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Beton

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Rudolf, der Erzähler dieses 1982 erschienenen Buches, bereitet seit einem Jahrzehnt mit leidenschaftlichem Ernst eine größere wissenschaftliche Arbeit über seinen Lieblingskomponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy vor. Nachdem er zuerst durch den Besuch seiner Schwester und dann, nach ihrem Weggang, durch die quälende Furcht, sie könnte wieder zurückkommen, am Schreiben des ersten Satzes seiner Studie gehindert wird, quält ihn die »Hölle des Alleinseins«. Deshalb packt er die Koffer, nimmt nur die wichtigsten seiner Schriftstücke mit, um in Palma seine Arbeit zu realisieren. In einem dortigen Cafe erinnert er sich an eine junge Frau, die ihn bei seinem letzten Palma-Aufenthalt vor eineinhalb Jahren angesprochen hatte. Sie war verzweifelt, ihr Mann hatte sich nachts vom Balkon des Hotels Paris gestürzt. Auf dem Friedhof von Palma, in einem der sieben Stock hohen Betonbestattungskästen, ist er beerdigt worden. Noch jetzt, eineinhalb Jahre danach, sieht er das verzweifelte Gesicht der Frau. Nun hat er eine Reihe von ersten Sätzen für seine Arbeit im Ohr, aber auch das Unglück der jungen Frau. Er nimmt ein Taxi, fährt zum Friedhof und findet an der Tafel neben dem Namen des Mannes nun auch den Namen der Frau: suicido – erfährt er.
Portrait
Born in 1931, the illegitimate child of an abandoned mother, Thomas Bernhard was brought up by an eccentric grandmother and an adored grandfather. Tormented as a young student in rightwing, Catholic Austria, Bernhard ran away from home aged fifteen. At eighteen, he contracted pneumonia. Placed in a hospital ward for the old and terminally ill, he observed with unflinching acuity protracted suffering and death. From the age of 21, everything he wrote was shaped by the urgency of a dying man's testament - his witness, the quintessence of his life and knowledge - and where this account of his life ends, his art begins.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 212
Erscheinungsdatum 06.02.1988
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-37988-2
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 176/111/15 mm
Gewicht 136
Auflage 13. Auflage
Buch (Taschenbuch)
9,00
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Monolog eines Kranken
von Zitronenblau am 31.10.2009

Die Erzählung "Beton" handelt von einem Ich-Erzähler, der an Morbus Boeck leidet und seit zehn Jahren versucht, eine Studie über den Komponisten Mendelssohn Bartholdy zu schreiben. Jedoch scheitert er bereits am Anfangssatz. Erst macht er seine Schwester, die ihn für einen Versager hält, der an seiner eigenen Vergeistigung scheitert,... Die Erzählung "Beton" handelt von einem Ich-Erzähler, der an Morbus Boeck leidet und seit zehn Jahren versucht, eine Studie über den Komponisten Mendelssohn Bartholdy zu schreiben. Jedoch scheitert er bereits am Anfangssatz. Erst macht er seine Schwester, die ihn für einen Versager hält, der an seiner eigenen Vergeistigung scheitert, verantwortlich, dann, nachdem sie aus seinem einsamen Ort wieder abgereist ist, gelingt es noch immer nicht - somit beschließt er, Palma de Mallorca zu besuchen, wo er einst eine Frau kennengelernt hatte, die früh verwitwet wurde aufgrund eines Unfalls (?) ihres Mannes. Als er dann endlich dort ankam und neben dem im Betongrab eingravierten Namen des toten Mannes auch noch den ihrigen sah und konstatierte, dass sie Suizid begangen hatte, wird ihm gewahr, dass es immer noch Menschen auf dieser Welt gibt, denen es weit schlechter erging/ergeht als ihm. Damit endet das Buch. Zurück bleibt die Angst... Während des Monologs greift er nicht nur (bernhard-typisch) Land und Leute an, sondern stellt sich gleichermaßen ins Abseits, in eine nahezu nihilistische Position, die die Werte als wertlos demaskieren will. Dieser Roman ist aus der Perspektive eines Zerfallenden geschrieben, der abrechnet und Angst, keinen Halt findet, sich nicht angekommen fühlt in der Welt. Es ist ein trauriges Buch, ein dunkles, welches die Schatten des Lebens aufzeigt und eine depressive Stimmung verbreitet. Es ist eine Erzählung der Suche und des Sturzes. Schon sehr lesenswert, aber für Menschen des Glücks bzw. die auf der Sonnenseite stehen, eher eine Provokation und auch eine Warnung.

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Angst
von Patrick Nagl aus Wien am 14.01.2014

Rudolf schreibt an einer wissenschaftlichen Abhandlung über seinen Lieblingskomponisten Medelssohn-Bartholdy. Unterbrochen wird er durch den spontanen Besuch seiner Schwester, die ihn jedoch bald wieder verlässt. Die Angst des Alleinseins macht dem Hauptprotagonisten Angst, solche Angst, das er beschließt sofort abzureisen um anderorts sein Werk zu vollenden....

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