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Barrakuda

Roman

(1)
Für Daniel Kelly zählt nur eins: schneller zu schwimmen als jeder andere. Ein Sportstipendium öffnet ihm die Tür zu einer Eliteschule. Er trainiert wie besessen. Sein ganzes Leben ist auf den einen großen Traum ausgerichtet. Doch dann verliert er einen entscheidenden Wettkampf, und nichts ist mehr wie zuvor. Daniel beginnt, alles zu zerstören, wofür er je gekämpft hat. Christos Tsiolkas erzählt die berührende Geschichte eines Außenseiters und zeichnet das Bild einer modernen Leistungsgesellschaft, in der Scheitern und Erfolg nahe beieinanderliegen.



Rezension
"Ein großartiges, wundervolles Buch. Wen das nicht zum Weinen bringt, der lebt nicht richtig." Sunday Times
Portrait
Christos Tsiolkas, geboren 1965 im australischen Melbourne als Sohn griechischer Immigranten, arbeitet u.a. fürs Theater und Fernsehen. Mit »Nur eine Ohrfeige« legte er sein bislang erfolgreichstes Buch vor, das auch über Australien hinaus für Furore sorgte und mit dem »Commonwealth Writers‘ Prize« bedacht wurde sowie für den »Man Booker Prize« nominiert war. Tsiolkas lebt in Melbourne.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 480
Erscheinungsdatum 08.09.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-41829-5
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 185/118/32 mm
Gewicht 380
Originaltitel Barracuda
Buch (Taschenbuch)
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Ein Roman in zwei Teilen. Einmal aus Sicht der Gegenwart und einmal aus der jugendlichen Vergangenheit. Mag erst etwas verwirren, ist aber sehr gut geschrieben. Ein Roman in zwei Teilen. Einmal aus Sicht der Gegenwart und einmal aus der jugendlichen Vergangenheit. Mag erst etwas verwirren, ist aber sehr gut geschrieben.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Flüssig geschrieben, die Handlung ist nachvollziehbar, der Titelheld kommt sympathisch rüber. Flüssig geschrieben, die Handlung ist nachvollziehbar, der Titelheld kommt sympathisch rüber.

„Barrakuda“

I. Schneider, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Daniel Kelly ist mit Leib und Seele Schwimmer. Durch seine Begabung hat er ein Stipendium an einer Elite-Jungenschule erhalten, wo er allerdings nicht richtig akzeptiert wird, durch seine Schwimmsiege allerdings einen Spitznamen, 'Barrakuda', erhalten. Das macht Danny nicht so viel Sorgen, denn er will der Schnellste und Beste werden Daniel Kelly ist mit Leib und Seele Schwimmer. Durch seine Begabung hat er ein Stipendium an einer Elite-Jungenschule erhalten, wo er allerdings nicht richtig akzeptiert wird, durch seine Schwimmsiege allerdings einen Spitznamen, 'Barrakuda', erhalten. Das macht Danny nicht so viel Sorgen, denn er will der Schnellste und Beste werden und bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney siegen. Doch bei einem Schwimmwettbewerb scheitert Danny und wird nur Dritter, was ihn völlig aus der Bahn wirft und das Schwimmen für ihn ab sofort unmöglich macht. Durch eine unbedachte, brutale Handlung wird Dannys Leben vollends auf den Kopf gestellt. Christos Tsiolkas hat auch nach 'Nur eine Ohrfeige' wieder einen mitreissenden Roman geschrieben!

Dirk Bluhm, Thalia-Buchhandlung Lünen

Die Geschichte eines jungen Aussenseiters, der durch seinen Sport den Aufstieg in die höchsten Kreise schafft, bis... Die Geschichte eines jungen Aussenseiters, der durch seinen Sport den Aufstieg in die höchsten Kreise schafft, bis...

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Wer bin ich?
Diese Frage stellt sich Danny, Dan oder auch Daniel immer wieder.
Er kommt aus der Arbeiterklasse, also ist er ein Arbeiterkind. Zumindest sieht sein Vater das s o.
Danny bekommt ein Stipendium als Schwimmer auf einer Schule des Establishments, doch gehört er wirklich dazu? Ist der Barrakuda nicht ein Fremdkörper der
Wer bin ich?
Diese Frage stellt sich Danny, Dan oder auch Daniel immer wieder.
Er kommt aus der Arbeiterklasse, also ist er ein Arbeiterkind. Zumindest sieht sein Vater das s o.
Danny bekommt ein Stipendium als Schwimmer auf einer Schule des Establishments, doch gehört er wirklich dazu? Ist der Barrakuda nicht ein Fremdkörper der nur seines Erfolgs wegen geduldet wird?
Seine Mutter, Tochter griechischer Einwanderer die sich zum Schrecken ihrer Eltern von den Zeugen Jehovas losgesagt hat, tut alles für seine Karriere.
Doch dann kommt das Scheitern und Danny verliert den Halt. Er kommt ins Gefängnis und entdeckt, dass er Schwul ist. Nach dem Gefängnis verliebt sich in einen Schotten, doch auch dies ist kein Happyend.

Das Buch springt munter durch Dannys Leben. Am Anfang verliert man schon mal leicht die Übersicht in welchem Lebensabschnitt von Danny man sich gerade befindet Doch es lohnst sich dran zu bleiben. Ein schonungsloses Buch.

