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Bombennacht

Die letzten 24 Stunden des alten Würzburg

(6)
16. März 1945: Ein friedlicher und sonniger Frühlingstag bricht in Würzburg an. Tausende Flüchtlinge haben in der Stadt am Main Zuflucht gefunden, unter ihnen Eugen, ein deutsch-russischer Junge, der sich vor der SS hüten muss. In der Nervenheilanstalt in der Füchsleinstraße kümmert sich Professor Werner um die vielen Kriegsverletzten. Da taucht ein totgeglaubtes Mädchen auf, das seine menschenverachtenden Praktiken offenlegen kann. Krankenschwester Fanny erkennt in ihr eine ehemalige Patientin und geht der Sache nach.
Unterdessen bereitet man in der Villa des Nervenarztes ein Geburtstagsfest vor. Der Jude Paul soll eine berühmte NS-Sängerin am Klavier begleiten, während er mit einem Zwangsarbeiter seine Flucht plant.

Und Pfarrer Titus liest seine Morgenmesse. Wird es eine Totenmesse für die Stadt sein? Denn während die Würzburger darauf hoffen, dass der Krieg bald vorbei sein möge, bereitet sich an der Küste Englands eine Bomberstaffel auf einen ihrer zahlreichen Einsätze vor. Am Ende des Tages werden deren Flugzeuge den Himmel über Würzburg verdunkeln und einen tödlichen Feuersturm entfachen.
Portrait
Roman Rausch, 1961 in Würzburg geboren, arbeitete nach dem Studium der Betriebswirtschaft im Medienbereich und als Journalist. Für seine Trilogie um den Kommissar Johannes Kilian wurde er 2002 auf der Leipziger Buchmesse mit dem Book on Demand Award ausgezeichnet. Heute lebt er als Autor und Schreibcoach in Würzburg und Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 368
Erscheinungsdatum 26.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-429-03885-4
Verlag Echter
Maße (L/B/H) 216/139/38 mm
Gewicht 609
Auflage 1
Verkaufsrang 11.293
Buch (gebundene Ausgabe)
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Erschütternder Bericht über die letzten Stunden des alten Würzburgs 1945
von Schatz ich will ein Buch von dir! - Der Bücherblog am 28.11.2016

