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Altes Land

Roman

(11)
Zwei Frauen, ein altes Haus und eine Art von Familie


Das „Polackenkind“ ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem großen, kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg-Ottensen geflüchtet, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Straßen tragen – und wo Annes Mann eine Andere liebt. Vera und Anne sind einander fremd und haben doch viel mehr gemeinsam, als sie ahnen.


Mit scharfem Blick und trockenem Witz erzählt Dörte Hansen von zwei Einzelgängerinnen, die überraschend finden, was sie nie gesucht haben: eine Familie.


Rezension
„Dieser Roman ist wohltuend anders. Keine Romantik. Klischeefrei. Starke, knorrige Charaktere. Eine Geschichte, die lange nachklingt, wie das Ächzen und Knarren in dem großen dunklen Bauernhaus.“
Portrait
Dörte Hansen, geboren 1964 in Husum, lernte in der Grundschule, dass es außer Plattdeutsch noch andere Sprachen auf der Welt gibt. Die Begeisterung darüber führte zum Studium etlicher Sprachen wie Gälisch, Finnisch oder Baskisch und hielt noch an bis zur Promotion in Linguistik. Danach wechselte sie zum Journalismus, war einige Jahre Redakteurin beim NDR und arbeitet heute als Autorin für Hörfunk und Print. Sie lebt in der Nähe von Husum. „Altes Land“ ist ihr erster Roman.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 288, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 16.02.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783641152390
Verlag Albrecht Knaus Verlag
Verkaufsrang 744
eBook (ePUB)
15,99
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„Für Ihren eReader“

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Zwei Frauen und ein altes Haus in Norddeutschland. Zwei, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Vera, Zahnärztin, die das alte Bauernhaus geerbt hat und Anne, die Musikerin, die eines Tages mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg abhaut, um einen Neuanfang zu wagen. Schon einmal,1945, nahm dieses alte Haus Flüchtlinge aus Ostpreußen auf. Zwei Frauen und ein altes Haus in Norddeutschland. Zwei, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Vera, Zahnärztin, die das alte Bauernhaus geerbt hat und Anne, die Musikerin, die eines Tages mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg abhaut, um einen Neuanfang zu wagen. Schon einmal,1945, nahm dieses alte Haus Flüchtlinge aus Ostpreußen auf. Ein anrührender Erinnerungs-Roman über Krieg, Vertreibung, Flucht und Vergangenheitsbewältigung.

„Kriegskinder und Nachkriegskinder“

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Rauh und spröde geschrieben, nähert sich die Autorin den Schicksalen von Überlebenden des 2. Weltkrieges und der Erkenntnis, dass der Krieg nicht eben mal so vorbei ist, sondern sich die Erfahrungen, Verletzungen und charakterlichen Veränderungen dauerhaft auf das eigene Leben und der folgenden Generationen auswirkt.
Kann man vergessen,
Rauh und spröde geschrieben, nähert sich die Autorin den Schicksalen von Überlebenden des 2. Weltkrieges und der Erkenntnis, dass der Krieg nicht eben mal so vorbei ist, sondern sich die Erfahrungen, Verletzungen und charakterlichen Veränderungen dauerhaft auf das eigene Leben und der folgenden Generationen auswirkt.
Kann man vergessen, dass man den kleinen Bruder/ Sohn sterben lassen musste? Kann man neu lieben? Ein neues Zuhause finden? Kann man vergessen, dass die Mutter ein neues Leben anfängt und die Töchter die Erwartungen in keinster Weise erfüllen können?
So wird man selbst hart und gibt das an seine eigenen Kinder weiter. Und doch - als Vera (das Kriegskind) und Anne (ihre Nichte) aufeinandertreffen, gibt es noch Veränderung und Bewegung...
Toll geschrieben, mit rauhem Charme, erinnert mich das an Geschichten meines Vaters (selbst ein Kriegskind)

„Mehr als nur eine Liebeserklärung an eine Landschaft...“

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Dörte Hansen gelingt es mit schönen Beschreibungen der Landschaft und der Bewohner eine Sog zu erzeugen, mitten hinein in die Geschichte. Wir fühlen uns versetzt ins "Alte Land" mit all seinen Besonderheiten, Persönlichkeiten und einer Atmosphäre ruhigen Landlebens mit ganz vielen liebenswerten Beschreibungen.

Auch für alle, die
Dörte Hansen gelingt es mit schönen Beschreibungen der Landschaft und der Bewohner eine Sog zu erzeugen, mitten hinein in die Geschichte. Wir fühlen uns versetzt ins "Alte Land" mit all seinen Besonderheiten, Persönlichkeiten und einer Atmosphäre ruhigen Landlebens mit ganz vielen liebenswerten Beschreibungen.

Auch für alle, die des Plattdeutschen nicht mächtig sind – die kleinen Einschübe sind verständlich in die Geschichte eingebunden und unterstützen das von Dörte Hansen mit scharfem Blick und trockenem Witz erzählte. Die Autorin hat selbst über 40 Jahre im „Alten Land“ verbracht und so ist dieses Buch auch eine Liebeserklärung – an die Landschaft und die Menschen.

Für mich ein ganz besonderes Buch, gerne hätte ich noch weitergelesen, den eines ist auch klar – auch die nächste Generation wird diese Landschaft und die Häuser prägen!
Dit Huus is mien un doch nich mien, de no mi kummt, nenn't ook noch sien. => = Dieses Haus ist meins und doch nicht meins, der nach mir kommt nennt es auch noch seins…

„Lieblingsbuch 2015“

Melanie Winkler, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Zwar ist das Jahr noch nicht weit fortgeschritten, allein, dieser Titel kann kaum getoppt werden. Ein außerordentliches Buch: sprachlich brilliant, inhaltlich emotional packend zieht Autorin Dörte Hansen mit ihrem ersten Roman die Leserin von Anfang bis Ende in ihren Bann. Zwischen damals und heute erzählt die Geschichte von Frauenleben, Zwar ist das Jahr noch nicht weit fortgeschritten, allein, dieser Titel kann kaum getoppt werden. Ein außerordentliches Buch: sprachlich brilliant, inhaltlich emotional packend zieht Autorin Dörte Hansen mit ihrem ersten Roman die Leserin von Anfang bis Ende in ihren Bann. Zwischen damals und heute erzählt die Geschichte von Frauenleben, von harten und minder harten Schicksalen, von Vorurteilen und Verurteilten, aber immer und vor allem: von Einsamkeit und Gemeinsamkeit, von unverbrüchlicher Treue und Freundschaft, die das ganze Leben umspannen. Wir möchten unbedingt mehr von Ihnen lesen, Frau Hansen!!

„Toller Roman!!!“

Petra Kurbach, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Vera kommt mit ihrer Mutter Hildegard nach einer aufregenden und traumatischen Flucht aus Ostpreußen 1945 nach dem Krieg bei Ida Eckhoff auf einem Hof im Alten Land unter. Hier wird sie ihr Leben verbringen, und ihre Geschichte nie ganz loslassen können. Anne, Veras Großnichte aus Hamburg, braucht ein neues Zuhause und beschließt Vera kommt mit ihrer Mutter Hildegard nach einer aufregenden und traumatischen Flucht aus Ostpreußen 1945 nach dem Krieg bei Ida Eckhoff auf einem Hof im Alten Land unter. Hier wird sie ihr Leben verbringen, und ihre Geschichte nie ganz loslassen können. Anne, Veras Großnichte aus Hamburg, braucht ein neues Zuhause und beschließt mit ihrem Sohn Leon bei Vera einzuziehen. Anne fängt an, das Haus zu renovieren, Leon "taut" Veras Herz ein wenig auf. Hier erwartet sie ein grandioser Familienroman mit Humor, der die letzten Jahre der deutschen Geschichte gut einfängt. Verpassen Sie diese Buch auf keinen Fall!

„Zwei Frauen, zwei Schicksale und ein Bauernhof“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Dörte Hansen ist eine Linguistin und Journalistin aus Husum/Schleswig-Holstein, die jetzt ihren ersten Roman veröffentlicht hat.

Sie erzählt darin die Geschichte von zwei Frauen. Die eine Frau ist Vera, die 1945 als fünfjähriges Mädchen mit ihrer Mutter Hildegard von Kamcke aus Ostpreußen geflohen ist. Sie fanden eine Unterkunft
Dörte Hansen ist eine Linguistin und Journalistin aus Husum/Schleswig-Holstein, die jetzt ihren ersten Roman veröffentlicht hat.

