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Das Labyrinth des Schattens

Roman

Die deutsch-jüdische Journalistin Sabina-Esther Morane fliegt für eine
Recherche von Stuttgart nach Krakau. Im Flugzeug lernt sie einen Mann kennen, dessen Ausstrahlung sie unruhig macht. In Krakau, bei ihrem ersten Stadtgang, nimmt ein etwa zehnjähriges Mädchen sie an der Hand,
zieht sie mit sich und lässt Szenen aus der Vergangenheit lebendig werden. Das Mädchen verstört die Journalistin zutiefst mit der absurden Behauptung: sie sei in Wirklichkeit ihre Mutter. Sabina verliert den Boden unter den Füßen, sucht schließlich Rat bei einer Psychologin und einem Rabbi.

»Das Labyrinth des Schattens« spielt in der Jetztzeit und spielt zugleich im Krakau der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Durch das Mädchen erlebt die Journalistin die Liebesgeschichte ihrer Großeltern, die konträre Lebensweise zweier unterschiedlicher jüdischer Familien – und sie wird konfrontiert mit der Frage nach Gott und der Theodizee: warum trotz Gott das Böse in der Welt ist. Gleichzeitig beginnt sie eine Affäre mit dem Mann aus dem Flugzeug, von dem sie sich so angezogen wie abgestoßen fühlt. Aber der Unbekannte will zuviel von ihr: sie kann ihn nicht lieben. Getrieben und verunsichert spürt Sabina, wie die Vergangenheit ihre Gegenwart besetzt, und der seltsam charismatische Mann zeigt ihr bald seine ganze furchterregende Macht.
Rezension


»Konstanten in dieser dynamischen, zwischen Gegenwart und Vergangenheit changierenden Handlung bilden fein gesponnene Netze von Leitmotiven, dessen feinmaschigstes das Buch Hiob bildet.«
Stimmen der Zeit

»Lothar Schönes Roman lebt zum Teil von rabbinischer Weisheit, manchmal auch von rabbinischer Sophisterei. Das sind keineswegs die schlechtesten Stellen. Insgesamt aber ist der Roman ein Buch, das sich Fragen stellt, die in anderen literarischen Texten meist verdeckt und eher zaghaft angesprochen werden. Wäre es nicht ein zu negativ besetzter Begriff, müsste Schönes Roman als religiöser Roman bezeichnet werden.« Buchtipp des Monats Februar, literatur-und-theologie.de

»Ein kunstvoll erzählter Roman, der trotz historischer Fakten zunächst wie ein ansprechendes, abstraktes Gemälde wirkt, dessen Symbolik sich erst bei näherer Betrachtung erschließt.« Reutlinger Generalanzeiger

»Lothar Schöne erörtert gekonnt im Handeln und bietet lebhafte Dialog. Er hält das Erzählen in einer Leichtigkeit, die das inhaltliche Abenteuer gelingen lässt.« Thüringer Allgemeine

»Spannend und zugleich poetisch wird erzählt, leichtfüßig und mit vielen jüdischen Witzen, ein ganz ungewöhnliches Buch - doch der dritte Akt dieses Romans weitet sich zu einem mächtigen Akkord, der erschüttert und einem die Tränen in die Augen treibt.« Visionen

»Lothar Schöne ist wieder einmal ein begeisterndes, ein fesselndes Stück Literatur gelungen. Die Vielschichtigkeit seiner Erzählung, die Unbeschwertheit seiner Darstellung und die Tiefgründigkeit seiner Themen überzeugen. Absolut lesenswert.« Mainz Vierteljahresheft

»›Das Labyrinth des Schattens‹ ist das bisher ehrgeizigste Erzählprojekt Schönes. In vielen Anläufen, als Gesprächsthema oder unausgesprochene Zweifel entfaltet der Roman das fatale Theodizee-Problem, lässt es immer wieder durch die Geschichte Hiobs zutrage treten, die wie ein unterirdischer Erzählstrang stets gegenwärtig ist und die Begegnungen mit einem rätselhaften Rabbi ebenso prägt wie das Nachdenken der Figuren über Schuld und Sühne, Gerechtigkeit und Unrecht.« Die Welt
»Eine Reise durch Krakau und in die Vergangenheit. Schöne vereint in seinem Buch Thriller mit Historie, Fantastisches mit Witz und Hintergrund. Ihm ist ein spannendes und zugleich poetisches Buch gelungen.«