Florian Rudewig, Thalia-Buchhandlung Kassel

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Christos Tsiolkas ist mit "Barrakuda" eine starke Charakterstudie gelungen über den Athleten Daniel, der nach einem Misserfolg zum Antihelden wird und einen intensiven Kampf mit seinem Selbsthass und der Welt im Allgemeinen austragen muss, bis er Werte für sich findet.
Der Fokus des Buches liegt klar auf der sehr glaubhaft geschilderten
Christos Tsiolkas ist mit "Barrakuda" eine starke Charakterstudie gelungen über den Athleten Daniel, der nach einem Misserfolg zum Antihelden wird und einen intensiven Kampf mit seinem Selbsthass und der Welt im Allgemeinen austragen muss, bis er Werte für sich findet.
Der Fokus des Buches liegt klar auf der sehr glaubhaft geschilderten Entwicklung von Daniels Persönlichkeit, zugleich handelt es sich aber auch um einen interessanten Familien- und Sportlerroman, der so unterhaltsam beklemmend geschrieben ist, daß man ihn einfach nicht aus der Hand legen kann. Die Zuspitzung und die verschachtelte Chronologie erinnert an Buwaldas "Bonita Aenue" - wenn auch nicht so drastisch im Inhalt; erkennbar sind auch Ähnlichkeiten zu Jennifer Haighs "Auftauchen" und Nicole Keegans "Schwimmen".
Dazu nutzt Tsiolkas eine glasklare, ausdrucksstarke Sprache, die formidabel von Barbara Heller ins Deutsche übersetzt wurde.
Einziges Manko ist die meiner Ansicht nach für die Handlung nicht so relevante, explizite Darstellung sexueller Präferenzen - auch wenn sie natürlich ein Mosaikstein der verachtenswerten (so denkt zumindest Daniel) Hauptperson darstellen. Dafür ein Abzug in der B-Note, ansonsten aber von Anfang bis Ende ein tolles Buch.

„Deprimierend“

Andrea Becker, Thalia-Buchhandlung Fulda

Tsolkios erzählt von einem Außenseiter auf der neuen Upperclass-Schule. Nur der Trainer hält zu ihm, er will den besten Schwimmer aus ihm machen. Ein tiefes Psychogramm von Danny, der doch scheitern wird und tief fallen wird. Manchmal sehr lang und im Grunde nur deprimierend.
„Nur eine Ohrfeige“ hat mir sehr viel besser gefallen.
Tsolkios erzählt von einem Außenseiter auf der neuen Upperclass-Schule. Nur der Trainer hält zu ihm, er will den besten Schwimmer aus ihm machen. Ein tiefes Psychogramm von Danny, der doch scheitern wird und tief fallen wird. Manchmal sehr lang und im Grunde nur deprimierend.
„Nur eine Ohrfeige“ hat mir sehr viel besser gefallen.

Dr. Andreas Schmidt, Thalia-Buchhandlung Gießen

Dieser Roman vereint Vieles: die Entwicklungsgeschichte eines Jungen, die Erwartungen der Leistungsgesellschaft, die Trainingsmaschinerie des modernen Sports und das Scheitern. Dieser Roman vereint Vieles: die Entwicklungsgeschichte eines Jungen, die Erwartungen der Leistungsgesellschaft, die Trainingsmaschinerie des modernen Sports und das Scheitern.

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Schwimmen
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 07.11.2015

