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Das Fremde Meer

Roman

(3)
Eine Liebe, viel zu groß, um sie nur einmal zu erzählen, ein Buch, das wie eine Reise ist: in die Salpêtrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als „Mobilien“ durch die Stadt wandern… Zehn Kapitel, zehn Mal die Geschichte von Marie und Jan. „Katharina Hartwell erzählt so gut, dass sie auf jeden Fall einen neuen Weltrekord im literarischen Zehnkampf aufgestellt haben dürfte.“ (Spiegel online) – ein magischer Roman.
Rezension
"Katharina Hartwell ist eine Erzählerin aus Überzeugung. In ihrer Generation gibt es nicht so viele davon.", DIE WELT kompakt, Dana Buchzik, 24.07.2013
Portrait
Katharina Hartwell, 1984 geboren, studierte Anglistik und Amerikanistik sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie war u.a. Gewinnerin des MDR-Literaturpreises und Stipendiatin des Landes Hessen und des Freistaates Sachsen. 2013 war sie die Sylter Inselschreiberin. Ihr erster Roman »Das Fremde Meer« wurde begeistert aufgenommen und mit dem Hallertauer Debütpreis und dem Förderpreis für phantastische Literatur Seraph ausgezeichnet. 2015 erschien ihr Roman »Der Dieb in der Nacht«. Sie lebt in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 576
Erscheinungsdatum 10.11.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8333-0990-8
Verlag Berliner Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 187/118/40 mm
Gewicht 447
Buch (Taschenbuch)
10,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Das Fremde Meer“

Sarah Sophie Haberhauer, Thalia-Buchhandlung Frankfurt

Katharina Hartwell erzählt in ihrem Roman „ Das Fremde Meer “ die Geschichte von Marie und Jan. Diese Geschichte einer Liebe scheint zunächst völlig unspektakulär zu sein; dann aber entführt die Autorin ihre Leser zu den verschiedensten phantastischen Orten:
Zum Beispiel in die Salpêtrière zu einem Mädchen, das hysterische Anfälle hat,
Katharina Hartwell erzählt in ihrem Roman „ Das Fremde Meer “ die Geschichte von Marie und Jan. Diese Geschichte einer Liebe scheint zunächst völlig unspektakulär zu sein; dann aber entführt die Autorin ihre Leser zu den verschiedensten phantastischen Orten:
Zum Beispiel in die Salpêtrière zu einem Mädchen, das hysterische Anfälle hat, oder in den Winterwald, in dem eine Prinzessin zum Ritter wird, um einen Prinzen zu retten. Auf die Evicon 23, ein Schiff, auf dem die Toten ihre letzte Reise antreten, und in einen seltsamen Zirkus, in dem Ghostboy die Hauptattraktion ist: Ein Junge, der vor den Augen der Zuschauer ertrinkt. Und letztendlich ist alles die gleiche Geschichte: Marie und Jan in neun verschiedenen Erzählungen.
Die Geschichte der Rettung Maries durch Jan.

Die Liebe zwischen Marie und Jan besteht aus so vielen Details, dass man sie nicht nur einmal erzählen kann. In jeder Geschichte wird gerettet, geliebt, vertraut und geholfen.

Am Anfang hängen die Geschichten nicht zusammen, das Buch liest sich wie ein Lesebuch mit vielen verschiedenen Erzählungen. Aber nach einiger Zeit erkennt man immer mehr Details: Zum Beispiel tauchen immer wieder die Namen Merwin und Corwin auf oder die Abneigung einer Person, Fisch zu essen. Und in jeder Geschichte wird aufgegriffen, dass Jans Vater verschwunden ist.
Gleichzeitig hängt über jedem dieser Märchen ein beängstigender Schatten, der die Handelnden bedroht. Mal ist es der Jäger im Winterwald, mal der Taucher, der die Menschen mit auf den Meeresboden zieht, aber immer ist es eine namenlose Angst, die allgegenwärtig ist.

