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Alles ist gut

Roman

(3)
Existiert eine »manipulative Musik«? Dem verkannten Komponisten Marius Brandt werden Notenblätter zugespielt, die für ihn alles verändern. Doch wer hält wirklich den Taktstock in der Hand? Helmut Krausser nimmt sein großes Thema wieder auf und spinnt es weiter zu einem furiosen, selbstironischen Finale.
Marius Brandt versucht im Musikbetrieb Fuß zu fassen, doch kein Intendant eines Opernhauses zeigt Interesse an seinen neotonalen Werken, die der Gattung neue gesellschaftliche Relevanz verleihen sollen. Zunehmend frustriert, von Mordphantasien geplagt, gerät Brandt an jahrhundertealte, verschlüsselte Musikaufzeichnungen, die er nach und nach enträtselt. Teile davon baut er in eine Auftragskomposition ein, die er »Alles ist gut« nennt. Bei der Uraufführung kommt es zu rätselhaften Schwächeanfällen im Publikum. Einer der Zuhörer stirbt sogar. Er bleibt nicht der einzige Tote. Doch niemand kommt auf den Gedanken, Brandts Musik könnte dafür verantwortlich sein. Der Komponist selbst begreift zwar, dass etwas Absonderliches in seine Welt gefunden hat, das er für seine Zwecke nutzen möchte, die Konsequenzen aber überblickt er nicht. Er wird zum Spielball dubioser Figuren, deren Absichten im Dunkel liegen.
Mit »Alles ist gut« spinnt Helmut Krausser ein Grundmotiv seines Erfolgsromans »Melodien« weiter - zu einem ebenso faszinierenden wie überraschenden Ende.
Portrait
Helmut Krausser, geboren 1964 in Esslingen, schreibt Romane, Erzählungen, Lyrik, Tagebücher, Hörspiele, Theaterstücke, Drehbücher und komponiert Musik. Von ihm erschienen u.a. die Romane »Fette Welt« (1992), »Melodien oder Nachträge zum quecksilbernen Zeitalter« (1993), »Thanatos« (1996), »Der große Bagarozy« (1997), »UC (Ultrachronos« (2003), »Eros« (2006), »Die kleinen Gärten des Maestro Puccini« (2008), »Einsamkeit und Sex und Mitleid« (2009), »Die letzten schönen Tage« (2011) und »Nicht ganz schlechte Menschen« (2012). Zuletzt »Gebrauchsanweisung für den FC Bayern München« (2015) und der Roman »Alles ist gut« (2015). Mehrere seiner Bücher wurden verfilmt und seine Werke wurden in alle wichtigen Sprachen übersetzt. Er lebt in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 10.08.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8270-1202-9
Verlag Berlin Verlag
Maße (L/B/H) 208/120/30 mm
Gewicht 406
Verkaufsrang 12.890
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Kundenbewertungen


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Übersicht
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echter pageturner und eines der originellsten bücher, die ich je gelesen habe.
von einer Kundin/einem Kunden aus Nürnberg am 27.09.2015

hab mich prächtig amüsiert und alles stehen und liegen gelassen um dieses tolle Buch in einem Wusch durchzulesen. Eine nachhaltige Empfehlung, ein tolles Geschenk für Musiker, und übrigens muß man mit klassischer Musik nix zu tun haben, um den Text zu genießen.

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grossartig
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 27.09.2015

Ein perfektes Buch. Unglaublich witzig, von großer Sprachmacht, intelligent konstruiert, treibt es den Mythos der Melodien in die Gegenwart, diesmal aber als Travestie und durchaus selbstironische Parodie auf sich selbst und die hochberühmten Melodien. Ein ganz einzigartiges, doppelbödiges Meisterwerk, das ich bestimmt noch mehrmals lesen werde. Krausser wird... Ein perfektes Buch. Unglaublich witzig, von großer Sprachmacht, intelligent konstruiert, treibt es den Mythos der Melodien in die Gegenwart, diesmal aber als Travestie und durchaus selbstironische Parodie auf sich selbst und die hochberühmten Melodien. Ein ganz einzigartiges, doppelbödiges Meisterwerk, das ich bestimmt noch mehrmals lesen werde. Krausser wird immer noch besser und besser. Ich habe ihn in München lesen gehört - am Ende lag der Saal ihm zu Füßen - es gibt kaum einen besseren Vorleser eigener Werke. Nebenbei kann "Alles ist gut" auch als Thriller mit Fantasy-Einschlag genossen werden, spannender und witziger geht es nicht.

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Zu wenig ist gut
von Athanasius Pernath am 16.09.2015

Ach, Helmut Krausser, was ist das für ein dahingerotztes Buch. Nach den genialen "Melodien" erwartete ich ein Werk, was deren Grundidee klug und spannend ins Heute transferieren sollte. Zumindest war das meine Hoffnung nach der Lektüre des Klappentextes. Doch die servierte Suppe ist leider sehr dünn, zu dünn. Wiewohl... Ach, Helmut Krausser, was ist das für ein dahingerotztes Buch. Nach den genialen "Melodien" erwartete ich ein Werk, was deren Grundidee klug und spannend ins Heute transferieren sollte. Zumindest war das meine Hoffnung nach der Lektüre des Klappentextes. Doch die servierte Suppe ist leider sehr dünn, zu dünn. Wiewohl -Krausser ist ein begnadeter Schriftsteller- immer noch großartige Kunstblitze funkeln. Nur reichen sie leider nicht ansatzweise, um aus alldem einen guten Roman zu machen. Immerhin bleiben die "Melodien" davon unberührt und famos und ich hoffen auf einen nächsten, wieder guten Roman

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