Für Christos Tsiolkas lag die Messlatte nach dem Bestseller „Nur eine Ohrfeige“ denkbar hoch. Nun ist sein zweiter Roman erschienen, indem es im weitesten Sinne um Sport geht, eigentlich aber um verlorene Träume und dem Zurechtkommen im Alltäglichen. Keine einfache Aufgabe also. Den Mutigen gehört die Welt, das gilt... Für Christos Tsiolkas lag die Messlatte nach dem Bestseller „Nur eine Ohrfeige“ denkbar hoch. Nun ist sein zweiter Roman erschienen, indem es im weitesten Sinne um Sport geht, eigentlich aber um verlorene Träume und dem Zurechtkommen im Alltäglichen. Keine einfache Aufgabe also. Den Mutigen gehört die Welt, das gilt für Tsiolkas ebenso wie für seinen Protagonisten Dan Kelly, der schon ihn Jugendtagen genau weiß, was er will: Bei der Heimolympiade in Sydney Olympiasieger im Schwimmen zu werden. Einer der Golden Boys zu werden, jener australischen Schwimmelite, die ohne Ende Goldmedaillen sammelt. Das Wasser ist sein Element, es ist seine zweite Haut, eine Erlösung aus der Mittelmäßigkeit, die Chance auf dem Podest zu stehen, statt von unten auf die Sieger herauf zu gaffen. Zunächst treibt Danny der Hass auf seine Konkurrenten, die Zöglinge wohlhabender Eltern sind bei weitem weniger Zielgerichtet, dafür aber fies und hochmütig. Der Platz an der Sonne ist Ihnen eben in die Wiege gelegt. Ehrfurchtsvoll nennen sie Danny Barrakuda oder Psycho Kelly, weil die Willensstärke und das Durchsetzungsvermögen des Arbeiterkindes den Absolventen einer höheren Schule Respekt abnötigt. Danny Kelly ist faul, wenn es um Mathe geht. Er wird zum Tier, wenn er vor einem Schwimmbecken steht, angetrieben von seinem Trainer entwickelt er einen galaktischen Ehrgeiz, dem alles untergeordnet werden muss, was lediglich sein skeptischen Vater bisweilen torpediert. „Es gibt doch noch andere Dinge auf der Welt“..., sondert dieser bisweilen ab. Diese simple Wahrheit findet im Denkmodell seines Sohnes keinen Platz. Der will sein Stipendium nutzen, um auf einer Stufe mit seinen Mitschülern zu stehen. Im Grunde glaubt er nach den anfänglichen Erfolgen, er stünde dort bereits. Schließlich verbringt er gelegentlich sogar seine Freizeit mit den gelangweilten Burschen aus der Oberschicht. Es ist eine läppische Kleinigkeit, die Kelly seinen Traum kostet. Christos Tsiolkas ist seit „Nur eine Ohrfeige“ Meister darin, sein Romanpersonal durch Lappalien ins Stolpern zu bringen und hinter die aufgebauten Fassaden zu blicken. In seinem ersten Buch erschütterte eine banale Ohrfeige die australische Mittelschicht. Hier sind es die Stunden vor dem Wettkampf, die nicht optimal verlaufen und eine Niederlage einläuten, die das geistige Grundgerüst für die Egomaschine Danny Kelly zum Einsturz bringt. Eine Welt bricht für ihn, den besten und schnellsten Schwimmer seiner Altersklasse zusammen und die Reichen zeigen ihm von nun an die kalte Schulter. Danny Kellys Leben gerät aus den Fugen. Schließlich landet er sogar im Gefängnis, wo ein Lernprozess für ihn beginnt. Das einzige, was ihm eine ungefähre Peilung auf seinem Weg gibt ist seine Homosexualität und die Familie. Erfrischender weise zeichnet Tsiolkas seinen Helden nicht übertrieben sensibel oder besonders intelligent. Er siedelt also Danny Kelly in der Welt der Normalos an, ohne ihn intellektuell darüber zu stellen. Danny Kelly hat die Aggressivität eines Underdogs und einen gesunden Selbstbehauptungswillen, der ihn schließlich durch das Leben trägt. Mich hat der Roman von der ersten Seite an gepackt. Phasenweise konnte ich das Buch gar nicht aus der Hand legen. Dieses zweite Buch von Christos Tsiolkas finde ich noch besser, als seinen Bestseller Vorgänger. Mir hat es Danny wirklich angetan. Man lebt, liebt und leidet förmlich mit diesem Menschen, der authentisch daher kommt, als wäre es der eigene Bruder. Danny kommt ungeheuer facettenreich und vielschichtig daher. Das Buch hat ungemein tragische Momente, weil sich Tsiolkas weigerte eine der üblichen Aufsteigerstorys zu kredenzen. Viel lieber zeigt er das Scheitern und das emotionale taumeln eines jungen Mannes, der alles gemacht hat, wie es einem die Gesellschaft rät. Fokussiere dich auf ein Ziel und bleibe beharrlich am Ball, bis du zu den Golden Boys deiner Berufsgattung gehörst, dann kann nichts schief gehen. Als wenn das Leben so einfach wäre.... Die Geschichte birgt mehrere Überraschungen, von denen eines das geniale Ende des Romans einleitet. Wie sich der Blick Dannys auf die Welt verändert, weg vom eigenen Bauchnabel, weg vom Hass, hin zur eigenen Mitte, davon erzählt dieser Roman in einer aufwühlenden Weise, wie sie das Buch-Jahr nur wenige Male im Jahr zu bieten hat.