Katharina Hartwells Sprache ist beeindruckend, verzaubernd: Sie ändert ihren Stil nie komplett, aber je nach der Gegend, in der die aktuelle Geschichte spielt, und je nach dem Genre, dem sie angehört, lassen sich leichte Nuancen erkennen, die jeder Geschichte ihren eigenen Klang geben. So ist die Sprache wie ein roter Faden, der durch die zunächst verwirrenden und scheinbar ungeordneten Erzählungen führt.

Ein weiterer roter Faden lässt sich erkennen: Alle Geschichten haben kein Ende. Das Kapitel ist plötzlich aus, man weiß nichts über das Schicksal der Hauptpersonen. Aber das fremde Meer ist immer präsent: Immer wieder stürzen Personen ins Meer, und immer wieder werden in den darauf folgenden Geschichten Personen ohne Erinnerungen vom Meer ausgespuckt und an den Strand gespült.

Katharina Hartwells Debütroman ist ein ungeheuer komplexes Buch, das den Leser fesselt und ungeahnte Tiefen des menschlichen Denkens aufzeigt. Diese literarische Glanzleistung ist nur zu empfehlen.

Ein Buch voller Geschichten über Liebe, Treue, Mut, Neuanfang und gerettet werden; und all diese Geschichten zusammen, die Kraft der Erzählungen, retten (vielleicht?) ein Leben.
Wer weiß – vielleicht kann auch dieses Buch retten?

Christine Pajak, Thalia-Buchhandlung Lutherstadt Wittenberg

Ein literarisches Kunstwerk über eine besondere Liebe. Sprachgewaltig, archaisch und soghaft. Mehrere Erzählungen setzen sich hier zu einem großen Ganzen zusammen. Ein literarisches Kunstwerk über eine besondere Liebe. Sprachgewaltig, archaisch und soghaft. Mehrere Erzählungen setzen sich hier zu einem großen Ganzen zusammen.

MarieCarolin Behring, Thalia-Buchhandlung Freiburg

10 verschiedene Geschichten erzählen eine große Liebe. Sehr außergewöhnlich.
Für alle die etwas "neues" suchen.
Für geübte Leser und alle die Literatur gegenüber offen sind.
10 verschiedene Geschichten erzählen eine große Liebe. Sehr außergewöhnlich.
Für alle die etwas "neues" suchen.
Für geübte Leser und alle die Literatur gegenüber offen sind.

Kundenbewertungen


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Geschichten²
von einer Kundin/einem Kunden am 05.03.2015

