereithalten könnte. Nicht ganz so flüssig zu lesen und zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig. Aber es ist ein tolles Buch!

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Durchhalten
von Chariklia Agelidou aus Brühl am 30.09.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Das Buch beginnt mit dem Tod eines Babys und erzählt im ersten Kapitel, was es mit den Eltern macht - das ist keine schöne Entwicklung! Aber was wäre, wenn dieses Baby nicht gestorben wäre? Diesen Faden nimmt das zweite Kapitel auf und auf dieser Weise werden zwei weitere Kapitel... Das Buch beginnt mit dem Tod eines Babys und erzählt im ersten Kapitel, was es mit den Eltern macht - das ist keine schöne Entwicklung! Aber was wäre, wenn dieses Baby nicht gestorben wäre? Diesen Faden nimmt das zweite Kapitel auf und auf dieser Weise werden zwei weitere Kapitel folgen. Jenny Erpenbeck nimmt uns so durch fast ein ganzes Jahrhundert mit seiner jeweiligen eigenen Sprache. Die Idee finde ich ziemlich genial, aber sie offenbart sich erst, wenn man das ganze Buch durchhält und vor allem am Anfang ist man versucht es weg zu legen. Für dieses Buch muss sich der Leser Zeit nehmen!

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