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Das Handwerk des Teufels

Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi-Preis, Kategorie International 2013 (3. Platz)

(11)

Zwei Lebensfluchten kollidieren, eine auf dem Weg in die Verdammnis, die andere aus ihr heraus. Der junge Arvin wächst in den fünfziger Jahren im heruntergekommenen Niemandsland des Mittleren Westens auf. Hier hat sich der amerikanische Traum in einen fiebrigen Albtraum verwandelt, der bevölkert wird von psychopathischen Verbrechern, korrupten Sheriffs und religiösen Fanatikern. Arvin ringt um einen Ausweg aus dieser Welt. Doch als seine Freundin vom Ortsprediger missbraucht wird und sich daraufhin erhängt, nimmt auch er das Gesetz in die eigene Hand. Zur gleichen Zeit, nur wenige Meilen entfernt, brechen die beiden Serienkiller Carl und Sandy zur Jagd auf. Sie locken arglose Tramper in ihren Wagen, um sie dort auf brutale Art und Weise umzubringen. Irgendwo in der Tiefe des Hinterlandes, in jenem unsichtbaren Grenzgebiet zwischen Zivilisation und archaischer Grausamkeit, kreuzen sie schließlich Arvins Weg ... Unaufhaltsam verstrickt Pollock seine Leser in ein undurchdringliches Labyrinth des Bösen. »Das Handwerk des Teufels« ist ein ebenso verstörender wie mitreißender Roman über den epischen Kampf zwischen Schicksal und Moral, Schuld und Gerechtigkeit. Die Hoffnung stirbt immer zuletzt. Aber sie stirbt.

Portrait
Donald Ray Pollock, geboren 1954, wuchs im US-Bundesstaat Ohio auf. Mit siebzehn Jahren brach er die Highschool ab und nahm einen Job in einer Fleischfabrik an. Danach arbeitete er über dreißig Jahre in einer Papiermühle, zumeist als Lastwagenfahrer. Ende der achtziger Jahre holte er in Abendkursen seinen Schulabschluss nach und schrieb sich an der Ohio State University ein. Donald Ray Pollock lebt mit seiner Frau in Chillicothe, Ohio.
Peter Torberg, geboren 1958 in Dortmund. Er übersetzte u.a. Oscar Wilde, Mark Twain, Raymond Federman, Michael Ondaate, Rudyard Kipling und für DuMont James Coltrane und James Buchan.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 302
Erscheinungsdatum Februar 2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-935890-85-4
Verlag Liebeskind
Maße (L/B/H) 217/146/29 mm
Gewicht 473
Originaltitel The Devil All The Time
Auflage 1. Deutsche Erstauflage
Verkaufsrang 87.952
Buch (gebundene Ausgabe)
19,80
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Bigotterie und Gewalt...“

Moritz Revermann, Thalia-Buchhandlung Neuss

Das Alte Testament wird wieder um ein Buch reicher. Pollocks 'Handwerk des Teufels' ist ein literarisches Fegefeuer, dem man nicht entkommt. Schonungslos, hart und konsequent wird eine Welt ohne Ausweg skizziert. Archaisches Leben in einer archaischen Welt.

Man muss schon hartgesotten sein, um in diesen Schlund des Abgrunds menschlicher
Das Alte Testament wird wieder um ein Buch reicher. Pollocks 'Handwerk des Teufels' ist ein literarisches Fegefeuer, dem man nicht entkommt. Schonungslos, hart und konsequent wird eine Welt ohne Ausweg skizziert. Archaisches Leben in einer archaischen Welt.

Man muss schon hartgesotten sein, um in diesen Schlund des Abgrunds menschlicher Verhaltensweisen zu schauen. Bar jeder Hillybilly Romantik pflückt Pollock keine Gänseblümchen, sondern zeichnet mit Stacheldraht. Adjektive fallen mir genug ein, - erschütternd eins davon. 'Das Handwerk des Teufels' ist ein böses Fragezeichen: Gibt es Menschlichkeit? Was ist Menschlichkeit? Hat der Mensch Menschlichkeit verdient?

