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Das Haus am Alsterufer

Roman

(2)
Hamburg 1911: Nur widerstrebend stimmt der verwitwete Reeder Victor Dornhain der Heirat seiner Tochter Lavinia mit dem Architekten Konrad Michaelis zu. Niemand in der Familie ahnt, dass Lavinias Schwester, die Malerin Nele, ihren Schwager liebt. Etwa zeitgleich wird die 16-jährige Klara Tießen als Hausmädchen bei Dornhains eingestellt. Nur Victor Dornhain und seine Mutter Charlotte wissen, dass Klara sein illegitimes Kind ist. Drei Jahre später bricht der Große Krieg aus und verändert alles: In der Tragödie erkennt Lavinia ihre wahre Bestimmung, Klara findet auf der Suche nach ihrer unbekannten Mutter den Mann ihres Lebens, und das Schicksal seiner Familie wird für den Reeder zu einer Frage der Ehre ...


Rezension
»‚Downton Abbey‘ in Hamburg – klasse!«
Portrait
Micaela Jary stammt aus Hamburg und wuchs im Tessin auf. Sie arbeitete lange als Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Vor allem die Recherche über vergangene Zeiten und alte Geschichten haben es ihr angetan. Nach einem langjährigen Aufenthalt in Paris lebt sie heute mit Mann und Hund in Berlin und München, manchmal taucht sie aber auch zum Schreiben in einem kleinen Landhaus im Landkreis Rostock ab.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 576, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 21.07.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783641131609
Verlag Goldmann
Verkaufsrang 4.174
eBook (ePUB)
8,99
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Buchhändler-Empfehlungen

Daniela Nickaes, Thalia-Buchhandlung Cuxhaven

Der Schreibstil ist wunderbar locker und einfach gehalten und man kann das Buch prima schnell lesen.
Eine wunderbare Familiengeschichte die zum schmökern einlädt.
Der Schreibstil ist wunderbar locker und einfach gehalten und man kann das Buch prima schnell lesen.
Eine wunderbare Familiengeschichte die zum schmökern einlädt.

Daniela Lanick, Thalia-Buchhandlung Chemnitz

Ich bin eine großer Downton Abbey-Fan und habe deshalb diesen Roman gelesen. Ich wurde nicht enttäuscht. Klare Kaufempfehlung von mit! Ich bin eine großer Downton Abbey-Fan und habe deshalb diesen Roman gelesen. Ich wurde nicht enttäuscht. Klare Kaufempfehlung von mit!

„Eine packende Familiengeschichte“

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Kurz vor Ausbruch des ersten Weltkriegs muss der Reeder Victor Dornhain der Heirat seiner Tochter Lavinia mit Konrad Michaelis - einem der Architekten, die den Elbtunnel gebaut haben - zustimmen, um einen Skandal zu vermeiden. Was zu diesem Zeitpunkt keiner ahnt, auch Nele, seine zweite Tochter, liebt Konrad ...
Es geht darum den
Kurz vor Ausbruch des ersten Weltkriegs muss der Reeder Victor Dornhain der Heirat seiner Tochter Lavinia mit Konrad Michaelis - einem der Architekten, die den Elbtunnel gebaut haben - zustimmen, um einen Skandal zu vermeiden. Was zu diesem Zeitpunkt keiner ahnt, auch Nele, seine zweite Tochter, liebt Konrad ...
Es geht darum den guten Ruf der Dornhains nicht zu gefährden. Sehr gut fängt Micaela Jary die Stimmung im Hamburg der damaligen Zeit in den großen Häusern am Alsterufer ein. Und nicht zu vergessen - Klatsch, Tratsch und Intrigen der Bediensteten - als 3. Hausmädchen kommt Klara zu dieser Zeit zu den Dornhain. Schicksale sind oft unbewußt miteinander verwoben und dann der 1. Weltkrieg. Es beginnt der Kampf ums Überleben, Zusammenhalten und tiefe Freundschaften. Alles wird auf die Probe gestellt. Das Haus am Alsterufer packt von der ersten bis zur letzten Seite.

„Ein Hamburger Downton Abbey“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Vor ziemlich genau einem Jahr hab ich Ihnen von Micaela Jary „Das Bild der Erinnerung“ vorgestellt. Am 21.07.2014 ist nun ihr neues Buch erschienen. Und anders als bei vielen anderen Autoren ist dieses Buch kein Abklatsch des vorherigen, sondern ein ganz anders aufgebautes Buch.

Dieses Mal erzählt die Autorin eine Art Hamburger Downton
Vor ziemlich genau einem Jahr hab ich Ihnen von Micaela Jary „Das Bild der Erinnerung“ vorgestellt. Am 21.07.2014 ist nun ihr neues Buch erschienen. Und anders als bei vielen anderen Autoren ist dieses Buch kein Abklatsch des vorherigen, sondern ein ganz anders aufgebautes Buch.

Dieses Mal erzählt die Autorin eine Art Hamburger Downton Abbey. Da gibt es die Geschichte der fiktiven Hamburger Reeders-Familie um den Vater Victor Dornhain, seine Mutter Charlotte und seine drei Töchtern Ellinor, Helene genannt Nele und Lavinia genannt Livi. Aber es geht auch um das Personal, welches in Hamburg immer im Souterrain lebt. Dort sind die Köchin Ida und die 3 Hausmädchen Frieda, Meta und ganz neu Klara. Ich hoffe, sie haben noch nicht den Text zum Inhalt des Buchs gelesen, denn er verrät leider schon viel zu viel, bzw. gibt die Geschichte zum Teil sogar falsch wieder.

Upstairs spielt gerade die jüngste Tochter verrückt. Bei der offiziellen Eröffnung des Hamburger Elbtunnels hat sie einen extrem gutaussehenden und charmanten Mann kennengelernt und sich in den Kopf gesetzt, dass sie ihn unbedingt heiraten will. Dieser weiß noch nichts von seinem Glück. Helfen soll ihr ihre mittlere Schwester Nele, die in München an der
Damenakademie Kunst studiert. Und Nele reist tatsächlich neugierig nach Hamburg. Während der Bahnfahrt lernt sie per Zufall einen sehr intelligenten und gutaussehenden Architekten kennen, den sie sich aber gleich wieder aus dem Kopf schlägt, denn ein Architekt wäre für eine Hamburger Kaufmannsfamilie nicht standesgemäß. Und so passiert, was in einem Roman passieren muss. Dieser ominöse Mann ist natürlich bei beiden Frauen derselbe, nämlich Konrad Michaelis. Welche der beiden Frauen wird ihn am Ende für sich gewinnen?

