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Das Haus in der Löwengasse

Roman. Originalausgabe

(15)
Nur das Schicksal kennt ihren Weg.
Pauline Schmitz ist Waise. Nach dem Tod ihres Onkels auf sich gestellt, findet die junge Frau eine Anstellung als Gouvernante in Bonn. Der Hausherr hat Hintergedanken: Als sich Pauline gegen seine Nachstellungen zur Wehr setzt, steht sie plötzlich auf der Straße – mit nicht mehr, als in einen Koffer passt. Mittellos und ohne Beziehungen droht Pauline das Schlimmste.
Dann kommt ihr das Glück zu Hilfe: Der Kölner Textilfabrikant Reuther nimmt sie in seine Dienste. Und er verliebt sich in sie. Doch Julius Reuther braucht eine Frau mit Geld, will er sein Unternehmen retten. Und Pauline muss sich entscheiden: Folgt sie ihrem Herzen und lebt ein Leben als Mätresse im Verborgenen? Oder geht sie ihren eigenen Weg?
Portrait
Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit ihrem Mann und einem Schäferhund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur und arbeitet seit 2003 als freie Lektorin und Autorin.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 349
Erscheinungsdatum 01.09.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-25901-2
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 190/128/33 mm
Gewicht 342
Auflage 2
Verkaufsrang 29.915
Buch (Taschenbuch)
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Ein schönes und berührendes Buch...
von Mundolibris aus Frankfurt am Main am 19.07.2016

Heute habe ich ein Buch aus dem Jahr 2012 beendet. Um es kurz zu machen, das Buch hat mich vollends überzeugt. Neben der Adelinareihe ist das bisher das Buch, das mir von Petra Schier am besten gefallen hat. Erneut gelang es der Autorin mich abzuholen und dies gleich auf den... Heute habe ich ein Buch aus dem Jahr 2012 beendet. Um es kurz zu machen, das Buch hat mich vollends überzeugt. Neben der Adelinareihe ist das bisher das Buch, das mir von Petra Schier am besten gefallen hat. Erneut gelang es der Autorin mich abzuholen und dies gleich auf den ersten Seiten. Der Spannungsbogen ist fein gezeichnet und beginnt eher sachte um sich dann immer weiter zu steigern. Das Buch besticht durch großartig ausgearbeitete und sehr plastisch beschriebene Figuren. Dank der schönen Schreibweise gelingt es der Autorin ihren Figuren Leben einzuhauchen, so sehr das man glauben könnte, es handle sich um reale Personen. Dazu die wie gewohnt schönen Dialoge und man erlebt mit wie sich eine Liebesgeschichte zur damaligen Zeit angefühlt haben muss. Der Hauptdarsteller, Julius ist ein sehr moderner Mann, eigentlich ganz anders wie so viele Männer im Verhältnis zu seinen weiblichen Angestellten. Nach außen hin eine raue Schale mit einem weichen Kern. Es ist jetzt nicht leicht Julius weiter zu charakterisieren ohne zu viel von der Story zu verraten, deshalb lasse ich es auch sein. Ich empfehle hier, das Buch selbst zu lesen, wenn ihr Wissen wollt welch ein feiner Mann Julius denn ist. Die Schauplätze sind ebenfalls sehr schön beschrieben und so kommt es einem vor als wäre man selbst schon dort gewesen. Der Roman ist eine wunderschöne Liebesgeschichte und daher eigentlich eher etwas für Frauen, so könnte man denken. Aber denkste, auch ich als Mann war von diesem Roman von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Für mich sind das hier hochverdiente 5 Sterne, sowie eine Leseempfehlung!

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Was sich liebt, das neckt sich
von Martina Meyen aus Sankt Augustin am 17.03.2013

Ich liebe Romane, die im historischen Köln spielen und ich fühlte mich hier sofort heimisch. Petra Schier hat die kölsche Atmosphäre sehr gut eingefangen und ein paar Brocken Dialekt rundeten den Einstieg in dieses Buch ab. Pauline Schmitz – alleine schon der Name ist herrlich - hat ein... Ich liebe Romane, die im historischen Köln spielen und ich fühlte mich hier sofort heimisch. Petra Schier hat die kölsche Atmosphäre sehr gut eingefangen und ein paar Brocken Dialekt rundeten den Einstieg in dieses Buch ab. Pauline Schmitz – alleine schon der Name ist herrlich - hat ein schweres Los gezogen und es verschlägt sie nach Köln. Auch hier ist erstmal nicht alles rosig. Sie findet eine Anstellung als Dienstmädchen und ich war doch sehr schockiert, wie damals mit den Dienstboten umgegangen wurde. Ich habe sehr interessante Einblicke in einen Haushalt der feinen Kölner Gesellschaft bekommen. Petra Schier hat die damalige Zeit sehr gut beschrieben, so gut, dass ich tatsächlich in Köln um 1823 gewesen bin. Das Schicksal meint es gut mit Pauline, denn schon bald bekommt sie eine Anstellung als Gouvernante bei dem verwitweten Textilfabrikanten Julius Reuther. Prompt verliebt sie sich in ihren Arbeitgeber, dessen Haushalt sie gehörig aufmischt. Was sich liebt, das neckt sich bekommt hier eine ganz eigene Bedeutung, zumal sich die Beiden ihre Gefühle zunächst gar nicht eingestehen wollen. Es war einfach köstlich, die beiden zu beobachten! Petra Schier schreibt sehr fesselnd und obwohl es hauptsächlich eine Liebesgeschichte ist, kommt auch die Spannung nicht zu kurz. Ränkespiele, Missverständnisse und Eifersüchteleien geben der Geschichte eine gewisse Würze. Die Personen hat Petra Schier sehr liebevoll gezeichnet und ich hatte direkt mehrere Lieblinge. Sie alle waren sehr vielschichtig und interessant. Auch der Kölner Karneval spielt eine kleine Nebenrolle, wurde er doch 1823 wieder neu organisiert und belebt. Ich fühlte mich tatsächlich in das damalige Köln versetzt und das zeichnet für mich einen guten historischen Roman aus. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, bin förmlich durch die Seiten geflogen und ich freue mich auf weitere Bücher dieser sympathischen Autorin.

