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Das Leben ist ein listiger Kater

Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix des lecteur de L'Express 2012

(3)

Zum Leben ist es nie zu spät
An die Ursachen kann er sich nicht erinnern. Er weiß nur, er ist in die Seine gefallen und hat sich dabei so schwere Verletzungen zugezogen, dass er wochenlang ans Krankenhausbett gefesselt sein wird. Ein Albtraum für den menschenscheuen Griesgram Jean-Pierre! Denn ständig platzen die unterschiedlichsten Menschen ungebeten in sein Krankenzimmer: die 14-jährige Maëva, der junge Polizist Maxime oder Camille, der Student, der ihn aus dem Fluss gefischt hat. Dabei sind es gerade diese Störfaktoren, die Jean-Pierre helfen, wieder gesund zu werden - und die seine Misanthropie aus den Angeln heben.

Rezension
"Humorvoll und warmherzig geschrieben."
Marie Klement, HNA 05.12.2015
Portrait

Marie-Sabine Roger, 1957 in der Nähe von Bordeaux geboren, arbeitete einige Jahre als Grundschullehrerin, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Nach längeren Aufenthalten in Québec, Madagaskar und La Réunion lebt sie heute mit ihrer Familie in Charente/Westfrankreich. Ihre Romane wurden mit mehreren Preisen ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Zuletzt bezauberte sie Hunderttausende mit ›Das Labyrinth der Wörter‹ (dtv 21284), ›Der Poet der kleinen Dinge‹ (dtv 21432) und ›Das Leben ist ein listiger Kater‹ (dtv 21582).

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 01.04.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-21582-4
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 194/121/22 mm
Gewicht 207
Originaltitel ›Bon rétablissement‹
Verkaufsrang 32.176
Buch (Taschenbuch)
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Zufälle, Bekanntschaften und andere Katastrophen
von Jenny Vogler am 10.04.2016

Mit 67 Jahren fühlt sich Jean-Pierre eigentlich noch nicht übermäßig alt, doch nach einem Unfall, der ihn beinahe das Leben gekostet hätte, liegt er zur Untätigkeit verbannt in einem städtischen Krankenhaus. Da er eigentlich ein absoluter Einzelgänger ist und weder Familie noch viele Freunde hat, fällt es ihm unendlich... Mit 67 Jahren fühlt sich Jean-Pierre eigentlich noch nicht übermäßig alt, doch nach einem Unfall, der ihn beinahe das Leben gekostet hätte, liegt er zur Untätigkeit verbannt in einem städtischen Krankenhaus. Da er eigentlich ein absoluter Einzelgänger ist und weder Familie noch viele Freunde hat, fällt es ihm unendlich schwer, sich den Gepflogenheiten im Krankenzimmer anzupassen. Denn nicht nur die Tatsache, dass ständig die Tür offen steht und der Zimmernachbar eine schrecklich laute Verwandtschaft hat, sondern vor allem die vielen täglichen Besuche anderer in seinem Refugium nerven ihn wahnsinnig. Als dann noch eine Jugendliche mit immenser Körperfülle bei ihm auftaucht, um sich jeden Tag seinen Laptop auszuborgen, platzt ihm bald der Kragen. Doch nach mehreren Wochen in der Klinik findet schließlich auch Jean-Pierre gefallen an den vielen kleinen Zufallsbekanntschaften des Lebens. Dieser kleine Roman hat mein Herz im Sturm erobert, weil er die Alltäglichkeit des Lebens unmittelbar einfängt und sie in einen großen Zusammenhang mit ernsthaften, nachdenklichen Themen setzt. Natürlich ist das Altern beschwerlich und zur Einsamkeit verbannt, erscheint es noch viel unerträglicher, doch auf den gut 200 Seiten dieses Buches überwiegt definitiv der Humor. Beim Lesen erinnert mich sowohl der Hauptprotagonist als auch der Handlungsverlauf sehr stark an den Roman "Ein Mann namens Ove", den ich damals auch schon grandios fand. Irgendwie gefällt es mir, davon zu erfahren, wie ein alter Miesepeter seine selbstgewählte pessimistische Lebenseinstellung zu Gunsten anderer, meist jüngerer Menschen aufgibt und endlich auch das Gute und Schöne wahrnimmt. Dennoch bedient "Das Leben ist ein listiger Kater" keine Klischees, es fällt auch kein Urteil über diverse Lebensformen und stellt vor allem die Menschlichkeit und Nächstenliebe in den Mittelpunkt des Geschehens. Fazit: Ich vergebe volle Punktzahl für diesen herzlichen Roman, der die Facetten des Lebens und verschiedene Schicksalsschläge gekonnt vereint, so dass letztlich eine lebensbejahende Kernaussage bleibt, die auch beim Leser die Hoffnung aufkeimen lässt, dass viele Dinge und Entscheidungen einen tieferen Sinn haben, als zunächst vermutet. Dieses Buch ist eine tolle Geschenkidee für Menschen, die sich selbst mit den zunehmenden Alterbeschwerden auseinandersetzen müssen und etwas Aufheiterung gebrauchen können. Toll gemacht!