Dies ist ein tiefschwarzer Noir-Roman, gut aufgebaut, brillant und trocken geschrieben. Soweit weg, dass es ein bisschen wie Fernsehschauen ist. Abstand 1,5 Meter. Der Abstand verkürzt sich zusehends, so dass der Leser irgendwann in der Geschichte eintaucht, in den Strudel der Geschehnisse und der Gewalt eintaucht, um prustend zwischendurch an die Oberfläche zu kommen. Lektüre, die Überlebenskampf wird.

Cormac McCarthy, William Gay und Joe R. Lansdale sind die Eckpfeiler dieser Literatur. Atmosphärisch, dicht, gewalttätig, roh und archaisch. Biblisch? Yap, allerdings AT. Ein wertvoller Blick auf eine Welt, die wir nicht kennen, die uns allerdings näher ist, als wir zugeben wollen. Seien wir ehrlich!

Pollock hat jetzt schon das Zeug zu einem ganz Großen. Er ist erst 58. Lieber Gott, entferne die Schrotflinten in seiner Nähe und schenke ihm noch viele Stunden!

„Das Handwerk des Schreibens...“

B. Gebhardt, Thalia-Buchhandlung Aurich

„ Das Handwerk des Teufels“ ist ein wirklich unglaublicher Roman.
In einer komplett trostlosen Welt gibt es niemanden, dem das Glück (über zumindest etwas längere Zeit) hold ist. Und trotzdem ziehen alle Handlungsstränge den Leser total in seinen Bann.
Pollock gelingt es beeindruckend, alle Fäden in der Hand zu halten und sie immer
„ Das Handwerk des Teufels“ ist ein wirklich unglaublicher Roman.
In einer komplett trostlosen Welt gibt es niemanden, dem das Glück (über zumindest etwas längere Zeit) hold ist. Und trotzdem ziehen alle Handlungsstränge den Leser total in seinen Bann.
Pollock gelingt es beeindruckend, alle Fäden in der Hand zu halten und sie immer wieder zusammenzuführen.

Am Ende des Werkes ist die Welt immer noch ein schlechter Ort, aber wir haben ein unglaublich gutes Stück Literatur genossen.

Im selben Verlag ist übrigens der ebenso empfehlenswerte Titel „ Winters Knochen“ von Daniel Woodrell erschienen!

„Böse, böser, Pollock“

Birgit Herrmann, Thalia-Buchhandlung Essen

Der amerikanische Westen der 1960er Jahre. Eine kleine Stadt irgendwo im Nirgendwo. Die Protagonisten: Unter anderem ein mordendes, voyeuristisches Pärchen, zwei selbsternannte Prediger, die geisteskranke und verstörende Messen abhalten, ein Pädophiler und ein Vater, der seinen Sohn durch seine verdrehten religiösen Rituale in den Wahnsinn Der amerikanische Westen der 1960er Jahre. Eine kleine Stadt irgendwo im Nirgendwo. Die Protagonisten: Unter anderem ein mordendes, voyeuristisches Pärchen, zwei selbsternannte Prediger, die geisteskranke und verstörende Messen abhalten, ein Pädophiler und ein Vater, der seinen Sohn durch seine verdrehten religiösen Rituale in den Wahnsinn treiben wird. Es tun sich alle menschlichen Abgründe auf und der Leser erlebt die verschiedenen Arten der Gefühlskälte bis zum emotionalen Gefrierpunkt. In diesem Buch gibt es kein Gut und Böse – hier gibt es nur böse und noch schlechter! Nichts für schwache Nerven, denn hier kommt der Leser wortwörtlich in Teufels Küche.