Sie erzählt darin die Geschichte von zwei Frauen. Die eine Frau ist Vera, die 1945 als fünfjähriges Mädchen mit ihrer Mutter Hildegard von Kamcke aus Ostpreußen geflohen ist. Sie fanden eine Unterkunft auf einem Bauernhof im Alten Land bei Hamburg bei Ida Eckhoff und ihrem Sohn Karl. Karl kam aus dem Krieg mit einem steifen Bein zurück. Und auch psychisch haben die Kriegserlebnisse in Russland ihren Tribut gezollt. Die beiden Frauen Ida und Hildegard kommen nicht miteinander zurecht. Aber Hildegard von Kamcke lässt sich nicht unterkriegen und angelt sich Karl Eckhoff. Doch die Ehe hält nicht. Hildegard findet einen Mann, der besser zu ihr und ihrem Stand passt. Sie bekommt noch eine zweite Tochter, Marlene. Vera bleibt mit Karl auf dem Hof zurück. Sie wird Zahnärztin und gilt als sehr verschroben. Der alte Hof verkommt immer mehr.

Die zweite Frau ist Anna, die Tochter von Veras Halbschwester Marlene. Anna hat einen kleinen vierjährigen Sohn Leon, arbeitet als Erzieherin bei Musimaus, wo kleine Kinder eine musikalische Früherziehung bekommen. Sie ist mit dem Autor Christoph liiert. Als sie jedoch Christoph mit einer anderen Frau in Flagranti erwischt, wirft sie alles hin und zieht zu ihrer Tante ins Alte Land. Der Deal zwischen den beiden Frauen ist, dass Anna das sehr verwahrloste Bauernhaus auf Vordermann bringt und dafür mietfrei bei ihrer Tante wohnen darf.

Und so erzählt Dörte Hansen die Geschichte der beiden Frauen. Es gibt immer wieder Rückblicke in die Kindheit und Jugend von Anna, sowie auf die Erfahrungen, die das Kind Vera auf der Flucht erlebt hat, und die sie nie wirklich vergessen konnte. Beide Frauen sind Frauen, die ihr Leben erkämpfen müssen. Doch als sie im Alten Land zusammenleben, entdecken beide Frauen mehr Gemeinsamkeiten, als sie gedacht hätten. Und sie finden in der jeweilig anderen eine Stütze, die ihnen selber hilft.

Es gibt einige wunderbare Nebenpersonen, die dem ganzen Roman etwas die Schwere und Traurigkeit nehmen. Da ist z.B. der direkte Nachbar von Vera, Heinrich Lührs, der zwar drei Söhne hat, von denen aber niemand seinen Hof übernehmen möchte. Dann ist da Dirk vom Felde, der ein studierter Landwirt ist und dieses ganze Biogedöns nicht verstehen kann. Und herrlich sind Burghard Weißwerth und seine Frau, die aufs Land geflüchtet sind, um dort in Ruhe neu anzufangen.

Die Sprache von Dörte Hansen ist wunderbar knapp, kommt schnell auf den Punkt und entspricht somit genau dem Wesen der spröden, norddeutschen Bauern, die kein Wort zu viel verlieren. Eingeflochten sind immer wieder plattdeutsche Sätze, die aber gut verständlich sind. Eine Übersetzung gibt es nicht. Sie beschreibt die Schwierigkeiten der Bauern im Alten Land sehr genau. Die alten Bauern verstehen nicht, dass die Kinder kein Interesse an den Höfen haben. Sie sogenannten Biobauern werden belächelt. Und auch wir Leser bekommen einen Eindruck davon, dass auch wir teilweise durchaus verhohnepiepelt werden. Ist die Marmelade vom Erlebnishof wirklich selbstgemacht? Auch die Eltern in einem In-Viertel wie Hamburg Ottensen werden aufs Korn genommen. Das Buch glänzt mit sehr viel Scharfsicht und einem sehr eigenwilligem trockenen Humor. Allerdings ist es teilweise auch sehr erschreckend und traurig, wenn es um die Flucht über die Ostsee und die Aufnahme der Flüchtlinge geht. Da kommt sehr viel von dem durch, was die Autorin Sabine Bode in ihren Büchern „Die vergessene Generation“ und „Kriegsenkel“ (beide Klett-Cotta Taschenbuch) beschreibt. Und ausgesprochen aktuell ist überraschenderweise, dass sich die Deutschen nicht geändert haben, was die Aufnahme von Flüchtlingen angeht. Früher waren es die Vertriebenen, heute sind es die Asylbewerber.

Ein großartiger Roman, der mit viel trockenem Humor, der zum Nachdenken anregt.

„"Landlust"“

Anka Ziegler, Thalia-Buchhandlung Chemnitz-Center

Eine gute Mischung aus Ernst und Humor!
Nachdenklich stimmen mich die Folgen der Vertreibung, die auch in den weiteren Generationen noch ihre Spuren hinterlassen. Vera spürt in sich das Eis,über das sie als Kind geflohen ist. Das finde ich eine treffende Beschreibung für ihr Gefühle.
Ein wenig kann ihre Nichte das Eis auftauen. Sie
Eine gute Mischung aus Ernst und Humor!
Nachdenklich stimmen mich die Folgen der Vertreibung, die auch in den weiteren Generationen noch ihre Spuren hinterlassen. Vera spürt in sich das Eis,über das sie als Kind geflohen ist. Das finde ich eine treffende Beschreibung für ihr Gefühle.
Ein wenig kann ihre Nichte das Eis auftauen. Sie "flieht" mit ihrem kleinen Sohn aus der Stadt und findet Unterschlupf auf dem Land.
Amüsant finde ich auch die kleinen Spitzen zu Themen wie Ökos, Landleben, Städter, die mal "runterkommen" wollen usw. Dazu kommen dann noch ein paar eigenwillige und interessante Figuren, die
zusammen einen guten, unterhaltsamen Roman ergeben.

„Wunderbare Geschichte“

Andrea Schwarz, Thalia-Buchhandlung Pirmasens

Zwei sehr unterschiedliche Frauen – Vera und Anne finden im Alten Land Zuflucht.
Vera, die nach dem Krieg mit ihrer Mutter aus Ostpreußen auf dem Hof der Familie Eckhoff strandet, bleibt immer Außenseiterin, man lässt sie spüren, wie unerwünscht die “Polacken“ sind.
Als ihre Mutter Hof und Kind verlässt, beginnen für Vera einsame
Zwei sehr unterschiedliche Frauen – Vera und Anne finden im Alten Land Zuflucht.
Vera, die nach dem Krieg mit ihrer Mutter aus Ostpreußen auf dem Hof der Familie Eckhoff strandet, bleibt immer Außenseiterin, man lässt sie spüren, wie unerwünscht die “Polacken“ sind.
Als ihre Mutter Hof und Kind verlässt, beginnen für Vera einsame Jahre, sie wird zur Einzelgängerin.
Jahre später steht ihre Nichte Anna vor ihrer Tür. Aufgewachsen in privilegierten Verhältnissen im nahen Hamburg, steht sie vor den Scherben ihres Lebens.
Vera nimmt Anne mit ihrem Kind auf, fortan leben die beiden Frauen zusammen in dem verfallenden Haus. Ganz allmählich helfen die beiden sich gegenseitig, mit den Verletzungen und Zurückweisungen ihres jeweiligen Lebens fertig zu werden und die Kraft zu finden, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben.
Dörte Hansen erzählt in ihrem Roman sehr anrührend, wie traumatische Erlebnisse in der Vergangenheit ein ganzes Leben beeinflussen und wie schwierig der Weg in ein selbstbestimmtes, zufriedenes Leben ist.

Köstlich ihre Beschreibung der modernen Kleinfamilie im hippen Hamburg- Ottensen und die Anstrengungen großstadtmüder Landflüchtlinge.
Eine Geschichte zum Lachen und zum Weinen, was will ich mehr?


„Sympathischer Bilderbogen“

Irene Hantsche, Thalia-Buchhandlung Jena, Goethe-Galerie

In einem farbigen Bilderbogen beschreibt Dörte Hansen Leben und Arbeit im Alten Land. Mir selbst ist dabei ein Teil der Figuren fremd geblieben. An dem Panorama an sich habe ich mich aber durchaus erfreut: an der Beschreibung der wortkargen Bauern, an der Darstellung der reichen Großstädter die kommen und gehen, in schicken Domizilen In einem farbigen Bilderbogen beschreibt Dörte Hansen Leben und Arbeit im Alten Land. Mir selbst ist dabei ein Teil der Figuren fremd geblieben. An dem Panorama an sich habe ich mich aber durchaus erfreut: an der Beschreibung der wortkargen Bauern, an der Darstellung der reichen Großstädter die kommen und gehen, in schicken Domizilen wohnen oder in „kaputtsanierten“ Häusern. Schön fand ich auch wie Frau Hansen das Muttersein in der modernen Großstadt und auf dem Land beschreibt. Das Alles verdichtet sich zu einem sympathischen, unaufgeregten Zeitenpanorama, dass die Autorin lakonisch und mit einem genauen Blick formuliert.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Bonn

Eine tolle Nachkriegsgeschichte, die eine Wiederholung in der Gegenwart findet. Ein toll erzählter Roman mit viel Esprit. Eine tolle Nachkriegsgeschichte, die eine Wiederholung in der Gegenwart findet. Ein toll erzählter Roman mit viel Esprit.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Münster

Ein wunderbares Buch - lakonisch, traurig, zum Nachdenken und Schmunzeln. Ein wunderbares Buch - lakonisch, traurig, zum Nachdenken und Schmunzeln.

