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Alles ist relativ und anything goes

Eine Reise durch das unglaublich seltsame und ziemlich wahnsinnige 20. Jahrhundert. Deutsche Erstausgabe

(8)

Auf fast allen Gebieten wurden im 20. Jahrhundert Entdeckungen gemacht oder Ideen entwickelt, die unser Bild vom Universum und von uns selbst auf den Kopf gestellt haben. Alles schien neu, nichts unmöglich: Maschinen, die denken, Hunde im Weltall und Menschen auf dem Mond. Alte Gewissheiten büßten ihre Geltung ein, hergebrachte Autoritäten verloren ihre Macht. Die Welt wollte kein Zentrum mehr kennen.
Auf seine ganz eigene Weise führt John Higgs durch dieses Jahrhundert der Genies und der Gurus. Er erläutert die Relativitätstheorie anhand eines fallenden Würstchens, erzählt von Satanisten im Raumfahrtprogramm der Amerikaner und geht der Frage nach, ob ein Schmetterling in Brasilien einen Tornado in Texas auslösen kann. Das ist alles unglaublich seltsam und ziemlich wahnsinnig. Ein Buch wie ein Trip.

Rezension
"Eine atemberaubende Tour durch das 20. Jahrhundert."
Kirkus Reviews
Portrait

John Higgs, geboren 1971, ist Journalist und Autor. Er veröffentlichte bisher unter anderem eine Biographie über den LSD-Guru Timothy Leary (I Have America Surrounded) und eine Geschichte der britischen Band The KLF. Außerdem produzierte er Computerspiele und arbeitete für die BBC.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 379
Erscheinungsdatum 27.03.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-458-17663-3
Verlag Insel Verlag
Maße (L/B/H) 218/139/30 mm
Gewicht 640
Auflage 1. Deutsche Erstausgabe
Buch (gebundene Ausgabe)
25,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Alles ist relativ“

Pascal Endres, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Dieses Buch ist ein Spaziergang durch das 20. Jahrhundert. Ein Jahrhundert in dem die Welt wie in einem Mixer durch geschüttelt wurde. Auf der einen Seite der Höhenflug der Wissenschaft, auf der anderen zwei Weltkriege und Völkermorde.
Woher kommt dieses gefühlte Paradoxon? Welche Auswirkungen hat das? Wie gehen wir in Zukunft damit
Dieses Buch ist ein Spaziergang durch das 20. Jahrhundert. Ein Jahrhundert in dem die Welt wie in einem Mixer durch geschüttelt wurde. Auf der einen Seite der Höhenflug der Wissenschaft, auf der anderen zwei Weltkriege und Völkermorde.
Woher kommt dieses gefühlte Paradoxon? Welche Auswirkungen hat das? Wie gehen wir in Zukunft damit um? John Higgs sieht als Ursache den Verlust des Fixpunktes und damit den Verlust der Orientierung.
Ich empfinde seinen Ausblick für den Zukunft als etwas sehr euphorisch. Alles in allem aber ein vergnüglich zu lesendes Buch.

Kundenbewertungen


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Alles ist relativ
von buecherfreund am 29.05.2016

