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Bucht der Schmuggler

Roman

(14)
Karibik 1635: In den spanischen Kolonien hat der Schwarzhandel überhand genommen. Der neue Gouverneur von Hispaniola schwört, jeden Schmuggler, den er erwischt, eigenhändig aufzuhängen. Die schöne Doña Maria zittert um ihren Gemahl, einem reichen Pflanzer, der heimlicher Drahtzieher des verbotenen Handels ist. Und im fernen Bremen hat der junge Handelsherr Jan van Hagen nur die Wahl zwischen Schuldturm und Flucht in die Neue Welt, um als Schmuggler das verlorene Familienvermögen wieder herzustellen. Noch in der Nacht entkommt er den Schergen und nimmt Kurs auf Westindien. Seine Suche nach dem Gold des Südens hat begonnen.
»Bucht der Schmuggler« ist bei Knaur als eSerie unter dem Namen »Gold des Südens« erschienen.
Portrait
Ulf Schiewe wurde 1947 geboren. Eigentlich wollte er Kunstmaler werden, doch statt der "brotlosen Kunst" widmete er sich der Technik und wurde Software-Entwickler und später Marketingmanager für Softwareprodukte.
Seit frühester Jugend war Ulf Schiewe eine Leseratte, die spannende Geschichten in exotischer Umgebung faszinierten. Im Lauf der Jahre erwuchs aus der Lust am Lesen der Wunsch, selbst einen großen historischen Roman zu schreiben, der im "Bastard von Tolosa" , seinem ersten Roman, mündete.
Ulf Schiewe ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in München.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 355, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.04.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783426428382
Verlag Knaur eBook
Verkaufsrang 16.885
eBook (ePUB)
9,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Kurzweilig und authentisch“

Jana Schäfer, Thalia-Buchhandlung Leverkusen

Anscheinend kehrt das Abenteuergenre zurück, denn diesen Sommer erscheinen viele wunderbare (historische) Romane über Schmuggel, heimliche und waghalsige Aktionen fern der Heimat, Piraterie und allerlei spannende Fahrten über die sieben Weltmeere.
So auch hier, wobei Ulf Schiewe ein hervorragendes seemännisches Vokabular an den Tag
Anscheinend kehrt das Abenteuergenre zurück, denn diesen Sommer erscheinen viele wunderbare (historische) Romane über Schmuggel, heimliche und waghalsige Aktionen fern der Heimat, Piraterie und allerlei spannende Fahrten über die sieben Weltmeere.
So auch hier, wobei Ulf Schiewe ein hervorragendes seemännisches Vokabular an den Tag legt. Beim Lesen wird man förmlich auf das Schiff versetzt, sieht vor sich, wie die Matrosen den schnellen Segler bereit für die raue See machen... oder man wandert Seite an Seite mit Jan van Hagen durch die schwüle karibische Luft, hört die Mücken surren und die Papageien krächzen...

Ulf Schiewe ist ein farbenfroher, lebendiger Roman gelungen!

Kundenbewertungen


Durchschnitt
14 Bewertungen
Übersicht
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Kaufempfehlung
von littlePanda am 12.04.2015

Jan van Hagen muß aus seiner Heimat Deutschland fliehen, weil sich sein Vater hoch verschuldet hat. Mit Hilfe eines alten Geschäftsfreundes seines Vaters steigt er in den Handel mit den spanischen Kolonien ein und soll gleichzeitig den verschollenen Sohn des Geschäftsfreundes finden. Für diesen Handel muß Jan van Hagen Sklaven... Jan van Hagen muß aus seiner Heimat Deutschland fliehen, weil sich sein Vater hoch verschuldet hat. Mit Hilfe eines alten Geschäftsfreundes seines Vaters steigt er in den Handel mit den spanischen Kolonien ein und soll gleichzeitig den verschollenen Sohn des Geschäftsfreundes finden. Für diesen Handel muß Jan van Hagen Sklaven an Bord nehmen, was ihm so gar nicht gefällt. Auch eine entflohene Hure, die sich an Bord geschlichen hat, erfreut ihn anfangs nicht. Aber sie wird eine Art gute Seele für die Mannschaft und die Sklaven In der neuen Welt angekommen geraten Jan van Hagen und seine Mannschaft in die Auseinandersetzung zwischen dem neuen Vize-Gouverneur, der den Schmuggel unterbinden will und den Pflanzern, die durch diesen Schmuggel gut verdienen. Die Zeit und die Figuren werden so richtig lebendig, auch Randfiguren kann Ulf Schiewe zum Leben erwecken. Man taucht in die Geschichte richtig ein. Ich habe den Gesamtroman im Rahmen einer Leserunde erhalten. Bei dieser Leserunde ist auch der Autor Ulf Schiewe selbst beteiligt. Das macht die Sache noch sehr viel spannender, weil man dadurch Hintergrundinformationen direkt von der Quelle erfährt. Aber auch so ist der Roman für mich eine klare Kaufempfehlung

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1 0
Spannender Südseeroman
von einer Kundin/einem Kunden am 16.05.2015

Der junge Kapitän Jan van Hagen kehrt nach einer Reise nach Bremen zurück und stellt fest, dass die Familie so tief in Schulden versunken ist, dass vom Familienvermögen nichts mehr übrig bleibt. Hals über Kopf verlässt er die Stadt wieder, damit nicht auch noch sein Schif gepfändet wird. Die... Der junge Kapitän Jan van Hagen kehrt nach einer Reise nach Bremen zurück und stellt fest, dass die Familie so tief in Schulden versunken ist, dass vom Familienvermögen nichts mehr übrig bleibt. Hals über Kopf verlässt er die Stadt wieder, damit nicht auch noch sein Schif gepfändet wird. Die Reise führt in zunächst nach Amsterdam, wo er einen Handelspartner findet, und dann, mit Waren und Sklaven im Gepäck, auf die Karibikinsel Hispaniola, wo er in den Kampf gegen den Schmuggel und Sklavenhandel verstrickt wird. Das Buch wechselt mit gleichbleibender Erzähldichte immer wieder die Perspektiven, wodurch die Geschichte aus allen Blickwinkeln flüssig erzählt wird. Jeder der Charaktere und besonders die Schiffsmannschaft um Kapitän Jan sind sehr liebevoll und detailreich gezeichnet. Die mir sehr fremde Welt einer karibischen Insel wurde überaus lebendig geschildert, und das das eher dunkle Thema Sklavenhandel je nach Charakter unterschiedlich geschildert, sodass ein breit gefächertes Bild von der damaligen Problematik entsteht, ohne zu sehr ins Detail zu gehen.. Das Buch hat mich bis zum Ende gefesselt und in seinen Bann gezogen, sodass ich auch einen Monat nach der Lektüre gerne mal durchblättere.

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Beste Unterhaltung
von einer Kundin/einem Kunden aus Bollschweil am 10.05.2015

