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Dämmerschlaf

Roman. Nachw. v. Verena Lueken

(1)
Partylust und Lebensfrust.


Auf Dauer einen Platz in New Yorks High Society zu behaupten, ist ein aufreibender Fulltimejob. Wer wüsste das besser als Pauline Manford? Diszipliniert unterwirft sie sich und ihr Leben dem Diktat der besseren Kreise: trainiert körperliche und mentale Fitness, pflegt die richtigen Kontakte und ein wohldosiertes soziales Engagement. Alles ist gut, solange der Terminkalender voll ist. An mehr als einen leichten Dämmerschlaf ist in diesem lärmenden Partygetöse nicht zu denken, denn wer schläft, sündigt nicht – und wer nicht im Gespräch bleibt, ist schnell so langweilig wie der Trend der vorletzten Saison …



Portrait
Edith Wharton (1862-1937) entstammte der New Yorker Patrizierschicht. Als Kind verbrachte sie längere Zeit in Frankreich, Deutschland und Italien, so dass sie, wie sie später meinte, Europa 'unausrottbar im Blut' hatte. Sie genoss eine sorgfältige Erziehung, ihre frühen literarischen Neigungen wurden jedoch kaum gefördert; schriftstellerische Ambitionen ziemten sich für Töchter aus ihren Kreisen nicht. Edith Wharton übersiedelte nach einer schwierigen Ehe 1906 nach Paris. Sie widmete sich nun ganz ihrer dichterischen Aufgabe, schrieb Romane, Erzählungen, Reiseberichte, kulturhistorische Essays. Ihre Vielseitigkeit und ihr Erzähltalent wurden mehrfach geehrt: 1921 erhielt sie den Pulitzerpreis, 1923 verlieh ihr die Yale University als erster Frau die Ehrendoktorwürde; es folgten die Goldene Medaille des National Institute of Arts and Letters und die Aufnahme in die American Academy of Arts and Letters. Edith Wharton gehört zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen Amerikas.
Andrea Ott, geboren 1949 in München, nach fruchtbaren Umwegen über Bibliothek, Theater und Programmkino seit 1986 Übersetzerin aus dem Englischen, u.a. von Jane Austen, Charlotte Brontë, Thomas Hardy und Anthony Trollope.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 08.09.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-74960-7
Verlag btb
Maße (L/B/H) 189/119/24 mm
Gewicht 289
Originaltitel Twilight Sleep
Buch (Taschenbuch)
11,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Großartig bissig, viele Freunde dürfte E.W. sich in ihrer "Klasse" nicht gemacht haben, deren Widersprüche und Langeweile sie sehr genau beschrieben hat. Viel Schein und wenig Sein Großartig bissig, viele Freunde dürfte E.W. sich in ihrer "Klasse" nicht gemacht haben, deren Widersprüche und Langeweile sie sehr genau beschrieben hat. Viel Schein und wenig Sein

„Dämmerschlaf“

I. Schneider, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Pauline Manford gehört zu den Oberen Zehntausend von New York der 1920er Jahre und hat dadurch jede Menge Verpflichtungen, denen sie nachkommen muß. Nicht nur ihre erwachsenen Kinder Jim und Nona halten sie auf Trab, sondern auch die abendlichen Gesellschaften, die Sorge um kosmetische und spirituelle Treffen und die ganze noble Gesellschaft. Pauline Manford gehört zu den Oberen Zehntausend von New York der 1920er Jahre und hat dadurch jede Menge Verpflichtungen, denen sie nachkommen muß. Nicht nur ihre erwachsenen Kinder Jim und Nona halten sie auf Trab, sondern auch die abendlichen Gesellschaften, die Sorge um kosmetische und spirituelle Treffen und die ganze noble Gesellschaft. Ihr Sohn Jim macht ihr ganz besonders viele Sorgen, denn Jims außergewöhnliche Frau Lita hat die Nase voll von ihrem kurzen Eheleben und langweilt sich maßlos, außer wenn sie mit ihrer Schwägerin Nona auf abendlichen Veranstaltungen über das Tanzparkett wirbelt. Auch Nona, ihre sensible und ein wenig in sich gekehrte Tochter, lässt Pauline sich immer wieder sorgen, denn Nona ist im heiratsfähigen Alter, denkt aber im Traum nicht daran zu heiraten, sondern vergnügt sich lieber mit Lita beim allmittäglichen Sportprogramm oder abends in den Clubs. Und ihr Mann Dexter, der erfolgreiche und ständig überarbeitete Anwalt? Dexter findet das Leben seiner Frau einfach nur stressig, so minutiös, wie sie es jeden Tag durchplant und hat nach all den Jahren kein offenes Ohr mehr für ihre Sorgen und keine Lust mehr auf ihre ständigen Abendgesellschaften. Er wendet sich eher seiner Schwiegertochter Lita zu. Der Plan ist Ostern gemeinsam auf dem Land in ihrem wunderschönen Anwesen zu verbringen, um Lita auf andere Gedanken zu bringen und eine Scheidung zu vermeiden.

