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Das gläserne Meer

Roman

(15)
Die Zwillinge Jarik und Dima sind von Geburt an unzertrennlich. Nach dem Tod des Vaters wachsen sie auf dem Bauernhof ihres Onkels auf, die Tage verbringen sie in den Kornfeldern und die Nächte im Bann der mythischen Geschichten aus dem russischen Sagenschatz. Jahre später arbeiten die Brüder Seite an Seite in der Oranzeria, dem gigantischen Gewächshaus, das sich hektarweit in alle Richtungen erstreckt.
Dieses gläserne Meer wird von im Weltall schwebenden Spiegeln beleuchtet, die das Sonnenlicht rund um die Uhr auf die Erde werfen ein künstlich geschaffener ewiger Tag, der die Produktivität der Region verdoppeln soll. Bald ist die Arbeit das Einzige, was sie verbindet: den robusten Jarik, verheiratet und Vater zweier Kinder, und Dima, den Träumer, der allein bei der Mutter lebt. Doch eine Begegnung mit dem Besitzer der Oranzeria verändert alles: Während Dima sich ambitionslos dahintreiben lässt, wird Jarik immer weiter befördert, bis sie schließlich zu Aushängeschildern gegensätzlicher Ideologien werden. Das gläserne Meer ist ein großer Roman über den Preis unserer Träume und Ideale, hochpoetisch und angefüllt mit der Magie russischer Märchen.
Rezension
Ein impressionistisches Russland-Panorama.
Katrin Hillgruber, DEUTSCHLANDFUNK

Noch interessanter als den Kampf der Systeme findet Weil die verwirrend intensive Liebe in einer Familie: Selten wurde eine Brüderbeziehung so genau beschrieben."
NEON

Ein eindrucksvoller, 500 Seiten starker Roman, in dem er eine kapitalistische Zukunftsvision mit russischen Mythen verknüpft."
PEOPLE MAGAZINE

Der Amerikaner Josh Weil legt mit seinem Debütroman nicht nur eine bewegende Geschichte der heimlichen Ängste und Wünsche zweier Brüder vor, sondern auch eine erzählerisch beeindruckende Dystopie (...)" Die Lektüre ist ein Ereignis."
Thomas Hummitzsch, ROLLING STONE

Keine leichte Lektüre, doch sie entführt in eine Welt zwischen Märchen und Science-Fiction."
HÖRZU/Bild und Funk

Ein magisches Epos über die Werte von Liebe, Verrat, Arbeit und die Frage , wie wir leben wollen. Zum herzergreifend spannenden Plot mit einem Set an liebenswert schrägen Figuren kommen die zauberhaften Beschreibungen bizarrer Landschaften und Szenarien. (...) Ein wundervoller Roman."
Sabine Vogel, KÖLNER-STADTANZEIGER Bücher-Magazin / FRANKFURTER RUNDSCHAU

Er entwirft ein detaillreiches, eher dys- als utopisches Szenario, das Gesellschafts- und Zivilisationskritik in höchst fantasievolle Bilder packt () mit Fabulierlust erzählt."
Rainer Moritz, DIE FURCHE

Der amerikanische Autor Josh Weil hat einen epischen, sprachgewaltigen Debütroman über eine Dystopie geschrieben, die gar nicht so weit entfernt scheint. Das ist keine schnelle, einfache Lektüre - aber eine absolut lohnende."
BRIGITTE

'Das gläserne Meer' von Josh Weil ist ein großer Roman über die Macht von Träumen und Idealen sowie den Preis, den sie kosten!" BUCHAKTUELL

Ein Roman von bemerkenswerter Intensität."
Peter Burri, BASLER ZEITUNG

Punktgenau, in wundervoll poetischen Bildern hat Josh Weil in Novellen die amerikanische Seele seziert."
Ulrich Steinmetzger, HESSISCHE ALLGEMEINE


Grandios geschriebener Roman, eine klirrende Parabel über den Kapitalismus und seine Alternative."
ANNABELLE

Ein eindrucksvoller Roman."
ONE.LINE

Dem Autor gelingt ein nachdenklich machendes Buch, in dem es nur vordergründig um einen Bruderzwist geht."
SÜDKURIER

Josh Weil füllt diese Brudergeschichte mit russischen Sagen, wunderbaren Landschaftsbeschreibungen und einzigartigen Charakteren an. Ein großartiger, wortgewaltiger Roman über Verrat, Liebe und unsere Zukunft.
LITERATURKURIER

Ein großer, wundersamer Roman () Josh Weils stupende Detailkenntnis verblüfft durchgehend."
Katrin Hillgruber, STUTTGARTER ZEITUNG

Ein großer Roman über Ideale und Träume."
BIELEFELDER

Josh Weil entrollt in seinem Debütroman diese Dystopie weder als Thriller noch als Science-Fiction-Opus. Behutsam und mit langem Atem, manchmal pathetisch, immer detailscharf und mit wuchernder Wucht fand er eine von Stephan Kleiner grandios übertragene Sprache für das Fortleben des Archaischen in der russischen Seele."
Ulrich Steinmetzger, THÜRINGISCHE LANDESZEITUNG
Portrait
Josh Weil, geboren 1976, wurde 2009 von der Jury des National Book Award zu den »5 Under 35« gezählt und erhielt 2010 für seine Novellensammlung The New Valley (als Herdentiere und Das neue Tal bei DuMont erschienen) den Sue-Kaufman-Debütpreis. Er lebt mit seiner Familie in der Sierra Nevada.
www.joshweil.com
STEPHAN KLEINER, geboren 1975, lebt als freier Lektor und Übersetzer in München. Zu den von ihm übersetzten Autoren zählen T. C. Boyle, Keith Gessen, Chad Harbach, Michel Houellebecq, Marlon James, Tao Lin, Hilary Mantel, Josh Weil und Meg Wolitzer.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 672
Erscheinungsdatum 26.08.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-9797-1
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 214/148/46 mm
Gewicht 850
Originaltitel The Great Glass Sea
Abbildungen mit Illustrationen des Autors
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 88.044
Buch (gebundene Ausgabe)
24,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen


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Ein großartiger Roman - Unbedingt lesen!
von MrsAmy am 01.02.2016

