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Birk

Roman. Ausgezeichnet mit dem Preis der niederländischen Buchhändler

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Auf einer abgelegenen Nordseeinsel lebt der neunjährige Mikael mit seinen Eltern. Eines Tages bricht das Schicksal in diese Abgeschiedenheit ein: Birk, der Vater, ertrinkt unter tragischen Umständen im Meer – bei dem Felsen, von dem Mikael eigentlich »nie-nie-nie, schau mich an« runterspringen darf. Mikael kehrt nach Hause zurück und verschweigt seiner Mutter, was genau passiert
ist. Verschweigt, dass Birk in den Fluten verschwand. Behauptet, der Vater sei einfach weggeschwommen. Die Mutter setzt eine großangelegte Suchaktion in Gang, doch Birk bleibt unauffindbar. Mikael, geplagt von Schuldgefühlen, zieht sich immer weiter in seine eigene Welt zurück. Und seine Mutter beginnt langsam, aber unaufhaltsam, psychische Gewalt auszuüben. Sucht sie in ihrem Sohn einen Ersatz für den verlorenen Ehemann? Will sie Mikael für den Verlust bestrafen? Existenzielle Fragen, die in einen dramatischen Schluss münden ...

Sensationelles Debüt: ausgezeichnet mit dem Preis der
niederländischen Buchhändler für das beste Buch des Jahres.
Rezension
»Eine kühn, zärtlich und vielschichtig erzählte Geschichte, rau und verstörend und mit Passagen von geradezu schmerzhafter Schönheit.«The Irish Times»Robbens Schilderung der Innenwelt eines Kindes ist makellos. Als bedrückende Geschichte vom frühzeitigen Verlust der Unschuld steht der Roman auf einer Stufe mit Ian McEwans Zementgarten.«Het Parool»Jaap Robben hat einen Roman geschrieben, der den Leser allmählich bei der Kehle packt.«de Volkskrant»Wie Robben die Geschichte von Mikael Hammerman in 58 kurzen Kapiteln erzählt, ist einmalig und unnachahmlich. Endlich wieder mal
ein Buch, das mir unter die Haut gegangen ist.«
Bart Moeyaert
Portrait
Jaap Robben, Jahrgang 1984, ist Schriftsteller und Theater-regisseur. Er hat Gedichte und Kurzgeschichten für Kinder und Erwachsene veröffentlicht. Birk ist sein Debütroman.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 247
Erscheinungsdatum 15.08.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86913-718-6
Verlag Ars vivendi
Maße (L/B/H) 216/144/30 mm
Gewicht 456
Verkaufsrang 100.594
Buch (gebundene Ausgabe)
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Düster und beklemmend, aber fesselnd erzählt
von vielleser18 aus Hessen am 12.10.2016

Birk ist keine einfache Geschichte. Jaap Robben erzählt uns die Geschichte aus Sicht des anfangs 9jährigen Mikael, der mit Mutter und Vater und dem Nachbarn Karl auf einer einsam gelegenen und rauen Insel zwischen Norwegen und Schottland wohnt. Als sein Vater eines Tages, als er mit Mikael unterwegs ist,... Birk ist keine einfache Geschichte. Jaap Robben erzählt uns die Geschichte aus Sicht des anfangs 9jährigen Mikael, der mit Mutter und Vater und dem Nachbarn Karl auf einer einsam gelegenen und rauen Insel zwischen Norwegen und Schottland wohnt. Als sein Vater eines Tages, als er mit Mikael unterwegs ist, im Meer verschwindet, schweigt Mikael anfangs. Erst nach und nach rückt er mit der Wahrheit heraus. Fortan wird die Beziehung im Laufe der Jahre zwischen den beiden durch Schuld und Verlust immer weiter strapaziert. HInzu kommt die Isolation, die kaum nennenswerten Kontakte, in den nächsten Jahren. Schließlich spitzt sich die Situation zu. Es ist kein dickes Buch, Es sind knapp 240 Seiten, noch nicht mal immer jede Seite voll bedruckt. Viele kurze Kapitel. Dennoch wird soviel gesagt, soviel beschrieben, dass es unter die Haut geht. So viel Stoff, den der Leser gedanklich und vor allem aber auch auf der Gefühlsebene verarbeiten muss. Der Autor Jaap Robben hat es gekonnt geschafft, diese Geschichte aus Sicht des Heranwachsenden zu schreiben. Es ist eine verstörende, düstere, beklemmende Geschichte, dennoch aber auch fesselnd in seiner Entwicklung der Charaktere, es ist wie ein Sog, der den Leser beim Lesen nicht mehr loslässt. Spannend geschrieben mit manchmal knappen Sätzen kann der Autor soviel ausdrücken, mit diesen wenigen Seiten so viel Geschichte erzählen, so viel Kopfkino erschaffen. Wahnsinn. Beeindruckend. Es ist keine leichte Lektüre. Die Verlauf der sich verändernden Mutter-Sohn-Beziehung über ca. 6 Jahren beschrieben. Tiefgründig, erschreckend, entsetzt gefesselt, so empfinde ich es. Und doch - es ist nichts abgedrehtes, nichts, was nicht genauso hätte passieren können. Eingebettet in Mikaels Geschichte ist eine Parabel-Geschichte über ein Möwenjunges, dass Mikael aufzuziehen versucht, eingesperrt in dem leeren Haus einer verstorbenen Nachbarin. Auch Mikael lebt wie eingesperrt, er lebt von der normalen Zivilisation isoliert. Nur er und seine Mutter und der brummige, auch nicht alltägliche Nachbar Karl. Die Folgen dieser Isolation werden hier eindrucksvoll geschildert. Fazit: Was Einsamkeit, Schuld und Trauer auslösen können. Jaap Robben hat eindrucksvoll eine zutiefst verstörende, dennoch sehr gut erzählte Geschichte geschrieben, die einen lange nicht loslässt.