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Ein Buch, wie ein gutes Kammerspiel
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Ein warmherziges Buch in einer humorvollen, aber exakten Sprache. Ein Handlungsort, 5 Personen aber 222 Seiten gefüllt mit klugen Gedanken und Reflektionen, mit nachdenklichen Denkansätzen und voller Hoffnung, dass auch in ganz schwierigen Situationen das Leben plötzlich lebenswert und ganz lebendig sein kann. Kaufen, lesen und nachdenken - es lohnt... Ein warmherziges Buch in einer humorvollen, aber exakten Sprache. Ein Handlungsort, 5 Personen aber 222 Seiten gefüllt mit klugen Gedanken und Reflektionen, mit nachdenklichen Denkansätzen und voller Hoffnung, dass auch in ganz schwierigen Situationen das Leben plötzlich lebenswert und ganz lebendig sein kann. Kaufen, lesen und nachdenken - es lohnt sich.

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Purer Lesegenuß - KEIN Katzenbuch! :-)
von einer Kundin/einem Kunden am 01.07.2015

Eine Geschichte die Lust am Leben macht....eine Geschichte die zum Lachen bringt....eine Geschichte die von Freundschaft erzählt....eine Geschichte die zum Nachdenken anregt....eine Geschichte über Menschen die unterschiedlicher nicht sein könnten....ein absolutes Lesehighlight!

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Ein Buch voller Weisheiten und viel Humor
von vielleser18 aus Hessen am 14.03.2014
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Jean-Pierre ist 67, als er angefahren wird und in der Seine landet. Zum Glück rettet ihn Camille, ein studierender Stricher. Monatelang muss er im Krankenhaus liegen, wegen mehrerer Brüche fast zur Bewegungslosigkeit verdammt, frei sind nur seine Gedanken und die lassen ihn nicht nur Bilanz über sein Leben ziehen,... Jean-Pierre ist 67, als er angefahren wird und in der Seine landet. Zum Glück rettet ihn Camille, ein studierender Stricher. Monatelang muss er im Krankenhaus liegen, wegen mehrerer Brüche fast zur Bewegungslosigkeit verdammt, frei sind nur seine Gedanken und die lassen ihn nicht nur Bilanz über sein Leben ziehen, sondern analysieren auch noch seine Umgebung und seine Besucher. Marie-Sabine Roger war mir schon ein Begriff durch ihr Buch "Labyrinth der Wörter" (das Buch wurde mit Gerard Depardieu verfilmt), daher war ich gespannt auf ihr neues Werk. Und ich bin nicht enttäuscht worden, im Gegenteil. Mit "Das Leben ist ein listiger Kater" ist ihr ein humorvoller, aber auch satirischer und poetischer Roman gelungen, der mich gefesselt hat, der mich zum Schmunzeln gebracht hat, der mir gefallen hat. Aus Sicht des fast 70jährigen, der anfangs kauzig und einsam ist, der die Weckmethoden und das Essen im Krankenhaus kritisiert, wird die Geschichte erzählt. Doch Jean-Pierre bleibt nicht alleine, er bekommt Besuch, nicht nur von seinem Bruder, sondern auch von seinem Retter Camille, dem Polizisten Maxime und von einem 14jährigen Mädchen, das auch im Krankenhaus liegt. Diese Gespräche verändern Jean-Pierre. Die Kapitel sind kurz, wechseln von Beschreibungen aus der Kindheit und der Ehe von Jean-Pierre, zu Beschreibungen der Gegenwart, doch Marie-Sabine Rogers gelingt es, dabei nicht nur die Tristesse des Krankenhausaufenthaltes, die Einsamkeit eines alten Mannes und die wehmütigen Reflexionen auf die Vergangenheit zu vermitteln, sondern auch ein humorvoller Blick auf Situationen, kleine Weisheiten zum großen Leben mit einzubauen und einen hoffnungsvollen Ausblick am Ende. Mir hat vor allem der Schreibstil von Marie-Sabine Rogers gefallen und die Authentizät des kauzigen Alten. Ein Buch zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken über Vergangenheit, das Alter und die Einsamkeit.

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Das Leben wartet
von einer Kundin/einem Kunden am 11.03.2014
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Jean Pierre wacht im Krankenhaus aus dem Koma auf und hat keine Ahnung, wieso er in die Seine gefallen sein könnte. Er hat keine Angehörigen außer seinem Bruder, aber mit der Zeit eine ganze Menge Besuch. Nichts, worüber er sich freut. Eigentlich tut er alles, um die Leute, die... Jean Pierre wacht im Krankenhaus aus dem Koma auf und hat keine Ahnung, wieso er in die Seine gefallen sein könnte. Er hat keine Angehörigen außer seinem Bruder, aber mit der Zeit eine ganze Menge Besuch. Nichts, worüber er sich freut. Eigentlich tut er alles, um die Leute, die ihn besuchen, vor den Kopf zu stoßen. Aber irgendwann kommt die Erinnerung zurück und auf Jean Pierre wartet eine ganze Menge Leben. Wunderbare Geschichte.

