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Alles Licht, das wir nicht sehen

Roman Pulitzer Prize 2015

(11)
Pulitzer-Preis für Literatur 2015 Saint-Malo 1944:
Die erblindete Marie-Laure flieht mit ihrem Vater, einem Angestellten des «Muséum National d'Histoire Naturelle», aus dem besetzten Paris zu ihrem kauzigen Onkel in die Stadt am Meer. Verborgen in ihrem Gepäck führen sie den wahrscheinlich kostbarsten Schatz des Museums mit sich.

Werner Hausner, ein schmächtiger Waisenjunge aus dem Ruhrgebiet, wird wegen seiner technischen Begabung gefördert und landet auf Umwegen in einer Spezialeinheit der Wehrmacht, die die Feindsender der Widerstandskämpfer aufzuspüren versucht. Während Marie-Laures Vater von den Deutschen verschleppt und verhört wird, dringt Werners Einheit nach Saint-Malo vor, auf der Suche nach dem Sender, der die Résistance mit Daten versorgt - Hochspannend und mit einer außergewöhnlichen Sprachkunst erzählt Anthony Doerr die berührende Geschichte von Marie-Laure und Werner, deren Lebenswege sich für einen schicksalsträchtigen Augenblick kreuzen.
Portrait

Anthony Doerr, 1973 in Cleveland geboren, lebt mit seiner Frau und zwei Söhnen in Boise, Idaho. Neben Erzählungsbänden wie "Der Muschelsammler" veröffentlichte Doerr die Romane "Winklers Traum vom Wasser" und zuletzt "Alles Licht, das wir nicht sehen".
Mit "Alles Licht, das wir nicht sehen" feiert Anthony Doerr einen überragenden Erfolg: Vom Geheimtipp der Indie-Buchhändler avancierte das Buch in Kürze zum Megabestseller in den Vereinigten Staaten. Seit 38 Wochen steht das Buch auf der New York Times Bestsellerliste und hat sich mittlerweile über eine Million Mal verkauft.
Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen wurde "Alles Licht, das wir nicht sehen" unter die Finalisten des National Book Award 2014 gewählt und von der New York Times Book Review als einer von fünf belletristischen Titeln als "Bestes Buch 2014" ausgezeichnet. Zudem wurde Anthony Doerr 2015 für den Titel der Pulitzer-Preis für Literatur zugesprochen.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 519
Erscheinungsdatum 27.04.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-68063-2
Verlag C. H. Beck
Maße (L/B/H) 240/160/43 mm
Gewicht 735
Originaltitel All the Light We Cannot See
Auflage 9. Auflage
Verkaufsrang 6.243
Buch (gebundene Ausgabe)
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„Werner und Marie-Laure“

Joke Hoogendoorn, Thalia-Buchhandlung Leer (Ostfriesland)

Für dieses Buch bekam Anthony Doerr den Pulitzer Prize 2015. Und wer das Buch gelesen hat, wird verstehen, warum er den auch verdient hat. Eine Geschichte, die das Herz berührt, über zwei junge Menschen, die in einem anderen Leben eine Zukunft gehabt hätten.

Wenn Werner und Marie-Laure in Saint-Malo auf einander treffen, ist der
Für dieses Buch bekam Anthony Doerr den Pulitzer Prize 2015. Und wer das Buch gelesen hat, wird verstehen, warum er den auch verdient hat. Eine Geschichte, die das Herz berührt, über zwei junge Menschen, die in einem anderen Leben eine Zukunft gehabt hätten.

Wenn Werner und Marie-Laure in Saint-Malo auf einander treffen, ist der 2. Weltkrieg fast zu Ende. Marie-Laure ist seit ihrem 6. Lebensjahr blind. Sie ist Anfang des Krieges mit ihrem Vater aus Paris zu ihrem Onkel nach Saint-Malo gezogen. Werner wurde an einer Napola ausgebildet und kommt als Feind. Er soll in Saint-Malo ein illegales Radio ausfindig machen. Obwohl er schon schnell herausfindet, wo es sein muss, sagt er nichts. Das Radio gehört Marie-Laures Onkel. In der heißen Phase im Kampf um Saint-Malo liest Marie-Laure im Radio vor. Werner ist zu der Zeit mit seiner Gruppe in einem Schutzkeller eingesperrt und hört ihre Stimme in der Dunkelheit. Nachdem es ihm gelungen ist, sich aus dem Schutzkeller zu befreien, macht er sich auf der Suche und findet Marie-Laure. Sie erleben einen Tag zwischen Angst und Hoffnung und müssen dann für immer Abschied nehmen.

Wunderschön, gut gemacht, Anthony Doerr!

„Ein Buch, so sprachgewaltig und doch so leise“

Stefanie Sült, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Ein leises, sehr fein erzähltes Buch, das den Leser die sehr menschlichen Schicksale zweier Jugendlicher in einer unmenschlichen Zeit miterleben lässt.
Der junge Deutsche Werner, als Waisenkind im Ruhrgebiet aufgewachsen, kommt in den letzten Kriegsjahren als Wehrmachtsangehöriger in die französische Küstenstadt Saint-Malo, um einen
Ein leises, sehr fein erzähltes Buch, das den Leser die sehr menschlichen Schicksale zweier Jugendlicher in einer unmenschlichen Zeit miterleben lässt.
Der junge Deutsche Werner, als Waisenkind im Ruhrgebiet aufgewachsen, kommt in den letzten Kriegsjahren als Wehrmachtsangehöriger in die französische Küstenstadt Saint-Malo, um einen dort versteckten Sender ausfindig zu machen.
Marie-Laure, seit Kindertagen erblindet, lebt in Saint-Malo bei einem Verwandten, seit sie aus dem besetzten Paris flüchten musste.
Anthony Doerr hat die Geschichte dieser beiden miteinander verwoben, lässt sie immer wieder parallel verlaufen und sich doch nicht wirklich kreuzen. Seine wunderschöne Sprache ist die eigentliche Poesie dieses Buches, die die Liebe zum Leben und Hoffnung auch in der dunkelsten Stunde widerspiegelt.