Seit ihrer Geburt sind die Zwillinge Jarik und Dima unzertrennlich. Beide brauchen den anderen wie die Luft zum Atmen, und so trotzen sie den Widrigkeiten ihres jungen Lebens: Der Vater stirbt beim Eisangeln, die Mutter wird über den Verlust verrückt und so wachsen sie auf dem Bauernhof ihres Onkels... Seit ihrer Geburt sind die Zwillinge Jarik und Dima unzertrennlich. Beide brauchen den anderen wie die Luft zum Atmen, und so trotzen sie den Widrigkeiten ihres jungen Lebens: Der Vater stirbt beim Eisangeln, die Mutter wird über den Verlust verrückt und so wachsen sie auf dem Bauernhof ihres Onkels auf. Dieser wird sich Jahre später mit einer alten Pistole das Leben nehmen. Mit dem Verlust des Onkels steht irgendwann die Rückkehr in die Stadt an, doch die Brüder schwören sich, eines Tages zurückzukommen und den Bauernhof zu kaufen. Jahre später arbeiten die Brüder Seite an Seite in der Oranzeria. Sie wird auch das „Gläserne Meer“ genannt – ein überdimensionales Gewächshaus, das sich immer weiter rund um die russische Stadt Petroplawilsk ausbreitet. Die Oranzeria hat den Menschen die Nacht genommen, denn Spiegel spenden aus dem Weltraum Licht, wenn die Sonne untergegangen ist. Die Tage sind gefüllt mit Arbeit, es herrscht der reine Kapitalismus: sieben Tage Woche, Zwölfstundenschichten. Bald werden die Zwillinge zwei entgegengesetzten Schichten zugeteilt und eine unheilvolle Entwicklung nimmt seinen Lauf. Jarik, mittlerweile verheiratet und zweifacher Familienvater, wird Vorarbeiter und von der Geschäftsleitung als Hoffnungsträger für die gesamte Belegschaft auserkoren. Mit seiner Geschichte soll vermittelt werden: durch harte Arbeit kann man alles schaffen. Und während Jarik immer weiter die Karriereleiter nach oben geschoben wird, beginnt Dima sich dem System zu verweigern. Er wird kündigt, bemüht sich nicht um eine neue Arbeit und bald rezitiert er öffentlich Gedichte in einer Stadt, der jegliches Vergnügen fremd ist, und wird bald seinerseits von Organisationen, die ein anderes System herbeisehnen, missbraucht. So werden die Brüder öffentlich zu zwei entgegengesetzten Figuren und beginnen sich bald immer weiter voneinander zu entfernen. „Das gläserne Meer“ ist ein seltener, ein wertvoller Roman. Es ist der Roman einer Zukunft, die nicht allzu fremd und allzu fern erscheint. Es ist eine Welt des totalen Kapitalismus, der Mensch ist degradiert zu einem Zahnrad im Getriebe, das unaufhörlich funktionieren muss. Unliebsame Elemente werden ausgestoßen. Im „Gläsernen Meer“ drohen außerhalb der Stadt liegende, eingezäunte Viertel für jeden, der sich dem System verweigert. Dima kann nur dank einer monatlichen Zahlung seines Bruders vor diesem Schicksal bewahrt werden. Im Leben der Menschen ist kein Platz mehr für Freizeit und Vergnügen, aber auch nicht für Bildung: die Theater haben geschlossen, das Kino, ebenso die Universität. Doch überall gibt es Händler, Werbetafeln und amerikanische Cafés. Josh Well versteht es meisterhaft, diese Welt für den Leser entstehen zu lassen. Wenige Charaktere gewinnen wirklich an Schärfe, viele sind nur einzelne aus der geschichtslosen Masse an Arbeitern. Individuelle Züge tauchen vor allem bei den Verweigerern auf, denen Dima begegnet und die ihn für ihre Zwecke benutzen. Doch Dima merkt jeweils zu spät, was vor sich geht. Er ist der Träumer, der für den Gedanken lebt, irgendwann wieder auf dem alten Bauernhof des Onkels verweilen zu können. Immer tiefer taucht man in den Roman ein, will wissen, wie es mit den beiden Brüdern weitergeht. Werden sie sich wiederfinden oder auf ewig verlieren? Zu was ist das System fähig und: Was droht auch uns, wenn wir die Zeichen der Zeit missdeuten? Einen besonderen Charme erhält das über 660 Seiten starke Werk auch durch die typisch russischen märchenhaften Elemente. Oft spielen Sagengestalten aus der Kindheit der Zwillinge eine wichtige Rolle. Fazit: Unbedingt lesen!

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Russische Seele und Literatur
von einer Kundin/einem Kunden aus Nienburg am 31.10.2015

"Das gläserne Meer" von Josh Weil ist einer meiner absoluten Lieblingsromane seit längerer Zeit. Ich habe die Geschichte der beiden russischen Brüder förmlich verschlungen. Der Autor versteht es, den Leser in seinen Bann zu ziehen und in seine ganz eigene Erzählwelt zu entführen. Da ich russische Märchen und Erzählungen... "Das gläserne Meer" von Josh Weil ist einer meiner absoluten Lieblingsromane seit längerer Zeit. Ich habe die Geschichte der beiden russischen Brüder förmlich verschlungen. Der Autor versteht es, den Leser in seinen Bann zu ziehen und in seine ganz eigene Erzählwelt zu entführen. Da ich russische Märchen und Erzählungen gerne mag, passte dieses Buch wie die Faust aufs Auge zu mir. Eine tiefsinnige Geschichte über Beziehungen und das Erwachsenwerden. Das Cover finde ich absolut genial gestaltet. Ich würde sogar sagen, dass dieses Buch nun das Schönste Cover von allen Büchern hat, die ich Zuhause stehen habe, daher kam es nach dem Lesen auch auf Augenhöhe ins Wohnzimmerregal ;) Die Charaktere sind, soweit es die Geschichte will, authentisch und liebevoll dargestellt. Man kann sich in sie hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen bzw. ihr Handeln nachempfinden. Sehr gelungener Roman, ich bin gespannt, was uns Josh Weil in Zukunft bringen wird. Volle Sterne von mir!