Downstairs ist Klara die Hauptperson. Sie ist in Glückstadt bei einer Ziehmutter aufgewachsen. Von ihrer Mutter kennt sie nur den Vornamen, und der Vater ist gänzlich unbekannt. An ihre Stelle bei der Familie Dornhain kommt sie durch einen Brief, den ihre Ziehmutter ihr mit dieser Adresse gegeben hat. Sie selbst weiß nicht, was in dem Brief steht. Wird Klara etwas über ihre Herkunft herausfinden?

Micaela Jary hat eine sehr spannende Liebesgeschichte geschrieben, die sie hervorragend in den zeitlichen Kontext eingebettet hat. So erfährt man beim Lesen viel über die Hamburger Gesellschaft zu dieser Zeit. Aber die Geschichte spielt eben nicht nur in Hamburg, sondern auch auf Sylt, in München und in Ascona. Zwischenzeitlich lebt eine der drei Töchter in der Gemeinschaft, die auf dem Monte Verità eine völlig neue Gesellschaftsform ausprobierte. Und eine Schwester ist sehr engagiert für die Frauenrechte in Deutschland. Man merkt dieser Geschichte an, dass die Autorin sich wirkliche Menschen aus der damaligen Zeit als Vorbilder ausgeliehen hat. Diese Vorbilder stellt sie in dem sehr lesenswerten Nachwort vor. Dadurch ist dieser Roman gleichzeitig sehr spannend und gleichzeitig informativ geworden.

Der perfekte Nachfolgeroman für Petra Oelker „Das klare Sommerlicht des Nordens“ und Heidi Rehn „Der Sommer der Freiheit“.

Wildner Laura, Thalia-Buchhandlung Rastatt

Der erste Weltkrieg in Hamburg und mittendrin die Schicksale fünf verschiedener Menschen. Der erste Weltkrieg in Hamburg und mittendrin die Schicksale fünf verschiedener Menschen.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Bewertung
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 27.02.2015

Ich bin sehr zufrieden und lese jetzt auch viel mehr, weil ich mein eBook meistens dabei habe. Was nicht gut geht, ist die "Klopffunktion" auf der Rückseite zum Umblättern. Ein leichtes Tippen reicht nicht. Ich habe mir daher angewöhnt, "umzublättern", und finde es auch nicht schlimm. Zu Beginn habe ich mich... Ich bin sehr zufrieden und lese jetzt auch viel mehr, weil ich mein eBook meistens dabei habe. Was nicht gut geht, ist die "Klopffunktion" auf der Rückseite zum Umblättern. Ein leichtes Tippen reicht nicht. Ich habe mir daher angewöhnt, "umzublättern", und finde es auch nicht schlimm. Zu Beginn habe ich mich kurz mit der Bedienungsanleitung beschäftigt. Da das eBook jedoch sehr Bedienerfreundlich ist, erklärt sich das Meiste von selbst. Wenn man jedoch alles, was das eBook kann, ausschöpfen möchte, lohnt es sich tatsächlich, das Handbuch zu kaufen.

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Das Haus am Alsterufer
von einer Kundin/einem Kunden aus Swisttal am 26.08.2014

gefällt mir sehr gut, meiner Frau auch. Hervorzuheben sind die Buchstabenveränderungen und das Lesen bei Dunkelheit.Buchstaben sind klar erkennbar und es liest sich wie auf Papierdruck,ebenso das Seitenwechseln durch Berührung,