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Barrakuda
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 18.07.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Für Christos Tsiolkas lag die Messlatte nach dem Bestseller „Nur eine Ohrfeige“ denkbar hoch. Nun ist sein zweiter Roman erschienen, indem es im weitesten Sinne um Sport geht, eigentlich aber um verlorene Träume und dem Zurechtkommen im Alltäglichen. Keine einfache Aufgabe also. Den Mutigen gehört die Welt, das gilt... Für Christos Tsiolkas lag die Messlatte nach dem Bestseller „Nur eine Ohrfeige“ denkbar hoch. Nun ist sein zweiter Roman erschienen, indem es im weitesten Sinne um Sport geht, eigentlich aber um verlorene Träume und dem Zurechtkommen im Alltäglichen. Keine einfache Aufgabe also. Den Mutigen gehört die Welt, das gilt für Tsiolkas ebenso wie für seinen Protagonisten Dan Kelly, der schon ihn Jugendtagen genau weiß, was er will: Bei der Heimolympiade in Sydney Olympiasieger im Schwimmen zu werden. Einer der Golden Boys zu werden, jener australischen Schwimmelite, die ohne Ende Goldmedaillen sammelt. Das Wasser ist sein Element, es ist seine zweite Haut, eine Erlösung aus der Mittelmäßigkeit, die Chance auf dem Podest zu stehen, statt von unten auf die Sieger herauf zu gaffen. Zunächst treibt Danny der Hass auf seine Konkurrenten, die Zöglinge wohlhabender Eltern sind bei weitem weniger Zielgerichtet, dafür aber fies und hochmütig. Der Platz an der Sonne ist Ihnen eben in die Wiege gelegt. Ehrfurchtsvoll nennen sie Danny Barrakuda oder Psycho Kelly, weil die Willensstärke und das Durchsetzungsvermögen des Arbeiterkindes den Absolventen einer höheren Schule Respekt abnötigt. Danny Kelly ist faul, wenn es um Mathe geht. Er wird zum Tier, wenn er vor einem Schwimmbecken steht, angetrieben von seinem Trainer entwickelt er einen galaktischen Ehrgeiz, dem alles untergeordnet werden muss, was lediglich sein skeptischen Vater bisweilen torpediert. „Es gibt doch noch andere Dinge auf der Welt“..., sondert dieser bisweilen ab. Diese simple Wahrheit findet im Denkmodell seines Sohnes keinen Platz. Der will sein Stipendium nutzen, um auf einer Stufe mit seinen Mitschülern zu stehen. Im Grunde glaubt er nach den anfänglichen Erfolgen, er stünde dort bereits. Schließlich verbringt er gelegentlich sogar seine Freizeit mit den gelangweilten Burschen aus der Oberschicht. Es ist eine läppische Kleinigkeit, die Kelly seinen Traum kostet. Christos Tsiolkas ist seit „Nur eine Ohrfeige“ Meister darin, sein Romanpersonal durch Lappalien ins Stolpern zu bringen und hinter die aufgebauten Fassaden zu blicken. In seinem ersten Buch erschütterte eine banale Ohrfeige die australische Mittelschicht. Hier sind es die Stunden vor dem Wettkampf, die nicht optimal verlaufen und eine Niederlage einläuten, die das geistige Grundgerüst für die Egomaschine Danny Kelly zum Einsturz bringt. Eine Welt bricht für ihn, den besten und schnellsten Schwimmer seiner Altersklasse zusammen und die Reichen zeigen ihm von nun an die kalte Schulter. Danny Kellys Leben gerät aus den Fugen. Schließlich landet er sogar im Gefängnis, wo ein Lernprozess für ihn beginnt. Das einzige, was ihm eine ungefähre Peilung auf seinem Weg gibt ist seine Homosexualität und die Familie. Erfrischender weise zeichnet Tsiolkas seinen Helden nicht übertrieben sensibel oder besonders intelligent. Er siedelt also Danny Kelly in der Welt der Normalos an, ohne ihn intellektuell darüber zu stellen. Danny Kelly hat die Aggressivität eines Underdogs und einen gesunden Selbstbehauptungswillen, der ihn schließlich durch das Leben trägt. Mich hat der Roman von der ersten Seite an gepackt. Phasenweise konnte ich das Buch gar nicht aus der Hand legen. Dieses zweite Buch von Christos Tsiolkas finde ich noch besser, als seinen Bestseller Vorgänger. Mir hat es Danny wirklich angetan. Man lebt, liebt und leidet förmlich mit diesem Menschen, der authentisch daher kommt, als wäre es der eigene Bruder. Danny kommt ungeheuer facettenreich und vielschichtig daher. Das Buch hat ungemein tragische Momente, weil sich Tsiolkas weigerte eine der üblichen Aufsteigerstorys zu kredenzen. Viel lieber zeigt er das Scheitern und das emotionale taumeln eines jungen Mannes, der alles gemacht hat, wie es einem die Gesellschaft rät. Fokussiere dich auf ein Ziel und bleibe beharrlich am Ball, bis du zu den Golden Boys deiner Berufsgattung gehörst, dann kann nichts schief gehen. Als wenn das Leben so einfach wäre.... Die Geschichte birgt mehrere Überraschungen, von denen eines das geniale Ende des Romans einleitet. Wie sich der Blick Dannys auf die Welt verändert, weg vom eigenen Bauchnabel, weg vom Hass, hin zur eigenen Mitte, davon erzählt dieser Roman in einer aufwühlenden Weise, wie sie das Buch-Jahr nur wenige Male im Jahr zu bieten hat. Ganz großes Tennis!

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Großartige Unterhaltung!!!
von Stefania Rubino aus Ulm am 22.03.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Tsiolkas ist ein sensibler Beobachter von sozialen Unterschieden dabei vergiss er nicht die Kulturelle Vielfalt (Thema Migration) und er ist großzügig mit seinen Lesern, weil er uns daran teilhaben lässt. Und was ist denn das? Etwa ein Hauch Hemmungslosigkeit? Fazit: Seine Charaktere sind nicht unbedingt "nett" und... Tsiolkas ist ein sensibler Beobachter von sozialen Unterschieden dabei vergiss er nicht die Kulturelle Vielfalt (Thema Migration) und er ist großzügig mit seinen Lesern, weil er uns daran teilhaben lässt. Und was ist denn das? Etwa ein Hauch Hemmungslosigkeit? Fazit: Seine Charaktere sind nicht unbedingt "nett" und darüber was gedacht oder gemacht wird,schweigt man eben nicht. Sein Ton und sein Rhythmus sind in disem neuem Buch wiedererkennbar und trotzdem ist "Barrakuda" ganz anders als sein Vorgänger. Gute Literatur und gleichzeitig großartige Unterhaltung. Tipp: Das Lesen bitte genießen, leider braucht es noch Zeit bis sein nächstes Buch erscheint. Aber ich freue mich jetzt schon darauf.

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Barrakuda
von raschke64 aus Dresden am 12.11.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