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Der Kater...
von Nicole aus Nürnberg am 15.02.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Meine Meinung zum Buch: Das Leben ist ein listiger Kater Inhalt: Der griesgrämige Jean-Pierre wird gerettet und befindet sich auf einmal in der Klinik wieder. Leider ist kurzfristig sein Gedächtnis wie es zu dem Unfall gekommen ist, ausgelöscht. In der Klinik darf er sich dann erst einmal mit sich selbst... Meine Meinung zum Buch: Das Leben ist ein listiger Kater Inhalt: Der griesgrämige Jean-Pierre wird gerettet und befindet sich auf einmal in der Klinik wieder. Leider ist kurzfristig sein Gedächtnis wie es zu dem Unfall gekommen ist, ausgelöscht. In der Klinik darf er sich dann erst einmal mit sich selbst beschäftigen. Dabei lernt er die 14 jährige Maeva kennen und noch diverse andere liebevolle und leicht für ihn nervige Menschen. Hat mir das Buch gefallen? Ja! Die Geschichte ist so liebevoll und witzig geschrieben, und es stecken so viele posetive Gedanken in diesem Buch, dass ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte und wollte. Warum hat mir das Buch so gut gefallen? Nun, einmal weil es in einer ganz besonderen Sprache geschrieben ist. Natürlich ist dieses Buch deutschsprachig, aber die Bilder die die Autorin verwendet um ihrer Geschichte gewisse besondere Lesestimmung zu erzeugen ist wirklich besonders. Auch, das der werte Herr Jean Pierre so ein besondere Charakter ist. Anfangs dachte ich mir noch oh nein, was ist das für ein Kauz aber nach und nach, als ich seine Geschichte erfahren habe und mich immer mehr mit seinen Augen in die Geschichte gelesen habe, war ich bezaubert. Was war noch besonderes in diesem Buch? Die vielen posetiven Momente, das lachen das nicht zu kurz gekommen ist, das schmunzeln an der ein oder anderen Stelle, das ich mit Jean-Pierre besondere Menschen entdecken durfte, die durch ihn eine besondere Chance erhalten haben. Und auch weil er immer wieder Rückblicke auf sein Leben hatte. Manches bereute er, manches mal aber sagte er auch: Nein mein Leben ist so wie es ist, richtig! Hier hat man das Gefühl, alt werden ist schön! Wem würde ich das Buch empfehlen? Nachdem ich das Buch zur Hand genommen hatte, als es mir gerade nicht so gut gegangen ist, und es mich so aus meinen blöden Gedanken reißen konnte, allen die gerade Wärme in ihrem Herzen brauchen! Fazit: Ein liebenswertes Buch, voller Humor, voller Nachdenklicher Gedanken und vor allem ein besonderes Buch das es wert ist, gelesen zu werden! Sterne: 5 fantastische Sterne

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Ein Buch voller Weisheiten und voller Humor
von einer Kundin/einem Kunden am 02.12.2014
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Jean-Pierre ist 67, als er angefahren wird und in der Seine landet. Zum Glück rettet ihn Camille, ein studierender Stricher. Monatelang muss er im Krankenhaus liegen, wegen mehrerer Brüche fast zur Bewegungslosigkeit verdammt, frei sind nur seine Gedanken und die lassen ihn nicht nur Bilanz über sein Leben ziehen,... Jean-Pierre ist 67, als er angefahren wird und in der Seine landet. Zum Glück rettet ihn Camille, ein studierender Stricher. Monatelang muss er im Krankenhaus liegen, wegen mehrerer Brüche fast zur Bewegungslosigkeit verdammt, frei sind nur seine Gedanken und die lassen ihn nicht nur Bilanz über sein Leben ziehen, sondern analysieren auch noch seine Umgebung und seine Besucher. Marie-Sabine Roger war mir schon ein Begriff durch ihr Buch "Labyrinth der Wörter" (das Buch wurde mit Gerard Depardieu verfilmt), daher war ich gespannt auf ihr neues Werk. Und ich bin nicht enttäuscht worden, im Gegenteil. Mit "Das Leben ist ein listiger Kater" ist ihr ein humorvoller, aber auch satirischer und poetischer Roman gelungen, der mich gefesselt hat, der mich zum Schmunzeln gebracht hat, der mir gefallen hat. Aus Sicht des fast 70jährigen, der anfangs kauzig und einsam ist, der die Weckmethoden und das Essen im Krankenhaus kritisiert, wird die Geschichte erzählt. Doch Jean-Pierre bleibt nicht alleine, er bekommt Besuch, nicht nur von seinem Bruder, sondern auch von seinem Retter Camille, dem Polizisten Maxime und von einem 14jährigen Mädchen, das auch im Krankenhaus liegt. Diese Gespräche verändern Jean-Pierre. