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Das gerettete Kind

Roman

Hamburg 1939: Die zwölfjährige Irma wird von ihren Eltern für einen jüdischen Kindertransport nach Großbritannien angemeldet. Auf der Insel soll sie – wie viele andere jüdische Kinder – ein neues Zuhause finden. Die Eltern wollen so schnell wie möglich nachkommen, doch vorerst muss das Mädchen die beängstigende Reise ins Ungewisse alleine antreten.
Irland 2013: Irma ist 86 Jahre alt und hat gerade einen schweren Herzinfarkt überlebt. Während sie sich erholt, wird sie von Kindheitserinnerungen heimgesucht, die sie in den letzten Jahrzehnten erfolgreich verdrängt hat. Das damals Erlebte hat tiefe Spuren in Irma hinterlassen. Etwas in ihr hat sich verhärtet. Ihre Tochter Leah wirft ihr vor, sie sei zurückweisend und kühl und nie eine gute Mutter gewesen. Leah hat längst resigniert und sich von Irma zurückgezogen. Die Enkelin Rebecca dagegen fängt an, Fragen zu stellen. Mit der Zeit erkennt Irma, dass die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zwar sehr schmerzhaft, aber auch heilsam ist. Und so beginnt sie zu erzählen. Von ihrer Flucht, von ihrer besten Freundin und von einer Schuld, die sie auf sich lud.
"Das ist eine bewegende, eine berührende Geschichte. Renate Ahrens schreibt sie vollständig aus der Sicht ihrer drei Protagonistinnen, lässt sie gleichberechtigt abwechselnd erzählen. [...] Renate Ahrens hat gründlich recherchiert und einen spannenden und psychologisch schlüssigen Roman geschrieben." SWR Buchkritik
"Mitfühlend und spannend erzählt" Für Sie
Portrait
Renate Ahrens, 1955 geboren, studierte Anglistik und Romanistik und war einige Jahre als Lehrerin tätig, bevor sie 1986 als freie Autorin zu arbeiten begann. Sie schreibt Romane, Theaterstücke und deutsch-englische Kinderbücher. Heute lebt sie mit ihrem Mann abwechselnd in Dublin und Hamburg. Renate Ahrens ist Mitglied des P.E.N.-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland. Nach ihrem Debüt "Der Wintergarten", veröffentlichte Renate Ahrens "Zeit der Wahrheit", "Fremde Schwestern", "Ferne Tochter" und "Seit jenem Moment".
Die Zeitschrift FREUNDIN urteilt über die Romane der Autorin: "In einfühlsamer Sprache erzählt Renate Ahrens Geschichten, die berühren."
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 352, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 25.02.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783426424896
Verlag Droemer eBook
Verkaufsrang 13.205
eBook (ePUB)
17,99
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Buchhändler-Empfehlungen

„Wie totgeschwiegene Vergangenheit die Gegenwart beeinflussen kann“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Renate Ahrens ist eine deutsche Autorin, die wahlweise in Hamburg und Dublin lebt. Sie hat Anglistik und Romanistik studiert und als Lehrerin gearbeitet. Nach ihrer Heirat hat sie angefangen als freie Autorin zu arbeiten. Sie ist Mitglied im P.E.N.-Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland. Ich bin durch ihren 2. Roman „Ferne Tochter“ Renate Ahrens ist eine deutsche Autorin, die wahlweise in Hamburg und Dublin lebt. Sie hat Anglistik und Romanistik studiert und als Lehrerin gearbeitet. Nach ihrer Heirat hat sie angefangen als freie Autorin zu arbeiten. Sie ist Mitglied im P.E.N.-Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland. Ich bin durch ihren 2. Roman „Ferne Tochter“ auf sie aufmerksam geworden.

In ihrem ganz neuen Roman erzählt sie die Geschichte dreier Frauen aus einer Familie. Die Geschichte spielt in Dublin und in Hamburg in der Gegenwart. Aber wie schon das Cover vermuten lässt, ist es keine übliche Familiengeschichte mit einem dunklen Geheimnis in der Vergangenheit, sondern eine psychologisch sehr dicht erzählte Geschichte, die an ein dunkles Kapitel unserer jüngeren Geschichte rührt.

