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Brüder für immer

(18)
Wenn ich vor dir sterbe, sagte ich, werde ich ein Buch über dich schreiben. Wenn ich vor dir sterbe, sagte Julian, dann habe ich keinen Bruder mehr.   Quentins Buch hält der Leser in den Händen. Er schreibt über die Kindheit mit seinem Bruder Julian, bis dieser in den Spanischen Bürgerkrieg zieht. Vom englischen Landleben der zwanziger und dreißiger Jahre, den Künstlern, die in ihrem Haus ein und aus gehen und von einem schrecklichen Geheimnis, das ans Licht kommt und alles verändert.     Brüder für Immer beruht auf wahren Begebenheiten und realen Personen. Quentin, Julian und ihre kleine Schwester Angelica waren die Kinder der Malerin Vanessa Bell. Vanessa und ihre Schwester Virginia Woolf waren zentrale Figuren der sogenannten Bloomsbury Group, einer bunten Gemeinschaft von Künstlern, die Anfang des vorigen Jahrhunderts in England wohnten und wirkten.
Portrait
Rindert Kromhout, geboren 1958 in Rotterdam, veröffentlichte seine erste Geschichte im Alter von 19 Jahren in einem Kindermagazin. Bis heute sind von ihm 143 Bücher in vielen Genres erschienen. Kromhouts Bücher sind in viele Sprachen übersetzt worden und gewannen zahlreiche Preise. Der Autor lebt und schreibt in Amsterdam.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 256
Altersempfehlung 12 - 15
Erscheinungsdatum 30.09.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95854-068-2
Verlag Mixtvision Medienges.mbH
Maße (L/B/H) 211/134/32 mm
Gewicht 453
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 66.901
Buch (Paperback)
14,90
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
18 Bewertungen
Übersicht
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Diese Leute aus Charleston
von D. Brown aus München am 18.11.2016

Rindert Kromhout hat einen wunderbaren Roman geschrieben über eine Zeit die schon lange vergangen ist, jedoch nichts an Faszination verloren hat. Der Erzähler der Geschichte ist Quentin Bell Neffe der berühmten Schriftstellerin Virginia Woolf, und Sohn der ebenso zu ihrer Zeit sehr bekannten Malerin Vanessa Bell, der Schwester Virginia... Rindert Kromhout hat einen wunderbaren Roman geschrieben über eine Zeit die schon lange vergangen ist, jedoch nichts an Faszination verloren hat. Der Erzähler der Geschichte ist Quentin Bell Neffe der berühmten Schriftstellerin Virginia Woolf, und Sohn der ebenso zu ihrer Zeit sehr bekannten Malerin Vanessa Bell, der Schwester Virginia Woolfs. Er erzählt in wunderschönen Bildern seine Kindheitserinnerungen der zwanziger und dreißiger Jahre. Damals als sich die Bloomsbury Group, eine lose Verbindung von britischen Künstlern zusammen schloss, schildert er das Leben auf dem Land in Sussex, wo er mit seinem Bruder Julian, seiner Mutter deren Liebhaber, manchmal mit seinem leiblichen Vater und dessen Liebschaften, seiner Halbschwester Angelica, einer treuen Haushälterin und vielen Besuchern des Hauses lebt. Was sich zu Anfang wie eine Lausbubengeschichte liest, entwickelt sich schließlich zu einer sehr genauen Beschreibung der vielfältigen, bisweilen auch komplizierten, Beziehungen der verschiedenen Protagonisten mit- und untereinander, aus der Sicht eines kleinen Jungen bis zu dessen Alter von über zwanzig Jahren, als sein älterer Bruder Julian, der sich als Freiheitskämpfer und überzeugter Kommunist zum spanischen Bürgerkrieg als Unterstützer der Republikaner meldet, dort bei einem Bombenanschlag ums Leben kommt. Die Liebe zu seinem Bruder, den er als seinen besten Freund empfindet und liebt wird ihn auch zum Schriftsteller machen der sowohl ihrer beider als auch die Familiengeschichte schreiben wird. Besonders spannend finde ich wie hier ein Stück britischer Kulturgeschichte dargestellt wird, die bis in die dritte Generation also auch bis heute in die englische Kunst und das Design hineinreicht. Dieser Roman ist nicht nur für Jugendliche sondern auch für erwachsene Leser eine wunderbare Lektüre. Mein Fazit: Sehr empfelenswert!

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eine freigeistige Kindheit
von einer Kundin/einem Kunden aus Wels am 31.10.2016

„Abenteurer bringen es im Leben weiter“ sagte Julian. „Aber Schriftsteller leben länger“, sagte ich. „Wenn du vor mit stirbst“ sagte ich, „schreibe ich ein Buch über dich.“ (S. 5) Und so... „Abenteurer bringen es im Leben weiter“ sagte Julian. „Aber Schriftsteller leben länger“, sagte ich. „Wenn du vor mit stirbst“ sagte ich, „schreibe ich ein Buch über dich.“ (S. 5) Und so erzählt uns Quentin, Sohn von Vanessa Bell und Neffe von Virginia Woolf, von seiner Kindheit in Charleston mit seinem Bruder und besten Freund Julian. Die Jungs dürfen in einer einzigartigen Atmosphäre aufwachsen. Charleston bietet ihnen Raum, sich zu entfalten und die Erwachsenen um sie bieten ihnen alles, was nötig ist um selbständig zu werden. Umgeben von Künstlern und Freigeistern werden sie zu eigenständig denkenden jungen Erwachsenen. Quentin erkennt schon früh, dass er schreiben will und seine Tante unterstützt ihn dabei. Julian fühlt sich mehr und mehr zur Politik hingezogen. Der Kommunismus zieht ihn in seinen Bann und Hitlers Aufstreben weckt den Widerstand in ihm. Nach einem Familienstreit, der Julian sehr zusetzt, meldet er sich freiwillig, um im spanischen Bürgerkrieg zu kämpfen. Rindert Kromhout beschreibt uns Charleston so plastisch, dass wir uns vorstellen können, durch dieses eigensinnige Anwesen zu streifen, die bemalten Wände zu berühren und das Baumhaus im Garten zu erklimmen. Vanessa Bell lebte hier mit ihrem homosexuellen Freund, dem Maler Duncan Grant. Die beiden arbeiteten zusammen und inspirierten sich gegenseitig. Immer wieder lebten vorübergehend andere Künstler ihrer Zeit bei ihnen in Charleston. Ihr Haus war immer offen. Dieses Umfeld und diese Art der Erziehung würde ich auch heute jedem Kind wünschen zum wachsen und gedeihen. Man vergisst beim Lesen völlig, dass diese Leute vor fast einem Jahrhundert gelebt hatten. Ihr Umgang mit Sexualität, mit Gesellschaft und Strukturen ist sogar für unsere Zeit noch sehr modern und aufgeschlossen. Ich bin restlos begeistert von diesem Buch und dem Stück Weltsicht, dass es uns bietet. Es regt zum Nachdenken an und hilft vielleicht ein bisschen mit, unseren Kindern etwas mehr Weitblick mitzugeben. Ich empfehle es uneingeschränkt einfach allen. Es vermittelt uns: „ ,Geh immer deinen eigenen Weg. Mach dir deine eigenen Gedanken. Lauf nie hinter der Masse her.’ Es ist eine Lebensweisheit, die wir heute, knapp ein Jahrhundert später, nicht oft genug wiederholen können.“ (im Nachwort S. 299)

