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Alte Schule

Roman. Deutsche Erstausgabe

(3)
Vom Scheitel bis zum Stock - ein wahrer Mann!




»Angenehm. Mein Name ist Tom Knight …« Der Scheitel weicht, das rechte Knie zieht. Doch Tom Knight, nördlich der 70, fühlt sich fit wie höchstens 60. Gut, dass er gerade eine großartige Frau kennengelernt hat. Gut auch, dass er einen durchaus heiklen Job hat. Mit zwielichtigen Subjekten kennt Tom Knight sich aus – und seinen Stock nimmt er nicht nur zum Spazieren … Trocken, britisch, auf den Punkt gegart – mit seinem Romandebüt ›Alte Schule‹ beweist Charles Hodges, dass Altern mit Klasse kein Problem ist.



Rezension
Kai Lohnert, Literaturexperte Thalia:
Seit geraumer Zeit werden Romane, in denen Helden im gehobenen Alter eine Rolle spielen, immer populärer, was natürlich mit der Alterung der westlichen Gesellschaften zu tun hat. In den meisten Fällen empfinde ich diese Geschichten als künstlich, weil sie aus einem zwanghaften Reflex heraus einen bestimmten Markt bedienen wollen. Im Falle des Debüts von Charles Hodges liegt die Sache etwas anders. Tom Knight, der Protagonist, ist ein 73-jähriger Detektiv, der über eine Anzeige die mehr als 20 Jahre jüngere Fran kennenlernt. Als während ihrer Schicht als Pflegerin im Altersheim drei Morde geschehen, wird sie als Täterin beschuldigt. Tom macht sich undercover auf, den wirklichen Täter zu finden. Hodges hat einen lässigen Humor, der mir liegt und bei dem es Spaß macht, dem liebenswerten Tom durch diese rasante und teils skurrile Geschichte zu folgen. Die typisch britische Ironie lässt die Lektüre sehr kurzweilig werden, wobei aber auch melancholische Töne nicht zu kurz kommen.
Portrait
Charles Hodges, geboren in Südafrika, studierte Deutsch und Französisch am Jesus College Cambridge. Es verschlug Hodges unter anderem nach Deutschland, wo er in Gießen unterrichtete. Später verdiente er sich seine Sporen im Filmgeschäft und arbeitet als Drehbuchautor für das britische Fernsehen. Alte Schule ist sein erster Roman mit Tom Knight – aber keine Sorge, weitere werden folgen.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 368
Erscheinungsdatum 29.08.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-27076-3
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 207/144/35 mm
Gewicht 475
Originaltitel Knight
Verkaufsrang 2.398
Buch (Paperback)
14,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Unterhaltsam“

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Nett und unterhaltsam, kauzig-schrullig. Alter Mann verdingt sich aus privaten Gründen als Privatermittler. Britisch angehauchter Humor. Unkomplizierte Lektüre für zwischendurch. Nett und unterhaltsam, kauzig-schrullig. Alter Mann verdingt sich aus privaten Gründen als Privatermittler. Britisch angehauchter Humor. Unkomplizierte Lektüre für zwischendurch.

Kundenbewertungen


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Ein Gentleman der alten Schule als Privatdetektiv
von orfe1975 am 14.11.2016