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Schöner Schmöker
von einer Kundin/einem Kunden aus Kamp-Bornhofen am 23.09.2012

Pauline Schmitz ist nach dem Tod ihres Onkels auf sich gestellt. Ihre erste Stellung als Gouvernante in Bonn muss sie schnell wieder aufgeben, da ihr der Hausherr nachstellt. Ohne Referenzen erhält sie in Köln nur eine Anstellung als einfache Dienstmagd. Dort fällt sie dem Textilfabrikanten Julius Reuther auf. Reuther... Pauline Schmitz ist nach dem Tod ihres Onkels auf sich gestellt. Ihre erste Stellung als Gouvernante in Bonn muss sie schnell wieder aufgeben, da ihr der Hausherr nachstellt. Ohne Referenzen erhält sie in Köln nur eine Anstellung als einfache Dienstmagd. Dort fällt sie dem Textilfabrikanten Julius Reuther auf. Reuther nimmt Pauline in seine Dienste. Pauline erreicht ware Wunder im Hause des Fabrikanten. Die zwei Kinder werden wieder brav und wohlerzogen nachdem Pauline die Erziehung der mutterlosen Kinder übernommen hat. Julius Reuther lässt Paulines Herz höher schlagen und auch er selbst scheint nicht abgeneigt. Doch ein drohender Konkurs des Textilunternehmens kann nur durch die Heirat mit einer reichen Erbin abgewendet werden. Ja, das Thema ist nicht neu und ich wurde sogar ein wenig an die Autorin Hedwig Courths-Mahler erinnert, als ich dieses Buch gelesen habe. Das Flair ist dem sehr ähnlich. Wie schon in ihren anderen Büchern, weiß der Schreibstil der Autorin zu fesseln und ich habe das Buch in Rekordzeit gelesen, da es sehr unterhaltsam war. Das Buch war schön entspannend und es gab eine Liebesgeschichte fürs Herz. Sehr gut gefällt mir, dass der Roman einen Einblick in das harte Leben einer Magd gibt. In vielen Romanen wird das nur so am Rande erwähnt. Zu der vielen und harten Arbeit, gab es oft nur wenig Lohn, Freizeit und der Hausherr hat sich auch oft Rechte herausgenommen, die ihm nicht zustanden. Die Folgen hatte dann ganz alleine die Magd zu tragen. Ein hartes Leben. Ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin und einer Fortsetzung von dem "Haus in der Löwengasse" bin ich auch nicht abgeneigt.

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Liebe im 19 Jahrhundert
von einer Kundin/einem Kunden aus gelsenkirchen am 16.09.2012

Die Autorin Petra Schier hat eine sehr einfühlsame, mit viel Herz geschriebene Liebesgeschichte von Julius und Pauline aufs Papier gebracht. Wie immer schaft sie es mit ihren historischen Erzählungen die Leser in Zeit und Raum zu verzaubern. Man erlebt mit und lernt beim lesen wie es Früher war... Die Autorin Petra Schier hat eine sehr einfühlsame, mit viel Herz geschriebene Liebesgeschichte von Julius und Pauline aufs Papier gebracht. Wie immer schaft sie es mit ihren historischen Erzählungen die Leser in Zeit und Raum zu verzaubern. Man erlebt mit und lernt beim lesen wie es Früher war als Frau zu leben. Pauline wächst gut behütet bei ihrem Onkel in Bonn auf, er ermöglicht ihr eine sehr gute Bildung in Erziehung, Schule und Musik. Als ihr Onkel stirbt nimmt sie eine Stelle als Gouvernante an. Der Hausherr vergreift sich an Pauline, die Hausherrin erwischt die Beiden, sie weiß das es nicht Paulines Schuld ist, gibt ihr noch ihren Lohn und Pauline ist auf der Straße. Sie nimmt mit ihren bischen Hab und Gut eine Kutsche nach Köln. Dort angekommen, bekommt sie durch einen Zufall eine Stelle als Magd bei der Familie Stein die eine Apotheke besitzt und ackert von morgens bis abends, kaum Freizeit aber sie ist sich dafür nicht zu schade. Für wenig Lohn wurden Früher die Bediensteten ausgenutzt. Julius sieht Pauline das erstemal in der Apotheke und verliebt sich auf den ersten Blick in sie. Er ist Witwer mit 2 Kindern und besitzt eine Textilfabrik die den Bankrot nahe ist. Er stellt Pauline als Gouvernante ein um ihr näher zu sein. Sie versteht sich nach Anfangsschwierigkeiten mit den beiden Kindern gut und verliebt sich auch in Julius, zeigt es aber nicht. Julius braucht eine finanzkräftige Frau und die Fabrik zu retten aber er liebt Pauline.Pauline rät Julius eine reicht Frau, ihre beste Freundin zu heiraten um die Fabrik zu retten.......... Mehr wird nicht veraten. Herzschmerz ist angesagt Das Buch ist flüssig geschrieben, von Anfang an kann man in die Geschichte eintauchen, hatte wieder Kopfkino. Ich bin von Petra Schier und ihren Bücher faziniert. Wieder ein sehr schönes, gut geschriebenes Buch!! Herzlichen Glückwünsch Sehr zu empfehlen, ich freue mich auf das nächste Buch von Dir !!!

