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Anonyma - Eine Frau in Berlin

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Berlin 1941. Anonyma, eine elegante Frau um die 30, feiert mit einigen Freundinnen und wenigen Männern - gebildete, gutsituierte Nazis unter sich. Nur der Gedanke an die Männer an der Front, unter anderem auch Anonymas Geliebter Gerd, kann die Stimmung momentweise trüben. Vier Jahre später, im April 1945: Der Kampf um Berlin. Aus dem siegesgewissen Mitglied der besseren Gesellschaft ist eine heruntergekommene, hungernde Frau geworden, die wie alle anderen den alltäglichen Kampf ums Überleben zwischen Luftangriffen, der Sorge um Essen und Trinken und notdürftiger Unterkunft führt. Die Russen kommen stündlich näher, und in den Notgemeinschaften der Luftschutzkeller und zerbombten Wohnungen herrscht die Angst vor Vergewaltigung. Und wirklich - als die Russen da sind, hilft kein Vermitteln, kein Flehen. Anonyma, des Russischen mächtig, hofft sich und andere Frauen vor dem aggressiven Eroberungswillen der Soldaten und Offiziere schützen zu können. Doch vergeblich. Es gibt keine Sicherheit, keinen Ort, in den die betrunkenen russischen Horden nicht eindrängen. Anonyma tritt die Flucht nach vorne an. Sie wird bei dem russischen Major Andrej vorstellig und bittet um Schutz. Doch der Offizier bringt ihr vorerst nur Kälte und Verachtung entgegen. Aber Anonyma möchte kein Opfer sein. Um sich und die vorwiegend weibliche Gemeinschaft, mit der sie seit der Zerstörung ihrer Wohnung lebt, davor zu schützen, "Freiwild" zu sein, muss sie sich einem Offizier hingeben, denn Plünderung und Vergewaltigung halten an. In Oberleutnant Anatol scheint Anonyma schließlich den Richtigen zu finden. Seine Männer gehen von nun an in der Wohnung, die sie mit einer älteren Witwe und anderen Hausbewohnern teilt, ein und aus. Da taucht unverhofft auch Major Andrej bei Anonyma auf. Sie glaubt zu wissen, was er will. Doch er bleibt zurückhaltend. Dass er sich nicht wie die anderen benimmt, verstört sie. Sie provoziert ihn, doch er bleibt. Die Deutsche erfährt von den Gräueltaten von SS und Wehrmacht und auch, dass ihre Landsleute Andrejs Frau ermordet haben. Aber der Offizier ist anders als die Russen, die die Wohnungen der Deutschen sonst bevölkern. Andrej ist intelligent, gebildet, klug und sensibel - und doch von einer Härte und einem Eroberungswillen, der ahnen lässt, was die Deutschen ihm und seiner Familie angetan haben. Anonyma ist irritiert von diesem Mann, mit dem sie so vieles verbindet und von dem sie doch so vieles trennt. Hitlers Deutschland, Anonymas Deutschland hat kapituliert. Die Russen feiern, die Deutsche und der russische Major sprechen über die Zukunft. Da trifft die Nachricht ein, dass Berlin gefallen ist. Die Rote Armee hat gesiegt. Doch wie soll eine Zukunft aussehen zwischen einem Mann und einer Frau, die Feinde sind? Und Anonyma wartet noch immer auf Gerd. Als er tatsächlich zurückkehrt - zerstört und besiegt auch er - gibt sie ihm ihre Tagebücher zu lesen, die sie in den Wochen der Belagerung minutiös geführt hat. Aber der Mann versteht nicht, kann nicht begreifen, was die Zeit der Besatzung durch die Sieger für die Frauen bedeutet. Nichts scheint die beiden mehr zu verbinden. Hitlers Krieg hat nicht nur Berlin zerstört.
Portrait
Nina Hoss, 1975 in Stuttgart geboren, sammelte schon als Abiturientin erste Erfahrungen vor der Kamera im Kinofilm "Und keiner weint mir nach". Bei dieser Produktion wurde Bernd Eichinger auf sie aufmerksam und verpflichtete sie für die Rolle der Rosemarie Nitribit in der Neuverfilmung von "Das Mädchen Rosemarie". 1999 schloss Hoss ihr Schauspielstudium an der renommierten Ernst-Busch-Schule in Berlin ab. Neben einem Engagement am Deutschen Theater in Berlin ist sie auch in zahlreichen TV- und Kinoproduktionen zu sehen, u. a. in Doris Dörries "Nackt" und in "Die weiße Massai". 2003 und 2005 erhielt sie den Grimme-Preis in Gold. Für ihre Hauptrolle im Kinofilm "Yella" wurde Hoss 2008 mit dem Deutschen Filmpreis und dem silbernen Bären auf der Berlinale ausgezeichnet. 2012 erschien der Kinofilm "Barbara" von Christian Petzold, in dem sie die Hauptrolle spielt. 2014 war sie in "Phoenix" und "A Most Wanted Man" zu sehen.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium DVD
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 12 Jahren
Erscheinungsdatum 23.04.2009
Regisseur Max Färberböck
Sprache Deutsch
EAN 4011976854487
Genre Drama
Studio Universal Pictures Customer Service Deutschland/Österreich
Originaltitel (2008)
Spieldauer 131 Minuten
Bildformat 16:9 anamorph
Tonformat Deutsch: DTS 5.1, Deutsch: Dolby Digital 5.1
Verkaufsrang 5.554
Film (DVD)
5,99
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Eine Frau, stellvertretend für Viele...
von Marion Olßon aus Reutlingen am 08.02.2013

Die letzen Tage des 2ten Weltkrieges brechen an. Die Rote Armee ist in diesem Frühjahr in Berlin einmarschiert. Nicht nur die Wohnungen, Häuser und die Wirtschaft liegt in diesen Tagen in Trümmern. Auch das Leben der Menschen, gerade der Frauen liegt brach. Die meisten Männer sind im Krieg geblieben,... Die letzen Tage des 2ten Weltkrieges brechen an. Die Rote Armee ist in diesem Frühjahr in Berlin einmarschiert. Nicht nur die Wohnungen, Häuser und die Wirtschaft liegt in diesen Tagen in Trümmern. Auch das Leben der Menschen, gerade der Frauen liegt brach. Die meisten Männer sind im Krieg geblieben, an der Front oder in Gefangenschaft. Männlicher Schutz fehlt. Eine namenlose Frau berichtet schonungslos von jenen Tagen, an dem die Frauen „ Freiwild „ für die Besatzer sind. Ein Film, der beklemmend und eindrucksvoll über jene Tage berichtet. Tage die für viele Frauen mehr als ein Kampf ums Überleben ist, es geht um Würde und Achtung. Eine unglaubliche Nina Hoss als“ Unbenannte Frau“. Absolut sehenswert

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