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Wunderschöner Eindruck des Lebensgefühls einer Künstlerfamilie
von flinnn am 29.10.2016

Quentin wächst zusammen mit seinem Bruder Julian in einer Künstlerfamilie auf. Die fiktive Biografie erzählt die Kindheit der beiden in den Jahren von 1925 bis 1937. Die Brüder leben bei ihrer Mutter, der Malerin Vanessa Bell, die mit dem homosexuellen Künstler Duncan zusammenlebt, auf dem Landhaus Charleston. Wenig entfernt wohnt... Quentin wächst zusammen mit seinem Bruder Julian in einer Künstlerfamilie auf. Die fiktive Biografie erzählt die Kindheit der beiden in den Jahren von 1925 bis 1937. Die Brüder leben bei ihrer Mutter, der Malerin Vanessa Bell, die mit dem homosexuellen Künstler Duncan zusammenlebt, auf dem Landhaus Charleston. Wenig entfernt wohnt die Schwester ihrer Mutter, die berühmte Schriftstellerin Virginia Woolf. Die Kindheit ist unbeschwert, kreativ geprägt und behütet. Doch dieser freigeistige Lebensstil kommt einem noch heute sonderbar vor – in den 20er Jahren erst recht. Die ansässige Bevölkerung beäugt die Familie äußerst misstrauisch. Rindert Kromhout hat ein sehr lesenswertes Jugendbuch geschrieben. Er legt dabei seinen Fokus auf das Lebensgefühl der Familie Bell. In dem ganzen Buch passiert eigentlich nicht viel, trotzdem wird dem Leser nicht langweilig, denn die Geschichte fesselt einen durch den lockeren Schreibstil und die Eindrücke von Quentin. Auch philosophische Fragen werden aufgeworfen, geschichtliche Ereignisse angerissen, auch Ehrlichkeit, Freundschaft und Umgang mit Andersartigkeit werden behandelt, so ist das Buch auch pädagogisch wertvoll für junge Leser – dabei ist es definitiv keineswegs trocken. Aber auch Erwachsene können diesen Roman mit Freude lesen. Sogar nachdem man das Buch beiseitegelegt hat, wirkt es nach. Es vermittelt das Lebensgefühl dieser besonderen Familie – wer allerdings Action möchte, wird enttäuscht sein. Ich danke dem Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar.

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Wundervoll
von Kathrin Luys am 27.10.2016

Der Erzähler der Geschichte ist der junge Quentin Bell. Er und sein Bruder sind die Kinder von Clive und Vanessa Bell. Die Geschichte handelt von der chaotischen Künsterlfamilie Bell. Der Vater, Clive, lebt in London, die Mutter, Vanessa zieht mit ihren beiden Söhnen aufs Land. Mit von der Partie ist... Der Erzähler der Geschichte ist der junge Quentin Bell. Er und sein Bruder sind die Kinder von Clive und Vanessa Bell. Die Geschichte handelt von der chaotischen Künsterlfamilie Bell. Der Vater, Clive, lebt in London, die Mutter, Vanessa zieht mit ihren beiden Söhnen aufs Land. Mit von der Partie ist ihr neuer Freund Duncan und die kleine Tochter von Vanessa, Angelica. Außerdem ist ein weiter Freund der Familie mit in das Landhaus gezogen. Das Haus ist farbenfroh eingerichtet und die Kunst steht an erster Stelle. Nachbarn und Einwohner des Dorfes finden die neuen Mitbewohner sehr skurill. Die Kinder merken selbst nicht, dass ihre Familie anders ist und nicht so lebt wie eine konventionelle Familie Anfang des 20. Jahrhunderts. Auch die berühmte Tante Virginia Woolf spielt eine wichtige Rolle. Quentin hat seinem Bruder versprochen ein Buch über ihn zu schreiben, wenn dieser stirbt. Julian beschließt nämlich, als Quentin zwölf Jahre alt ist, in den Krieg zu ziehen. Die Geschichte soll das Werk darstellen, welches Quentin nach Julians Tod verfasst haben soll. Die Protagonisten um die Bloomsbury - Group haben wirklich gelebt. Das Buch hat biogragfische Anteile, erhebt aber keinerlei Anspruch auf die Wahrheit. Das Buch ist für Kinder und Jugendliche ab zwölf. Allerdings habe ich mich mit meinen 23-Jahren super wohlgefühlt mit diesem Buch. Ich kann es auch jedem Erwachsenen empfehlen, der gerne über die Familie etwas lesen möchte oder generell Coming of Age Geschichten liest. Abgesehen vom Inhalt, wirkt das Cover meiner Meinung nach auch nicht wie ein typisches Kinder beziehungsweise Jungendbuch. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Man weiß das der fiktive Quentin die Geschichte schreibt, als er bereits älter ist. Allerdings geht die Kindlichkeit nicht verloren, da er in der Geschichte oft ernste Fragen auf kindliche Weise stellt und er altersgerechte Antworten bekommt. Dadurch können auch Leser den ernsten Hintergrund und die Geschehnisse rund um den Krieg und Faschismus verstehen. Der Roman spiegelt die künsterliche Aufbtuchtimmung der 20/30-Jahre wieder. Wir erfahren viel mehr als nur die Beziehung zwischen den beiden Brüdern. Ich hatte sehr viel Spaß am Lesen und das Interesse an den Künstlern dieser Zeit wurde in mir geweckt. Das Buch hat alles zu bieten, was einen guten Roman ausmacht.