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Das Haus in der Löwengasse
von einer Kundin/einem Kunden aus Olbersdorf am 10.09.2012

Eigentlich lese ich recht selten historische Romane. Nicht, weil sie mich nicht interessieren, sondern eher, weil man ja doch schon schlechte Erfahrungen gemacht hat, wenn ein Buch zu langweilig und trocken daher kam oder mich die Protagonisten überhaupt nicht angesprochen haben (wobei das natürlich auch bei anderen Genres passieren... Eigentlich lese ich recht selten historische Romane. Nicht, weil sie mich nicht interessieren, sondern eher, weil man ja doch schon schlechte Erfahrungen gemacht hat, wenn ein Buch zu langweilig und trocken daher kam oder mich die Protagonisten überhaupt nicht angesprochen haben (wobei das natürlich auch bei anderen Genres passieren kann). Hier wurde ich wirklich überrascht. Denn Petra Schier hat nicht nur einen wirklich schönen Schreibstil, der wunderbar zur damaligen Zeit passt und sich außerdem flüssig lesen lässt und eine wunderbare Art, Szenen und Orte zu beschreiben. Sie schafft auch Protagonisten, die einem wirklich ans Herz wachsen und einen noch nach dem Lesen eine Weile beschäftigen. Pauline ist eine gebildete und starke Persönlichkeit, auch wenn das anfangs noch gar nicht so scheint. Sie hat eine wahnsinnig große Entwicklung im Laufe der Geschichte durchgemacht, die mich wirklich beeindruckt hat. Ist sie anfangs noch ziemlich ängstlich, unsicher und versucht es, allen recht zu machen, ändert sich das schlagartig, als sie von Julius Reuther angestellt wird. Sie lernt es, sich zu behaupten und sich nicht alles gefallen zu lassen, auch wenn das damals für eine Frau gar nicht so leicht war. Kurze Rückblenden - meist in Form von Träumen - sorgen dafür, dass man erfährt, was Pauline vor ihrer Zeit in Köln zugestossen ist und warum sie anfangs so unsicher und recht ängstlich ist. Julius Reuther ist ein toller Protagonist. Kein pflegeleichter Mensch, denn er ist sehr verschlossen, mürrisch und meist schlecht gelaunt, taut aber so nach und nach immer mehr auf. Julius hat - ebenso wie Pauline - schlechte Erfahrungen gemacht und auch jetzt werden ihm immer wieder Steine in den Weg gelegt, die am Ende für eine kleine Überraschung sorgen. Nicht nur diese beiden Hauptcharaktere sind wirklich liebenswert und besitzen die nötige Tiefe, ebenso ist es auch bei den Nebenprotagonisten, ganz besonders bei Pauline´s Freundin Frieda, die mich doch positiv überraschen konnte. Ich fand es wirklich schade, als das Buch fertig gelesen war, denn ich hatte mich so wohl in der Geschichte und mit den Charakteren gefühlt, dass ich gerne noch eine Weile dort verweilt hätte. Auch die Geflogenheiten der damaligen Zeit wurden sehr gut beschrieben und gerade die Rolle der Frau hat man hier sehr gut kennengelernt, ebenso welche Rolle richtige Liebe überhaupt gespielt hat. Fazit: Ein wunderbarer historischer Liebesroman, der mich mit wunderbaren Charakteren, einem schönen Schreibstil und viel Gefühl - ohne jedoch kitschig zu werden - absolut überzeugen konnte, doch wieder mehr in diese Richtung zu lesen. Ich bin schon sehr auf den nächsten historischen Roman von Petra Schier gespannt.

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Eine Liebe im 19. Jahrhundert
von Katzenpersonal Kleeblatt aus Berlin am 05.09.2012

Petra Schier entführt den Leser mit diesem Roman ins deutsche 19. Jahrhundert. Es ist eine Zeit, in der Frauen als Ware betrachtet werden. Sind sie von niederem Stand, werden sie ausgenutzt und unterbezahlt, müssen ihren Herrschaften zu Diensten sein, was immer diese mögen. Weigern sie sich, sind sie selbst... Petra Schier entführt den Leser mit diesem Roman ins deutsche 19. Jahrhundert. Es ist eine Zeit, in der Frauen als Ware betrachtet werden. Sind sie von niederem Stand, werden sie ausgenutzt und unterbezahlt, müssen ihren Herrschaften zu Diensten sein, was immer diese mögen. Weigern sie sich, sind sie selbst schuld, wenn sie mit Schimpf und Schande davon gejagt werden. Begüterte Frauen werden von ihren Väter nutzbringend und reich verheiratet, denn schließlich wäscht ja eine Hand die andere. Keine angenehme Zeit für Frauen und schon gar keine, wenn sie allein und ohne Beistand sind, so wie Pauline. Pauline ist eine sympathische junge Frau, die Dank ihres Onkels eine sehr gute Bildung erreichen konnte. Nach seinem Tod ist sie gezwungen, eine Stellung als Gouvernante anzunehmen. Als sie diese Stellung aufgeben muss, ist sie sich nicht zu fein und nimmt eine Stellung an, die fast niedriger nicht geht - als Magd. Petra Schier ist es gelungen, den Leser mit in diese Zeit hineinzunehmen. Durch Pauline erfahren wir viel von den Lebensumständen, in der die Bediensteten lebten. Von früh bis spät werden ihnen Aufgaben aufgetragen, ohne groß die Möglichkeit zu haben, zwischendurch zu verschnaufen. Kein angenehmes Leben und schon gar keins, das gut bezahlt wird. Als Pauline die Möglichkeit erhält, wieder als Gouvernante zu arbeiten, ergreift sie sofort die Gelegenheit. Nun lernen wir eine Pauline kennen, die nicht mehr unterwürfig vor ihren Herrschaften kratzbuckelt, sondern die sich selbstbewusst behauptet. Sie hat es auch dort nicht leicht, hat sie doch anfänglich die beiden Kinder Ricarda und Peter gegen sich, die versuchen, ihr das Leben schwer zu machen. Jedoch mit fester Hand gelingt es ihr, nicht nur die Kinder für sich einzunehmen, dank ihrer Tatkraft wird auch die Ordnung im Haus spürbar verbessert. Sehr einfühlsam erzählt die Autorin auch die Liebesgeschichte von Julius und Pauline. Beide haben mit alten Dämonen zu kämpfen und beide machen es sich nicht leicht. Im 19. Jahrhundert ist es auch nicht gerade üblich, aus Liebe zu heiraten. Da Julius' Firma gerade den Bach runtergeht, sieht er sich gezwungen, eine Heirat aus finanziellen Gründen in Betracht zu ziehen. Pauline rät ihm ebenfalls dazu. Als Leser fühlt man mit den beiden mit. Das Für und Wider einer Vernunftehe wird genauso glaubhaft und nachvollziehbar dargelegt, wie ihre Liebe und ihre Gewissensbisse. Sie wissen nicht aus noch ein, bis Pauline eine Entscheidung fällt. Von der ersten Seite an taucht der Leser in die Geschichte hinein und nimmt Anteil am Leben von Pauline. Man fühlt sich ihr nah und leidet mit ihr mit. Als Leser begleitet man sie durch alle Widrigkeiten, zum Teil auch durch Rückblicke. Hat man diese Geschichte begonnen, gibt es kein Halten mehr, man wird förmlich in sie hineingezogen, sie lässt einen nicht mehr los. Man möchte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Zumindest ging es mir so. Ich wurde regelrecht getrieben, wollte wissen, wie es weiter geht. Ein Buch, das für sich selbst spricht, ohne Wenn und Aber.