Saint-Malo ist eine meiner Lieblingsstädte - nach diesem Buch gehe ich mit anderen Augen durch die Straßen im Inneren der Stadtmauern und versuche, Werner und Marie-Laure zu entdecken, falls sie meinen Weg kreuzen sollten....
Lesens- und Liebenswert!

Zu Recht hat Anthony Doerr für dieses Buch im Jahr 2015 den Pulitzer-Preis bekommen.

Kerstin Ehlert, Thalia-Buchhandlung Düsseldorf

Bewegend, beeindruckend, berührend. Drei Worte, die diesen nicht nur sprachlich gewaltigen Roman über zwei junge Schicksale annähernd beschreiben. Man muss dieses Buch lesen. Bewegend, beeindruckend, berührend. Drei Worte, die diesen nicht nur sprachlich gewaltigen Roman über zwei junge Schicksale annähernd beschreiben. Man muss dieses Buch lesen.

„Einfach wunderschön!“

Victoria Blos, Thalia-Buchhandlung Erlangen

Es brauchte nur einen Absatz und dieses Buch hatte sich in mein Herz geschlichen!

Die Geschichte über zwei außergewöhnliche junge Menschen fesselt auf wortgewaltige und doch leise Weise.
Es brauchte nur einen Absatz und dieses Buch hatte sich in mein Herz geschlichen!

Die Geschichte über zwei außergewöhnliche junge Menschen fesselt auf wortgewaltige und doch leise Weise.

Heike Dreyer, Thalia-Buchhandlung Wilhelmshaven

Unaufhaltsam treibt die Geschichte den deutschen Werner und die französische Marie-Laure aufeinander zu. Ein großartiger Roman! Wunderbar geschrieben! Ein literarisches Muss! Unaufhaltsam treibt die Geschichte den deutschen Werner und die französische Marie-Laure aufeinander zu. Ein großartiger Roman! Wunderbar geschrieben! Ein literarisches Muss!

Auf spannende Art werden hier komplett gegensätzliche Erzählstränge zusammengeführt. Auf dem Weg dahin erlebt man zwei Überlebenskämpfer, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf spannende Art werden hier komplett gegensätzliche Erzählstränge zusammengeführt. Auf dem Weg dahin erlebt man zwei Überlebenskämpfer, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Vera Theus, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Dieses Buch muss man gelesen haben! Dieses Buch muss man gelesen haben!

Susanne Brückner, Thalia-Buchhandlung Bonn

Wunderbarer preisgekrönter Roman, Frankreich in den letzten Kriegstagen...
Unwiderstehlich!!!!!
Wunderbarer preisgekrönter Roman, Frankreich in den letzten Kriegstagen...
Unwiderstehlich!!!!!

Sascha Hornberger, Thalia-Buchhandlung Ludwigshafen

Ein wundervolles Buch über zwei Schicksale im zweiten Weltkrieg. Sprachlich eindrucksvoll und zutiefst berührend. Für mich eines der Besten Bücher der letzten Jahre. Lesen! Ein wundervolles Buch über zwei Schicksale im zweiten Weltkrieg. Sprachlich eindrucksvoll und zutiefst berührend. Für mich eines der Besten Bücher der letzten Jahre. Lesen!

Noelle Zimmermann, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Wunderbar poetisch und sehr mitreißend! Wunderbar poetisch und sehr mitreißend!

Eva-Maria Brinks, Thalia-Buchhandlung Mülheim an der Ruhr

Ein blindes französisches Mädchen, ein Waisenjunge aus dem Ruhrgebiet, 2 Wege, die sich auf schicksalhafte Weise kreuzen. Tief bewegend, ein Roman, der noch lange nachwirkt. Ein blindes französisches Mädchen, ein Waisenjunge aus dem Ruhrgebiet, 2 Wege, die sich auf schicksalhafte Weise kreuzen. Tief bewegend, ein Roman, der noch lange nachwirkt.

Kathrin Regel, Thalia-Buchhandlung Wetzlar

Ein Meister der Sprache! Ein Roman über den man nachdenken muss, den man nicht einfach weglegt und vergisst. Ein Meister der Sprache! Ein Roman über den man nachdenken muss, den man nicht einfach weglegt und vergisst.

„Für Ihren eReader“

Annegrit Fehringer, Thalia-Buchhandlung Kassel

Pulitzer-Preis 2015
Absolut großartig und einzigartig geschrieben ist dieser Roman über ein französisches blindes Mädchen und einen jungen deutschen Soldaten am Ende des Zweiten Weltkriegs. Ein großer Roman, den man nicht so leicht vergessen wird!
Pulitzer-Preis 2015
Absolut großartig und einzigartig geschrieben ist dieser Roman über ein französisches blindes Mädchen und einen jungen deutschen Soldaten am Ende des Zweiten Weltkriegs. Ein großer Roman, den man nicht so leicht vergessen wird!

Anja Schmidt, Thalia-Buchhandlung Zwickau

Der Pulitzerpreis hat dieses wunderschöne Buch erst bekannt gemacht. Unbedingt lesen!!! Der Pulitzerpreis hat dieses wunderschöne Buch erst bekannt gemacht. Unbedingt lesen!!!

Ulrich Kienast, Thalia-Buchhandlung Wolfsburg

Zwei Lebenswege verlaufen in schweren Zeiten nebeneinander und berühren sich doch auf wundersame Weiße. Einfallsreich, fantasievoll, berührend. Zwei Lebenswege verlaufen in schweren Zeiten nebeneinander und berühren sich doch auf wundersame Weiße. Einfallsreich, fantasievoll, berührend.

Carola Ludger, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Eine nicht immer einfache Lektüre, die schon aufgrund des besonderen Schreibstils konzentriertes Lesen verlangt. Entweder man verliert sich ganz darin oder ist irritiert. Eine nicht immer einfache Lektüre, die schon aufgrund des besonderen Schreibstils konzentriertes Lesen verlangt. Entweder man verliert sich ganz darin oder ist irritiert.