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Porträt einer faszinierenden Familie
von einer Kundin/einem Kunden am 17.10.2016

Zum Inhalt Das Buch beginnt mit dem Kapitel, in dem Julian seinen Entschluss verkündet, im Krieg zu kämpfen. Der Leser weiß dadurch schon von Beginn an, worauf die Geschichte hinausläuft. Das nimmt aber keineswegs die Spannung, sondern baut sie viel mehr auf. Im Buch wird die Geschichte einer alternativ lebenden Familie... Zum Inhalt Das Buch beginnt mit dem Kapitel, in dem Julian seinen Entschluss verkündet, im Krieg zu kämpfen. Der Leser weiß dadurch schon von Beginn an, worauf die Geschichte hinausläuft. Das nimmt aber keineswegs die Spannung, sondern baut sie viel mehr auf. Im Buch wird die Geschichte einer alternativ lebenden Familie beschreiben. Im Mittelpunkt steht dabei das Haus Charleston mit seinen Bewohnern: die berühmte Malerin Vanessa (Mutter), die Freunde Duncan und David und die Kinder Quentin, Julian und Angelica. Ihr Leben wird sehr liebevoll skizziert und der Leser kann eine Verbindung zu den Protagonisten aufbauen und sich sehr gut in ihr Denken und Fühlen hineinversetzen. Zum Autor Rindert Kromhout, geboren 1958 in Rotterdam, veröffentlichte seine erste Geschichte im Alter von 19 Jahren in einem Kindermagazin. Bis heute sind von ihm 143 Bücher in vielen Genres erschienen. Kromhouts Bücher sind in viele Sprachen übersetzt worden und gewannen zahlreiche Preise. Der Autor lebt und schreibt in Amsterdam. (Quelle: vorablesen) Zur Leseerfahrung Als ich mit dem Buch begonnen habe war mir nicht bewusst, dass diese Familie wirklich gelebt hat. Es handelt sich jedoch nicht um eine Biografie, sondern um eine Geschichte, die rund um diese Personen erstellt wurde. Ich habe die Personen sehr schnell ins Herz geschlossen und konnte das Buch nur schwer weglegen. Es hat auch eine lehrreiche Seite, die den Leser dazu auffordert, kritisch zu denken und nicht den bequemsten Weg zu wählen. Das empfohlene Lesealter beträgt 12 Jahre. Ich würde das Buch aber eher für ältere empfehlen, da es doch in gewisser Weise sehr nahe geht. Zum Fazit Ein wunderschöne Geschichte über eine faszinierende Familie, die ihren Prinzipien treu bleibt und den Leser an ihrer alternativen Lebensauffassung teilhaben lässt.

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Porträt einer faszinierenden Familie
von Christina am 17.10.2016

Zum Inhalt Das Buch beginnt mit dem Kapitel, in dem Julian seinen Entschluss verkündet, im Krieg zu kämpfen. Der Leser weiß dadurch schon von Beginn an, worauf die Geschichte hinausläuft. Das nimmt aber keineswegs die Spannung, sondern baut sie viel mehr auf. Im Buch wird die Geschichte einer alternativ lebenden Familie... Zum Inhalt Das Buch beginnt mit dem Kapitel, in dem Julian seinen Entschluss verkündet, im Krieg zu kämpfen. Der Leser weiß dadurch schon von Beginn an, worauf die Geschichte hinausläuft. Das nimmt aber keineswegs die Spannung, sondern baut sie viel mehr auf. Im Buch wird die Geschichte einer alternativ lebenden Familie beschreiben. Im Mittelpunkt steht dabei das Haus Charleston mit seinen Bewohnern: die berühmte Malerin Vanessa (Mutter), die Freunde Duncan und David und die Kinder Quentin, Julian und Angelica. Ihr Leben wird sehr liebevoll skizziert und der Leser kann eine Verbindung zu den Protagonisten aufbauen und sich sehr gut in ihr Denken und Fühlen hineinversetzen. Zum Autor Rindert Kromhout, geboren 1958 in Rotterdam, veröffentlichte seine erste Geschichte im Alter von 19 Jahren in einem Kindermagazin. Bis heute sind von ihm 143 Bücher in vielen Genres erschienen. Kromhouts Bücher sind in viele Sprachen übersetzt worden und gewannen zahlreiche Preise. Der Autor lebt und schreibt in Amsterdam. (Quelle: vorablesen) Zur Leseerfahrung Als ich mit dem Buch begonnen habe war mir nicht bewusst, dass diese Familie wirklich gelebt hat. Es handelt sich jedoch nicht um eine Biografie, sondern um eine Geschichte, die rund um diese Personen erstellt wurde. Ich habe die Personen sehr schnell ins Herz geschlossen und konnte das Buch nur schwer weglegen. Es hat auch eine lehrreiche Seite, die den Leser dazu auffordert, kritisch zu denken und nicht den bequemsten Weg zu wählen. Das empfohlene Lesealter beträgt 12 Jahre. Ich würde das Buch aber eher für ältere empfehlen, da es doch in gewisser Weise sehr nahe geht. Zum Fazit Ein wunderschöne Geschichte über eine faszinierende Familie, die ihren Prinzipien treu bleibt und den Leser an ihrer alternativen Lebensauffassung teilhaben lässt.