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wunderbarer historischer Roman
von Manja Teichner am 03.09.2012

Meine Meinung: Pauline Schmitz hat es nicht leicht in ihrem Leben. Nach dem Tod ihrer Eltern ist sie zu ihrem Onkel gezogen. Doch nun ist dieser auch verstorben eher er sie verheiraten konnte. Damit Pauline über die Runden kommt nimmt sie eine Stelle als Gouvernante an. Allerdings möchte der Hausherr mehr... Meine Meinung: Pauline Schmitz hat es nicht leicht in ihrem Leben. Nach dem Tod ihrer Eltern ist sie zu ihrem Onkel gezogen. Doch nun ist dieser auch verstorben eher er sie verheiraten konnte. Damit Pauline über die Runden kommt nimmt sie eine Stelle als Gouvernante an. Allerdings möchte der Hausherr mehr von ihr als nur die Erziehung seiner Kinder. Als dies die Mutter der Kinder bemerkt kommt es zum Skandal und Pauline muss die Stadt verlassen. Sie geht nach Köln wo sie eine Anstellung als Magd findet. Doch dies bedeutet für sie ein sozialer Abstieg, kommt sie doch aus gutem Hause und die Arbeit einer Magd ist ziemlich hart. Bei einem gesellschaftlichen Anlass hält Pauline dem Sohn von Julius Reuther eine Standpauke. Dieser erwischt sie zufällig dabei und ist begeistert von ihrem Umgang mit Kindern. Kurzerhand stellt Julius Pauline als Gouvernante ein und alles scheint perfekt. Bis die Liebe ins Spiel kommt … „Das Haus in der Löwengasse“ war mein erster Roman von Petra Schier. Mit diesem Buch entführt die Autorin den Leser ins Jahr 1823. Die Protagonistin Pauline ist 23 Jahre alt und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Sie wächst bei ihrem Onkel auf, wo sie eine gute Erziehung genießt. Zu Beginn der Handlung wirkt Pauline etwas schwach. Dies ändert sich aber nach dem Tod des Onkels. Nun muss sie sich durchbeißen und beweist dabei allerhand Durchhaltevermögen. Julius Reuther ist Witwer und hat zwei Kinder. Diese sind ziemlich wild und brauchen jemanden, der sich um sie kümmert. Sein Unternehmen steht kurz vor dem Aus und Julius braucht eine Frau mit Geld. Von Pauline ist er auf Anhieb begeistert. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Liebesgeschichte, doch diese Liebe ist schwierig. Pauline ist ja nur die Gouvernante und Julius braucht eine Frau mit Geld. Wird das gut gehen? Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und einfühlsam. Bildhaft beschreibt sie die Handlungsorte, so dass man sich als Leser alles gut vorstellen kann. Die Sprache ist angepasst an die damalige Zeit und auch der eingebrachte Kölsche Dialekt passt gut. Die Handlung selber fesselt von Beginn an auf ihre ganz eigene Art und Weise. Immer wieder gibt es Überraschungen, die einen zwingen weiterzulesen. Fazit: „Das Haus in der Löwengasse“ von Petra Schier ist ein wunderbarer historischer Roman. Spannend und gefühlvoll geschrieben zeigt die Autorin die damaligen Lebensverhältnisse auf. Dies wird sicherlich nicht mein letzter Roman von Frau Schier gewesen sein. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

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Haus, Bewohner, Liebes- und andere Geschichten
von Uwe Tächl aus Bremen am 30.08.2012

Fazit: Wie Petra Schier ja auch schon nahelegt, ist das Buch nicht nur für die weibliche Leserschaft, sondern ohne Einschränkung auch für männliche Leser geeignet. Das Buch schafft die Balance zwischen historischer Handlung und mit Überraschungen gespickter Liebesgeschichte, die eine perfekte Einheit bilden. Das Buch fesselt und es fällt schwer,... Fazit: Wie Petra Schier ja auch schon nahelegt, ist das Buch nicht nur für die weibliche Leserschaft, sondern ohne Einschränkung auch für männliche Leser geeignet. Das Buch schafft die Balance zwischen historischer Handlung und mit Überraschungen gespickter Liebesgeschichte, die eine perfekte Einheit bilden. Das Buch fesselt und es fällt schwer, eine Pause beim Lesen einzulegen. Alle, die schon ein Buch von der Autorin gelesen haben, sollten auf jeden Fall zugreifen. Für alle Neu-Fans ist es die ideale Gelegenheit Petra Schier für sich zu entdecken, da der Roman für sich alleine steht.