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Kundenbewertungen


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PULITZER PREIS 2015 Unglaublich fesselndes, großes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 22.04.2015

"Marie-Laure LeBlanc steht allein in ihrem Zimmer und riecht an dem Flugblatt,das sie nicht lesen kann.."Marie-Laure ist 16 Jahre alt und sie ist blind. Als die Deutschen in Paris einmarschieren, flüchten Marie-Laure und ihr Vater aus Paris nach Saint-Malo. Beim Bruder von Marie-Laures verstorbenen Großvater können sie unterkommen. Es... "Marie-Laure LeBlanc steht allein in ihrem Zimmer und riecht an dem Flugblatt,das sie nicht lesen kann.."Marie-Laure ist 16 Jahre alt und sie ist blind. Als die Deutschen in Paris einmarschieren, flüchten Marie-Laure und ihr Vater aus Paris nach Saint-Malo. Beim Bruder von Marie-Laures verstorbenen Großvater können sie unterkommen. Es ist Madame Manec die sie ins Haus läßt. Erst Tage später lernt sie ihren Großonkel Etienne kennen. Er wohnt vollkommen zurückgezogen im 4. Stock seines Hauses. Seit vielen Jahren leidet er an schweren Depressionen. Einzig die klassische Musik hilft Etienne durch den Tag. Und er sammelt Radiogeräte.... 500 Kilometer nordöstlich von Paris- Auf dem Gelände der Zeche Zollverein wächst Werner mit seiner Schwester Jutta in der Obhut von Frau Elena, einer protestantischen Nonne aus dem Elsass auf. Werner Hausner ist 8 Jahre alt, seine Schwester Jutta 6. Die frühesten Jahre der Kinder sind die magersten. Während der schlimmsten Monate hat die Leiterin des Waisenhauses an manchen Abenden nichts als Kekse und Senfpuder und Wasser für ihre Schutzbefohlenen. Und dennoch, als Werner einen Detektorempfänger findet und wieder funtionstüchtig macht - eröffnet sich und seiner Schwester eine magische neue Welt. " Jeden Abend trägt er das Radio nach unten, und Frau Elena läßt die Kinder eine Stunde lang zuhören. Eines Nachts stoßen Werner und Jutta auf eine, von einem Kratzen durchsetzte Sendung, in der ein junger Mann über das Licht spricht. Sein Französisch ist leicht und zart, mit einem besonderen Akzent. Seine Stimme ist so leidenschaftlich, so hypnotisierend".......Nur einige Jahre später wird Werners Einheit nach Saint-Malo versetzt. Sie sollen feindliche Störsender aufspüren und vernichten....... "Alles Licht, das wir nicht sehen" von Anthony Doerr ist ein unglaublich fesselndes, ganz großes Leseerlebnis

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4 0
"Hinter der dreizehnten Tür liegt das Meer der Flammen."
von einer Kundin/einem Kunden am 19.07.2016

In "Alles Licht, das wir nicht sehen" wird die atemberaubende Geschichte eines blinden französischen Mädchens und eines deutschen Waisenjungen zur Zeit des Zweiten Weltkrieges erzählt. Mit seinem unglaublich schönem Schreibstil beschreibt Anthony Doerr das Aufwachsen und die Jugendjahre der beiden und verbindet ihre Lebenswege in kleinen Schritten miteinander. Dieses... In "Alles Licht, das wir nicht sehen" wird die atemberaubende Geschichte eines blinden französischen Mädchens und eines deutschen Waisenjungen zur Zeit des Zweiten Weltkrieges erzählt. Mit seinem unglaublich schönem Schreibstil beschreibt Anthony Doerr das Aufwachsen und die Jugendjahre der beiden und verbindet ihre Lebenswege in kleinen Schritten miteinander. Dieses Buch hat mich wirklich überrascht, da es wunderschön und zugleich herzzerreissend traurig ist. Die Geschichte der beiden Kinder hat mich zutiefst berührt und der Autor hat es geschafft, ihre Leben geschickt miteinander zu verknüpfen, ohne dass die beiden sich wirklich kennen. Die kurzen Kapitel trugen dazu bei, dass ich immer noch ein Kapitel lesen wollte. Definitiv eines der besten Bücher, die ich bis jetzt in 2016 gelesen habe. Auch in Englisch hervorragend zu lesen.

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2 0
Wow ...
von einer Kundin/einem Kunden am 12.07.2015

... ein wunderbares Buch. Schöne kurze Kapitel und trotzdem war es ein langer Lesegenuss; tiefgründige Protagonisten, deren Schicksale mich sehr berührt haben; das kleine Städtchen Saint-Malo, in welches ich mich sofort verliebt habe; ein Hauch von einer Märchengeschichte und eine Sprache, die einem sanft durch das Buch führt. Einfach... ... ein wunderbares Buch. Schöne kurze Kapitel und trotzdem war es ein langer Lesegenuss; tiefgründige Protagonisten, deren Schicksale mich sehr berührt haben; das kleine Städtchen Saint-Malo, in welches ich mich sofort verliebt habe; ein Hauch von einer Märchengeschichte und eine Sprache, die einem sanft durch das Buch führt. Einfach lesen!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
1 0
Ein spannender und fesselnder Roman, in bezaubernder Sprache
von Nisnis aus Dortmund am 18.04.2015