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Wunderschönes Buch!
von einer Kundin/einem Kunden aus Hornbek am 13.10.2016

Für mich ein wunderschönes stilles Buch. Es beschreibt die Kindheit von Julian und Quentin. Sie werden etwas unkonventionell in einer Künstlerfamilie groß. Das ganze spielt in den zwanziger und dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Familie erinnert an die Hippiezeit. Beim lesen ist man ganz bei den Brüdern. Es... Für mich ein wunderschönes stilles Buch. Es beschreibt die Kindheit von Julian und Quentin. Sie werden etwas unkonventionell in einer Künstlerfamilie groß. Das ganze spielt in den zwanziger und dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Familie erinnert an die Hippiezeit. Beim lesen ist man ganz bei den Brüdern. Es passiert nicht viel, aber es ist wunderschön geschrieben und man ist ganz in der Geschichte gefangen. Sehr schöner Schreibstil, der einen wirklich sofort mitnimmt. Schon zu Anfang wird dem Leser klar, warum das Buch geschrieben wurde. Julian ist gestorben. Er wollte den Kommunisten in Spanien zur Seite stehen. Er fühlte sich nach langem hin und her dazu aufgerufen. Die Absprache mit seinen Bruder lautet, wenn ich zuerst sterbe, dann schreibst Du ein Buch über mich bzw. die Familie und das tat dann Quentin auch.

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Eine unkonventionelle Familie
von Siderea am 10.10.2016

Quentin und Julian Bell wachsen zusammen mit ihrer kleinen Schwester Angelica in den 20er Jahren in Charleston - einem Landhaus in Sussex - bei ihrer berühmten Mutter, der Malerin Vanessa Bell, auf. Ihre ebenso berühmte Tante, die Schriftstellerin Virginia Woolf, und auch die anderen Mitglieder der "Bloomsbury Group" sind... Quentin und Julian Bell wachsen zusammen mit ihrer kleinen Schwester Angelica in den 20er Jahren in Charleston - einem Landhaus in Sussex - bei ihrer berühmten Mutter, der Malerin Vanessa Bell, auf. Ihre ebenso berühmte Tante, die Schriftstellerin Virginia Woolf, und auch die anderen Mitglieder der "Bloomsbury Group" sind häufig zu Gast - in ihrem Zuhause herrscht eine für die damalige Zeit ungewöhnlich freigeistige Stimmung. Der Umgang mit diesen kreativen und modern denkenden Intellektuellen prägt die Kindheit des Bell-Nachwuchses. Sie hören zwar immer wieder von Außenstehenden, dass ihre Familie seltsam sei, doch die Kinder hinterfragen ihre Familienverhältnisse nicht. Für sie ist es normal, dass der Vater in London lebt und regelmäßig mit anderen, neuen Freundinnen zu Besuch kommt, und dass ihre Mutter lieber mit Duncan zusammenlebt als mit ihrem Vater. Doch eines Tages kommt ein Geheimnis ans Licht, das diese kleine, idyllische Welt in den Grundfesten erschüttert. Rindert Kromhout hat ein anrührendes Jugendbuch geschrieben. Selbst in heutiger Zeit würde diese Familie nicht als "normal" durchgehen, wie mag das erst in den 20er- und 30er-Jahren auf die englische Landbevölkerung gewirkt haben? Und dennoch beschreibt der Autor die jungen Jahre der Bell-Kinder als unbeschwert und behütet, vielleicht gerade, weil ihre Mutter Vanessa nicht der "Engel im Haus" sein muss, sondern ihrer Leidenschaft freien Lauf lassen kann und dennoch ihren Kindern eine gute und liebende Mutter ist. Obwohl es sich hier um ein Jugendbuch handelt, und dieses Buch auch definitiv für die empfohlene Altersgruppe geeignet ist, habe ich auch als Erwachsene meine Freude daran gehabt. Man findet viele intelligente Dialoge, in denen oft philosophische Fragen aufgeworfen werden. Es geht um die Familie, das Erwachsenwerden, wie man seinen eigenen Weg findet und wie man sich eine eigene Meinung bildet. Und auch um die Erkenntnis eines Jugendlichen, dass auch Eltern sich nicht immer an ihre eigenen Ratschläge halten, dass auch sie nur Menschen sind und nicht immer alles richtig machen. Ein jugendlicher Leser liest "Brüder für immer" sicher mit anderen Eindrücken als ein Erwachsener, aber trotzdem liefert dieses Buch mit Sicherheit viele interessante Denkanstöße für alle Altersgruppen. Außerdem zeichnet der Autor auch ein gelungenes Bild der damaligen Zeit, greift politische und gesellschaftliche Umbrüche, wie beispielsweise den Aufstieg des Faschismus und die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise, auf. Diese ernsten, geschichtlichen Hintergründe verpackt er aber altersgerecht und bereitet die Themen deutlich interessanter auf, als es im Geschichtsunterricht der Fall ist. Obwohl fast alle Figuren dieses Romans reale Personen sind, handelt es sich natürlich trotzdem um einen Roman und nicht um eine Biografie - worauf der Autor auch im Nachwort noch einmal deutlich hinweist. Natürlich hat er viel über diese außergewöhnliche Familie recherchiert, und hinterlässt damit beim Leser auch den Eindruck, dass die Ereignisse sich so (oder zumindest ähnlich) abgespielt haben könnten. Die Charakterzüge und Eigenheiten dieser Personen hat er glaubwürdig dargestellt, alle wichtigen Figuren wirken äußerst lebensecht. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung - und das nicht nur für jugendliche Leser. Eine gut erzählte Familiengeschichte, die alles Wichtige mitbringt: Verbundenheit und Freundschaft unter Geschwistern, nostalgische und berührende Momente und auch große Konflikte.

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Ein besonderes Buch
von Bibliomarie aus Düsseldorf am 10.10.2016