Edith Wharton beschreibt amüsant und sehr überspitzt das Leben einer Familie der besseren Gesellschaft, ein Leben wie es oberflächlicher nicht sein kann. Die Charaktere sind sehr ausgeprägt beschrieben und erinnern an 'Die Frauen von Stepford'. Der Titel ist sehr treffend gewählt, denn diese ganze New Yorker Familie befindet sich im Dämmerschlaf und keiner hat den Mut daraus auszubrechen, aufzuwachen und ein eigenes Leben nach eigenen Vorstellungen und mit eigenen Gefühlen zu beginnen.

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

Ein köstliches Buch! Obgleich es schon viele Jahrzehnte alt ist, wirken Edith Whartons Figuren erstaunlich modern in ihrem Streben, die innere Leere mit Sinn zu füllen. Ein köstliches Buch! Obgleich es schon viele Jahrzehnte alt ist, wirken Edith Whartons Figuren erstaunlich modern in ihrem Streben, die innere Leere mit Sinn zu füllen.

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Kundenbewertungen


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Die armen Reichen
von einer Kundin/einem Kunden am 12.10.2015

Wenn man nicht wüßte daß die Geschichte im vorigen Jahrhundert spielt,könnte man sie in die heutige Zeit einordnen. Es gibt immer mehr Menschen,die von Termin zu Termin hetzen und vergessen zu leben. .Pauline Manford hat einen minutiös durchgeplanten Tag,ihre Sekretärin verwaltet die Termine.Im Viertel-oder Halbstundenrhytmus geht es um Massage, Yoga... Wenn man nicht wüßte daß die Geschichte im vorigen Jahrhundert spielt,könnte man sie in die heutige Zeit einordnen. Es gibt immer mehr Menschen,die von Termin zu Termin hetzen und vergessen zu leben. .Pauline Manford hat einen minutiös durchgeplanten Tag,ihre Sekretärin verwaltet die Termine.Im Viertel-oder Halbstundenrhytmus geht es um Massage, Yoga Maniküre ,Friseur und immer wechselnden Heilsbringern..Auch ihre Tochter (in meinen Augen die einzige Normale in diesem Clan),braucht einen Termin.Außerdem engagiert sie sich im sozialen Bereich und kümmert sich um ihren geschiedenen Mann,der unter Punkt A .läuft.Natürlich organisiert sie auch ständig Partys und Empfänge ,wo jeder der Rang und Namen hat zugegen ist. Pauline ist in zweiter Ehe mit Dexter verheiratet,ihrem ehemaligen Scheidungsanwalt. Als die Ehe ihres Sohnes Jim vor dem Aus steht, Lita ihre Schwiegertochter fühlt sich nicht wohl in ihrem Leben, Auch hier greift Pauline ein und verordnet der Familie einen Aufenthalt auf dem Landsitz der Familie. Doch auch hier nehmen die Dinge ihren Lauf.Ich möchte nicht mehr verraten,um die Spannung zu erhalten. Edith Wharton ist es gelungen,der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten,ich habe das Buch mit Begeisterung gelesen. Buchtitel: Dämmerschlaf

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Sorry, ich habe es nicht zu Ende gelesen.
von kvel am 05.09.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Der Roman ist eine Gesellschaftskritik bzw. –satire der Besseren Gesellschaft im New York der 1920er Jahre. Das ewige Hinterherrennen, um nur ja überall dabei zu sein. Das ständig Beschäftigt-Sein: mit sich selbst (z.B. rhythmische Gymnastik, Kosmetik und allen möglichen Heilsversprechern) oder dem Schönen-Schein (z.B. Wohltätigkeiten). Auf der Strecke bleiben dabei natürlich die... Der Roman ist eine Gesellschaftskritik bzw. –satire der Besseren Gesellschaft im New York der 1920er Jahre. Das ewige Hinterherrennen, um nur ja überall dabei zu sein. Das ständig Beschäftigt-Sein: mit sich selbst (z.B. rhythmische Gymnastik, Kosmetik und allen möglichen Heilsversprechern) oder dem Schönen-Schein (z.B. Wohltätigkeiten). Auf der Strecke bleiben dabei natürlich die wirklich wichtigen Dinge (z.B. die eigene Familie sowie deren Seelenleben) und die eigentlichen Fragen des Lebens (Was ist wirklich wichtig im Leben?). Mein persönliches Problem mit dem Roman: Es ist zwar hinten ein Register, in dem Begriffe erklärt werden, aber die vielen Fußnoten stören den Lesefluss. Die vielen schwierigen Namen machen es schwer in den Roman rein zu kommen. Ich lese die langen Sätze und vergesse sie sofort wieder; das macht es lästig, weil man alles doppelt lesen muss. Ich verstehe den Roman manchmal nicht, denn es fällt mir oft schwer einzuordnen, in welche Richtung die Geschichte gerade abschweift. Auch wenn die dargestellte Gesellschaftskritik ebenso auf die heutige Zeit übertragbar ist und der Roman somit eine ungeahnte Aktualität mitbringt - aber trotzdem ist es letztendlich eine Aneinanderreihung von Belanglosigkeiten.