Als Würzburgerin ist mir natürlich die Geschichte der verhängnisvollen Bombennacht bekannt, ich stand schon oft vor dem Denkmal im Rathaus, das ein Modell des zerstörten Würzburgs zeigt, und kenne auch ein paar Augenzeugenberichte. Wer heute durch diese wunderschöne Stadt läuft, kann sich kaum vorstellen, dass damals ein Hölleninferno die... Als Würzburgerin ist mir natürlich die Geschichte der verhängnisvollen Bombennacht bekannt, ich stand schon oft vor dem Denkmal im Rathaus, das ein Modell des zerstörten Würzburgs zeigt, und kenne auch ein paar Augenzeugenberichte. Wer heute durch diese wunderschöne Stadt läuft, kann sich kaum vorstellen, dass damals ein Hölleninferno die historische Altstadt zu 90% zerstörte und unzählige Menschenleben forderte. Roman Rausch, der vor allem als Autor historischer Romane und Krimis/Thriller bekannt ist, hat sich nun dieses schweren Stoffes angenommen. Wie der Untertitel bereits verrät, geht es hier um einen Zeitraum von 24 Stunden, beginnend am 16. März 1945 um 6.06 Uhr, als ein wunderschöner Frühlingstag die Würzburger Bevölkerung noch in Sicherheit wiegt. Es gibt mehrere Handlungsstränge und man lernt zuerst nach und nach die Hauptcharaktere kennen, deren Wege sich mit der Zeit kreuzen: * Prof. Werner, Nervenarzt an der Uniklinik, und seine Familie. Als Vorbild für diese Figur diente Werner Heyde, der als Professor für Neurologie und Psychiatrie in Würzburg an der "Aktion T4", der systematischen Tötung von geistig Behinderten beteiligt war. Neben dem Professor spielen noch Tochter Charlotte, eine Funkhelferin, und der von der SS desertierte Sohn German eine Rolle. * Fanny, die angehende Krankenschwester, die Prof. Werner verehrt und erst merkt, welche Verbrechen ihr Vorbild begangen hat, als es schon zu spät ist. Ihr Vater Vinzenz und ihre Großeltern Jörg und Cäcilie treten ebenfalls in Erscheinung. * Paul, ein Jude, der als Klavierlehrer bei der kultivierten Nazi-Familie Werner bislang von der Deportation verschont blieb und heimlich seine Flucht plant. * Henry bzw. Heinrich, der nach seiner Flucht aus der deutschen Heimat bei der British Royal Air Force anheuert und nun gegen seine Überzeugung bei der Zerstörung Würzburgs, seines alten Studienortes, mitwirken soll. * Julius und Eugen, zwei Jugendliche, die viel zu schnell erwachsen werden müssen. Daneben gibt es noch zahlreiche weitere Nebencharaktere. Und viele von ihnen werden später unter den über 5.000 Opfern sein, die der Angriff der Briten und dessen Nachwirkungen fordern. Roman Rauschs Schreibstil ist anspruchsvoll, eloquent und eindrücklich. Er schafft es, das unvorstellbare Leid in Worte zu fassen, irgendwie greifbar zu machen. Die Geschichte ist extrem aufwühlend und hinterließ bei mir während der Lektüre ein Gefühl der Beklemmung und Fassungslosigkeit. Ich habe schon viele Bücher über den Weltkrieg und seine unerträglichen Gräuel gelesen. Ich wusste, was in der Bombennacht passiert ist. Und dennoch ist das Gelesene fast unerträglich, da man weiß, dass trotz fiktiver Figuren die Haupthandlung - die Zerstörung Würzburgs - ein Fakt ist und alle hier beschriebenen Grausamkeiten so oder in ähnlicher Weise tatsächlich passierten. Man wird niemals verstehen, wie furchtbar damals der Krieg war, und wieso das so genannte "moral bombing", das einzig dem Zweck diente, die Moral der Bevölkerung zu brechen und den größtmöglichen Schaden anzurichten, von eigentlich zivilisierten Ländern als Kriegstaktik durchgeführt wurde. Schon vor dem Angriff ist die Situation in der Stadt nicht einfach. Die Bevölkerung leidet unter Hunger und Armut, hat schon mehrere Angriffe hinter sich und muss sich Wohnraum und Lebensmittel mit zahlreichen Flüchtlingen aus anderen zerstörten Städten teilen. Die Krankenhäuser sind überfüllt mit Kriegsversehrten. Allein diese angespannte Stimmung war greifbar, und als die britischen Bomber dann starteten, legte ich das Buch erstmal weg, da ich nicht wollte, dass es noch schlimmer kommt. Das restliche Buch las ich dann an einem ruhigen Sonntag in einem Rutsch durch, so ein bisschen nach dem Motto "Da muss ich jetzt irgendwie durch." Der Angriff selbst dauerte nicht lang, in Echtzeit circa 17 Minuten, aber das Inferno, das danach losbrach, ist kaum zu begreifen. Wer sehr empfindlich ist, sollte tatsächlich zweimal überlegen, ob er diesen Roman lesen möchte. Hier ist sicherlich keine Effekthascherei nötig, um das unsägliche Leid der Bevölkerung deutlich machen zu können, der Autor provoziert nicht mit unnötigen Grausamkeiten. Aber er erzählt nunmal so, wie es war, wie man es von Überlebenden weiß, und er beschönigt nichts. Man ist hier wirklich weit entfernt von "leichter Kost", die man mal eben gemütlich auf der Couch wegschmökert. Roman Rausch hat dieses wichtige und traurige Kapitel der Würzburger Geschichte anhand von Zeitzeugenberichten und historischen Fakten detailliert aufgearbeitet, und es ist ihm gelungen, Fiktion und Wirklichkeit zu verknüpfen. "Bombennacht" hat mich emotional sehr mitgerissen, und ich kann diesen Roman jedem empfehlen.