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Ein tolles Buch, das es schafft, auf gerade mal ca. 200 Seiten eine ganze Familiengeschichte über mehrere Generationen abzubilden. Auf den Punkt und ohne überflüssiges Drumherum. Ein tolles Buch, das es schafft, auf gerade mal ca. 200 Seiten eine ganze Familiengeschichte über mehrere Generationen abzubilden. Auf den Punkt und ohne überflüssiges Drumherum.

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Ein wunderbares Buch über Vergangenheitsbewältigung, Neuanfang und wahre Freundschaft! Ein wunderbares Buch über Vergangenheitsbewältigung, Neuanfang und wahre Freundschaft!

Inka Müller, Thalia-Buchhandlung Göttingen

Hier wird innere Zerrissenheit treffend beschrieben-in den Lebenswelten zweier Generationen. Hier wird innere Zerrissenheit treffend beschrieben-in den Lebenswelten zweier Generationen.

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Drei Generationen - drei verschiedene Arten von Flucht. Ein toller Roman mit starken Frauen in und um Hamburg. Nordisch cool. Drei Generationen - drei verschiedene Arten von Flucht. Ein toller Roman mit starken Frauen in und um Hamburg. Nordisch cool.

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Selten habe ich ein Buch gelesen, welches sprachlich klar und schnörkellos ist und dennoch so warmherzig die Sehnsucht nach Geborgenheit, Liebe und Heimat dem Leser vermittelt. Selten habe ich ein Buch gelesen, welches sprachlich klar und schnörkellos ist und dennoch so warmherzig die Sehnsucht nach Geborgenheit, Liebe und Heimat dem Leser vermittelt.

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Ohne jede Romantik und doch rührend! Ein stimmungsvolles Werk! Ohne jede Romantik und doch rührend! Ein stimmungsvolles Werk!

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Sehr abwechslungsreich schildert Dörte Hansen in ihrem Buch auf der einen Seite die Flüchtlingsgeschichte einer Frau und beschreibt andererseits anschaulich das Leben im alten Land Sehr abwechslungsreich schildert Dörte Hansen in ihrem Buch auf der einen Seite die Flüchtlingsgeschichte einer Frau und beschreibt andererseits anschaulich das Leben im alten Land

Drei Frauen, drei Generationen und drei Fluchten. Dörte Hansen hat in ihrem Familienroman Tragik, Augenzwinkern und einen eindrucksvollen Landstrich perfekt verwoben. Drei Frauen, drei Generationen und drei Fluchten. Dörte Hansen hat in ihrem Familienroman Tragik, Augenzwinkern und einen eindrucksvollen Landstrich perfekt verwoben.

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Sollte nicht nur für alle Hamburger Pflichtlektüre sein, sondern auch für jeden Bremer, Leipziger, Hannoveraner, Bayern, Kieler, Hessen, Thüringer, usw. usf. ... Ein Edelstein! Sollte nicht nur für alle Hamburger Pflichtlektüre sein, sondern auch für jeden Bremer, Leipziger, Hannoveraner, Bayern, Kieler, Hessen, Thüringer, usw. usf. ... Ein Edelstein!

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Eine ergreifende und herzerwärmende Geschichte über Heimat und Zugehörigkeit. Die Sprache des Buches ist geradlinig und schlicht, aber gerade deswegen sehr berührend. Eine ergreifende und herzerwärmende Geschichte über Heimat und Zugehörigkeit. Die Sprache des Buches ist geradlinig und schlicht, aber gerade deswegen sehr berührend.

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Mein aktueller Lieblingsroman. Sehr warmherzig, tiefsinnig, aber auch komisch erzählt. Ein Roman über Heimat und Heimatlosigkeit und wunderbar eigenwillige Frauen. Mein aktueller Lieblingsroman. Sehr warmherzig, tiefsinnig, aber auch komisch erzählt. Ein Roman über Heimat und Heimatlosigkeit und wunderbar eigenwillige Frauen.

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Großartig erzählte Familiengeschichte der etwas anderen Art, zwei wunderbar unangepasste Frauen, angesiedelt zwischen dem hippen Hamburg und dem gar nicht hippen Alten Land.


Großartig erzählte Familiengeschichte der etwas anderen Art, zwei wunderbar unangepasste Frauen, angesiedelt zwischen dem hippen Hamburg und dem gar nicht hippen Alten Land.


Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Zwei Frauen mit aehnlichem und doch auch ganz anderem Schicksal bilden eine Familiengemeinschaft wie zwei Gestrandete. Schön erzählt und genau beobachtet ! Zwei Frauen mit aehnlichem und doch auch ganz anderem Schicksal bilden eine Familiengemeinschaft wie zwei Gestrandete. Schön erzählt und genau beobachtet !

„Frühjahrs-Highlight 2015“

Claudia Tross, Thalia-Buchhandlung Offenbach am Main

Eines meiner Lieblingsbücher in diesem Frühjahr!
Habe selten so herbe und skurrile Figuren erlebt, die so warmherzig und liebevoll gezeichnet sind, dass sie dem Leser sofort ans Herz wachsen.
Absolut bezaubernd!!!
Eines meiner Lieblingsbücher in diesem Frühjahr!
Habe selten so herbe und skurrile Figuren erlebt, die so warmherzig und liebevoll gezeichnet sind, dass sie dem Leser sofort ans Herz wachsen.
Absolut bezaubernd!!!

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Ich bin restlos begeistert von diesem wunderbaren Roman! Die Sprache, die Handlung, die Charaktere - alles ist hervorragend ausgearbeitet. Ich habe jede einzelne Zeile genossen. Ich bin restlos begeistert von diesem wunderbaren Roman! Die Sprache, die Handlung, die Charaktere - alles ist hervorragend ausgearbeitet. Ich habe jede einzelne Zeile genossen.

„Altes Land“

I. Schneider, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Vera ist als Flüchtlingsmädchen mit ihrer Mutter Hildegard im Frühjahr 1945 von Ostpreußen ins Alte Land auf den Hof von Ida Eckhoff gekommen. Ida wollte keine Flüchtlinge aufnehmen und ließ das die beiden Fremden auch spüren. Doch Hildegard weiß, was sie will und Ida konnte nichts dagegen unternehmen, dass Hildegard und Karl, Idas Vera ist als Flüchtlingsmädchen mit ihrer Mutter Hildegard im Frühjahr 1945 von Ostpreußen ins Alte Land auf den Hof von Ida Eckhoff gekommen. Ida wollte keine Flüchtlinge aufnehmen und ließ das die beiden Fremden auch spüren. Doch Hildegard weiß, was sie will und Ida konnte nichts dagegen unternehmen, dass Hildegard und Karl, Idas Sohn, nach kurzer Zeit heirateten. Karl, der den Krieg zwar überlebt, aber psychisch nicht überwunden hat, stellt sich also gegen seine Mutter, die keinen anderen Ausweg als Selbstmord sieht.Jahre später trennt sich Hildegard von Karl, zieht nach Hamburg, um dort mit einem reichen Mann zu leben und lässt Vera bei Karl zurück. Die beiden arrangieren sich und leben ihr Leben in dem großen, ungastlichen Haus. Vera studiert, wird Zahnärztin und erbt schließlich nach Karls Tod das große Herrschaftshaus der Eckhoffs, in dem sie sich schon seit ihrer Kindheit unwohl fühlt. Allein bleibt sie allerdings nicht, denn eines Tages taucht Veras Nichte Anne, die Tochter ihrer Stiefschwester, mit ihrem kleinen Sohn Leon auf, um bei ihr zu bleiben und zu wohnen. Die drei beginnen sich ein gemeinsames Leben aufzubauen.
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Eine spannende Geschichte von 2 Frauen die vieles verbindet und die doch so unterschiedlich sind, die sich gegenseitig helfen ihr Leben zu verstehen und ihren Frieden zu finden. Eine spannende Geschichte von 2 Frauen die vieles verbindet und die doch so unterschiedlich sind, die sich gegenseitig helfen ihr Leben zu verstehen und ihren Frieden zu finden.