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2 Schwestern, die den gleichen Mann wollen
von Katzenpersonal Kleeblatt aus Berlin am 12.11.2014
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Drei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können. Ellinor, die Älteste, hilft ihrem Vater in seiner Firma und arbeitet eng mit anderen Frauen in der Frauenbewegung mit. Nele, die mittlere Schwester, lebt und studiert in München Malerei und Lavinia, Livi genannt, erfüllt alle Kriterien, die man einem verwöhnten Prinzesschen zusprechen... Drei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können. Ellinor, die Älteste, hilft ihrem Vater in seiner Firma und arbeitet eng mit anderen Frauen in der Frauenbewegung mit. Nele, die mittlere Schwester, lebt und studiert in München Malerei und Lavinia, Livi genannt, erfüllt alle Kriterien, die man einem verwöhnten Prinzesschen zusprechen würde. Diese redet sich eines Tages ein, in den Architekten Konrad Michaelis verliebt zu sein und kann auch die Hochzeit, die alles andere als standesgemäß ist, durchsetzen. Nele, die ihren künftigen Schwager per Zufall kennenlernt, ahnt nicht, wen sie vor sich hat und verliebt sich in ihn. Konrad Michaelis, der sich von Livi bedrängt fühlt und Nele ebenfalls liebt, sieht keine andere Möglichkeit, als der Ehe mit Livi zuzustimmen, aber zu welchem Preis... Was für eine wunderbare Geschichte, war mein erster Gedanke, der mir nach dem Zuklappen des Buches spontan in den Kopf stieg. Mein zweiter ging dahin, dass ich froh war, in einer Zeit zu leben, wo Verbindungen nicht nach gesellschaftlichen Zwängen und Verpflichtungen geschlossen werden. Micaela Jary, von der ich schon ein paar Bücher gelesen habe, hat sich mit diesem Buch selbst übertroffen. Sie hat mich gepackt, in die Story förmlich hineingeworfen und erst wieder entlassen, als ich die letzte Seite umgeblättert hatte. Livi, ein verwöhntes Mädchen aus gutem Haus ist gelangweilt und weiß, welche Knöpfe sie drücken muss, um ihren Willen durchzusetzen. Sie inszeniert einen kleinen Skandal, indem sie am hellichten Tag den verdutzten Architekten Konrad Michaelis auf der Straße ungeniert küsst, der es ihm unmöglich macht, aus dieser ausweglosen Situation herauszukommen, ohne sich beruflich zu schaden. Aber nach der Hochzeit ist auch nicht alles so, wie es sich Livi vorstellt. Plötzlich ist da jemand, der ihr was zu sagen hat und der das auch tut, der eine eigene Meinung aufbringt und es dauert nicht lange und Livi tut die Hochzeit schon leid. Keine Bälle für junge Mädchen mehr und auch kein Getuschel mehr mit Freundinnen, sie ist mit sich und der Welt unzufrieden. Livi und Konrad gehen bald getrennte Wege, dann bricht der 1. Weltkrieg aus und Konrad meldet sich als Freiwilliger. Helene, Nele genannt, kommt mit der Situation, Konrad zu lieben, ihn aber nunmehr als Schwager zu haben, nicht klar und wird krank. Sie geht in die Schweiz und versucht, sich dort, abseits ihrer geliebten Malerei, ein neues Leben aufzubauen. Der Roman beginnt im Jahr 1911 und zeigt eine Zeit auf, in der das Leben nach gesellschaftlichen Zwängen organisiert ist. Victor Dornhain, der verwitwete und recht gut betuchte Reeder mit 3 Töchtern lebt zusammen mit seiner Mutter, die die völlige Kontrolle über das Haus und die Mädels hat. Gesellschaftliche Skandale passieren nur anderen, nie ihnen und so wird auch alles getan, dass Livis "Auserwählter" an der Stange bleibt. Es ist schon schlimm genug, dass Nele allein und völlig ohne Kontrolle in München lebt und studiert. Die Autorin Micaela Jary hat ihre Geschichte wieder sehr gut recherchiert, was die historischen Fakten anbelangt, die örtlichen Begebenheiten sowohl in Hamburg und München wie auch in der Schweiz. Die Liebe zum Detail ist zu merken und als Leser findet man sich anhand der Beschreibungen mittendrin wieder. Man hat das Gefühl, man würde alles mit eigenen Augen sehen und miterleben. Selbst vor den Gräueltaten im Krieg verschließt sie nicht die Augen und zeigt sie auch dem Leser auf. Neben der unerfüllten Liebesgeschichte von Nele und Konrad gibt es noch eine weitere Geschichte um das Dienstmädchen Klara. Diese steht eines Tages vor der Tür des Dorhain-Hauses mit einer Empfehlung in der Hand. Nur Victor und seine Mutter wissen, dass es seine uneheliche Tochter ist und geben ihr einen Job als Dienstmädchen. Klara, die nicht weiß, wer ihre Eltern waren, da sie bei einer Pflegemutter aufwuchs, macht sich auf die Suche nach ihrer Mutter. Diese Geschichte zeigt ein ganz anderes Bild auf, abseits von den Reichen und Schönen. Ein Leben als Dienstmädchen, wo Neid, Klatsch und Tratsch nicht weit voneinander entfernt sind, das man so auch nicht selbst erleben möchte. Micaela Jary hat einen fesselnden Roman geschrieben vor historischem Hintergrund. Liebe, Leid, Egoismus, Intrigen, Lügen und Krieg sind fest miteinander verwoben und machen das Buch zu einem Schauplatz der Gefühle, nicht nur der Protagonisten, sondern auch der des Lesers. Ich habe hauptsächlich mit Nele, Konrad und Klara mitgefühlt, gelitten und gehofft, dass alles ein gutes Ende nehmen würde. Das Buch hat mich so gefesselt, dass die 574 Seiten nur so an mir vorbeigeschnellt sind und ich gern noch ein Weilchen mit den Protagonisten verbracht hätte. Für dieses Buch gibt es eine klare Kauf- und Leseempfehlung.

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Leseempfehlung!
von Mundolibris aus Frankfurt am Main am 18.10.2014
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Das Buch spielt in den 1910er Jahren, Vorkriegszeit und in der Zeit des Großen Krieges (erster Weltkrieg) . Der Autorin ist es wirklich sehr gut gelungen die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen. Die Sorgen, die Nöte der verschiedenen Bevölkerungsschichten, insbesondere aber die der wohlhabenden Hamburger. Mir gefiel der Schreibstil der... Das Buch spielt in den 1910er Jahren, Vorkriegszeit und in der Zeit des Großen Krieges (erster Weltkrieg) . Der Autorin ist es wirklich sehr gut gelungen die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen. Die Sorgen, die Nöte der verschiedenen Bevölkerungsschichten, insbesondere aber die der wohlhabenden Hamburger. Mir gefiel der Schreibstil der Autorin so gut, dass ich das Buch in einem Rutsch gelesen habe. Die Dialoge sind so fein ausgearbeitet und so glaubhaft, dass man meinte dabei zu sitzen während der Gespräche. Es ist der Autorin auch gelungen ihren Figuren Leben einzuhauchen. Sie wie auch die Schauplätze sind so plastisch beschrieben, dass ich denke, wenn ich heute nach Hamburg käme, mich dort zurechtfinden zu können. In jeder Zeile merkt man mit welcher Liebe sie das Buch geschrieben hat. Insbesonders ihre Liebe zu Hamburg spürt man fast auf jeder Seite. Das Buch ist so wie es geschrieben wurde auch eine Liebeserklärung zur Heimatstadt der Autorin. Für mich ist es ein Buch welches mich nun dazu zwingt in näherer Zukunft weitere Bücher der Autorin zu lesen. Für jeden, der gerne in vergangene Zeiten eintaucht, ist dieses Buch ein absolutes Muss. Ich vergebe hier, klare 5 von 5 Sternen.

