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America

Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix Medicis für ausländische Literatur 1997

(3)

»Bittere Situationskomik, die noch im Moment der Katastrophe zum Lachen reizt.« taz
Der Zusammenstoß des Mexikaners Cándido mit Delaney Mossbachers wachsgepflegtem Auto ist ein wortwörtlicher: Cándido, auf dem Weg zur Arbeit, rennt Delaney direkt vor die Haube und wird schwer verletzt. Dafür drückt Delaney ihm eine 20-Dollar-Note in die Hand. Delaney sieht seine geschützte Welt zunehmend bedroht von den dunkelhäutigen, verdächtigen Gestalten, die in der Nähe der eleganten Villensiedlung herumlungern und täglich ihr Glück auf dem Sklavenmarkt zu finden hoffen.

Portrait

T. Coraghessan Boyle, geboren 1948 in Peekskill, New York, unterrichtet an der University of Southern California in Los Angeles. Für seinen Roman ›World's End‹ erhielt er 1987 den PEN/Faulkner-Preis. Als Enfant terrible der amerikanischen Gegenwartskultur wurde T. C. Boyle zum Pop- und Literaturstar seiner Generation.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 400
Erscheinungsdatum 01.09.1998
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-12519-2
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 194/121/25 mm
Gewicht 331
Originaltitel The Tortilla Curtain
Auflage 13. Auflage
Verkaufsrang 17.846
Buch (Taschenbuch)
9,90
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ein guter Blick für das Wesentliche
von Merla aus Köln am 07.06.2010

Boyle verpackt in diesem Roman eine bittere Wahrheit und setzt sich über die Geschichte hinaus am Schicksal und der Perspektive von der anderen Seite mit der Einwanderungspolitik seines Landes kritisch auseinander. Ein Buch, welches unter die Haut geht und zum Nachdenken anregt. Gut, daß dieses Buch in Amerika viel... Boyle verpackt in diesem Roman eine bittere Wahrheit und setzt sich über die Geschichte hinaus am Schicksal und der Perspektive von der anderen Seite mit der Einwanderungspolitik seines Landes kritisch auseinander. Ein Buch, welches unter die Haut geht und zum Nachdenken anregt. Gut, daß dieses Buch in Amerika viel Aufsehen erregte. Es gibt neben einer viel zitierten schönen Wohn- und Lebenswelt auch die andere Seite, die Armut, Not und Hunger direkt nicht nur an der kalifornischen Grenze bedeutet.

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lehrreich
von einer Kundin/einem Kunden am 10.08.2007

für mich war es interessant zu lesen, wie man in den staaten mit (illegalen)einwanderen umgeht, und auch der berühmte "american dream" kommt vor. leider stört das offene ende etwas. aber der perspektivenwechsel ist gut gelungen. kein wunder, dass das buch pflichtlektüre in englisch war/ist(in hessen)-gibt alles wieder,was man in... für mich war es interessant zu lesen, wie man in den staaten mit (illegalen)einwanderen umgeht, und auch der berühmte "american dream" kommt vor. leider stört das offene ende etwas. aber der perspektivenwechsel ist gut gelungen. kein wunder, dass das buch pflichtlektüre in englisch war/ist(in hessen)-gibt alles wieder,was man in der 12-1 zum thema usa hätte gelernt haben sollen.

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Hausboy
von Polar aus Aachen am 09.01.2008

Der Roman hat bei seinem Erscheinen in Amerika für Aufsehen gesorgt. Der schonungslose Blick, mit dem Boyle das Fristen der illegalen Einwanderer am Existenzminimum bedacht hat, stieß auf wenig Gegenliebe. Der Autor bedient sich dabei des melodramatischen Stilmittels. Nicht nur der Schluß, als ausgerechnet die ausgereckte Hand eines Aussätzigen... Der Roman hat bei seinem Erscheinen in Amerika für Aufsehen gesorgt. Der schonungslose Blick, mit dem Boyle das Fristen der illegalen Einwanderer am Existenzminimum bedacht hat, stieß auf wenig Gegenliebe. Der Autor bedient sich dabei des melodramatischen Stilmittels. Nicht nur der Schluß, als ausgerechnet die ausgereckte Hand eines Aussätzigen den Einheimischen aus dem reißenden Strom ziehen will, ist überdeutlich, auch zwischendurch tauchen immerzu Wendungen auf, die eines bezwecken: Den Leser bei der Geschichte zu halten, das Ansinnen des Autors zu vermitteln. Boyle ist ein rasanter Erzähler. Fast im Sinne Chandlers, der behauptete, wenn ihm nichts mehr einfalle, schicke er einfach einen mit einer Knarre, rein, zügelt Boyle seine Fantasie nie, er unterwirft sie, er schmückt sie detailbesessen aus. Dafür lieben seine Fans ihn, und es verlangt einem Respekt ab, dass er sein Schreiben immer wieder auch den Schattenseiten seines Landes widmet. Wer sich nur entspannen und unterhalten will, ist in den amüsanteren Romanen von ihm sicher besser aufgehoben. In America trifft man auf einen nachdenklichen Boyle, der ein düsteres Bild abseits der teuren und bewachten Wohnanlagen zeichnet, in denen wir uns, nachdem Schengener Abkommen in Europa auch so wohl fühlen. Wollen wir nur nicht hoffen, dass es zu regnen anfängt, und wir vielleicht eine Hand benötigen, die uns vor uns selbst rettet.

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