Das Buch verspricht eine Reise durch das 20. Jahrhundert. Auf unterhaltsame Weise soll dem Leser die Entwicklung in verschiedenen Bereichen (Technik, Gesellschaft, Kultur) näher gebracht werden. Angefangen beim wahrscheinlich kompliziertesten Thema: der Relativitätstheorie, die einen Umschwung im Denken am Anfang des 20. Jahrhunderts ausgelöst hat. Alles Folgende baut in... Das Buch verspricht eine Reise durch das 20. Jahrhundert. Auf unterhaltsame Weise soll dem Leser die Entwicklung in verschiedenen Bereichen (Technik, Gesellschaft, Kultur) näher gebracht werden. Angefangen beim wahrscheinlich kompliziertesten Thema: der Relativitätstheorie, die einen Umschwung im Denken am Anfang des 20. Jahrhunderts ausgelöst hat. Alles Folgende baut in irgendeiner Weise darauf auf, was mir vorher nie so bewusst war. Der Autor hat es geschafft, mit einfachen Worten und Beispielen nicht nur Bruchstücke einzelnen Wissens zu vermitteln, sondern auch das große Ganze dabei nicht außer Acht zu lassen. Von vielen Themen hat man vorher sicher schon gehört: z.B. Schrödingers Katze oder der Schmetterlings-Effekt. Doch was es ganz genau damit auf sich hat, könnte man wahrscheinlich nicht erklären. Nach Lesen dieses Buches ist nun vieles klarer. Mir hat das Buch sehr gefallen. Ich habe den Eindruck, dass damit einige Wissenslücken bei mir gestopft werden konnten. Und unterhaltsam ist das Buch dabei auch noch. Mir hat besonders gut gefallen, dass die Kapitel nicht zu lang waren und dass am Ende eines jeden Kapitels die Zusammenhänge noch einmal kurz zusammengefasst wurden. So konnte das gerade Gelesene noch einmal gefestigt werden. Das Bild, wie Einstein im Zug eine Bratwurst fallen lässt, werde ich wahrscheinlich nicht mehr vergessen. Besonders gelungen fand ich die Kapitel über die Relativitätstheorie, die Moderne und den Weltraum. Ein wenig trocken fand ich hingegen das Kapitel über das Wachstum, aber das liegt auch daran, dass Wirtschaft einfach nicht zu meinen größten Interessen gehört. Insgesamt ein sehr gelungenes Buch, das ich auf jeden Fall jedem weiterempfehlen würde, der sein Wissen aufbessern möchte.

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Geschichte in ihrer schönsten Form
von manu63 aus Oberhausen am 27.04.2016

Mit seinem Buch Alles ist relativ und anything goes hat der Autor John Higgs ein Buch geschrieben das auf vergnügliche und interessante Art durch das 20. Jahrhundert führt. Gerade im 20. Jahrhundert gab es viele Entwicklungen und Entdeckungen die das Weltbild der Menschen umgekrempelt hat. John Higgs führt den Leser... Mit seinem Buch Alles ist relativ und anything goes hat der Autor John Higgs ein Buch geschrieben das auf vergnügliche und interessante Art durch das 20. Jahrhundert führt. Gerade im 20. Jahrhundert gab es viele Entwicklungen und Entdeckungen die das Weltbild der Menschen umgekrempelt hat. John Higgs führt den Leser durch diese manches mal erstaunliche Welt ,indem er Highlights dieser Zeit in gut geschriebenen kurzen Geschichten vorstellt. Die Sprache ist verständlich und gut lesbar. Zeitgenössische Bilder zeigen typische Bilder die zur Geschichte gehören. Mir hat diese Reise durchs 20 Jahrhundert sehr gut gefallen und meiner Ansicht nach ist dieses Buch gut zum selber lesen und verschenken geeignet. Der Leser bekommt hier manch interessante Information zu wichtigen Entwicklungen und Entdeckungen dieser Zeit.

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Geschichte in ihrer schönsten Form
von manu63 aus Oberhausen am 27.04.2016

Mit seinem Buch Alles ist relativ und anything goes hat der Autor John Higgs ein Buch geschrieben das auf vergnügliche und interessante Art durch das 20. Jahrhundert führt. Gerade im 20. Jahrhundert gab es viele Entwicklungen und Entdeckungen die das Weltbild der Menschen umgekrempelt hat. John Higgs führt den Leser... Mit seinem Buch Alles ist relativ und anything goes hat der Autor John Higgs ein Buch geschrieben das auf vergnügliche und interessante Art durch das 20. Jahrhundert führt. Gerade im 20. Jahrhundert gab es viele Entwicklungen und Entdeckungen die das Weltbild der Menschen umgekrempelt hat. John Higgs führt den Leser durch diese manches mal erstaunliche Welt ,indem er Highlights dieser Zeit in gut geschriebenen kurzen Geschichten vorstellt. Die Sprache ist verständlich und gut lesbar. Zeitgenössische Bilder zeigen typische Bilder die zur Geschichte gehören. Mir hat diese Reise durchs 20 Jahrhundert sehr gut gefallen und meiner Ansicht nach ist dieses Buch gut zum selber lesen und verschenken geeignet. Der Leser bekommt hier manch interessante Information zu wichtigen Entwicklungen und Entdeckungen dieser Zeit.