Das frühe 17. Jahrhundert: Der junge Kapitän Jan van Hagen kehrt eines Nachts in seinen Heimathafen nach Bremen zurück, nur um auch die letzten Überbleibsel der einst so stolzen Handelsfamilie vernichtet zu sehen: sein Vater liegt im Sterben, und um seine Handelswaren betrogen, bleibt auch vom Familienvermögen nichts; Jan... Das frühe 17. Jahrhundert: Der junge Kapitän Jan van Hagen kehrt eines Nachts in seinen Heimathafen nach Bremen zurück, nur um auch die letzten Überbleibsel der einst so stolzen Handelsfamilie vernichtet zu sehen: sein Vater liegt im Sterben, und um seine Handelswaren betrogen, bleibt auch vom Familienvermögen nichts; Jan droht der Schuldenturm. Und so verlässt er die Stadt fluchtartig und begibt sich auf eine Odyssee, die ihn über Holland und Portugal bis auf die Karibikinsel Hispaniola (heute liegen dort Haiti und die Dominikanische Republik) führen, wo auf sein Schwert, seine Muskete, aber auch auf sein Herz eine Reihe von Abenteuern wartet. Schiewe versteht es, in seiner geradlinigen Geschichte vielerlei Ebenen einzubauen und den Leser ganz nebenbei durch eine Geschichtsepoche zu führen, in der sich gleichermaßen Züge des ausgehenden Mittelalters wie der aufkommenden Neuzeit wiederfinden. Ohne Schwarzweißmalerei und Pathos erschafft er detailreiche Figuren, bei denen auch der Gesetzesbrecher der Gute sein darf, ohne dabei das ausgelutschte Abziehbildchen vom tapferen Piraten überzustrapazieren. "Gold des Südens" (für diesen Titel des Buches habe ich zugegebenermaßen wenig übrig) ist hervorragend recherchiert und zeichnet ein plastisches, lebhaftes Bild der Geslellschaft in der Karibik 150 Jahre nach ihrer Entdeckung ebenso wie vom gleichermaßen aufregenden wie entbehrungsreichen Leben auf den Schiffen. Heute fällt es uns leicht, den Sklavenhandel, der einen wichtigen Teil karibischen Handels im 17. Jahrhundert ausmachte, zu verurteilen. Um so besser hat mir die urteilsfreie, aber im Resultat doch völlig klare Darstellung der Sklaverei und die Beschäftigung mit der Frage nach dem Wert der Weißen und Schwarzen gefallen. Mir hat das Lesen von Schiewes Roman viel Freude bereitet. Bei bester Unterhaltung umschifft der Autor stets seichtes Gewässer, freilich ohne die ganz großen Fragen der Menschheit diskutieren zu wollen. Klare Empfehlung!

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Auf in ein fremdes Land
von leseratte1310 am 29.04.2015

Jan van Hagen freut sich, dass die Geschäfte gut gelaufen sind. Doch als er nach Bremen zurückkommt, muss er erfahren, dass sein Vater im Sterben liegt und das Handelshaus so verschuldet ist, dass ihm der Schuldturm droht. Sein Vater kann ihm gerade noch raten, sich in Amsterdam an Cornelius... Jan van Hagen freut sich, dass die Geschäfte gut gelaufen sind. Doch als er nach Bremen zurückkommt, muss er erfahren, dass sein Vater im Sterben liegt und das Handelshaus so verschuldet ist, dass ihm der Schuldturm droht. Sein Vater kann ihm gerade noch raten, sich in Amsterdam an Cornelius van Doorn zu wenden. Der unterstützt ihn, erwartet aber auch von Jan, dass er seinen Sohn Martin sucht, der vermisst wird. Neben Waren muss Jan aber auch Sklaven an Bord nehmen. Seine Reise führt ihn nach Hispaniola. Das Buch führt uns in eine fremde Welt. Während in Europa der Dreißigjährige Krieg wütet, müssen sich die Kolonisten am anderen Ende der Welt auch mit Problemen herumschlagen. Die spanischen Krone legt die Regeln für den Handel fest. Aber die Plantagenbesitzer fühlen sich übervorteilt und sehen ihre Chancen nur im Schmuggel. Doch der neu eingesetzte Vize- Gouverneur will genau den unterbinden. Jan weiß um die Probleme des Unternehmens, doch dass sein Vater ihm das tatsächliche Ausmaß verheimlicht hat, bringt Jan nun in eine Situation, in der er nicht mehr frei entscheiden kann. Aber er macht das Beste daraus, auch wenn er Bedenken hat. Der Sklavenhandel widerstrebt ihm sehr, er glaubt nämlich nicht so ganz, dass die Schwarzen keine Seele haben. Er ist ein sehr sympathischer junger Mann, der es liebt, Schiffsplanken und Wasser unter seinen Füßen zu haben. Seine Mannschaft hat in ihm einen guten und umsichtigen Kapitän. Dass er auch ein wenig verwegen ist, zeigt sich dann auf Hispaniola, denn auch hier gibt es jede Menge Probleme. Er möchte Handel treiben mit Don Miguel, der dort eine Zuckerrohrplantage besitzt. Aber der Vize-Gouverneur Don Alonso schießt quer. Don Miguels junge Frau Donã Maria macht schnell Eindruck auf Jan, denn sie ist eine Frau, die nicht nur schön ist, sondern sich in einer Männergesellschaft durchaus zu behaupten weiß. Das Buch lässt sich sehr zügig lesen und zieht einen von Anfang an in seinen Bann. Dafür sorgen Abenteuer, interessante Charaktere und ein exotischer Handlungsort. Alles ist so bildhaft beschrieben, dass man es sehr schön vor Augen hatte. Aber nicht nur die Hauptfiguren sind sehr gut charakterisiert, auch die Nebenrollen zeigen uns eine Menge interessanter Persönlichkeiten. Besonders gefiel mit Padre Anselmo, ein Franziskanermönch, der im Gegensatz zu vielen anderen Mitgliedern der Kirche findet, dass man falsch mit den Einheimischen und den Sklaven umgeht. Obwohl schon oft in Büchern gelesen oder in Filmen gesehen, geht es mir immer wieder nahe, wenn ich über das Leben und die Behandlung von Sklaven lese. Diese spannende Geschichte hat mich nicht nur sehr gut unterhalten, sondern auch zum Nachdenken gebracht.

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Historisches Schmuggelabenteuer mit karibischem Flair
von Page-Turner am 23.04.2015

Die 5-teilige E-Book-Reihe „Gold des Südens“ von Ulf Schiewe ist Piratengeschichte, Abenteuer und historischer Roman zugleich. Die fünf Buchteile erscheinen unabhängig voneinander, können inzwischen aber auch als Gesamtausgabe erworben werden. Wir schreiben das Jahr 1635. In Bremen hat der junge Kaufmann Jan Van Hagen den Tod seines Vaters und gleichzeitig... Die 5-teilige E-Book-Reihe „Gold des Südens“ von Ulf Schiewe ist Piratengeschichte, Abenteuer und historischer Roman zugleich. Die fünf Buchteile erscheinen unabhängig voneinander, können inzwischen aber auch als Gesamtausgabe erworben werden. Wir schreiben das Jahr 1635. In Bremen hat der junge Kaufmann Jan Van Hagen den Tod seines Vaters und gleichzeitig den Untergang des einstigen Familienbesitzes zu verkraften. Als einziger Ausweg bleibt ihm die Flucht in die neue Welt, um mit Unterstützung eines Geschäftspartners auf Hispaniola in das Schmuggelgeschäft einzusteigen. Mit dem Gewinn aus diesen Geschäften ließe sich das Familienvermögen der Van Hagens zurück erwirtschaften. Nach einer langen Segelreise kreuzt Jan später in Santo Domingo die Wege der dortigen Schmuggler und gerät in den Fokus des neuen Vize Gouverneurs, der dem Schmuggelhandel ein Ende bereiten will. Historisch fundiert, gleichsam aus leichter Feder, gelingt es dem Autor mühelos, den Leser in seine Abenteuergeschichte hineinzuziehen. Die Story, zu Beginn zweifädig gesponnen, wirkt flüssig und nimmt den Leser sogleich mit ins 17. Jahrhundert, was auch sprachlich unverkennbar ist. Redewendungen einer vergangenen Zeit erhalten ebenso Einzug, wie der nordische Klang der Matrosen, der damals wohl herrschte. Die Schauplätze, zu Beginn noch nordisch kühl und zunehmend exotischer, sind wunderbar beschrieben und laden zu herrlichen Phantasiegebilden im Kopf ein. Auch die Charaktere sind waschechte Figuren und stehen ihren Mann bzw. Frau. Sie wirken authentisch und bringen alle ihre Eigenarten mit, so dass Sympathie und Antipathie schnell verteilt sind. Zu gern hätte ich an der einen oder anderen Stelle noch ein wenig mehr über die Figuren selbst erfahren, aber möglicherweise bietet eine Fortsetzung des Romans hier noch Spielraum für eine Weiterentwicklung. Darüber hinaus lernt der Leser ganz nebenbei interessante Dinge während des Lesens. Nicht nur historische Eckdaten, architektonische Highlights und Errungenschaften aus dieser Epoche nimmt er spielerisch auf. Er lernt zusätzlich Dinge rund um den damaligen Sklavenhandel, den Zuckerrohr- und Tabakanbau, die Insel Hispaniola selbst, wie auch viele Fachbegriffe rund um das Segeln, die zu keinem Zeitpunkt im Buch übertrieben oder überflüssig wirkten. Alles in allem eine hervorragende Mischung. Aufgrund der kurzgehaltenen Kapitel, die mit ihren prägnanten Überschriften immer einen Vorgeschmack auf Kommendes liefern, ist das Buch wirklich unterhaltsam und kurzweilig. Ehe man sich versieht, ist das Ende erreicht und man wäre der Geschichte gern noch weiter gefolgt. An keiner Stelle des Romans kam Langeweile auf. Die Figuren gefielen mir durchgehend, denn selbst die negativ Gehaltenen waren so gut dargestellt, dass man unweigerlich Antipathie empfinden musste. Ich habe Neues rund um die Seefahrt dazugelernt, wie auch Historisches aufschnappen können, wobei ich mich wunderbar unterhalten gefühlt habe. Ich würde mich über eine Fortsetzung herzlich freuen. Dieses Buch sei jedem abenteuerlustigen Leser ans Herz gelegt, mit Piratenfaible oder ohne. Von mir gibt es fünf Sterne.