„Pollock, Das Handwerk des Teufels“

Frau Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Dieses Buch ist eine Sammlung von einem Dutzend Lebensläufen, die der Autor über mehrere Jahre begleitet. Die Protagonisten leben im
mittleren Westen der USA in der Zeit der 40er und 50er Jahre. Sie sind von Anfang an zum Scheitern verurteilt, denn die hohen moralischen Ansprüche dieser amerikanischen Gesellschaft sind im Alltag
Dieses Buch ist eine Sammlung von einem Dutzend Lebensläufen, die der Autor über mehrere Jahre begleitet. Die Protagonisten leben im
mittleren Westen der USA in der Zeit der 40er und 50er Jahre. Sie sind von Anfang an zum Scheitern verurteilt, denn die hohen moralischen Ansprüche dieser amerikanischen Gesellschaft sind im Alltag gar nicht zu erfüllen. Und so gleiten sie aus der Normalität in das absolut Böse ab - das Verbrechen wird für sie ein alltägliches Geschehen. Mord, Betrug, Vergewaltigung - es wird für die Protagonisten zum alltäglichen Verbrechen. Aber wo war der Wendepunkt in ihrem Leben und hätte es überhaupt Rettung geben können? Waren sie wirklich von Anfang an auf der Seite der Verlierer?
Ein spannendes Buch voller negativer Energie, das einem den Atem gefrieren läßt!

„Genial böse!“

Julia Joachimmeyer, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Das amerikanische Hinterland in den 50er und 60er Jahren: eine düstere, trostlose Welt ohne Hoffnung. Brutalität, Korruption, Dummheit und religiöser Fanatismus sind nur einige der beängstigenden Vorboten der Hölle, mit denen sich Pollocks Protagonisten auseinandersetzen müssen. Bilder wie Produkte eines albtraumhaften Fieberwahns pflanzt Das amerikanische Hinterland in den 50er und 60er Jahren: eine düstere, trostlose Welt ohne Hoffnung. Brutalität, Korruption, Dummheit und religiöser Fanatismus sind nur einige der beängstigenden Vorboten der Hölle, mit denen sich Pollocks Protagonisten auseinandersetzen müssen. Bilder wie Produkte eines albtraumhaften Fieberwahns pflanzt der Autor in die Köpfe seiner Leser: vom ersten bis zum letzten Satz gefesselt kann man sich dem Sog der Geschichte nicht entziehen. Wer eine Reise in die dunkelsten Abgründe der menschlichen Seele nicht fürchtet und gandenlose Spannung liebt, der ist mit diesem Meisterwerk des Bösen bestens beraten!

„"Der Teufel versteht sein Handwerk." Pollock auch. Meisterhaft!“

Christian Oertel, Thalia-Buchhandlung Düsseldorf

"Unter der Veranda gluckste leise ein Huhn.", ist die wahrscheinlich einzige friedliche Szene, mit dem einzigen friedliebenden Wesen, in diesem Moloch aus Gesetzlosigkeit und Unmoral und Gewalt. Unzählige Stellen habe ich mir in DAS HANDWERK DES TEUFELS angestrichen, o.g. ist die, nennen wir es verträglichste, in dieser Hölle von einem "Unter der Veranda gluckste leise ein Huhn.", ist die wahrscheinlich einzige friedliche Szene, mit dem einzigen friedliebenden Wesen, in diesem Moloch aus Gesetzlosigkeit und Unmoral und Gewalt. Unzählige Stellen habe ich mir in DAS HANDWERK DES TEUFELS angestrichen, o.g. ist die, nennen wir es verträglichste, in dieser Hölle von einem Roman.

"Er ist tot", sagte der Bursche. -
"Wer?" -
"Mein Dad", sagte Arvin. -
"Du meinst deine Ma, oder?" -
"Nein, meine Ma ist seit drei Tagen tot. Ich rede von meinem Dad. ... Er hat sich die Kehle durchgeschnitten."

Der kleine Arvin ist nun Vollwaise als er dem diensthabendem Officer in die Arme läuft. Der Sheriff selbst ist auch nicht gerade ein Hauptgewinn. Für einen kleinen Obolus tötet er hin und wieder in Auftrag.
Seine Schwester jagt mit ihrem Mann über die Highways. Sie sammeln Tramper ein, vergnügen sich mit ihnen, töten sechsundzwanzig der Ahnungslosen.
Der neue Prediger dressiert seine Frau wie einen Hund. Mit seinem "Hirtenstab" aber macht er sich lieber über seine jungen Schäfchen her.