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Eine Stunde ist für alles zu lang
von einer Kundin/einem Kunden aus Linnich am 22.08.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Wegen Terminabsagen hat Pauline Manford plötzlich eine ganze Stunde in ihrem sonst minutiös ausgearbeiteten Terminplan frei. „Eine Stunde ist für alles zu lang“, sagt sie und besonders wenn man gezwungen ist sich selber zu beschäftigen. Denn ihr, als Mitglied der High Society von New York in den goldenen Zwanziger... Wegen Terminabsagen hat Pauline Manford plötzlich eine ganze Stunde in ihrem sonst minutiös ausgearbeiteten Terminplan frei. „Eine Stunde ist für alles zu lang“, sagt sie und besonders wenn man gezwungen ist sich selber zu beschäftigen. Denn ihr, als Mitglied der High Society von New York in den goldenen Zwanziger Jahren, ist es fast bis zur Perfektion gelungen im Zustand des schmerzfreien Dämmerschlafs zu leben, ausgefüllt mit rhythmischer Gymnastik, Maniküre, Komitee.- und Partyplanungen und Wunderheilern. Wenn da nicht verschiedenste Familienprobleme wären, wie zum Beispiel die anstehende Trennung von ihrem Sohn Jim und seiner Frau, die Selbstverwirklichung sucht. Flüssig zu lesen bekommt man detaillierte Einblicke in die Gedanken der Personen und trotzdem bleibt vieles an der Oberfläche und genau das ist der Punkt, der das Buch aus macht. Eine brillante und messerscharf analysierte fast satirische Gesellschaftskritik, die zwischen all der Oberflächlichkeit hervorquillt. Bedenkt man, dass das Buch vor über 80 Jahren erschien ist es doch immer noch oder wieder hoch aktuell.

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Eine Stunde ist für alles zu lang
von einer Kundin/einem Kunden am 22.08.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Wegen Terminabsagen hat Pauline Manford plötzlich eine ganze Stunde in ihrem sonst minutiös ausgearbeiteten Terminplan frei. „Eine Stunde ist für alles zu lang“, sagt sie und besonders wenn man gezwungen ist sich selber zu beschäftigen. Denn ihr, als Mitglied der High Society von New York in den goldenen Zwanziger... Wegen Terminabsagen hat Pauline Manford plötzlich eine ganze Stunde in ihrem sonst minutiös ausgearbeiteten Terminplan frei. „Eine Stunde ist für alles zu lang“, sagt sie und besonders wenn man gezwungen ist sich selber zu beschäftigen. Denn ihr, als Mitglied der High Society von New York in den goldenen Zwanziger Jahren, ist es fast bis zur Perfektion gelungen im Zustand des schmerzfreien Dämmerschlafs zu leben, ausgefüllt mit rhythmischer Gymnastik, Maniküre, Komitee.- und Partyplanungen und Wunderheilern. Wenn da nicht verschiedenste Familienprobleme wären, wie zum Beispiel die anstehende Trennung von ihrem Sohn Jim und seiner Frau, die Selbstverwirklichung sucht. Flüssig zu lesen bekommt man detaillierte Einblicke in die Gedanken der Personen und trotzdem bleibt vieles an der Oberfläche und genau das ist der Punkt, der das Buch aus macht. Eine brillante und messerscharf analysierte fast satirische Gesellschaftskritik, die zwischen all der Oberflächlichkeit hervorquillt. Bedenkt man, dass das Buch vor über 80 Jahren erschien ist es doch immer noch oder wieder hoch aktuell.

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Tanzend geht die gesellschaft zugrunde
von miss.mesmerized am 11.08.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