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Machtkampf in der Karibik
von mabuerele am 21.04.2015

In Europa tobt der Dreißigjährige Krieg. Als der junge Handelsherr Jan van Hagen mit seinem Schiff Sophie den Heimathafen Bremen ansteuert, weiß er nicht, dass seine Freiheit von jetzt auf gleich in Gefahr ist. Sein Vater liegt im Sterben, das Handelshaus ist überschuldet. Selbst Schiff und Ladung reichen für... In Europa tobt der Dreißigjährige Krieg. Als der junge Handelsherr Jan van Hagen mit seinem Schiff Sophie den Heimathafen Bremen ansteuert, weiß er nicht, dass seine Freiheit von jetzt auf gleich in Gefahr ist. Sein Vater liegt im Sterben, das Handelshaus ist überschuldet. Selbst Schiff und Ladung reichen für die Schuldendeckung nicht aus. Um dem Schuldturm zu entgehen, flieht Jan mit Schiff und Mannschaft. Auf der Karibikinsel Hispaniola wähnt sich Don Alonso seinem Traum nahe. Er wird als vorläufiger Gouverneur eingesetzt und will den Schmuggel rigoros unterbinden. Die Grundbesitzer aber sehen nicht ein, sich dem Preisdiktat der spanischen Krone zu beugen. Der Autor hat einen fesselnden historischen Roman geschrieben. Das Buch lässt sich zügig lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Dazu beigetragen haben neben der abwechslungsreichen Handlung und angenehmen Schriftstil auch die relativ kurzen Kapitel. Die Protagonisten sind gut charakterisiert. Da wäre zum einen Jan van Hagen, der auf Grund seiner finanziellen Misere zu Kompromissen gezwungen ist. Als Kapitän seines Schiffes zeichnet er sich nicht nur durch Gerechtigkeit aus. Er ist auch bereit, sich für seine Crew einzusetzen. Auf Hispaniola überschreitet der neue ehrgeizige Gouverneur gern seine Kompetenzen. Ihm gegenüber steht Don Miguel, der mit seiner jungen Frau Dona Maria für menschliche Verhältnisse auf seiner Hazienda sorgt. Während das Geschehen anfangs in zwei Erzählsträngen abläuft, führt der Autor auf Hispaniola die Geschichte zusammen. Sehr gut gefallen hat mir die detaillierte Beschreibung der Handlung. So wird die Schattenseite des Sklavendaseins aus verschiedenen Sichten erzählt. Gleichzeitig wird dargestellt, dass nicht nur die Behandlung der afrikanischen Sklaven je nach Besitzer zwischen menschlich und brutal schwankt. Der Schreibstil ist so anschaulich, dass ich als Leser das Gefühl hatte, auf dem Schiff dabei sein und mit Wind und Wellen kämpfen zu dürfen. Passende Metapher und aussagekräftige Dialoge zeichnen den Schriftstil aus .Einer der Höhepunkte dabei war für mich die Diskussion zwischen Dona Maria und ihrem Schwager, einem Franziskaner, über den Umgang mit der einheimischen Bevölkerung und den Sklaven. Der Padre hat den Finger genau in die Wunde gelegt. Gleichzeitig wird deutlich, dass die neu entdeckten Inseln auch ein Ziel für Scharlatane und Abenteurer waren, die der Heimat entfliehen wollten oder mussten. Das Buch hat mich aber nicht nur gut unterhalten, es hat mir eine Menge an neuem Wissen vermittelt. Dazu gehört die Geschichte der Insel Hispaniola und die ausführliche Darstellung der Vorgänge bei der Zuckerrohrernte. Der zukünftige Leser wird eine ganze Reihe weitere Facetten der Geschichte kennenlernen, deren Erwähnung die Rezension bei weitem überschreiten würde. Auch viele der interessanten Personen, die der Autor zum Teil mit ihrer Geschichte in die Handlung integriert hat, müssen unerwähnt bleiben. Positiv anzumerken ist außerdem das Personenverzeichnis, das sich zu Beginn des Buches befindet. Die Geschichte hat mir ausgezeichnet gefallen. Ich mag es, wenn ich nicht nur gut unterhalten werde, sondern auch mein Allgemeinwissen beim Lesen erweitern darf.

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Kaufempfehlung
von einer Kundin/einem Kunden aus Marktoberdorf am 21.04.2015

Mein erstes Buch von Ulf Schiewe. Ich durfte dieses ebenfalls über eine Leserunde lesen, an der der Autor teilnahm. Ein wunderschöner Unterhaltungsroman mit "von allem" etwas, hervorheben möchte ich jedoch den tollen bildhaften Schreibstil, der den Leser mittendrin sein lässt. Für mich eins dieser Bücher, die man sofort und... Mein erstes Buch von Ulf Schiewe. Ich durfte dieses ebenfalls über eine Leserunde lesen, an der der Autor teilnahm. Ein wunderschöner Unterhaltungsroman mit "von allem" etwas, hervorheben möchte ich jedoch den tollen bildhaften Schreibstil, der den Leser mittendrin sein lässt. Für mich eins dieser Bücher, die man sofort und ohne Pause bis zum Ende durchlesen möchte... Fortsetzung des Romans erbeten...

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Alles was ein historischer Abenteuerroman verspricht, wird hier gehalten ... absolut lesenswert!
von Keltica am 19.04.2015