Dieser besonders schöne und berührende Roman erzählt die Geschichte des erblindeten Mädchens Marie-Laure im Jahre 1944. Marie-Laure und ihr Vater, Angestellter eines Museums, fliehen aus Paris an die Küste des französischen Städtchen St. Malo, zu einem verwandten Onkel. Im Gepäck haben sie den wertvollsten Schatz des Museums. Auf dem... Dieser besonders schöne und berührende Roman erzählt die Geschichte des erblindeten Mädchens Marie-Laure im Jahre 1944. Marie-Laure und ihr Vater, Angestellter eines Museums, fliehen aus Paris an die Küste des französischen Städtchen St. Malo, zu einem verwandten Onkel. Im Gepäck haben sie den wertvollsten Schatz des Museums. Auf dem Stein soll ein Fluch liegen. Als Marie-Laures Vater von Deutschen verschleppt wird und ohne die überwältigende Liebe des Vaters auskommen muss, erträgt sie ihr Schicksal tapfer. Zur gleichen Zeit kommt der technisch begeisterte- und begabte Waise Werner Hausner in eine Spezialeinheit der Wehrmacht, die die Widerstandskämpfer an Hand von feindlichen Sendern aufspüren soll. Nach harten Lehrjahren während des Krieges kommt er schließlich nach St. Malo. „Alles Licht, was wir nicht sehen“ ist sicher eines der schönsten Bücher die ich bisher gelesen habe. Es hat mich bereits zu Beginn in die düstere Stimmung des 2. Weltkrieges gezogen und mich am Ende berührt und nachdenklich zurück gelassen. Dies war mein erster Roman von Anthony Doerr, doch ganz bestimmt ist es nicht der letzte. Die harmonische Sprache hat mich von Anfang an völlig gefesselt und nicht mehr los gelassen. Die Geschichte klingt auch heute noch in mir nach. Anthony Doerr schreibt unglaublich gefühlvoll und berührend. Ob die Protagonisten von Verzweiflung, Angst und Schmerz geplagt sind oder von Liebe begleitet werden, ich kann diese Emotionen spüren. Ganz besonders ist die Liebe zwischen der erblindeten Marie-Laure und ihrem Vater und ich kann den Sprachstil nur als wundersam, liebevoll und schön beschreiben. Sätze wie: „Die Eier schmecken wie Wolken. Wie gesponnenes Gold“. Pfirsiche essen, „wie Stücke nassen Sonnenlichts“ oder „Seine Stimme ist tief und sanft, ein Stück Seide, das man in der Schublade aufbewahrt, nur um es von Zeit zu Zeit hervorzuholen und zu berühren.“ überwältigten meine Vorstellungskraft an schöner Sprache. Der Autor beherrscht eine besondere, feine und bildgebende Sprache, die es mir erlaubt klare Bilder in meinen Gedanken zu formen. Ich kann mir Landschaften vorstellen, habe das Gefühl an den Örtlichkeiten mit anwesend zu sein und alle grausigen Kriegsgeschehnisse erlebe ich in meinen Gedanken nahezu mit. Die Protagonisten und dessen Charaktere sind liebevoll kreiert und unsagbar gut ausgearbeitet. Die verschiedenen Handlungsstränge waren interessant, spannend und logisch gestaltet, so dass ich Zeitsprünge in der Geschichte sehr gut einordnen und verstehen konnte. Kurze Kapitel und die Spannung trieben mich durch die Seiten, ich konnte es nicht abwarten, die Legenden der Protagonisten mitzuerleben und diese zusammenfließen zu sehen. Dies ist eine fiktive Geschichte und doch könnte sie sich in der Wirklichkeit genauso ereignet haben. Diese Erkenntnis erschreckt mich und rüttelt mich auf. Mich gruseln einzelne Szenen und die Ereignisse des Krieges hinterlassen eine kalte Gänsehaut. Mein Fazit: Diesen Roman möchte ich mit den schönst möglichsten Superlativen loben. Er ist unglaublich lesenswert. Empfehlen möchte ich diesen Roman allen Liebhabern von historischen Romanen, Fans von Familiengeschichten und interessierten Lesern für die Deutsche- und Französische Geschichte.

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Die bewegende Geschichte zweier junger Menschen während des 2.Weltkriegs
von mrs-lucky am 16.04.2015

Hierzulande ist der Autor Anthony Doerr noch weitgehend unbekannt, während er in Amerika mit dem Original seines Romans „Alles Licht, das wir nicht sehen“ bereits seit einiger Zeit auf der Bestsellerliste steht. Nachdem ich diesen Roman lesen durfte, kann ich mich der Begeisterung über diesen Autor nur anschließen. Sein... Hierzulande ist der Autor Anthony Doerr noch weitgehend unbekannt, während er in Amerika mit dem Original seines Romans „Alles Licht, das wir nicht sehen“ bereits seit einiger Zeit auf der Bestsellerliste steht. Nachdem ich diesen Roman lesen durfte, kann ich mich der Begeisterung über diesen Autor nur anschließen. Sein Stil ist bemerkenswert und zeugt von einer großen Beobachtungsgabe für die Menschen und ihre Gefühle. Anthony Doerr verwendet an vielen Stellen eine bildhafte, poetische Sprache, die den Leser, Landschaften aber auch Farben und Gerüche in einem völlig neuen Licht sehen lassen. Dieser Stil passt wunderbar zu der Geschichte, die er in diesem Roman erzählt. Der Roman spielt zur Zeit des 2.Weltkriegs beziehungsweise beginnt in der Zeitspanne davor und beleuchtet die Ereignisse aus der Sicht zweier Jugendlicher. Da ist zum einen der Waisenjunge Werner Hausner, der mit seiner jüngeren Schwester Jutta in einem Waisenhaus im Ruhrgebiet behütet aber unter vielen Entbehrungen aufwächst. Werner ist technikbegeistert und bringt sich selbst viel über Radio- und Sendetechnik bei. Ein Offizier aus dem Ort wird auf sein Talent aufmerksam und ermöglicht ihm den Zugang zu einer Eliteschule der Nazis. Über diesen Weg gelangt er auch an die Front des Krieges, zunächst im Osten, später in Frankreich. Der zweite Handlungsstrang dreht sich um das französische Mädchen Marie-Laure, das allein mit ihrem Vater in Paris lebt. Marie-Laure leidet an angeborenem grauem Star und ist bereits im Alter von sechs Jahren völlig erblindet. Einen großen Teil ihrer Kindheit verbringt sie bei ihrem Vater in dem Museum, in dem er arbeitet und findet Sicherheit in der kleinen Welt, in der sie sich bewegt. Als Marie 12 Jahre alt ist, wird es in Paris zu unsicher, und ihr Vater bekommt den Auftrag, einen wertvollen Edelstein des Museums, das Meer der Flammen, um den sich einige Sagen ranken, in Sicherheit zu bringen. So kommt Marie-Laure mit ihrem Vater zu dessen Familie nach Saint-Malo und erlebt dort die grausamen Folgen des Krieges. Der Roman bildet einzelne Szenen aus den Leben seiner Hauptpersonen ab in Form kleiner Momentaufnahmen. Er beobachtet und beschreibt aus der Sicht seiner Figuren. Gerade die Kinder besitzen dabei eine oft unverfälschte und unvoreingenommene Sicht der Dinge. Insbesondere bei Marie-Laure, die aufgrund ihrer Blindheit eine ganz eigene Wahrnehmung der Dinge besitzt, kommt das Talent des Autors für seine bildhafte und einfühlsame Sprache zum Tragen. Nicht nur die Handlungsstränge wechseln sich ab, sondern es gibt auch Zeitsprünge zwischen einem Hauptteil der Erzählung, der Bombardierung Saint-Malos im August 1944, bei der einige Fäden zusammen laufen, und den Rückblicken in die Zeitschiene ab 1934 mit den Entwicklungen bis zum Höhepunkt 1944. Das klingt verirrender als es ist, zudem gibt es eine detaillierte Inhaltsübersicht, die die Zeitebenen verdeutlicht. Ich bin sehr froh, auf dieses Buch aufmerksam gemacht worden zu sein und werde es auf jeden Fall meinen Kindern zu Lesen geben, wenn sie alt genug sind und sich mit dem Thema 2.Weltkrieg beschäftigen. Sicher bedient das Buch einige Klischees, hier sind aber weder alle Deutschen böse noch gehören alle Franzosen zu den Guten. Das Buch setzt voraus, das der Leser über die geschichtlichen Zusammenhänge und die Ideologien der Nationalsozialisten informiert ist, zeigt aber auf sehr eindrucksvolle Weise die Auswirkungen auf das Leben der Menschen und ihre Empfindungen.