„Wenn Du vor mir stirbst, werde ich ein Buch über Dich schreiben“ Mit diesen Worten verabschiedet Quentin seinen geliebten und bewunderten großen Bruder, der in den spanischen Bürgerkrieg zieht. Julian und Quentin Bell wachsen in einer liebevollen und unkonventionellen Familie heran. Die Bindung zwischen den Brüdern ist eng, auch wenn... „Wenn Du vor mir stirbst, werde ich ein Buch über Dich schreiben“ Mit diesen Worten verabschiedet Quentin seinen geliebten und bewunderten großen Bruder, der in den spanischen Bürgerkrieg zieht. Julian und Quentin Bell wachsen in einer liebevollen und unkonventionellen Familie heran. Die Bindung zwischen den Brüdern ist eng, auch wenn sich der Altersunterschied im Lauf der Zeit immer deutlicher herausstellt. Mit 6 und 9 Jahren hat man viel mehr Gemeinsamkeiten, als mit 13 und 16, aber die tiefe Verbundenheit bleibt der beiden bleibt. Diese Geschichte ist viel mehr als eine Jugendgeschichte. Es geht ums Erwachsenwerden, Erfahrungen und Verletzungen. Wenn es sich bei der Familie um die Künstlerfamilie Vanessa und Clive Bell und Duncan Grant und Schwester und Schwager Virginia und Leonhard Woolf handelt, weiß man, dass es eine besondere Kindheit und Jugend war. Es ist ein Roman, den Erwachsene mit genauso viel Gewinn lesen können, wie Jugendliche. Rindert Kromhout hat eine einfühlsame Stimme für Quentin Bell gefunden, dass ich fast meinte, Quentin selbst zuzuhören. Wer ein wenig über die Familien weiß, wird sich sofort heimisch fühlen. Mit Virginia Woolf als Tante ist der Lebensweg als Schriftsteller für Quentin vorgezeichnet, vor allem wenn man als Kind so liebevolle Förderung erfährt. Es war allerdings mehr ein Familienroman über die bedeutenden Mitglieder der Bloomsbury Group, als nur über Julian und Quentin. Die Beziehungen der Erwachsenen untereinander, die künstlerische Entwicklung und Erfolge als Maler, Schriftsteller und Verleger nehmen einen großen Raum ein. Ich habe das Buch einfach nur fasziniert gelesen, auch wenn es ein Roman ist, es spiegelt die künstlerische Aufbruchsstimmung der 20iger/30iger Jahre wieder und ist ein Leseerlebnis für junge Menschen und Erwachsene. Ein wirklich besonderes Buch.

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ein tolles Buch
von einer Kundin/einem Kunden am 07.10.2016

Inhalt: "Julian und Quentin sind Brüder, aber auch beste Freunde. Als Julian in den Krieg zieht, verspricht Quentin ihm: Wenn du stirbst, dann schreibe ich ein Buch über dich. Dieses Buch hält der Leser in Händen. Quentin schreibt über die zwölf Jahre, die bis zu Julians Tod vergehen, über seine... Inhalt: "Julian und Quentin sind Brüder, aber auch beste Freunde. Als Julian in den Krieg zieht, verspricht Quentin ihm: Wenn du stirbst, dann schreibe ich ein Buch über dich. Dieses Buch hält der Leser in Händen. Quentin schreibt über die zwölf Jahre, die bis zu Julians Tod vergehen, über seine berühmte Mutter Vanessa Bell und deren Schwester, Virginia Woolf. Es ist eine unbeschwerte Kindheit in einer freigeistigen Umgebung. Bis eine Lüge ans Licht kommt, die alles verändert." Das Buch ist aus der Sicht von Quentin geschrieben, er beschreibt die Kindheit und die Freundschaft zu seinem großen Bruder Julian... Als Julian in den Krieg zieht vereinbaren die beiden, dass Quentin im Falle des Todes ein Buch über Julian schreiben wird. Ein wunderbarer Schreibstil und eine besondere Geschichte über zwei recht unterschiedliche Brüder, die auch eine enge Freundschaft verbindet!

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Wunderbare Familiengeschichte
von inya am 06.10.2016

Das Buch "Brüder für immer" spielt in den Jahren 1925 bis 1937 und handelt von einer weltoffenen und exzentrischen Künstlerfamilie in England, die es in dieser Konstellation auch wirklich gegeben hat. Der Autor Kromhout hat über die Familie sehr gut recherchiert und kann ich mir genau durch dieses Buch... Das Buch "Brüder für immer" spielt in den Jahren 1925 bis 1937 und handelt von einer weltoffenen und exzentrischen Künstlerfamilie in England, die es in dieser Konstellation auch wirklich gegeben hat. Der Autor Kromhout hat über die Familie sehr gut recherchiert und kann ich mir genau durch dieses Buch vorstellen, wie die Familie in dem wunderschönen Haus in Sussex gelebt hat. Es handelt vor allem von den zwei Brüdern Quentin und Julian, die im Jahr 1925 mit ihrer Mutter und ihrem homosexuellen Künstlerfreund Duncan und ihrer kleinen Schwester Angelica auf das Land ziehen, da sie genug von dem Londoner Stadtleben haben. Ihr Vater Clive Bell bleibt in London wohnen, besucht die ungewöhnliche Familienkonstellation allerdings so oft wie er nur kann. Die beiden Jungen verleben mit den außergewöhnlichen Künstlergästen in ihrem Haus und ihrem wundervollen Baumhaus eine fabelhafte Kindheit, die sich jeder Erwachsene und jedes Kind wünscht. Sonntags geht es zu ihrer Tante Virginia Woolf zum Theaterspielen und die ganze Familie lebt in einer friedlichen Blase, der all die Irrungen und Wirrungen der Welt, nichts anhaben kann. Jeder Zeile des Buches ist so gefühlvoll geschrieben, dass es eine wunderbare wohlige Grundstimmung hat, in die der Leser versinkt. Gewisse Szenen mit den interessanten Gästen des Hauses, erinnern mich an das Geisterhaus von Isabel Allende, da diese Besucher das Haus zum leben bringt und die Familie ausmachen. Je älter die Brüder werden, umso mehr entwickeln sich ihre Interessen. Julian beginnt sich immer mehr für Politik zu interessieren und Quentin beginnt Lehrstunden bei seiner Tante Virginia zu nehmen, da er den Wunsch hegt ein Schriftsteller zu werden. Auch hier wünscht man sich keine anderen Eltern für die beiden Jungs, da ihre Eltern sie in all ihren Wünschen unterstützen und sie lehren jede Handlung kritisch zu hinterfragen und niemanden nachzulaufen. Doch die glückliche Blase, in der die Künstlerfamilie lebt platzt, indem Julian ein Familiengeheimnis entdeckt und offenbart und zutiefst verletzt ist, da seine Eltern dieses Geheimnis über Jahre vor ihren Kindern verheimlicht haben. Die selige Familienzusammengehörigkeit ist erschüttert und Julian beginnt sich immer mehr von seinen Eltern und auch von seinem geliebten Bruder abzuspalten. Sein Wunsch sich seinen kommunistischen Genossen anzuschließen wird immer stärker und so beschließt er an dem spanischen Bürgerkrieg auf der Seite der Kommunisten zu kämpfen. Aus dieser Schlacht kehrt Julian leider nicht lebend zurück und Quentin muss sein Versprechen einlösen, dass er ein Buch über seinen Bruder schreibt, falls er nicht aus dem Krieg zurückkehren wird. Ein wirklich durch und durch gelungenes Buch, indem nicht wirklich so viel passiert, aber dies braucht das Buch auch nicht. Jede Figur in dem Buch ist so interessant und die Grundstimmung so fabelhaft, dass man sich als Leser nur eines wünscht, Teil dieser großartigen und modernen Familie sein zu dürfen.

