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Cold Britannia

(2)
Am Anfang stand die Gier. Ein wildes Feuer in vergifteten Herzen, das fraß und verschlang. Außer Kontrolle verbrannte es die Erde. Am Anfang stand die Gier Wenn Menschlichkeit zu Kälte wird, Recht zu Unrecht und der Staat zum Feind … Als im Frühjahr 1984 die britische Regierung die landesweite Schließung der Kohlebergwerke bekannt gibt, ruft die Gewerkschaft zum Streik auf. Auch die Kumpels der „Umbrage“-Zeche in Nordengland legen die Arbeit nieder und folgen ihrem Anführer James Thornton, genannt Red Jim. In den eigenen Reihen gibt es Verrat und Abtrünnige, die seinen Kampf für die Bergleute erschweren. Mehr als eine Verbündete in der gemeinsamen Sache ist ihm die eigensinnige Hester. Mit der Journalistin Phyllis Bundle und dem Wirtschaftsboss Alan Delaney hat James einflussreiche Feinde. Bald kommt es zu Auseinandersetzungen mit der Staatsmacht und der Streik wird zu einem langandauernden Konflikt, der das Land spaltet und den nur eine Seite gewinnen kann. Ein packender und aufwühlender Roman über Menschen, die zum Äußersten gehen. „Cold Britannia“ lässt niemanden unberührt.
Portrait
Ira Ebner, geboren 1977, veröffentlichte 2012 ihren Debütroman „Himmel, Erde, Schnee“. Wenn sie sich nicht gerade auf ihrem Blog gesellschaftlichen Themen und der Literatur widmet, schreibt sie an ihren Romanen. Iras Werke handeln von politischen Intrigen, Zäsuren in der Weltgeschichte und von Menschen, die sich den Herausforderungen ihrer jeweiligen Zeit stellen – eine Leidenschaft, die sie bereits seit ihrer Jugend nicht mehr losgelassen hat.
Ira lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 287
Erscheinungsdatum 01.01.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8459-1743-6
Verlag AAVAA editions UG
Maße (L/B/H) 205/146/20 mm
Gewicht 350
Verkaufsrang 57.108
Buch (Taschenbuch)
11,95
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Eiszeit
von Griechenland-Fan aus Kölle am 19.01.2016

Nach Band 1 und 2 der „Himmel Erde Schnee“-Romane sowie „Schwalben“, meinem heimlichen Favoriten, verlässt die 38-jährige bayrische Autorin nun das Baltikum und wendet sich dem Großbritannien der Achtziger zu. Einer Zeit, in der England von harter Hand durch die „eiserne Lady“ regiert und an den Rand der Pleite... Nach Band 1 und 2 der „Himmel Erde Schnee“-Romane sowie „Schwalben“, meinem heimlichen Favoriten, verlässt die 38-jährige bayrische Autorin nun das Baltikum und wendet sich dem Großbritannien der Achtziger zu. Einer Zeit, in der England von harter Hand durch die „eiserne Lady“ regiert und an den Rand der Pleite geführt wurde. Zu einem Schlüsselereignis der Thatcher-Ära wurde 1984 der Streik britischer Bergarbeiter gegen die geplanten Schließungen ihrer Zechen. Der Streik dauerte ein Jahr und endete mit leeren Streikkassen der Gewerkschaften. Viele Bergleute mussten bereits zwischendurch Kredite aufnehmen, die sie später aufgrund fehlender Arbeit nicht zurückzahlen konnten. Ira Ebners wieder einmal lesenswerter Roman spielt in dieser Zeit. Er handelt vom Streikführer James Thornton, seinen verzweifelten Kumpels, seiner komisch-verständnislosen Ehefrau (wie konnte aus denen nur ein Paar werden?) und seiner Liebe zu Hester, seiner Verbündeten. Selbstverständlich hat James, übrigens auch Red Jim genannt, viele Feinde, allen voran den einflussreichen Wirtschaftsboss Delaney und seine Tochter, die die Redaktion einer Zeitung leitet und ihrem Team zu verstehen gibt, was sie lesen will. Das Land und seine Einwohner sind zerrissen, das ist ganz offensichtlich. Es geht um Macht, Geldgier, Rachegelüste, Polizeiwillkür, Stolz und Liebe. All das erleben wir mit, spüren sogar teilweise die Stimmungen. Ira Ebner verknüpft die Geschichte geschickt mit den menschlichen Schicksalen und verschafft dem Leser einen spannenden und realistischen Einblick in das England dieser eisigen Zeit.