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Mein Lieblingsbuch in diesem Jahr - zum selber lesen und als perfektes Geschenk für alle Leserinnen, die gut geschriebene Literatur mit Atmosphäre, Humor und Tiefgang lieben! Mein Lieblingsbuch in diesem Jahr - zum selber lesen und als perfektes Geschenk für alle Leserinnen, die gut geschriebene Literatur mit Atmosphäre, Humor und Tiefgang lieben!

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Ihre Nichte Anne steht eines Tages mit ihrem kleinen Sohn vor der Tür, den Lebensgefährten und Vater in flagranti erwischt und geflohen aus Hamburg-Ottensen aufs Land zur Tante.
Als Leser lernt man in verschieden Zeitebenen und Rückblenden einiges über die Beziehungen und Hintergründe der Familiengeschichten dieser Frauen kennen. Manchmal schmunzelt man über die Ironie der Autorin, die feinen Beobachtungen von Mitmenschen, die wohl jeder so kennt. Authentisch norddeutsch, ohne pseudoländlichen Klimbim – und wenn, dann wird eben dieser auch als solcher entlarvt. Sensibel und berührend ist der Roman, wenn es um familiäre Wahrheiten geht und dass man manchmal erkennen muss, dass Blut eben nicht dicker als Wasser ist. (Oder op platt: „Dit Huus is mien un doch nich mien, de no mi kummt, nennt't ook noch sien.“)
Alles in allem ein gelungener Roman, mir als „Nordlicht“ hat er sehr gut getan!!!

„Altes Land“

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Als die fünfjährige Vera mit ihrer Mutter auf dem Altländer Hof landet, ahnt sie noch nicht, dass dieser Ort bis zu ihrem Lebensende ihr Zuhause werden wird. Als ihre Mutter von einem neuen Mann schwanger wird, zieht sie in die Stadt und Vera bleibt mit dem aus dem Krieg zurückgekehrten traumatisierten Bauernsohn zurück. Durch die Ablehnung Als die fünfjährige Vera mit ihrer Mutter auf dem Altländer Hof landet, ahnt sie noch nicht, dass dieser Ort bis zu ihrem Lebensende ihr Zuhause werden wird. Als ihre Mutter von einem neuen Mann schwanger wird, zieht sie in die Stadt und Vera bleibt mit dem aus dem Krieg zurückgekehrten traumatisierten Bauernsohn zurück. Durch die Ablehnung der Dorfgemeinschaft wird sie eigensinnig und trotzig und fördert aber auch ihre Selbstbehauptung. Eine gescheiterte Beziehung lässt nach Jahren ihre Nichte Anne auf dem mittlerweile heruntergekommenen Hof erscheinen. Das Schicksal scheint sich zu wiederholen.... Die einfühlsame Geschichte erzählt in einer klaren Sprache über das Ankommen und der Suche nach Heimat.

„Flüchtlinge“

Joke Hoogendoorn, Thalia-Buchhandlung Leer (Ostfriesland)

Vera und Anne sind sehr verschieden, aber zumindest eines haben sie gemeinsam: Beide sind sie Flüchtlinge. Vera ist nach dem Krieg mit ihrer Mutter als Flüchtling aus Ostpreußen ins Alte Land gekommen. Auch nachdem ihre Mutter da wegzieht, bleibt sie in dem alten Bauernhaus wohnen, wo sie ein Zuhause gefunden haben. Vera aber bleibt Vera und Anne sind sehr verschieden, aber zumindest eines haben sie gemeinsam: Beide sind sie Flüchtlinge. Vera ist nach dem Krieg mit ihrer Mutter als Flüchtling aus Ostpreußen ins Alte Land gekommen. Auch nachdem ihre Mutter da wegzieht, bleibt sie in dem alten Bauernhaus wohnen, wo sie ein Zuhause gefunden haben. Vera aber bleibt eine Einzelgängerin, auch wenn sie mehr oder weniger von ihrer Umgebung akzeptiert wird. Jahre später steht ihre Nichte Anne mit ihrem kleinen Sohn Leon vor der Tür. Sie flüchtet vor einer zerbrochenen Ehe und zerschmetterten Träumen. Vera und Anne sind verletzte Seelen, aber wundersamerweise werden sie einander doch zur Stütze in ihrer jeweiligen Einsamkeit.

Dörte Hansen hat wirklich einen außergewöhnlich schönen Roman geschrieben. Die Sprache und die Geschichte: Alles stimmt! Dieses Buch ist von der ersten bis zur letzten Zeile ein Genuss. Man muss es einfach gelesen haben!

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Gotha

Spannender, zum Teil tragischer, Roman über die Vertreibung der Deutschen und die Schwierigkeit eine neue Heimat zu finden. Angenehmer und kurzweiliger Schreibstil. Spannender, zum Teil tragischer, Roman über die Vertreibung der Deutschen und die Schwierigkeit eine neue Heimat zu finden. Angenehmer und kurzweiliger Schreibstil.

Melissa Orhan, Thalia-Buchhandlung Rastatt

Ein toller Roman über zwei Frauen, die sich gegenseitig aus der Einsamkeit befreien. Mit wunderschöner Sprache, viel Witz, Tragik und Feinsinn schildert Hansen diese Geschichte. Ein toller Roman über zwei Frauen, die sich gegenseitig aus der Einsamkeit befreien. Mit wunderschöner Sprache, viel Witz, Tragik und Feinsinn schildert Hansen diese Geschichte.

Nina Aselmann, Thalia-Buchhandlung Hagen

Die Geschichte von zwei Frauen, Vera und Anne. Tante und Nichte. Und sehr gegensätzlich, doch sie haben sich was zu sagen. Wunderbar erzählt, schönes Buch. Die Geschichte von zwei Frauen, Vera und Anne. Tante und Nichte. Und sehr gegensätzlich, doch sie haben sich was zu sagen. Wunderbar erzählt, schönes Buch.

Maren Koenig, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Eine Hommage an das Alte Land und ein witziger Seitenhieb auf die Gentrifizierung Hamburgs Eine Hommage an das Alte Land und ein witziger Seitenhieb auf die Gentrifizierung Hamburgs

Herbert Konkel, Thalia-Buchhandlung Münster

Eine raue Landschaft, die Menschen prägt und diese zum Bleiben 'zwingt' oder auf immer vertreibt, die Familien trennt und sich Stadtmenschen verweigert - eben: Das alte Land. Eine raue Landschaft, die Menschen prägt und diese zum Bleiben 'zwingt' oder auf immer vertreibt, die Familien trennt und sich Stadtmenschen verweigert - eben: Das alte Land.

Christin Märker, Thalia-Buchhandlung Iserlohn

Es tut mir wirklich leid, aber ich kann an dem Buch einfach nix finden ... Sehr knapper Schreibstil mit komisch verflochtenen Sätzen und schnellem Tempo. Gute Idee, aber leider ... Es tut mir wirklich leid, aber ich kann an dem Buch einfach nix finden ... Sehr knapper Schreibstil mit komisch verflochtenen Sätzen und schnellem Tempo. Gute Idee, aber leider ...

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Kundenbewertungen


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"Einsames Herz"
von einer Kundin/einem Kunden aus Recklinghausen am 25.02.2016