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Das gläserne Meer
von Jarmila Kesseler aus Mannheim am 08.10.2015

Leseeindruck: Mit "Das Gläserne Meer" hat der Autor Josh Weil einen faszinierenden Roman geschrieben,der alleine schon durch das be - und verzaubernde Cover zu einem Erlebnis wird. Das Porträt der beiden Zwillinge Dimitri und Jaroslaw deren Herzen wie eins schlagen, entführt uns in eine Welt wie sie sonst nur in Märchen... Leseeindruck: Mit "Das Gläserne Meer" hat der Autor Josh Weil einen faszinierenden Roman geschrieben,der alleine schon durch das be - und verzaubernde Cover zu einem Erlebnis wird. Das Porträt der beiden Zwillinge Dimitri und Jaroslaw deren Herzen wie eins schlagen, entführt uns in eine Welt wie sie sonst nur in Märchen zu erleben ist. Nach dem Tod des Vaters wachsen sie auf dem Bauerhof ihres Onkels auf. Jahre später arbeiten sie in der Organzeria, ein gigantischen Gewächshaus, welches sogar in der Nacht mit Sonnenlicht versorgt wird, dank schwebender Spiegeln, die im Weltall beleuchtet werden und so rund um die Uhr auf die Erde werfen. Obwohl beide eng miteinander verbunden sind, haben sie unterschiedliche Vorstellungen vom Familienglück und -leben. Diese unterschiedliche Leben werden in diesem Roman von uns Lesern nachverfolgt und immer tiefer tauchen wir in diese fesselnden Leben ein, von der die beiden kaum ahnen, dass sie nur Figuren in einem Spielaus Verschwörungen und Täuschungen sind? Der Roman mit 669 Seiten ist kein einfach zu lesender. Zum einen, da er eben sehr umfangreich ist, zum anderen ist die Sprache oftmals sehr diffizil, so dass ich den ein oder anderen Satz mehrmals lesen musste, um ihn zu verstehen. Dennoch hat mich dieser Roman völlig in seinen Bann gezogen und begeistert. Sehr hilfreich auch das eingebundene Textillesezeichen, das einem das Wiederfinden der Seiten erleichtert. Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne, da ich mich bestens unterhalten gefühlt habe.

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Das gläserne Meer
von einer Kundin/einem Kunden aus Mannheim am 08.10.2015

Mit "Das Gläserne Meer" hat der Autor Josh Weil einen faszinierenden Roman geschrieben,der alleine schon durch das be - und verzaubernde Cover zu einem Erlebnis wird. Das Porträt der beiden Zwillinge Dimitri und Jaroslaw deren Herzen wie eins schlagen, entführt uns in eine Welt wie sie sonst nur in Märchen... Mit "Das Gläserne Meer" hat der Autor Josh Weil einen faszinierenden Roman geschrieben,der alleine schon durch das be - und verzaubernde Cover zu einem Erlebnis wird. Das Porträt der beiden Zwillinge Dimitri und Jaroslaw deren Herzen wie eins schlagen, entführt uns in eine Welt wie sie sonst nur in Märchen zu erleben ist. Nach dem Tod des Vaters wachsen sie auf dem Bauerhof ihres Onkels auf. Jahre später arbeiten sie in der Organzeria, ein gigantischen Gewächshaus, welches sogar in der Nacht mit Sonnenlicht versorgt wird, dank schwebender Spiegeln, die im Weltall beleuchtet werden und so rund um die Uhr auf die Erde werfen. Obwohl beide eng miteinander verbunden sind, haben sie unterschiedliche Vorstellungen vom Familienglück und -leben. Diese unterschiedliche Leben werden in diesem Roman von uns Lesern nachverfolgt und immer tiefer tauchen wir in diese fesselnden Leben ein, von der die beiden kaum ahnen, dass sie nur Figuren in einem Spielaus Verschwörungen und Täuschungen sind? Der Roman mit 669 Seiten ist kein einfach zu lesender. Zum einen, da er eben sehr umfangreich ist, zum anderen ist die Sprache oftmals sehr diffizil, so dass ich den ein oder anderen Satz mehrmals lesen musste, um ihn zu verstehen. Dennoch hat mich dieser Roman völlig in seinen Bann gezogen und begeistert. Sehr hilfreich auch das eingebundene Textillesezeichen, das einem das Wiederfinden der Seiten erleichtert. Sehr gerne vergebe ich 5 Sterne, da ich mich bestens unterhalten gefühlt habe.

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Josh Weil gehört zu den besten Schriftstellern seiner Generation!
von Inge Weis am 26.08.2015

Die Zwillinge Jarik und Dima sind durch ein unsichtbares Band verbunden. Doch die Herausforderungen des Lebens drohen es zu zerschneiden. Nach dem Tod des Vaters und dem unbeschwerten Aufwachsen auf dem Bauerhof ihres Onkels, arbeiten sie in der Organzeria, einem gigantischen Gewächshaus, das sich hektarweit um die Stadt Petroplawilsk... Die Zwillinge Jarik und Dima sind durch ein unsichtbares Band verbunden. Doch die Herausforderungen des Lebens drohen es zu zerschneiden. Nach dem Tod des Vaters und dem unbeschwerten Aufwachsen auf dem Bauerhof ihres Onkels, arbeiten sie in der Organzeria, einem gigantischen Gewächshaus, das sich hektarweit um die Stadt Petroplawilsk erstreckt, und von im Weltall schwebenden Spiegeln beleuchtet wird, die das Sonnenlicht rund um die Uhr auf die Erde werfen, um einen künstlichen geschaffenen ewigen Tag zu erzeugen, der die Produktivität verdoppeln soll. Die Arbeit ist schon bald das Einzige was sie verbindet, denn Jarik der robustere ist verheiratet und Vater zweier Kinder, und Dima der realitätsferne Träumer, der allein noch bei der Mutter lebt schmiedet Pläne für eine gemeinsame Zukunft der Brüder. Sein größter Wunsch ist es, mit Jarik zusammen den Hof ihrer Kindheit zu bewirtschaften. Aber eine Begegnung mit dem Besitzer der Organzeria, einem despotischen Oligarchen, verändert alles. Während Dima sich ambitionslos treiben lässt, wird Jarik immer weiter befördert, bis die Unzertrennlichen schließlich zu Aushängeschildern widerstreidender Ideologien werden. Doch in Wahrheit sind sie nur Figuren in einem Spiel der Verschwörungen und Täuschungen, das nicht nur die Leben ihrer Angehörigen, sondern auch ihre Liebe zueinander zu zerstören droht. Eine bewegende und fesselnde Reise zu den dunklen Geheimnissen einer Kindheit, die aus einem unzertrennlichen Ganzen zwei Brüder machte, die einander wie Fremde erscheinen. "Das gläserne Meer" ist das Portrait zweier Brüder, deren Herzen wie eines schlagen, und der kühne Entwurf einer alternativen, doch allzu realistischen Gegenwart. In diesem epischen großen Roman, der den Geist russischer Märchen atmet, erzählt Josh Weil von der Macht unserer Träume und Ideale - dem Preis den sie uns kosten. Einfach total schön!!!! Ein fesselnder, ergreifend schöner Debütroman, wunderbar gefärbt von der mysteriösen russischen Seele, durch und durch faszinierend - erfindungsreich, leidenschaftlich, visionär und von großer Tragweite. Von den Zeugnissen der russischen Volkspoesie geht seit jeher der Reiz des Geheimnisvollen aus. Man sollte sich auf einiges einstellen, sowohl melanchonisch als auch aufwirbelnd, manchmal ein bisschen unheimlich - eine tolle - für mich neue - Art von Lektüre, nicht alltäglich! Echt klasse! Super empfehlenswert!!!