Evangelische Sonntagszeitung, Hessen

»Alles ist leichtfüßig und sehr spannend erzählt, in heiterem Tonfall mit eingestreuten jüdischen Witzen. Und trotzdem ernsthaft und erschütternd, wie die Zeit um Hitlers Machtergreifung war. Ein absolut empfehlenswertes Buch!«
Tagblatt Anzeiger, Tübingen

»Gott auf dem Prüfstand. Dieser Roman ist heftig: Er erzählt verschiedene Liebesgeschichten, öffnet Vergangenheiten in der Gegenwart, ist eine Orts- und Mentalitätsbeschreibung, verhandelt ein theologisches Problem und stellt Lebenssicherheiten in Frage. Er ist voll atemberaubender Spannung und von abenteuerlichem Witz - kurz gesagt: aufregend. Die Diskussion über die Theodizee-Frage - wie ist eine Existenz Gottes mit der des Bösen in der Welt vereinbar? - ist aufs Neue eröffnet. Das ist für heutige Literatur thematisch so ungewöhnlich, wie die formal durchlässige Textur des Textes.« Wiesbadener Kurier
»Schöne ist ein versierter und raffinierter Erfinder, dem zwischen den Handlungssträngen nie der rote Faden verloren geht. Ein bemerkenswertes Buch!«
Schwäbisches Tagblatt»Ein Buch mit doppeltem Boden, ein Roman, wie es ihn lange nicht mehr gab: spannend, unterhaltsam, humorvoll und tiefgründig.«
Wiesbadener Kurier»Ein Buch mit doppeltem Boden, ein Roman, wie es ihn lange nicht mehr gab: spannend, unterhaltsam, humorvoll und tiefgründig.«
Wiesbadener Kurier»Ein Buch mit doppeltem Boden, ein Roman, wie es ihn lange nicht mehr gab: spannend, unterhaltsam, humorvoll und tiefgründig.«
Wiesbadener Kurier»Lothar Schöne ist ein hinreißender Erzähler, dessen Romane durch ihre Mischung aus Realistik und Traumliteratur, aus doppelbödigem Witz und Krimispannung, aus Heiterkeit und desperater Lebensunsicherheit faszinieren.Das neue Buch
mit Krakau als Ort und Stimulanz der Handlung erzählt das bizarre Lebens- und Liebesabenteuer einer Journalistin aus Stuttgart und spricht unseren Sinn für die Wunder und Geheimnisse
des Lebens an, weckt das in uns allen vorhandene Gefühl für jene Gemeinsamkeit, die Mensch mit Mensch und die Toten mit den Lebenden verbindet.«
Gert Ueding
Portrait
Lothar Schöne wurde in Herrnhut geboren, sein Geburtsdatum verliert sich im Dunkel der Geschichte. Er studierte in Frankfurt und Mainz, promovierte in Tübingen, arbeitete als
Bankkaufmann, Journalist, Hochschullehrer, Drehbuchautor.
Er veröffentlichte Romane, Erzählungen und
Sachbücher. Sein Roman »Der blaue Geschmack der Welt« wurde von den Lesern der »Welt« 2002 zum »Buch des Jahres« gewählt; der zuletzt erschienene Roman »Das jüdische Begräbnis« wurde in sechs Sprachen übersetzt, unter anderem ins Hebräische, er wurde in Israel als literarisches Ereignis gefeiert und wird derzeit verfilmt. Lothar Schöne erhielt etliche Preise und Auszeichnungen, zuletzt den Literaturpreis der Stadt Offenbach, ein Villa-Massimo-Stipendium in
Rom sowie den Stadtschreiber-Preis von Erfurt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 300
Erscheinungsdatum 18.02.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-940086-43-3
Verlag Kloepfer und Meyer
Maße (L/B/H) 212/136/30 mm
Gewicht 448
Auflage 1. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
21,50
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