New York, 20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Pauline Manford hat als Mutter zweier erwachsener Kinder und angesehener Dame besserer Gesellschaft alle Hände voll zu tun. Minutengenau ist ihr Tag getaktet und zwischen all den gesellschaftlichen Verpflichtungen, kosmetischen Notwendigkeiten und spirituellen Heilsmethoden bleibt ihr kaum Zeit, sich mit ihrer Familie... New York, 20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Pauline Manford hat als Mutter zweier erwachsener Kinder und angesehener Dame besserer Gesellschaft alle Hände voll zu tun. Minutengenau ist ihr Tag getaktet und zwischen all den gesellschaftlichen Verpflichtungen, kosmetischen Notwendigkeiten und spirituellen Heilsmethoden bleibt ihr kaum Zeit, sich mit ihrer Familie auseinanderzusetzen. Ihr Mann ist derweil durch seine Arbeit vollkommen eingebunden und sehrt sich nach nichts mehr als nach Ruhe und Abgeschiedenheit vom städtischen Trubel. Sohn James erklimmt gerade die Karriereleiter und ist frischgebackener Vater; sein Leben wäre perfekt, würde sich seine Frau Lita nicht grässlich langweilen obschon sie ihre Tage lediglich mit Müßiggang und die Nächte mit Tanzveranstaltungen füllt. Tochter Nona indes spürt ein allgemeines Unbehagen mit der Gesamtsituation und Unzufriedenheit mit ihrer persönlichen Lage, die zwischen freiheitsliebender Unabhängigkeit und Sehnsucht nach Liebe schwankt. Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind schwierig, geradezu förmlich bisweilen und geprägt von dem, was die Gesellschaft von den einzelnen erwartet. Als Lita droht auszubrechen und James zu verlassen, ist seitens der Familie Manford Handeln gefragt, um den schönen Schein zu wahren. Edith Wharton zeichnet ein detailliertes Bild der Gesellschaft ihrer Zeit. Es ist bisweilen amüsant, bisweilen erschreckend, wie die Figuren es nicht schaffen, den Konventionen zu entspringen oder ehrliche Gefühle zu entwickeln und zu äußern. Alle sind auf ihre Weise gefangen in einem Käfig, aus dem sie nicht ausbrechen können oder wollen. Ein Buch, das auf die ganz große Handlung verzichtet und dafür die Nähe im Alltag sucht und findet. Auch wenn die Figuren und ihr Lebensstil einer längst vergangenen Zeit angehören, werden sie doch geplagt von Ängsten und Sorgen, die heute noch genauso aktuell sind wie vor hundert Jahren: was ist wichtig im Leben, welchen Weg soll man einschlagen, wem kann man vertrauen und wann kann endlich man selbst sein und dafür auch geliebt werden? Andrea Ott hat den Originaltext in überzeugender Sprache dargeboten und bisweilen sehr schöne Formulierungen gefunden, die die Zeit wunderbar wiederspiegeln. Zahlreiche Annotationen ebenen die Brücke zwischen Edith Whartons satirischem Blick auf ihre egozentrischen Mitmenschen und der Gegenwart.

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Roaring Twenties
von einer Kundin/einem Kunden am 10.05.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Das Leben der Reichen und Schönen ist nicht einfach. Entweder ist der Terminkalender bis zum Bersten gefüllt mit wichtigen Angelegenheiten wie Gesichtsmassage, Maniküre, Modellsitzen, Komiteesitzungen, Partyplanungen und anderen unaufschiebbaren Belangen. Oder man leidet unter ausgeprägter Langeweile, die man sich mit vorerst mit Gymnastik vertreibt und schließlich Pläne schmiedet, in... Das Leben der Reichen und Schönen ist nicht einfach. Entweder ist der Terminkalender bis zum Bersten gefüllt mit wichtigen Angelegenheiten wie Gesichtsmassage, Maniküre, Modellsitzen, Komiteesitzungen, Partyplanungen und anderen unaufschiebbaren Belangen. Oder man leidet unter ausgeprägter Langeweile, die man sich mit vorerst mit Gymnastik vertreibt und schließlich Pläne schmiedet, in Hollywood Fuß zu fassen. Während Pauline Manford ganz und gar damit beschäftigt ist, ihren Platz in der New Yorker High Society zu behaupten, möglichst überall dort mitzumischen, was gerade gefragt ist, und Familienprobleme zu lösen oder unter den Teppich zu kehren, kann ihr erster Ehemann, Arthur, mit ihrem Lebensstil nicht Schritt halten. Noch bevor es also "üblich" ist, lässt sie sich von Arthur scheiden; fühlt sich ihm aber immernoch verpflichtet und räumt ihm daher alle paar Wochen einen kurzen Zeitraum ihn ihrem nahtlos gefüllten Terminkalender ein. Ihr zweiter Ehemann, Dexter, ist derweilen der Organisationswut seiner Frau müde und vergnügt sich lieber anderweitig. Pauline ist der Meinung, dass das Verfolgen neuer Trends und ihr reduzierter Hüftumfang ausreichen, um die Aufmerksamkeit ihres Ehemannes wiederzuerlangen. Andererseits scheint Pauline sämtliche Fähigkeiten verloren, sich unabhängig von ihrem Terminkalender zu beschäftigen. Es ist für sie nahezu unmöglich, eine freie Stunde zu überbrücken. "Eine Stunde ist für alles zu lang." Die nächste Generation scheint hingegen völlig verloren. Paulines Tochter aus der zweiten Ehe, Nona, gibt sich der Gymnastik und dem Jazz hin. Schwiegertochter Lita ist gelangweilt. Mit Nona tanzt sie die Nächte durch und plant darüber hinaus die Scheidung von Paulienes Sohn aus erster Ehe, Jim, sowie eine Karriere in Hollywood. Ein Skandal, den Pauline unbedingt verhindern muss. Hollywood ist der New Yorker High Society höchst suspekt. Ihre eigene Scheidung war notwendig. Aber ein Mädchen wie Lita muss sich schließlich glücklich schätzen, in derartige Kreise eingeheiratet zu haben. Die Trennung ihres Sohnes muss daher zwingend vermieden werden. Diese Doppelmoral zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung. Allein Nona scheint die Verstrickungen der einzelnen Figuren zu durchschauen. Edith Wharton vermittelt die Probleme der Protagonisten verständlich... auch wenn diese nicht zwingend nachvollziehbar sind. Und das Alles mit einem Augenzwinkern. Der Stil ist anspruchsvoll; definitiv kein Buch für den entspannten Erholungsurlaub. Aber ist man sich darüber bewusst, handelt es sich um eine durchaus unterhaltsame Lektüre.