„Barrakuda“ erzählt die Geschichte von Daniel. Sein Vater ist Fernfahrer, seine Mutter Frisöse, er hat 2 jüngere Geschwister. Eine ganz normale einfache Familie. Daniel wird Danny gerufen. Er geht auf eine normale Schule, hat Freunde. Doch er ist etwas Besonderes. Er schwimmt, und dass sehr gut. So wird er... „Barrakuda“ erzählt die Geschichte von Daniel. Sein Vater ist Fernfahrer, seine Mutter Frisöse, er hat 2 jüngere Geschwister. Eine ganz normale einfache Familie. Daniel wird Danny gerufen. Er geht auf eine normale Schule, hat Freunde. Doch er ist etwas Besonderes. Er schwimmt, und dass sehr gut. So wird er entdeckt und kommt mit 13 Jahren auf eine spezielle Schule. Sie ist teuer und nur mit einem Stipendium kann er überhaupt dort lernen. Doch er hat es schwer – in den Augen der reichen Mitschüler ist er nicht nur arm und ein Außenseiter, er ist auch noch schwul und wird entsprechend gehänselt und unterdrückt. Einzig sein Schwimmtrainer ist in der ersten Zeit ein Trost. Er rät Danny, im Schwimmen der beste zu werden und ansonsten „zurückzuschlagen“, sich zu wehren, sich nichts gefallen zu lassen. Nach einiger Zeit beherzigt Danny das. Er erkämpft sich Respekt. In erster Linie durch seinen unbändigen Kampfgeist, durch enormes Training und den Willen, der Beste zu sein. Und nur der Beste zählt. Bald hat er den Spitznamen „Barrakuda“. Alles wird dem Schwimmen untergeordnet und dem Ziel, der erste zu sein, irgendwann an der Olympiade teilzunehmen. Doch bei einem Wettkampf wird er nur 5. Er bricht weinend zusammen – in seinen Augen das totale Versagen. Er hört mit dem Schwimmen auf und sein Leben nimmt eine völlig andere Wendung … Ich las das Buch während der Olympiade. Während einige Sportler Medaillen „verloren“, sie wurden „nur“ 4. Die Presse stempelte auch sie zu „Versagern“. Und das hat mich erschreckt. Ist ein Mensch/Sportler nur etwas wert, wenn er eine Medaille gewinnt. Ist das wirklich so wichtig, um damit seine gesamte Familie, sein soziales Umfeld dem unterzuordnen. Ist ein 4. oder 5. Platz schon ein Versagen? Das Buch findet seine eigenen Antworten auf diese Fragen. Danny wird erwachsen, wird Dan und Daniel. Trifft falsche Entscheidungen, trifft später aber auch richtige. Man kann dieses Erwachsenwerden wunderbar verfolgen. Und dazu liest sich das Buch auch noch sehr gut. Nur zum Ende hin wurde es mir zu sehr philosophisch und weit weg vom eigentlichen Leben von Dan. Und einige der ausführlich beschriebenen Sexszenen fand ich unpassend und dem Fortgang der Handlung nicht wirklich dienlich. Doch alles in allem ein Buch, das das Lesen wirklich lohnt.

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Barrakuda
von Leselaus aus Wilhelmshaven am 19.05.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Danny ist ein Junge, der nicht nur für sein Leben gern schwimmt, sondern er ist ein Kämpfer mit hoch gesteckten Zielen. Sein größter Traum ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Sidney. Als er in einem Wettkampf von dem Trainer Frank Torma “entdeckt“ wird, scheint dieses Ziel greifbar... Danny ist ein Junge, der nicht nur für sein Leben gern schwimmt, sondern er ist ein Kämpfer mit hoch gesteckten Zielen. Sein größter Traum ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Sidney. Als er in einem Wettkampf von dem Trainer Frank Torma “entdeckt“ wird, scheint dieses Ziel greifbar nahe zu sein. Wegen seiner hervorragenden Schwimmleistungen bekommt er ein Stipendium am Cunts College. Damit beginnt für Danny ein neues Leben. Heraus aus seinem bisherigen Freundeskreis befindet er sich unter Mitschülern, mit denen er nichts gemeinsam hat. Aufgewachsen als Sohn eines Fernfahrers und einer Frisörin trifft er hier auf Söhne reicher Eltern, die ihn nicht akzeptieren. Aber das lässt ihn nur noch härter trainieren. Er will allen zeigen, dass er der Größte, der Beste und der Schnellste ist. Mit Hilfe seines Trainers erringt er seinen ersten Sieg und er wird gefeiert. Er kämpft immer verbissener weiter - bis er in einem entscheidenen Kampf nicht der Erste ist. Für Danny ist eine Niederlage undenkbar und er kann nicht begreifen, dass man nicht immer Sieger sein kann. Er hat doch nur für eine Karriere im Schwimmen gelebt und mit dieser Niederlage ist das Leben für ihn wertlos geworden - und nicht nur das Leben, sondern er selber fühlt sich vollkommen wertlos. Und er tut alles dafür, dass ihn niemand mehr mag. Jedem stößt er vor den Kopf und verletzt ihn mit Worten, um sich selber zu bestrafen. Sein Leben gerät völlig aus den Fugen. Daniel Kelly - Danny - Dan - Danny der Grieche - Barrakuda - Psycho Kelly - viele verschiedene Namen für einen Jungen, der nicht mehr weiß, wohin er gehört, der glaubt, er wäre nur noch nutzlos und wertlos. Das Buch hat mich ergriffen gemacht und sehr beeindruckt. Dass die Erzählweise so gewählt wurde, dass sie von der Gegenwart in die Vergangenheit, in die Zukunft und wieder zurück wechselt, war zu Beginn zwar verwirrend, passte später aber genau in den Rahmen. Dadurch fühlte ich mich Dan oft sehr nahe und konnte seine Aktionen und Reaktionen gut verstehen. Beeindruckt hat mich nicht nur Dans Familie, sondern neben seinem Trainer ganz besonders auch seine Freundin aus Kindertagen, Demet, die in jeder Situation über all die Jahre zu ihm gehalten hat.