-= Leseeindrücke =- Als Hildegard von Kamcke 1945 nach schier endloser Flucht , vertrieben aus ihrer geliebten Heimat Ostpreußen , vor der Tür von Ida Eckhoff, Bäuerin im Alten Land steht , sind die ersten Worte die sie und ihre 5jährige Tochter Vera hören nicht einladend. “Von mi gift dat... -= Leseeindrücke =- Als Hildegard von Kamcke 1945 nach schier endloser Flucht , vertrieben aus ihrer geliebten Heimat Ostpreußen , vor der Tür von Ida Eckhoff, Bäuerin im Alten Land steht , sind die ersten Worte die sie und ihre 5jährige Tochter Vera hören nicht einladend. “Von mi gift dat nix !“ “Woveel koomt denn noch vun jau Polacken ?” [S.8/9] Es kamen noch viele Flüchtlinge aus Ostpreußen nach Hamburg , Schleswig-Holstein usw. Geblieben sind nicht alle , nur die, die darum gekämpft haben , das sie bleiben durften. Den hat man eine neue Heimat , Arbeit und Lohn gegeben . Die meisten davon sind noch immer da, sind sesshaft geworden , wo sie einst auf ihrer Flucht gestrandet sind . So wie die Großeltern meines Mannes, die mit 3 kleinen Kindern die Flucht überlebt haben und in Schleswig-Holstein nochmal bei Null angefangen haben . Die alte Heimat im Herzen , nie vergessen und bis zum Schluss ein arbeitssames, erfülltes , langes Leben hatten . "Flüchtlingspack , Lüüs op'n Nack" [S. 194] So wie Hildegard von Kamcke, die sich bei Ida Eckhoff auf dem Hof unentbehrlich macht , solange bis Karl Eckhoff, Idas Sohn , verwundet an Seele und Körper aus dem Krieg zurückkehrt . Es dauert nicht lange bis sich Hildegard auch bei ihm unentbehrlich macht . Als Frau Eckhoff sehen ihre Zukunftsperspektiven gleich viel besser aus . Doch Hildegard hatte nie die Absicht Bäuerin zu bleiben und Ida Eckhoff wollte nie eine andere Frau in ihrer Küche am Herd stehen haben . “Dit is min Huus !” Karl und die kleine Vera verstehen sich gut . Er sprach nicht viel , er war einfach nur da , saß rauchend draußen auf der weißen Hochzeitsbank seiner Mutter und hörte zu , während sich die Welt um ihn herum veränderte . Tagein Tagaus , Jahr um Jahr ….. Bis zum Ende , mit Vera an seiner Seite . Hildegard verließ das Alte Land mit neuem wohlhabenden Mann und ließ ihre Tochter bei Karl zurück . Ida Eckhoff erlebte das gottseidank nicht mehr. Menschen kommen und gehen, ein Haus bleibt bestehen für viel Generationen. “Diet Huus is mien un doch nich mien, de no mi kummt , nenn’t ook noch sien” [ S.8 ] Karl war der Gefangene seines eigenen Krieg , der ihn jede Nacht einholte und nicht schlafen ließ. Vera und Karl überlebten und erlebten viele gemeinsame Jahre und stützten sich gegenseitig als Tochter und Vater , seelisch vereinsamt und verkümmert. Nach Karls Tod steht plötzlich Veras Nichte Anne aus Hamburg Ottensen mit ihrem Sohn Leon vor der Tür und bittet sie um Asyl . Anne hat sich getrennt von Leons Vater, der sie betrogen hat . Für Vera und Anne beginnt ein neuer Lebensabschnitt, der immer wieder in der Vergangenheit anfängt und endet . Es ist ihre gemeinsame Famliengeschichte, die im eisigen Winter 1945 auf der Flucht von Ostpreußen anfängt und 2013 im “Alten Land” von beiden weitergeschrieben wird . -= Fazit =- Dörte Hansen hat mit “Altes Land” eine wunderschöne Famliengeschichte geschrieben , mit allen Facetten des Lebens von 1945 bis zum heutigen Tag. Schnörkellos und doch mit allem versehen , was eine großartige Geschichte haben muss ! Der wunderschöne Schreibstil hat mich sofort gefangen genommen und ließ mich von der ersten bis zur letzten Seite ein Teil der Geschichte sein . Erzählt wird die Geschichte von Vera und Anne , zwei Frauen vereinsamt und verlassen . Auf der Suche nach Wärme , Zuneigung , Geborgenheit , Liebe und einer Familie . Die teilweise sehr berührenden Ereignisse lassen den Leser manchmal die Tränen in die Augen steigen , um ihn dann ein paar Seiten weiter, lauthals lachen zu lassen , über den trockenen norddeutschen Humor. "Ich weiß nicht mit was Sie ihre Bäume bespritzen ", sagte sie mit ihrer kratzigen Stimme", aber Sie brauchen mich und vor allem meinen Sohn nicht damit vollzusprühen." Sie steckte die Hände in ihre Jackentaschen und machte den Rücken gerade . "Wenn Sie das nächste Mal Ihr Revier markieren müssen , pinkeln Sie doch einfach gegen mein Auto . Das kapier ich dann schon " [ S.121] Eine tolle wortgwaltige Erzählung trägt mich durch die dunklen Zeiten des Krieges , hin zu der heutigen Zeit , mit ihren Menschen im alten Land . Den Aussteiger aus der Großstadt und den Obstbauern , mit seinen Sorgen und Problemen ums Einkommen. Familien mit ihren Stärken und Schwächen , gestern wie heute. Fein skizzierte Protagonisten mit authentischen Charakteren und eine bildhafte Sprache , lassen den Roman zum Erlebnis werden , dem man sich nicht entziehen kann und will . Die gute Recherche bringt den Leser immer wieder an die schön gezeichneten Orte aus Veras Kindheit und der Vergangenheit eines so manch älteren Familienmitglied. So einige Mal habe ich gedacht , das hätte auch ein wenig unsere Geschichte sein können. Kopfkino vom Feinsten , so macht das Lesen Spaß und bringt mich ein Stück näher an unsere frühere Geschichte. Ein wenig Plattdeutsch als Lokalkolorit, macht das ganze noch authentischer und rundet die Geschichte gelungenen ab . Solche Bücher sollte es viel mehr geben . Ich hoffe Dörte Hansen schreibt noch viele solcher tollen Geschichten. Für diese wunderschöne authentische Geschichte vergebe ich sehr gute 5 Sterne ***** Eine Leseempfehlung an alle , die gerne Famliengeschichten mit norddeutschen Charme und authentischen, geschichtlichen Hintergrund lesen .

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"Von mi gift dat nix"
von claudi-1963 aus Schwaben am 06.01.2016

Im Jahr 1945 kommt Vera mit ihrer Mutter Hildegard von Kamcke im Alten Land an, sie sind aus Polen geflohen. Dort versuchen sie bei Ida Eckhoff unterzukommen, doch die beschimpft sie nur als Polacken ("Woveel koomt denn noch vun jau Polacken?") , aber Karl der Sohn der geschädigt aus... Im Jahr 1945 kommt Vera mit ihrer Mutter Hildegard von Kamcke im Alten Land an, sie sind aus Polen geflohen. Dort versuchen sie bei Ida Eckhoff unterzukommen, doch die beschimpft sie nur als Polacken ("Woveel koomt denn noch vun jau Polacken?") , aber Karl der Sohn der geschädigt aus dem Krieg zurückgekehrt ist kümmert sich um die beiden und heiratet Hildegard. Die Situation auf dem Hof ist schwierig, da sich die beiden Frauen nicht verstehen. Daraufhin erhängt sich Ida Eckhoff auf dem Dachboden, weil sie mit der ganzen Situation nicht mehr zurecht kommt. Einige Zeit danach verlässt die schwangere Hildegard Karl und die 14 jährige Vera. Sie zieht nach Hamburg wo sie mit ihren neuen Ehemann eine Familie gründet. Vera muss derweil sich bei Karl ihr Leben aufbauen, was nicht immer einfach ist mit dem gebrochenen ehemaligen Soldaten. Aber sie schafft es, studiert in Hamburg und kehrt dann wieder zu Karl zurück und arbeitet als Zahnärztin Jahre später,Karl ist inzwischen tot, kommen zwei neue Flüchtlinge ins Alte Land, es sind Veras Nichte Anne mit ihrem Sohn Leon. Sie hat ihren Freund verlassen weil er sich in eine andere verliebt hatte und da sie nicht zu ihrer Mutter nach Hause wollte suchte sie Obhut bei ihrer Tante. Bei haben viel gemeinsam auch wenn sie das erst mit der Zeit feststellen. "Altes Land" ein Roman über das Elend einen Flüchtlingsfamilie, die Suche nach einer neuen Heimat in einem fremden Land. Vera die immer auf der Suche nach der Heimat ist, aber auch Anne die so gar keine Heimat in ihrem Leben besitzt und nach Anerkennung sucht. Beide haben Mütter die ihnen nicht die Liebe geben konnten die sie brauchten. Meine Meinung: Das Buch ist ein gelungenes sprachliches Werk das durch seine melancholische, ernste,bedrückende und ab und an humorvolle Erzählweise sicher nicht immer einfach zu lesen ist. Auch die vielen verschiedenen Personen und Szenen mit denen die Autorin immer wieder hin und her springt sind anspruchsvoll und ab und an auch etwas verwirrend. Sätze auf Plattdeutsch findet man in diesem Buch ebenso wieder, die aber so verständlich sind das selbst ich als Schwabe sie verstehen konnte. Lediglich wegen der vielen Szenenwechsel die für mich nicht immer einfach war kann ich nicht die volle Punktzahl geben. Mich hat dieses Buch eher zum nachdenken gebracht, was doch für harte und unerbittliche Zeiten manche Menschen doch nach dem Krieg mitmachen mussten. Und das Verletzungen die man in der Kindheit erlebt nicht so einfach wegwischen kann. "Dit Huus is mien un doch nich mien, de no mi kummt, nennt’t ook noch sien." So stand es am Giebel des Hauses Von daher vergebe ich gute 4 von 5 Sternen.

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Altes Land
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 08.07.2015

Ein herrliches Buch. Wer in Hamburg oder Umgebung lebt, muss dieses Buch lesen. Abgesehen von der gut erzählten Familiengeschichte sind die Beschreibungen der Hamburger sowie der Ortsansässigen ausgesprochen gut.