Cover: ------------- Das Cover passt vom Stil zur "old school" und vermittelt ein gutes Gefühl für die Umgebung, in der Knight ermittelt: friedlich und beschaulich. Und die Möwe sowie der Stock spielen später noch eine besondere Rolle. Das Bild lässt keinen Krimi vermuten, eher einen Urlaubsroman. Trotzdem wunderschön und passend zu... Cover: ------------- Das Cover passt vom Stil zur "old school" und vermittelt ein gutes Gefühl für die Umgebung, in der Knight ermittelt: friedlich und beschaulich. Und die Möwe sowie der Stock spielen später noch eine besondere Rolle. Das Bild lässt keinen Krimi vermuten, eher einen Urlaubsroman. Trotzdem wunderschön und passend zu Tom Knight, wenn man die Geschichte erst mal kennt. Im Laden hätte ich es definitiv in die Hand genommen. Inhalt: ------------- Tom Knight ist ein Gentleman der alten Schule. Er ist über sechzig, dafür aber noch sehr rüstig (bis auf ein paar Zipperlein), clever und extrem neugierig. Diese Eigenschaft kommt ihm bei seinem Rentnerjob sehr zugute, er ist nämlich Privatdetektiv. Und: er ist verliebt in Fran, die in einem Altenheim als Pflegerin arbeitet. Kurz nach ihrem ersten Date werden plötzlich 3 Frauen in dem Altenheim ermordet, Fran ist die Hauptverdächtige. Natürlich versucht Tom Knight ihr zu helfen und nimmt seine Ermittlungen auf. Mein Eindruck: -------------------------- Ich war von Beginn an gefesselt vom Geschehen. Zum einen hatte ich zunächst nicht mit einem Krimi gerechnet (die Morde wurden im Klappentext nicht erwähnt). Zum anderen gefiel mir sogleich der Charakter des Ermittlers, der aufgrund von Alter, Humor und Erfindungsreichtum sehr originell ist. Zudem fand ich den subtilen und manchmal typisch britisch-schrägen Humor klasse. Auch die Kulisse, die Idylle eines englischen Seebades, gefiel mir gut. Alles wirkt auf den ersten Blick friedlich, aber hinter den Kulissen brodelt es. Im Prinzip ist dies ein klassischer "who dunnit"-Krimi, der in den Nebensträngen jedoch auch Themen wie Liebe und Sex im Alter, Drogenprobleme und sozialen Abstieg sowie den klassischen Kampf Privatermittler vs. mürrischem Polizeikommissar auf humorvolle, manchmal aber auch nachdenkliche Weise behandelt. Die Spannung baut sich aufgrund der vielen Nebenstränge anfangs nur sehr langsam auf, entwickelt sich gegen Ende aber zu einer wahnwitzigen Action-Jagd, bei der ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Wahres Kopfkino! Diese Action führte jedoch dazu, dass es stellenweise etwas kompliziert wurde und sich die Auflösung am Ende für mich nicht 100%ig rund anfühlte, da auf einen Aspekt dabei nicht eingegangen wurde. Doch soviel kann man verraten: Der Gerechtigkeit wird genüge getan. Dies ist der erste Tom-Knight-Band von geplanten weiteren, auf die ich mich schon sehr freue! Fazit: ------------- Krimi mit erfrischend skurrilem Privatdetektiv der alten Schule, subtil-britischem Humor und jeder Menge überraschenden Wendungen

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Ein Privatdetektiv der besonderen Art
von Jenny Vogler am 16.09.2016

Inhalt Der alternde Privatdetektiv Tom Knight hat sich in die bezaubernde Altenpflegerin Fran verguckt und bemüht sich mit vollem Einsatz ihr einsames Herz zu erobern. Doch leider ist Fran Anfang 50, während er schon 73 Lenze auf dem Buckel hat. Diese bald entlarvte Lüge, kostet ihn das Vertrauen seiner Angebeteten... Inhalt Der alternde Privatdetektiv Tom Knight hat sich in die bezaubernde Altenpflegerin Fran verguckt und bemüht sich mit vollem Einsatz ihr einsames Herz zu erobern. Doch leider ist Fran Anfang 50, während er schon 73 Lenze auf dem Buckel hat. Diese bald entlarvte Lüge, kostet ihn das Vertrauen seiner Angebeteten und er sieht nur eine Möglichkeit, ihre Liebe zurückzugewinnen - er muss beweisen, dass sie nicht die Täterin im Dreifachmordprozess des Altersheimes ist. Voller Mut und Abenteuerlust stürzt er sich in eine Undercover-Mission der besonderen Art und ermittelt auf ganz eigene Art und Weise, mit beachtlichen Erfolgen ... Meinung Der Klappentext des Buches hat mich richtig neugierig gemacht, weil hier eine vielversprechende, humorvolle Erzählung samt sympathischen Protagonisten auf sich hoffen ließ. Ganz im Stil von Fredrik Backman vielleicht, so zumindest meine Erwartungen. Leider konnte "Alte Schule" diesen persönlichen Anspruch nicht erfüllen. Dennoch hat mich die Story um Tom Knight gut unterhalten und stellenweise wirklich überrascht. Charles Hodges hat mit Tom einen sehr speziellen Charakter entworfen, den man zwischen kauzig, entschlossen und geduldig einordnen kann. Schon bald entwickelt sich die anfängliche Romanze in einen turbulenten Kriminalfall, dessen Aufklärung den Leser in die Geschichte abtauchen lässt. Der Schreibstil lässt sich wunderbar lesen, bringt einem zum Lachen und beschwört filmreife Szenen herauf. Tatsächlich habe ich mich beim Lesen dabei ertappt, dass mir hier eine Verfilmung vielleicht besser gefallen hätte. Aber Charles Hodges arbeitet ja auch als Drehbuchautor, also scheint dieser Gedanke gar nicht so abwegig. Für mich war die Erzählung leider etwas überladen und doch weder Fisch noch Fleisch. Für einen satirischen Roman gab es zu viele Actionszenen, für einen spannenden Kriminalfall zu wenig Nervenkitzel und zu viel Klamauk. Fazit Ich vergebe 3 Lesesterne für diesen abwechslungsreichen, actionreichen Roman mit einem liebenswerten, kauzigen Privatermittler, der noch längst nicht im Rentenalter ist, auch wenn ihn seine körperliche Fitness hin und wieder im Stich lässt. Interessante Unterhaltungslektüre mit einem Augenzwinkern und dem Hang zur Übertreibung. Empfehlenswert für alle Leser, die britischen Humor lieben und sich eine Auszeit mit einem filmreifen Projekt gönnen möchten.