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Ein berührender, quirliger Roman
von sommerlese am 04.10.2016

Quentins bester Freund ist sein Bruder Julian. Mit ihrer Schwester Angelica lebten sie in einem speziellen Künstlerhaushalt im Charleston Haus und verbrachten dort eine schöne Kindheit. Ihre Familie war anders, denn ihre Mutter Vanessa, eine Malerin, lebte mit ihrem Maler-Freund Duncan Grant zusammen. Ihr Vater kam regelmäßig mit wechselnden... Quentins bester Freund ist sein Bruder Julian. Mit ihrer Schwester Angelica lebten sie in einem speziellen Künstlerhaushalt im Charleston Haus und verbrachten dort eine schöne Kindheit. Ihre Familie war anders, denn ihre Mutter Vanessa, eine Malerin, lebte mit ihrem Maler-Freund Duncan Grant zusammen. Ihr Vater kam regelmäßig mit wechselnden Freundinnen in Sussex zu Besuch. Es zeigt die legendäre Bloomsbury Group, zu der die Bells zählten. Quentin ist der Ich-Erzähler der Coming of Age-Geschichte, die fiktiv ist, sich aber auf wahre Begebenheiten stützt. Er beschreibt seine Kindheit und seine Beziehung zu seinem größeren Bruder und das Familienleben in dieser Wohngemeinschaft von Künstlern. Man erfährt, dass sich Quentins Eltern und auch Duncan der Bloomsbury Group anschlossen. In diesem Haushalt lebte der freie Geist von Künstlern, denen bürgerliche Gedanken fremd waren. Die Brüder sind recht unterschiedlich, während Quentin eher ein ängstliches Kind ist, hat Julian schon früh eine eigene Meinung. Die enge Freundschaft der Brüder endet als Julian für sich ein eigenes Zimmer fordert und sich für Politik interessiert. Später wird er ideologisch vom Kommunismus angezogen und zieht in den spanischen Bürgerkrieg. Im Falle seines Todes soll Quentin ein Buch über Julian schreiben. Das vorliegende Buch zeigt die Entwicklung der Brüder und ist für Kinder ab 12 Jahren ausgelobt. Mit dieser Altersangabe habe ich mich erst schwer getan, denn dieses Buch ist nur mit dem politischen Hintergrund zu verstehen. Aber Quentins Schilderungen machen sicher jedem jungen Menschen bewusst, wie Krieg und Familienleben Menschen beeinflussen können. Und darum geht es hier. "Alice ist schuld daran, dass ich beschlossen habe, Schriftsteller zu werden", ... Zitat Seite 220 Das Buch "Alice im Wunderland" meint Julian damit und beim Schreiben seiner Familienzeitungen zeigt er schon früh Interesse für die Schriftstellerei. Seine Tante Virginia Woolf fördert ihn mit guten Ratschlägen. "Lies alles, was du in die Finger kriegst. Ein Schriftsteller muss lesen und andere Schriftsteller studieren. " Seite 129 Besonders die Kindheit wird hier wunderschön geschildert. Die Brüder dürfen ein eigenes Schwein halten, das jährlich durch ein neues Ferkel ersetzt wird. Sie haben ein Baumhaus, stromern durch die Gegend und leben in einer Kommune, die für andere Künstler die Türen offen hält. Den seltsamen Lebenstil und besonders die Beziehungen der Männer und Frauen des Künstlerhaushaltes sind für die Dorfbewohner nicht nachvollziehbar. Daher fehlt den Kindern der Bells der Kontakt mit Dorfkindern und sie erleben dafür Künstler und beschäftigen sich früh mit Malerei, Literatur und Musik und lernen die Kunstszene von klein auf kennen. Die familiäre Idylle platzt schliesslich als Julian ein Familiengeheimnis aufdeckt. Politische Themen sind in dieser Familie kein Tabu, sie werden mit den Kindern besprochen, gerade das macht dieses Buch für Heranwachsende so lehrreich. So werden die Themen amerikanischer Börsencrash, Faschismus in Deutschland und Italien, Kommunismus und Anarchismus verständlich erklärt. Doch dann gibt es ein einschneidendes Erlebnis, als Julian für seine kommunistischen Ideale in den spanischen Bürgerkrieg zieht. Seine Familie steht dem ablehnend gegenüber, ihre pazifistische Grundhaltung hat sich nicht auf Julian ausgewirkt. Dieses Buch ist durch die Kindersicht durchaus für Kinder geeignet, aber auch für Erwachsene interessant. Neben dem Erwachsen-werden von Quentin beherrscht das Leben der 30 er Jahre die Handlung, man erlebt die Bloomsbury Group und gleichzeitig werden politische Ideologien verständlich erklärt.