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Nicht einfach
von einer Kundin/einem Kunden am 03.10.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Wirklich nicht einfach das Leben in New Yorks High Society. Das musste schon der große Gatsby erfahren, nunmehr auch die Hauptperson des Romans. Sozusagen als Hamster im Rad erfüllt sie ihre gesellschaftlichen Pflichten. Dann wäre da noch diese Person, welche sich Mahatma nennt. Schwer zu entscheiden ob des wirklich... Wirklich nicht einfach das Leben in New Yorks High Society. Das musste schon der große Gatsby erfahren, nunmehr auch die Hauptperson des Romans. Sozusagen als Hamster im Rad erfüllt sie ihre gesellschaftlichen Pflichten. Dann wäre da noch diese Person, welche sich Mahatma nennt. Schwer zu entscheiden ob des wirklich Psychoguru Nr. 1 ist, oder ob es ihm eher um den Anblick nackter Frauen geht. Frau Wharton erweist sich als scharfzüngig wie immer.

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Leicht überzogene Realitätsbeschreibung :-)
von Xirxe aus Hannover am 27.08.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Wer sich bei diesem Buch einen spannenden Roman um eine wohlhabende Familie mit Intrigen und/oder womöglich sogar Verbrechen verspricht, wird aller Wahrscheinlichkeit nach ziemlich enttäuscht werden. Edith Wharton beschreibt einen relativ kurzen Zeitraum (1/2 Jahr?) im Leben einer der vermögensten Familien New Yorks, wobei die Handlung jedoch eher beiläufig... Wer sich bei diesem Buch einen spannenden Roman um eine wohlhabende Familie mit Intrigen und/oder womöglich sogar Verbrechen verspricht, wird aller Wahrscheinlichkeit nach ziemlich enttäuscht werden. Edith Wharton beschreibt einen relativ kurzen Zeitraum (1/2 Jahr?) im Leben einer der vermögensten Familien New Yorks, wobei die Handlung jedoch eher beiläufig bleibt. Etwaige Aufreger wie Betrug, obskure Sexveranstaltungen (?) und Affären bleiben eher Nebenschauplätze als dass sie tatsächlich in den Mittelpunkt des Geschehens rücken. Stattdessen sind es die mehr oder weniger alltäglichen Tages-, Handlungs- und Gedankenabläufe, die mit spitzer Feder ziemlich detailliert beschrieben werden sowie die Art und Weise, wie sich die Familie mit den verschiedenen Affären arrangiert: ignorieren oder mit Geld verhindern. Zwar ist klar, dass dies alles doch recht grell gezeichnet wird (Pauline ist beispielsweise gleichzeitig intensiv engagiert in den Kommitees für Geburtenkontrolle wie für uneingeschränkte Mutterschaft, ohne hierin einen Widerspruch zu sehen), doch irgendwie scheint die Realität nicht allzu weit entfernt... Nichtsdestotrotz kurz zum Inhalt: Pauline Manford, das (weibliche) Oberhaupt einer reichen Familie New Yorks der Zwanziger, hat einen Terminplan wie eine Vorstandsvorsitzende eines weltumspannenden Unternehmens. Doch statt Vorstandssitzungen, Geschäftsessen und/oder Aktionärstreffen wechseln sich bei Pauline sportliche Ertüchtigungen, Schönheitspflege sowie kulturelle und gesellschaftliche Verabredungen zur Errettung der Welt ab - meist im 15-Minuten-Takt. Dennoch ist sie für ihre beiden Kinder Jim und Nona die geliebte und auch bewunderte Mutter, auch wenn diese überhaupt nicht nach ihr kommen. Jim aus erster Ehe genoß das Leben wie es kam bis er Lita heiratete, eine exzentrische Künstlerin (?), der er völlig verfiel, sodass er sogar einen Bürojob annahm, um dem Bild eines anständigen Ehemannes zu genügen (was jedoch eher im Sinne Paulines als Litas war). Nona indes ist mit ihren 19 Jahren auf der Suche nach dem Sinn: Wozu das ständige Herumjagen von einem Termin zum nächsten? Treffen mit Menschen die man nicht mag, nur weil sie einem einen Kardinal als Gast bescheren können? Macht all das glücklich? Offenbar nur ihre Mutter. Jims Ehefrau ist schon nach kurzer Zeit von allem und allen zu Tode gelangweilt und will die Scheidung; Paulines Ehemann steckt in einem Gefühlschaos, an dem Lita nicht ganz unschuldig ist; Paulines momentaner Guru droht offenbar ein Prozess, in dem ihr Ehemann ermittelt undundund. Die Gesellschaft die Edith Wharton 1927 so detailliert beschrieben hat, stammt aus den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Doch es sind exakt die gleichen Phänomene, incl. des Verhaltens der Presse, die sich eins zu eins in unseren heutigen Zeiten wiederfinden. Krankheit und Tod werden verdrängt, was zählt ist das eigene Wohlbefinden und gute Aussehen: Wer krank ist oder sogar stirbt, ist selber schuld ;-) Esoterik, Okkultismus und oberflächliche Themen die die Schlagzeilen beherrschen; volle Terminkalender um der eigenen Sinnlosigkeit nicht zu begegnen - das bestimmte damals wie auch heute weite Teile der 'besseren' Gesellschaftsschichten. Obwohl Wharton dieses Buch bereits vor fast 90 Jahren schrieb, wirkt die Sprache noch immer frisch. Spöttisch und etwas affektiert - so, wie es diesem ganzen Roman entspricht. Mich hat dieses Buch fast durchweg amüsiert, wobei es durchaus seine Längen hat.

