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Chronicles

Die Autobiografie

(1)
"Wenn du so ein Buch schreibst, musst du die Wahrheit sagen." (Bob Dylan)
Die Autobiographie des Literaturnobelpreisträgers 2016!
Bob Dylan räumt auf mit den Mythen und Legenden, die sich um sein Leben und Werk ranken, und erzählt seine Geschichte selbst. Wie er Anfang der sechziger Jahre nach New York kam, wo seine Karriere in den Folkclubs begann. Wie er zur Zeit der großen Unruhen in Amerika um seine künstlerische Identität kämpfen und seine Familie vor der Öffentlichkeit schützen musste. Wie ihm ein alter Jazzsänger 1987 half, eine große musikalische Krise zu überwinden. Er blickt auf seine Kindheit zurück und schreibt leidenschaftlich über seine Musik, auch über die Einflüsse, die ihn geprägt haben, von Woody Guthrie bis hin zur "Dreigroschenoper".
(Chronicles. Volume 2 und 3 sind bis dato nicht erschienen.)
Rezension
»Zwei Dinge sind es, die Dylans Erinnerungen zum Erlebnis machen. Zum einen spricht er hier so freimütig wie noch nie über all das, was ihn in seinen frühen Jahren beeinflusst hat. [...] Der zweite Vorzug von Dylans Memoiren ist die Plastizität der Schilderungen. Der Sänger tritt uns hier als Künstler mit einem fotografischen Gedächtnis entgegen.«
Portrait
Bob Dylan (Robert Allen Zimmermann), geb. 1941 in Duluth/Minnesota. Idol in den 60ern, Star in den 70ern und seither Legende. Dylan hat in den letzten 40 Jahren die Geschichte der populären Musik geprägt wie kein anderer und gilt darüber hinaus als einer der großen und einflussreichsten Lyriker unserer Zeit. Für sein Schaffen wurde er 2016 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet
Kathrin Passig, geboren 1970, ist Journalistin, Übersetzerin, Programmiererin und im Internet aufgewachsen. Sie betreibt gemeinsam mit Kollegen das Weblog »riesenmaschine.de« und die virtuelle Firma Zentrale Intelligenz Agentur. 2006 erhielt sie den Bachmannpreis und den Publikumspreis bei den dreißigsten Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt.
Gerhard Henschel, geboren 1962, war unter anderem Redakteur bei der Titanic und lebt heute als freier Schriftsteller bei Hamburg. 2012 wurde ihm der Hannelore-Greve-Literaturpreis verliehen, 2013 wurde er mit dem Nicolas-Born-Preis ausgezeichnet und 2015 mit dem Georg-K.-Glaser-Preis.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 04.11.2004
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-09385-8
Verlag Hoffmann und Campe
Maße (L/B/H) 228/154/29 mm
Gewicht 481
Originaltitel Chronicles. Volume One
Abbildungen farbige Abbildungen
Auflage 1. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
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Wie Dylan seine Individualität bewahrt
von Roland Popp aus Bremen am 28.01.2005

"Chronicles" erzählt keine intimen Liebes- und Lebensgeschichten. Es ist kein Enthüllungsbuch!. Vielmehr beschreibt Dylan welche Wege, Umwege und Irrwege er gehen musste und die Regeln des Songschreibens zu brechen. Sein künstlerischer Impetus bestand darin, "etwas auszudrücken, das jenseits der gewohnten Grenzen war". Wie und mit welchen Personen er zu... "Chronicles" erzählt keine intimen Liebes- und Lebensgeschichten. Es ist kein Enthüllungsbuch!. Vielmehr beschreibt Dylan welche Wege, Umwege und Irrwege er gehen musste und die Regeln des Songschreibens zu brechen. Sein künstlerischer Impetus bestand darin, "etwas auszudrücken, das jenseits der gewohnten Grenzen war". Wie und mit welchen Personen er zu diesem Ausdruck fand, darum geht es in den "Chronicles". Aber natürlich beschreibt Dylan auch den Zeitgeist, nämlich wie Menschen in ihrer kollektiven Wahnwelt nur noch Angst haben. Angst vor dem Atomkrieg, dem Alter, Angst vor Schlangen oder Höhenangst. etc. Lakonisch und ironisch merkt Dylan an: "Meine größte Angst war es, dass sich meine Gitarre verstimmt." Dylan beschreibt, welche Musik und Literatur er geradezu aufsaugt, wie systematisch er z.B. Tageszeitungen in der Bibliothek auswertet, um den Geist der Zeit zwischen 1855 und 1865 wahrzunehmen. Dylan erzählt seinen mit Hartnäckigkeit verfolgten Weg die Regeln des Songschreibens zu brechen und gleichermassen wie absurd und nervtötend er es fand, von der Hippiebewegung und irgendwelchen "kritischen Geistern" als Idol oder Messias eingefangen zu werden. Musik für andere zu spielen (sozusagen eine beständige öffentliche Probe zu geben) ist das einzige Motiv für seinen künstlerischen Antrieb. Dylan wollte etwas jenseits der "gewohnten Grenzen" tun - und diesen Weg, seine künstlerische und menschliche Identität und Individualität zu finden, liest sich spannend und amüsant. Dylan versteht es autobiographische Lebensetappen mit einer Analyse der politischen Kultur zu verbinden. Und das alles auf hohem literarischen Niveau! Dylan schreibt wunderbar leichtfüßig, ironisch und sich gegen alle Vereinnahmungen verweigernd.

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