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Brüder für immer
von Elohym78 aus Horhausen (Westerwald) am 31.10.2016

Die beiden Brüder Julian und Quentin haben das Glück, unbeschwert auf dem Anwesen Charleston in mitten einer ländlichen Idylle aufwachsen zu dürfen. Von ihrem Baumhaus aus beobachten sie die Welt, bestehen in den umliegenden Wäldern unzählige Abenteuer und dürfen ohne Ängste und Nöte älter werden und ihren Lebensweg finden.... Die beiden Brüder Julian und Quentin haben das Glück, unbeschwert auf dem Anwesen Charleston in mitten einer ländlichen Idylle aufwachsen zu dürfen. Von ihrem Baumhaus aus beobachten sie die Welt, bestehen in den umliegenden Wäldern unzählige Abenteuer und dürfen ohne Ängste und Nöte älter werden und ihren Lebensweg finden. Keine Zwänge, kein Druck, keine Bestimmung, einzig die, die sie sich selber auferlegen. Und doch hält selbst in diese friedliche Welt Mussolini, Hitler und Stalin Dank der Industrialisierung Einzug. Die Welt verändert sich und mit ihnen auch die Menschen. Das Cover zeigt die beiden Brüder Julian und Quentin von hinten. Wobei der eine Bruder gut sichtbar ist und der andere im Hintergrund fast verschwindet. Ich finde es wunderbar zu Titel und Inhalt des Buches gewählt, da es die beiden Kinder zeigt in ihrer schier grenzenlosen Freiheit, die sie auf dem Landsitz Charleston erleben durften. Rindert Kromhout ist in meinen Augen ein begnadeter Autor. Selten hat mich ein Buch so berührt und gedanklich beschäftigt. Quentin beschreibt die Highlights eines jeden Jahres, die ihn und seinen Bruder beschäftigten und prägten; den Lebensweg den sie nahmen und die Umwege, die sie schweren Herzens in Kauf nehmen mussten. Die Brüder wachsen zu dieser Zeit in ungewöhnlichen Verhältnissen auf, was ihnen natürlich nicht bewusst ist. Ihr Vater lebt mit wechselnden Freundinnen in London, während ihre Mutter mit ihrem Liebhaber Duncan und den Kindern auf dem Landsitz Charleston verweilt. Doch Duncans Interessen liegen eher beim männlichen Geschlecht und so kommen und gehen auch hier die Liebhaber. Ich finde es sehr goldig die anfängliche Naivität der Kinder zu sehen. Obwohl, naiv sind sie eigentlich nicht, sie nehmen jeden wie er ist, ohne Vorurteile oder Ressentiments. Bei den wenigen Freunden die sie haben, sind sie beliebt mit ihrer ungewöhnlichen Familiensituation, aber Nachbarn und Außenstehende verurteilen sie. Quentin schildert dies nicht wortwörtlich, sondern eher verdeckt. Aus meiner Sicht, also aus der eines außenstehenden Erwachsenen, wird dies deutlich, aber aus seiner, aus der Sicht eines glücklichen Kindes, nicht. Kromhout spielt regelrecht mit seinen Worten. Mal locker leicht, mal sehr bewegend und tief gehend. Die Handlung und die Charaktere gehen eine untrennbare Einheit ein. Wo das eine beginnt, hört das andere auf und umgekehrt. Rindert Kromhouts Buch ist eine Hommage an das Leben, die Liebe und das Sein. Aus den Augen eines Kindes, das langsam erwachsen wird, bis hin zu einem jungen Mann, der seinen Lebensweg gerade betreten hat. Mein Fazit Rührend! Anrührend! Berührend!

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Geschichte einer unbeschwerten Kindheit
von einer Kundin/einem Kunden aus Kleinfurra am 10.10.2016

Ein leises Buch über die Geschichte einer glücklichen Kindheit einer vergangenen Zeit. Aus der Sicht von Quentin, Sohn von Vanessa und Clive Bell, wird über seinen gefallenen Bruder, seine Familie und nicht zuletzt über die Mitglieder der berühmten Bloomsbury Group berichtet. Quentin und seine Geschwister wachsen in einer offenen... Ein leises Buch über die Geschichte einer glücklichen Kindheit einer vergangenen Zeit. Aus der Sicht von Quentin, Sohn von Vanessa und Clive Bell, wird über seinen gefallenen Bruder, seine Familie und nicht zuletzt über die Mitglieder der berühmten Bloomsbury Group berichtet. Quentin und seine Geschwister wachsen in einer offenen freien Gemeinschaft auf, wo das selbständige Denken gefördert und gefordert ist. Inspiriert von seiner Umgebung verspürt Quentin den Wunsch Schriftsteller zu werden und verfolgt dieses Ziel unter der Anleitung seiner berühmten Tante, Virginia Woolf. Sein großer Bruder interessiert sich zunehmend für Politik und entfremdet sich dadurch von seiner Familie. Als er in den spanischen Krieg zieht, nimmt er Quentin das Versprechen ab, ein Buch über Ihn zu schreiben, sollte er fallen. Beim Lesen taucht man ein in die Zeit der Kindheit, spürt förmlich die Sonne auf der Haut und den Sand unter den Füßen. Erfüllt von der bittersüßen Wehmut vergangener, niemals wiederkehrender Kindheitstage.

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Brüder für immer
von CanYouSeeMe am 07.10.2016

„Wenn ich vor dir sterbe“, sagte ich, „werde ich ein Buch über dich schreiben.“ „Wenn ich vor dir sterbe“, sagte Julian, „dann habe ich keinen Bruder mehr.“ Quentins Buch hält der Leser in den Händen. Er schreibt über die Kindheit mit seinem Bruder Julian, bis dieser in... „Wenn ich vor dir sterbe“, sagte ich, „werde ich ein Buch über dich schreiben.“ „Wenn ich vor dir sterbe“, sagte Julian, „dann habe ich keinen Bruder mehr.“ Quentins Buch hält der Leser in den Händen. Er schreibt über die Kindheit mit seinem Bruder Julian, bis dieser in den Spanischen Bürgerkrieg zieht. Vom englischen Landleben der zwanziger und dreißiger Jahre, den Künstlern, die in ihrem Haus ein und aus gehen und von einem schrecklichen Geheimnis, das ans Licht kommt und alles verändert. Der Schreibstil des Autors konnte mich von der ersten Seite an gefangen nehmen und mich in die Welt rund um die Bloomsbury Group entführen. Er ist angenehm und flüssig zu lesen, für die jugendliche Zielgruppe passend, aber auch für erwachsene Leser sehr gut lesbar und nicht anspruchslos. Die verwendete Sprache passt gut zu der Szenerie der Handlung und wirkte dadurch sehr authentisch. Die Charakterdarstellungen sind dem Autor gut gelungen, ich hatte zu jedem Charakter ein vielschichtiges und lebensnahes Bild vor Augen. Auch die Nebencharaktere sind facettenreich und wirken authentisch. Die Handlung an sich hat mich doch etwas überrascht, von der äußeren Aufmachung und dem Klappentext her hätte ich mehr Fokus auf die Beziehung der beiden Brüder zueinander erwartet. Es war dann eher eine Erzählung rund um Freunde und Familie der beiden Brüder, die sogenannte Bloomsbury Group um u.a. Virginia Woolf und ihre Schwester Vanessa Bell. Die Handlung beruht auf wahren Begebenheiten und realen Personen und hat meine ersten Erwartungen übertreffen können. Der Autor hat es geschafft den Zeitgeist auf die Seiten zu bannen und den Leser direkt in das Leben dieser faszinierenden Menschen zu transportieren. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn es nicht meinen ursprünglichen Erwartungen entsprochen hat.