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Wissen, Bildung, Unterhaltung
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 24.04.2016

Hier wird Geschichte turbulent und spannend aufbereitet; breit gefächert, von philosophischen Ansichten bis hin zu technischen Sachverhalten im Wandel der Zeit und mit Hilfe eines veränderten Blickwinkels. Malerei, Musik, Literatur, Politik, Religion und Naturwissenschaften werden genau unter die Lupe genommen. Der Hauch des mysteriösen umgibt dieses Stück Vergangenheit. Manches... Hier wird Geschichte turbulent und spannend aufbereitet; breit gefächert, von philosophischen Ansichten bis hin zu technischen Sachverhalten im Wandel der Zeit und mit Hilfe eines veränderten Blickwinkels. Malerei, Musik, Literatur, Politik, Religion und Naturwissenschaften werden genau unter die Lupe genommen. Der Hauch des mysteriösen umgibt dieses Stück Vergangenheit. Manches konnte nicht restlos geklärt werden oder es wurde unter Umständen falsch interpretiert, ganz nach dem Motto „der Sieger schreibt die Geschichte“. Es ist relativ schnell klar, so man selbst gar nicht viel weiß von den Hintergrundaktionen im großen Weltgeschehen des 20 Jahrhunderts. Individualismus contra Hierarchie, Freiheit contra Reglementierung – ein ständiges Wabern. Und so fühlt man sich auch ohne Übertreibung schon nach einigen Seiten schlauer und bewanderter in geschichtlichen Dingen. Der Autor gräbt sich tief in die Geschichte unseres Jahrhunderts und fördert Informationen und Randbemerkungen zutage, die erstaunen und faszinieren. Der Weg ist das Ziel, geschichtliches Interesse beim Leser vorausgesetzt. Alles scheint bereits aufgezeichnet und katalogisiert worden zu sein. Dennoch gibt es dunkle Flecken. Und genau diese sind es, denen Higgs nachgeht und mit bereits bekannten Fakten in Verbindung bringt. Er nimmt uns im übertragenen Sinne mit auf die einsamen Waldwege jenseits der Geschichtsautobahnen, trägt erstaunliche Splitter und Scherben zusammen. Seine Intention ist nicht, Neues zu entdecken sondern, sondern das Geschehene besser zu verstehen. S. 28 Eine unerhörte Recherche muss diesem Buch vorausgegangen sein. Er lässt verstorbene Wissenschaftler wieder auferstehen und verleiht bekannten Philosophen erneut Gehör. Ebenso bezieht er Künstler und ihr Schaffen als ebenso wichtige Eckpfeiler mit ein. Sie alle waren Vordenker und Wegbereiter. Ja, das vergangene Jahrhundert war tatsächlich unglaublich seltsam. Leider gelingt es Higgs nicht durchweg, seine Neutralität beizubehalten. Er scheint Putin eindeutig nicht zu mögen. Die betreffenden Passagen werte ich als negativ für den Gesamt-Tenor, da der Autor sonst eine sehr positiv wirkende Unvoreingenommenheit zelebrierte. Die Lektüre geht weiter als jedes Geschichtsbuch und kommt auch äußerst anspruchsvoll daher. Eins führt zum anderen, wenn auch nicht immer im Einklang miteinander. Auf Ursache folgt Wirkung und diese wird erneut zur Ursache; ein unaufhörlicher Kreislauf. Aus dieser Tatsache heraus lässt sich der Richtig-oder-Falsch-Maßstab kaum anlegen. Zwischen den Kapiteln sollte der Leser die eine oder andere Pause einlegen, damit der immense Input nicht verpufft. Eines ist klar: der Schlag eines Schmetterlingsflügels kann am anderen Ende der Welt einen Tornado auslösen. Simpel ausgedrückt, sollte es jeden von uns interessieren, ob in China ein Sack Reis umfällt.

