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Aristoteles in Oxford

Wie das finstere Mittelalter die moderne Wissenschaft begründete

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Mehr als 1 000 Jahre vor Kopernikus, Galilei und Newton haben viele Gelehrte das Wissen der Antike bewahrt, Naturerscheinungen beobachtet und experimentiert. In einer glänzenden Kulturgeschichte lässt John Freely zum ersten Mal die faszinierenden Entdeckungen der mittelalterlichen Menschen Revue passieren. Brillant weist er nach, dass – entgegen unseren Vorstellungen – die Grundlagen der modernen Wissenschaft und zahlreicher moderner Theorien wesentlich früher gelegt wurden, ja viele Erkenntnisse im Mittelalter vorweggenommen wurden. Zugleich erzählt er von den vielen unbekannten Menschen, die sich erklären wollten, was in der Natur vor sich ging, und damit die wissenschaftliche Revolution der Moderne vorbereiteten. John Freely lässt uns das »finstere« Mittelalter mit neuen Augen sehen und erfüllt es mit neuem Leben.
Rezension
"Ohne Navigation überquert kein Schiff sicher die Ozeane. Im übertragenen Sinne darf man behaupten, dass auch niemand sicher durch die Wissenschaftsgeschichte kommt, wenn er nicht John Freely liest."
André Behr, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 25.1.2015
"John Freely zeigt uns, wie fleißig Mönche das Wissen der Antike weitertrugen und eifrige Forscher schon vor der Renaissance bahnbrechende Entdeckungen machten. Eine überfällige Ehrenrettung des Mittelalters, das in Wahrheit den langen Weg zur Moderne ebnete."
History, Februar 2015
Portrait

John Freely, geboren 1926 in Brooklyn, lebt und unterrichtet in Istanbul an der Bosphorus-Universität Physik und Wissenschaftsgeschichte. Er schrieb zahlreiche Reisebücher und historische Sachbücher über Venedig, Athen, Griechenland, die Türkei und das Osmanische Reich.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 395
Erscheinungsdatum 25.10.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-94854-7
Verlag Klett Cotta
Maße (L/B/H) 222/144/34 mm
Gewicht 567
Originaltitel Before Galileo
Abbildungen schwarz-weiße Abbildungen
Auflage 1. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
24,95
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Mittelalterliche Wissenschaftsgeschichte
von Michael Lehmann-Pape am 11.12.2014

Hatte vor kurzem erst John Classie an Athansius Kircher, den „letzten Mann, der alles wusste“ erinnert und damit den Blick auf zumindest einen Teil der Wissenschaftsgeschichte des späten Mittelalters gelenkt (im Nachgehen der Biographie Kirchers), vollzieht Classie vielfache Bezüge zum „Stand der Dinge“ jener Zeit, bietet John Freely nun... Hatte vor kurzem erst John Classie an Athansius Kircher, den „letzten Mann, der alles wusste“ erinnert und damit den Blick auf zumindest einen Teil der Wissenschaftsgeschichte des späten Mittelalters gelenkt (im Nachgehen der Biographie Kirchers), vollzieht Classie vielfache Bezüge zum „Stand der Dinge“ jener Zeit, bietet John Freely nun einen gesammelten Blick auf jenes Zeitalter des „Mittelalters“ und seine Fragenden, Forschenden, wissenschaftlichen Leistungen. Und es wird sich herausstellen, dass entgegen mancher Vorurteile, das Mittelalter im Gesamten keine „dunkle und düstere Zeit des Aberglaubens“ war, sondern bahnbrechende Erkenntnisse und hoch einzuschätzende, individuelle Leistungen eine breite und tragfähige Brücke von den Forschern und Denkern der Antike hin zum Beginn der wissenschaftlichen Erkenntnisse der Neuzeit schlagen. Weder Galilei noch Kopernikus noch Newton sind die „einsamen“ Gestalten, mit denen alles Begann, sondern vielfach sind die wissenschaftlichen Leistungen, denen Freely nachspürt und die er flüssig und leicht lesbar darzustellen versteht. „Tatsächlich hat eine Vielzahl von europäischen Gelehrten der wissenschaftlichen Revolution den Weg geebnet, als sie mit ihren Forschungen die Grundlagen für deren bahnbrechende Theorien und Entdeckungen gelegt, ja einige von sogar vorweggenommen haben“. Wie Bradwardine, Heytesbury, Dumbleton und Sineshead in Oxford sich Mitte des 14. Jh. der „Wissenschaft der Bewegung“ zuwandten, begriffliche Grundlagen und ein „Vokabular für die neue Wissenschaft schufen und damit die bis dato geführte eher philosophische Diskussion in mathematische und quantitative Richtungen beförderten, ist dabei genauso interessant zu lesen (und bietet viel bisher nicht allzu breit Bekanntes, wie Freely die Vorläufer des Kopernikus (und dann auch die kopernikanische Wende) im Rahmen der Astronomie ausführlich beschreibt. Dabei galt, gerade für das Mittelalter, zunächst: „Die Natur selbst war das erste Physiklabor“ und der „Regenbogen“ als spektakuläres Schauspiel „fordert eine Erklärung geradezu heraus“. Eine solche Erklärung versuchte schon Aristoteles in grauer Vorzeit zu bieten, bevor im 13. Und 14. Jh. Intensive Forschungen stattfanden, die Newtons Theorie zu Beginn des 18. Jh. Vorbereiteten. Hier verweist Freely auch mit Nebenaspekten in der Literatur darauf, wie sehr Newton auf den Schultern des Robert Grosseteste und anderer dabei festen Stand fand. So erzeugt Freely Seite für Seite mehr „Licht im finsteren Mittelalter“ und verfolgt die Spuren des arabischen Erbes, der Christianisierung des Aristoteles in der Philosophie und Theologie, der Entwicklung der „experimentellen Methode“, schildert die „neue Astronomie“ und den darauf folgenden „Widerstreit der Weltsysteme“. Mit kurzen biographischen Erwähnungen hier und da versehen stellt er damit viele intensiv forschende Personen vor die Augen des Lesers und kommt zu dem Schluß, dass alle neue und moderne Wissenschaft „auf den Schultern von Riesen“ steht. Eine interessante, kenntnisreiche und informative Kultur- und Wissenschaftsgeschichte, die das Lesen lohnt.

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Auf den Schultern von Riesen
von einer Kundin/einem Kunden am 26.11.2014

John Freely erzählt die Geschichte der Entstehung des modernen wissenschaftlichen Weltbilds. Die altgriechischen Philosophen, die arabischen Übersetzer und Wissenschafter, sie alle schufen die Grundlagen der Forschungen und Entdeckungen des europäischen Mittelalters. Seinen Höhepunkt findet das vorliegende Buch mit Isaac Newton und seinen bahnbrechenden Werken. Aristoteles, Bacon, Kepler, Ibn Sina oder Kopernikus... John Freely erzählt die Geschichte der Entstehung des modernen wissenschaftlichen Weltbilds. Die altgriechischen Philosophen, die arabischen Übersetzer und Wissenschafter, sie alle schufen die Grundlagen der Forschungen und Entdeckungen des europäischen Mittelalters. Seinen Höhepunkt findet das vorliegende Buch mit Isaac Newton und seinen bahnbrechenden Werken. Aristoteles, Bacon, Kepler, Ibn Sina oder Kopernikus sind nur einige der Gelehrten, welche die Grundlagen der modernen Wissenschaft schufen und in diesem lesenswerten Buch behandelt werden.

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