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Wunderbar, gefühlvoll, tragisch!
von Monika Schulte aus Hagen am 20.09.2014
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Hamburg im Jahr 1911. Die jüngste Tochter des Reeders Victor Dornhain hat sich in den Kopf gesetzt, den gut aussehenden Architekten Konrad Michaelis zum Ehemann zu nehmen. Sie küsst ihn auf offener Straße - ein Skandal! Nur äußerst widerwillig stimmt Livis Vater der Ehe mit dem Architekten zu. Dieser... Hamburg im Jahr 1911. Die jüngste Tochter des Reeders Victor Dornhain hat sich in den Kopf gesetzt, den gut aussehenden Architekten Konrad Michaelis zum Ehemann zu nehmen. Sie küsst ihn auf offener Straße - ein Skandal! Nur äußerst widerwillig stimmt Livis Vater der Ehe mit dem Architekten zu. Dieser muss sich beugen und die junge Frau, deren Leben sich nur um Theater, Bälle und die neueste Mode dreht, heiraten. Dabei hat er sich unsterblich in Helene, genannt Nele, verliebt. Nele, eine Malerin, die in München lebt und studiert und wie er erfahren muss, Livis Schwester ist. Nele gibt ihn frei. Was bleibt ihr übrig? Den Skandal von der Familie abzuwenden ist wichtiger als die eigenen Bedürfnisse. Kaum verheiratet, wird Livi der frisch angetraute Ehemann auch schon wieder langweilig. Neles Herz zerbricht. Sie wird schwer krank und reist zur Erholung in die Schweiz, wo sie ein neues und einfaches Leben beginnt, doch ihre große Liebe Konrad kann sie nicht vergessen. Ellinor, die älteste Schwester der drei, setzt sich vehement für die Rechte der Frauen ein und hilft unermüdlich den Armen. Drei Frauen, drei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Drei Frauen, die ihren Weg gehen und die in einer Zeit des Umbruchs leben. Doch da ist auch das Hausmädchen Klara, die auf der Suche nach ihrer Mutter ist, die sie nie kennengelernt hat. "Das Haus am Alsterufer" - eine Familiensaga, eine Geschichte voller Liebe, Verzweiflung und Verlangen. Micaela Jary schafft es hervorragend, die vergangene Zeit lebendig werden zu lassen. Der Leser wird entführt in eine Zeit, in der ein harmloser Kuss bereits einen Skandal auslöst. Eine Zeit, noch geprägt von alten Sitten und Moralvorstellungen, aber auch eine Zeit, die sich mitten im Umbruch befindet. Die Frauen beginnen, für ihre Rechte zu kämpfen. Die Menschen überhaupt erheben sich und fordern soziale Gerechtigkeit. Als Leser habe ich mich inmitten dieser Geschichte bewegt. Mir war beim Lesen alles so vertraut. Egal, ob ich die Dornhains in die Oper begleitet habe oder ob ich mich beim Lesen inmitten der aufkommenden Tumulte der hungernden Bevölkerung befunden habe. Die Autorin schafft es mit offenbarer Leichtigkeit, das Flair der damaligen Zeit wiederzugeben. Sie fesselt mit erzählerischer Kraft und Einfühlungsvermögen. Der Leser lernt viele interessante und vielschichtige Persönlichkeiten kennen. "Das Haus am Alsterufer" - eine wunderbare Geschichte, gefühlvoll, tragisch. Micaela Jary - eine Autorin, die sich einfühlsam mit der Zeit und den Personen auseinandersetzt. Eine Autorin, die liebevoll auf Details achtet und die es schafft, dass der Leser mit Leichtigkeit in eine andere Zeit abtaucht. "Das Haus am Alsterufer" - unbedingte Leseempfehlung!

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Eine bewegende Familiengeschichte
von Zabou1964 aus Krefeld am 14.09.2014
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Nachdem mir bereits „Das Bild der Erinnerung“ von Micaela Jary sehr gut gefallen hat, habe ich „Das Haus am Alsterufer“ schon sehnsüchtig erwartet. Auch mit ihrem neuesten Werk konnte die Autorin mich wieder begeistern. Sie versteht es vorzüglich, die Figuren und Orte vor meinem inneren Auge in Szene zu... Nachdem mir bereits „Das Bild der Erinnerung“ von Micaela Jary sehr gut gefallen hat, habe ich „Das Haus am Alsterufer“ schon sehnsüchtig erwartet. Auch mit ihrem neuesten Werk konnte die Autorin mich wieder begeistern. Sie versteht es vorzüglich, die Figuren und Orte vor meinem inneren Auge in Szene zu setzen. Durch ihre eigene Biografie und die ihrer Familie, sowie eine gründliche Recherche, kennt sie sich zudem in sehr vielen Gebieten aus, die sie dem Leser in ihren Geschichten mit viel Herzblut beschreibt. Das Leben der Familie Dornhain im Jahre 1911 ist durch die gehobene Stellung des Vaters Victor recht sorglos. Als Reeder verfügt er über die nötigen Mittel, seinen drei Töchtern ein angemessenes Auskommen zu ermöglichen. Das ändert sich mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs 1914. Zwar leben die Dornhains nach wie vor gut, aber auch sie müssen, bedingt durch den Krieg, Verluste hinnehmen. Insbesondere Ellinor, später auch Nele und Livi, setzt sich für die Armen in der Bevölkerung ein. Neles Werdegang hat mich besonders berührt. Zunächst studiert sie in München Malerei und verkehrt in Künstlerkreisen. Durch eine unglückliche Liebe erkrankt sie jedoch und orientiert sich völlig neu. Sie war neben dem Hausmädchen Klara meine Lieblingsfigur im Buch. Die flatterhafte Lavinia, genannt Livi, ist zu Beginn der Geschichte sehr oberflächlich und egoistisch. Im Verlauf der Handlung erkennt jedoch auch sie, dass sich nicht immer alles nur um sie dreht. Ellinor geht von Anfang an zielstrebig ihren Weg. Sie ist neben Victor und dessen Mutter Charlotte eine der beständigsten und stärksten Figuren im Buch. Ihr Einsatz für die Armen gibt einen Einblick in die Verhältnisse im einfachen Volk. Das Hausmädchen Klara kommt als 16-jährige ins Haus am Alsterufer. Sie hat keine Familie, ist bei einer Ziehmutter aufgewachsen. Auch durch diese Figur, sowie durch die ihre Kollegin Meta, bekommt der Leser Einblicke in das Leben der einfachen Bevölkerung vor und während des Ersten Weltkriegs. „Das Haus am Alsterufer“ ist eine bewegende Familiengeschichte, die einen Teil des Lebens vierer unterschiedlicher Frauen erzählt. Die Figuren sind mir sehr ans Herz gewachsen. Am Ende war ich sehr traurig, dass ich mich von ihnen verabschieden musste. Eine Fortsetzung würde ich sehr begrüßen. Zu gerne wüsste ich, wie sich die Figuren weiterentwickeln. In einem Nachwort erklärt die Autorin einige historische Zusammenhänge sowie ihren persönlichen Bezug zu den Handlungsorten in der Geschichte. Zum Schluss noch ein Wort zum Klappentext: Bitte NICHT lesen. Hier werden Einzelheiten der Geschichte verraten, die ich lieber während des Lesens selbst herausgefunden hätte. Mir ist bewusst, dass der Autor hier kein Mitspracherecht hat. Was sich der Verantwortliche im Verlag jedoch dabei gedacht hat, ist mir vollkommen schleierhaft. Fazit: Eine bewegende Familiengeschichte, die mich von der ersten bis zur letzten Zeile fesseln konnte.

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Das Haus am Alsterufer
von dorli am 11.09.2014
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Hamburg 1911. Das Familienleben des Reeders Victor Dornhain droht aus seinen geregelten Bahnen zu kippen. Nicht nur, dass seine illegitime Tochter Klara plötzlich vor seiner Tür steht, seine Tochter Lavinia möchte unbedingt den Architekten Konrad Michaelis heiraten. Victor stimmt diesem Wunsch letztendlich zu, da er hofft, dass der gewissenhafte,... Hamburg 1911. Das Familienleben des Reeders Victor Dornhain droht aus seinen geregelten Bahnen zu kippen. Nicht nur, dass seine illegitime Tochter Klara plötzlich vor seiner Tür steht, seine Tochter Lavinia möchte unbedingt den Architekten Konrad Michaelis heiraten. Victor stimmt diesem Wunsch letztendlich zu, da er hofft, dass der gewissenhafte, ehrgeizige junge Mann der verwöhnten Livinia zu einem bodenständigen Leben verhilft. Zu diesem Zeitpunkt ahnt Victor bereits, dass auch Lavinias in München studierende Schwester Nele Konrad liebt. Um die Familie vor einem Skandal zu schützen, macht er der mittlerweile schwer erkrankten Nele klar, dass sie auf Konrad zu verzichten hat. Dann bricht der Erste Weltkrieg aus und das gewohnte Leben der Dornhains wird auf den Kopf gestellt… In „Das Haus am Alsterufer“ nimmt Micaela Jary den Leser mit auf eine Zeitreise in das frühe 20. Jahrhundert. Die Autorin erzählt die Geschichte der Dornhains sehr umfassend und intensiv und vermittelt ganz ausgezeichnet, was den Menschen damals wichtig war und was sie bewegt hat. Es ist einfach klasse, wie es Micaela Jary gelingt, Ort und Zeit in Szene zu setzen. Durch die hervorragenden Beschreibungen bin ich von der ersten Seite an mitten im Geschehen, kann die herrschaftliche Atmosphäre am Alsterufer schnuppern und mir dabei sehr gut vorstellen, wie es so war im Hause Dornhain. Die Autorin präsentiert viele unterschiedliche Facetten des gutbürgerlichen Lebens der damaligen Zeit, indem sie die Dornhain-Töchter mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften und Vorlieben ausgestattet hat. Ellinor ist äußerst zuverlässig, sie sieht ihre Bestimmung in der Arbeit im väterlichen Kontor und engagiert sich für soziale Projekte. Helene/Nele ist sehr zielstrebig, sie studiert an der Kunstschule in München und möchte Grafikerin werden. Durch sie erhält man Einblick in die Kunstgeschichte, die Münchner Boheme und erfährt auch einiges über die Frauenbewegung. Lavinia ist eigensinnig und oberflächlich, sie lebt in den Tag hinein, will Spaß haben und interessiert sich hauptsächlich für die neueste Mode. Klara ist Victors uneheliche Tochter. Sie wird Hausmädchen bei den Dornhains. Durch Klara lernt man auch das Leben abseits der herrschaftlichen Räume kennen. Über alle wacht Großmutter Charlotte, die dafür verantwortlich ist, dass der Anstand gewahrt und gute Manieren eingehalten werden. Auch wenn die familiären Verwicklungen und Verstrickungen im Vordergrund stehen, spielt das Zeitgeschehen in diesem Roman eine große Rolle. Neben gesellschaftlichen Ereignissen wie dem Deutschen Derby oder der Eröffnung des Elbtunnels wird besonders die politische Entwicklung mit dem herannahenden 1. Weltkrieg hervorgehoben. Es hat mir sehr gut gefallen, wie Micaela Jary die Veränderungen im Leben der Familie Dornhain darstellt, als der Krieg ausbricht. Der gewohnte Alltag ändert sich mit zunehmender Intensität und das Schicksal aller schlägt ganz neue Richtungen ein. Es ist für mich immer wieder erschreckend zu lesen, dass es damals völlig normal und selbstverständlich war, dass das persönliche Glück weitaus weniger wichtig war, als das gesellschaftliche Ansehen. Obwohl Victor Dornhain selbst unter diesen Zwängen gelitten hat, behält er diese Einstellung bei und gibt sie auch an seine Töchter weiter – es zählt nur, was die Leute sagen. Aber so war sie wohl, die „gute, alte Zeit“. Micaela Jary hat mich mit „Das Haus am Alsterufer“ nicht nur bestens unterhalten, sondern mich auch lebensnah an einem Stückchen deutscher Geschichte teilhaben lassen.

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Hamburg 1911
von Barbara Diehl am 01.09.2014
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Der verwitwete Reeder Victor Dornhain lebt mit seiner Mutter und 2 seiner 3 Töchter in einem prächtigen Herrenhaus in Hamburg an der Alster. Nach nur einer einzigen Begegnung mit dem Architekten Konrad Michaelis ist sich Lavinia sicher, daß sie ihn – und nur ihn – zu ihrem Ehemann machen... Der verwitwete Reeder Victor Dornhain lebt mit seiner Mutter und 2 seiner 3 Töchter in einem prächtigen Herrenhaus in Hamburg an der Alster. Nach nur einer einzigen Begegnung mit dem Architekten Konrad Michaelis ist sich Lavinia sicher, daß sie ihn – und nur ihn – zu ihrem Ehemann machen möchte. Geschickt eingefädelt und durch einen kleinen Skandal erpresst sie sich quasi die Zustimmung ihres Vaters zur Hochzeit. Helene ist die einzige Tochter die nicht mehr zu Hause wohnt. Sie studiert in München Malerei. Nicht unbedingt das, was Victor Dornhain sich für seine mittlere Tochter gewünscht hätte, aber das Studium wird von der Familie akzeptiert. Durch einen Brief ihrer Schwester Lavinia wird Nele dringend nach Hause gerufen und auf der Zugfahrt verliebt sie sich in ihren Mitreisenden – Konrad Michaelis. Die älteste Tochter Ellionor tritt in die Fußstapfen ihres Vaters. Sie wird später einmal die Reederei Dornhain übernehmen. Neben ihrem Interesse am Lebenswerk ihres Vaters macht sie sich für die Frauenbewegung gegen den Mädchenhandel in Europa stark. Die junge Klara stellt sich mit einem Empfehlungsschreiben im Hause Dornhain vor und wird als 3. Hausmädchen eingestellt – eigentlich unüblich, daß mehr als 2 Hausmädchen in einem Haushalt arbeiten. Was verbindet Klara mit Victor Dornhain? Mein Fazit: Im 1. Leseabschnitt fand ich Lavinia noch ganz sympathisch. Als jüngste Tochter einer reichen Familie sind ihr aber sicherlich die gebratenen Tauben immer in den Mund geflogen und sie musste sich niemals übermäßig anstrengen um ein Ziel zu erreichen. Nachdem sie Konrad Michaelis zum 1. Mal gesehen hat, möchte sie ihn haben – genau wie man ein Spielzeug haben möchte. In den Augen ihres Vaters und ihrer Großmutter ist eine Heirat mit dem Architekten nicht standesgemäß und niemals würde ihre Familie dieser Heirat zustimmen. Die verwöhnte Lavinia aber kann sich damit nicht abfinden und mit einem selbst inszenierten Skandal erzwingt sie sich die Zustimmung ihres Vaters zur Hochzeit. Lavinia entwickelt sich im Laufe des Buches zwar weiter – aber nicht unbedingt nach vorne. Manchmal hat man das Gefühl sie hätte jetzt verstanden worum es im Leben geht jedoch kommt kurz darauf beim Lesen die Erkenntnis, daß sie mal wieder zu ihrem eigenen Vorteil gehandelt hat. Lavinia ist egoistisch, oberflächlich und interessiert sich nicht für ihre Mitmenschen. Wen wundert es, daß sie – kurz nach der Hochzeit – das Interesse an ihrem Ehemann schon wieder verliert. Eine Scheidung im Hause Dornhain ist jedoch ein Ding der Unmöglichkeit. Helena, genannt Nele, verliebt sich auf der Zugfahrt von München nach Hamburg in ihren Mitreisenden – und umgekehrt. Die Feststellung, daß es sich bei Konrad Michaelis um den Verlobten ihrer Schwester handelt bzw. Nele die Schwester seiner Verlobten ist, ist ein Schock. Gibt es eine Chance für ihre Liebe? Wohl eher nicht. Nach einer schweren Erkrankung versucht Nele in einem anderen Land neu anzufangen und den Architekten zu vergessen. Ellionor scheint die Stärkste der Schwestern zu sein. Sie setzt sich sehr stark für die Frauenrechtsbewegung ein und weiß genau wovon sie spricht. Nicht zu vergessen das Hausmädchen Klara. Klara ist bei Pflegeeltern aufgewachsen und kennt ihre richtige Mutter nicht. Als der Sohn des Uhrmachers sich für sie interessiert fängt sie an zu recherchieren ....... aber was genau hat Victor Dornhain mit Klara zu tun? Dann kommt der Krieg und verändert alles. Der Krieg ist nicht vordergründige Handlung im Buch aber er hat großen Einfluss auf das Leben der Dornhains. Bevor ich hier anfange zu spoilern würde ich sagen: Besorgt Euch dieses wundervolle Buch und lest selbst.

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Eine tief greifende Familiensaga
von Dodo am 19.08.2014
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Der angesehene und reiche Hamburger Reeder Viktor Dornhain muss sich am Vorabend zum ersten Weltkrieg damit abfinden, dass sich seine jüngste Tochter Lavinia in den Kopf gesetzt hat, den gesellschaftlich nicht ebenbürtigen Architekten Konrad Michaelis zu heiraten. Mit Hilfe einer kleinen Intrige schafft es seine Jüngste schließlich, dass er... Der angesehene und reiche Hamburger Reeder Viktor Dornhain muss sich am Vorabend zum ersten Weltkrieg damit abfinden, dass sich seine jüngste Tochter Lavinia in den Kopf gesetzt hat, den gesellschaftlich nicht ebenbürtigen Architekten Konrad Michaelis zu heiraten. Mit Hilfe einer kleinen Intrige schafft es seine Jüngste schließlich, dass er zähneknirschend sein Einverständnis zur Ehe gibt, nicht ahnend, dass Konrad und seine zweite Tochter Helene ineinander verliebt sind. Währenddessen ist die Dienerschaft in Aufruhr. Die Dornhains haben ein drittes Dienstmädchen eingestellt, obwohl dies eigentlich nötig ist und es bist jetzt auch kein drittes gegeben hat. Keiner weiß, am wenigsten sie selbst, dass die neu angestellte Klara Viktor Dornhains illegitime Tochter ist. Seine älteste Tochter Ellinor wird einmal seine Reederei übernehmen. Im Gegensatz zur Künstlerin Nele und zum bunten flatterhaften Schmetterling Livi ist sie die ruhigste der drei Dornhain-Schwestern. Doch auch stille Wasser sind tief. Ellinor engagiert sich mit Herz und Seele für Frauenrechte und übersieht dabei auch nicht die Ärmsten der Gesellschaft. Micaela Jary platziert ihren Familienroman vor die Kulisse des ersten Weltkriegs. Man erlebt anhand der Geschichte der wohlhabenden Familie Dornhain und ihren Dienstboten mit, wie sich der Krieg auf die unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten auswirkte. Ihr Roman ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite, reich an Verwicklungen, an Liebe und Herzschmerz. Gekonnte Schilderungen der Schauplätze zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts ergeben ein dichtes, atmosphärisches Bild, so dass der Leser voll und ganz in ihrer Welt eintauchen kann. Das Ende beantwortet viele Fragen, lässt aber noch genug Platz zu Spekulationen. So kann man sich selbst ausmalen, wie es mit der Familie Dornhain und Klara im Nachkriegsdeutschland weiter gehen wird und/oder auf eine Fortsetzung hoffen. Fazit: Ein gelungener Roman zur Zeit des ersten Weltkrieges, der sich nicht auf die Kriegsschauplätze sondern auf die Zivilbevölkerung konzentriert. Lesens- und empfehlenswert!