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Barrakuda
von einer Kundin/einem Kunden aus Amberg am 08.03.2014
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Daniel Kelly, Sohn einer Griechin und eines Australiers,(die Großeltern seines Vaters kommen aus Schottland) will der Beste Schwimmer werden und träumt von Olympia. Danny fühlt sich nur im Wasser wohl. Dort ist er wer. Ansonsten hat er ein ganz geringes Selbstwertgefühl und fühlt sich als Außenseiter. Er bekommt ein... Daniel Kelly, Sohn einer Griechin und eines Australiers,(die Großeltern seines Vaters kommen aus Schottland) will der Beste Schwimmer werden und träumt von Olympia. Danny fühlt sich nur im Wasser wohl. Dort ist er wer. Ansonsten hat er ein ganz geringes Selbstwertgefühl und fühlt sich als Außenseiter. Er bekommt ein Stipendium an einer Eliteschule um dort zu schwimmen. Am "Cunts College", wie er es nennt, wird im jeden Tag vor Augen geführt, daß er ein "Nichts" ist und dort nicht hinpasst. Er beweist seinen Mitschülern, daß er der Beste Schwimmer ist. Und ganz langsam findet er "Freunde". Seine Mutter fördert Danny. Seine Geschwister sind stolz auf ihn. Nur sein Vater ist gegen das Schwimmen. Irgendwie haben die beiden eher ein schwieriges Verhältnis. Daniel baut sein ganzes Sein aufs Schwimmen auf. Bis er einen wichtigen Kampf verliert. Daniel bricht zusammen. Seine Selbstzweifel werden noch stärker, er ist wieder der Außenseiter, stürzt total ab, wird gemieden. Er muß beweisen, daß er der Stärkste ist und läßt sich auf Prügeleien ein. Eines abends besucht er uneingeladen die Party seines "Freundes" Martin Taylor (reicher Sohn aus sehr gutem Elternhaus). Die Stimmung eskaliert und Dan verletzt Martin schlimm. Dan kommt ins Gefängnis! Dort kommt er langsam zur Ruhe, lernt die Routine zu schätzen. Dan arbeitet nachts im Supermarkt, fängt irgendwann an mit Behinderten zu arbeiten. Er lernt Clyde kennen, sein neuer Halt im Leben, geht mit Clyde nach Schottland. Aber die Selbstzweifel bleiben! Erst als Dan wieder in Australien ist und sein alter Schwimmtrainer verstirbt kommt er langsam aus seinem Sumpf und findet zu sich selber. Das Buch wechselt zwischen den verschiedenen Jahren und Phasen in Daniels Leben. Mal erlebt man ihn als Jugenlicher Schwimmer, dann wieder als Mann mit Clyde. Die Phasen als Erwachsener sind in der Ich-Form geschrieben, die des Jugendlichen in der Erzählform. Anfangs war es schwer in das Buch reinzukommen. Wenn man aber mal drin ist, ist es sehr schön zu lesen. Gutes Thema, interessanter Schreibstil.

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Der Stärkste, der Schnellste, der Beste?
von vöglein aus B.-W. am 23.05.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Christos Tsiolkas hat in diesem Buch über das Leben und den Druck eines Leistungssportlers geschrieben. Daniel Kelly, der aus einer Arbeiterfamilie stammt, bekommt aufgrund seiner guten Leistungen ein Stipendium an einer Eliteschule. Und der Wettkampf um gute Leistungen beginnt....... Solange er siegt und ein Hoffnungsträger seiner Schule ist, ist die Welt für... Christos Tsiolkas hat in diesem Buch über das Leben und den Druck eines Leistungssportlers geschrieben. Daniel Kelly, der aus einer Arbeiterfamilie stammt, bekommt aufgrund seiner guten Leistungen ein Stipendium an einer Eliteschule. Und der Wettkampf um gute Leistungen beginnt....... Solange er siegt und ein Hoffnungsträger seiner Schule ist, ist die Welt für Danny noch relativ in Ordnung. Doch dann kommt der Tag seines "Versagens" und die Spirale dreht sich nach unten. Gewalt und Alkohol bestimmen sein Leben und sein Kampf mit sich selbst führen ihn am Ende sogar ins Gefängnis. Insgesamt ein schnelles Buch, rasant "schwimmt" man durch die Kapitel und durchlebt Danny´s Ängste und Sorgen. Mich persönlich haben die doch sehr unappetitlichen, sexuellen Passagen sehr gestört. Diese wären für das Buch nicht notwendig gewesen bzw. man hätte sie nicht so detailliert beschreiben müssen. Ein Buch das man lesen kann, es wird mich aber sicher nicht nachhaltig beschäftigen......

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Gleitet einfach so dahin
von Karlheinz aus Frankfurt am 15.03.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Danny Kelly ist Schwimmer mit Leib und Seele und hat seine Erfolge, die ihn an eine große Kariere im Schwimmsport glauben lassen. Doch trotz seines herausragenden Talents und viel Trainings scheitert er und sein Leben nimmt einen negativen Verlauf. Die Handlung hat viel Potential und Tiefe wird allerdings nicht in... Danny Kelly ist Schwimmer mit Leib und Seele und hat seine Erfolge, die ihn an eine große Kariere im Schwimmsport glauben lassen. Doch trotz seines herausragenden Talents und viel Trainings scheitert er und sein Leben nimmt einen negativen Verlauf. Die Handlung hat viel Potential und Tiefe wird allerdings nicht in grader Zeitlinie erzählt, sondern der Autor springt in den Jahren hin und her, mal mit Zeit- und Ortsangabe, aber größtenteils ohne Angaben womit der Leser gefordert ist, die Kapitel in die korrekte Zeitlinie zu integrieren. Teilweise ist die Handlung in der Ich-Erzählung und bei den Rückblicken in der Erzählform dargestellt. Sie befasst sich nicht nur mit dem Schwimmen und dem Leben des Protagonisten, sondern betrachtet die Gesellschaft immer wieder kritisch. Der Autor hat einen guten Schreibstil, dennoch schießt er manchmal schießt er sprachlich mit seiner Direktheit über das Ziel hinaus. Überzeugend ist die Darstellung wenn der Protagonist schwimmt, hier kommt die literarische Stärke das Autoren zum Tragen, leider spielt er diese zu wenig aus. Der Protagonist Daniel steht im Vordergrund und wird dementsprechend auch intensiv betrachtet. Der Autor stellt den Protagonisten negativ dar, so dass man sich kaum mit ihm identifizieren kann. Die Neben-Protagonisten fallen dagegen ab und werden ihrer Stellung im Buch eher oberflächlich behandelt. Fazit: Ambitioniertes Werk das leider an meinem Geschmack vorbei geht. Durch die vielen Zeitsprünge, die sich nur durch die Handlung erklären, wirkt das Buch ebenso wie der Protagonist zerrissen, was vielleicht künstlerisch so gewollt ist, jedoch auf mich als Leser negativ wirkt.