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Josh Weil gehört zu den besten Schriftstellern seiner Generation!
von Inge Weis aus Pirmasens am 26.08.2015

Die Zwillinge Jarik und Dima sind durch ein unsichtbares Band verbunden. Doch die Herausforderungen des Lebens drohen es zu zerschneiden. Nach dem Tod des Vaters und dem unbeschwerten Aufwachsen auf dem Bauerhof ihres Onkels, arbeiten sie in der Organzeria, einem gigantischen Gewächshaus, das sich hektarweit um die Stadt Petroplawilsk... Die Zwillinge Jarik und Dima sind durch ein unsichtbares Band verbunden. Doch die Herausforderungen des Lebens drohen es zu zerschneiden. Nach dem Tod des Vaters und dem unbeschwerten Aufwachsen auf dem Bauerhof ihres Onkels, arbeiten sie in der Organzeria, einem gigantischen Gewächshaus, das sich hektarweit um die Stadt Petroplawilsk erstreckt, und von im Weltall schwebenden Spiegeln beleuchtet wird, die das Sonnenlicht rund um die Uhr auf die Erde werfen, um einen künstlichen geschaffenen ewigen Tag zu erzeugen, der die Produktivität verdoppeln soll. Die Arbeit ist schon bald das Einzige was sie verbindet, denn Jarik der robustere ist verheiratet und Vater zweier Kinder, und Dima der realitätsferne Träumer, der allein noch bei der Mutter lebt schmiedet Pläne für eine gemeinsame Zukunft der Brüder. Sein größter Wunsch ist es, mit Jarik zusammen den Hof ihrer Kindheit zu bewirtschaften. Aber eine Begegnung mit dem Besitzer der Organzeria, einem despotischen Oligarchen, verändert alles. Während Dima sich ambitionslos treiben lässt, wird Jarik immer weiter befördert, bis die Unzertrennlichen schließlich zu Aushängeschildern widerstreidender Ideologien werden. Doch in Wahrheit sind sie nur Figuren in einem Spiel der Verschwörungen und Täuschungen, das nicht nur die Leben ihrer Angehörigen, sondern auch ihre Liebe zueinander zu zerstören droht. Eine bewegende und fesselnde Reise zu den dunklen Geheimnissen einer Kindheit, die aus einem unzertrennlichen Ganzen zwei Brüder machte, die einander wie Fremde erscheinen. "Das gläserne Meer" ist das Portrait zweier Brüder, deren Herzen wie eines schlagen, und der kühne Entwurf einer alternativen, doch allzu realistischen Gegenwart. In diesem epischen großen Roman, der den Geist russischer Märchen atmet, erzählt Josh Weil von der Macht unserer Träume und Ideale - dem Preis den sie uns kosten. Einfach total schön!!!! Ein fesselnder, ergreifend schöner Debütroman, wunderbar gefärbt von der mysteriösen russischen Seele, durch und durch faszinierend - erfindungsreich, leidenschaftlich, visionär und von großer Tragweite. Von den Zeugnissen der russischen Volkspoesie geht seit jeher der Reiz des Geheimnisvollen aus. Man sollte sich auf einiges einstellen, sowohl melanchonisch als auch aufwirbelnd, manchmal ein bisschen unheimlich - eine tolle - für mich neue - Art von Lektüre, nicht alltäglich! Echt klasse! Super empfehlenswert!!!

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Das gläserne Meer
von einer Kundin/einem Kunden aus Schweighofen am 23.08.2015

Ein Spiegel der als überdimensionales Treibhaus dient und das Sonnenlicht auch bei Nach auf die Felder der russischen Einöde scheinen lässt, verändert das Leben der Menschen, Tiere und Pflanzen radikal. Die beiden Zwillingsbrüder, die bisher unzertrennllich waren, entwickeln plötzlich unterschiedliche Lebensentwürfe und entfremden sich immer mehr. Ein Roman über... Ein Spiegel der als überdimensionales Treibhaus dient und das Sonnenlicht auch bei Nach auf die Felder der russischen Einöde scheinen lässt, verändert das Leben der Menschen, Tiere und Pflanzen radikal. Die beiden Zwillingsbrüder, die bisher unzertrennllich waren, entwickeln plötzlich unterschiedliche Lebensentwürfe und entfremden sich immer mehr. Ein Roman über ein politisches System, durchsetzt mit religiösen Motiven und Aspielungen auf verschiedene russische Märchen. Tiefsinnig und poetisch

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Das gläserne Meer
von Herbert Mangl aus Wien am 22.01.2016

Das gläserne Meer erzählt die Geschichte der Zwillinge Jarik und Dima, die ihr Leben lang eng verbunden sind. Obwohl beide ihr Leben völlig unterschiedlich gestalten – Jarik gründet eine eigene Familie, Dima bleibt alleine und lebt weiterhin bei der Mutter, halten sie immer engen Kontakt, nicht zuletzt durch die... Das gläserne Meer erzählt die Geschichte der Zwillinge Jarik und Dima, die ihr Leben lang eng verbunden sind. Obwohl beide ihr Leben völlig unterschiedlich gestalten – Jarik gründet eine eigene Familie, Dima bleibt alleine und lebt weiterhin bei der Mutter, halten sie immer engen Kontakt, nicht zuletzt durch die Arbeit in der Oranzeria. Auch hier gehen beide verschiedene Wege, aber ihre persönliche Bindung leidet niemals darunter. Es ist dies ein großes und wortreiches Epos, ganz im Stil der alten russischen Dichter, was umso bemerkenswerter ist, als es von einem Amerikaner geschrieben ist. Es ist keine leichte Lektüre für nebenbei, sondern es bedarf schon etwas Zeit und Muße, um dieses doch recht umfangreiche Werk zu bewältigen. Wenn man sich aber erst mal eingelesen hat, ist es ein Vergnügen, soferne man ein Fan von Lebensgeschíchten ist, die ja meist keine Knallefekte beinhalten. Hervorzuheben sind schöne, ausführliche Wortbilder und eine aussergewöhnliche Sprache. Kein alltägliches Werk. Nicht unerwähnt bleiben sollte das ausnehmend liebevoll gestaltete Cover, das sinngemäß gut zu dieser opulenten Erzählung passt.

