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Das Geräusch einer Schnecke beim Essen

(8)
Durch eine Krankheit ist die Journalistin Elisabeth Bailey ans Bett gefesselt. Als sie von einer Freundin eine Topfpflanze geschenkt bekommt, unter deren Blättern eine Schnecke sitzt, beginnt sie diese zu beobachten. Nachts wird ihr neues Haustier aktiv, fährt seine Fühler aus, geht auf die Jagd und vollführt seltsame Rituale. Fasziniert beschäftigt sich Bailey mit Biologie und Kulturgeschichte der Schnecke und erfährt Verblüffendes über ein unterschätztes Lebewesen.
Rezension
"Eine faszinierende Auseinandersetzung mit Wissenschaft, Literatur und ein wunderbares Buch zur Entschleunigung.", Sonntag (CH), 15.09.2016
Portrait
Elisabeth Tova Bailey wurde in New England (USA) geboren. Sie machte zunächst eine Ausbildung als Gärtnerin und arbeitete später als Journalistin, veröffentlichte Essays und Kurzgeschichten, bis sie im Alter von 34 Jahren auf einer Europareise an einem Virus erkrankte, der sie monatelang ans Bett fesselte. Elisabeth Tova Bailey lebt heute im Bundesstaat Maine.
Kathrin Razum übersetzte u. a. T. C. Boyle, John le Carré, Agatha Christie, Vikram Chandra, V. S. Naipaul, Edna O'Brien und Susan Sontag. Sie lebt in Heidelberg.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 176
Erscheinungsdatum 20.01.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-492-30237-1
Verlag Piper
Maße (L/B/H) 188/128/20 mm
Gewicht 172
Originaltitel The Sound of a Wild Snail Eating
Auflage 14. Auflage
Verkaufsrang 21.045
Buch (Taschenbuch)
8,99
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„Lauschen Sie!“

Ingo Roza, Thalia-Buchhandlung Velbert

Ein erstes Lieblingsbuch des Jahres 2014, gilt es doch gerade zu Jahresbeginn, eigene Positionen, Denkweisen und Prioritäten neu zu überdenken. Dieses kleine Buch der amerikanischen Gärtnerin und Journalistin Elisabeth Tova Bailey ist nicht allein, wie es der Untertitel verspricht, eine Liebeserklärung an das Leben, sondern auch eine Ein erstes Lieblingsbuch des Jahres 2014, gilt es doch gerade zu Jahresbeginn, eigene Positionen, Denkweisen und Prioritäten neu zu überdenken. Dieses kleine Buch der amerikanischen Gärtnerin und Journalistin Elisabeth Tova Bailey ist nicht allein, wie es der Untertitel verspricht, eine Liebeserklärung an das Leben, sondern auch eine wunderbare und unaufdringliche Hilfe für das Leben. Ich bin ja sowieso überzeugt davon, daß Bücher eine theapeutische Wirkung haben ( ja, es gibt wirklich eine Bibliotherapie), und "das Geräusch einer Schnecke beim Essen", das Lauschen und das Lesen, entschleunigt ungemein!

„Entschleunigendes Lesevergnügen“

Melanie Braunholz, Thalia-Buchhandlung Kassel

Durch einen nicht diagnostizierbaren Virus ans Bett gefesselt und von einer guten Freundin eine Topfpflanze inklusive „Bewohnerin“ bekommend, beginnt die Autorin die kleine Mitbewohnerin – eine Schnecke – zu beobachten. Die Beobachtungen lassen die Autorin in gewisser Weise zur Ruhe kommen und haben gleichzeitig den Effekt, dass sie Durch einen nicht diagnostizierbaren Virus ans Bett gefesselt und von einer guten Freundin eine Topfpflanze inklusive „Bewohnerin“ bekommend, beginnt die Autorin die kleine Mitbewohnerin – eine Schnecke – zu beobachten. Die Beobachtungen lassen die Autorin in gewisser Weise zur Ruhe kommen und haben gleichzeitig den Effekt, dass sie neuen Lebensmut schöpft.