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Dämmerschlaf
von einer Kundin/einem Kunden am 26.08.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Im Jahre 1862 geboren malt Edith Wharton im bereits 1927 im englischen Original „Twilight Sleep“ erschienenen Roman „Dämmerschlaf“ ein großartiges Bild der New Yorker Upperclass der 1920er Jahre. Gespickt von einer gehörigen Portion Sarkasmus erzählt sie flüssig und spannend die Geschichte um Schein und Sein von Pauline Manford, einer... Im Jahre 1862 geboren malt Edith Wharton im bereits 1927 im englischen Original „Twilight Sleep“ erschienenen Roman „Dämmerschlaf“ ein großartiges Bild der New Yorker Upperclass der 1920er Jahre. Gespickt von einer gehörigen Portion Sarkasmus erzählt sie flüssig und spannend die Geschichte um Schein und Sein von Pauline Manford, einer typischen High-Society-Lady der so genannte „Roaring Twenties“ mitsamt ihrem stets sorgfältig ausgefüllten Terminkalender, voller Umsetzungen neuester Trends, Wartung von Körper und Geist, sowie Bemühungen, Gesicht und Ruf vor Seinesgleichen zu pflegen und vor allen Dingen zu wahren. Erschreckend, amüsant, ernüchternd und informativ sorgt die Autorin dafür, dass – zumindest auf mich – die „Goldenen Zwanziger“ auf einmal gar nicht mehr so golden wirken wie zuvor. Erstaunlich empfand ich vor allem die vielen Parallelen, die ein verhältnismäßig alter Roman wie "Dämmerschlaf" zu der heutigen Gesellschaft aufzeigt. Einziges, dafür aber in meinen Augen schwerwiegendes Manko sind für mich die weiterführenden Endnoten. Die Idee selbst, gewisse Dinge dem Leser auf diese Art und Weise genauer vorzustellen oder zu erklären, gefällt mir sehr gut. Allerdings wären Fußnoten direkt auf den betroffenen Seiten eine eindeutig bessere und bequemere Lösung gewesen, denn das Blättern zu den Anmerkungen am Ende des Buches hat meinen Lesefluss doch sehr beeinträchtigt.

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Sorry, ich habe es nicht zu Ende gelesen.
von kvel am 05.09.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Der Roman ist eine Gesellschaftskritik bzw. –satire der Besseren Gesellschaft im New York der 1920er Jahre. Das ewige Hinterherrennen, um nur ja überall dabei zu sein. Das ständig Beschäftigt-Sein: mit sich selbst (z.B. rhythmische Gymnastik, Kosmetik und allen möglichen Heilsversprechern) oder dem Schönen-Schein (z.B. Wohltätigkeiten). Auf der Strecke bleiben dabei natürlich die... Der Roman ist eine Gesellschaftskritik bzw. –satire der Besseren Gesellschaft im New York der 1920er Jahre. Das ewige Hinterherrennen, um nur ja überall dabei zu sein. Das ständig Beschäftigt-Sein: mit sich selbst (z.B. rhythmische Gymnastik, Kosmetik und allen möglichen Heilsversprechern) oder dem Schönen-Schein (z.B. Wohltätigkeiten). Auf der Strecke bleiben dabei natürlich die wirklich wichtigen Dinge (z.B. die eigene Familie sowie deren Seelenleben) und die eigentlichen Fragen des Lebens (Was ist wirklich wichtig im Leben?). Mein persönliches Problem mit dem Roman: Es ist zwar hinten ein Register, in dem Begriffe erklärt werden, aber die vielen Fußnoten stören den Lesefluss. Die vielen schwierigen Namen machen es schwer in den Roman rein zu kommen. Ich lese die langen Sätze und vergesse sie sofort wieder; das macht es lästig, weil man alles doppelt lesen muss. Ich verstehe den Roman manchmal nicht, denn es fällt mir oft schwer einzuordnen, in welche Richtung die Geschichte gerade abschweift. Auch wenn die dargestellte Gesellschaftskritik ebenso auf die heutige Zeit übertragbar ist und der Roman somit eine ungeahnte Aktualität mitbringt - aber trotzdem ist es letztendlich eine Aneinanderreihung von Belanglosigkeiten.

