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Charlotte Berend-Corinth und Lovis Corinth

Ich will mir selbst gehören. Romanbiografie

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Bekannt ist die Künstlerin Charlotte Berend-Corinth (1880 – 1967) vor allem als Ehefrau und Lieblingsmodell des Malers Lovis Corinth. Doch sie war viel mehr als die „Frau an seiner Seite“. Sie war eine starke künstlerische Persön-lichkeit, die sich von der Dominanz Corinths zu lösen wusste und in ihrer Malerei eigene Wege ging. Sie lebte souverän und selbstbestimmt, nahm sich, unbeeindruckt von allen gesellschaftlichen Regeln, die Freiheiten, die sie wollte. Schon in den zwanziger Jahren reiste sie in den Orient, lebte zehn Jahre in Italien, emigrierte als Jüdin 1939 in die USA, wo sie bis zu ihrem Tode malte und schrieb.
Portrait
Margret Greiner studierte Germanistik und Geschichte an den Universitäten Freiburg/Brsg. und München, theaterpädagogische Zusatzausbildung. Viele Jahre Unterrichtstätigkeit in den Fächern Deutsch, Geschichte und Ethik an deutschen Schulen, am Schmidt's Girls College in Jerusalem und an der Renmin Universität in Beijing. Zahlreiche Medienbeiträge über Israel und Palästina, über Else Lasker-Schüler, Paul Celan, Frank Wedekind und die Literatur des Expressionismus. Margret Greiner lebt in München.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 12.04.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-451-06841-6
Reihe Herder Spektrum
Verlag Herder
Maße (L/B/H) 190/121/27 mm
Gewicht 320
Auflage 1
Buch (Paperback)
14,99
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"Das Leben muß ganz fest zwischen die Fäuste genommen werden"
von solveig am 09.05.2016

„Wife of Lovis Corinth“ - lautet die Inschrift auf Charlotte Berend-Corinths Grabstein. Ehefrau, Mutter und Künstlerin zu Beginn des 20. Jahrhunderts - ein Widerspruch? Charlottes Berend wird von dem Maler Lovis Corinth zunächst als Schülerin in seiner neu gegründeten „Malschule für Weiber“ angenommen. Sie avanciert... „Wife of Lovis Corinth“ - lautet die Inschrift auf Charlotte Berend-Corinths Grabstein. Ehefrau, Mutter und Künstlerin zu Beginn des 20. Jahrhunderts - ein Widerspruch? Charlottes Berend wird von dem Maler Lovis Corinth zunächst als Schülerin in seiner neu gegründeten „Malschule für Weiber“ angenommen. Sie avanciert rasch zum bevorzugten Modell des mehr als 20 Jahre Älteren, wird seine Geliebte und später Ehefrau. Charlottes Liebe und Fürsorge gelten in erster Linie ihrem Ehemann und seinen Bedürfnissen. Ganz traditionell lenkt sie die Erziehung der gemeinsamen Kinder, regelt den Haushalt, organisiert den Bau ihres Hauses am Walchensee und pflegt Lovis, als er schwer krank wird. Für ihre eigenen Interessen bleibt ihr nur wenig Zeit. Als kluge Frau erkennt sie, „daß Freiheit höchst notwendig war für seinen Charakter, um glücklich zu sein…“ Doch Charlotte will mehr sein als nur sein Anhängsel. Immer wieder einmal findet sie die Gelegenheit für eine Auszeit, reist und arbeitet. Mit viel Einfühlungsvermögen und sehr authentisch erzählt die Autorin Margret Greiner Charlotte Berends Leben in einer Roman-Biografie. Voll Sympathie, aber auch kritisch, schildert sie Charlottes Spagat zwischen ihren alltäglichen notwendigen Pflichten und dem Wunsch, selbst ihr künstlerisches Potenzial zu nutzen; erzählt, wie sorgsam sie darauf achtet, in Bereiche auszuweichen, in denen Corinth seine Motive nicht sucht. So etwa findet „Petermannchen“, wie Lovis seine Gattin nennt, ihre Modelle im Theater- und Operettenmilieu. Hier enstehen ihre berühmten Porträts von Max Pallenberg, Fritzi Massary oder Richard Tauber. Sachlich und plausibel zeigt Greiner Charlottes Bemühungen um ihr eigenes künstlerisches Werk und ihre Weiterentwicklung. Und lässt Charlotte auch selbst zu Wort kommen, in zahlreichen Zitaten aus Berends Schriften: „Und ich habe mich immer wieder an den Ohren herausgezogen und wieder gemalt.“ Doch erst nach Lovis´ Tod gelingt es ihr, vollends aus dem Schatten des Meisters zu treten und sich „… noch einmal ganz angehören, meine ganzen Kräfte sammeln für meine Malerei.“ Schade, dass viele ihrer Gemälde verschollen sind! Margret Greiners ausführliche Romanbiografie ist ein informatives, dabei sehr sensibles Buch, das den Leser nachdenklich zurücklässt.

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