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Das Haus des Windes

Roman. Ausgezeichnet mit dem National Book Award 2012

(5)
Ausgezeichnet mit dem National Book Award – Bester Roman des Jahres
Ein altes Haus, eine ungesühnte Schuld und die Brüste von Tante Sonja – Louise Erdrich führt uns nach North Dakota. Im Zentrum ihres gefeierten Romans steht der 14jährige Joe, der ein brutales Verbrechen an seiner Mutter rächt und dabei zum Mann wird.
Monatelang auf der New-York-Times-Bestsellerliste überhäuft mit Kritiker- und Leserlob: Eine der großen Autorinnen unserer Tage hat ihr brillantestes Buch geschrieben – zart, sehr traurig und sehr lustig.
„Erdrich erzählt mal deftig, mal zum Weinen traurig, mal unglaublich komisch, aber immer so packend, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag.“ SWR3
Portrait
Louise Erdrich, geb. 1954 als Tochter einer Indianerin und eines Deutsch-Amerikaners, ist eine der erfolgreichsten amerikanischen Gegenwartsautorinnen. Ihre Lyrikbände, Kinderbücher und zahlreichen Romane, darunter Weltbestseller wie Die Antilopenfrau, Die Rübenkönigin und Der Club der singenden Metzger, wurden vielfach ausgezeichnet. Zuletzt erhielt sie den National Book Award für „Das Haus des Windes“, den PEN/Saul Bellow Award und den Library of Congress Prize. Erdrich lebt in Minnesota und ist Inhaberin der Buchhandlung Birchbark Books.
Im Aufbau Verlag sind ihre Romane „Das Haus des Windes“, „Die Rübenkönigin“, „Der Klang der Trommel“ lieferbar.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 14.01.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7466-3150-9
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 192/118/35 mm
Gewicht 302
Originaltitel The Round House
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 87.495
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Ulrike Müller, Thalia-Buchhandlung Fulda

Fern aller romantischen Verklärungen und moderner Klischees erzählt Erdrich die Geschichte als Geschichte der kleinen Leute, mit Witz, Liebe und Bodenhaftung! Fern aller romantischen Verklärungen und moderner Klischees erzählt Erdrich die Geschichte als Geschichte der kleinen Leute, mit Witz, Liebe und Bodenhaftung!

Kundenbewertungen


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Übersicht
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Bewegende Geschichte
von mabuerele am 23.02.2016