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Bildgewaltig und doch so Zart!
von Fay1279 am 18.08.2014
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Der verwitwete Reeder Victor Dornhain lebt in einer schönen Villa in Hamburg, direkt am Alsterufer. Zwei seiner Töchter, Ellinor und Lavinia (auch Livi genannt) und seine Mutter Charlotte Dornhain Leben dort mit ihm gemeinsam. Seine dritte Tochter Helene oder Nele, lebt in München um dort Kunst zu studieren. Ellinor, die... Der verwitwete Reeder Victor Dornhain lebt in einer schönen Villa in Hamburg, direkt am Alsterufer. Zwei seiner Töchter, Ellinor und Lavinia (auch Livi genannt) und seine Mutter Charlotte Dornhain Leben dort mit ihm gemeinsam. Seine dritte Tochter Helene oder Nele, lebt in München um dort Kunst zu studieren. Ellinor, die älteste der drei Schwestern ist eher die bodenständige, wohingegen Nele eher die sensiblere ist. Livi jedoch ist als Nesthäkchen völlig verwöhnt und stellt ihre eigenen Bedürfnisse über die der anderen. Bei der Eröffnung des Elbtunnels lernt sie den hübschen und sehr charmanten Architekten Konrad Michaelis kennen und glaubt ihn über alles zu lieben. Sie tut alles dafür, damit Victor Dornhain einer Heirat zustimmt. Konrad lernt jedoch, völlig unabhängig davon und ohne zu wissen wer Sie ist, Nele kennen und sie verlieben sich. Umso dramatischer ist es als er Livi heiraten muss. Wie sollen sich Nele und Konrad nun verhalten? Und wie wird sich Livi in dieser Ehe einrichten ? Dann gibt es da auch noch Klara, die eines Tages bei den Dornhains vor der Tür steht mit einem geheimnisvollem Brief. Dieser sorgt dafür, dass sie als 3. Hausmädchen angestellt wird. Doch in welcher Beziehung steht sie zu den Dornhains? Als dann der 1. Weltkrieg ausbricht verändert sich alles! Mein Fazit: Ich bin begeistert!!!! Dieser historische Roman hat mich von dem ersten Wort an, in den Bann gezogen! Die Autorin Micaela Jary hat eine so wunderschöne Art zu schreiben. Man taucht ein in diese Zeit und spaziert selbst mit am Alsterufer entlang. Es fiel mir oft schwer wieder in die Realität zurückzukehren. Der Schreibstil ist sehr bildgewaltig und trotzdem ganz zart und federleicht. Die Protagonisten kommen absolut authentisch beim Leser an. Zudem hat Frau Jary viel liebe zum Detail beweisen, was die Hintergrundinformationen angeht, wie architektonische Gegebenheiten oder Kunstrichtungen, geschichtliche Gegebenheiten etc. Das Ende jedoch ist so gestaltet, das ich glaube und hoffe, das es eine Fortsetzung geben wird. Denn ich fühlte mich wie ein Mitglied der Familie Dornhain und würde gern noch viele Stunden mit ihnen verbringen. Also definitiv ein Buch, welches ich unbedingt empfehlen möchte. Von mir 5 *

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Eine Familiensaga mit Gefühl
von Klaudia K. aus Emden am 05.08.2014
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Micaela Jary ist ein Garant für wunderbar spannende, sorgfältig recherchierte und authentische Romane. So ist es auch kein Wunder, in diesem Roman hervorragend unterhalten zu werden und ganz nebenbei ein Gefühl für die Zeit um 1911 zu entwickeln; das Leben und Sehnen der Menschen, hauptsächlich in Hamburg setzt die... Micaela Jary ist ein Garant für wunderbar spannende, sorgfältig recherchierte und authentische Romane. So ist es auch kein Wunder, in diesem Roman hervorragend unterhalten zu werden und ganz nebenbei ein Gefühl für die Zeit um 1911 zu entwickeln; das Leben und Sehnen der Menschen, hauptsächlich in Hamburg setzt die Autorin geschickt ein, um die sozialen Schichten der damaligen Zeit zu skizzieren. Die reiche Reedersfamilie Dornhain wohnt in einer herrschaflichen Villa am Alsterufer. Wesentliche Romanfiguren sind Victor Dornhain - ein Witwer mit drei Töchtern - und seine ältere Mutter. Die älteste Tochter Ellinor engagiert sich für die Armen und benachteiligten Gruppen. Helene ist Kunststudentin an der Münchener Akademie während die jüngste der Töchter, Lavinia, das Leben nicht so ernst nimmt und als ausgesprochen verwöhntes "Nesthäkchen" nur die schönsten Seiten des Lebens zu genießen versucht. So bestimmt sie auch ihren Ehemann den sie ehelichen möchte - was für die damalige Zeit an sich schon einen Affront darstellt, denn es war durchaus in diesen gesellschaftlichen Kreisen noch üblich, dass die Eltern den geeigneten Ehepartner wählten. Das männliche Ziel ihrer Begierde ist Konrad Michaelis, der junge und geniale Konstrukteur des Elbtunnels, den sie bei dessen Einweihung kennen lernte. Nicht ahnend, dass Konrad sich bereits in ein anderes Mädchen verliebt hatte, zwingt sie Konrad Michaelis durch einen von ihr in aller Öffentlichkeit herbeigeführten Vorfall gesellschaftlich dazu, der Hochzeit mit ihr zuzustimmen. Sehr eindrucksvoll beschreibt die Autorin in der sich entwickelnden Geschichte die Gegend des Tessin auf Monte Verita. Hier zog sich die eigentliche Liebe des Konrad Michaelis nach einer schweren Erkrankung zurück, um in ihrem Leben im Einklang mit der Natur den gewünschten Frieden wieder zu finden. Die wunderschöne fast schon malerische Beschreibung dieser Gegend nimmt den Leser in schönster Weise völlig gefangen. Der Einfluss des ersten Weltkrieges fließt als einschneidendes Ereignis in den Roman ein. Darstellung von Hunger und Not der vielen Menschen und die fatalen Auswirkungen auf die Hauptpersonen der Geschichte hat die Autorin in eindrucksvoller Weise eingesetzt um plastisch zu zeigen, welch zersetzende Wirkung dieser Krieg auf eine Gesellschaft zerbröckelnder Monarchie des frühen 20. Jahrhunderts hatte. Die Autorin hat authentische Charaktere geschaffen und sie detaillert modelliert. Sehr überzeugend ist auch, dass sich die Charakterzüge während der doch längeren Zeitlinie verändern. Gerade das verstärkt noch die Authentizität. Denn es ist völlig klar, dass die geschilderten einschneidenden Ereignisse dieser bewegten Epoche menschliche Charaktereigenschaften verändern können. Umso überzeugender, spannender und vielschichtiger erscheint somit das gesamte Werk. Mit so mancher der Hauptfiguren leidet der Leser daher zwangsläufig mit und hofft, das Schicksal nähme einen guten Verlauf. In meinen Augen liegt hier eine wunderbare Familiensaga vor, die mir insgesamt sehr nahe gegangen ist. Ich würde mir sehr wünschen, es könnte noch eine Fortsetzung davon geben. So viele interessange Aspekte scheinen noch offen, so viele Entwicklungen möchte ich als Leser noch in den Leben der Hauptfiguren vollendet sehen. Hoffentlich gibt es noch einen Folgeband dieser faszinierenden Story.