Karibik 1635: In den spanischen Kolonien hat der Schwarzhandel überhand genommen. Der neue Gouverneur von Hispaniola schwört, jeden Schmuggler, den er erwischt, eigenhändig aufzuhängen. Die schöne Doña Maria zittert um ihren Gemahl, einem reichen Pflanzer und heimlichen Drahtzieher des verbotenen Handels. Im fernen Bremen hat der junge Handelsherr Jan... Karibik 1635: In den spanischen Kolonien hat der Schwarzhandel überhand genommen. Der neue Gouverneur von Hispaniola schwört, jeden Schmuggler, den er erwischt, eigenhändig aufzuhängen. Die schöne Doña Maria zittert um ihren Gemahl, einem reichen Pflanzer und heimlichen Drahtzieher des verbotenen Handels. Im fernen Bremen hat der junge Handelsherr Jan van Hagen nur die Wahl zwischen Schuldturm und Flucht in die Neue Welt, um als Schmuggler das verlorene Familienvermögen wieder herzustellen. Noch in der Nacht entkommt er den Schergen und nimmt Kurs auf Westindien. Nachdem in Lissabon die Sklaven an Bord gekommen sind, steht der Mannschaft eine stürmische Überfahrt bevor. In deren Verlauf Fiete, der Schiffsjunge, der so gerne, wenn auch unerlaubt in den Ausguck steigt, während eines schweren Sturms über Bord geht. Nur eine gewagte Rettungsaktion rettet dem Jungen das Leben. In Santo Dominco angekommen, werden Jan, Köppers und Erikson wegen Verdachts auf Schmugglerei in der schwarzen Festung inhaftiert und ihr Schiff beschlagnahmt. Die verbliebene Mannschaft konnte sich indes gerade noch aus dem Hoheitsbereich von Don Alonso, dem Vize Gouverneur, bringen und in Sicherheit ankern. Als Pfand haben sie den Hafenmeister an Bord. Padre Anselmo, der Bruder von Don Miguel und der "Schiffsarzt " Doctor Emanuel schaffen es letztendlich, dass Jan und seine Offiziere vom Gericht frei gesprochen werden. Es Folgt eine Einladung für sie auf die Hacienda von Don Miguel und Don Alonso schäumt vor Wut. Dann trifft eines Tages das unfassbare ein. Don Miguel ist tot, nachdem er verraten wurde und in einen Hinterhalt geriet. Dona Maria beschließt die Hacienda weiterzuführen. Jan kann die Holländer befreien und holt sich auch noch deren beschlagnahmtes Schiff zurück. Mit der Hilfe von Dona Maria und ihren Leuten gelingt ihnen letztendlich die Flucht nach Tortuga. Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus einer faszinierenden Abenteuergeschichte, mit authentischen Figuren und historischem Hintergrund. Man taucht von der ersten bis zur letzten Seite in die Welt von und um Jan van Hagen ein, der einen mitnimmt auf eine atemberaubende Reise. Das Cover finde ich gut gewählt und passt sehr gut zur Geschichte. Die Charaktere sind glaubhaft dargestellt und Autor hat einen sehr angenehmen und leichten Schreibstil, so dass ich kaum aufhören konnte zu lesen. Der Spannungsbogen blieb die ganze Zeit erhalten. Eine klare Leseempfehlung, für dieses historische und großartige Buch, dass uns von Abenteuer, Verrat, Mut, Verlust aber auch Freundschaft und Liebe erzählt. "Gold des Südens - Die Flucht" war mein erstes Buch von Ulf Schiewe, aber bestimmt nicht mein letztes und ein wundervoller Auftakt! Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung!

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Aufbruch in die Neue Welt
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 16.04.2015

Der junge hanseatische Handelsherr Jan van Hagen muss nach seiner Rückkehr nach Bremen in einer nächtlichen Fluchtaktion sein Schiff und die Ladung vor dem Schuldturm retten.Gleichzeitig erfährt der Leser, wie es auf der anderen Seite der Welt, in der Karibik, auf einer Zuckerplantage und in Santo Domingo, der Hauptstadt... Der junge hanseatische Handelsherr Jan van Hagen muss nach seiner Rückkehr nach Bremen in einer nächtlichen Fluchtaktion sein Schiff und die Ladung vor dem Schuldturm retten.Gleichzeitig erfährt der Leser, wie es auf der anderen Seite der Welt, in der Karibik, auf einer Zuckerplantage und in Santo Domingo, der Hauptstadt des spanischen Kolonialreiches, zugeht. Diese beiden Handlungsstränge verknüpft der Autor sehr geschickt, denn Jan van Hagen sieht als einzige Chance, sein Vermögen wieder zu erlangen eine Schmugglerfahrt in die Neue Welt.Über die damit verbundene Sklavenproblermatik macht sich Jan zunächst keine Gedanken. Unterstützung erhält er dabei von dem holländischen Handelsherrn van Doorn. Dieser handelt dabei nicht nur, weil er Jans Vater freundschaftlich verbunden war, sondern verfolgt auch eigene Interessen: sein Sohn Martin ist als Kapitän der ? Albatros? samt Mannschaft in Gefangenschaft geraten und zur Sklavenarbeit auf einer Tabakplantage verurteilt worden. Vor diesem Hintergrund beginnt Jans großes Abenteuer, welches ihn in für ihn völlig fremde Bereiche der Weltmeere bringen wird und seine Sicht auf vieles, was ihm bisher selbstverständlich war, verändern wird. Anschaulich wird nicht nur die Zeit der Segelschiffe lebendig, sondern auch die Arbeit auf einer Zuckerrohrplantage, denn bevor die Zuckerrübe in Europa angepflanzt wurde musste Zucker aus Übersee importiert werden. Sehr fundiert schildert der Autor auch die damit verbundene Sklavenproblematik und die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges. Gerne habe ich als Leserin dabei Jan und seine Mannschaft begleitet und auch wenn das Ende ein wenig vorhersehbar war tat das meinem Lesegenuss keinen Abbruch. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten, das Buch war flüssig zu lesen und die Akteure sind mir im Laufe der abenteuerlichen Handlung wirklich ans Herz gewachsen. Neben Jan hat mir natürlich Doña Maria gut gefallen, deren Wandlung vom eher dekorativen Beiwerk und Gattin des Plantagenbesitzers zu einer aktiven, patenten Frau, deren Hände nicht nur die Cembalotasten drücken sondern die auch mit einer Muskete umgehen können, nachvollziehbar geschildert wird. Gespannt bin ich, ob es noch eine Fortsetzung geben wird, denn gerne würde ich noch ein wenig mehr vom Piratenleben auf Tortuga erfahren. Für alle Leser, die spannende Lektüre mit historischem Hintergrund schätzen ist dieser Roman sehr zu empfehlen.

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Sehr gute Unterhaltung
von einer Kundin/einem Kunden aus Römerberg am 15.04.2015

Vorweg: ?Gold des Südens? war das erste Buch von Ulf Schiewe, das ich gelesen habe ? und es wird nicht mein letztes sein. Inhaltlich mag ich nichts mehr beisteuern, denn eigentlich steht ja alles schon in der kurzen Inhaltsangabe, und wenn ich ausführlicher werde, fange ich an zu spoilern,... Vorweg: ?Gold des Südens? war das erste Buch von Ulf Schiewe, das ich gelesen habe ? und es wird nicht mein letztes sein. Inhaltlich mag ich nichts mehr beisteuern, denn eigentlich steht ja alles schon in der kurzen Inhaltsangabe, und wenn ich ausführlicher werde, fange ich an zu spoilern, das lasse ich dann lieber. Ich habe den Roman quasi ?inhaliert?. Wenn man einmal mit dem Lesen begonnen hat, ist es nur schwer, das Buch (bzw. das Lesegerät) wieder aus der Hand zu legen. Das liegt in erster Linie daran, dass die handelnden Figuren dem Leser sehr nahe gebracht werden ? Ulf Schiewes ?Schreibe? trägt sehr viel dazu bei. Das Buch ist ein echter Pageturner. Mitunter sind die Figuren ein wenig ?einfach? gezeichnet (das trifft es nicht ganz, aber mir fällt kein besseres Wort ein). Im übertragenen Sinn erkennt man die ?Guten? an den ?weißen Hüten?, die ?Schlechten? an den ?schwarzen?. Natürlich tragen die keine weißen und schwarzen Hüte (vielleicht doch, aber das spielt keine Rolle), das ist nur eine Metapher. Das tut der guten Stimmung, die sich beim Lesen verbreitet, aber überhaupt keinen Abbruch. Ich habe mich während der Lektüre bestens unterhalten gefühlt, und ich freue mich schon darauf, wenn es mal eine Fortsetzung geben wird (das Ende weckt zumindest diese Hoffnungen, auch wenn die Handlung mehr oder weniger abgeschlossen ist). Volle Sternezahl von meiner Seite.