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Dämmerschlaf
von buchleserin am 29.08.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

„Dämmerschlaf“ von Edith Wharton erschien bereits schon 1927 unter dem Titel „Twilight Sleep“. Auf Deutsch erschien der Roman 1931 unter dem Titel "Die oberen Zehntausend". „Dämmerschlaf“ ist eine Satire auf das Leben der oberen Zehntausend der New Yorker in den Zwanziger Jahren. Schauplatz ist der Geschichte ist New York in den goldenen... „Dämmerschlaf“ von Edith Wharton erschien bereits schon 1927 unter dem Titel „Twilight Sleep“. Auf Deutsch erschien der Roman 1931 unter dem Titel "Die oberen Zehntausend". „Dämmerschlaf“ ist eine Satire auf das Leben der oberen Zehntausend der New Yorker in den Zwanziger Jahren. Schauplatz ist der Geschichte ist New York in den goldenen Zwanzigern. Pauline Manford ist eine vielbeschäftigte Frau der New York High Society. Sie hat einen vollen Terminkalender und hat sogar eine eigene Sekretärin, die dafür sorgt, dass Pauline ihre Termine einhalten kann. Alles wird genau geplant und wenn ihre Tochter sie zwischendurch mal sprechen möchte, wird sie irgendwo zwischen Maniküre, Yoga oder anderes dazwischengeschoben. Pauline hat jede Menge gesellschaftliche Verpflichtungen. Mit viel Sarkasmus beschreibt Edith Wharton das Leben der New Yorker High Society in den Zwanziger Jahren. Die Aufmachung des Buches ist sehr gelungen. Es ist leinengebunden, mit einem Lesebändchen und das Cover ist ganz ansprechend gestaltet und passt sehr gut zum Buch. Der Schreibstl ist flüssig und lässt sich angenehm lesen. In „Dämmerschlaf“ müssen verschiedene Familienangelegenheiten geklärt werden. Die Charaktere sind gut beschrieben. Hauptfigur ist Pauline Manford. Pauline lebt nach ihrem Terminkalender. Jede Minute ist verplant. Doch bleibt da noch genug Zeit für die Familie? Sie muss ihren Platz in der High Society behaupten und das ist nicht so einfach. Pauline hat sehr viele Verpflichtungen und solange alles geplant ist und der Terminkalender voll, geht es ihr gut. Ihre Familie ist davon weniger begeistert. Paulines Ehemann ist Anwalt und sehnt sich nach etwas Ruhe und Geborgenheit. Er ist überhaupt nicht an den gesellschaftlichen Verpflichtungen und Dinner mit irgendwelchen Persönlichkeiten interessiert und versucht immer einer Ausrede zu finden, um nicht teilzunehmen. Ihre Tochter Nona und Paulines Schwiegertochter Lita tanzen bis in die Nacht. Nona ist in der Familie der Ansprechpartner, alle kommen immer mit ihren Problemen zu ihr. Der Mann den sie liebt ist verheiratet und die Ehefrau willigt nicht in die Scheidung ein. Lita ist gelangweilt von ihrem Leben und träumt von einer Karriere in Hollywood. Sie ist nur glücklich, wenn sie tanzen kann. Ein wenig gelangweilt war ich auch. Mich konnte das Buch leider nicht ganz so fesseln. Die Handlung plätscherte so dahin und einige Kapitel waren mir einfach zu langatmig geschrieben. Dennoch fand ich das Buch ganz unterhaltsam. Parallelen zur heutigen Zeit gibt es natürlich auch. Menschen hetzten von einem Termin zum nächsten, verplanen jede Minute und können mit Freizeit nichts anfangen. Im Nachwort steht, dass „Dämmerschlaf“ nicht als Edith Whartons stärkster Roman gilt. Ganz überzeugen konnte mich „Dämmerschlaf“ auch nicht. Ein wenig unterhaltsam fand ich das Buch, aber ich war nicht so sehr begeistert. Die Aufmachung des Buches ist jedenfalls sehr gelungen.

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Sorry, ich habe es nicht zu Ende gelesen.
von kvel am 16.08.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Der Roman ist eine Gesellschaftskritik bzw. –satire der Besseren Gesellschaft im New York der 1920er Jahre. Das ewige Hinterherrennen, um nur ja überall dabei zu sein. Das ständig Beschäftigt-Sein: mit sich selbst (z.B. rhythmische Gymnastik, Kosmetik und allen möglichen Heilsversprechern) oder dem Schönen-Schein (z.B. Wohltätigkeiten). Auf der Strecke bleiben dabei natürlich die... Der Roman ist eine Gesellschaftskritik bzw. –satire der Besseren Gesellschaft im New York der 1920er Jahre. Das ewige Hinterherrennen, um nur ja überall dabei zu sein. Das ständig Beschäftigt-Sein: mit sich selbst (z.B. rhythmische Gymnastik, Kosmetik und allen möglichen Heilsversprechern) oder dem Schönen-Schein (z.B. Wohltätigkeiten). Auf der Strecke bleiben dabei natürlich die wirklich wichtigen Dinge (z.B. die eigene Familie sowie deren Seelenleben) und die eigentlichen Fragen des Lebens (Was ist wirklich wichtig im Leben?). Mein persönliches Problem mit dem Roman: Es ist zwar hinten ein Register, in dem Begriffe erklärt werden, aber die vielen Fußnoten stören den Lesefluss. Die vielen schwierigen Namen machen es schwer in den Roman rein zu kommen. Ich lese die langen Sätze und vergesse sie sofort wieder; das macht es lästig, weil man alles doppelt lesen muss. Ich verstehe den Roman manchmal nicht, denn es fällt mir oft schwer einzuordnen, in welche Richtung die Geschichte gerade abschweift. Auch wenn die dargestellte Gesellschaftskritik ebenso auf die heutige Zeit übertragbar ist und der Roman somit eine ungeahnte Aktualität mitbringt - aber trotzdem ist es letztendlich eine Aneinanderreihung von Belanglosigkeiten.