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gute Recherche und klasse geschrieben
von einer Kundin/einem Kunden am 13.12.2015

„Es geht mir um die Umbrage“, sagte James. „Beinahe jede Familie im Ort lebt von ihr. Mein Vater war Bergmann, ich bin selbst unter Tage gefahren. Du arbeitest dort, du auch. Also. Wir beliefern die Kraftwerke, wir heizen ihre Wohnungen.“ Ein historischer Roman, der eine fiktive Geschichte so erzählt, dass... „Es geht mir um die Umbrage“, sagte James. „Beinahe jede Familie im Ort lebt von ihr. Mein Vater war Bergmann, ich bin selbst unter Tage gefahren. Du arbeitest dort, du auch. Also. Wir beliefern die Kraftwerke, wir heizen ihre Wohnungen.“ Ein historischer Roman, der eine fiktive Geschichte so erzählt, dass man glaubt, mitten im Geschehen zu sein. Keine Schnörkel, spannend erzählt, Geschichte korrekt wiedergegeben. Während der Thatcher-Ära lag Groß Britannien kurz vor der Staatspleite und dies hatte weitreichende Reformen zur Folge. Thatcher funktionierte das Land vom Industriestaat zum Dienstleistungsbetrieb um. In dieser Folge wurden viele Staatsbetriebe zu eigenständigen Gewerben umfunktioniert und mit einem Gesetz wurde die Zwangsmitgliedschaft zu Gewerkschaften abgeschafft. Nach der Zerschlagung der Stahlindustrie war die Kohleindustrie als nächstes an der Reihe. Viele Minen wurden geschlossen. Der Streik der Bergarbeiter dauerte ein Jahr. Die NUM (Gewerkschaft National Union of Mineworkers) stemmte sich mit aller Gewalt dagegen. 1985 stimmte die NUM für das Ende des Arbeitskampfes, die Kassen waren leer, viele Bergarbeiter hoch verschuldet. „Cold Britannia“ behandelt dieses eine Jahr. Durch die Vielschichtigkeit der Personen zeigt Ira Ebner alle Seiten des Kampfes auf, das Verschließen vor Realitäten, Existenzkrisen, Machthunger von Einzelnen, Rachegelüste, Erpressungen, Pflichtbewusstsein, der Glaube an die Gemeinschaft, die ganze Palette des Menschlichen in einer Situation, in der niemand weiss, auf welcher Seite er letztendlich stehen soll. Hauptperson ist James Thornten, der Gewerkschaftsführer auf der einen Seite, seine junge Sekretärin Hester, die sich bissig und angstlos hinter die Kumpel stellt, sich in der Frauenbewegung engagiert. Auf der anderen Seite steht Phyllis Bundle, die Chefredakteurin einer Zeitschrift, die sich für die Regierungsseite einsetzt, zusammen mit Daddy Delany. Polizisten, die härter durchgreifen als sie müssten, verschlagene Typen, die sich kaufen lassen, um zu spionieren, Gewerkschafter, die offen Auges ins Messer laufen, weil sie nicht sehen wollen, was die Zeit schreibt, nicht begreifen wollen, dass die Zeit ihrer Macht abgelaufen ist, nicht aus der Stahlindustrie gelernt haben, Schlägertrupps, die zur Einschüchterung der Gewerkschaften gekauft werden, Situationen, die eskalieren, die Bandbreite der Geschichte ist von allen Seiten beleuchtet. Auch der kleine einzelne Arbeiter, der zwischen den Stühlen sitzt, wird glänzend von Ira Ebner beschrieben. Die NUM zahlt Streikgeld, ja, aber das reicht in vielen Familien hinten und vorn nicht, auf dem Sparkonto ist kein Geld vorhanden. Wenn man zum Streikbrecher wird, ist man bei den Kameraden durch. So entscheiden sich manche Leute, heimlich in einer fremden Zeche zu arbeiten. Andere brechen offen den Streik. Vor den Eingängen der Zechen stehen die Streikenden, im Bus bitten die Streikbrecher um Einlass. Die Polizei muss eingreifen. Freunde zerstreiten sich, Familien steuern auf die Armut zu, haben nicht einmal genug Geld, Essen zu kaufen. Die Zeche von Umbridge ist der Hauptort der Geschichte. Familien die seit Generationen in den Zechen arbeiten, von ihr abhängig sind, können sich nicht vorstellen, dass dieser Arbeitsort geschlossen wird. Denn die Zeche ist mehr als Arbeit, sie ist Familie, Tradition, Heimat, Zukunft. Aber es geht um mehr in diesem Roman. James ist verheiratet. Seine Frau stellt ihn zu Hause unter Druck, ausgeblendet der Realität. Was ist mit dem Urlaub, was mit dem Wintergarten, James hat sich zu kümmern, zu zahlen … Die Ehe ist schon länger kaputt, denn verschiedener könnten Menschen nicht sein als die beiden. Doch da ist die junge Hester, wild, idealistisch, mutig. Mit ihr hat James ein Verhältnis. Wie wird sich James entscheiden? Hat eine dieser Beziehungen die Chance, in diesen Zeiten zu überleben? Ist James überhaupt in der Lage, den Druck von allen Seiten auszuhalten? Wird er Gewerkschaftsführer bleiben? In schnörkelloser, prägnanter Sprache führt uns Ira Ebner durch diesen Streik. Keiner der Protagonisten ist gut, keiner böse, jeder verfolgt sein Ziel und ist damit menschlich. Genau das macht diesen Roman aus. Historisches gut aufgearbeitet in eine komplexe Geschichte von allen Seiten ausgeleuchtet, in einer leicht spröden Sprache, die dem Geschehen eine Sachlichkeit verleiht. Gleichzeitig verliert die Autorin nie die literarische Melodie: „Der Morgen kroch nasskalt über London herauf. Die Kuppel von St. Paul’s und die Türme des Big Ben und Westminster Abbey verschwammen im Sprühregen. So, als weigerte sich der Tag, überhaupt zu beginnen und mit dem Tempo der Stadt mitzuhalten.“ Für mich hebt sich dieses Buch von vielen anderen historischen Romanen ab. Die Autorin schafft es, eine spannende Geschichte zu erzählen, entfernt von jedem Kitsch, dicht an den historischen Ereignissen. Ein Buch das berührt und nachdenklich macht, das man erst beiseitelegt, wenn man an der letzten Seite angelangt ist.