Pollocks DAS HANDWERK DES TEUFELS ist ein düsteres Schreckensszenario, überbordender Dimensionen in schmucklosem Rahmen. Die Welt darauf eine ganz und gar schlechte. Verkommen, verdorben und grausam. Wie ihre Menschen (obwohl oder gerade deshalb) glaubensfanatische Hinterwäldler, allesamt verlorene Seelen, die längst den verzweifelten Kampf zwischen Gut und Böse verloren haben.

Herr Kill (Verlagsbuchhandlung Liebeskind - An dieser Stelle meinen ausdrücklichen Dank!) hat mich am Telefon vorgewarnt, dass dieser Roman böse sei. "Aha", meine Reaktion. Und er sollte Recht behalten. Dieses Buch ist so böse, dass es wie eine Spinne durch meinen Schlaf krabbelte und ihre Eier in meinen Albträumen ablegte.

" ... ein paar Knochen, die noch immer in den Bäumen hingen, klapperten gegeneinander wie ein Windglockenspiel."

Thomas Neumann, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Ein höllischer Trip durch die Abgründe der Gesellschaft in einem amerikanischen Albtraum. Ein höllischer Trip durch die Abgründe der Gesellschaft in einem amerikanischen Albtraum.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Berlin

Ein wahrhafter Besuch in der Hölle, meisterhaft geschrieben, fesselnd, wuchtig, brutal, also nix für Zartbesaitete. Ein wahrhafter Besuch in der Hölle, meisterhaft geschrieben, fesselnd, wuchtig, brutal, also nix für Zartbesaitete.

Heike Blume, Thalia-Buchhandlung Dresden

Ein schonungsloser Blick in die Abgründe Amerikas: Packend, hart und unglaublich spannend! Ein schonungsloser Blick in die Abgründe Amerikas: Packend, hart und unglaublich spannend!

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
11 Bewertungen
Übersicht
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Ein Buch zwischen Gut und Böse.
von Matti Holtmann aus Weimar am 27.03.2012

Der mittlere Westen der Vereinigten Staaten ist kein Ort zum Aufwachsen für Kinder und auch kein Ort zum Leben für Erwachsene. Zum Sterben schon eher. Wer diese Sicht der Dinge nicht mag, für den ist auch dieses Buch nicht geeignet. Und das lässt Donald Ray Pollock uns in... Der mittlere Westen der Vereinigten Staaten ist kein Ort zum Aufwachsen für Kinder und auch kein Ort zum Leben für Erwachsene. Zum Sterben schon eher. Wer diese Sicht der Dinge nicht mag, für den ist auch dieses Buch nicht geeignet. Und das lässt Donald Ray Pollock uns in diesem Buch auch fühlen. Der Inhalt des Buches ist oben bereits sehr gut beschrieben. Es bleibt nur so viel zu sagen, dass das Buch roh, düster, und gewalttätig ist und mit seinen skurrilen Personen und verzweigten Handlungen von Seite 1 an unter die Haut geht.

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Ohne Worte...
von Julia Kummer aus Köln am 26.03.2012

Das Handwerk des Teufels hat mich gefesselt wie lange kein anderes Buch. Es erzählt die Geschichten unterschiedlicher Menschen im Amerika der 50er Jahre, die alle eines gemeinsam haben: Die Bereitschaft zur Gewalt! Da gibt es beispielsweise ein Ehepaar, dessen Lebensinhalt darin besteht mit dem Auto Tramper mitzunehmen, zu pornografischen Fotos... Das Handwerk des Teufels hat mich gefesselt wie lange kein anderes Buch. Es erzählt die Geschichten unterschiedlicher Menschen im Amerika der 50er Jahre, die alle eines gemeinsam haben: Die Bereitschaft zur Gewalt! Da gibt es beispielsweise ein Ehepaar, dessen Lebensinhalt darin besteht mit dem Auto Tramper mitzunehmen, zu pornografischen Fotos zu zwingen und anschließend zu ermorden. Oder einen fanatischen Ehemann und Vater, der glaubt seine krebskranke Frau vor dem Tod retten zu können, indem er Tiere und letztendlich Menschen opfert. Oder wiederum ein Prediger, der glaubt Tote wieder zum Leben erwecken zu können und versucht seinem Freund dies zu beweisen, indem er seine Frau ermordet. Dies sind nur einige Beispiele. All diese Geschichten werden von dem immer wiederkehrenden Thema des religiösen Fanatismus durchzogen, und laufen am Ende schließlich zusammen. Dies ist kein Krimi im eigentlichen Sinne, denn es gibt kein klassisches Gut und Böse. Der Autor behandelt in seinem Buch die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele und das auf atemberaubend realistische und spannende Weise. Ich habe dieses Buch mit sehr gemischten Gefühlen zugeschlagen und muss sagen, dass es mich nachhaltig beschäftigt. Das Böse hat einfach eine unglaubliche Faszination! Lesen!