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Ein Haus, seine Bewohner und ihre Erlebnisse
von Uwe Taechl aus Bremen am 30.08.2012

Setting: Der Roman spielt im Jahr 1823. Dies wird explizit im Buch leider nicht erwähnt, doch Petra Schier ist so nett, dies auf ihrer Webseite zu schreiben. Warum der Verlag die genaue zeitliche Einordnung scheut, wird wohl immer ein Geheimnis bleiben. In ihren bisherigen Romanen, die in weiter zurückliegenden Jahrhunderten... Setting: Der Roman spielt im Jahr 1823. Dies wird explizit im Buch leider nicht erwähnt, doch Petra Schier ist so nett, dies auf ihrer Webseite zu schreiben. Warum der Verlag die genaue zeitliche Einordnung scheut, wird wohl immer ein Geheimnis bleiben. In ihren bisherigen Romanen, die in weiter zurückliegenden Jahrhunderten angesiedelt sind, ist es Petra Schier schon gelungen auf beeindruckende Weise die Orte und Personen im Kopf des Lesers zum Leben zu erwecken. Genau dies ist diesmal auch wieder der Fall. Man meint auf den Straßen Kölns zu wandeln, Teil des Haushalts zu sein und mitzukriegen, wie schwer die Arbeit für alle Angestellten ist. Man kommt beim Silberputzen fast selbst ins Schwitzen, fühlt mit, wenn Holzscheite mehrere Stockwerke nach oben getragen werden, und meint sich selbst inmitten überfüllter Straßen während des Karnevalsumzuges zu befinden, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Charaktere. Ebenfalls gelungen sind die Charaktere und ihre Zusammenstellung. Von den jüngsten Kindern bis hin zur mitfühlenden Großmutter, von der besten Freundin bis zum "Bösewicht" kann man ihr Verhalten nachvollziehen und mit ihnen leben, leiden und lieben. Eine Anspielung auf eine andere Romanreihe von Petra Schier findet mit dem Apotheker Burka ebenfalls ihren Platz. Geschichte: Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt und ich hatte wirklich Mühe, das Buch aus der Hand zu legen. Sie ist sehr intelligent aufgebaut und sorgt immer wieder für Überraschungen. Auch handelt es sich zum Glück nicht um eine 08/15 Liebesgeschichte, wie es in dem Genre ja durchaus vorkommen mag, sondern bietet weitaus mehr. Petra Schier gelingt es, die Liebesgeschichte so schön in das historische Setting einzubauen, dass ein Gleichgewicht zwischen emotionalen Elementen und dem normalen Tagesablauf mit Festen, Veranstaltungen, Unterricht und Haushaltskram entsteht. Hinzu kommen Julius Reuthers Probleme mit seiner Firma, die für einiges an Spannung sorgen. Ich habe mich besonders über die Beschreibung des Rosenmontag und die Festtagssitzung gefreut, die dann doch etwas anders abliefen, als heutzutage. Fazit: Wie Petra Schier ja auch schon nahelegt, ist das Buch nicht nur für die weibliche Leserschaft, sondern ohne Einschränkung auch für männliche Leser geeignet. Das Buch schafft die Balance zwischen historischer Handlung und mit Überraschungen gespickter Liebesgeschichte, die eine perfekte Einheit bilden, die für 350 Seiten Lesespaß sorgt. Das Buch fesselt und es fällt schwer, eine Pause beim Lesen einzulegen. Alle, die schon ein Buch von der Autorin gelesen haben, sollten auf jeden Fall zugreifen. Für alle Neu-Fans ist es die ideale Gelegenheit Petra Schier für sich zu entdecken, da der Roman für sich alleine steht.

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Ein Traumhaft gelungenes Werk
von kessi am 27.08.2012

Zum Inhalt Pauline deren Eltern leider schon verstorben sind, hat bei ihrem liebevollen Onkel gelebt. Nun ist dieser leider auch tod und Pauline ist ab nun an auf sich gestellt. Als Gouvernante in Bonn kann sie in dem Hause Buschner eine Anstellung finden. Doch leider hatte der Hausherr Hintergedanken denen er... Zum Inhalt Pauline deren Eltern leider schon verstorben sind, hat bei ihrem liebevollen Onkel gelebt. Nun ist dieser leider auch tod und Pauline ist ab nun an auf sich gestellt. Als Gouvernante in Bonn kann sie in dem Hause Buschner eine Anstellung finden. Doch leider hatte der Hausherr Hintergedanken denen er auch nachging. Zum Leidwesen von Pauline, die nun die Stadt verlassen muss. Jetzt steht sie auf der Straße und es heißt eine neue Stelle zu finden. In Köln angekommen findet sie zunächst eine Anstellung als Magd, mit der sie aber nicht glücklich ist. Doch dann scheint ihr Schicksal eine Wendung zu nehmen und das Glück kommt ihr zu Hilfe. Herr Reuther, ein Kölner Fabrikant, stellt Pauline als Gouvernante für seine Kinder ein. Julius Reuther braucht Geld, aber es gibt ein Problem, er hat sich in Pauline verliebt, Was gilt es nun zu tun? Wird er eine Frau heiraten, die er nicht liebt, aber eine -riesen Mitgift hat und er durch diese Heirat sein Unternehmen retten kann? Und wie wird Pauline ihren Weg gehen? Wird sie tun was am vernünftigsten ist, oder folgt sie ihrem Herzen? Meine Meinung Dies war mein erstes Buch von der Autorin Petra Schier. Und was soll ich sagen, ich war ganz in ihrer Welt versunken. Von der ersten Seite an habe ich mich wohl gefühlt und wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Hauptprotagonistin Pauline ist eine liebenswerte Frau, die man nur bewundern kann. Die Autorin hat es geschafft, ihr eine ruhige Ausstrahlung zu geben. In allem was Pauline macht, strahlt sie so eine gewisse Ruhe aus, und das machte mir Pauline auch so sehr sympathisch. Dank ihres Onkels, der sehr darauf bedacht war, konnte sie eine gute Bildung genießen. Und das sie so gebildet ist, kommt ihr in mancher Situation zu Gute. Der Schreibstil ist grandios, nicht nur, dass dieses Buch von der großen Liebe handelt. Nein es hat auch einen gewissen Scharm und Witz. Das Buch vermittelt dem Leser den Eindruck, dass es mit viel Liebe zum Detail geschrieben wurde. Dieses Buch bekommt von mir volle 5 Sterne, weil es das einfach verdient hat.Es es ein Buch zu wohlfühlen und ich kann es nur wärmstens empfehlen. Einfach ein super gut gelungener Roman.

