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Das Hurenschiff

Roman

(2)
London im 18.Jahrhundert: Auf der berühmt-berüchtigten Lady Juliana, dem Segelschiff, das Straftäterinnen nach Australien bringt, treffen sie aufeinander: die zarte Claire, die unschuldig für einen Diebstahl büßen soll; die blutjunge Molly, die ein Verbrechen beobachtet hat und selbst verhaftet worden ist; die zupackende Rose und die bärbeißige Dorothy. Auf See müssen sich die Frauen in der brutalen und erbarmungslosen Männerwelt auf dem Schiff behaupten. Jack Barnes, der Steuermann, hat ein Auge auf Claire geworfen. Doch die junge Frau kann ihren Verlobten Henry nicht vergessen und hofft auf ein Wiedersehen …
Portrait
Martina Sahler, 1963 in Leverkusen geboren, studierte Germanistik und Anglistik in Köln. Sie arbeitete lange Zeit als feste und freie Lektorin für Belletristik, bevor sie sich mit großer Begeisterung der Schriftstellerei widmete. Seit 15 Jahren schreibt sie Romane für Erwachsene und Jugendliche. Mit ihrer Familie und zwei Katzen lebt sie im Bergischen Land bei Köln. Für ihren Roman "Weiße Nächte, weites Land" erhielt Martina Sahler den HOMER-Literaturpreis in Silber in der Kategorie Biographie/historisches Ereignis 2014.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 336, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 26.11.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783426425404
Verlag Knaur eBook
Verkaufsrang 3.812
eBook (ePUB)
9,99
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Spannend und sehr realistisch
von Petra Donatz am 01.10.2015

Meine Meinung Story Das Buch fängt schon sehr spannend an und erzählt das Schicksal mehrerer Frauen, einige sogar noch halbe Kinder, die zum Teil unschuldig nach Australien deportiert wurden. Dabei erlebt man als Leser das Elend, die Gewalt und den Kampf ums Überleben, den die Autorin sehr anschaulich und realistisch wiedergegeben... Meine Meinung Story Das Buch fängt schon sehr spannend an und erzählt das Schicksal mehrerer Frauen, einige sogar noch halbe Kinder, die zum Teil unschuldig nach Australien deportiert wurden. Dabei erlebt man als Leser das Elend, die Gewalt und den Kampf ums Überleben, den die Autorin sehr anschaulich und realistisch wiedergegeben hat. Einmal in die Geschichte eingetaucht, findet man schnell Zugange zu den unterschiedlichen Charakteren, die mal mehr und mal weniger sympathisch waren. Da dieses Buch teilweise auf wahren Geschehnissen beruht, ist es sehr erschrecken zu erfahren, welches große Leid die Frauen an Bord eines solchen Schiffes über sich ergehen lassen mussten, um zu überleben. Die Handlung fängt spannend an, der Mittelteil ist dann eher ruhig, aber zum Ende hin wird es dann wieder spannend. Schreibstil Martina Sahler hat einen schönen, leicht zu lesenden Schreibstil, bei dem die Seiten nur so dahin fliegen. Sie schreibt sehr anschaulich so das man sich ein gutes Bild der Geschehnisse machen kann. Charaktere Es gibt zwei Charaktere, die sich von den anderen abgehoben haben und die ich am liebsten mochte. Das war einmal die sehr schüchterne und zurückhaltende Claire, die von Zuhause fortgelaufen ist um mit ihrem Liebsten zusammen zu sein, dann aber völlig unschuldig ins Gefängnis kommt und deportiert wird. Sie war so naiv und sehr lieblich, dass man sie sofort ins Herz schließen musste. Und dann war da die 13. Jährige, sehr pfiffige und gewiefte Prostituiert Molly, die aus sehr ärmlichen Verhältnissen stammt. Sie wird auch wegen einer Lappalie verhaftet und deportiert. Bei Molly wird der Beschützerinstinkt in einem geweckt. Diese Beiden waren meine Lieblingscharaktere, die sehr realistisch dargestellt wurden. Auch alle anderen Charaktere waren in ihren Rollen nahezu perfekt wiedergegeben. Mein Fazit Ein wirklich guter, ziemlich spannender Roman, der den Leser schnell in seinen Bann zieht. Die Autorin hat alles sehr anschaulich und realistisch wiedergegeben. Die Charaktere waren auch sehr authentisch. Ich vergebe hier volle vier von fünf Sternen und eine Leseempfehlung für alle, die solche Romane mögen.