„...Was ich tue, ist auf die Zukunft gerichtet, auch wenn es dir unwichtig, banal oder langweilig erscheint...“ Wir schreiben das Jahr 1988. In North Dakota lebt der 13jährige Joe mit seiner Mutter, Spezialistin für Stammeszugehörigkeit, und seinem Vater, einen Richter, im Indianerreservat. Die Mutter war nach einem Anruf ins Büro... „...Was ich tue, ist auf die Zukunft gerichtet, auch wenn es dir unwichtig, banal oder langweilig erscheint...“ Wir schreiben das Jahr 1988. In North Dakota lebt der 13jährige Joe mit seiner Mutter, Spezialistin für Stammeszugehörigkeit, und seinem Vater, einen Richter, im Indianerreservat. Die Mutter war nach einem Anruf ins Büro gefahren. Joe und sein Vater wollen sie holen. Doch sie kommt ihnen mit ihrem Wagen entgegen. In dem Moment wissen sie noch nicht, dass ab sofort nichts mehr so ist, wie es war. Die Autorin hat einen beeindruckenden und vielschichtigen Gegenwartsroman geschrieben. Das Buch lässt sich gut lesen. Joe hat die Geschichte viele Jahre später im Rückblick erzählt. Der Mutter war es gelungen, ihrem Vergewaltiger mit dem Auto zu entfliehen. Nach der Rückkehr aus dem Krankenhaus zieht sie sich in das Schlafzimmer zurück und verweigert jedes Gespräch. Selbst ihre beste Freundin möchte sie nicht sehen. Joes Vater versucht, in alten Akten Spuren zu finden, die zum Täter führen. Joe und seine Freunde Zack, Agnus und Cappy gehen einen anderen Weg. Sie versuchen, den Tatort ausfindig zu machen und hoffen, dort auf Hinterlassenschaften des Täters zu stoßen. Dabei gehen sie erstaunlich logisch vor und können Erfolge verbuchen. Joe möchte sein altes Elternhaus zurück. Die gespannte und bedrückende Atmosphäre und den „...eisigen Stillstand der Gefühle...“ kann er nicht aushalten. Doch das Geschehen um die Vergewaltigung, die sich später als sehr viel komplexere Tat herausstellt, ist nur eine Seite des Buches. Darin eingebettet sind weitere Lebensläufe. Zwei möchte ich kurz erwähnen. Da ist zum einen Linda. Die junge Frau wurde als Kind wegen einer körperlichen Behinderung von der Mutter abgelehnt und von einer indianischen Familie aufgenommen. Die Liebe ihrer neuen Mutter verringerte nicht nur durch entsprechende Handgriffe die Behinderung, sie erlaubte Linda ein selbstbestimmtes Leben. Zum anderen erfahre ich als Leser die Lebensgeschichte von Sonja, deren große Brüste den pubertierenden Joe mehr interessieren als ihre eher mütterliche Zuneigung zu ihm. So vielschichtig wie der Roman, so abwechslungsreich ist der Schriftstil. Man muss das pubertierende Verhalten der Jungen und die dazu passende deftige Sprache nicht mögen, aber beides ist realistisch. Wichtig fand ich die Gespräche von Vater und Sohn. Joe wirft seinem Vater vor, dass er nur für Kleinigkeiten zuständig ist und die wichtigen Verhandlungen nicht in die Hand der Indianer kommen. Obiges Zitat ist die Antwort es Vaters darauf. In sachlichen Stil werde ich über die Rechtsprechung und die damit verbundenen Probleme im Reservat informiert. Diese für Außenstehende fast undurchsichtigen Zuständigkeiten führen dazu, dass der Vergewaltiger erst einmal frei kommt. Sehr differenziert werden die Emotionen der Protagonisten dargestellt. Sonjas Wut, die Angst der Mutter, Cappys erste Liebe sind einige Beispiele dafür. Trotz der ernsten Handlung finden sich auch humorvolle Stellen. Andere Abschnitte sind tief berührend. Sehr detailliert beschrieben wird das heutige Leben der Indianer. Die Verhältnisse reichen von tiefer Armut bis zu bescheidenen Wohlstand. Das Cover wirkt geheimnisvoll. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es hat mir eine fast unbekannte Seite der amerikanischen Lebenswirklichkeit gezeigt.

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Selbstjustiz
von leseratte1310 am 20.02.2016

Ein Indianer-Reservat in North Dakota, 1988: Die Mutter des 13jährigen Joe Coutts wird Opfer eines brutalen Verbrechens, sie wurde vergewaltigt und verletzt. Nachdem sie aus dem Krankenhaus entlassen wurde, verschließt sie sich, denn sie hat Angst. Sie spricht nicht und isst auch nicht. Alle machen sich Sorgen. Weder ihr... Ein Indianer-Reservat in North Dakota, 1988: Die Mutter des 13jährigen Joe Coutts wird Opfer eines brutalen Verbrechens, sie wurde vergewaltigt und verletzt. Nachdem sie aus dem Krankenhaus entlassen wurde, verschließt sie sich, denn sie hat Angst. Sie spricht nicht und isst auch nicht. Alle machen sich Sorgen. Weder ihr Mann noch Joe können sie erreichen. Joes Vater ist Richter am Stammes-Gericht und er versucht, seine Möglichkeiten zu nutzen, um die Sache aufzuklären. Aber auch Joe möchte den Täter ermitteln. Dabei helfen ihm seine Freunde, allen voran Cappy. Der verdächtige Linden wird verhaftet, kommt aber sehr schnell wieder frei aufgrund von Kompetenzproblemen, denn der Tatort liegt genau dort, wo drei Territorien zusammentreffen. Wir lernen die Geschichte aus der Sicht von Joe kennen. Sie wird in einem ruhigen Tempo erzählt. Umso mehr gehen einem die beschriebenen Brutalitäten an die Nieren. Es wird ein gutes Bild gezeichnet von den Verhältnissen in den Reservaten. Die Indianer werden diskriminiert und die Gesetzgebung ist auch unzureichend. Der pubertierende Joe ist recht behütet aufgewachsen und möchten einmal Anwalt werden. Dann bricht dieser furchtbare Überfall in sein Leben. Er will seiner Mutter und damit der ganzen Familie helfen, indem er versucht, den Täter zu ermitteln. Das Gefühlschaos von Joe ist sehr gut spürbar. Neben den dramatische Teilen gibt es aber auch komische. Dies ist unter anderem Joes Großvater Mooshum zu verdanken, der wirklich sehr skurril ist. Das Buch vermittelt einen interessanten Einblick in die Kultur der Indianer und über deren heutige Lebensweise, die immer noch schwierig ist. Die Geschichte ist spannend und das Ende dramatisch. "Das Haus des Windes" ist ein berührender und sehr interessanter Roman.

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Stimmt nachdenklich
von vielleser18 aus Hessen am 10.02.2016

Joe lebt mit seiner Familie in einem Indianerreservat in North Dakota. Es ist das Jahr 1988, Joe ist 13 und schwärmt für Star Treck-The Next Generation. Er und seine Freunde sind eigentlich noch Kinder, an der Schwelle zum Erwachsen werden, Joe beginnt für seine Tante Sonja zu schwärmen. Doch... Joe lebt mit seiner Familie in einem Indianerreservat in North Dakota. Es ist das Jahr 1988, Joe ist 13 und schwärmt für Star Treck-The Next Generation. Er und seine Freunde sind eigentlich noch Kinder, an der Schwelle zum Erwachsen werden, Joe beginnt für seine Tante Sonja zu schwärmen. Doch dann kommt ein Sonntag, der nicht nur sein Leben völlig umkrempelt. Joe´s Mutter kommt von einem Ausflug nicht zurück. Als sich Joe und sein Vater auf die Suche begeben, kommt sie ihnen entgegen. Traumatisiert und verletzt. Vergewaltigt. Zum Täter macht sie keine Angaben, sie spricht nicht mehr, isst nicht, zieht sich zurück. Wer hat ihr das angetan ? Joe macht sich mit seinen Freunden auf die Suche ...... Luise Erdrich hat sich gekonnt in die Haut des 13jährigen versetzt. Joe ist inzwischen erwachsen und erzählt von diesem besonderen Jahr, dass nicht nur ihn verändert hat. Erzählt chronologisch und mit einem ruhigen Erzählfluss. Im Vordergrund steht natürlich die Verbrechersuche, aber auch viele Momente drehen sich um Joe und seine Freunde, die begonnen haben sich für das andere Geschlecht zu interessieren. Sie erleben das Jahr 1988 mit all ihrem Drang der Neugierde, dem Hunger und mit dem Ehrgeiz um Gerechtigkeit. Die Autorin lässt uns aber auch Einblick haben in das Leben in einem Reservat und über althergebrachte Geschichten. Dabei lernen wir in den Nebenrollen viele Menschen kennen, die das Leben rund um Joe prägen und so manch eine Szene wird hierbei sehr humorig erzählt und das lockert das ganze - auch dramatische - Geschehen auch wieder gekonnt auf. Es geht vor allem um die Rechte der Indianer bzw. um die unterschiedliche Rechtssprechung die in den USA herrschen. Es gibt Stammesrechte und Bundesrechte, es zählen die Orte auf denen ein Verbrechen statt gefunden hat und das entscheidet wie und ob ein Verbrechen bestraft werden kann. Und es geht um das unterschiedliche Ansehen, so erlebt der Leser mit, wie diskriminierend Joe z.B. im Krankenhaus behandelt wird. Es ist eine ruhige Erzählart, man erlebt diesen Sommer mit und da passiert nicht jeden Tag etwas neues, da erlebt Joe z.B. auch einfach nur glückliche Tage mit seinen Freunden und muss abends miterleben, wie sich seine Familie verändert hat. Langweilig wird es kaum, wechseln sich doch die Situationen, der Humor mit der Spannung, die pubertierenden Gedanken mit der indianischen Geschichte gekonnt ab. Aber erst am Ende kommt noch einmal richtig Dynamik in die Geschichte. Mit vielen Gedanken schießt man hinterher das Buch, auch im Nachwort zeigt die Autorin die Ungerechtigkeit noch einmal auf. Hoffen wir, dass es zu einem Umdenken und zu einer anderen Rechtssprechung führen wird.