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Klarsichtig? Ja. Komisch? Eher im Sinne von seltsam ...
von P. rogue aus München am 27.02.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Pauline Manford ist die "Chefin" ihrer Familie, die zur absoluten High Society gehört. Ihr Tagesplan ist bis auf die letzte Minute ausgefüllt mit so unglaublich "wichtigen" Dingen wie Verjüngungstraining, Meditieren, Besprechungen mit der Köchin, Modellsitzungen etc. Für keines dieser Dinge hat sie mehr als eine halbe Stunde Zeit, was... Pauline Manford ist die "Chefin" ihrer Familie, die zur absoluten High Society gehört. Ihr Tagesplan ist bis auf die letzte Minute ausgefüllt mit so unglaublich "wichtigen" Dingen wie Verjüngungstraining, Meditieren, Besprechungen mit der Köchin, Modellsitzungen etc. Für keines dieser Dinge hat sie mehr als eine halbe Stunde Zeit, was im Endeffekt auch bedeutet, dass sie nichts davon wirklich richtig oder gar mit Freude macht. Sie macht es halt, weil es in ihren Kreisen dazugehört. Das sind die Sachen, über die bei den Partys geredet wird, und nichts ist scheinbar wichtiger als diese Partys, bei dem jeder über jeden und mit jedem redet; wer da nicht mit irgendetwas Außergewöhnlichen oder Interessanten aufwarten kann, hat verloren. Manford ist also im Prinzip den ganzen Tag damit beschäftigt, Kontakte zu den "richtigen" Leuten zu pflegen, neuartige Fitness- und Geistesübungen auszuprobieren oder anderen modischen Trends zu folgen. Sie ist die Vorzeigedame der wilden 20iger, und ... nennen wir das Kind beim Namen. Sie ist absolut bemitleidenswert. Nicht im Sinne von "armes Hascherl, sie hat's so schwer im Leben, weil sie arm ist oder behindert" oder sonstwas, sondern einfach, weil sie in der Hinsicht echt dumm ist, das, was ihr zur Verfügung steht, nicht zu nutzen. Sie hat - wenn man es genau betrachtet - keinen Sinn im Leben und bewegt sich wie ein Hamster in seinem Laufrad immer vorwärts, vorwärts, ohne Sinn und Verstand, Hauptsache die Zeit vergeht und wird ausgefüllt. Darüber vernachlässigt sie alles andere. Ihre Tochter Nona, die auf gewisse Art naiv und verloren ist, ihren Sohn, der mit einer unzufriedenen Frau verheiratet ist (mein Gott, das wäre ich auch, wenn meine Tage so sinnentleert wären) und ihren eigenen Mann, der früher mal ihr Scheidungsanwalt war. Nun ja, zumindest der findet ja andere Dinge, um sich abzulenken. Ehrlich gesagt, so sinnlos die Leben all der Hauptpersonen dieses Buches waren, so wenig wurde mir der Sinn dieses Buches bewusst. Es war für mich eine Aneinanderreihung von Begebenheiten von Leuten, die so außerhalb meiner eigenen Denkschemen leben, dass mir alles, was sie sagten oder taten, völlig absurd vorkam. Ich verstehe ihr Bedürfnis dazugehören zu wollen überhaupt nicht - wenn ich so viel Kohle hätte, wäre mir doch so was von schnurz, was andere von mir denken. Dazu hieß es im Klappentext, das sei ein satirisches Epochenporträt. Epochenporträt kann ich bestätigen, satirisch überhaupt nicht. Natürlich kann (konnte) die Autorin schreiben, zweifellos auch gut. Aber so wie das Buch heißt "Dämmerschlaf", so hatte ich tatsächlich auch die ganze Zeit das Gefühl, von der zwar guten, aber völlig eintönigen Schreibe immer wieder in den Schlaf gegaukelt zu werden. Es hat mich ziemliche Anstrengung gekostet, durchzuhalten, aber zumindest für mich kam nicht einmal das Gefühl von "Ha! Hier ist es, das hochgelobte klarsichtige, komische (?!) Meisterwerk". Ich kann mich also der allgemeinen Euphorie über dieses Buch nicht anschließen und vergebe 2/5 Punkten.

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