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3 0
Temporeiche Geschichte, wunderbar erzählt!
von Monika Schulte aus Hagen am 06.11.2015

London im 18. Jahrhundert. Neben dem Segelschiff, der "Lady Juliana" werden weitere Schiffe Richtung Australien fahren, doch die "Lady Juliana" hat Frauen geladen. Gefallene Mädchen, Diebinnen, Huren. Ein buntes Gemisch der unterschiedlichsten Frauen und Charaktere, viele schuldig, manche unschuldig. Sie sollen allesamt nach Australien gebracht werden, um in dem... London im 18. Jahrhundert. Neben dem Segelschiff, der "Lady Juliana" werden weitere Schiffe Richtung Australien fahren, doch die "Lady Juliana" hat Frauen geladen. Gefallene Mädchen, Diebinnen, Huren. Ein buntes Gemisch der unterschiedlichsten Frauen und Charaktere, viele schuldig, manche unschuldig. Sie sollen allesamt nach Australien gebracht werden, um in dem frauenarmen Land Familien zu gründen. Da ist die zarte Claire, unschuldig an Bord gebracht, die ihrem Henry nachtrauert und da ist die junge Molly, die sich schon als ganz junges Mädchen als Hure verdingen musste. Da ist Rose, die zupacken kann und Dorothy, die mit einigen der Mädchen ihr Geld verdient. Können sich all diese Frauen in dieser rauen Männerwelt behaupten? "Das Hurenschiff" - dieser Roman fesselt den Leser von der ersten Seite an! Als Leser ist man sofort in der Geschichte "drin", man ist dabei. Ich habe mit Claire mitgefiebert, die auf ihren Henry wartet. An liebsten möchte man rufen: "Nun tauch doch endlich auf!", doch die Geschichte hat anderes vor mit der schüchternen Claire, die sich erst so gar nicht auf dem Schiff zurechtfinden mag und schließlich doch ihren Weg findet. Sofort ans Herz gewachsen ist mir auch Molly, die junge Hure, die sicherlich einen anderen Lebensweg gewählt hätte, sofern man ihr die Wahl gelassen hätte, doch hier geht es um den reinen Überlebenskampf. Auch Rose und Dorothy, zwei weitere Hauptpersonen des Romans beißen sich durch. Als wäre sie selbst dabei gewesen, beschreibt Martina Sahler das harte Leben an Bord der "Lady Juliana". Entbehrungen, Dreck, Gestank und ausbrechende Krankheiten. Die Verzweiflung ist spürbar, aber auch die große Freude, wenn endlich wieder der Ruf "Land in Sicht" erklingt. Beziehungen zwischen Seeleuten und den Frauen entstehen. Kinder werden geboren. Die Fahrt nach Australien ist lang, sehr lang. Mit großer erzählerischer Kraft bringt uns die Autorin das Leben der Frauen auf dem Schiff nahe. Sie entführt uns in eine andere Zeit. "Das Hurenschiff" - eine temporeiche Geschichte, wunderbar erzählt!

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Das Hurenschiff
von einer Kundin/einem Kunden aus Mühlhausen am 18.01.2015
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

spannend, wirkt sehr authentisch, gut recherchiert, sehr gute Schreibweise, Einzelschicksale gut dargestellt, sehr ergreifende Geschichten, alles auch geografisch sehr gut nachvollziehbar

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2 0
„Das Hurenschiff“ basiert auf einer wahren Begebenheit
von hasirasi2 aus Dresden am 11.04.2015
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

„Das Hurenschiff“ basiert auf einer wahren Begebenheit. England hat Australien zu Beginn (1787) vor allem mit Strafgefangenen (Männern) besiedelt. 1789 haben sie dann ein Schiff mit „gefallenen Mädchen“ hinterher geschickt, damit diese mit den Männern Familien gründen und sich brav vermehren. Dabei war es relativ egal, welche Verbrechen die... „Das Hurenschiff“ basiert auf einer wahren Begebenheit. England hat Australien zu Beginn (1787) vor allem mit Strafgefangenen (Männern) besiedelt. 1789 haben sie dann ein Schiff mit „gefallenen Mädchen“ hinterher geschickt, damit diese mit den Männern Familien gründen und sich brav vermehren. Dabei war es relativ egal, welche Verbrechen die Frauen und Mädchen verübt hatten (und ob überhaupt). Der Roman beginnt mit der sehr bildhaften Vorstellung der einzelnen Frauen und ihrer „Verbrechen“. Ich habe sofort mitgefiebert und mitgelitten. Es ist erschreckend, dass sie zum Teil wirklich für Nichts verurteilt und nach Australien abgeschoben werden nur damit die Engländer Australien besiedeln können und ihre übervollen Gefängnisse frei bekommen. Die Bedingungen, unter denen die Frauen sowohl im Gefängnis als auch auf dem Schiff leben müssen, sind grauenhaft. Sie werden geradezu gezwungen, ihren Körper zu verkaufen, um minimale Vorteile zu erlangen. Die Mannschaft darf sich der Frauen „bedienen“ und Babys werden billigend in Kauf genommen (Australien ist ja groß genug) - die Regierung gibt genügen Babywäsche für die bereits auf dem Schiff zu gebärenden Kinder mit. Aber es finden sich neben Zweckgemeinschaften auch echte Paare, die sogar heiraten würden, wenn sie denn dürften. Das Leben auf dem Schiff ist hart, dreckig und ungesund. Bald treten neben den Schwangerschaften auch Skorbut und Ruhr auf, was die „Ladung“ natürlich dezimiert und eingeplant ist. Die Frauen an Bord leben eigentlich nur noch für die Hoffnung auf ein besseres Leben: lebend ankommen und die Freiheit erlangen. Das Schiff braucht übrigens 1 Jahr bis Australien – heutzutage fliegt man 1 Tag, das ist kaum vorstellbar. Das „Hurenschiff“ ist sehr spannend und abenteuerlich geschrieben und liest sich sehr flüssig. Leider war es mir an ein paar wenigen Stellen zu romantisch und damit unrealistisch. Das Cover hat mir auch nicht gefallen. Ich hatte das Buch im Laden schon mal gesehen aber deswegen nicht in die Hand genommen. Durch die übergroße Frau sieht es zu sehr nach Liebesdrama aus und die Schiffe im Hintergrund fallen leider kaum auf. Dafür fand ich aber Karte mit der Reiseroute sehr gut. Ich habe immer mal geschaut, welche Strecke die „Lady Juliana“ schon geschafft hat. Auch das Personenregister ist sehr praktisch.