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eine ungewöhnliche Familie
von leseratte1310 am 06.10.2016

Die Künstlerfamilie Bell zieht nach Sussex aufs Land. Sie führen ein unkonventionelles Leben, das von den Dorfbewohnern misstrauisch beäugt wird. Die Ersten Bewohner des heruntergekommenen Bauernhofes sind die Malerin Vanessa Bell mit der kleinen Angelica und ihren Söhnen Julian und Quentin sowie dem homosexuelle Duncan. Ihr Mann Clive Bell... Die Künstlerfamilie Bell zieht nach Sussex aufs Land. Sie führen ein unkonventionelles Leben, das von den Dorfbewohnern misstrauisch beäugt wird. Die Ersten Bewohner des heruntergekommenen Bauernhofes sind die Malerin Vanessa Bell mit der kleinen Angelica und ihren Söhnen Julian und Quentin sowie dem homosexuelle Duncan. Ihr Mann Clive Bell kommt so oft er kann aus London dazu. Stattdessen gibt es ständig irgendwelche Besucher. Sonntags wird bei Tante Virginia (Vanessas Schwester Virginia Wolff) Theater gespielt. Es ist ein unbeschwertes und ungewöhnliches Leben, von dem hier erzählt wird. Julian und Quentin haben ein sehr enges Verhältnis. Doch nach der Entdeckung eines Familiengeheimnisses, gehen sie sehr unterschiedliche Wege. Julian interessiert sich für Politik und zieht dann sogar nach Spanien in den Krieg, während Quentin wie seine Tante Schriftsteller werden will. Quentin will ein Buch über Julian schreiben, falls der nicht aus dem Krieg zurückkehrt. Rindert Kromhout hat nun dieses Buch aus der Perspektive von Quentin geschrieben, in dem sich Quentin erinnert. Es ist ein Jugendbuch (ab 12 Jahre), das aber einiges Wissen über jene Zeit und die politischen Verhältnisse erfordert, also durchaus auch für Erwachsene interessant. Mir hat das Buch gut gefallen, und der Schreibstil lässt sich sehr angenehm lesen und ist für ein Jugendbuch passend. Die Charaktere sind ausführlich und stimmig dargestellt, dennoch blieben einige recht farblos. Ein berührendes Buch, das ich nur empfehlen kann.

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Mit Nachgang
von einer Kundin/einem Kunden aus Werther am 03.10.2016

Die Gesichte spielt in den Jahren 1925 bis 1937 im englischen Örtchen Sussex.Es ist eine mitreißende Familiengeschichte.Die Mutter der 2 Söhne Quentin und Julian und Tochter Angelica hat genug vom Londener Großstadtleben und zieht mit einen ihrer Künstlerfreunde auf das Land.Vater Cliff verdient weiterhin in London die Brötchen und... Die Gesichte spielt in den Jahren 1925 bis 1937 im englischen Örtchen Sussex.Es ist eine mitreißende Familiengeschichte.Die Mutter der 2 Söhne Quentin und Julian und Tochter Angelica hat genug vom Londener Großstadtleben und zieht mit einen ihrer Künstlerfreunde auf das Land.Vater Cliff verdient weiterhin in London die Brötchen und besucht sooft es geht seine Familie in dem wunderschönen Landhaus.Alle werden älter und entwickeln sich weiter, während der eine Sohn sich für Politik interssiert, nimmt der andere Lehrstunden seiner Tante an.Doch eines Tages entdeckt 1 Bruder ein langgehütetes Familiengeheimnis, das alles ändert und ihn mehr oder weniger in eine Schlacht führt, aus der er nicht lebend zurückkehrt. Ein wahnsinnig tiefgründiges und emotionales Buch, welches mich gedanklich sicher noch eine Weile begleiten wird.

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Lesenswert!
von einer Kundin/einem Kunden aus Frohburg am 15.10.2016

"Brüder für immer" wurde von Rindert Kromhout verfasst. Hierbei muss man aber sagen, dass der eigentliche Autor Quentin heißt. Das Buch handelt von einer chaotischen Familie, welche aufs Land gezogen ist. Chaotisch deshalb, weil es drei Kinder gibt. Von diesen Kindern sind 2 von dem richtigen Vater, welcher aber... "Brüder für immer" wurde von Rindert Kromhout verfasst. Hierbei muss man aber sagen, dass der eigentliche Autor Quentin heißt. Das Buch handelt von einer chaotischen Familie, welche aufs Land gezogen ist. Chaotisch deshalb, weil es drei Kinder gibt. Von diesen Kindern sind 2 von dem richtigen Vater, welcher aber in London lebt und dort einige Bekanntschaften hat. Das andere Kind ist von dem neuen Freund der Mutter. Weiterhin lebt ein Freund von dem Freund der Mutter mit in dem Haus. Das alles deutet auf ein chaotisches Leben hin. Das ein Kind aber nicht vom richtigen Vater ist, wird am Anfang verschwiegen und somit wird mit einer Lüge gelebt. Nach einiger Zeit kommt dann aber die Lüge ans Licht. Doch das Mädchen nimmt es ziemlich gelassen hin. Die Söhne werden mit der Zeit immer größer und der Autor, Quentin, ist traurig, da die Kindheit vorbei ist. Sein Bruder wendet sich von ihm ab und zieht später in den Krieg, wo er dann fällt. Dieser Tod bringt viel Trauer über die Familie und hält auch lange an. Doch irgendwann merkt die Familie, dass das Leben trotzdem weiter geht. Das Buch ist sehr lesenswert und ist gut geschrieben. Ich kann es nur weiter empfehlen.

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