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Dieses Buch muß man lesen
von einer Kundin/einem Kunden aus Idar-Oberstein am 15.04.2015

Ich durfte dieses Buch durch eine Leserunde lesen. Ich bin ehrlich begeistert. Dieses Buch ist wirklich sehr zu empfehlen. Während des Lesens fühlt sich der Leser regelrecht in die Geschichte hineinversetzt. Man denk man müsse direkt die Wellen rauchen hören oder die Kanonen donnern hören Die Geschichte liest sich... Ich durfte dieses Buch durch eine Leserunde lesen. Ich bin ehrlich begeistert. Dieses Buch ist wirklich sehr zu empfehlen. Während des Lesens fühlt sich der Leser regelrecht in die Geschichte hineinversetzt. Man denk man müsse direkt die Wellen rauchen hören oder die Kanonen donnern hören Die Geschichte liest sich flüssig und ist so spannend geschrieben, daß ich nach jedem Abschnitt Hunger auf mehr hatte. Dieses Buch war das erst von diesem Autor, aber bestimmt nicht das letzte von ihm. Ich kann dieses Buch nur empfehlen

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Gold des Südens
von Eichkätzchen aus Moskau am 26.04.2015

Ich habe vorher noch nie etwas von Ulf Schiewe gelesen und es hat mich jetzt nicht so vom Hocker gehauen, dass ich mir noch mehr Literatur besorgen würde. Im Großen und Ganzen ist das Buch schnell, leicht und schlüssig zu Lesen und durchaus ein Lesewochenende Wert. Es ist eine... Ich habe vorher noch nie etwas von Ulf Schiewe gelesen und es hat mich jetzt nicht so vom Hocker gehauen, dass ich mir noch mehr Literatur besorgen würde. Im Großen und Ganzen ist das Buch schnell, leicht und schlüssig zu Lesen und durchaus ein Lesewochenende Wert. Es ist eine gute Erzählung mit stimmigem roten Faden und der Anfang mit dem Kapitel 1 und 2, in dem die Protagonisten und ihr Backround beschrieben wurden hat mich zum Weiterlesen angeregt. Für eine richtig tiefe Spannung fehlt mir die Beschreibung der Gefühlswelten der Protagonisten und ihre Vorlieben und Lebensentwicklung aufgrund ihrer Lebensumstände. Alles wird nur angedeutet und in eine Kette von logischen Abläufen gebracht. Auch die Beschreibungen der Landschaften, des Klimas und der Menschen ist nur umrissen und führt mich als Leser nicht tiefer in die Gefühlswelt der Protagonisten. Die Idee der Geschichte ist durchaus gut gewählt, ich aber habe während der Geschichte nie die Grillen zirpen, die Todesangst eines Überbord gegangenen oder eines gejagten Sklaven gespürt. Auch die Dialoge sind nicht schlecht, aber auch hier ist es mehr eine Abfolgeerzählung von Ereignissen. Ich wünsche mir mehr Tiefe in den Gefühlen von Neid, Habgier, Gleichgültigkeit seinen Mitmenschen gegenüber, einer brüderlichen Liebe aus Achtung. Vielleicht sind zu viele Ideen darin, wie zum Beispiel die Sorge der Donja darüber kein Kind von ihrem Mann zu bekommen. Der Wunsch hat mit der insgesamten Geschichte wenig zu tun und hat auch am Ende kein Ziel bekommen, außer dass sie kinderlos zur Witwe wird. Das wäre vielleicht nur Wichtig, wenn es noch einen Nachfolgeroman von Gold des Südens geben soll. Zu meiner Sternvergabe möchte ich sagen, dass ich den 5. Stern nur dann vergebe, wenn ich das Buch auch ein zweites Mal lesen würde. Da sonst alles rundum o.k. war vergebe ich 4 Sterne.

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Sklaven in allen Farben, Schmuggel und Zuckerrohr
von einer Kundin/einem Kunden aus Schwäbisch Hall am 20.04.2015

Es ist ein spannender historischer Abenteuerroman, den man mit Vergnügen lesen kann und der einige unerwartete Wendungen bereithält. Neben der Spannung besonders interessant fand ich die Rolle, die Amsterdam damals im weltweiten legalen und schmuggelnden Handel hatte. Und das Leben in einer tropischen spanischen Kolonie. Die Hauptprotagonisten auf dieser... Es ist ein spannender historischer Abenteuerroman, den man mit Vergnügen lesen kann und der einige unerwartete Wendungen bereithält. Neben der Spannung besonders interessant fand ich die Rolle, die Amsterdam damals im weltweiten legalen und schmuggelnden Handel hatte. Und das Leben in einer tropischen spanischen Kolonie. Die Hauptprotagonisten auf dieser Seite sind alles wohlhabende Menschen. Sie bauen Zuckerrohr an und handeln damit, außerdem mit Tierhäuten zur Ledergewinnung. (Über beides erfährt man interessante Details.) Und sie wollen im Gegenzug Luxusgüter aus Europa haben, um annähernd den Lebensstil der Reichen in den Heimatländern imitieren zu können. Da sollte man meinen, Schmuggelei sei nur ein gemeines Mittel zu mehr Reichtum zu kommen. Aber weit gefehlt. Es gibt ein vom Mutterland aufoktroyiertes Handelsprivileg, dem aber die spanischen Händler nicht nachkommen (können). So ist der Schmuggel eine (relativ offen betriebene) Notwendigkeit, um überhaupt die Geschäftsbeziehungen mit Europa aufrecht erhalten zu können. Das ändert sich erst, als ein neuer Vize-Gouverneur einen harten Kurs ankündigt, woraus viele der Konflikte des Buches entstehen. Ein weiteres Thema ist Sklaverei. Es gibt viele schwarzafrikanische Sklaven, vor allem weil die Spanier auf der Insel die Ureinwohner schon mehr oder weniger ausgerottet haben. Auch der Held des Buches, ein deutscher Kapitän, aber aus Amsterdam entsandt, hat Sklaven an Bord. Auch das fand ich spannend, denn er kauft sie in Lissabon, was wohl damals durch die Verbindung portugiesischer Seefahrer nach Afrika ein Umschlagsplatz für schwarze Sklaven war. Es gibt auf der Insel aber auch weiße ?Sklaven? - Gefangene, die unter teilweise noch elenderen Umständen als die Schwarzen zur Zwangsarbeit verurteilt sind. In vielen Punkten glänzt dieses Buch. Mit dem Grundproblem des hanseatischen jungen Kapitäns, der praktisch in der Todesstunde seines Vaters vor dem Schuldturm fliehen muss, mit der Reise nach Hispaniola, mit den Verhältnissen dort, mit vielen kleinen, interessanten Details. Oft sind die Nebenpersonen, wie der geheimnisvolle Passagier aus Portugal und die Hure als blinder Passagier die interessantesten und witzigsten Figuren. Leider fällt es auch mit den Hauptpersonen deutlich ab. Der Kapitän ist oft zu naiv und zu gut für diese Welt. Das soll ein Held sein? Ein Held in Söckchen, der nur durch Glück besteht! Ebenso ist der fiese Vize-Gouverneur zwar fies, aber auch unglaublich doof. Und in der Schlussauflösung gibt es eine völlig unglaubwürdige Kaperung eines Schiffes, durch Menschen, die dazu gar nicht in der Lage sein dürften. Und dann gar noch eine völlig unnötige romantische Wendung, die schlimmes für die Fortsetzung erwarten lässt: Weniger Spannung, mehr Amore. Fazit: Solide 4 von 5 Sternen. 4 Sterne für einen schön in der Historie verankerten spannenden Abenteuer-Roman, ein Stern Abzug für die Mängel bei den Protagonisten und zum Schluss auch in der Handlung.

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Solider Abenteuerroman
von einer Kundin/einem Kunden am 20.04.2015

Ulf Schiewe versteht es gut, seinen Leser direkt in die Welt der Schmuggler in der Karibik zu befördern. Die Figuren kommen klar rüber, die örtlichen Gegebenheiten werden einprägsam beschrieben. Ich konnte mich sehr schnell und einfach in diese Welt versetzen. Der Kern der Geschichte ist gut durchdacht. Mir persönlich... Ulf Schiewe versteht es gut, seinen Leser direkt in die Welt der Schmuggler in der Karibik zu befördern. Die Figuren kommen klar rüber, die örtlichen Gegebenheiten werden einprägsam beschrieben. Ich konnte mich sehr schnell und einfach in diese Welt versetzen. Der Kern der Geschichte ist gut durchdacht. Mir persönlich ist die Geschichte allerdings zu brav. Es gibt ganz klare „gute“ und „böse“ Charaktere, keiner bricht aus dieser Rolle aus. Zudem fehlen für mich die überraschenden Momente. Von Beginn an habe ich durchschaut, worauf es hinauslaufen würde und wie es wahrscheinlich ausgeht. Aus diesen Gründen gibt’s von mir drei Sterne.

