Thalia.de

Damit wir uns verstehen! Mein Großvater und ich

Mit Auszügen aus den Tagebüchern Fritz Muliars

(3)
Wenn Fritz Muliar, der „alte König“, die Bühne der Familie betrat, nahmen alle, auch sein Enkel Markus, die ihnen zugedachten Rollen ein. Die Beziehung zu Großvater Fritz, dem österreichischen Volksliebling und Kammerschauspieler, war von Ehrfurcht und Sehnsucht, von chmerzhafter Sprachlosigkeit und Distanz geprägt.
Als Markus Muliar die Tagebücher seines Großvaters entdeckt, beginnt er zu verstehen, warum es so schwierig war für Fritz und seine eneration, über das Erlebte, Erlittene und Empfundene zu sprechen, und welche Folgen dieses Schweigen bis heute für die Enkelgeneration
hat.
Was steckte hinter den heroisierenden Erzählungen, den bagatellisierten Vorfällen und dem erstickenden Schweigen, das das Leben mit dem Großvater beherrschte?
Die Einzelhaft im französischen Auxerre, die erste große Liebe im Wien der Vorkriegszeit, die Schrecken der Front – Fritz Muliar wollte sie verdrängen und vergessen. Er sonnte sich in seinen Erfolgen, die ihn in den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts zum Star machten, eine Zeit, die Markus Muliar als Kind miterlebte.
In dieser einfühlsamen autobiografischen Erzählung zeigt Markus Muliar auf, wie das Verdrängte dazu führte, dass Großvater und Enkel nie zu einer emotional herzlichen Beziehung finden konnten – ein Schicksal, das viele Familien kennen.
Portrait
MARKUS MULIAR
Enkel des Burgschauspielers Fritz Muliar, geboren 1976, ist Cafetier in Wien. Nach seiner Ausbildung zum Tourismuskaufmann sammelte er Erfahrung beim Film und bereiste als Fotomodell mehrere Jahre die Welt. 2006 eröffnete er das „Café Markusplatz“ in der Wiener Innenstadt, das er bis heute erfolgreich führt. 2013 brachte er eine Sammlung von Gedichten seines Großvaters als Hörbuch heraus.
… weiterlesen
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Bezahlung bei Abholung

Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 13.02.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-218-00965-2
Verlag Kremayr & Scheriau
Maße (L/B/H) 221/142/27 mm
Gewicht 631
Auflage 1
Buch (gebundene Ausgabe)
22,00
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei
In den Warenkorb
Filialabholung

Versandkostenfrei

Bezahlung bei Abholung

Andere Kunden interessierten sich auch für

  • 2986440
    Ich glaube
    von Claudia Hofrichter
    Buch
    9,99
  • 42095087
    40 Wochen in Mamas Bauch kann ja jeder
    von Mandy Pfister
    (1)
    Buch
    10,49
  • 46482850
    Udo Fröhliche
    von Benjamin von Stuckrad-Barre
    Buch
    14,90
  • 45313027
    Warte nicht auf bessre Zeiten
    von Wolf Biermann
    Buch
    28,00
  • 45306052
    Was das Leben sich erlaubt
    von Hardy Krüger senior
    Buch
    20,00
  • 45243670
    Da kommt noch was - Not dead yet
    von Phil Collins
    (3)
    Buch
    24,99
  • 45336145
    Ich kann's nicht lassen
    von Otto Schenk
    Buch
    25,00
  • 39289570
    Bach
    von John Eliot Gardiner
    Buch
    34,00
  • 44963230
    Der Schöne und die Beats
    von Josip Radovic
    (12)
    Buch
    19,99
  • 45306002
    Dem Leben ins Gesicht gelacht
    von Peter Käfferlein
    Buch
    20,00
  • 37822282
    Das große Los
    von Meike Winnemuth
    (9)
    Buch
    9,99
  • 42435884
    Sechs Jahre
    von Charlotte Link
    (1)
    Buch
    9,99
  • 44519342
    Was bleibt, ist die Liebe
    von Susanne Juhnke
    Buch
    19,99
  • 42847851
    Bud Spencer Was ich euch noch sagen wollte ...
    von Bud Spencer
    (1)
    Buch
    19,99
  • 45336152
    Ich sag's halt
    von Peter Matic
    Buch
    25,00
  • 32629891
    Bruce-Die Springsteen-Biografie (inklusive E-Book)
    von Peter Ames Carlin
    (2)
    Buch
    24,95
  • 25992621
    Bud Spencer
    von Carlo Pedersoli
    (18)
    Buch
    19,95
  • 45165253
    Johnny Cash
    von Robert Hilburn
    Buch
    34,00
  • 45288387
    Pink Floyd
    von Mark Blake
    Buch
    29,99