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Liebe und Happy End - was will "Frau" mehr?!
von S. Degenhardt alias Smilla aus Rheinland Pfalz am 16.01.2013

Pauline Schmitz, junge Gouvernante, wurde gerade von ihrem ersten Arbeitgeber entlassen. Seine Frau war ihm auf die Schliche gekommen, dass er Pauline nachstellte. Auf der Suche nach einer neuen Stelle landet Pauline zunächst in Köln, bei einer angesehenen Kaufmannsfamilie - allerdings nur als Magd. Durch einen Zufall begegnet sie... Pauline Schmitz, junge Gouvernante, wurde gerade von ihrem ersten Arbeitgeber entlassen. Seine Frau war ihm auf die Schliche gekommen, dass er Pauline nachstellte. Auf der Suche nach einer neuen Stelle landet Pauline zunächst in Köln, bei einer angesehenen Kaufmannsfamilie - allerdings nur als Magd. Durch einen Zufall begegnet sie eines Tages Julius Reuther, einem Textilfabrikanten. Dieser entschliesst sich kurzerhand, Pauline als Gouvernante für seine beiden Kinder anzustellen, da seine Frau vor ein paar Jahren verstorben ist und sich keiner richtig um sie kümmern kann. Pauline macht ihre Arbeit große Freude und sie fühlt sich im Hause Reuther zunehmend wohl. Es kommt, wie es kommen muss: Beide fühlen sich voneinander angezogen. Doch ihrem Glück steht Julius' schwierige finanzielle Lage entgegen, weswegen er gezwungen ist, sich eine gute Partie zu suchen. Ich habe schon lange kein Buch mehr so schnell durchgelesen! Inhaltlich erinnerte es mich ein wenig an "Sturmhöhe" und "North and South", also eine gewisse Mischung aus beidem, wobei die Handlung in Deutschland spielt und nicht ganz so anspruchsvoll geschrieben ist, wie diese beiden Klassiker. Doch ab und zu braucht "Frau" auch mal etwas zum Entspannen, und für diesen Zweck war "Das Haus in der Löwengasse" perfekt geeignet. Die Handlung ist zum größten Teil vorhersehbar und natürlich gibt es ein Happy End. Bis zu 3/4 des Buches war ich total angetan von diesem netten Schmöker. Was mich ein wenig störte, war die fehlende Zeitangabe. Nirgendwo konnte man lesen, in welchem Zeitraum dieses Buch handelt, auch wenn ich mir nach einigen Seiten zusammen reimen konnte, dass es wohl im 19. Jahrhundert angesiedelt sein muss. Zum Ende hin musste ich ausserdem über Paulines Handlung(en) den Kopf schütteln. Gerade als "gebranntes Kind" geht sie eine tiefere Beziehung zu Julius ein, was ich irgendwie unlogisch fand, nach allem, was ihr in der Vergangenheit widerfahren war. Auch den Klappentext möchte ich ein wenig bemängeln, denn dass Pauline Julius' Mätresse wird - davon war im Buch nie die Rede! Nachdem ich das Ende gelesen hatte, war ich dennoch glücklich, denn Liebe und ein Happy End, das hatte ich mal wieder gebraucht!

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Das Haus in der Löwengasse
von Sonja am 21.11.2012

Der neueste Roman, von Petra Schier, das Haus an der Löwengasse, ist wieder ein Meisterwerk der Autorin, die vor allem für ihre historischen Romane ausgezeichnet ist. Auch dieses Buch spielt in vergangener Zeit, in Köln ca.1823. Wie immer besticht Petra Schier damit, dass sie, mit ihren Worten den Leser verzaubert und... Der neueste Roman, von Petra Schier, das Haus an der Löwengasse, ist wieder ein Meisterwerk der Autorin, die vor allem für ihre historischen Romane ausgezeichnet ist. Auch dieses Buch spielt in vergangener Zeit, in Köln ca.1823. Wie immer besticht Petra Schier damit, dass sie, mit ihren Worten den Leser verzaubert und ihn regelrecht in eine andere Zeit transportiert. Beim Lesen ist es so als ob man richtig in der Geschichte steckt, man fühlt, leidet und freut sich mit der Protagonistin, die kein einfaches Leben hat. Aufgezogen wurde sie von ihrem reichen Onkel und hat eine gute Bildung bekommen, die ihr einziges Kapitel sein wird. Denn bevor sie verheiratet wurde verstirbt ihr Onkel und von nun an ist sie auf sich alleine gestellt, ohne Einkommen. Sie bekommt eine Stelle als Gouvernante, doch wird von ihr hier mehr verlangt, als sie eigentlich geben will und schon bald landet sie auf der Straße. Ihr Weg führt sie nach Köln um als einfache Magd ihren Lebensunterhalt mit sehr harter Arbeit zu verdienen. Doch dann scheint sich wieder das Glück zu ihr zu wenden und sie bekommt eine Anstellung beim Textilfabrikant Reuther, jedoch mit dieser neuen Aufgabe kommen auch neue, vielleicht noch größere Probleme auf die junge Frau zu… Wird sie es schaffen ihr Glück zu finden oder ist sie weiterhin vom Pech verfolgt? Den Roman würde ich vor allem Frauen empfehlen, die gerne über Liebe und Leid lesen und sich auch gerne mit historischen Zeiten beschäftigen. Der Sprechstil des Buches ist rund und flüssig, einzig negativ ist mir aufgefallen, dass ich manchmal dachte, jetzt muss doch mal was passierten, jetzt muss es doch mal weitergehen. Aber auch im echten Leben braucht jede Entwicklung seine Zeit… Daher mein Fazit: Das Haus an der Löwengasse ist wieder mal ein wunderschönes Buch von Petra Schier, der vor allem die Frauenzielgruppe ansprechen wird, aber dennoch kann ich mir vorstellen, dass das Buch auch von Männern geliebt werden kann.