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Das Haus des Windes - definitiv lesenswert!
von einer Kundin/einem Kunden am 08.02.2016

Ich habe mich in die Geschichte des Buches schnell eingefunden, das lag mitunter an der tollen Schreibweise, die meiner Meinung nach durch einige Besonderheiten besticht. Zum Beispiel wird auf die klassische wörtliche Rede verzichtet und die Dialoge werden direkt in den Text eingebunden. Das war für mich definitiv mal... Ich habe mich in die Geschichte des Buches schnell eingefunden, das lag mitunter an der tollen Schreibweise, die meiner Meinung nach durch einige Besonderheiten besticht. Zum Beispiel wird auf die klassische wörtliche Rede verzichtet und die Dialoge werden direkt in den Text eingebunden. Das war für mich definitiv mal etwas neues, hat mir aber sehr gut gefallen! Die Emotionen der Protagonisten, insbesondere die der Mutter von Joe werden sehr detailliert und ausdrucks- stark beschrieben, ich habe richtig mitgelitten und konnte ihre Reaktion auf die Geschehnisse sehr gut nachvollziehen. Insgesamt schafft die Autorin hier eine ganz tolle Atmosphäre und man erlebt alles irgendwie mit – so soll es sein!

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Selbstjustiz
von einer Kundin/einem Kunden aus Lichtenstein am 10.02.2016

Schockierend, was die Autorin für dieses Buch recherchiert hat. Unzureichende Gesetze für Straftäter, Machtlosigkeit der Polizei und Gerichte, endloses Leid für Opfer und Betroffene, gerade bei Vergewaltigungen von Frauen in Reservaten. Das ist die bittere Realität, und es wird sich bis heute nicht viel geändert haben. Dieses Buch zeigt deutlich... Schockierend, was die Autorin für dieses Buch recherchiert hat. Unzureichende Gesetze für Straftäter, Machtlosigkeit der Polizei und Gerichte, endloses Leid für Opfer und Betroffene, gerade bei Vergewaltigungen von Frauen in Reservaten. Das ist die bittere Realität, und es wird sich bis heute nicht viel geändert haben. Dieses Buch zeigt deutlich , dass die Menschen indianischer Abstammung in den USA leider immer noch massiv unterdrückt werden. Daran muß sich schnellstmöglich etwas ändern. Man soll die Hoffnung nie aufgeben. Die Zustände sind beschämend für so ein großes, einflußreiches Land. Gut, dass es solche Bücher gibt, die das Leben der vielen vergessenen Menschen dort beschreiben.

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Ein Buch voller Emotionen
von Blumenmeer2 aus Kobern-Gondorf am 28.03.2014
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Das Cover, ein Schattenspiel ist so passend für dieses Buch und zieht sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Joe, ein Junge, im Alter von 13 Jahren, der mit seinen Eltern in einem Reservat in North Dakota lebt. 1988 wird seine Mutter, Geraldine Opfer eines brutalen Verbrechen. Joes Mutter kapselt sich... Das Cover, ein Schattenspiel ist so passend für dieses Buch und zieht sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Joe, ein Junge, im Alter von 13 Jahren, der mit seinen Eltern in einem Reservat in North Dakota lebt. 1988 wird seine Mutter, Geraldine Opfer eines brutalen Verbrechen. Joes Mutter kapselt sich ab. Entfernt sich immer mehr von der Familie und dem Leben. Joe und sein Vater sind hilflos, denn sie wissen nicht wie sie Geraldine helfen können. Da der Täter frei gesprochen wird entwickelt Joe einen Racheplan, damit der Täter seine gerechte Strafe erhält. Eine wunderbare Geschichte. Das Buch ist so einfühlsam und sensibel geschrieben, man taucht sofort in die Geschichte ein. Man spürt wie Gefühle einen in Besitz nehmen. Man fühlt Enttäuchung, Rache , Wut, Liebe usw. man lebt diese Geschichte mit. Dieses Buch ist etwas ganz besondere, es ist so Gefühlvoll geschrieben, man wird sofort in seinen Bann gezogen und möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich war von diesem Buch Überwältigt , von mir verdiente 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Eine bittersüße Coming-up-age Geschichte
von Silke Schröder aus Hannover am 05.03.2014
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Der US-Amerikanerin Louise Erdrich ist mit ihrem neuen Roman “Das Haus des Windes” eine bittersüße Coming-up-age Geschichte gelungen, die sensibel geschrieben, aber unsentimental erzählt ist. Mit viel subtilem Humor wirft sie einen Blick auf das alltägliche Leben in einem Indianerreservat im Jahr 1988, als den Bewohnern durch die Verabschiedung... Der US-Amerikanerin Louise Erdrich ist mit ihrem neuen Roman “Das Haus des Windes” eine bittersüße Coming-up-age Geschichte gelungen, die sensibel geschrieben, aber unsentimental erzählt ist. Mit viel subtilem Humor wirft sie einen Blick auf das alltägliche Leben in einem Indianerreservat im Jahr 1988, als den Bewohnern durch die Verabschiedung des Indian Gaming Regulatory Acts das Betreiben von Spielkasinos erlaubt und damit - immerhin - eine neue Lebensgrundlage zugebilligt wurde. Im Mittelpunkt ihrer Story steht der 13-jährige Joe, der sich in einer schweren moralischen Zwickmühle befindet: Ist Selbstjustiz das richtige Mittel, um das Verbrechen an seiner Mutter zu rächen? Sensibel setzt sich Edrich mit dem Verhältnis von weißem Rassismus und der Gewalt an indigenen Frauen auseinander. Sie bindet aber auch alte Stammes-Mythen in ihre Geschichte ein und zeigt, dass die alten indianischen Riten noch immer lebendig sind, obwohl Staat und Kirche vehement versuchen, die Stämme zu assimileren. Assimileren? Ja, auch eine kleine Hommage an das Star Trek - Universum hat die Autorin eingebaut: Die einzelnen Kapitel tragen Titel der damals frisch ausgestrahlten “The Next Generation”-Episoden. Mit “Das Haus des Windes” gewann Louise Edrich den National Book Award 2013.