Kundenbewertungen


Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
2
0
1
0
0

Ein bisschen Toleranz geht weite Wege
von einer Kundin/einem Kunden aus Gochsheim am 20.03.2015

Markus Muliar lässt die Leser in diesem Buch an seinem Leben teilhaben, das wirklich nicht immer rosig verlaufen ist. Aus vielen Seiten und mit sehr vielen Details beleuchtet er seine Familie und vor allem das Leben mit oder auch manchmal nur im Schatten seines Großvaters. Man merkt immer mal wieder... Markus Muliar lässt die Leser in diesem Buch an seinem Leben teilhaben, das wirklich nicht immer rosig verlaufen ist. Aus vielen Seiten und mit sehr vielen Details beleuchtet er seine Familie und vor allem das Leben mit oder auch manchmal nur im Schatten seines Großvaters. Man merkt immer mal wieder die Zerissenheit, die ihn in bestimmten Situationen ergreift, aber sieht auch die Mauern und Schutzwälle, die er sich mit der Zeit aufgebaut hat. Seine Schilderungen des Familienlebens werden immer wieder mit Bildern eindrücklich dargestellt, aber auch schon so viel beschrieben, dass man sich Orte und Personen gut vorstellen kann. Zum Beispiel die Dominanz des Großvaters, wenn er den Raum betritt. Ich konnte mich gut in den Erzählungen und Gefühlen verlieren, habe aber dann durch zu viele Nebencharaktere und Wiederholungen auch hin und wieder den Faden verloren um was es in diesem Buch eigentlich geht. Ich dachte die Beziehung zum Großvater, die vor allem durch die gemeinsame Frankreich-Reise super dargestellt wurde. Am Ende des Buches kommen dann Auszüge aus den Tagebüchern von Fritz Muliar, die dem vorher Beschriebenen einen neuen Blickwinkel verleihen, aber den Leser gänzlich mit eigenen Interpretationen zurück lassen. Ich hätte mir das vorher geschilderte durch den neuen Blick von Markus Muliar gewünscht, wie seine Einschätzungen sich wirklich verändert haben durch eine "Brief-Brille". Am Ende hat man sich irgendwie mit allem versöhnt und bleibt zurück mit einer interessanten und auch sehr schonungslosen Geschichte einer Familie, zu der man aber dennoch innerlich auf Distanz bleibt.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
1 0
Damit wir uns verstehen, müssen wir miteinander reden
von janaka aus Rendsburg am 19.03.2015