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Bombennacht
von dorli am 02.11.2016

Würzburg. Der 16. März 1945 beginnt für die meisten Würzburger ähnlich wie auch die vergangenen Kriegstage. Die Stadt ist bisher von größeren Angriffen verschont geblieben und die Einwohner sind voller Hoffnung, dass es auch so bleibt. Dass sich an diesem Tag im englischen Morton Hall die Bomberstaffel Nr. 5... Würzburg. Der 16. März 1945 beginnt für die meisten Würzburger ähnlich wie auch die vergangenen Kriegstage. Die Stadt ist bisher von größeren Angriffen verschont geblieben und die Einwohner sind voller Hoffnung, dass es auch so bleibt. Dass sich an diesem Tag im englischen Morton Hall die Bomberstaffel Nr. 5 der Royal Air Force auf einen tödlichen Flächenangriff vorbereitet, ahnt an dem ruhigen Frühlingsmorgen in Würzburg niemand… In „Bombennacht“ katapultiert Roman Rausch den Leser direkt in das Jahr 1945 und schildert sehr mitreißend und vor allen Dingen äußerst wirklichkeitsnah, was vor, während und nach dem Bombenangriff in der unterfränkischen Stadt geschah. Ein kurzer Prolog gibt zunächst Auskunft über die Lage Würzburgs vor dem 16. März 1945. Im Folgenden erlebt man dann diesen für die Einwohner so grauenvoll endenden Tag im Stundentakt mit. In mehreren Handlungssträngen lernt man ganz unterschiedliche Menschen kennen – ihre Lebensumstände und ihren Alltag, ihre Pläne, ihre Ängste und Sorgen und auch ihre Hoffnungen, Wünsche und Träume. Die Stimmung in der Stadt ist nicht die beste, die Bevölkerung leidet unter der schlechten Versorgung. Die Lage ist zudem aufgrund der Unterbringung unzähliger Flüchtlinge aus anderen Regionen und tausender Kriegsversehrter angespannt. Als dann die Katastrophe über Würzburg hereinbricht, werden die Beschreibungen des Autors noch intensiver. Der Bombenhagel, der Funkenregen, der Feuersturm – man fühlt sich mittendrin in diesem grausigen Geschehen, sieht die mit Geröll und Schutt blockierten Keller und die lichterloh brennenden Straßen vor sich und kann das Entsetzen und die Todesangst der Menschen spüren. Als besonders gut gelungen habe ich hier den schnellen Wechsel zwischen den einzelnen Perspektiven empfunden - man erlebt die schrecklichen Minuten während des Bombenabwurfs mit fast jedem der Akteure mit. Dass man zu diesem Zeitpunkt noch nichts über ihr weiteres Schicksal erfährt, treibt die Spannung im letzten Drittel des Romans enorm in die Höhe, man fliegt fast atemlos durch die Seiten, stets darauf hoffend, dass die liebgewonnen Figuren die Tragödie gesund überstehen werden. Neben den Vorkommnissen während der letzten 24 Stunden des alten Würzburgs beinhaltet dieser Roman noch ein weiteres Thema, bei dem es mir eiskalt den Rücken runter gelaufen ist. Es geht dabei um ein abscheuliches Verbrechen in der Nazizeit, der sogenannten Aktion T4, bei der zigtausende Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen systematisch ermordet wurden. Eine zentrale Figur in diesem Part der Geschichte ist die Krankenschwester Fanny. Die Entwicklung, die sie durchläuft, war für mich besonders interessant. Zunächst sehr naiv, sieht sie zu Professor Werner auf, hält den Leiter der Nervenheilanstalt für eine Koryphäe in seinem Beruf und für einen Gutmenschen, der nur das Wohl seiner Patienten im Sinn hat. Bis einige Hinweise ihr die Augen öffnen und sie erkennt, dass der Professor hinter seiner freundlichen Maske ein wahres Monster ist und willkürlich über das Leben und Sterben tausender Menschen entscheidet. „Bombennacht“ lässt mich tief beeindruckt zurück. Diese mitreißende, spannend erzählte Geschichte hat mir Einblicke in die dramatischen und tragischen Momente einer bombardierten Stadt im Zweiten Weltkrieg ermöglicht und mich intensiv an dem Schicksal der einzelnen Akteure teilhaben lassen. Absolute Leseempfehlung!