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Oranzeria oder das gläserne Meer
von claudi-1963 aus Schwaben am 13.11.2015

Die Zwillinge Dima und Jarik wachsen nach dem Tod des Vaters und dem Zusammenbruch der Mutter wohlbehütet auf dem Bauernhof des Onkels auf. Mit den Geschichten von märchenhaften Gestalten des Onkels werden sie groß und unter ihen entwickelt sich eine Zugehörigkeit zueinander. Doch eines Tages verliebt sich Jarik, heiratet und bekommt... Die Zwillinge Dima und Jarik wachsen nach dem Tod des Vaters und dem Zusammenbruch der Mutter wohlbehütet auf dem Bauernhof des Onkels auf. Mit den Geschichten von märchenhaften Gestalten des Onkels werden sie groß und unter ihen entwickelt sich eine Zugehörigkeit zueinander. Doch eines Tages verliebt sich Jarik, heiratet und bekommt 2 Kinder, damit er seine Familie ernähren kann arbeitet er unter einem Oligarchen in Oranzeria dem größten Gewächshaus der Welt und droht immer mehr Fläche des Landes einzunehmen. Durch Raumspiegeln oben im Orbit beleuchtet, umgarnt es die Bewohner von Petroplavilsk in ständigem Tageslicht und konstanter Produktivität Anfänglich arbeiten auch beide Brüder noch zusammen, werden jedoch irgendwann voneinander getrennt. Jarik in der Frühschicht wo er auch noch Tageslicht sieht und Dima der immer mehr erblasst in der Nachtschicht. Durch die Veränderung die Oranzeria bringt müssen andere Samen und Getreide angebaut werden, die Tierwelt kommt durcheinander. Auch Dima fühlt sich immer unwohler in seiner Lage und träumt davon den Bauernhof des Onkels wieder zurückzukaufen und wieder das Leben davor zu leben. Doch dies kann er nur mit Jariks Hilfe und dieser scheint von der Idee nicht so begeistert zu sein, will er doch lieber Karriere machen und Vorarbeiter werden. Und so passiert es das die Brüder sich immer mehr auseinanderleben. Dima der Träumer in das einfache Leben gerade so am Existenzminimum und Jarik klettert die Erfolgsleiter immer weiter nach oben. Sie werden immer mehr zu Schachfiguren die unterschiedliche Ideale und Ideologien bekommen die sogar ihre Brüderband zerstören will. Meine Meinung: Am Anfang bin ich etwas erschrocken als ich mit der Post dieses dicke Buch bekommen habe. Aufgemacht ist es mit einem wunderschönen bis ins Detail tollen bearbeiteten Cover. Und ich bin überrascht das ein am. Schriftsteller so eine Liebe zu Russland,den Menschen und dem System entwickeln konnte das er sogar einen dicken Roman bzw. Märchen schreibt. Hier spiegelt sich russische Kultur,Sprache,Liebe und Politik wieder, ich war etwas enttäuscht das der Autor keinen Anhang mit der Übersetzung bestimmter Worte angefügt hatte. Der Autor hat eine große Liebe zur Natur die sich auch in diesem Roman wiederspiegelt Die mit dem Zauber russischer Märchen angereicherte, hochpoetische Mischung aus Märchen, Science Fiction und Gesellschaftskritik ist keine leichte Kost, es fordert einen schon heraus. Und wenn man sich an den Schreibstil gewöhnt hat dann wird es auch immer einfacher in das Buch einzutauchen.

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Rusische Märchen und eine beängstigende Zukunft
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankenberg am 26.09.2015

