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Als ich meine Eltern verließ

Roman

(2)
Kann man über den Verlust eines Menschen zuversichtlich, ja heiter erzählen? Michel Rostain gelingt es, indem er den verstorbenen Sohn Lion die Trauerarbeit der Eltern liebevoll kommentieren lässt. Als der Vater auf dem Weg in die Wäscherei sich nicht vom Geruch der Bettwäsche seines Sohnes trennen kann, stellt Lion lakonisch fest: »Papa, sie stinkt. Ich habe sie seit Monaten nicht gewaschen.« Dann stolpert der Vater über rätselhafte SMS und Notizen in Lions Schulheften und glaubt, darin Zeichen zu erkennen. Die Trauerarbeit wird zu einem Puzzle aus unglaublichen Zufällen und Fügungen, und ganz allmählich, in kleinen Schritten und großen Wundern, gelingt es seinen Eltern, die Freude an einem Leben, in dem es Lion einmal gab, wiederzufinden.



Portrait
Michel Rostain, geboren 1942 in Mende, ist ein bekannter französischer Opernregisseur. Er lehrte Philosophie und Psychologie und war bis 2008 Intendant des Nationaltheaters in Quimper in der Bretagne. Mit seinem Erstlingsroman "Als ich meine Eltern verließ" gewann er 2011 den renommierten Prix Goncourt für das beste Debüt, obwohl er nicht auf der Auswahlliste stand.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 160
Erscheinungsdatum 11.08.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-74788-7
Verlag btb
Maße (L/B/H) 187/118/17 mm
Gewicht 172
Originaltitel Le Fils
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„„Man kann damit leben““

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Unvorstellbar ist es, wie man den Schmerz, den man beim Verlust eines Kindes empfinden muss, in Worten Ausdruck verleihen kann. Michael Rostain hat es versucht und mit dem Buch ein Stück seiner eigenen Biografie erzählt, und er hat damit zugleich ein großartiges literarisches Debüt geschaffen.
In den Mittelpunkt des schmalen Bandes
Unvorstellbar ist es, wie man den Schmerz, den man beim Verlust eines Kindes empfinden muss, in Worten Ausdruck verleihen kann. Michael Rostain hat es versucht und mit dem Buch ein Stück seiner eigenen Biografie erzählt, und er hat damit zugleich ein großartiges literarisches Debüt geschaffen.
In den Mittelpunkt des schmalen Bandes stellt er seinen mit 21 Jahren plötzlich verstorbenen Sohn Lion. Der begleitet fiktiv die Trauerarbeit seiner Eltern, quasi aus einer „anderen Dimension“. Nahezu akribisch werden die Stunden vor dem Tod des Jungen und die Rituale um die Beisetzung seziert, vom Anlegen der Kleidung des Toten und dem Aussuchen des Sarges bis hin zur Trauerfeier. Überfordert, verzweifelt und geschüttelt von Weinkrämpfen organisiert der Vater die Beerdigung, die zu einer würdigen Feier für Lion wird. Liebevoll und detailversessen spürt er in der Zeit danach den letzten Tagen eines allzu kurzen Lebens nach.
Trotz der vielen Tränen, die dabei fließen, ist das kleine Buch keineswegs weinerlich. Die Geschichte selbst ist ergreifend, wird aber ohne Pathos zart und nahezu leicht erzählt. Die begleitenden Worte von Lion sind oft ironisch und humorvoll und immer getragen von der Zuneigung und dem Verständnis für die Eltern. Das Buch ist eine halb wahre, halb erfundene Erzählung mit einer klaren Botschaft: „Der Tod ist ein Teil des Lebens. Man kann damit leben.“

„Als ich meine Eltern verließ“

Ulrike Seine, Thalia-Buchhandlung Rheine

Ein trauriges Thema, der Tod des gerade erwachsenen Sohnes und dennoch verfügt dieses kleine Buch über viel Humor und Feingefühl. Am Ende finden die Eltern zurück ins Leben in dem der Sohn immer noch einen Platz hat.
Zurecht wurde dieser Roman 2011 in Frankreich mit dem Prix Goncourt für das beste Debüt ausgezeichnet.
Ein trauriges Thema, der Tod des gerade erwachsenen Sohnes und dennoch verfügt dieses kleine Buch über viel Humor und Feingefühl. Am Ende finden die Eltern zurück ins Leben in dem der Sohn immer noch einen Platz hat.
Zurecht wurde dieser Roman 2011 in Frankreich mit dem Prix Goncourt für das beste Debüt ausgezeichnet.

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