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Licht und Schatten
von einer Kundin/einem Kunden aus Hainburg am 03.02.2016

Alles Positive zuerst: Toll geschrieben, sprachlich wunderbare Textpassagen, die mich an einigen Stellen nachdenklich gemacht haben. Gerade heute, wo das Thema "Flüchtlinge" stark im Mittelpunkt steht. Phasenweise sehr schön zu lesen, aber eben nicht durchgehend. Den berühmten "roten Faden" vermisst man oder ich habe ihn nicht gefunden. Viele Wechsel... Alles Positive zuerst: Toll geschrieben, sprachlich wunderbare Textpassagen, die mich an einigen Stellen nachdenklich gemacht haben. Gerade heute, wo das Thema "Flüchtlinge" stark im Mittelpunkt steht. Phasenweise sehr schön zu lesen, aber eben nicht durchgehend. Den berühmten "roten Faden" vermisst man oder ich habe ihn nicht gefunden. Viele Wechsel und Sprünge im Geschehen machen es schwierig für den Leser zu verstehen, wo befindet man sich gerade. Gegenwart? Rückblick in die Vergangenheit? Insofern, kein leichtes Buch, aber in jedem Fall lesenswert.

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Großartiger Familienroman
von einer Kundin/einem Kunden am 31.07.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

In diesem wunderbaren Roman vereinen sich zwei Handlungsstränge, einerseits die Geschichte von Vera einem Flüchtlingskind, das nach dem zweiten Weltkrieg Vertreibung erleben musste und andererseits die Geschichte von Anne in der Gegenwart, die mit ihrem Sohn bei Vera strandet. Der Roman ist wirklich bemerkenswert, erschütternd, voll sprachlicher Perlen aber... In diesem wunderbaren Roman vereinen sich zwei Handlungsstränge, einerseits die Geschichte von Vera einem Flüchtlingskind, das nach dem zweiten Weltkrieg Vertreibung erleben musste und andererseits die Geschichte von Anne in der Gegenwart, die mit ihrem Sohn bei Vera strandet. Der Roman ist wirklich bemerkenswert, erschütternd, voll sprachlicher Perlen aber auch witzig und sarkastisch. Eine wunderbare Lektüre, die man sich nicht entgehen lassen sollte, ich hoffe, dass wir von dieser Autorin noch viel hören werden!

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3 0
Ein Stück Lebensgeschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus erfurt am 13.11.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Für mich ein Stück Aufarbeitung der Lebensgeschichte meiner Mutter (18 Jahre alt,als sie ihre Heimat verlor).Die Wurzeln mütterlicherseits liegen in Ostpreußen, wohlbehütet aufgewachsen auf einem wirtschaftlich wohlhabendem Gut.Dieses wunderbar geschriebene Buch erklärt mir Dinge, für die ich nur Ahnungen hatte.Gänsehaut bei den innigen und langwährenden Beziehungen der Personen, auch... Für mich ein Stück Aufarbeitung der Lebensgeschichte meiner Mutter (18 Jahre alt,als sie ihre Heimat verlor).Die Wurzeln mütterlicherseits liegen in Ostpreußen, wohlbehütet aufgewachsen auf einem wirtschaftlich wohlhabendem Gut.Dieses wunderbar geschriebene Buch erklärt mir Dinge, für die ich nur Ahnungen hatte.Gänsehaut bei den innigen und langwährenden Beziehungen der Personen, auch wenn Diese nicht verwandt im dem Sinne sind/waren.Von meiner Oma habe ich sooo viele Geschichten aus der Heimat gehört, gedacht, dass man sie aufschreiben müsste...Da war ich noch zu jung (1960 geb.). Dörte Hansen meinen größen Respekt vor diesem herzerwärmenden Buch!

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Altes Land
von einer Kundin/einem Kunden aus Dortmund am 14.07.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ja, das Buch hat mir gut gefallen. Das Thema ist zwar nicht mehr so ganz aktuell,. Aber die Kombination von Deutsch mit norddeutscher Mundart übt einen besonderen Reiz aus

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Absolut Lesenswert!
von einer Kundin/einem Kunden am 20.03.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Dörte Hansen verbindet in "Altes Land" die Leben von Vera Eckhoff, einem früheren ostpreußischen Flüchtlingskind, und deren Nicht Anne miteinander. Zwei Generationen, zwei ganz unterschiedliche Frauen und Leben, die dennoch zueinander finden und am Ende mehr gemeinsam haben, als gedacht. Beide fühlen sich in ihrer eigenen Welt fremd und... Dörte Hansen verbindet in "Altes Land" die Leben von Vera Eckhoff, einem früheren ostpreußischen Flüchtlingskind, und deren Nicht Anne miteinander. Zwei Generationen, zwei ganz unterschiedliche Frauen und Leben, die dennoch zueinander finden und am Ende mehr gemeinsam haben, als gedacht. Beide fühlen sich in ihrer eigenen Welt fremd und suchen doch nur nach Geborgenheit und einer Heimat, in der sie sich zu Hause fühlen können. Dörte Hansens Roman ist ein unheimlich tolles Portrait zweier Frauen, die völlig verschiedenen Genartionen angehören. Mit viel Witz und Ironie, aber zur gleichen Zeit wahnsinnig einfühlsam und mitreißend, schreibt Hansen die Geschichte(n) von Vera und Anne, zwei Frauen, die auf den ersten Blick kühl und fremd wirken, aber tief im Innern verborgen viel Liebe zu geben haben. Darüberhinaus beschreibt der Roman die Landschaft und Umgebung so präzise und lebendig, dass man sich als Leser geradezu ins Alte Land hineinversetzt fühlt, was die Atmosphäre des Buches noch dichter macht. Alles in allem ist Dörte Hansens Roman absolut empfehlens- und lesenswert. Ein Roman, der alles mitbringt, was es braucht: eine tolle Geschichte, Atmosphäre, Witz, Tragik und vor allem Herzenswärme.

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Zwei Frauen in einem alten Haus.
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 29.05.2015
Bewertetes Format: Medium: Hörbuch (CD)

Dieses Hörbuch (gelesen von Hannelore Hoger) zieht mich nach ein paar Minuten "Anlaufschwierigkeiten" doch sehr schnell in seinen Erzählstrom. Und schon am Ende der ersten CD (insgesamt sind es 4 Stück mit einer Laufzeit von 5 Stunden und 13 Minuten) will ich nur noch wissen, wie die Geschichte ausgeht... Dieses Hörbuch (gelesen von Hannelore Hoger) zieht mich nach ein paar Minuten "Anlaufschwierigkeiten" doch sehr schnell in seinen Erzählstrom. Und schon am Ende der ersten CD (insgesamt sind es 4 Stück mit einer Laufzeit von 5 Stunden und 13 Minuten) will ich nur noch wissen, wie die Geschichte ausgeht mit den insgesamt vier Frauen und dem einen Mann und dem Jungen in dem Haus im "Alten Land" bei Hamburg. Welche Verletzungen, Wunden und Enttäuschungen jede Person mit sich herum schleppt. Und ob es vielleicht sogar Heilung gibt. Ich lache bei den witzigen Passagen und ertappe mich auch zwei oder dreimal beim "Schniefen". Zum Schluss bin ich erstaunt, wie sehr ich die Figuren in's Herz geschlossen habe!

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Sehr empfehlenswert!
von Bani am 02.09.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Das Buch von Dörte Hansen ist ein gelungene Familienerzählung. Leicht zum Lesen mit viel Humor beschreibt sie das Leben auf dem Land und die Einwohner. Ich müsste viel schmünzeln, und hab den Figur Theis von Felde sofort im Herz geschlossen. Ich hoffe das die Autorin bald wider so ein... Das Buch von Dörte Hansen ist ein gelungene Familienerzählung. Leicht zum Lesen mit viel Humor beschreibt sie das Leben auf dem Land und die Einwohner. Ich müsste viel schmünzeln, und hab den Figur Theis von Felde sofort im Herz geschlossen. Ich hoffe das die Autorin bald wider so ein gutes Buch herausgibt.