Dima und Jarik wachsen in ganz einfachen Verhältnissen Russlands auf. Gemeinsam erleben sie viele Abenteuer und stehen so einiges gemeinsam durch. Beispielsweise den Tot ihres Vaters und die mit sich bringende Trostlosigkeit ihrer Mutter, die daraufhin Hilfe benötigt, aus ihrer Starre zu erwachen. Doch auch dies schaffen die beiden... Dima und Jarik wachsen in ganz einfachen Verhältnissen Russlands auf. Gemeinsam erleben sie viele Abenteuer und stehen so einiges gemeinsam durch. Beispielsweise den Tot ihres Vaters und die mit sich bringende Trostlosigkeit ihrer Mutter, die daraufhin Hilfe benötigt, aus ihrer Starre zu erwachen. Doch auch dies schaffen die beiden zusammen. Weiter aufgewachsen bei ihrem Onkel, der ihnen ständig Geschichten von fremden Gestalten erzählt, werden sie erwachsen und haben ein sehr starkes Band zwischen einander. Bis sich Jarik eines Tages verliebt und die Verbindung schwächer wird. Noch aber arbeiten sie täglich zusammen. In der Stadt, in der sie nun wohnen: Petroplawilsk. In der dortigen Oranzeria, ein riesiges Meer aus Glas, welches nach und nach alle alten Dörfer verschlingt. Mittlerweile gibt es die Spiegel im Weltall, die keine Nacht über Petroplawilsk zulassen, denn wird es Nacht erleuchten sie die Stadt. Mensch und Tier und die Natur musste sich anpassen, neue Samen mussten entdeckt werden, weil die alten die ständige Sonne nicht verkrafteten. Die Tiere verlieren ihr natürliches Gleichgewicht, der Bär weiß nicht wann Winter ist und er sich seinen Speck anfressen soll, die Polarfüchse verlieren ihr weißes Fell. Auch die Natur geht ein, die Bäume sind auf den plötzlichen Winter nicht eingestellt, wo doch 24 Stunden die Sonne scheint. Schuld daran ein größenwahnsinniger Millionär, den alle die Bärin nennen. Seine Vision, die Oranzeria trifft nicht bei allen auf Verständnis. Für den Großteil der Bevölkerung ist sie zum Arbeitgeber geworden. Viele neue Produkte/ Bedürfnisse wurden geschaffen, damit die Menschen sie haben wollen und dafür auch bereit sind noch länger zu arbeiten. Wie auch Dima und Jarik, doch haben die beiden das Ziel zu sparen und den Hof des Onkels zurück zu kaufen, ein einfaches Leben zu führen, raus aus der Stadt und der ständigen Bestrahlung der Spiegel. Doch wollen diesen Traum auch beide gleichermaßen? Langsam scheinen sich die Wege zu trennen, Jarik macht Karriere und Dima rutscht ab, will nicht mehr für die Oranzeria arbeiten und löst damit einigen Ärger aus, den er so nicht kommen sieht und auch nicht wirklich versteht. So sehr sich die Brüder vom äußerlichen her auch ähneln, so gegensätzlich reagieren sie auf die neuen Umstände. Wird ihr Band diese ganzen Veränderungen überstehen? Ich bin ganz verliebt in das Buchcover, denn es spiegelt in seinem Design und Farbe die Stimmung des Buches voll wieder. Man bekommt das was es ausstrahlt, einen Hauch russischer Märchen, die sovieles Versprechen und dahinter doch die kalte Realität, die so beängstigend ist, da sie gar nicht so undenkbar ist, bedenkt man unseren Fortschritt und wo dieser uns womöglich mal hin führt. Dima und Jarik, die Zwillingsbrüder, sind unzertrennlich. Alles meistern sie zusammen, und man ist bei ihren Schicksalsschlägen auch froh, das sie einander solch einen Halt geben und weiter voran streben. Die Zeiten haben sich gewandelt und die Idylle ihrer Kindheit ist in der Stadt dahin. Jarik hat nun eine Familie zu ernähren, Dima kümmert sich um die gemeinsame Mutter. Auf der Arbeit in der Oranzeria sind sie unzertrennlich, bis sie vom Chef auseinander gesetzt werden. Durch die unterschiedlichen Schichten sehen sie sich kaum noch. Dima hofft auf Erlösung, wenn sie beide ihren Anteil am Geld für den Hof des Onkels gespart haben und endlich der Oranzeria und Petroplawilsk den rücken kehren können. Er ist ein Täumer und Familienmensch, sieht nur das Gute, will an das Gute glauben und ihr gemeinsames Ziel. Er erinnert sich gern an die gemeinsame Kindheit, all die Märchen an denen er uns teilhaben lässt. Doch Jarik denkt nicht mehr sooft daran wie sein Bruder. Kann sich ein Leben auf dem Hof mit seiner Frau und den Kinder nicht mehr vorstellen, aber traut es sich nicht seinem Bruder zu sagen. Jarik wird befördert und so weiter weg von seinem Bruder und ihrer gemeinsamen Verbindung entfernt. Während er um Aushängeschild für die Aufstiegsmöglichkeiten der Arbeiter manipuliert wird sträubt sich Dima gegen das System und hört einfach auf zu arbeiten. Was braucht er all den Luxus, man kann auch einfach leben. Diese, viel zu unterschiedlichen Ansichten, treiben einen Keil zwischen die Brüder. Jarik entfernt sich immer mehr von Dima, mit dem man richtig mit leidet, schließlich liebt er seinen Bruder und dessen Familie über alles und darf ihn auf einmal nicht mehr besuchen. Durch seine Ansichten stichelt er unbewusst andere an, was die Arbeit für seinen Bruder und den Druck, dem er ausgesetzt ist, nicht einfacher macht und alles nur noch verkompliziert. Ob sie am Ende wieder zueinander finden und der Traum vom Hof des Onkels in Erfüllung geht müsst ihr selbst lesen! Ein sehr bewegendes und wachrüttelntes Buch, welches drastisch darstellt, wie unterschiedlich die Menschen auf den Fortschritt, die gesellschaftlichen Erwartungen reagieren und welch Ausmaße es annehmen kann. Ich war gebannt und verzaubert vom Schreibstil, der einen tief in Russlands Seele eintauchen lässt.

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Dystopie oder modernes Märchen
von einer Kundin/einem Kunden am 27.08.2015

Die Zwillinge Jarik und Dima wachsen nach dem Tod des Vaters und der Krankheit ihrer Mutter auf dem Bauernhof ihres Onkels auf . Später arbeiten Jarik und Dima in einem sehr großen Gewächshaus , der Oranzeria . Am Anfang sind sie unzertrennlich . Erst nach der Heirat von... Die Zwillinge Jarik und Dima wachsen nach dem Tod des Vaters und der Krankheit ihrer Mutter auf dem Bauernhof ihres Onkels auf . Später arbeiten Jarik und Dima in einem sehr großen Gewächshaus , der Oranzeria . Am Anfang sind sie unzertrennlich . Erst nach der Heirat von Jarik und nachdem Jarik vom Leiter der Oranzeria gefördert wird und Dima diese Arbeit aufgibt ändert sich das . Nach dem 1. Satz dachte ich : Oje , denn der war sogar mir zu lang . Der Autor verwendet zwar sehr viele lange Sätze , aber das war dann doch der längste . Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen . Das Buch war nicht immer leicht zu Lesen und ich musste einige Male zurücklesen und mich in die Handlung und was sich der Autor ausgedacht hat hineindenken . Von daher ist mein "nicht immer leicht zu Lesen " nicht als Kritik zusehen , denn der Autor hat sich da doch einiges einfallen lassen und die Mischung aus modernem Märchen und Science Fiction ist normalerweise gar nicht mein Genre . Ich denke ,alle die sich das Buch kaufen wollen sollten sich sehr gut eine Leseprobe durchlesen , gerade wegen dem Schreibstil und dem Genre . Das ist meiner Meinung nach ein Buch das einen als Leser fordert , aber auch viel zurückgibt . Ich wurde mit dem Buch sehr gut unterhalten und werde mit Sicherheit noch Bücher von dem Autor lesen . Einer der wenigen Kritikpunkte : Das Buch hätte die ein oder andere Seite weniger haben können .