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Eindrucksvoller Debutroman
von solveig am 30.09.2016

„Papa zog sich unmerklich in seine Fotos zurück.“ Diese Worte des kleinen Mikael Hammerman beschreiben bildhaft, wie er den Tod seines Vaters und das Leben ohne ihn empfindet. Der Junge glaubt, Schuld daran zu sein, dass Birk ertrunken ist, und wird darin von seiner Mutter bestärkt. Die abgelegene... „Papa zog sich unmerklich in seine Fotos zurück.“ Diese Worte des kleinen Mikael Hammerman beschreiben bildhaft, wie er den Tod seines Vaters und das Leben ohne ihn empfindet. Der Junge glaubt, Schuld daran zu sein, dass Birk ertrunken ist, und wird darin von seiner Mutter bestärkt. Die abgelegene Insel, auf der er mit seiner Mutter lebt, hat nur noch einen weiteren Bewohner, den rauen Fischer Karl. Doch ihm kann sich Mikael nicht anvertrauen. Neun Jahre lang führt uns der Autor durch Mikaels Kindheits- und Jugendjahre in dem zunehmend enger und bedrückender erscheinenden Lebensraum des Jungen. Die Launenhaftigkeit seiner Mutter und ihr sprunghaftes Verhalten beunruhigen und ängstigen ihn. Immer öfter sucht er Zuflucht in einem längst verlassenen Haus auf der anderen Seite der Insel, in dem sich Möwen eingenistet haben. Hier, allein mit den Möwen, glaubt er, der Mutter zu entkommen und seinem schmerzlich vermissten Vater näher zu sein, dem er immer ähnlicher wird... So leicht der Erzählton ist, den Jaap Robben anschlägt, so verstörend und schwer zu ertragen ist der Inhalt seines Debutromans. Abgeschottet auf einer einsamen Insel, mit dem Gefühl einer großen Schuld belastet, deren Sühne eine instabile Mutter einfordert - welches Kind kann ein solches Dasein unbeschadet überstehen? Warum kann Mikael nicht einfach die Insel (und seine Mutter) verlassen? Eine direkte Antwort darauf gibt der Autor nicht, aber er lässt den Leser Mikaels Gedanken und Gefühle nachvollziehen, so wie der Junge sie im Verlauf seiner Entwicklung empfindet. Eindrucksvoll schildert der Autor Mikaels Welt, sowohl die äußere, die Inselwirklichkeit, als auch die innere, seelische, in der sich Mikaels eigentliches Leben abspielt. „Birk“ ist Robbens erster Roman für Erwachsene; doch man spürt an der Sensibilität, mit der er sich in Mikaels Lage versetzt, den Jugendbuchautor, der sich ernsthaft mit der kindlichen bzw. jugendlichen Gedankenwelt auseinandersetzt. Jaap Robben ist bereits mit zwei Preisen ausgezeichnet worden: nach dem „Nederlandse Boekhandels Prijs“ für „Birk“ im Jahr 2014 folgte 2015 der „Debutantenprijs“.

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