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Barrakuda - der Stärkste, der Schnellste, der Beste
von Susanne am 18.02.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

„Barrakuda“ erzählt vom erschütternden Schicksal des australischen Leistungsschwimmers Daniel Kelly. Da ich früher selbst Wettkämpfe geschwommen bin, hat dieser Roman sofort mein Interesse geweckt. Leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. „Barrakuda“ gliedert sich in zwei Teile: Einatmen und Ausatmen. Die Geschichte beginnt in der Gegenwart und wird rückwärts erzählt.... „Barrakuda“ erzählt vom erschütternden Schicksal des australischen Leistungsschwimmers Daniel Kelly. Da ich früher selbst Wettkämpfe geschwommen bin, hat dieser Roman sofort mein Interesse geweckt. Leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. „Barrakuda“ gliedert sich in zwei Teile: Einatmen und Ausatmen. Die Geschichte beginnt in der Gegenwart und wird rückwärts erzählt. In vielen Zeitsprüngen erfahren wir so vom Aufstieg und Fall des jungen Danny, der sich später Dan nennt. Daniel hat griechische und schottische Wurzeln. Überhaupt hat fast jeder in diesem Roman einen Migrationshintergrund. Ähnlich wie Christos Tsiolkas, dem Sohn griechischer Immigranten. Und so nimmt auch das Thema Klassengesellschaft einen breiten Raum ein. Der Schwerpunkt Schwimmsport ist sehr authentisch und gut recherchiert. Die sexuelle Komponente hätte ich dagegen nicht so detailliert gebraucht. Der Autor scheint ein Haarfetischist zu sein oder ist der Teil gar autobiografisch? Aber „Barrakuda“ ist auch ein Roman über die Familie und dieser Teil versöhnt mich etwas mit dem Buch. Und was für eine tolle Sprache! Ein Barrakuda ist jedoch nicht nur schnell, sondern auch gefährlich und genauso zwiespältig lässt mich die Geschichte letztendlich zurück. Meine Meinung: „Barrakuda“ ist ein sehr persönliches Buch, das man lesen kann, aber nicht gelesen haben muss.

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Barrakuda Barrakuda Barrakuda Barrakuda.... und so weiter
von einer Kundin/einem Kunden am 24.07.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Es geht um Daniel Kelly. Einem talentierter Schwimmer. In der Gegenwart steht Daniel vor einer Entscheidung, die man noch nicht durchblicken kann. Seine Vergangenheit wird detailliert beschrieben. Schwimmen ist für Daniel alles. Das Wasser ist sein Leben. Nur dort fühlt er sich zuhause. Die Schule, die er durch ein Stipendium... Es geht um Daniel Kelly. Einem talentierter Schwimmer. In der Gegenwart steht Daniel vor einer Entscheidung, die man noch nicht durchblicken kann. Seine Vergangenheit wird detailliert beschrieben. Schwimmen ist für Daniel alles. Das Wasser ist sein Leben. Nur dort fühlt er sich zuhause. Die Schule, die er durch ein Stipendium besucht ist eine Eliteschule, die er sonst nie hätte besuchen können. Dort hat Dan einen guten Schwimmtrainer, der weiß, dass Dan der Beste ist. Seine Mitschüler und „Mitschwimmer“ hassen ihn, mobben ihn und versuchen ihn ständig kleinzukriegen. Aber Dan hasst auch die anderen. Er nutzt seinen Hass und entwickelt daraus seine Kraft für das Schwimmen. So entwickelt er sich zu einem „olympiareifen“ Schwimmer. Leider gelingt ihm der Durchbruch nicht. Er ist noch verbitteter als ohnehin schon. So passiert ihm ein Gewaltausbruch, der ihn ins Gefängnis bringt. Dann ist da noch die Scham, und der Versuch der Wiedergutmachung… Das Buch ist so dermaßen zerstückelt, dass ich nie wirklich rein kam. Daher war es für mich manchmal auch schwierig mich zu erinnern wer jetzt Taylor ist, und warum sie gerade wo sind. Auch erklärt sich mir der Hass auf alles und jeden nicht. Kurz. Ich verstehe den Autor nicht. Mir fehlt der Zugang zu dem Buch. Der Erzählstil wechselt zwischen neutraler Erzählform und Ich-Erzählung. Je nachdem ob wir uns in der Vergangenheit oder in der Gegenwart befinden. Ständig springt der Autor in der Zeit hin und her. Manchmal habe ich das Gefühl, dass man die Abschnitte gar nicht erkennt, weil sie auf der nächsten Seite anfangen und somit auch kein Absatz zu erkennen ist. Was mir an diesem außerdem Buch nicht gefällt sind die ständigen Mantras, die Daniel immer wiederholt. Das nutzt sich ab und wirkt aufgesetzt. „Es wird mich zu einem besseren Schwimmer machen.“ zum Beispiel. Oder die Beschreibung von Atmen, Armzug, Beinschlag…. Ja, denkt man sich. Ich weiß es doch jetzt. Weiter im Text. Diese ständigen Wiederholungen ziehen sich bis zum bitteren Ende des Buches durch. Ich kann es einfach nicht leiden. Der Sprachstil ist einfach nicht meiner. Der Inhalt war nicht der, den ich erwartet habe. Puh, das Buch ist sehr schwer zu bewerten. Ansich ist es nur ein Stern, weil es mich gequält hat… Da mir aber einfach das Verständnis fehlt möchte ich zumindest einen Stern mehr geben. Entschuldigung, werter Autor und werter Verlag. Ich hatte mich so auf das Buch gefreut. Leider eine Enttäuschung für mich. Schade. Ich bedanke mich trotzdem für das Buch.