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Das 20. Jahrhundert spannend umschrieben
von einer Kundin/einem Kunden aus Leiben am 02.04.2016

Bei der Uraufführung von Igor Strawinskys »Le Sacre du printemps« am 29. Mai 1913 in Paris kommt es zum Eklat. Schon während der Eröffnungsmusik bricht ein Teil des Publikums in höhnisches Gelächter aus. Als die Tänzer auf den Boden zu stampfen beginnen, schlägt der Unmut der Zuschauer in Entrüstung... Bei der Uraufführung von Igor Strawinskys »Le Sacre du printemps« am 29. Mai 1913 in Paris kommt es zum Eklat. Schon während der Eröffnungsmusik bricht ein Teil des Publikums in höhnisches Gelächter aus. Als die Tänzer auf den Boden zu stampfen beginnen, schlägt der Unmut der Zuschauer in Entrüstung um. Zu radikal ist der Bruch mit der Tradition. Ohne dass sie es gemerkt hätten, hatte sich alles geändert, als der Zeiger des Weltalters von 19 auf 20 sprang. Auf fast allen Gebieten wurden im 20. Jahrhundert Entdeckungen gemacht oder Ideen entwickelt, die unser Bild vom Universum und von uns selbst auf den Kopf gestellt haben. Alles schien neu, nichts unmöglich: Maschinen, die denken, Hunde im Weltall und Menschen auf dem Mond. Alte Gewissheiten büßten ihre Geltung ein, hergebrachte Autoritäten verloren ihre Macht. Die Welt wollte kein Zentrum mehr kennen. Auf seine ganz eigene Weise führt John Higgs durch dieses Jahrhundert der Genies und der Gurus. Er erläutert die Relativitätstheorie anhand eines fallenden Würstchens, erzählt von Satanisten im Raumfahrtprogramm der Amerikaner und geht der Frage nach, ob ein Schmetterling in Brasilien einen Tornado in Texas auslösen kann. Das ist alles unglaublich seltsam und ziemlich wahnsinnig. Ein Buch wie ein Trip. Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen. Es ist auffällig und passend zum Thema. Die Idee des Buches - der Autor versucht die Entwicklung ins und im 20. Jahrhundert zu beleuchten - ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen. John Higgs ist dabei sehr vielschichtig - von Einsteins Relativitätstheorie über Musik, Literatur, Malerei, Mondlandung, Kriege, Politik und noch vieles mehr wird alles beleuchtet. Dabei versucht der Autor auch Dinge wie die Relativitätstheorie anschaulich und einfach zu vermitteln, was ihm auch gelingt und man erfährt warum der Taser so heißt. Ich habe durch dieses Buch einiges gelernt und habe das eine oder Thema noch weiterrecherchiert. Trotzdem es ein sehr ernstes und doch nicht sehr einfaches Sachbuch ist - manchmal konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen - kam ich relativ flüssig durch das Buch (nur unterbrochen durch eigene Recherchen). Natürlich sprachen mich nicht alle Themen gleichermaßen an, so dass ein paar Kapitel etwas zäh für mich waren. Das Konzept des Buches wurde allerdings toll umgesetzt. Die Quellenangaben und das Stichwortregister am Ende des Buches waren sehr hilfreich. Fazit: Wer sich für Geschichte und Soziologie des 20. Jahrhunderts interessiert, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

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Ein toller Querschnitt durch das 20. Jahrhundert
von einer Kundin/einem Kunden am 29.03.2016