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„Das Hurenschiff“ basiert auf einer wahren Begebenheit
von hasirasi2 aus Dresden am 11.04.2015
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

„Das Hurenschiff“ basiert auf einer wahren Begebenheit. England hat Australien zu Beginn (1787) vor allem mit Strafgefangenen (Männern) besiedelt. 1789 haben sie dann ein Schiff mit „gefallenen Mädchen“ hinterher geschickt, damit diese mit den Männern Familien gründen und sich brav vermehren. Dabei war es relativ egal, welche Verbrechen die... „Das Hurenschiff“ basiert auf einer wahren Begebenheit. England hat Australien zu Beginn (1787) vor allem mit Strafgefangenen (Männern) besiedelt. 1789 haben sie dann ein Schiff mit „gefallenen Mädchen“ hinterher geschickt, damit diese mit den Männern Familien gründen und sich brav vermehren. Dabei war es relativ egal, welche Verbrechen die Frauen und Mädchen verübt hatten (und ob überhaupt). Der Roman beginnt mit der sehr bildhaften Vorstellung der einzelnen Frauen und ihrer „Verbrechen“. Ich habe sofort mitgefiebert und mitgelitten. Es ist erschreckend, dass sie zum Teil wirklich für Nichts verurteilt und nach Australien abgeschoben werden nur damit die Engländer Australien besiedeln können und ihre übervollen Gefängnisse frei bekommen. Die Bedingungen, unter denen die Frauen sowohl im Gefängnis als auch auf dem Schiff leben müssen, sind grauenhaft. Sie werden geradezu gezwungen, ihren Körper zu verkaufen, um minimale Vorteile zu erlangen. Die Mannschaft darf sich der Frauen „bedienen“ und Babys werden billigend in Kauf genommen (Australien ist ja groß genug) - die Regierung gibt genügen Babywäsche für die bereits auf dem Schiff zu gebärenden Kinder mit. Aber es finden sich neben Zweckgemeinschaften auch echte Paare, die sogar heiraten würden, wenn sie denn dürften. Das Leben auf dem Schiff ist hart, dreckig und ungesund. Bald treten neben den Schwangerschaften auch Skorbut und Ruhr auf, was die „Ladung“ natürlich dezimiert und eingeplant ist. Die Frauen an Bord leben eigentlich nur noch für die Hoffnung auf ein besseres Leben: lebend ankommen und die Freiheit erlangen. Das Schiff braucht übrigens 1 Jahr bis Australien – heutzutage fliegt man 1 Tag, das ist kaum vorstellbar. Das „Hurenschiff“ ist sehr spannend und abenteuerlich geschrieben und liest sich sehr flüssig. Leider war es mir an ein paar wenigen Stellen zu romantisch und damit unrealistisch. Das Cover hat mir auch nicht gefallen. Ich hatte das Buch im Laden schon mal gesehen aber deswegen nicht in die Hand genommen. Durch die übergroße Frau sieht es zu sehr nach Liebesdrama aus und die Schiffe im Hintergrund fallen leider kaum auf. Dafür fand ich aber Karte mit der Reiseroute sehr gut. Ich habe immer mal geschaut, welche Strecke die „Lady Juliana“ schon geschafft hat. Auch das Personenregister ist sehr praktisch.

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