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Joe wird erwachsen
von Xirxe aus Hannover am 21.03.2014
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Es ist der Sommer, in dem Joe, soeben 13 Jahre alt geworden, erwachsen wird. Seine Mutter wird Opfer eines brutalen Überfalls, doch aufgrund gesetzgeberischer Unstimmigkeiten fühlt sich keine Ermittlungsbehörde wirklich zuständig. Joe und seine drei Freunde machen sich gemeinsam auf die Suche... Das Verbrechen an Joes Mutter ereignet sich im... Es ist der Sommer, in dem Joe, soeben 13 Jahre alt geworden, erwachsen wird. Seine Mutter wird Opfer eines brutalen Überfalls, doch aufgrund gesetzgeberischer Unstimmigkeiten fühlt sich keine Ermittlungsbehörde wirklich zuständig. Joe und seine drei Freunde machen sich gemeinsam auf die Suche... Das Verbrechen an Joes Mutter ereignet sich im Jahre 1988 in einem Reservat in den USA. Obwohl es sich bei dem Vorfall um die zentrale Geschichte des Buches handelt, ist es doch nur ein Part unter vielen. Joe und seine Freunde lernen die Liebe kennen, es geht um die alten Mythen der Indianer, um Familie, Liebe, Gerechtigkeit, Rassismus undundund. Erdrich ist nicht nur eine Könnerin darin, in beiläufigen Bemerkungen ganze Dramen aufzuzeigen wie beispielsweise die damals noch immer massive Diskriminierung der Indianer oder der Bombenanschlag auf die US-Botschaft in Beirut. Ebenso grandios ist ihre Fähigkeit, daneben überaus witzige Dialoge oder Szenen wie die acht nackten Indianer, die aus der Schwitzhütte flüchten zu beschreiben, ohne dass es aufgesetzt oder gekünstelt wirkt. Auch die Figuren des Romans bringt sie einem nahe: Man leidet, fürchtet oder freut sich mit ihnen und kann deren überaus skeptische Haltung gegenüber den Menschen ausserhalb des Reservates mehr als nachvollziehen. Ja, da fragt man sich, wie Joes Vater trotz alledem so voller Vernunft bleiben kann. Weshalb dann nicht die volle Punktzahl? Weil ich kurz zuvor von Joe R. Lansdale 'Ein feiner dunkler Riss' gelesen habe, das ein sehr sehr ähnliches Thema behandelt: Ein ebenfalls 13jähriger macht sich im Sommer des Jahres 1958 gemeinsam mit Freunden auf, ein vor vielen Jahren begangenes Verbrechen aufzuklären. Und auch hier ist es ein Sommer des Erwachsenwerdens. Doch Lansdales Geschichte war (etwas) packender, was daran liegen mag, dass durch die vielen unterschiedlichen Teile Erdrichs Geschichte nicht so aus einem Guss wirkte. Etwas weniger wäre hier vielleicht mehr gewesen. Nichtsdestotrotz: Voll und ganz empfehlenswert (und Lansdale natürlich erst recht ;-)).

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