Das Inhaltsverzeichnis zu Beginn des Buches weist auf eine vielfältige Herangehensweise hin. Wichtige und ganz unterschiedliche Themen, die das 20. Jahrhundert geprägt haben, tauchen hier auf, wie zum Beispiel Krieg, Sex, Science Fiction, Weltraum, Relativitätstheorie oder Netzwerk. Sehr gut finde ich die Bilder, die jedem Kapitel vorangestellt sind, alle... Das Inhaltsverzeichnis zu Beginn des Buches weist auf eine vielfältige Herangehensweise hin. Wichtige und ganz unterschiedliche Themen, die das 20. Jahrhundert geprägt haben, tauchen hier auf, wie zum Beispiel Krieg, Sex, Science Fiction, Weltraum, Relativitätstheorie oder Netzwerk. Sehr gut finde ich die Bilder, die jedem Kapitel vorangestellt sind, alle in schwarz-weiß, auch die Neueren wie das zum Kapitel „Netzwerk“, das die Bildunterschrift „Ein Teilnehmer des Color Run in Barcelona nimmt mit einem Selfie-Stick auf, 2014“ und verweist damit schon auf das 21. Jahrhundert. Die Annäherung an die Themen sind sehr subjektiv und man darf kein allumfassendes Geschichtswerk über das 20. Jahrhundert erwarten, aber gerade durch diese Auswahl erhöht sich der Reiz des Buches. Der Autor nähert sich den Themen sehr vielschichtig und es kein trockener, langweiliger Stil, sondern voller Witz und Ironie. Trotz dieses witzigen Stils ist es gut recherchiert und beinhaltet viele Literaturhinweise und Einblicke in seine Recherche zu den Kapiteln. Ein Buch, das man gut kapitelweise lesen kann. Man muss allerdings immer damit rechnen, dass John Higgs seine Leser auf manchmal unerwartete und verschlungene Reisen führt.

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Alles ist relativ
von miss.mesmerized am 19.03.2016

Wie kann man auf nur 350 Seiten die Fülle des 20. Jahrhunderts unterbringen? Gar nicht. Also, wie entscheiden, was wichtig ist? Nun ja, alles ist relativ, wie bereits der Titel von John Higgs Streifzug durch die letzten Jahrzehnte vorm Jahrtausendwechsel andeutet. Konfrontiert wird man zunächst mit einem der bekanntesten... Wie kann man auf nur 350 Seiten die Fülle des 20. Jahrhunderts unterbringen? Gar nicht. Also, wie entscheiden, was wichtig ist? Nun ja, alles ist relativ, wie bereits der Titel von John Higgs Streifzug durch die letzten Jahrzehnte vorm Jahrtausendwechsel andeutet. Konfrontiert wird man zunächst mit einem der bekanntesten Kunstwerke Salvador Dalís: dessen Hummer-Telefon ziert den Umschlag, der ansonsten nur durch die bunte und etwas schräge Schrift gestaltet wird. Man darf also gespannt sein. Higgs entscheidet sich für einen wie ich finde interessanten Ansatz. Für seine Kapitel wählt er – vermutlich irgendwie zwischen willkürlich und nach kurzem Brainstorming ergeben – Schlagworte, die in dem namengebenden Jahrhundert Bedeutung hatten: Relativitätstheorie, Individualismus, Krieg, Science-Fiction, Weltraum, Teenager und andere mehr liefern die Grundstruktur. In den Abschnitten selbst findet sich ein Sammelsurium an Fakten und historischen Begebenheiten, Anekdoten und erklärenden Beschreibungen. Ähnlich breit wie die Kapitelüberschriften sind auch hier die Exkurse und Verbindungen. Soziale Entwicklungen ebenso wie alles im Bereich von Kunst und Kultur, aber auch Technik und Politik finden Eingang und lassen so ein ganz anderes Bild der Zeit entstehen. Trotz einer gewissen Willkürlichkeit – jede Auswahl muss dieses Etikett zwangsweise annehmen – hat man doch den Eindruck ein rundes und ansatzweise komplettes Bild zu bekommen. Besonders gefällt mir Higgs unterhaltsamer Erzählton, der jede Langeweile schon im Kern erstickt und einem vor Gähnen bewahrt. So bleibt die Lektüre von der ersten bis zur letzten Seite interessant und informativ. Allerdings bleiben wir bei der Beschreibung des 20. Jahrhunderts einmal mehr bei einer exklusiv europäisch-nordamerikanischen Betrachtungsweise. Außerhalb der westlichen Welt scheint nichts passiert oder hervorgebracht worden zu sein.

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