„Ich möchte von uns erzählen.“ Das Zitat aus diesem außerordentlichen Debütroman liest sich wie das Motto einer Geschichte, die ihrerseits zehn Geschichten enthält. Zehn Geschichten, die auf immer neue Weise von einer Beziehung zweier Menschen erzählen, die sich erst finden müssen, um dann gemeinsam die scheinbar unüberwindbaren Hindernisse hinter sich... „Ich möchte von uns erzählen.“ Das Zitat aus diesem außerordentlichen Debütroman liest sich wie das Motto einer Geschichte, die ihrerseits zehn Geschichten enthält. Zehn Geschichten, die auf immer neue Weise von einer Beziehung zweier Menschen erzählen, die sich erst finden müssen, um dann gemeinsam die scheinbar unüberwindbaren Hindernisse hinter sich lassen zu können. Doch von Beginn an: Marie steht an einem Nullpunkt in ihrem Leben. Sie schreibt die Dissertation die sie nie schreiben wollte, lebt an einem Ort an dem sie sich unwohl fühlt und befindet sich schon seit Längerem in einer emotionalen Schieflage. „Doch statt des großen Zusammenbruchs kommst du.“ Und diesem, den LeserInnen lange Zeit unbekannten Du (Jan) erzählt Marie jene zehn Geschichten; es sind nicht direkt Marie und Jan, die in diesen Geschichten vorkommen, sondern Moira und Jonas, Miran und Julian, Milena und Jakob… Diese Figuren begegnen sich als Unsterblicher und Geistermedium in einem Zirkus, als HysteriepatientInnen in einer Pariser Nervenheilanstalt des 19. Jahrhunderts, Prinzessin und Prinz, als heranwachsende Jugendliche auf zwei benachbarten Leuchtturminseln… Allen Geschichten gemein ist eine unerklärbare, stetig anwachsende schwarze Leere, welche die beiden Liebenden bedroht, sich zwischen sie schiebt und ihr Miteinander auseinander zu reißen droht. Diese Kurzgeschichten sind jeweils in Dreierbündel aneinander gereiht; dazwischen erzählt Marie direkt von sich, Jan und ihrer besonderen Beziehung zueinander. So wie jede der Kurzgeschichte von unterschiedlichen Facetten ihres Miteinanders erzählt, entschlüsseln sich einzelne Bestandteile dieser Kurzgeschichten erst nach und nach, je mehr über Marie und Jan selbst preisgegeben wird. Um ein umgangssprachliches Klischee zu dreschen: Katharina Hartwells Roman ist mehr als die berühmte Summe seiner Teile: Jede einzelne der Kurzgeschichten eröffnet ein neues, einzigartiges Szenario, Erzählperspektiven wechseln, literarische Anleihen aus griechischem Drama bis hin zur Phantastik werden eingebunden und immer wieder tauchen Querverweise auf, die überraschende Verbindungen zwischen einzelnen Erzählungen eröffnen. Die besondere Faszination dieses Buchs entsteht auf der einen Seite durch das intensive Eintauchen in die einzelnen Geschichten für sich und auf der anderen Seite durch die kontinuierliche Suche nach dem, was diese Geschichten über Marie und Jan selbst erzählen und was am Ende jener Grund sein wird, warum Marie für ihren Geliebten jene Geschichten erzählt. „[…] und wir werden einige tausend Meilen reisen müssen, bis zum Rand der Welt und wieder zurück, bevor es mir möglich sein wird, auch die letzte Geschichte zu erzählen.“

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Zusammenfassung von 10 Kurzgeschichten
von einer Kundin/einem Kunden aus Garmisch-Partenkirchen am 08.07.2015

Eine Liebe, viel zu groß, um sie nur einmal zu erzählen, ein Buch, das wie eine Reise ist: in die Salpêtrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der... Eine Liebe, viel zu groß, um sie nur einmal zu erzählen, ein Buch, das wie eine Reise ist: in die Salpêtrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als „Mobilien“ durch die Stadt wandern… 10 verschiedene Geschichte die alle was gemeinsam haben sollen. Ich habe das Buch fertig gelesen und habe keine Ahnung was gemeint ist. Am Anfang versuchte ich noch das Buch ganz normal zu lesen eine Geschichte nach der anderen. Doch das klappt nicht so wirklich also, bin ich dazu übergegangen eine Geschichte zu lesen und dann erste mal ein anderes Buch. Dadurch dauerte das ganze etwas länger. Die einzelnen Geschichten waren sehr interessant, spannend und fesselnden geschrieben, doch habe ich den Sinn hinter dem ganzen immer noch nicht verstanden. Für mich ist das Buch ein Sammelband für 10 Kurzgeschichte von allen Genres.