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Und sie trennte ein Meer aus Glas...
von Die Art der Ida Gratias am 21.08.2015

Der märchenhafte Erstling “Das gläserne Meer” von Josh Weil handelt von einer ungewöhnlich tiefen Bruderliebe, die Dimitri Llovich Zhuvov genannt Dima für seinen Zwillingsbruder Yaroslav Llovich Zhuvov, genannt Yarik empfindet. Die beiden wachsen als Kinder auf einer Kolchose bei ihrem Onkel Avya auf, ein Ivan Durak gleicher, den großen... Der märchenhafte Erstling “Das gläserne Meer” von Josh Weil handelt von einer ungewöhnlich tiefen Bruderliebe, die Dimitri Llovich Zhuvov genannt Dima für seinen Zwillingsbruder Yaroslav Llovich Zhuvov, genannt Yarik empfindet. Die beiden wachsen als Kinder auf einer Kolchose bei ihrem Onkel Avya auf, ein Ivan Durak gleicher, den großen russischen Dichter Puschkin zitierender, Holzpfeife rauchender Bauer. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion leben sie in der fiktiven Industriestadt Petroplavilsk. Die beiden Brüder arbeiten beide in einem riesigen Gewächshaus, der “Oranzheria”, des Oligarchen Boris Ramanovich Bazarov. Dieser investiert in das Projekt der “Zerkala”, eine Art riesige, geostationäre, satellitengleiche Spiegel, durch die es möglich ist, die ursprünglich tageslichtarme Landwirtschaft mit 24 stündigen Sonnenlicht zu fluten. Die Produktivität seines Unternehmens wird dadurch enorm erhöht, so dass die Ausbringungsmenge im Zweischichtsystem von je 12 Stunden Schichten rund um die Uhr geerntet werden kann. Dies ist ein enormer Wettbewerbsvorteil für die Region. Zusätzlich kann damit Energie eingespart werden und der lang anhaltende Winterblues der Bevölkerung hat auch keine Chance mehr. Das alles führt zur Freude von Bazarov zu einer nie da gewesenen Gewinnmaximierung. Nun, in ihren 30ern, ist Yaris glücklich verheiratet und Vater zweier Kinder, zupackend, mit beiden Beinen auf dem Boden, ganz im Hier und Jetzt. Dima, der Träumer, der Idealist mit dem Kopf in den Wolken, hingegen lebt sorglos mit einem gezähmten, goldenen Hahn und seiner geistig verwirrten Mutter, deren sysyphusgleiches Tageswerk im Zunähen der Kleidung beider besteht, die er alsbald wieder auftrennt, zusammen. Trotz der charakterlichen Unterschiede verbindet beide auch im Erwachsenenalter noch eine besondere Innigkeit, doch haben die Umstände, hat das Leben, zu einer merklichen Verschiebung der emotionalen Prioritäten zu Ungunsten Dimas geführt und er spürt diesen Verlust, gegen den er sich nicht wehren kann. Als Yarik unbeabsichtigt das Interesse des mächtigen Oligarchen weckt, dieses als Chance nutzt, um sich und seine Ideen darzustellen, wird er von diesem gefördert, aber immer stärker auch vereinnahmt als Vorzeigearbeiter des neuen Systems, wird zu dessen Gesicht. Dadurch wird der Graben zwischen ihm und Dima noch größer. Der jüngere kündigt, um als Puschkin zitierender Busfahrer sein Geld zu verdienen. Er schließ sich schließlich einer anarchistischen Gruppe an, die gegen die ausbeuterische Nutzung des Sonnenlichts durch den Zerkala vorgeht. Dabei lernt er Vika kennen, die versucht ihn zu verführen, während er aus dem 1820 geschriebenen märchenhaften Puschkingedicht “Ruslan und Ludmilla” zitiert. Nun ist es keine durch ein aufeinander Zugehen zu überwindende Grenzlinie mehr, die Brüder kämpfen nun nicht mehr nur nicht beide für die selbe Idee, sondern sie haben sich für zwei sich ausschließende Ideologien entschieden. Es gibt nur noch ein deine oder meine; Zerkalal oder ihre Bruderliebe. Welcher Preis ist zu hoch? Und wer ist bereit ihn zu zahlen? “In ihm spiegeln sich die russische Natur, die russische Seele, die russische Sprache, der russische Charakter in solcher Klarheit, in solcher reinen Schönheit, wie sich eine Landschaft in der gewölbten Fläche eines optischen Glases spiegelt.” sagte der russischer Schriftsteller Nikolai Gogol einst über Turgenevs Werk, man erkennt Teile davon aber auch in “Das gläserne Meer”. Es sind überhaupt die prachtvollen Bilder und faszinierenden Verrücktheiten, die dem Buch seinen Märchencharakter geben. Hinzukommen all die wunderbaren Reminiszenzen, das Verbeugen vor der russischen Kultur. Zitate russischer Nationalhelden wie Alexander Sergejewitsch Puschkin, der sich für die Ideale der französischen Revolution begeistern konnte und dessen Spottlieder auf den Zaren ihn in die Verbannung führten. Oder die Adaption des Namens des Turgenjev Helden Boris Ramanovich Bazarov aus “Vater und Söhne”, für den in der Mitte des 19. Jahrhundert das Wort Nihilist geschaffen wurde und der als Vertreter der alten, reformunwilligen Generation im Konflikt mit der idealistischen Jugend steht. Auch der goldfarbene Hahn Dimas könnte nach dem letzten Puschkin Märchen “Der goldene Hahn” benannt sein. So viel russische Seele und doch versucht Weil hier nicht das reale Russland darzustellen . Weil gelingt es das alles zerstörende, rücksichtslose Bild des Kapitalismus zu malen und das mit einer Poetik, die dem Märchen von den mit einer Silberschicht überzogenen Glasscheiben und ihrer Diktatur von Effizienz, Produktivität und Marktinteresse, die keine ausschließlich russische ist, eine besondere Schönheit verleiht.