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Schöner historischer Roman - Lesenswert!
von Lilienlicht am 10.10.2012

Meine Meinung Der Einstieg in die Geschichte ist Frau Schier gut gelungen. In den ersten knapp 100 Seiten erfährt der Leser, wer Pauline Schmitz ist und was ihr widerfuhr. Ab und an wurde auch schon über Herrn Reuther berichtet, so dass der Leser sich einen recht guten Überblick verschaffen kann.... Meine Meinung Der Einstieg in die Geschichte ist Frau Schier gut gelungen. In den ersten knapp 100 Seiten erfährt der Leser, wer Pauline Schmitz ist und was ihr widerfuhr. Ab und an wurde auch schon über Herrn Reuther berichtet, so dass der Leser sich einen recht guten Überblick verschaffen kann. Die Geschichte wir aus der Perspektive des allwissenden Erzählers beschrieben. Ab Kapitel 17 kommt die Handlung zunehmend in Fahrt. Sehr gut hat es mir gefallen, dass es zum Ende hin immer spannender wurde. Man hatte meist das Bedürfnis unbedingt weiter lesen zu wollen und erlaubte sich gern ein Kapitel mehr zu lesen, als es geplant war. Pauline Schmitz war mir von Beginn an sehr sympathisch. Trotz der schlimmen Geschehnisse aus der Vergangenheit, gibt sie sich stark nach außen. Ihrer „niederen“ Stellung als Magd nimmt sie sich schnell an und entwickelt einen richtigen Ehrgeiz. In Momenten in denen sie allein ist merkt man, dass die Vergangenheit sehr an Pauline nagte. Auch ihre Alpträume machten ihr zu schaffen. Man konnte so erkennen, dass Pauline nicht dauerhaft allem gewachsen war. Allerdings konnte sie sich stets besinnen. Ihre Handlungen waren meist geprägt von Vernunft und Höflichkeit – wie es sich zur damaligen Zeit schickte. Manchmal agierte sie jedoch auch ein wenig naiv. Das konnte ich stellenweise nicht richtig nachvollziehen, aber es störte nicht! Mit Julius Reuther wurde ich nicht so schnell warm. Er verhielt sich in meinen Augen zwar zeitgemäß, war aber oft schlecht gelaunt, teilweise cholerisch. Nach und nach konnte man hinter seine Fassade blicken. Dadurch schloss ich ihn bald in mein Herz. Frieda Oppenheimer freundet sich im Laufe der Geschichte mit Pauline an. Zu Beginn konnte ich sie nicht einschätzen, habe sie eher neutral betrachtet. Am Ende konnte sie mit ihrer Sympathie punkten. Generell waren die Gefühlswelten von Pauline und Julius sehr gut dargestellt. Ihre Gefühle sind stellenweise Achterbahn gefahren. Ich gesellte mich dazu und fieberte mit! Man konnte sich wirklich gut in die beiden hinein versetzen. Dies ließ die Geschichte authentisch wirken. Historische Fakten und Begebenheiten hat man nur am Rande mitbekommen. In Anbetracht des Handlungsverlaufs war dies die perfekte Mischung. Der Schreibstil von Petra Schier ist vorzüglich. Er zeichnet sich durch seine leichte Verständlichkeit und Einfachheit aus. Der Text verlor dadurch keinesfalls an Qualität. Flüssiges Lesen ist in diesem Buch garantiert. Fazit Der historische Roman „Das Haus in der Löwengasse“ ist auf jeden Fall eine Leseempfehlung. Mir persönlich gefallen diese Geschichten aus dem 19. Jahrhundert, weil es doch noch nicht all zu lang hinter uns liegt und die Gesellschaft sich langsam zum Modernen hin entwickelte. Da die Charaktere sowie ihre Emotionen toll dargestellt worden sind und die Handlung stetig an Spannung zunahm, hat mir das Lesen eine große Freude bereitet. Leider konnte mich das Buch erst nach 100 Seiten in seinen Bann ziehen. Die große Euphorie, welche viele Leser in der Leserunde für das Buch entwickelten, konnte ich nicht in diesem Umfang teilen. Deshalb gibt es einen Punkt Abzug.

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Als Gouvernante im 19. Jahrhundert
von allegra am 18.09.2012