Diese Biografie handelt von der Sprachlosigkeit und Distanz eines Enkels zu seinem Großvater. Markus Muliar ist Kaffeehausbesitzer in Wien und der Enkelsohn des österreichischen Volksschauspieler Fritz Muliar und arbeitet mit dem Buch " Damit wir uns verstehen. Mein Großvater und ich" seinen Werdegang auf. Durch verschiedene Erzählungen bekommt der Leser Einblicke... Diese Biografie handelt von der Sprachlosigkeit und Distanz eines Enkels zu seinem Großvater. Markus Muliar ist Kaffeehausbesitzer in Wien und der Enkelsohn des österreichischen Volksschauspieler Fritz Muliar und arbeitet mit dem Buch " Damit wir uns verstehen. Mein Großvater und ich" seinen Werdegang auf. Durch verschiedene Erzählungen bekommt der Leser Einblicke in die einzelnen Lebensabschnitte von Markus, z.B. der Kindheit im "open house", wo er unter Erwachsenen groß geworden ist, den Vater früh verloren, der übermächtige Großvater immer präsent. In der Jobfindungsphase meint Markus der Name Muliar öffnet ihm alle Türen, muss dann aber einsehen, dass auch Fleiß und Arbeit nötig sind. Als er dann schlussendlich nach verschiedenen Jobs zu einem Kaffeehausbesitzer wird, ist er endlich angekommen und fühlt sich in seinem Leben wohl. Sein Kaffeehaus befindet sich in der Nähe der Wohnung, in der er aufgewachsen ist. Der Kreis hat sich geschlossen. Nachdem Markus die Tagebücher seines Großvaters gefunden und gelesen hat, kann er viele Handlungen verstehen und auch nachvollziehen, warum Fritz Muliar das Alleinsein gehasst hat. Diese Biografie ist einfühlsam und sehr emotionsvoll, sie zeigt auf, wie schwierig es ist, sein Gegenüber zu verstehen, wenn man nicht redet. Der lebendige und anschauliche Schreibstil beschert mir schöne Lesestunden und ich konnte mir die Begebenheiten gut vorstellen. In einigen Dingen habe ich mich wiedergefunden, was mich zum Nachdenken anregt. Die wunderschönen Beschreibungen der Schauplätze in Wien machen Lust, diese Stadt einmal zu besuchen und zu einem Kaffee bei Markus einzukehren. Die Tagebücher sind auf einem anderen Papier gedruckt, so kann man deutlich erkennen, dies stammt aus der Feder von Fritz Muliar zur Zeit des 2.Weltkrieges. Das ist eine gute Idee. Der Epilog macht deutlich, wie wichtig das Miteinander Reden ist. Wenn die ältere Generation mehr über ihr Erlebtes reden würde, könnten sie vielleicht auch ihr Trauma etwas lindern. Ich finde, Reden befreit. Der letzte Satz des Buches "Damit wir uns verstehen, müssen wir miteinander reden" gilt nicht nur für die Kriegsgeneration, auch in unserem heutigem Leben erfahre ich immer wieder, wie wichtig miteinander reden ist. Diese Biografie kann ich nur jedem empfehlen, der gerne solche liest und auch jenen, die die Sprachlosigkeit der Kriegsgeneration nicht verstehen.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0
ehrliche und schonungslose Abrechnung und Aufarbeitung und die Erkenntnis, dass nicht alles so sein muss, wie es scheint
von einer Kundin/einem Kunden am 04.03.2015

Wenn man sich, wie ich, mit den Leiden der Kriegsvergangenheit als Thema zur Aufarbeitung beschäftigt, ist dieses Buch eine hervorragende Bereicherung. Markus Muliar lässt den Leser unmittelbar und intensiv an seinem Leben teilhaben. Hier wird oft auch schonungslos mit der Familie abgerechnet und verarbeitet. Markus Muliar schildert in "Damit wir uns verstehen!... Wenn man sich, wie ich, mit den Leiden der Kriegsvergangenheit als Thema zur Aufarbeitung beschäftigt, ist dieses Buch eine hervorragende Bereicherung. Markus Muliar lässt den Leser unmittelbar und intensiv an seinem Leben teilhaben. Hier wird oft auch schonungslos mit der Familie abgerechnet und verarbeitet. Markus Muliar schildert in "Damit wir uns verstehen! Mein Großvater und ich" seine Kindheit bis ins Erwachsenenalter hinein in anschaulichen Szenen und untermalt dies mit super interessantem Bildmaterial. Durch seine Darstellungsweise stellt er die Zerrissenheit in sich und innerhalb des Familienverbundes nachvollziehbar dar. Hier werden die Verstrickungen, die oft einhergehen mit der Dominanz des Großvaters und des zu damaligen Zeiten üblichen Familienmusters (Mann beschafft Geld, Frau ist für Haushalt und Kinder zuständig) dargestellt. Einer der Leitsätze, der Markus` Leben bestimmte, war: "Händchen falten, Gosch´n halten" was ja schon aussagt, was von den Kindern erwartet wurde. Um jedoch nicht eine einseitige Meinung des Enkels widerzugeben, sind dem Buch Auszüge aus den Tagebüchern von Fritz Muliar beigefügt. Dies führt dazu, dass der Leser die Verhaltensweisen von Fritz Muliar nachvollziehen und begreifen kann. Die Erläuterungen, die im Buch über Religionen und auch Freimaurern dargestellt werden, spiegeln die Zusammenhänge wider. Mein Fazit: ehrliche und schonungslose Abrechnung und Aufarbeitung und die Erkenntnis, dass nicht alles so sein muss, wie es scheint.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
0 0

Wird oft zusammen gekauft

Damit wir uns verstehen! Mein Großvater und ich

Damit wir uns verstehen! Mein Großvater und ich

von Markus Muliar

(3)
Buch
22,00
+
=
Nie am  Ziel. Helmut Lohner

Nie am Ziel. Helmut Lohner

von Eva-Maria Klinger

Buch
24,95
+
=

für

46,95

inkl. gesetzl. MwSt.

Alle kaufen

Kundenbewertungen