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Das gläserne Meer
von einer Kundin/einem Kunden aus Mengen am 05.06.2016

Das Cover des Buches wirkt erst einmal sehr ansprechend. Ein idyllischer Ort in Rottönen gehalten, wirkt insgesamt stimmig und harmonisch. Nach der Leseprobe habe ich mich regelrecht auf das Buch gefreut. Ich wollte unbedingt mehr über die Zwillinge Jarik... Das Cover des Buches wirkt erst einmal sehr ansprechend. Ein idyllischer Ort in Rottönen gehalten, wirkt insgesamt stimmig und harmonisch. Nach der Leseprobe habe ich mich regelrecht auf das Buch gefreut. Ich wollte unbedingt mehr über die Zwillinge Jarik und Dima erfahren. Der Schreibstil erweist sich teilweise sehr schwierig und langatmig. Es gibt oft sehr lange, verschachtelte Sätze, die teilweise über eine halbe Seite des Buches gehen. Die Personen Jarik und Dima finde ich sehr interessant. Auch der Beginn, als ihre Arbeit in der Orangerie, einer Stadt, die künstlich hergestellt wird, in der es immer Tag ist und es keine Nacht ist, war sehr einschlussreich. Die Szene mit dem Hahn finde ich etwas übertrieben und zu langatmig ausgearbeitet. Insgesamt ist das wahrscheinlich eher ein Buch für Leute, die sich für die Politik und die Geschichte Russlands interessieren. Als reines Unterhaltungsbuch finde ich es nicht unbedingt zu empfehlen. Ich hatte immer wieder Schwierigkeiten beim Buch zu bleiben und es weiter zu lesen. Da es insgesamt alles sehr langatmig beschrieben war. Mir persönlich fehlte es an Spannung und Dynamik im Buch, so dass ich letztendlich froh war, als ich den dicken Schmöker endlich beendet hatte. Mich konnte das Buch leider nicht überzeugen.

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Das gläserne Meer
von einer Kundin/einem Kunden aus Lemwerder am 03.09.2015

Von dem Autor Josh Weil habe ich bis jetzt noch nichts gehört. Das Cover sieht mit seiner Farbgestaltung wunderschön aus. Man kann die russische Seele erahnen. Die Rezension dieses Romans fällt mir schwer, die Sprache ist etwas schwerfällig und es gibt Längen, da kann ich ihn nicht flüssig lesen. Im Anfang liest... Von dem Autor Josh Weil habe ich bis jetzt noch nichts gehört. Das Cover sieht mit seiner Farbgestaltung wunderschön aus. Man kann die russische Seele erahnen. Die Rezension dieses Romans fällt mir schwer, die Sprache ist etwas schwerfällig und es gibt Längen, da kann ich ihn nicht flüssig lesen. Im Anfang liest sich der Roman zeitweise wie ein russisches Märchen. Zwillinge haben ja immer ein besonderes Verhältnis miteinander. Jarik ist der Forschere hat eine Familie und einen Job. Dima ist ein Träumer und lebt mit seiner Mutter zusammen und träumt davon den Bauernhof seiner Familie zurückzukaufen. Lange sind die beiden Brüder ein Herz und eine Seele. Sie arbeiten beide in der Oranzeria, einem gigantischen Gewächshaus. Dann wird der Chef auf Jarik aufmerksam und fördert ihn, aber er ist irgendwie zwielichtig. Mit dem kann ich überhaupt nicht warm werden. Die Brüder werden in verschiedene Richtungen getrieben. Am Ende gibt es ein wieder zueinander Finden. Der Autor schreibt im Nachwort, das er in einem Austausch in Russland war und da zu dieser Geschichte inspierirt wurde. Aber eigentlich kann der Roman überall spielen. Vielleicht habe ich diesen Roman zur falschen Zeit gelesen, im Moment konnte er mich nicht erreichen. Schade.

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Roman mit deutlichen Längen
von einer Kundin/einem Kunden aus Brachbach am 26.08.2015

Sie sind unzertrennlich, die Zwillinge Dima und Jarik. Nach dem Tod des Vaters wachsen sie auf dem Hof des Onkels auf, erleben gemeinsam die erwachende Abenteuerlust und tauchen ein in die fantastische Welt der russischen Märchen und Mythen. Auch als Erwachsene bleiben sie eng miteinander verbunden, arbeiten sie doch... Sie sind unzertrennlich, die Zwillinge Dima und Jarik. Nach dem Tod des Vaters wachsen sie auf dem Hof des Onkels auf, erleben gemeinsam die erwachende Abenteuerlust und tauchen ein in die fantastische Welt der russischen Märchen und Mythen. Auch als Erwachsene bleiben sie eng miteinander verbunden, arbeiten sie doch beide in der Oranzeria, Gewächshäuser gigantischen Ausmaßes, die selbst des Nachts mit Hilfe von Spiegeln im Weltall sonnenbeschienen sind und so ihre Produktivität erhöhen. Die Lebensentwürfe der Brüder differieren aber: Während der Realist Jarik in einer Familie mit Frau und zwei Kindern lebt, teilt der Träumer Dima Leben und Wohnung mit seiner Mutter. Er kann nicht verstehen, dass Kind, Frau, Geliebte „einen am Ende glücklicher machen sollte, als man am Anfang gewesen ist.“ Er träumt davon, eines Tages mit seinem Bruder gemeinsam den Hof ihrer Kindheit zu bewohnen. Jarik macht unterdessen Karriere, passt sich den Gegebenheiten an, denen Dima nichts abgewinnen kann. Die enge innere Verbundenheit und die äußere Entfremdung begleitet Josh Weil mit großer Empathie und seinen profunden Kenntnissen russischer Lebensweise, Mentalität und Kultur. Doch darin liegt zugleich die Crux: Trotz des ausgezeichneten Erzählstils gibt es einfach zu viele Längen im Roman. Man gewinnt den Eindruck, als wolle der Autor all sein detailliertes Wissen unbedingt in der Handlung unterbringen. Das aber hemmt den Handlungsfortgang und lässt den Leser nicht selten in Langeweile und Langatmigkeit verharren. Ich mag durchaus anspruchsvolle Romane, durch die man sich „beißen“ muss. Hier aber stellte sich allzu oft die Versuchung ein, nicht mehr weiterlesen zu wollen. Dass ich dennoch bis zum Ende durchgehalten habe, ist einfach dem wunderbaren Sprachstil geschuldet. Kurz: Eine deutliche Straffung hätte der Geschichte gut getan, ebenso ein Glossar, das Auskunft gibt über die Bedeutung russischer Begriffe, die sich nicht unbedingt aus dem Zusammenhang erschließen lassen.

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