In diesem Buch erfährt der Leser wahrscheinlich mehr über Schnecken als er jemals geahnt hätte, aber auch wie wichtig die kleinen Dinge im Leben sein können, welch Privileg es sein kann jeden Tag seiner Arbeit nachgehen zu können, den Haushalt eigenständig zu versorgen und einfach das zu schätzen, was man hat. Ein Buch das zeigt, das Leben zu lieben, die Zeit, die einem gegeben ist, zu genießen. Ein Buch das zeigt wie wichtig es ist immer einen Ausgleich zu allem zu schaffen, aber auch, dass es sich lohnt zu kämpfen für das was man erreichen möchte, denn auch das unmöglich scheinende ist möglich.

„langsames, genussvolles, fast philosophisches lesen garantiert...“

Heike Fischer, Thalia-Buchhandlung Hürth

Krankheit und Zeit kann vieles verändern, Medizin vieles bewirken jedoch manchmal reicht auch eine Schnecke um
einer Krankheit den tgl. Schrecken zu nehmen und ein eingeschränktes Leben etwas lebenswerter zu machen.
Schnecken sind halt nicht immer nur "unliebsame, verfressene Schleimspur-Kriecher" sondern können auch angenehme und
Krankheit und Zeit kann vieles verändern, Medizin vieles bewirken jedoch manchmal reicht auch eine Schnecke um
einer Krankheit den tgl. Schrecken zu nehmen und ein eingeschränktes Leben etwas lebenswerter zu machen.
Schnecken sind halt nicht immer nur "unliebsame, verfressene Schleimspur-Kriecher" sondern können auch angenehme und interessante Wegbegleiter für ein Weilchen sein.

Danach werden Sie Schnecken aus völlig neuen Blickwinkeln betrachten selbst wenn Sie sonst solch Getier eher als Schädling sehen...

Viel Spaß und lassen sie sich von der Langsamkeit umarmen beim lesen dieses Büchleins.

Ihre Heike Fischer

„Außerschneckig gut!“

Ramona Helmrich, Thalia-Buchhandlung Worms

Was schenkt einer bettlägerigen jungen Frau wieder Lebensmut und Durchhaltevermögen? Eine Schnecke! So skurril diese Tatsache auch klingen mag, so liebevoll und ehrlich berichtet Autorin Bailey in ihrem Roman, wie eine im Wald gefundene und von ihr adoptierte Schnecke ihr Trost während ihrer Krankheit schenkte. Sie erzählt zielstrebig Was schenkt einer bettlägerigen jungen Frau wieder Lebensmut und Durchhaltevermögen? Eine Schnecke! So skurril diese Tatsache auch klingen mag, so liebevoll und ehrlich berichtet Autorin Bailey in ihrem Roman, wie eine im Wald gefundene und von ihr adoptierte Schnecke ihr Trost während ihrer Krankheit schenkte. Sie erzählt zielstrebig und der Leser wird überrascht von den vielen interessanten Eigenschaften, die in einer kleinen Schnecke stecken können. Hierbei beruft sie sich sowohl auf ihre Beobachtungen, als auch auf wissenschaftliche Abhandlungen.
Manchmal wird es während des Lesens anstrengend, wenn die Autorin zu viele Fachartikel zitiert, aber wer Freude an solch fundamentierter Recherche hat, wird diesen Roman lieben - und Schnecken!

„Das Geräusch einer Schnecke beim Fressen “

Katharina Stock, Thalia-Buchhandlung Marburg

Oft sind es die kleinen Dinge im Leben, die wir kaum wahrnehmen, die aber dennoch so viel bedeuten. So ist es hier eine kleine Schnecke die zum Lebensretter wird.
Dieses Buch beschäftigt sich weniger mit der Krankheit und Leidensgeschichte der Protagonistin, sondern vielmehr mit dem kleinen Wunder, das die Schnecke vollbringt.
Ein
Oft sind es die kleinen Dinge im Leben, die wir kaum wahrnehmen, die aber dennoch so viel bedeuten. So ist es hier eine kleine Schnecke die zum Lebensretter wird.
Dieses Buch beschäftigt sich weniger mit der Krankheit und Leidensgeschichte der Protagonistin, sondern vielmehr mit dem kleinen Wunder, das die Schnecke vollbringt.
Ein Buch, das nicht nur das biologisches Wissen rund um diese kleinen Geschöpfe aufbessert, sondern vor allem verzaubert und einen zum Staunen bringt!