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Ein Wohlfühlbuch!
von Xirxe aus Hannover am 16.07.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Hach, so muss ein Wohlfühlbuch sein! Eine grundsätzlich humorvolle Grundstimmung, die sich von dunkel gestimmten Protagonisten nicht vertreiben lässt (höchstens ganz kurz ;-)); Figuren, in denen man sich auch in den schlechten Eigenschaften wiedererkennt - doch nie so sehr, dass es zuviel wäre; eine Beschreibung der Realität, aber ohne... Hach, so muss ein Wohlfühlbuch sein! Eine grundsätzlich humorvolle Grundstimmung, die sich von dunkel gestimmten Protagonisten nicht vertreiben lässt (höchstens ganz kurz ;-)); Figuren, in denen man sich auch in den schlechten Eigenschaften wiedererkennt - doch nie so sehr, dass es zuviel wäre; eine Beschreibung der Realität, aber ohne in Klischees zu verfallen; Gefühle ohne Kitsch, schöne wie schmerzhafte. Und nicht zuletzt eine Geschichte die zeigt, wie sehr Menschen durch ihre Vergangenheit geprägt werden, im Guten wie im Schlechten. Dass das Alles dazu noch in einer wunderbaren, exakten und bilderreichen Sprache geschildert wird, macht das Lesen letzlich zu einem puren Vergnügen. Obwohl es so leicht fällt, sich bei dieser Lektüre wohl zu fühlen, ist das Thema alles andere als seicht: Flüchtlinge - wenn auch in einem anderen Zusammenhang, als der erste Gedanke wahrscheinlich vermuten lässt. Eine junge Mutter verlässt den Vater ihres Kindes, der eine neue Liebe gefunden hat, und zieht zu ihrer eigenbrötlerischen Tante ins Alte Land, wo diese seit Jahre alleine lebt. Beiden ist nicht nach der Gesellschaft der jeweils Anderen zumute, aber die Eine weiß nicht wohin, die Andere kann aus eigener Erfahrung nur zu gut nachempfinden, wie das ist - und hilft. Nach und nach werden die Geschichten der beiden Frauen und ihrer Familie erzählt wie auch die der Nachbarschaft, zu denen nicht nur Bauern gehören, sondern auch zugezogene Städter, (Luxus-)Flüchtlinge auch sie. Vergangenes, das bis in die Gegenwart wirkt, wird wieder hervorgeholt und so manche Widersprüchlichkeiten des Lebens voller Vergnügen beschrieben wie in dem nachfolgenden Beispiel: "Carsten wuchsen all die Widersprüche in seinem Leben manchmal ziemlich über den Kopf. Vollholz und Fertigparkett, mittags Kohlrouladen und abends Basenfasten, Urtes harter Futon und Herthas lenorweiche Biberbettwäsche, der Terror mit dem Alten und das schöne, kalte Astra, Schulter an Schulter nach Feierabend auf der Bank vor der Werkstatt, wenn es dann wieder gut lief. Pentatonische Konzerte in der Aula von Urtes Rudolf-Steiner-Schule und Puzzle-Abende mit seinen Eltern, Ravensburger, 5000 Teile, das große Korallenriff. Zu dritt hatten sie das ruckzuck fertig." Alles in allem ein Buch, wie man es sich wünscht: Unterhaltung mit Anspruch!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Bewegende Mischung aus Familien-und Geschichtsroman, in dem auch kritische Anmerkungen zu moderner Bio-Landwirtschaft und antiautoritärer Erziehung nicht fehlen.

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von Michaela Gehrke aus Essen am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein (k)altes Haus im Alten Land wird zur Zuflucht von Vera nach Ende des Zweiten Weltkrieges und ihrer Nichte Anne heute. Beide, dem Leben ihrer Umgebungen fremd, finden einander.

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einfach nur pures Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 08.02.2016
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Anne ist auf dem Weg eine passable Pianistin zu werden. Aber passabel ist für ihre Mutter einfach nicht gut genug. Zumal sich ziemlich schnell zeigt, dass sie von ihrem kleinen Bruder mit Leichtigkeit überflügelt wird. Um den verletzenden Zurechtweisungen ihrer Mutter zu entgehen, wechselt Anne von Klavier auf Querflöte.... Anne ist auf dem Weg eine passable Pianistin zu werden. Aber passabel ist für ihre Mutter einfach nicht gut genug. Zumal sich ziemlich schnell zeigt, dass sie von ihrem kleinen Bruder mit Leichtigkeit überflügelt wird. Um den verletzenden Zurechtweisungen ihrer Mutter zu entgehen, wechselt Anne von Klavier auf Querflöte. Es wird ein kurzes Zwischenspiel. Kurzerhand bricht sie den Musikunterricht ab und beginnt eine Tischlerlehre. Das Verhältnis zwischen Helene und Anne bessert sich nicht, als Anne mit Christoph zusammenzieht und Leon bekommt. Auch das Enkelkind kann keine Brücke zwischen den Frauen schlagen. Anne ist ganz zufrieden, dass sich Helenes Aufmerksamkeit ganz auf ihren Bruder und seine Familie konzentriert. Als sie eines Tages früher als vorhergesehen mit Leon nach Hause kommt, überrascht sie Christoph mit seiner Lektorin. Anne packt ihren Sohn zusammen und obwohl sie sich kaum kennen, bittet sie ihre Tante Vera um Unterkunft. Vera Eckhoff lebt seit mehr als sechzig Jahren auf diesem, nunmehr verwahrlosten Hof. Seit sie als ostpreußisches Flüchtlingskind mit ihrer Mutter hier gelandet ist. Geduldet, mehr nicht. "Altes Land" von Dörte Hansen ist Lesevergnügen das glücklich macht.

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Was für ein Debüt!
von einer Kundin/einem Kunden am 27.06.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Dörte Hansen hat ein tolles Buch geschrieben, es ist absolut lesenswert und mein bisheriges Lieblingsbuch in 2015. "Altes Land" ist unendlich traurig, wenn es um die Erlebnisse der Flucht aus Ostpreußen geht oder um die Einsamkeit im Alter. Es ist aber auch absolut witzig, wenn die Schickeria aus Hamburg-Ottensen beschrieben... Dörte Hansen hat ein tolles Buch geschrieben, es ist absolut lesenswert und mein bisheriges Lieblingsbuch in 2015. "Altes Land" ist unendlich traurig, wenn es um die Erlebnisse der Flucht aus Ostpreußen geht oder um die Einsamkeit im Alter. Es ist aber auch absolut witzig, wenn die Schickeria aus Hamburg-Ottensen beschrieben wird oder das Miteinander der jüngsten Protagonisten. Und das Auf und Ab der Gefühlswelten ist in einem herrlich trockenen Schreibstil verfasst. Ich konnte gar nicht aufhören zu lesen. Ich würde mich über weitere Bücher von Dörte Hansen sehr freuen!

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Altes Land
von Hilde Lammers aus Leer am 03.06.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Dörte Hansen erzählt in diesem Buch die Geschichte von Vera, einem Kind das als Vertriebene mit der Mutter auf dem Hof der Familie Eckhoff im Alten Land unterkommt. Die Mutter heiratet den psychisch versehrten Hoferben und will sich der willensstarken Schwiegermutter nicht unterordnen. An dem Tag,... Dörte Hansen erzählt in diesem Buch die Geschichte von Vera, einem Kind das als Vertriebene mit der Mutter auf dem Hof der Familie Eckhoff im Alten Land unterkommt. Die Mutter heiratet den psychisch versehrten Hoferben und will sich der willensstarken Schwiegermutter nicht unterordnen. An dem Tag, als Veras Mutter den seit Jahrzehnten an seinem Ort stehenden Schrank entfernt und stattdessen ein Klavier aufstellt, erhängt sich die Schwiegermutter. Dies ist für Vera das Zeichen, dass ein Unglück geschieht, sobald sich Veränderungen ergeben. So lässt sie alles so wie es. Vera verbringt ihr ganzes Leben auf dem Hof. Der zentrale Satz dieses Buchs ist der Spruch, der im Fachwerk des Hauses angebracht ist: Dit Huus is mien un doch nich mien, de no mi kummt, nenn't ook noch sien. = Dieses Haus ist meins und doch nicht meins, der nach mir kommt nennt es auch noch seins Das "alte Land" ist überall. Jeder Leser/jede Leserin über 40, der auf dem Land aufgewachsen ist, wird die beschriebenen Figuren erkennen. Den bodenverhafteten Landwirt, den Flüchtling , der seiner Heimat nachtrauert, die landflüchtigen Jugendlichen , die zugezogenen Städter, die alles besser wissen und die sich selbst inszenierenden hippen Großstadtfamilien. Dies ist ein wunderbares Buch. Es ist klar, schlicht und sehr zurückgenommen in der Sprache und dennoch sehr berührend. Man kann es gerne ein zweites, drittes oder viertes Mal lesen

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„Nicht gedeihen, nicht blühen, nur bleiben“
von Martina Meyen aus Sankt Augustin am 18.05.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