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Das Buch sollte einen 6. Stern bekommen
von einer Kundin/einem Kunden aus Halle am 04.08.2014
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Wer ein Buch sucht, dessen Atmosphäre und Umgebung so detailliert beschrieben ist das er sich in eine andere Zeit versetzt fühlt, ich mit „Das Haus am Alsterufer“ gut beraten. Keine Sorge es wird nicht Seitenlang ein bestimmter Gegensand beschrieben aber die Autorin schafft es mit den Stereotypen der damaligen... Wer ein Buch sucht, dessen Atmosphäre und Umgebung so detailliert beschrieben ist das er sich in eine andere Zeit versetzt fühlt, ich mit „Das Haus am Alsterufer“ gut beraten. Keine Sorge es wird nicht Seitenlang ein bestimmter Gegensand beschrieben aber die Autorin schafft es mit den Stereotypen der damaligen Zeit zu spielen und unterschlägt nicht den Wandel der begonnen hat. Der Klapptext beschreibt leider schon sehr viel, am besten ihr lest ihn erst gar nicht. Wer es doch getan hat, für den hält das Buch noch weitere Überraschungen bereit. Die Hauptgeschichte dreht sich um Lavinia die die Ausgeburt eines verwöhnten Püppchens ist und dringend erwachsen werden muss. Der Gegenpart dazu ist Helene. Eine junge Frau die von Hamburg nach München zieht um zu studieren, was als Zeitvertreib bis zum Hochzeit gesehen wird. Dazu packen wir noch 2 Hausmädchen, die eine Hinterhältig und die andere mit einem treuen Charakter, so ist für jeden etwas dabei. Es fällt mir wirklich schwer nichts über das Buch zu verraten, am besten ihr lest es einfach selber. Es gibt eine Überraschung nach der anderen und man fiebert besonders mit Nele mit, die zeitweise einen Schicksalsschlag nach dem anderen hinnehmen muss. Ganz klar 6 von 5 Sternen, eigentlich müsste ich jetzt manch anderen historischen Roman abwerten.

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grandioser Familienepos zu Zeiten des 1. Weltkrieges!
von suggar am 30.07.2014
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Sagenhaft und authentisch lässt die Autorin den Leser an den Wirrungen & Veränderungen um die Zeit des 1. Weltkrieges teilhaben. Beeindruckend beschreibt sie die damalige Zeit, lässt Bilder und Musik entstehen, die den Freigeist, aber auch die Tradition jener Jahre des jungen 20. Jahrhunderts widerspiegeln. Mit Begeisterung bin ich Familie Dornhain... Sagenhaft und authentisch lässt die Autorin den Leser an den Wirrungen & Veränderungen um die Zeit des 1. Weltkrieges teilhaben. Beeindruckend beschreibt sie die damalige Zeit, lässt Bilder und Musik entstehen, die den Freigeist, aber auch die Tradition jener Jahre des jungen 20. Jahrhunderts widerspiegeln. Mit Begeisterung bin ich Familie Dornhain gefolgt, habe mit ihr gelitten, gehofft und gebangt. Ein sensationeller Roman mit viel Liebe & Gefühl verwoben mit der Geschichte Deutschlands! TOPP!

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Schönes Buch!!!
von Bani am 22.08.2015
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Das erste Buch von M. Jary das ich gelesen habe, ich fand das gut und sehr flüssig zum Lesen, allerdings ganz am Ende war ich enttäuscht das Schicksal von Klara nicht mehr beachtet würde und jetzt sehe ich das November 2015 den zweite Teil rauskommt. Das heißt ich muss... Das erste Buch von M. Jary das ich gelesen habe, ich fand das gut und sehr flüssig zum Lesen, allerdings ganz am Ende war ich enttäuscht das Schicksal von Klara nicht mehr beachtet würde und jetzt sehe ich das November 2015 den zweite Teil rauskommt. Das heißt ich muss unbedingt das Sternen über dem Alter lesen weil darin wird die Geschichte von Klara dann weiter erzählt. Ich freue mich ab jetzt schon.

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Ein historischer Roman von Hamburg
von Diana W. aus Pferdewald am 25.12.2014
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Der Roman war wunderschön und sehr informativ gehalten. Mir gefiel vor allem, dass sich die Autorien an zeitlich realistischen Geschehenen orientierte. Mir gefiel nicht, dass die Kapitel nicht dass Wiedergaben was die Überschrift versprach. Desweiteren missfiel mir, dass der Roman nach über 500 Seiten recht offen aus ging. ... Der Roman war wunderschön und sehr informativ gehalten. Mir gefiel vor allem, dass sich die Autorien an zeitlich realistischen Geschehenen orientierte. Mir gefiel nicht, dass die Kapitel nicht dass Wiedergaben was die Überschrift versprach. Desweiteren missfiel mir, dass der Roman nach über 500 Seiten recht offen aus ging.

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