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Ein fesselndes Stück Zeitgeschichte
von Petra Donatz am 02.11.2016

Klappentext 16. März 1945: Ein friedlicher und sonniger Frühlingstag bricht in Würzburg an. Tausende Flüchtlinge haben in der Stadt am Main Zuflucht gefunden, unter ihnen Eugen, ein deutsch-russischer Junge, der sich vor der SS hüten muss. In der Nervenheilanstalt in der Füchsleinstraße kümmert sich Professor Werner um die vielen Kriegsverletzten.... Klappentext 16. März 1945: Ein friedlicher und sonniger Frühlingstag bricht in Würzburg an. Tausende Flüchtlinge haben in der Stadt am Main Zuflucht gefunden, unter ihnen Eugen, ein deutsch-russischer Junge, der sich vor der SS hüten muss. In der Nervenheilanstalt in der Füchsleinstraße kümmert sich Professor Werner um die vielen Kriegsverletzten. Da taucht ein totgeglaubtes Mädchen auf, das seine menschenverachtenden Praktiken offenlegen kann. Krankenschwester Fanny erkennt in ihr eine ehemalige Patientin und geht der Sache nach. Unterdessen bereitet man in der Villa des Nervenarztes ein Geburtstagsfest vor. Der Jude Paul soll eine berühmte NS-Sängerin am Klavier begleiten, während er mit einem Zwangsarbeiter seine Flucht plant. Und Pfarrer Titus liest seine Morgenmesse. Wird es eine Totenmesse für die Stadt sein? Denn während die Würzburger darauf hoffen, dass der Krieg bald vorbei sein möge, bereitet sich an der Küste Englands eine Bomberstaffel auf einen ihrer zahlreichen Einsätze vor. Am Ende des Tages werden deren Flugzeuge den Himmel über Würzburg verdunkeln und einen tödlichen Feuersturm entfachen. Der Autor Der Schriftsteller Roman Rausch wurde 1961 in Würzburg geboren und studierte Betriebswirtschaft mit den Schwerpunkten Marketing und Medienwirtschaft. Außerdem arbeitete er lange im Bereich der Medien und im Journalismus. Im Jahr 2002 gründete er gemeinsam mit Blanka Stipetic die Schreibakademie storials.com. Seine ersten Romane veröffentlichte er auf eigene Faust und erhielt hierfür für seine bis dahin erschienene Kilian-Trilogie auf der Leipziger Buchmesse 2002 den Books on Demand-Autoren-Award. Neben seinen beiden Krimiserien veröffentlicht er auch Romane, die nicht in die Serien gehören. Dazu gehört mit Das Caffeehaus von 2009 auch sein erster historischer Roman. Roman Rausch lebt und arbeitet in Berlin und Würtburg. Meine Meinung Story Würzburg März 1945 , keiner sagt es aber jeder weiß es Deutschland ist am Ende, das Ende des Krieges nur noch eine Frage von Tagen. Von Osten kommen die Russen und von Westen die Engländer und Amerikaner. Um die Moral, der deutschen zu brechen, bedienen sich die Alliierten der Bomberflüge. Nacht für Nacht fliegen sie deutsche Städte an und zerstören, was noch zu zerstören ist. Würzburg ist bisher von großen Angriffen verschon geblieben. Das hat zur Folge, dass einige glauben, dass es auch so bleibt, aber auch Flüchtlinge strömen immer mehr in die Stadt der trügerischen Illusion glauben hier das Ende des Kriegs abzuwarten. In der Nacht auf den 16. März wird ihnen das zum Verhängnis. In der Tat ist Würzburg das Opfer fehlender Ziele geworden strategisch völlig unwichtig, kam Würzburg nur auf die Liste der zu bombardierenden Städte, weil die britische Royal Air Force keine Ziele mehr hatte, neben 5000 Toten wurde auch die einzigartige Altstadt fast völlig zerstört und gerade diese hauptsächlich aus Holz gebauten Häuser sollten vielen Menschen zum Verhängnis werden. Einen guten Bericht mit dem Ablauf des Angriffs findet der Interessierte Leser hier>> Schreibstil Das Buch ist einfach zu lesen, der Leser erfährt Einblicke sowohl in die Ansichten der ausführenden Bomberpiloten als auch in diverse Charaktere, die den Angriff am Boden erlebten. Charaktere Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Sichtweisen erzählt, um einen Bezug herzustellen, ist das Buch zu kurz, aber das kann auch vom Autor so gewollt sein, er verdeutlich damit sehr gut, wie schnell ein Leben vorbei sein kann. Fazit Nehmen wir es vorweg, ein Happy End kann das Buch nicht haben. Zu Anfang beginnt der Autor mehrere Handlungsstränge aufzubauen, aber nicht alle lösen sich auf, sie wirken auf einmal so banal, so unwichtig das man als Leser auch keine Erklärung erwartet. Auch ohne übliche Heldengeschichten ist das Buch spannend und temporeich geschrieben. Es ist (zum Glück) nur schwer vorstellbar, was in den Menschen vorgegangen ist, die so was erleben mussten. Roman Rausch ist es gelungen ein Stück deutsche Geschichte lebendig werden zu lassen. Dabei steht Würzburg stellvertretend für alle Städte, denen ein Bombenangriff zum Schicksal wurde und es ist gleichgültig, ob es deutsche, russische, englische oder französische Städte waren. Ich gebe volle fünf von fünf Sterne/Leseratten Plus und eine absolute Leseempfehlung. Ich habe das Buch in der Kategorie Historische Romane bei LovlyBooks zum Leserpreis 2016 nominiert. Autor: Roman Rausch