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Ein wunderschönes Buch
von mabuerele am 11.04.2015

„...Die Jungen um ihn herum kamen Werner wie berauscht vor. Als füllten sie ihre Gläser nicht mit dem kalten Wasser Schulpfortas, sondern mit einem Geist, der sie benommen machte und blendete...." Es ist der 7. August 1944. Sirenen heulen über Saint-Malo. In einem Haus steht die 16jährige blinde Marie-Laure LeBlanc... „...Die Jungen um ihn herum kamen Werner wie berauscht vor. Als füllten sie ihre Gläser nicht mit dem kalten Wasser Schulpfortas, sondern mit einem Geist, der sie benommen machte und blendete...." Es ist der 7. August 1944. Sirenen heulen über Saint-Malo. In einem Haus steht die 16jährige blinde Marie-Laure LeBlanc vor dem Modell der Stadt, das ihr der Vater gebaut hat. Wenige Meter entfernt sitzt der Soldat Werner Hausner im Keller des Hotel des Abeilles und überprüft die Batterie seines Funkgerätes. Dann fallen Bomben auf die Stadt. Der Autor hat einen berührenden Roman geschrieben. Schon die ersten Seiten haben mich in ihren Bann gezogen. Im Mittelpunkt des Buches stehen zwei junge Menschen: die Französin Marie-Laure und der Deutsche Werner Hausner. Im Buch gebt es demzufolge drei Erzählstränge. Ich als Leser darf zum einen das Leben von Marie-Laure, beginnend mit ihrer Erblindung im Alter von sechs Jahren, zum anderen díe Entwicklung des Waisenjungen Werner, dessen Vater tödlich in einem Schacht verunglückt ist, verfolgen. Neben diesen beiden Handlungssträngen in der Vergangenheit gibt es einen dritten im Jahre 1944. Das Buch hat einen hohen Spannungsbogen. Der entsteht durch die vielschichtige Handlung, durch die komplexe Entwicklung der Protagonisten und durch die historischen Gegebenheiten, in die die Geschichte eingebettet ist. Das Buch besticht durch einen ausgefeilten Schriftstil. Die bildhafte Sprache voller treffender Metapher, die gekonnte Wiedergabe von Emotionen und die Verwendung immer wiederkehrenden Symbole macht das Lesen zu einem Erlebnis. Zwei der Symbole sind ist das Licht und der Schlüssel, dass wie ein roter Faden an entscheidenden Stellen der Handlung ins Spiel kommen. Ab und an ist es die Musik, die plötzlich Erinnerungen wachruft, die das Handeln hinterfragen. Die kurzen Kapitel wirken wie Momentaufnahmen des Lebens. Andererseits werden bestimmte Situationen fast detailgenau wiedergegeben. Und immer sind Worte und Sätze so gewählt, dass eine Entwicklung spürbar ist. Deutlich wird das in Schulpforta, einer Eliteschule. Jeder neue Jahrgang beugt sich den grausamen und menschenfeindlichen Devisen schneller und bereitwilliger. Widerstand ist lebensgefährlich. Obiges Zitat stammt von dort. Ein liebevoller Vater, eine Erzieherin, der die Kinder am Herzen liegen, und eine engagierte Haushälter stehen einer immer brutaler werdenden Welt gegenüber. Das Buch vereint in sich nicht nur zwei Lebensgeschichten. Das Leben all diejenigen, die mit Marie-Laure und Werner in Berührung kommen, erzählt im Buch seine eigene Geschichte. Dabei ist es dem Autor gelungen, oft durch wenige Worte oder eine kurze Szene die psychologischen Tiefen der Handelnden auszuloten und wiederzugeben. Briefe aus der Ferne beziehen die Abwesenden mit ein. Sie zeugen von Zuneigung und Liebe. Das glitzernde Cover in verschiedenen Blautönen mit der Stadt am Meer wirkt edel. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Auf beeindruckende und emotional tief berührende Weise wurde anhand von Einzelschicksalen gezeigt, wie im Krieg die Talente und Gaben der Menschen für die Zwecke der Herrschenden ausgenutzt werden. Dem gegenüber stehen Menschlichkeit und Liebe, die wie ein Licht in dunkler Zeit wirken.