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einfach Klasse
von einer Kundin/einem Kunden aus Limbach-Oberfrohna am 08.03.2016
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

März 1984, in England streiken landesweit die Kumpel der Kohlebergwerke, gegen deren Schließung. Ganz vorn steht James Thornton, der Leiter der Gewerkschaft NUM, und seine Sekretärin Hester Simmons. Beide halten bis zum bitteren Ende am Streik fest, obwohl es manche Situation gegeben hat, wo beiden böse mitgespielt wurde. Die Journalistin... März 1984, in England streiken landesweit die Kumpel der Kohlebergwerke, gegen deren Schließung. Ganz vorn steht James Thornton, der Leiter der Gewerkschaft NUM, und seine Sekretärin Hester Simmons. Beide halten bis zum bitteren Ende am Streik fest, obwohl es manche Situation gegeben hat, wo beiden böse mitgespielt wurde. Die Journalistin Phyllis Bundle, Alan Delany und Anthony Lyndon spielen gegen Thornton und seine Gewerkschaft. Neben dem Streik kommt das Elend der Bergleute zur Sprache. Nachdem die Streikkassen leer sind, leben viele am Existenzminimum. Einige verraten die ganze Sache, werden zu Scab's und gehen wieder unter Tage. Das Land ist gespalten und nur einer wird als Sieger aus der ganzen Sache rausgehen. Ein wirklich gut recherschierter und packenter Roman, den Ira Ebner da geschrieben hat. An manchen Stellen glaubt man sogar wirklich mit im Geschehen dabei zu sein. Einfach toll. Ich gebe 5 Sterne und ein absolut lesenswert.

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