Das in warmen, rotbraunen Farbtönen gehaltene Cover, das einen mit Gittertor und einer Statue verzierten Eingang eines wohlhabenden Hauses zeigt, ist mir gleich ins Auge gesprungen. Das Bild wirkte auf mich geheimnisvoll und auch etwas unheimlich, sodass ich gleich neugierig war, was es mir diesem Haus in der Löwengasse... Das in warmen, rotbraunen Farbtönen gehaltene Cover, das einen mit Gittertor und einer Statue verzierten Eingang eines wohlhabenden Hauses zeigt, ist mir gleich ins Auge gesprungen. Das Bild wirkte auf mich geheimnisvoll und auch etwas unheimlich, sodass ich gleich neugierig war, was es mir diesem Haus in der Löwengasse auf sich hat. Der Leser wird in das Milieu der Dienstmädchen und Gouvernanten des 19. Jahrhunderts entführt. Der Alltag der Dienstmägde war sehr hart. Der Tag begann in aller Frühe mit körperlich sehr anstrengenden Arbeiten und Feierabend gab es kaum. Ein freier Tag war eine große Seltenheit und ohne ein Arbeitszeugnis war es sehr schwer, wieder eine gute Stelle zu finden. Deshalb setzte Pauline alles dran, um Frau Stein stets zu Diensten zu sein und mauserte sich schnell zu einer hervorragenden Angestellten. Im Hause Reuther blüht Pauline auf, weil sie als Gouvernante wieder ihrer wahren Bestimmung nachgehen kann. Pauline belässt es jedoch nicht dabei, nur die Kinder zu erziehen. Sie krempelt den ganzen Haushalt um und drückt dem Haus ihren persönlichen Stempel auf. Die direkte Art, wie sie sich gegenüber Herrn Reuther gibt, wenn es um seine Verantwortung in der Erziehung der Kinder geht, hat mich etwas an die „Supernanny“ aus dem Fernsehen erinnert. Das fand ich teilweise schon etwas unglaubwürdig, hat aber die Geschichte zügig voran gebracht. Die Charakterisierung der Figuren hat mir recht gut gefallen, wobei mir Pauline oft etwas zu lieblich daher kommt, außer im Umgang mit Herrn Reuther. Schön dargestellt ist ihre Zerrissenheit, als sie feststellt, dass sie Herrn Reuther gegenüber Gefühle empfindet, die sie so gar nicht eingeplant hat. Inhaltlich bietet das Buch keine großen Überraschungen. Es ist ein recht absehbarer Liebesroman vor historischer Kulisse, gewürzt am Rande mit einem Fall von Wirtschaftskriminalität, der aber nicht sehr spektakulär ausgeschlachtet wird. Das Buch kommt insgesamt sehr ruhig daher, vermittelt aber ein sehr intensives Bild des gut bürgerlichen Milieus im 19. Jahrhundert. Der Roman ist in einfacher und flüssiger Sprache verfasst, sodass man in sehr leicht zur Entspannung lesen kann. Die Geschichte verläuft geradlinig, mit einzelnen Rückblenden, die aber immer ganz klar von den laufenden Entwicklungen abgesetzt sind. Ich bin im Allgemeinen gar kein Freund von Liebesromanen. Ich mag es, wenn sich am Rande einer Geschichte eine Liebesgeschichte entwickelt, aber um Bücher, in denen das der hauptsächliche Inhalt darstellt, mache ich im Normalfall einen Bogen. Dennoch hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Für mich sehr positiv ist, dass das Buch mit seinen 352 Seiten vom Umfang her praktisch ist zum Mitnehmen. So konnte ich es auf dem Weg zur Arbeit lesen und habe es sehr genossen, in der S-Bahn jeweils ins 19. Jahrhundert einzutauchen. Bei „Das Haus in der Löwengasse“ handelt es sich um einen Liebesroman vor liebevoll gezeichneter historischer Kulisse. Der Roman lässt sich sehr leicht lesen und vermittelt ein gutes Bild der Kindererziehung und des bürgerlichen Lebens in einer wirtschaftlich aufstrebenden deutschen Stadt. Ein flüssig geschriebenes Buch, schön für zwischendurch zum Abschalten.

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Wohlfühl-Roman mit Suchtcharakter
von Monika Schulte aus Hagen am 29.08.2012

Wohlfühl-Roman mit Suchtcharakter Pauline Schmitz ist die Hauptperson dieses Romans. Pauline, behütet bei ihrem Onkel aufgewachsen, hat eine sehr gute Ausbildung genossen. Doch als ihr Onkel verstirbt, rafft ein Cousin alles an sich. Pauline steht auf einmal ganz alleine da. Sie wird Gouvernante in Bonn, doch glücklich wird sie in... Wohlfühl-Roman mit Suchtcharakter Pauline Schmitz ist die Hauptperson dieses Romans. Pauline, behütet bei ihrem Onkel aufgewachsen, hat eine sehr gute Ausbildung genossen. Doch als ihr Onkel verstirbt, rafft ein Cousin alles an sich. Pauline steht auf einmal ganz alleine da. Sie wird Gouvernante in Bonn, doch glücklich wird sie in dem Haushalt nicht. Der Hausherr stellt ihr nach und zwingt sie ihm zu Willen zu sein. Als die Herrin des Hauses das ungleiche Verhältnis heraus bekommt, wird sie rausgeschmissen. Nur mit einem kleinen Koffer bepackt, steht sie plötzlich auf der Straße, ohne Geld, ohne alles. Doch das Schicksal kommt Pauline zu Hilfe. Sie nimmt eine Stelle als Magd bei den Steins an. Nicht gerade das, was sie sich erträumt hat, aber besser, als auf der Straße zu stehen. Sie arbeitet hart, ist rund um die Uhr im Einsatz, bis das Schicksal ein zweites Mal anklopft. Sie trifft auf Julius Reuter, einem Kölner Textilfabrikanten. Er fühlt sich sofort zu Pauline hingezogen und nimmt sie in seine Dienste. Er hat ihr jedoch versprochen sich ihr nicht zu nähern. Auch Pauline entwickelt Gefühle für den verwitweten Vater zweier Kinder. Doch eine Hochzeit kommt nicht in Frage. Pauline arbeitet als Gouvernante für Julius und dieser braucht dringend eine Frau mit Kapital. Wird er wirklich ihre Freundin Frieda heiraten, die Tochter eines Bankiers? Ein wunderbarer Roman, den ich sehr gerne gelesen habe – nein, den ich verschlungen habe! Petra Schier entführt den Leser ins 19. Jahrhundert. Für Frauen meistens nicht gerade ein Zuckerschlecken. Die Männer sehr dominant, die Frauen haben sich um Haus und Hof und die Kinder zu kümmern. Ehen wurden meist aus Vernunftgründen geschlossen, nur selten aus wahrer Liebe und Zuneigung. All dies schildert die Autorin sehr eindringlich und bildhaft. Man kann sich in das Leben dort richtig hinein versetzen. Ansonsten ist „Das Haus in der Löwengasse“ ein Roman, mit dem man sich einfach wohlfühlen muss. Rauf auf die Couch, Kissen in den Rücken und lesen, lesen, lesen.

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