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"Du musst dich gut festhalten. Das ist alles."
von Anne2801 aus Kassel am 18.07.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Klappentext "Dieses Buch ist eine Reise: in die Salpetrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als "Mobilien" durch die Stadt wandern; in die Geisterfabrik, wo Seelenfragmente... Klappentext "Dieses Buch ist eine Reise: in die Salpetrière, die Pariser Psychiatrie, in der Sigmund Freud Schüler bei Charcot war; in den Winterwald, aus dem eine gelangweilte Prinzessin einen Prinzen retten will; in die Wechselstadt, in der ganze Häuser als "Mobilien" durch die Stadt wandern; in die Geisterfabrik, wo Seelenfragmente zu Spiritografien verarbeitet werden… Zehn Kapitel, zehn mal die Geschichte von Marie und Jan. Marie gehört zu den Menschen, die glauben, dass Katastrophen immer nur die treffen, die nicht auf sie vorbereitet sind. Sie rechnet darum stets mit dem Schlimmsten - und behält recht: Sie ist eine Außenseiterin, ängstlich, verzweifelt, meist stumm und voller Sehnsüchte. Womit sie nicht rechnet? Gerettet zu werden, von Jan, der so anders als sie selbst scheint. Von ihm fühlt Marie sich gefunden, miteinander teilen sie Geheimnisse, stille Stunden und wache Nächte. Doch ganz traut sie ihrem Glück nicht, denn sie weiß: »man kann alles trennen, teilen und spalten, sogar ein Atom«. Was haben Marie und ihre Geschichten dem Schicksal entgegen zu setzen? Kann die Literatur ein Leben retten? Kann sie erzählen, wofür es keine Worte gibt? Katharina Hartwells magischer Debütroman erzählt von der Rettung einer Liebe und eines Lebens, er erzählt von allen Zeiten und allen möglichen Welten. Nicht zuletzt ist »Das Fremde Meer« die Rettung durch das Erzählen selbst - und darum all das, was Literatur vermag." Inhalt Dieses Buch beinhaltet zehn verschiedene Geschichten, die nicht ähnlicher und unterschiedlicher zugleich sein könnten. Es dreht sich um Jan und Marie und doch dreht es sich auch um so viele andere. Hier gibt es es Science Fiction, Märchen, Seefahrergeschichten und verschiedenste Erzählungen und obwohl sich all das so unpassend zueinander anhört, könnten die Geschichten von Katharina Hartwell nicht passender gewählt sein. Leseeindrücke/Eigene Meinung "Das Fremde Meer" ist in insgesamt zehn Geschichten aufgeteilt, die jeweils in sich abgeschlossen sind, aber irgendwie auch eben nicht. Obwohl diese Erzählungen jeweils so verschieden sind, gehören sie alle zusammen und erklären nach und nach die Rahmenhandlung. Mir hat besonders gut die Sprache von Katharina Hartwell gefallen, denn sie schafft es durch sowohl kurze, als auch lange verschachtelte Sätze, das Lesen wie einen einfach zu befahrenden Fluss zu gestalten, aus dem man sich am Rand immer wieder kleine Schätze herauspickt, nämlich großartige Zitate, von denen dieses Buch nur so strotzt. All diese Zitate regen nicht nur zum Nachdenken an, sondern sind auch so schön, dass man sie sich gleich aufschreiben und jemandem mitteilen mag. Auch die Tatsache, dass nicht jede Geschichte in der gleichen Erzählperspektive geschrieben ist, führt dazu, dass Abwechslung ins Lesen kommt und man sich immer wieder überraschen lassen kann. Die beiden Hauptcharaktere sind Marie und Jan und das Buch erzählt etwas über ihre Beziehung, wie sie sich gefunden haben, wie sich all das entwickelt - aber die beiden bleiben dabei nicht Marie und Jan. Auch trägt sich "Das Fremde Meer" irgendwie nicht direkt durch die Charaktere, sondern vielmehr durch die ganzen Kleinigkeiten, die dann zu einem Großen werden. Besonders hat mir hier die "Detektivarbeit" gefallen, mithilfe derer man die Gemeinsamkeiten der einzelnen Geschichten gesucht und zu verstehen versucht hat. Und immer wieder dieselbe Frage: Was bedeutet das alles für jan und Marie? Die Geschichten, die hier eine heilende Wirkung für mehr als nur eine Person haben, sind voll von Phantasie, von Unbekanntem und Vertrautem, manche möchte man ewig weiterlesen und doch wartet man bereits schon auf die nächste Erzählung. Fazit/Leseempfehlung "Das Fremde Meer" ist ein Buch, wie ich noch nie zuvor eines gelesen habe, es ist so anders, aber so genial, so weitreichend, so bedeutend, so beeindruckend, dass es mich fast sprachlos zurücklässt. Sobald ich die letzte Seite gelesen hatte, wollte ich unbedingt jemandem davon erzählen: von meinen Entdeckungen, von den Lehren, den Geschichten, der Wirkung,... Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes und sowohl sprachlich, als auch inhaltlich kann ich es nur weiterempfehlen. Es ist eins von den Büchern, von denen man sich wünscht, dass es einfach jeder liest. Es ist voller Phantasie, Liebe, Zwischenmenschlickeit, Abenteuer, Persönlichkeit und Tiefgang - da ist wirklich für jeden etwas dabei.