Die drei Frauen sind die Großmutter Irma, ihre Tochter Leah und die dazugehörige Enkelin Rebecca. Irma ist 86 Jahre alt und lebt alleine mit ihrer Haushälterin und ihrem Hund in einem gepflegten Haus. Zu ihren beiden älteren Söhnen, die beide Anwälte sind, hat sie ein sehr gutes Verhältnis. Aber nicht zu ihrer 48 jährigen Tochter. Ihre Enkelin hingegen liebt sie über alles. Doch warum hat Leah es in dieser Familie so schwer? Die Geschichte wechselt zwischen den drei Frauen hin und her. Immer abwechselnd wird etwas aus der Ich-Perspektive der drei Frauen erzählt. Rebecca ist der Dreh- und Angelpunkt, über den sich die Geschichte nach und nach öffnet. Am Anfang liegt Irma nach einem Herzinfarkt im Krankenhaus. Und dort fängt sie an sich an früher zu erinnern. Sie blickt zurück auf ihre Kindheit in Hamburg. Doch wie ist sie nach Irland gekommen? Ihre Enkelin steht derweil vor einem großen Problem. Sie ist in einen Deutschen verliebt, der ein Austauschjahr in Irland studiert hat. Doch jetzt geht er nach Deutschland zurück. Ausgerechnet Deutschland – das Land, das in ihrer Familie nie erwähnt werden darf. Doch dann macht Rebecca eine überraschende Entdeckung. Ihre Großmutter ist gar nicht schockiert, dass die Enkelin sich in einen Deutschen verliebt hat. Im Gegenteil – sie unterstützt ihre Enkelin sogar.

Diese Geschichte ist sehr intensiv erzählt. Ich musste mich nur erst an diese sehr kurzen, knappen Sätze gewöhnen. Gerade diese sehr verhärteten Familienverhältnisse sind schwer zu ertragen. Das Mutter-Tochter-Verhältnis zwischen Irma und Leah hat mir am Anfang unheimlich weh getan. Man spürt deutlich, dass Leah die Außenseiterin ist. Ihre Mutter wendet sich ganz bewusst von ihr ab, schließt sie aus, während ihre beiden Söhne auch im hohen Alter noch ihre absoluten Lieblinge sind. Irgendwie hat von Anfang an die Chemie zwischen den beiden nicht gestimmt. Und durch die Kälte ihrer Mutter schafft Leah es selbst nicht, Nähe zu ihrer Tochter aufzubauen. Sie flüchtet sich in ihre Arbeit und verliert dadurch ihren Mann und ihre Tochter. Eine sehr traurige Geschichte. Doch dadurch, dass Rebecca sich in einen Deutschen verliebt, fängt die Großmutter endlich an, sich ihrer Wurzeln zu besinnen. Und nach und nach schafft sie es, ihre Familie daran teilhaben zu lassen.

Durch diesen Roman erfährt man sehr viel zu dem Thema, wie es den Juden ergangen ist, die als einzige ihrer Familie den Holocaust überlebt haben. Wie haben diese Menschen dies verarbeitet. Wie konnten sie ein normales Leben aufbauen. Mich hat dieses Buch sehr tief berührt. Es ist einmal eine ganz andere Geschichte zu diesem schwierigen Thema. Und das Faszinierende ist, dass es fast ausschließlich in der Gegenwart spielt. Einzig die Tagebucheinträge und Erinnerungen von Irma führen zurück in die Vergangenheit. Für mich hat dieses Buch wieder sehr viele neue Erkenntnisse gebracht.

Für mich ist dieses Buch geradezu ein glückliches Folgebuch für die zuvor beendete Lektüre von „Und sie werden nicht vergessen sein“ von Carmen Lobato. Denn genauso hätte es der einen Hauptperson aus dem Buch in ihrem weiteren Leben ergangen sein können. Ansonsten gehört es für mich in die Kategorie der Bücher von Minka Pradelski „Und da kam Frau Kugelmann“ und Linda Olsson „Die Nacht trägt deinen Namen“. Kann man neu beginnen, wenn die Familie die eigene Geschichte nicht kennt?

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