Gundi Schön, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Ein philosophisches Kleinod voller Weisheit und Sprachkraft. Zum Selbstlesen und Staunen ebenso geeignet wie zum Verschenken.


Ein philosophisches Kleinod voller Weisheit und Sprachkraft. Zum Selbstlesen und Staunen ebenso geeignet wie zum Verschenken.


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Kundenbewertungen


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Übersicht
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Schnecken sind interessanter als man denkt!
von Janine2610 am 08.01.2016

Schon allein der Titel "Das Geräusch einer Schnecke beim Essen" hat mich neugierig auf den Inhalt gemacht, dazu noch der Klappentext und ich konnte gar nicht anders als gleich loszulesen. Dieses Buch ist kein gewöhnlicher Roman, eigentlich ist es die Autobiografie der Autorin Elisabeth Tova Bailey. Hierin beschreibt sie ein... Schon allein der Titel "Das Geräusch einer Schnecke beim Essen" hat mich neugierig auf den Inhalt gemacht, dazu noch der Klappentext und ich konnte gar nicht anders als gleich loszulesen. Dieses Buch ist kein gewöhnlicher Roman, eigentlich ist es die Autobiografie der Autorin Elisabeth Tova Bailey. Hierin beschreibt sie ein Jahr ihrer etwa 20 Jahre andauernden Krankheit, die sie sich in einem kleinen Dort auf ihrem Europabesuch eingefangen hat. In diesem einen Jahr war sie mehr oder weniger ständig auf ihr Bett angewiesen. Und wenn ich mir das so überlege: man fährt auf Urlaub auf einen anderen Kontinent, kehrt krank zurück - aber nicht etwa für eine Woche, sondern für ganze 20 Jahre ... Das ist hart. Da verpasst man unter Umständen ein Viertel seines gesamten Lebens! Wäre ich an Stelle der Autorin gewesen, ich weiß nicht, ob ich in all den Monaten im Bett nicht wahnsinnig geworden wäre. ~ Das Überleben hängt oft davon ab, dass man einen Lebensinhalt hat: eine Beziehung, einen Glauben, eine auf dem schmalen Grat des Möglichen balancierende Hoffnung. ~ (S. 25) Was für ein Glück, dass sie zufällig zu ihrer Schnecke gekommen ist. Geplant war das nämlich nicht. Denn eine Freundin von Elisabeth hat ihr eine Topfpflanze geschenkt (Veilchen) und darin hat eine Schnecke geschlafen. Und weil die Autorin ja sowieso an ihr Bett gefesselt war, hat sie genügend Zeit und zwangsweise wohl auch Geduld gehabt, um die Schnecke zu beobachten. Und all das beschreibt sie eben in ihrem Buch - und es ist wirklich faszinierend! ~ Nachdem wir uns wochenlang rund um die Uhr Gesellschaft geleistet hatten, konnte an unserer Beziehung kein Zweifel mehr bestehen: Die Schnecke und ich lebten offiziell zusammen. ~ (S. 31) Von so viel Schnecke auf so wenigen Seiten habe ich noch nie gelesen. Na gut, ich bin mir auch gar nicht sicher, ob ich überhaupt schon mal was Schneckiges gelesen habe ... Jedenfalls war nicht nur die Autorin total begeistert und gebannt bei der Schneckenbeobachtung und Informationen-über-Schnecken-Beschaffung, sondern auch ich. Teilweise fand ich die Beschreibung über ihre Schnecke richtig niedlich und man bekommt große Lust, nach draußen zu gehen, sich eine Schnecke zu suchen und diese in ihrem Tun zu bestaunen. ~ Das Leben einer Schnecke ist, so sehr wie jedes andere, von dem ich weiß, von leckerem Essen, mehr oder weniger bequemen Schlafplätzen und einer Mischung aus erfreulichen und weniger erfreulichen Abenteuern erfüllt. ~ (S. 94/95) Diese Schnecke hat die Autorin wahrlich vor dem Wahnsinn bewahrt, denn die Zeit mit ihr war eine interessante Ablenkung, die sie nicht gehabt hätte, wenn ihre Freundin ihr den Veilchentopf nicht gebracht hätte. So gesehen war dieses kleine Lebewesen nicht nur wahnsinnig interessant zu beobachten, sondern auch eine Art Lehrmeisterin für die Autorin. Erstaunlich, wie viel Mut so ein Tier einem Menschen machen kann ... ~ Die Schnecke war mir eine echte Lehrmeisterin gewesen, ihr bescheidenes Dasein hatte mir Kraft gegeben. ~ (S. 145) Das ist nicht nur die Geschichte einer ganz besonderen Freundschaft, sondern auch eine Art Liebeserklärung an das Leben, die man durch das Dasein der Schnecke versteht. So wie es hier bei mir der Fall ist, bin ich nur selten durch Beschreibungen eines Lebewesens gleich so fasziniert davon. Dass Schnecken so spannend sein können, hätte ich nie erwartet. Ich sehe diese Tiere nun definitiv mit völlig anderen Augen.