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Ein bezauberndes Meisterwerk!
von einer Kundin/einem Kunden aus Heidenheim am 06.04.2015

Inhalt: Dieser Roman erzählt die Geschichte mehrerer Menschen zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges und darüber hinaus. Im Mittelpunkt dieser bezaubernden Geschichte, steht das kleine erblindete Mädchen Marie-Laure LeBlanc und ihr beschwerlicher Weg durch diese grausame Zeit. Als sich 1944 Marie-Laure und ihr Vater, der bisherige Angestellte des "Muséum National d'Histoire Naturelle"... Inhalt: Dieser Roman erzählt die Geschichte mehrerer Menschen zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges und darüber hinaus. Im Mittelpunkt dieser bezaubernden Geschichte, steht das kleine erblindete Mädchen Marie-Laure LeBlanc und ihr beschwerlicher Weg durch diese grausame Zeit. Als sich 1944 Marie-Laure und ihr Vater, der bisherige Angestellte des "Muséum National d'Histoire Naturelle" , entschließen aus dem besetzten Paris zu fliehen, gehen sie nicht mit leeren Händen, denn mit ihnen ist das "Meer der Flammen", der wohl wertvollste Schatz des Museums. Denn dieser Diamant, auf dem Sagen zufolge ein Fluch liegen soll, muss vor den Nationalsozialisten, die immer weiter in die Stadt vorrücken, geschützt werden. Diese Flucht führt sie in das französische Städtchen Saint-Malo und gleichzeitig zu ihren Verwandten, ihrem kauzigen und verstörten Onkel und einem Lebensweg der sich so anders gestaltet, als sie es erwartet hatten. Zur gleichen Zeit: Eine Spezialeinheit der Wehrmacht, die die Feindsender der Widerstandskämpfer aufspüren soll, unter ihnen, der deutsche und technisch begabte und Waisenjunge Werner Hausner. Doch schon bald führt in sein Weg in eine andere Richtung. Denn Werners Einheit dringt in das kleine, am Meer liegende Städtchen Saint-Malo vor, genau die Stadt in der sich Marie-Laure befindet... Meinung: Dies ist wohl das bezauberndste Buch des Jahres und vielleicht eines der schönsten und literarisch wertvollsten Geschichten der letzten Zeit! Der amerikanische Autor Anthony Doerr legt mit diesem Roman eine Geschichte über den Zweiten Weltkrieg vor, wie ich sie stilistisch gesehen, noch nie gelesen habe. Mit ganz kurzen Kapitel, die teilweise nur 2 Seiten beinhalten, zieht einen der Autor in einen erzählerischen Bann, der so einfühlsam, ehrlich und düster gesponnen ist, dass man sich ihm nicht entziehen kann. Mit einer bemerkenswerten und meisterhaften Beobachtungsgabe, entführt uns der Autor in eine Zeit, die uns durch die Augen eines blinden Mädchens erzählt wird und diese ist so intensiv und bildhaft, dass man erstaunt und berührt zugleich ist. Anthony Doerr verwendet hierbei eine Sprache, in der jedes Wort kostbar zu sein scheint und die so detailreich geprägt ist, dass man als Leser meint, diese Zeit selbst zu durchleben. Dabei ist die Zeichnung seiner Charaktere von einer Glaubwürdigkeit und Sensibilität für Detail geprägt, dass diese weit über das Sein, eines einfachen Protagonisten hinausgehen, sie werden innerhalb der Geschichte lebendig. Auf dem Rücken und mit den Augen seiner Charaktere, gibt uns der Autor Einblicke in die Nazizeit, die schonungslos ehrlich, berührend sensibel und die keines Falls als eine Schwarz-Weißzeichung beschrieben wird. Und nebenbei lässt der Autor, die besondere Gabe der Bücher und die Liebe zur Literatur mit in das Geschehen einfließen. Außerdem gibt uns der Leser eines mit auf den Weg, man benötigt keine funktionierenden Augen, um die Welt in einem intensiveren und gefühlvolleren Blickwinkel zusehen, denn dafür reicht das einfache und reine Herz eines kleinen Mädchens, Marie-Laure. Fazit: Vielleicht ist dies die literarische Sensation der letzten zwei Jahre. Doch eines ist es auf jeden Fall, ein Buch welches man gelesen haben sollte und eines welches man so schnell nicht vergisst! Tout simplement merveilleux

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Öffnet eure Augen...
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 06.04.2015