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Extrem aufwühlend
von hasirasi2 aus Dresden am 25.10.2016

„Bombennacht“ ist eine sehr eindringliche Geschichte, denn der Leser weiß ja, dass am Ende des Tages (16.03.1945) die Bomben fallen werden. Aber für die Bewohner von Würzburg ist es ein „normaler“ Tag, der erste Frühlingstag. Die Hoffnung keimt, dass der Krieg bald vorbei sein wird, denn die Gegner kommen... „Bombennacht“ ist eine sehr eindringliche Geschichte, denn der Leser weiß ja, dass am Ende des Tages (16.03.1945) die Bomben fallen werden. Aber für die Bewohner von Würzburg ist es ein „normaler“ Tag, der erste Frühlingstag. Die Hoffnung keimt, dass der Krieg bald vorbei sein wird, denn die Gegner kommen immer näher. Bisher hat Würzburg den Krieg fast unbeschadet überstanden. Was soll jetzt noch passieren?! Und auch ich hoffe und bange die ganze Zeit, dass wenigstens ein paar der Personen, die wir hier kennenlernen, am Ende überleben werden. Der Leser erlebt die letzten 24 Stunden im Stundentakt aus sehr verschiedenen Sichtweisen. Da sind zum einen Würzburgs Bewohner, arme und reiche, Ausgebombte, Zwangsarbeiter und Fahnenflüchtige, Juden und Pfarrer. Auf der anderen Seite steht Henry, eigentlich Heinrich, ein Deutscher, der bei einer englischen Fliegerstaffel dient und regelmäßig deutsche Städte ausbomben muss. Der Konflikt zwischen seiner Liebe zu Würzburg und seinem Fliegereinsatz wird sehr gut geschildert. Zu den wichtigsten weiteren Protagonisten zählt vor allem der Leiter der Nervenheilanstalt Prof. Werner. Die Klinik ist bis auf wenige Nervenkranke längst ein völlig überfülltes Lazarett. Seine Tochter Charlotte, deren 19. Geburtstag an diesem Abend groß gefeiert werden soll, arbeitet im Luftschutzbunker. Sie versucht die feindlichen Nachrichten zu entschlüsseln, vertraut aber leider ihrer Intuition nicht, was die Bomben für Würzburg angeht. Dazu kommen noch die geheimnisvolle Apollonia, die bei Prof. Werner blanke Panik auslöst, kennt sie doch sein größtes Geheimnis, und die Schwesternschülerin Fanny, die in den letzten Stunden ihren Glauben verlieren wird. Auch der Jude Paul hofft bis zuletzt auf seine Flucht oder Rettung und Pfarrer Titus will so vielen Menschen wie möglich helfen. „Bombennacht“ hat mich sehr mitgenommen. Ich habe es immer wieder aus der Hand legen müssen, weil die sehr anschaulich geschilderten Grausamkeiten kaum noch zu ertragen waren. Die Geschichte hat mir die Luft zum Atmen genommen. Sie wirkte beängstigend und beklemmend auf mich. Und immer, wenn ich dachte, jetzt kann es eigentlich nicht mehr schlimmer werden, wurde es noch barbarischer. Am ehesten könnte man es in dieser Hinsicht noch mit „Nackt unter Wölfen“ vergleichen. Trotzdem möchte ich diese Erfahrung nicht missen. Ich finde es gut, dass gerade in der heutigen Zeit wieder einmal darauf aufmerksam gemacht wird, was passieren kann und wie grausam und unmenschlich Kriege sind. Dieses sehr spannende, fesselnde und aufwühlende Buch hat die 5 Sterne mehr als verdient!