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„Ein kleines Haustier ist oft ein ausgezeichneter Gefährte.“ (Florence Nightingale)
von Liane Marth / LimaKatze am 22.10.2014

ZUM INHALT: Nach einer Europareise erkrankt die Journalistin Elisabeth Bailey an einem Virus und ist monatelang ans Bett gefesselt. Sogar der Versuch, sich von einer Seite auf die andere zu rollen, bedeutet für die schwerkranke Frau eine ungeheure Kraftanstrengung. Von einer Freundin bekommt die Journalistin ein seltsam anmutendes Geschenk:... ZUM INHALT: Nach einer Europareise erkrankt die Journalistin Elisabeth Bailey an einem Virus und ist monatelang ans Bett gefesselt. Sogar der Versuch, sich von einer Seite auf die andere zu rollen, bedeutet für die schwerkranke Frau eine ungeheure Kraftanstrengung. Von einer Freundin bekommt die Journalistin ein seltsam anmutendes Geschenk: Eine Schnecke aus dem Wald, die diese gemeinsam mit ein paar Ackerveilchen in einen Blumentopf setzte. Elisabeth Bailey weiß zunächst nicht, was sie von diesem Geschenk zu halten hat. Eine Schnecke? Was soll sie damit? Doch dann beginnt Elisabeth mit der Beobachtung der Schnecke, ist recht bald fasziniert und macht ganz erstaunliche Entdeckungen. „Während mich die Energie meiner menschlichen Besucher erschöpfte, regte die Schnecke mich an. Mit ihrer Neugier und Anmut zog sie mich immer tiefer in ihre friedliche, einsame Welt hinein. Zu beobachten, wie sie in dem kleinen Ökosystem des Terrariums ihrer Wege ging, war entspannend (Seite 47).“ Das ungewöhnliche Haustier erweist sich für Elisabeth als das Beste, was ihr passieren konnte. Sie arbeitet sich in Fachliteratur ein und macht eigene Aufzeichnungen über ihre Schneckenbeobachtungen. Gleichzeitig, bei allem wissenschaftlichen Interesse für die Gastropoden, empfindet Bailey die Schnecke auch als wunderbare Gefährtin in dieser besonders schweren Zeit ihrer Erkrankung. Das kleine Tier nimmt ihr das Gefühl der Einsamkeit und gibt ihr außerdem einen Daseinszweck. Mehr noch, die Schnecke ermöglicht Elisabeth mitunter eine neue Sichtweise auf ihre problematische Situation und auf das Leben im Allgemeinen. ... *** MEIN FAZIT: Ich muss zugeben, der Einstieg in die zunächst befremdlich erscheinende Handlung, mit einer Schnecke als Haustier, fiel mir zu Anfang nicht leicht. Doch wenn man sich darauf einlässt, erwartet den Leser eine ebenso lehrreiche wie berührende Geschichte, die mit ihrem philosophischen Gedankengut und den versteckten Botschaften überrascht. Trotzdem ich ein sehr großer Tierfreund bin, hatte die Schnecke bisher nicht unbedingt mein Interesse geweckt. Das ist nach diesem Buch sicherlich anders. Auch wenn Schnecken mich nach wie vor nicht derart begeistern, wie es bei der Autorin der Fall ist, so sehe ich diese faszinierenden Tiere nun dennoch mit anderen Augen. Außerdem wird im Buch gezeigt, dass jedes Tier eine Daseinsberechtigung hat, und der Mensch sich meist viel zu wenig Gedanken darüber macht. Manchmal wurden mir die naturwissenschaftlichen Ausführungen im Buch etwas zuviel. Gerade weil es sich hier um einen autobiografischen Roman handelt, hätte ich mitunter lieber mehr über die Person Elisabeth erfahren. Insgesamt gesehen gibt es vier Sterne von mir für diese kluge und sehr bemerkenswerte Leseerfahrung, die ich gerne weiterempfehle.