»Sie werden sagen, dass du zu klein bist, Werner, dass dir die Herkunft fehlt und du keine großen Träume hegen sollst. Aber ich glaube an dich. Ich glaube, du wirst einmal etwas Großes tun.« 1940, in einem Waisenhaus in Essen, mitten im Ruhrgebiet. Trotz seiner außergewöhnlichen technischen Begabung scheint der... »Sie werden sagen, dass du zu klein bist, Werner, dass dir die Herkunft fehlt und du keine großen Träume hegen sollst. Aber ich glaube an dich. Ich glaube, du wirst einmal etwas Großes tun.« 1940, in einem Waisenhaus in Essen, mitten im Ruhrgebiet. Trotz seiner außergewöhnlichen technischen Begabung scheint der Weg von Werner Hausner vorbestimmt. Niemand außer Frau Elena, der Nonne, die das Haus leitet, glaubt an ihn. Unaufhaltsam rückt der Tag näher, an dem er wie alle Jungen aus seiner Gegend erstmalig in die Zeche einfahren soll. Doch es ist auch Krieg und irgendjemand erkennt, dass ein Junge mit einer solchen Begabung von großem Nutzen sein kann und es wert ist, gefördert zu werden. Ein Glück und eine große Chance für Werner? Zur gleichen Zeit in Saint-Malo, einem kleinen Ort an der Küste der Bretagne. Die früh erblindete Marie-Laure ist mit ihrem Vater aus dem brennenden Paris hierhin geflüchtet. In einer Welt, die ihr Tag für Tag weniger Sicherheit bietet, versucht sie, sich nur durch Tasten, Hören und Riechen zurechtzufinden, liebevoll angeleitet durch ihren Vater. Doch dieser führt auch einen wertvollen Schatz mit sich, den er im Auftrag des „Muséum National d’Histoire Naturelle“ vor den deutschen Besatzern in Sicherheit bringen soll. 1944 wird eine Spezialeinheit der Wehrmacht in Saint-Malo eindringen, unter ihnen ein junger, begabter Techniker… Das ist nun wieder eine von den Rezensionen, bei denen ich nach angemessenen Worten suche. Nach dem Beenden des Buchs habe ich das Gefühl, dass ich nur langsam wieder in die Wirklichkeit auftauche, zu tief hat mich die Lektüre in ihren Sog gezogen. Das Buch verfolgt zwei Schicksale aus der Zeit des 2. Weltkriegs. Zwei Schicksale, wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite ein blindes, französisches Mädchen und auf der anderen Seite ein deutscher, hochbegabter Junge. Beide haben, abgesehen vom Krieg, mit ihren ganz persönlichen Problemen zu kämpfen und beide Charaktere sind so sympathisch, dass ich sie von Anfang an in mein Herz schloss und das ganze Buch mit einem flauen Gefühl im Magen las. Bei dem Realismus, mit dem sämtliche Szenarien dargestellt wurden, fürchtete ich schon früh, dass es für wenigstens einen der beiden kein gutes Ende geben wird. Weitere wundervolle Charaktere gesellten sich zu den beiden: Werners Schwester Jutta, die Leiterin des Waisenhauses, sein Freund Frederick, Maries Vater und ihr Großonkel Etienne. Ach, es kamen noch weitere hinzu, mit denen ich mitfieberte und hoffte, kaum ein Charakter im Buch ließ mich eine neutrale, unbeteiligte Leserin bleiben. Es gab die anderen Charaktere, die eindeutig bösen, denen ich ohne schlechtes Gewissen fiese Dinge an den Hals wünschte und die, bei denen ich mich mal schüttelte und ihnen im nächsten Moment Sympathie entgegenbrachte – weil ich erkannte, wie sie zu dem werden konnten, was sie waren und weil ich in ihnen noch gute Dinge entdecken konnte. Die Geschehnisse waren wie die Charaktere. Manche wunderschön, andere abgrundtief schrecklich. Und manche ließen mich sehr nachdenklich werden. Ich glaube, es ist nicht möglich, dieses Buch zu lesen ohne sich immer mal wieder die Frage zu stellen, was man selbst getan hätte. Zu den schönen Dingen gehören beispielsweise die Beschreibungen, wie Marie sich ihre Welt ertastet. Der Autor schuf wundervolle Sätze und Abschnitte, die mich beim Lesen tief bewegten. »Drei Enten kommen geflogen, schlagen synchron mit den Flügeln und halten auf die Seine zu. Als die Vögel über sie hinwegfliegen, stellt Marie-Laure sich vor, sie kann das Licht auf ihren Flügeln fühlen, wie es jede einzelne Feder berührt.« Diese herrliche Sprache zieht sich durch das ganze Buch, immer wieder lösten die gelesenen Worte bei mir starke und tiefe Empfindungen aus. »Die Erinnerung trifft ihn wie ein aus der Finsternis heranrasender Zug. … Es ist, als ertränke er, seit er sich erinnern kann, und plötzlich holte ihn jemand zurück an die Luft. … Die Harmonien sind wie ständig wachsende Perlen an einem Strand, und Werner sieht, wie sich die sechsjährige Jutta zu ihm beugt und Frau Elena im Hintergrund Brotteig knetet. Er hält ein Radio auf dem Schoß, und die Saiten seiner Seele sind noch nicht durchtrennt.« Ich möchte jeden einladen, sich auf dieses Buch einzulassen. Mich bewegte es zutiefst und führte mich einmal durch die ganze Skala möglicher Gefühle. Spannend war es zudem, denn man hofft und fiebert so sehr mit – aber wie wird es ausgehen? Die kurzen Kapitel, die mal von Werner, mal von Marie berichteten, verführten mich ständig, noch eins und noch eins zu lesen. Andererseits las ich nicht wenige Kapitel zweimal, einfach um die Worte noch mal aufzunehmen und um ja keins zu verpassen. Und nach jedem Zuklappen lebte die Handlung in meinem Kopf weiter… »Wobei sie [die Zeit] wirklich, … eine schimmernde Pfütze ist, die du in den Händen mit dir trägst. All deine Kraft solltest du dafür aufwenden, sie zu schützen. Dafür kämpfen. Dich so sehr bemühen, keinen Tropfen zu verschütten.« Ein wundervolles Buch, ein perfektes Leseerlebnis. Gerne vergebe ich fünf Sterne und ein gedachtes Extrasternchen für diesen neuen Favoriten in meinem Bücherregal. »Öffnet eure Augen und seht mit ihnen, was ihr könnt, bevor sie sich für immer schließen.«

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Was du sein könntest.
von einer Kundin/einem Kunden am 03.04.2015