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Wer Böses sät, wird böses ernten
von Julia Klode am 19.02.2012

Recht atemlos habe ich das Buch zugeschlagen- eine rasant heftige Fahrt habe ich hinter mir. Eine Fahrt durch das Amerika der 50er/ 60er Jahre, in dem nichts anderes Herrscht als das Böse. Dargestellt wird dieses Böse durch verschiedene Personen, die mehr oder weniger (eigentlich eher mehr) aus miesen Lebensverhältnissen... Recht atemlos habe ich das Buch zugeschlagen- eine rasant heftige Fahrt habe ich hinter mir. Eine Fahrt durch das Amerika der 50er/ 60er Jahre, in dem nichts anderes Herrscht als das Böse. Dargestellt wird dieses Böse durch verschiedene Personen, die mehr oder weniger (eigentlich eher mehr) aus miesen Lebensverhältnissen stammen. Das Handwerk des Teufels- dieser Titel ist gut gewählt, denn all die Dinge, die hier geschehen, sind teuflisch schlecht. Pollock und sein Übersetzer Thorberg schreiben mitunter so wortgewaltig, dass ich wirklich Beklemmungen bekommen habe ob dieser Grausamkeiten, Verbrechen und Taten, die sich in diesem Spannungsroman ereignen. Das Handwerk des Teufels ist ein durch und durch böses Buch- aber einzigartig, spannend und am Ende schließt sich ein teuflischer Kreislauf (einfach genial)! Auch Sie werden das Buch atemlos zuschlagen, sich zurücklehnen und noch lange über eine finstere Welt und dieses harte, gewalttätige und verstörende Meisterwerk nachdenken! Ich bin überaus begeistert !

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Knockouts from Knockemstiff
von Stefan Heidsiek aus Darmstadt am 04.04.2012