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Bewegender Roman über einen historischen Tag
von vielleser18 aus Hessen am 23.10.2016

Würzburg. Es ist der 16. März 1945, ein Tag, der frühlingshaft beginnt. Doch am Abend wird die Stadt nicht mehr die sein, die sie war. Ein Bombenangriff von über 225 Flugzeugen wird die historische Stadt zunichte machen. Roman Rausch hat durch fiktive Menschen die Realität diesen Tages nachempfunden.... Würzburg. Es ist der 16. März 1945, ein Tag, der frühlingshaft beginnt. Doch am Abend wird die Stadt nicht mehr die sein, die sie war. Ein Bombenangriff von über 225 Flugzeugen wird die historische Stadt zunichte machen. Roman Rausch hat durch fiktive Menschen die Realität diesen Tages nachempfunden. Vorbilder waren Zeitzeugenberichte, aber auch historische Dokumente. Hauptpersonen sind der Leiter der Nervenklinik Prof. Werner und seine Famlie, Ehefrau, Tochter Charlotte, Sohn German und dem jüdischen Klavierlehrer Paul, die Krankenschwesterschülerin Fanny, ihr Vater und ihre Mitbewohner. Paul, der Flieger der Royal Air Force ist . Aber auch der Junge Julius, das Mädchen Apollonie, Elsa, die seit Jahren Patientin auf der Station der Nervenklinik ist und so manch andere Figuren. Abwechselnd wird in wie in einem Stundenprotokoll von den letzten 24 Stunden des historischen Würzburgs berichtet. Dabei gelingt es Roman Rausch, von den ersten fast idyllischen Stunden, in der die Menschen Pläne schmieden, noch hoffnungsvoll sind, bis hin am Ende zu Entsetzen, Tod, Leid und tiefe Abgründe der menschlichen Seele hin zu wechseln, im Buch werden die ganze Bandbreite an Gefühlen geweckt. Eine Geschichte, da sie so, zumindest was die Rahmenbedingungen angeht, Realität ist, so dass die Beschreibung der letzten 24 Stunden wahrlich dem Leser unter die Haut gehen und man das Buch nicht einfach so schließen kann. Es hallt nach. Es treibt an weiter zu recherchieren um noch mehr zu erfahren. So war mir schnell klar, dass es diesen beschriebenen Prof. Werner wirklich gegeben hat, es handelt sich um Prof. Werner Heyde. Die Geschichte, die so ruhig anfängt, steigert sich von Stunde zu Stunde, ab Beginn der Bombardierung, lesen wir schnell wechselnde Sequenzen zwischen unseren Progagonisten. Man hofft mit ihnen, leidet mit ihnen und trauert auch mit ihnen. Als Leser meint man die Hitze zu spüren, die Gase zu riechen, die Angst selber zu spüren. Ich konnte das Buch am Ende nicht mehr aus der Hand legen und musste einfach wissen, wer überlebt hier, wer schafft es aus der Flammenhölle heraus. Und dann, gerade als man sich beim Lesen glaubte etwas beruhigen zu können, kommt alles anders als man glaubte.... Fazit: Roman Rausch zeichnet hier ein bewegenden Ablauf der letzten 24 Stunden des historischen Würzurgs. Ein mitreissender, gefühlsbeladener Roman, der einem auch nach dem Lesen noch lange bewegt.