Es war einmal ein Diamant, groß wie ein Taubenei, bläulich mit einem roten Schimmer in der Mitte. Die Legende besagt, dass er seinem Besitzer das ewige Leben bringt, aber der Preis dafür ist hoch, denn über die Familie und Freunde wird großes Unglück hereinbrechen. Den Fluch kann man nur... Es war einmal ein Diamant, groß wie ein Taubenei, bläulich mit einem roten Schimmer in der Mitte. Die Legende besagt, dass er seinem Besitzer das ewige Leben bringt, aber der Preis dafür ist hoch, denn über die Familie und Freunde wird großes Unglück hereinbrechen. Den Fluch kann man nur brechen, indem man den Stein ins Meer wirft. Würdest Du ihn ins Meer werden? Gibt es überhaupt Flüche? Diese Geschichte hört Marie-Laure in dem Pariser Museum, in dem ihr Vater arbeitet. Sie begleitet ihren Vater jeden Tag zur Arbeit, denn sie sieht sehr schlecht und erblindet mit 6 Jahren komplett. Es sind die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts und wir lernen auch noch Werner kennen, ein Waisenkind mit schneeweißem Haar, der mit seiner Schwester Jutta in einem Kinderheim in Essen aufwächst und der aus Einzelteilen ein Radio bauen kann, ohne dass ihm das jemals jemand erklärt hätte. Der Krieg kommt und beide Kinder werden aus ihrer vertrauten Umgebung gerissen. Marie-Laure flüchtet mit ihrem Vater nach St Malo, zu ihrem exzentrischen Onkel Etienne, der niemals das Haus verlässt. Werner kommt auf eine Eliteschule der Nazis, die seine technische Begabung entdeckt haben. Eines Tages sagt ein anderer Schüler zu Werner: „Was du sein könntest.“ Und er hat so recht damit: was diese Kinder sein könnten, wenn nicht grade Krieg wäre. Schließlich werden beide in den Krieg hineingezogen. Ob Sie überleben? Und welche Rolle spielt der verfluchte Diamant? Dier Roman hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Allein schon die Gestaltung des Covers ist so schön und passend. Ein richtiges Schmuckstück ist das Buch, es schimmert wie das Meer, an dem St Malo liegt. Die Sprache ist sehr poetisch. Besonders schön ist es, wie der Autor beschreibt, was die blinde Marie-Laure vor ihrem inneren Auge sieht, wenn sie etwas riecht, fühlt oder hört. „Der Duft der Pfirsiche formt eine hellrote Wolke“ „Die Eier schmecken wie Wolken. Wie flüssiges Gold.“ „Seine Stimme ist tief und sanft, ein Stück Seide, das man in der Schublade aufbewahrt, nur um es von Zeit zu Zeit hervorzuholen und zu berühren.“ Der Aufbau des Buches ist ungewöhnlich, es sind sehr kurze Kapitel und die Perspektive und die Handlungszeit wechseln sehr oft. Dadurch wird aber eine unglaubliche Spannung aufgebaut, man rätselt und fiebert, bis am Ende endlich alle Puzzleteilchen an ihren Platz fallen. Die Personen in diesem Buch sind wunderbar ausgearbeitet und sie sind wie im echten Leben: sie sind auf einem Gebiet besonders begabt, aber sie sind nicht perfekt. Sie haben Macken und sie treffen Entscheidungen, die vielleicht nicht immer die richtigen sind. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man die Personen richtig lieb gewinnt. Und man ist ganz traurig, wenn man sich am Ende des Buches von Ihnen verabschieden muss. Die poetische Sprache, die außergewöhnlichen Charaktere und die spannende Handlung machen dieses Buch zu etwas ganz besonderem. Ich wünsche dem Buch viele, viele Leser und mir wünsche ich, dass der Autor noch viele, viele weitere Bücher schreibt.

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Alles verknüpft
von einer Kundin/einem Kunden aus Gochsheim am 31.03.2015

Anthony Doerr´s “Alles Licht, das wird nicht sehen” ist ein fiktionaler Roman, der zur Zeit des zweiten Weltkrieges spielt und hier hauptsächlich in Frankreich und Deutschland. Allgemein hat Doerr einen sehr angenehmen fast malerischen Schreibstil. Er zeichnet sehr klar die verschiedenen Charaktere, gibt Ihnen sympathische oder auch unsympathische Züge. Das... Anthony Doerr´s “Alles Licht, das wird nicht sehen” ist ein fiktionaler Roman, der zur Zeit des zweiten Weltkrieges spielt und hier hauptsächlich in Frankreich und Deutschland. Allgemein hat Doerr einen sehr angenehmen fast malerischen Schreibstil. Er zeichnet sehr klar die verschiedenen Charaktere, gibt Ihnen sympathische oder auch unsympathische Züge. Das Leben in der Zeit wird ohne Verschönerungen dargestellt. Die zeitlich springenden Kapitel sind immer in kurze Abschnitte, die zwischen der Sicht der Protagonisten wechseln, unterteilt. Manchmal empfand ich es als etwas störend, denn man war manchmal total vertieft in eine Geschichte und wurde dann auf die andere Seite geworfen. Zusätzlich hierzu wundere ich mich auch wieso die Geschichte nicht chronolgisch angeordnet war, aber ich denke solange es nicht stört, ist es eben der künstlerischen Freiheit geschuldet. Die Hauptprotagonisten der Geschichte sind noch Kinder als der Krieg ausbricht. Werner, ein unglaublich intelligenter aber auch sensibler Junge, wird Teil einer Napola. Marie-Laure, ein erblindetes französisches Mädchen, muss Paris aufgrund des Einmarsches der Nationalsozialisten verlassen und findet Zuflucht in St.Malo.bei Verwandten. Beide Geschichten sind mehrfach miteinander verwoben durch die emotionale Bindung an das Radio und eine mysteriöse Jagd nach einem geheimnisvollen Diamanten. Aber auch zwischen Ihnen allgemein gibt es eine Symmetrie: während Marie-Laure ihr Leben in Dunkelheit ordnet, ist Werner umgeben vom Rauschen des Radios und versucht die Welt dadurch zu verstehen. Man erlebt tiefe Einblicke in verschiedene Leben zu Zeiten des Krieges und vor allem was damals das Radio bedeutete. Vor allem die Verbindung zwischen Licht, Dunkel, Wissen, Unwissen und den Radiowellen ist sehr gut dargestellt. Was mir sehr gefallen hat, waren die starken weiblichen Charaktere im Buch. Nicht nur Marie-Laure wird zu einer beispiellos starken Heldin. Aber auch Werner kommt einem unglaublich Nahe mit all seinen Wünschen und seinen tiefen Zweifeln. Die Geschichte hält einen fest im Griff und bleibt auf Hochspannung bis zum absoluten “Show-Down” der in einer eher ernüchternden Weise endet. Man bleibt berührt zurück und nachdenklich mit der Erkenntnis, dass wir immer alle Teil eines großen Ganzen sind auch wenn es und nicht immer bewusst ist und wir das Licht nicht immer sehen.

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von Antje Winkler aus Dresden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Für mich der Roman des Jahres 2015. Sprachgewaltig, wunderschön geschrieben, man hat fast Angst weiterzulesen. Man denkt auch, es rutscht immer in Kitsch ab, aber nein. Grandios!

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