In der Regel ist die Bewertung eines Buches recht einfach: Man liest es, man fällt sein Urteil und schreibt dieses schließlich nieder. Doch ab und zu, wenn auch sehr selten, kommt es vor, dass sich das gerade gelesene Werk einer Zuordnung in die Kategorien „Gut“ oder „Schlecht“ verweigert. Zum... In der Regel ist die Bewertung eines Buches recht einfach: Man liest es, man fällt sein Urteil und schreibt dieses schließlich nieder. Doch ab und zu, wenn auch sehr selten, kommt es vor, dass sich das gerade gelesene Werk einer Zuordnung in die Kategorien „Gut“ oder „Schlecht“ verweigert. Zum ersten Mal passiert ist mir dies mit David Peace' „Red Riding Quartett“ - nun wieder mit Donald Ray Pollocks Erstling „Das Handwerk des Teufels“. Und der Grund, warum ich zu keinem Konsens kam, war in beiden Fällen derselbe: Ihre Bücher widersetzen sich dem Versuch einer emotionalen Auseinandersetzung, sind so düster, kaltblütig und roh, dass man bei der Lektüre unwillkürlich abstumpft, „die Schotten dicht macht“, automatisch Distanz hält, um nicht von den Worten tiefer getroffen zu werden. Wie Peace, so lässt uns auch Pollock in eine schonungslose Dunkelheit bar jeder Hoffnung eintauchen, einem Schmelztiegel aus brutaler Gewalt, der schockt, anwidert und verstört. Wo uns jedoch ersterer mit gewittergleicher Gassenpoesie die Worte nur so um die Ohren haut, ist es bei Pollock seine scheinbar teilnahms- und seelenlose Erzählweise, welche das Gefühl von Belanglosigkeit und Normalität vermittelt, die mir so zugesetzt hat. Und gerade normal ist letztlich niemand seiner Protagonisten – weder das sich durch den Mittleren Westen mordende Killerpaar noch der durch die Erlebnisse seiner Kindheit verstörte Arvin. Pollocks' Amerika der 50er Jahre, insbesondere der Landstrich den er selbst seine Heimat nennt, ist ein Land voller oberflächlicher Fassaden – ein nur auf den allerersten Blick glänzender Äpfel, unter dessen Schale sich im dunkelbraunen Gehäuse die Würmer nur so tummeln. Alles ist kaputt, korrupt, dreckig, zerstört, zersprungen. Nichts was Sympathie hervorruft, nichts woran sich der Leser klammern kann. Der Teufel hat überall seine Hand im Spiel (amerik. Titel „The Devil all the Time“), das Böse überwältigt, man geht durch Knockout zu Boden. So ist „Das Handwerk des Teufels“ schlussendlich ein Buch, das einem nicht gefallen, das man nicht mögen kann. Und es dauert, bis man den Wert des Werkes erkennt – bis man zu verstehen beginnt, das es gerade diese Gefühlskälte ist, die zeigt, wie viel Gefühl Pollock hineingelegt hat. Wie viel haarsträubende Wirklichkeit aus dessen Geburtsort Knockemstiff in die Fiktion mit eingeflossen ist. Ein Roman, dessen Kunstfertigkeit mir erst mit zunehmenden Abstand immer klarer wird und der dennoch nicht ganz die hohen Weihen von Ellroy, Thompson oder McCarthy erreicht. Aber es ist schließlich ein Debüt – und was nicht ist, kann sicherlich noch werden.

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aber nur der titel
von cornelia watson aus heiden am 02.07.2012

ich weiss zwar nicht was die anderen sonst für Bücher lesen, ich für meinen teil bin auch härteres gewohnt. Schlaflose Nächte hat mir das Buch auch nicht beschert.Mein Fazit, man konnte es lesen mehr aber auch nicht. Wer dieses Buch mit Mc Faden oder anderen vergleichen sollte da liegen... ich weiss zwar nicht was die anderen sonst für Bücher lesen, ich für meinen teil bin auch härteres gewohnt. Schlaflose Nächte hat mir das Buch auch nicht beschert.Mein Fazit, man konnte es lesen mehr aber auch nicht. Wer dieses Buch mit Mc Faden oder anderen vergleichen sollte da liegen Welten zwischen.

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Das Böse lauert immer und überall
von einer Kundin/einem Kunden aus Göppingen (BaWü) am 06.09.2014
Bewertetes Format: Format: eBook (ePUB)

Der Krimi ist gut geschrieben, auch spannend. In Donald Ray Pollocks Geschichte werden all die dunklen Abgründe offenbart, die im Menschen stecken. Sie ist so bitterböse, dass sich bei mir ein beklemmendes Gefühl während des Lesen einstellte. Doch um sie wirklich gelungen und rund zu empfinden, hätte ich gern... Der Krimi ist gut geschrieben, auch spannend. In Donald Ray Pollocks Geschichte werden all die dunklen Abgründe offenbart, die im Menschen stecken. Sie ist so bitterböse, dass sich bei mir ein beklemmendes Gefühl während des Lesen einstellte. Doch um sie wirklich gelungen und rund zu empfinden, hätte ich gern einen gesunden, normalen Gegenpart zu all dem Dunklen gehabt. In dem Roman könnte man meinen, die Welt und alle Menschen tun nur Schlechtes. Immer und überall lauert hier das Böse. Das wirkte auf mich unrealistisch, deshalb nur 3 Sterne.

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