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Sehr bewegend...
von Thomas Jessen aus Frankfurt am Main am 05.10.2016

Mit Bombennacht hat sich Roman Rausch in eine für ihn neue Epoche begeben. Kannte man bisher seine Romane die im Mittelalter spielen sowie seine Kriminalromane und Thriller, so spielt Bombennacht, wie der Titel schon erahnen lässt, in der Zeit des zweiten Weltkriegs. Sehr bewegend beschreibt der Autor die Sorgen und... Mit Bombennacht hat sich Roman Rausch in eine für ihn neue Epoche begeben. Kannte man bisher seine Romane die im Mittelalter spielen sowie seine Kriminalromane und Thriller, so spielt Bombennacht, wie der Titel schon erahnen lässt, in der Zeit des zweiten Weltkriegs. Sehr bewegend beschreibt der Autor die Sorgen und Nöte der Menschen in Würzburg gegen Ende des zweiten Weltkriegs. Amerikaner, Franzosen und Briten stehen im Westen vor an den Grenzen des Reichs und im Osten die sowjetischen Verbände. Entsprechend viele ausgebombte, verwundete und sonstige umgesiedelte Menschen drängeln sich in Würzburg. Im ersten Teil geht es in der Hauptsache um Fanny, eine junge Schwesternschülerin, die in der Folge an dem von ihr verehrten Chef der Klinik, Professor Werner zu zweifeln beginnt und ihrerseits nachforscht. Der zweite Teil des Buches behandelt den Bombenangriff der alliierten Bomber auf Nürnberg und Würzburg und die Auswirkungen auf Würzburg und die Bevölkerung. Der Schreibstil ist gewohnt gut und fesselnd und so gelingt es Roman Rausch wie so oft seine Leser zu fesseln. Insbesondere auch weil sich es bei den Schilderungen der Bombennacht um Zeitzeugenberichte handelt, konnte es dem Autor gelingen ein fesselndes und sehr berührendes Buch zu schreiben. So ist es Roman Rausch gelungen die düstere Atmosphäre darzustellen. Die Nöte und Ängste aller, erscheinen sehr greifbar und echt. So spürt man die Angst der Menschen im Bunker während und nach dem Angriff. Der Kampf der Würzburger ums Nackte Überleben nach den Angriffen. Für mich war es aber auch eine Darstellung des Rassenhasses bzw des Hasses auf das so genannte Lebensunwerte Leben. Insbesondere eine Szene ist dabei dem Autor so gut gelungen, dass es einem dabei erscheint man würde danebenstehen. Wie insgesamt die Figuren wieder sehr plastisch beschrieben sind, dass sie durchweg authentisch wirken. Und natürlich gelingt es dem Autor wieder aufs Beste mein Kopfkino zum Rattern zu bringen, so dass ich das Gefühl hatte einen Film vor meinem inneren Auge ablaufen zu sehen. Roman Rausch schafft es immer wieder aufs Neue mich mit seinen Büchern zu fesseln. Für mich waren das, fast schon wie immer, 5 von 5 Sternen.

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