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Ein amüsanter Krimi mit tollen Protagonisten aber einigen Längen
von hasirasi2 aus Dresden am 26.10.2016
Bewertetes Format: Medium: Hörbuch (CD)

Tom Knight ist 73, sieht aber jünger aus, und ein recht erfolgreicher Privatdetektiv. Da er einsam ist, lernt er über eine Kontaktanzeige die 53jährige Fran kennen. Leider hat er sie bezüglich seines Alters belogen und ist enttäuscht, als sie es herausfindet und den Kontakt abbricht. Also tröstet er sich... Tom Knight ist 73, sieht aber jünger aus, und ein recht erfolgreicher Privatdetektiv. Da er einsam ist, lernt er über eine Kontaktanzeige die 53jährige Fran kennen. Leider hat er sie bezüglich seines Alters belogen und ist enttäuscht, als sie es herausfindet und den Kontakt abbricht. Also tröstet er sich mit seinem guten Freund Merv und diversen Joints über diesen Kummer hinweg, bis Fran plötzlich seine Hilfe braucht – angeblich hat sie in einer Nacht 3 Bewohner des Altenheims getötet, in dem sie arbeitet. Tom, ganz Kavalier der alten Schule ;-), stürzt sich sofort in die nicht immer ungefährlichen Ermittlungen. Dabei muss er vollen körperlichen Einsatz zeigen, neueste Spionagetechnik nutzen und auch unter schwersten Bedingungen ermitteln. So gibt er sich u.a. als neuer Bewohner des Heims aus, lässt sich die Karten legen oder bis an die Schmerzgrenze massieren – die Szenen sind zum Teil so lustig, da bleibt keine Auge trocken! Und natürlich werden nach und nach die Morde aufgeklärt, ohne jedoch zwischendurch zu viel zu verraten, als dass man selbst auf den Täter und seine Beweggründe kommen könnte. „Alte Schule“ ist ein spannender und unterhaltsamer Krimi, der mich durch seine skurrilen Personen und zum Teil verwirrenden Fährten bis zum filmreifen Showdown gut unterhalten hat. Danach hätte das Buch für mich auch schon beendet sein können, aber Charles Hodges hat natürlich auch die Geschichte um Tom und Fran abgeschlossen. Zwischendrin war mir die Handlung stellenweise etwas zu ruhig, gemütlich, fast schon langatmig. Das war zwar für das Hörbuch von Vorteil, weil man sich die Personen, Orte und Handlungen besser vorstellen konnte, aber das gedruckte Buch hätte ich sicher weggelegt. Ein absolutes Highlight war der Sprecher Charles Brauer. Er hat sehr gut artikuliert und seine Stimme entsprechend der Personen modelliert. Es ist ein Vergnügen, ihm zuzuhören. Mein Fazit: Ein amüsanter Krimi mit tollen Protagonisten aber einigen Längen – 3,5 Sterne.

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