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Exotischer Abenteuerroman, der absolut fesselt
von anushka am 10.07.2016
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Hispaniola/Bremen, 1635: Jan van Hagen muss Bremen überstürzt verlassen um nicht für die Schulden seines Vaters eingesperrt zu werden. Ein Handelspartner seines Vaters beauftragt ihn, nach Hispaniola in der Karibik zu segeln und dort illegalen Handel mit den spanischen Plantagenbesitzern zu betreiben. Diese dürfen eigentlich nur an spanische Handelsleute... Hispaniola/Bremen, 1635: Jan van Hagen muss Bremen überstürzt verlassen um nicht für die Schulden seines Vaters eingesperrt zu werden. Ein Handelspartner seines Vaters beauftragt ihn, nach Hispaniola in der Karibik zu segeln und dort illegalen Handel mit den spanischen Plantagenbesitzern zu betreiben. Diese dürfen eigentlich nur an spanische Handelsleute verkaufen, doch durch die schlechten Preise floriert der Schwarzhandel und Schmuggel mit anderen Händlern. Doch nun hat ein neuer Gouverneur das Zepter übernommen und er geht mit harter Hand gegen die Schmuggler vor. Die schöne Maria befindet sich mittendrin und bangt um die Sicherheit ihres Mannes, denn er steht im Zentrum des Handels. Bereits das Cover von "Die Bucht der Schmuggler" hebt sich positiv von der Masse ab und verspricht einen Abenteuerroman. Und den bekommt man auch. Während man zwischenzeitlich immer wieder Jan auf seiner Seereise in die Karibik begleitet und die Wellen unter den Füßen spürt, befindet man sich andererseits auf den Plantagen der Kolonie, wo die Luft dünn wird für Maria und ihren Mann Don Miguel. Die Perspektiven wechseln regelmäßig zwischen dem Schiff Sophia und der Insel Hispaniola bis sich die Handlungsstränge und Personen treffen. Neben Jan und Maria rücken regelmäßig weitere Figuren in den Fokus und beleuchten unterschiedliche Aspekte wie beispielsweise den Umgang mit Sklaven, aber auch Gefangenen, auf den Plantagen. Das Leben der sogenannten Bukaniere wird beleuchtet und auch die politischen Entwicklungen in Europa wirken sich auf das Leben auf Hispaniola aus. Eine Prise Liebesgeschichte bietet dieses Buch auch. Sowohl Jans Schiffreise als auch das Leben auf Hispaniola bieten gleichermaßen (viel) Spannung, sodass man das Lesen kaum unterbrechen mag. Die Spannung lässt bis zum Schluss nicht nach. Ulf Schiewe schreibt in einer sehr anschaulichen Sprache und die Beschreibungen sind sehr plastisch. In den Seereisepassagen gibt es viel Seemannsjargon und -fachbegriffe, die man als segelunerfahrener Leser manchmal recherchieren muss, die aber insgesamt den Lesefluss nicht stören, wenn man die Begriffe nicht kennt. Der Schreibstil ist nicht abgedroschen oder trivial und bedient keine Klischees. Die Passagen zur Behandlung der Sklaven wirken nicht moralisierend, sondern legen das Leid allein durch die Geschichte und eindringliche Schilderungen dar, sodass der Leser selbst zu einem Urteil kommt ohne dies von den Figuren des Buches in den Mund gelegt zu bekommen. Alle historischen Informationen wirken akribisch recherchiert und liebevoll ausgearbeitet. An keiner Stelle hat man das Gefühl, dass etwas nur oberflächlich dargestellt wird. Und gerade die Detailverliebtheit (beispielsweise welche Bilder an den Wänden eines Händlers hängen) versetzen den Leser direkt in das Buch, die Zeit und den Handlungsort. Alle Figuren sind lebensecht ausgearbeitet und bekommen ihre eigene Geschichte. Ich bin absolut begeistert von diesem farbenprächtigen historischen Roman, der einen guten Hauch von "Fluch der Karibik" verströmt. Es gibt zahlreiche mögenswerte Figuren, die allesamt detailliert ausgearbeitet sind und ihre eigene Geschichte haben. Dabei werden viele Themen und Lebensumstände dargestellt ohne dass das Buch dadurch überladen wäre. Bis zum Ende hin bleibt es spannend. Ich würde mir eine Fortsetzung dieser Geschichte sehr wünschen. Bis dahin gibt es erstmal für dieses Buch eine euphorische Leseempfehlung.

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Schmuggel und mehr
von Everett am 09.11.2016
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

3,5 Sterne Im Jahr 1635 muss der junge Bremer Jan van Hagen aus der Stadt fliehen. Das Handelshaus seines Va-ters ist ruiniert und er findet einen Partner für den Schmuggel in den spanischen Kolonien. Dort ist auf Hispanola ein neuer Vizegoverneur, der jeden Schmuggler aus dem Weg räumen will. Auch die... 3,5 Sterne Im Jahr 1635 muss der junge Bremer Jan van Hagen aus der Stadt fliehen. Das Handelshaus seines Va-ters ist ruiniert und er findet einen Partner für den Schmuggel in den spanischen Kolonien. Dort ist auf Hispanola ein neuer Vizegoverneur, der jeden Schmuggler aus dem Weg räumen will. Auch die Pflanzer auf der Insel sind im Schmuggelgeschäft und Dona Maria, die junge Ehefrau von einem Pflanzer, hat Angst um ihren Mann. Für einen historischen Roman mal ein anderer, guter Schauplatz. Auch die Geschichte im Roman ist gut durchdacht mit interessanten Charakteren. Die Geschehnisse um Jan van Hagen werden gut lesbar ge-schildert. Mir fehlte allerdings ein wenig etwas mehr fesselndes im Schreibstil. Es wirkte recht einfach, Emotionen und Gefahren wurde geschildert, kamen bei mir als Leser aber nicht an. Diese gute Geschich-te ist meiner Meinung nach vom Schreibstil durchaus noch ausbaufähiger.