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exotisch
von Kerstin1975 aus Crailsheim am 26.02.2014

Buchinhalt: Durch eine schwere Krankheit ans Bett gefesselt bekommt die autobiografische Ich-Erzählerin eines Tages einen Topf mit Waldveilchen geschenkt – zwischen den Blättern eine Schnecke. Mit wachsender Hingabe beobachtet die Erzählerin ihre neue Hausgenossin, die sie zunächst im Veilchentopf, später in einem Pflanzenterrarium hält. Immer mehr vergleicht sie Mensch und... Buchinhalt: Durch eine schwere Krankheit ans Bett gefesselt bekommt die autobiografische Ich-Erzählerin eines Tages einen Topf mit Waldveilchen geschenkt – zwischen den Blättern eine Schnecke. Mit wachsender Hingabe beobachtet die Erzählerin ihre neue Hausgenossin, die sie zunächst im Veilchentopf, später in einem Pflanzenterrarium hält. Immer mehr vergleicht sie Mensch und Molluske und lernt aus der beständigen Langsamkeit der Schnecke, die ihre menschliche Besitzerin Stück für Stück aus ihrer Lethargie befreit. Persönlicher Eindruck: Da ich von vorne herein wußte, dass es in diesem recht speziellen „Roman“ um die Schnecke und nicht vorrangig um den Menschen geht, war ich sehr zufrieden und auch des Öfteren erstaunt, was ich da las: Eine autobiografische Geschichte, die sich mit einem Tier befasst, das man ansonsten mehr oder minder übersieht – der Schnecke, ein Gastropode aus der Familie der Mollusken. Wer kennt sie nicht, die langsamen Kriecher, die mit ihrem Haus auf dem Rücken durch Gärten, Feld und Wald ziehen? Einen solchen Hausgenossen „geschenkt“ zu bekommen, war der Erzählerin keinesfalls zuwider; vielmehr erwächst im Laufe des Buches eine sonderbare und geradezu anheimelnde Beziehung, die die kranke Frau aus ihrem Tief mehr und mehr herausholt und ihr wieder Lebensfreude schenkt. Der Sprachstil ist angenehm und mit vielen Zitaten anderer Autoren bestückt, da man hier eine erfrischende Mischung aus Biografie, Sachkunde und biologischer Studie präsentiert bekommt, die ich in der Form noch nie in der Literatur angetroffen habe. Zahlreiche Querverweise aus einschlägiger Fachliteratur, welche aber an keiner Stelle trocken oder verstaubt wirken, machen das Buch zu einem Kleinod, in dem man sich auf ein kleines Tier einlässt und im Gegenzug wundersames aus dessen Lebensweise erfährt. Von der Nahrungssuche, über den Gebrauch der Sinne, der Partnersuche bis hin zur Eiablage und dem Schlüpfen begleitete ich die Autorin und ihre Schnecke gerne und mit Vergnügen. Man sollte wissen, dass das Tier die Hauptfigur der Erzählung ist und dessen menschlicher Gegenpart mit seinem eigenen Schicksal nur am Rande Betrachtung findet – denn wer mehr über die Krankheit und das Leben der Erzählerin wissen möchte, ist hier leider im falschen Buch. „Es klang, als mampfte jemand sehr Kleines unablässig Selleriestangen“. Ich hab es wirklich genossen, mich mal auf was Neues einzulassen und werde die Schnecken in meinem Garten von nun an mit ganz anderen Augen sehen!

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