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Eine Liebe - Zehn Geschichten
von einer Kundin/einem Kunden aus dem Saarland am 18.06.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Rezension: Nicht umsonst gewann Katharina Hartwell für “Das Fremde Meer” den Seraph 2014 (Förderpreis für phantastische Literatur) in der Kategorie ‘Bestes Debüt’. Nachdem ich das Buch, das so ganz anders ist, als gewöhnliche Fantasyliteratur, gelesen habe, kann ich die Auszeichnung nur zu gut nachvollziehen. Die Ursprungsgeschichte ist die zwischen Marie und... Rezension: Nicht umsonst gewann Katharina Hartwell für “Das Fremde Meer” den Seraph 2014 (Förderpreis für phantastische Literatur) in der Kategorie ‘Bestes Debüt’. Nachdem ich das Buch, das so ganz anders ist, als gewöhnliche Fantasyliteratur, gelesen habe, kann ich die Auszeichnung nur zu gut nachvollziehen. Die Ursprungsgeschichte ist die zwischen Marie und Jan, einem jungen Studentenpaar. Marie erzählt aus der Egoperspektive und schon hier sei gesagt: Ihre Art sich auszudrücken ist wunderschön. Sie bringt die Dinge auf den Punkt und verpackt sie zugleich in ein faszinierendes Wortgewand. Man lernt sie als sehr nachdenkliche Person kennen und sie erzählt nach und nach zwischen den folgenden 10 Geschichten, wie Jan und sie sich kennenlernten und was mit ihm geschah. Die Geschichten dazwischen handeln von ganz verschiedenen Dingen. Zum Beispiel ist da die Story um einen Ort namens ‘Wechselstadt’, in dem sich Häuser immer wieder auflösen und an einer anderen Stelle wieder erscheinen. Zunächst mag das harmlos klingen, doch befinden sich Menschen darin, verschwinden diese im Nichts. Dann ist da noch eine Geschichte über eine junge Frau, die im 19. Jahrhundert in der berühmtesten Irrenanstalt Paris’ sitzt, eine Erzählung über eine Prinzessin, die beschließt ein Ritter zu werden und noch einige mehr. An diesen verschiedenen Geschichten hat mir besonders gut gefallen, dass man immer wieder in eine völlig andere Welt katapultiert wird, sich das Grundgerüst aber trotzdem ähnelt – denn es geht immer darum, jemanden auf irgendeine Art und Weise zu retten. Was mich aber am meisten faszinieren konnte ist, dass sich manche Storys am Ende verbinden, so wird die Prinzessin, die zum Ritter wurde, z.B. irgendwann in einer Geschichte um ein Fischerdorf an Land gespült und wird neben dem Protagonisten der Story zum Mittelpunkt der Geschehnisse. Abgerundet wird das Ganze am Ende durch den Schluss von Maries Ausführung um die Beziehung zwischen ihr und Jan – und plötzlich ergibt sich ein komplettes Bild und man sieht die einzelnen Erzählungen noch einmal in einem ganz anderen Licht. Der einzige Minuspunkt an “Das Fremde Meer” ergab sich für mich darin, dass sich manche der Geschichten etwas zäh lesen lassen und ich so nach einer Geschichte mit perfektem Lesefluss ab und an unangenehm herausgerissen wurde. Fazit: Eine Liebe und zehn Geschichten, die dem Leser etwas zeigen: Es gibt die verschiedensten Arten von Rettung. Poetisch und abwechslungsreich.

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