„Distanziert und ein bisschen spröde“ - waren die ersten Eindrücke, die ich zu diesem Buch hatte. Ich mag solch schnörkellose Sprache recht gerne und so konnte ich mich von Anfang einlassen auf „Altes Land“. Manches muss genau so erzählt werden. Es dauerte nur wenige Seiten und ich... „Distanziert und ein bisschen spröde“ - waren die ersten Eindrücke, die ich zu diesem Buch hatte. Ich mag solch schnörkellose Sprache recht gerne und so konnte ich mich von Anfang einlassen auf „Altes Land“. Manches muss genau so erzählt werden. Es dauerte nur wenige Seiten und ich war vollkommen gefangen von der Geschichte, in der neben Vera und Anne das Haus die eigentliche Hauptrolle spielt. Das Haus, das keine Fremden mochte. Das Haus, das ihnen aber dennoch eine Zuflucht bietet, den Flüchtenden, die dort stranden. Und gestrandet sind beide Frauen auf ihre ganz eigene Art. S. 42 : „Sie war auf Ida Eckhoffs Hof gespült worden wie ein Ertrinkender auf eine Insel. Um sie herum war immer noch das Meer, und Vera hatte Angst vor diesem Wasser. Sie musste bleiben auf ihrer Insel, auf diesem Hof, wo sie zwar keine Wurzeln schlagen konnte, aber doch festwachsen an den Steinen, wie eine Flechte oder ein Moos. Nicht gedeihen, nicht blühen, nur bleiben.“ Solche Sätze muss man erst mal verarbeiten. Unweigerlich musste ich darüber nachdenken, ob es den meisten Flüchtlingen so ergeht. Gerade im Moment ist das Thema Flucht wieder brandaktuell und solche Sätze regen zu langem Nachdenken an. Und treffender hätte Dörte Hansen die Gefühle von Vera nicht beschreiben können. Annes Situation ist eine ganz andere, aber auch sie ist geflohen vor einem Leben, das sie nicht mehr wollte: „Das Problem war ihre Wut. Rasende schäumende Wellen, riesige Brecher, Kaventsmänner. Ein Weltmeer von Wut und in ihrem Schiff ein Leck“ (S. 50) Derart kraftvoll und gleichzeitig behutsam erzählt Dörte Hansen die ganze Zeit. Viele Sätze sind ungeheuer eindringlich, dass sie unter die Haut fahren, ein langanhaltendes Kribbeln auslösen und manchmal sogar Tränen auf die Reise schicken. Jedes Kapitel ist mit einer eigenen Überschrift versehen, die meistens aus ein oder zwei Worten bestehen und passender nicht sein könnten. Anfangs wird abwechselnd aus der Sicht von Vera und Anne erzählt und der unterschwellige Humor zauberte mir oft ein Grinsen ins Gesicht. In jedem Kapitel gibt es Besonderheiten zu entdecken. Makabere, humorvolle, traurige und ganz besonders rührende, die so herrlich unkitschig sind und Gänsehaut machen. Ich weiß gar nicht, wie viele Sätze meine Augen zum Leuchten brachten wegen ihrer sprachlichen Schönheit. Viele Sätze habe ich mir ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen und gleichzeitig wurde das Herz ganz weit. Zwischen den Zeilen werden noch viel mehr Themen angesprochen wie die Eifersucht unter Geschwistern, Sterbehilfe, fehlende Mutterliebe … um nur ein paar zu nennen. Und alles auf eine wunderschön behutsame Art und Weise, die mich ganz zart berührt hat. Ich habe mich voll und ganz eingelassen auf die Geschichte aus dem alten Land und schon lange habe ich Sprache nicht mehr so genossen wie in diesem Buch. Ja, ich habe mich rettungslos verliebt in dieses Buch, in die wundervolle Sprache und den knochentrockenen Humor. Fazit: Wer schöne Sprache liebt, wird diese Geschichte zweier gestrandeter Frauen, die einfühlsam und mit dem unvergleichlichen nordischen Humor erzählt wird, genau so lieben wie ich.

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Polackenkind
von Ulrike Seine aus Rheine am 04.03.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Im Frühjahr 1945 fliehen Hildegard und ihre kleine Tochter Vera aus Ostpreussen über das vereiste Haff in den Westen. Dort stehen sie eines Tages auf dem Hof der Eckhoffs im Alten Land und müssen sich als Polacken beschimpfen lassen. Hildegard zieht recht schnell nach Hamburg weiter und läßt ihre... Im Frühjahr 1945 fliehen Hildegard und ihre kleine Tochter Vera aus Ostpreussen über das vereiste Haff in den Westen. Dort stehen sie eines Tages auf dem Hof der Eckhoffs im Alten Land und müssen sich als Polacken beschimpfen lassen. Hildegard zieht recht schnell nach Hamburg weiter und läßt ihre Tochter zurück. Und Vera fügt sich in dieses Leben, sie macht ihr Abitur, studiert Zahnmedizin, kehrt auf den Hof zurück und eröffnet eine Praxis in dem kleinen Ort. Sie bleibt eine Einzelgängerin, ihr Leben lang und der Hof den sie erbte gehört ihr nicht wirklich, sie gehört dem Hof. Viele Jahre später, Vera ist inzwischen eine alte Frau, steht eines Tages ihre Nichte Anne mit ihrem kleinen Sohn vor ihrer Tür und bleibt. Eine vorsichtige Annäherung beginnt als Anne mit der Renovierung des Hofes beginnt. Eine wunderbare Geschichte über Frauen, Mütter und Töchter, Familie, Geborgenheit und Einsamkeit. Es gibt auch herrlich humorvolle Abschnitte, z.B. über die wohlhabenden zugezogenen Hamburger. Dörte Hansen ist ein sehr guter Roman gelungen, der noch lange in jedem Leser nachhallt.

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von Undine Herr aus Gotha am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Spannender, zum Teil tragischer, Roman über die Vertreibung der Deutschen und die Schwierigkeit eine neue Heimat zu finden. Angenehmer und kurzweiliger Schreibstil.

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Schöne Geschichte um Vera, ein Flüchtlingskind aus Ostpreußen
von Mercado am 28.10.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

„Polacken“, schimpft Ida Eckhoff, Bäuerin im Alten Land, als im Frühjahr 1945 Flüchtlinge aus Ostpreußen auf ihrem Hof stehen. Hildegard von Kamcke und ihre kleine Tochter Vera müssen in die Knechtekammer, auf Idas weißer Hochzeitsbank dürfen sie nicht sitzen. Aber Hildegard hat für die Opferrolle kein Talent. Sie zieht... „Polacken“, schimpft Ida Eckhoff, Bäuerin im Alten Land, als im Frühjahr 1945 Flüchtlinge aus Ostpreußen auf ihrem Hof stehen. Hildegard von Kamcke und ihre kleine Tochter Vera müssen in die Knechtekammer, auf Idas weißer Hochzeitsbank dürfen sie nicht sitzen. Aber Hildegard hat für die Opferrolle kein Talent. Sie zieht weiter nach Hamburg und lässt ihr Kind zurück. Vera erbt das große kalte Haus und scheint es doch nie zu besitzen. Sie fürchtet sich vor ihm, lässt es verfallen. Bis mehr als 60 Jahre später wieder zwei Flüchtlinge vor der Tür stehen: Veras Nichte Anne mit ihrem kleinen Sohn. Sie kommt nicht mehr zurecht mit ihrem Leben im Szene-Stadtteil Hamburg-Ottensen, wo Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Gegend tragen und ihr Mann eine Andere liebt. Mit scharfem Blick und trockenem Witz erzählt Dörte Hansen von zwei Einzelgängerinnen, die überraschend finden, was sie nie gesucht haben: eine Familie. Dörte Hansen erzählt eine Geschichte von Vera, ein Flüchtlingskind aus Ostpreußen, welches im Alten Land aufwächst, in einem Haus, das sie eines Tages geerbt hat, welches aber nie ihr Haus war oder sein wird. Sie erzählt von Hildegard, Vera's Mutter, die Vera eines Tages einfach in diesem alten Haus im Alten Land zurücklässt, da sie einen erfolgreichen Architekten aus Hamburg kennengelernt hat, von dem sie noch eine Tochter bekommt. Vera bleibt zurück, sie hält sich an keine Konventionen, lässt Haus und Hof verwildern. Bis eines Tages ihre Nichte Anne mit ihrem 4-jährigen Sohn Leon kommt, und bleibt. Ihr Lebensgefährte hat sie betrogen und sie wollte raus aus Hamburg-Ottensen, raus aus ihrem alten Leben. So zieht sie mit ihrem Sohn ins Alte Land, wo die Menschen anders sind. Eigen sind, das Leben führen, welches sie nicht anders kennen und nicht anders haben wollen. Dörte Hansen hat einen klaren Schreibstil, der einen durch dieses Buch und diese schöne Geschichte fließen lässt wie durch einen ruhigen Fluss. Keine schwere Lektüre im Sinne der Sprache, teilweise traurig, teilweise mit Humor gespickt, eine überwiegend schwermütige Atmosphäre ausstrahlend. Mir hat diese Geschichte um Vera Eckhoff sehr gut gefallen, mich manchmal erheitert, manchmal berührt und manchmal bedrückt.

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