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Ein wahres Lesevergnügen
von goat am 02.08.2016
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Das Cover von Ulf Schiewes aktuellem Roman „Bucht der Schmuggler“ lässt auf den ersten Blick vermuten, dass es sich hier keineswegs um eine Lektüre für Frauen handelt. Aber weit gefehlt: Dieser Abenteuerroman beinhaltet vieles von dem, was wir Frauen gerne lesen. Aber zunächst zum Inhalt. Bremen im Jahr 1635:... Das Cover von Ulf Schiewes aktuellem Roman „Bucht der Schmuggler“ lässt auf den ersten Blick vermuten, dass es sich hier keineswegs um eine Lektüre für Frauen handelt. Aber weit gefehlt: Dieser Abenteuerroman beinhaltet vieles von dem, was wir Frauen gerne lesen. Aber zunächst zum Inhalt. Bremen im Jahr 1635: Handelsherr Jan van Hagen kehrt mit seinem Schiff und einer guten Ladung an Handelswaren an Bord nach Hause zurück. Jan freut sich umso mehr, dass die kostbare Fracht an Bord dem arg gebeutelten Handelsunternehmen seines Vaters Willem van Hagen aus dem größten Tief herausholen kann. Doch seine Freude hält nicht lange an, als er feststellen muss, dass sein Vater im Sterben liegt und das Handelshaus mittlerweile so hoch verschuldet ist, dass Jan nur die Flucht bleibt, wenn er nicht im Schuldturm landen will. Mit letzter Kraft rät sein Vater ihm, nach Amsterdam zu fliehen und sich dort an seinen alten Handelpartner Cornelius van Doorn zu wenden. Schweren Herzens befolgt Jan den Rat seines Vaters und bekommt tatsächlich Unterstützung von van Doorn. Jan wird von ihm mit Handelsgütern versorgt und soll nach Hispaniola segeln, um dort Handel zu betreiben. Doch van Doorns Hilfe ist nicht ganz uneigennützig. Als Gegenleistung soll Jan van Doorns Sohn Martin finden, der mitsamt seiner Mannschaft in Gefangenschaft geraten ist. Jan hat ein mulmiges Gefühl, denn das Unterfangen ist nicht ganz ungefährlich und auch der Gedanke daran, Sklaven mit an Bord zu nehmen, behagt ihm nicht. Doch schlussendlich bleibt ihm keine andere Wahl und er macht sich auf den Weg. Auf Hispaniola trifft Jan auf den Zuckerrohrplantagenbesitzer Don Miguel und seine junge und hübsche Frau Donã Maria. Mit ihm möchte er Handel betreiben, doch der neue Vize-Gouverneur Don Alonso versucht mit allen Mitteln, den Schmuggel zu untersagen und droht jedem, der sich dem widersetzt, mit dem Tod durch den Strick. Jans Probleme wachsen ins Unermessliche und zu allem Überfluss hat er sich auch noch Donã Maria verliebt … „Bucht der Schmuggler“ ist ein wahres Lesevergnügen. Man merkt, dass in diesem Roman viel Recherchearbeit steckt. Ulf Schiewe weiß, worüber er schreibt. Zugute kommt ihm dabei sicherlich, dass er mehrere Jahre in Nordbrasilien gelebt hat und dort sehr viel über das Zuckerrohr gelernt hat. Und auch die Seefahrt ist ihm nicht fremd, sodass das Thema natürlich ein „Heimspiel“ war. Seine Charaktere sind ihm allesamt sehr gut gelungen und sie waren mir so sympathisch und zum Teil auch unsympathisch, dass ich gut mitfiebern konnte. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn die Figuren eines Romans einen kaltlassen. Besonders schön an diesem Roman finde ich, dass der Autor seinen Charakteren Raum gibt, sich zu entwickeln. Gerade bei Jan wird das sehr deutlich. Zu Beginn des Romans kam er mir noch ein wenig grün hinter den Ohren vor. Doch nach dem Tod seines Vaters wird er auf der abenteuerlichen Reise, zu der er gezwungen wird, allmählich erwachsen und trifft weise und vorausschauende Entscheidungen. Da sehr viele Charaktere in der Geschichte auftauchen, war es sehr hilfreich, dass gleich zu Beginn des Romans ein Personenregister angelegt wurde. Ich habe des Öfteren mal zurückblättern müssen. In den Bann gezogen haben mich ganz klar die Szenen der Schiffsreise. Zum einen die Situation an Bord mit diesen vielen Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da wären Elsje, eine Prostituierte und einzige Frau an Deck unter all den Männern – oder der portugiesische Schiffsarzt, der in Wirklichkeit gar kein Arzt ist. Auch Jans Mannschaft ist ein bunt zusammengewürfelter Haufen. Aber wenn es hart auf hart kommt, können sich alle aufeinander verlassen. Die Tatsache, Sklaven an Bord quasi als Ware zu transportieren, behagt niemandem und keiner weiß so recht mit dieser Situation umzugehen. Das Thema Sklaven wurde sehr anschaulich behandelt. Es nahm nicht zu viel Raum in der Geschichte ein, aber doch genug, um mich sehr nachdenklich zu stimmen. Was diesen Menschen widerfahren ist, ist niemals wieder gutzumachen. In diesem Roman waren zwei der Sympathieträger Sklaven und die haben mich mit ihrem Handeln sehr beeindruckt. Auch wenn der Ausgang der Geschichte stellenweise voraussehbar war, so hat mich Ulf Schiewe mit „Bucht der Schmuggler“ sehr gut unterhalten und ich habe mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Das Ende lässt definitiv auf einen zweiten Teil schließen und ich hoffe doch sehr, dass nicht allzu viel Zeit bis dahin vergeht. Von mir gibt es fünf Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.

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Liebe und Schmuggel
von einer Kundin/einem Kunden am 07.07.2016
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Die Geschichte beginnt mit der Rückkehr Jan van Hagens von einer langen Seereise. Er freut sich darauf, Weihachten gemeinsam mit seinem Vater zu verbringen,In erster Linie freut er sich aber darauf , seine Verlobte Greetje wiederzusehen.Aber es kommt anders als erwartet. Er findet seinen sterbenden Vater vor und eine... Die Geschichte beginnt mit der Rückkehr Jan van Hagens von einer langen Seereise. Er freut sich darauf, Weihachten gemeinsam mit seinem Vater zu verbringen,In erster Linie freut er sich aber darauf , seine Verlobte Greetje wiederzusehen.Aber es kommt anders als erwartet. Er findet seinen sterbenden Vater vor und eine völlig ruinierte Firma.Ihm bleibt nur die Flucht oder der Schuldturm,er entscheidet sich für die erste Möglichkeit.Zuerst segelt er mit seinem Schiff " Sophia " nach Amsterdam , wo er Kontakt zu einem Freund seines Vaters aufnimmt.Nach einigen Gesprächen werden sie Handelspartner , unter der Vorraussetzung ,dass Jan seinen Sohn Martin , der in Hispaniola verschwunden ist , nach Hause bringt. Nun kommt es zum zweiten Erzählstrang in welchem Don Miguel Garcia Hernandez und seine junge Frau Maria Carmen die Hauptpersonen sind.Don Miguel ist reicher Zuckerrohrpflanzer und Rinderzüchter .Einen großen Teil seiner Einkünfte verdankt er dem Schmuggel , einem damals nicht unüblichen Gelderwerb.Der neue Gouverneur hat aber dem Schmuggel den Kampf angesagt , sodass Maria sehr besorgt um das Leben ihres Mannes ist.Die Geschichte wechselt nun zwischen den Erlebnissen von Jan und seiner Besatzung sowie den Geschehnissen auf Hispaniola hin und her . Zum Schluss laufen beide Erzählstränge zusammen und es kommt zu einem dramatischen Ende. Die Geschichte hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen, auf sehr geschickte Weise wurden die historischen Ereignisse , die Geschichte der Seefahrt und des Schmuggels miteinander verknüpft, auch für die Liebe war genügend Platz.Die einzelnen Figuren wurden nach und nach in die Geschichte eingefügt und sehr genau beschrieben. Das bezog sich nicht nur auf die Hauptpersonen , auch den Nebenfiguren wurde genügend Raum eingeräumt.Es gelang mir , aufgrund der guten Beschreibungen, relativ schnell die Spreu vom Weizen zu trennen. Am Ende des Buchs hätte ich mir noch mindestens 200 weitere Seiten gewünscht, was ja deutlich für eine Fortsetzung spricht . Ein einziger kleiner Kritikpunkt bleibt noch anzumerken.Da ich keinerlei seemännische Vorkenntnisse habe,wäre ein Register mit einer Erläuterung der verschiedenen seemännischen Begriffe hilfreich gewesen.Dank Google wurde aber auch dieses Problem gelöst . Ich spreche eine absolute Leseempfehlung für dieses Buch aus.