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Grenzenlose Wut
von P. rogue aus München am 27.02.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Die Überschrift ist bezeichnend, denn sie trifft auf zwei Personen zu. Auf den Protagonisten dieses Buches, Danny Kelly, und auf den Rezensionsschreiber, also meinereiner. Und warum? Fangen wir mit Danny an. Er ist ein begnadeter Schwimmer, so gut, dass er - aus nicht gerade begüterten Verhältnissen stammend -, ein Stipendium... Die Überschrift ist bezeichnend, denn sie trifft auf zwei Personen zu. Auf den Protagonisten dieses Buches, Danny Kelly, und auf den Rezensionsschreiber, also meinereiner. Und warum? Fangen wir mit Danny an. Er ist ein begnadeter Schwimmer, so gut, dass er - aus nicht gerade begüterten Verhältnissen stammend -, ein Stipendium für eine teure Privatschule bekommt. Dort wird er nicht gerade mit offenen Armen empfangen, seine reichen Mitschüler machen sich über ihn und seine Mutter lustig, und da er auch im Unterricht nicht gerade der hellste Stern am Himmel ist und unfähig ist, sich sozial einzufügen, ist das Schwimmen das Einzige, wo er es ihnen richtig zeigen kann. Gefördert und gefordert von Frank Torma, seinem Schwimmtrainer, wird Danny besser und besser, bis er schließlich sogar nationale Wettkämpfe gewinnt und schon von olympischen Medaillen träumt. Soweit, so gut. Jeder kann einen ehrgeizigen Jungen verstehen, der beharrlich und diszipliniert auf sein Ziel hinarbeitet. Jeder kann auch verstehen, dass es nicht so supertoll ist, wenn man verspottet und nicht in die Klassengemeinschaft aufgenommen wird. Doch damit hört es auch schon auf, zumindest bei mir. Danny ist nicht etwa dankbar, dass er dieses Stipendium bekommt. Er hasst die Schule schon, bevor er überhaupt seinen ersten Schritt in das Gebäude gemacht hat. Er hasst alle Schüler, die ihm begegnen, und mit wenigen Ausnahmen auch alle Erwachsene. Schlimmer noch: Er verachtet seine Eltern, weil sie hart arbeitende Menschen und Ausländer sind. Wie er über seine Mutter denkt, wie er seinen Vater behandelt - beide reißen sich über Jahre wieder und wieder und wieder ihren A...llerwertesten auf, damit der gnädige Herr mit den reichen Jungs mithalten kann -, das ist einfach nur noch menschenverachtend. Überhaupt sind für Danny alle anderen Menschen nur Menschen zweiter Klasse, von Demet abgesehen vielleicht. In ihm tobt ständig Wut, weil er ja so ungerecht behandelt wird - meistens ist es seine Einbildung. Er tut allen weh, die ihn (aus welchen missgeleiteten Gründen auch immer) mögen und unterstützen und er schleimt sich bei einem Klassenkameraden ein, der aus sehr reichen Verhältnissen stammt. Als er irgendwann begreift, dass dieser vielleicht doch nicht der tolle Freund ist, rastet er aus und wird gewalttätig, was ihn ins Gefängnis bringt. Was soll ich sagen? Dieses Buch hat mich genauso aggressiv werden lassen wie seinen Protagonisten. Was für ein undankbarer Bengel. Und ja, ich halte ihn für einen Loser. Nur weil er einen wichtigen Wettkampf nicht gewinnt, wirft er alles hin und dreht am Rad, schlägt um sich, zerstört Freunde, Familie und Förderer. Er gibt einfach auf. Wie abgrundtief dumm das ist. Es gibt keine Weiterentwicklung bei diesem Danny Kelly, nicht als ehrgeiziger Junge, nicht als Teenager, nicht als Mann. Ja, er arbeitet später mit Behinderten, aber ist das etwas, das er sich bewusst überlegt oder ausgesucht hat? Nein, das fiel ihm in den Schoß, er kann mit ihnen umgehen, er bekommt einen Job darin, er musste nichts dafür tun. Wann immer Danny Kelly über sich oder sein Leben nachdenkt, geht es immer nur darum, dass alle anderen schuld sind, dass er ungerecht behandelt wird, dass er nicht bekommt, was ihm seiner Meinung nach zusteht. Und damit schlage ich den Bogen wieder zurück zu mir und meiner Wut, denn die simmerte ununterbrochen unter der Oberfläche beim Lesen. Ich kann mich an kein Buch erinnern, bei dem ich je einen Protagonisten so dermaßen verabscheut habe wie diesen Danny Kelly. Dass der Autor dazu noch ständig in den Zeitformen und Jahren hin- und herspringt, macht das Buch nicht sympathischer. Ja, er kann schreiben, nein, es ist kein Problem, der Handlung zu folgen. Aber wenn man bewusst seinem Protagonisten sämtliche Sympathien entzieht, braucht man sich nicht zu wundern, wenn Leser wie meinereiner einem Buch sämtliche Sympathien entziehen.

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