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Schiewe in Bestform
von einer Kundin/einem Kunden aus Unterhaching am 04.07.2016
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Wir schreiben das Jahr 1635. Der junge Kaufmannssohn Jan van Hagen kommt von einer Seehandelsreise zurück und trifft gerade noch seinen Vater sterbend auf dem Totenbett an. Da diverse Gäubiger ihm bald auf den Fersen sind, macht er sich mit seiner Mannschaft auf Richtung Hispaniola, in der Hoffnung,... Wir schreiben das Jahr 1635. Der junge Kaufmannssohn Jan van Hagen kommt von einer Seehandelsreise zurück und trifft gerade noch seinen Vater sterbend auf dem Totenbett an. Da diverse Gäubiger ihm bald auf den Fersen sind, macht er sich mit seiner Mannschaft auf Richtung Hispaniola, in der Hoffnung, dort vielleicht zu Gold und Geld zu kommen. Ein niederländischer Freund bittet ihn auch darum, nach seinem Sohn zu suchen, der dort verschollen ist. In der Karibik lebt Dona Maria mit ihrem Mann, dem Zuckerbaron, Don Miguel ein zufriedenes unaufgeregtes Leben. Bis sich Vize-Gouverneur Don Alonso für die junge Frau interessiert, Schmuggler die Gewässer vor der Insel unsicher machen und ein ausgebrochener Sklave bei Dona Maria Hilfe sucht. Nach langer abenteuerlicher Überfahrt erreicht Jan die karibischen Gewässer und versucht, mit Schmuggel zu Kapital zu kommen. Er findet auch heraus wo der verlorene Sohn zu finden ist und beschließt ihn zu befreien, da er als Sklave auf einer Plantage darben muss. Ulf Schiewe gelingt hier wieder mal eine süffige und spannende Geschichte in einem exotischen und für ihn neuen Setting. Dabei wird man zurückversetzt in die Zeit von Erol Flynn und „Dem roten Korsar“, hat „den Fluch der Karibik“ vor Augen, den Geruch nach Salz und Fisch in der Nase und „das Knattern der Segel“ im Ohr. Man merkt, dass der Autor die Gegend aus eigener Erfahrung nicht fremd ist und dass er Spaß daran hat, seine Rechercheergebnis so in die fiktive Geschichte einzubauen, dass man neben der guten Unterhaltung auch noch ein bisserl Wissen vermittelt bekommt. Starke Frauen, ansehnliche Mannsbilder, schillernde Bösewichte bevölkern das Buch ebenso wie Sklaven, blinde Passagiere, schwangere Weiber und wilde Tiere. Ein sehr vergnügliches Leseerlebnis welches ich jedem gerne ans Herz lege. Schiewe – wie immer – in Bestform.

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Ein opulenter Historienroman
von Gertie Gold aus Wien am 03.07.2016
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Ulf Schiewe, den ich schon von seiner derzeit dreiteiligen „Normannen-Saga“ und von „Bastard von Tolosa“ kenne, hat wieder ein virtuoses Meisterwerk an Spannung und Unterhaltung geliefert. Zwei dicke Handlungsstränge werden immer wieder miteinander verknüpft und bilden das Rückgrat für zahlreiche akribisch und penibel recherchierte Details. Inhalt: Handlungsstrang eins ist rund um... Ulf Schiewe, den ich schon von seiner derzeit dreiteiligen „Normannen-Saga“ und von „Bastard von Tolosa“ kenne, hat wieder ein virtuoses Meisterwerk an Spannung und Unterhaltung geliefert. Zwei dicke Handlungsstränge werden immer wieder miteinander verknüpft und bilden das Rückgrat für zahlreiche akribisch und penibel recherchierte Details. Inhalt: Handlungsstrang eins ist rund um den Bremer Kapitän Jan van Hagen gewebt. Der junge Kapitän und Handelsherr muss bei seiner Rückkehr nach Bremen erfahren, dass sein Vater im Sterben liegt und, dass das ehemals große Vermögen verloren gegangen ist. Mit dem Husarenstück, in der Nacht Bremen heimlich zu verlassen, rettet er sein letztes Schiff, die „Sophie“ vor der Versteigerung. Er entgeht zwar dem Schuldgefängnis, kann aber die Beziehungen der Hanse fortan nicht mehr nützen. Auf Geheiß eines Amsterdamer Kaufmanns und Freund des verstorbenen Vaters segelt er nach Westindien, um dort – im Einflussbereich der Spanischen Krone – Handel zu treiben. Doch dieser Handel ist mit Schmuggel gleichzusetzen, weil die Spanier ein Handelsembargo für alle nicht spanischen Schiffe erlassen haben. Gleich bei der Ankunft in Hispaniola wird er vom Vizegouverneur Don Alonso verhaftet. Schiff und Schmuggelware sollen enteignet werden. Wird sich Jan aus der Haft befreien und wird er seine Mission erfüllen können? Der zweite Handlungsstrang umfasst das Leben des Ehepaars Don Miguel und Dona Maria auf der Zuckerinsel. Der reiche Pflanzer und die verarmte Aristokratin aus Sevilla führen, trotz Kinderlosigkeit und hohem Altersunterschied eine glückliche Ehe. Sie bewirtschaften große Flächen und sind angesehene Leute. Dies wiederum ist sowohl dem Vizegouverneur, der selbst aus einfachsten Verhältnissen kommt, als auch Don Diego, einem recht undurchsichtigen Pflanzer, ein Dorn im Auge. Gemeinsam versuchen sie Don Miguel den Schmuggel von Zucker und Leder (beides begehrte Waren in Europa) nachzuweisen. Wird es ihnen gelingen, Don Miguel in Misskredit zu bringen? Spannung/Erzählstil: Mit geschliffenen und gedrechselten Sätzen bringt uns Ulf Schiewe die beiden Handlungsstränge näher. Immer wieder kreuzen sie sich, mit ungeahnten Folgen für die Beteiligten. Der Leser erhält Einblick über eine Vielzahl von kleineren und größeren Ereignissen in dieser für ihn so fremden Welt. Allein den „ingenios“ beim Zuckerrohr quetschen zuzusehen, war ein echtes Highlight. Und wie immer bei Ulf Schiewe, erhalten wir die Informationen wohl dosiert und ohne Oberlehrerhaftigkeit. So auch die Hinweise auf den Sklavenhandel und die Sklavenhaltung. Abgehend von der landläufigen Meinung, Sklaven seien keine Menschen, werden sie von Don Miguel und Dona Maria gut behandelt. Immer wieder flicht der Autor auch die Gedanken des jungen Jan ein, der den Menschenhandel verabscheut. Die Spannung ist oft unerträglich. Es ist kaum möglich das Buch zur Seite zu legen. Leider musste ich es doch tun, um zur Arbeit zu gehen. Charaktere: Die Charaktere sind grandios gezeichnet. Ich kann die Wut des Don Alonso, als er eine Abfuhr nach der anderen erhält, richtig gut nachvollziehen. Leider verheißt das nichts Gutes. Jan ist zu Beginn des „Abenteuers“ noch ein wenig blauäugig. Er reift aber schnell und trifft an Bord seines Schiffes menschliche Entscheidungen. In einer Zeit, wo ein Menschenleben nichts oder nicht viel zählt, sorgt er sich um seine Crew. Wir treffen auf eine Vielzahl von Glücksrittern, geflüchtete Sklaven und Frauen, obwohl meist als minderwertig verachtet, doch ihren Mann stehen. Die Sklavin Maria Benigna ist beispielsweise so eine. Sie riskiert Kopf und Kragen um den, auf Don Alonsos Hazienda gefangenen Holländern, das Leben ein wenig erträglicher zu machen. Der Schiffsarzt ist auch ein spannender Charakter. Mit dem Anlegen von Verbänden hat er ebenso Probleme wie mit der Entbindung einer Sklavin an Bord. Dafür bekommt er Jan aus den Fängen des Vizegouverneurs frei, weil er ja eigentlich Jurist ist. Und erst Elsje, die als blinder Passagier an Bord gegangen ist. Sonstige Anmerkungen: Das Cover hat mich sogleich angesprochen, da es sich in der Farbe wohltuend vom üblichen beige-braun der historischen Romane abhebt. Haptisch ist es ebenfalls ein Genuss. Die erhabenen gekreuzten Schwerter greifen sich sehr gut an. Schade, dass die Reise nach knapp 450 Seiten fürs Erste nun zu Ende ist. Fazit: Ein wirklich gelungener, praller Roman, der hoffentlich Auftakt zu einer Fortsetzung der Geschichte ist. Wir wollen doch alle wissen wie es mit dem Doktor und Elsje, Jan und Dona Maria weitergeht. Und am allerwichtigsten ist, dass sowohl Don Alonso als auch Don Diego ihrer gerechten Strafe nicht entgehen.

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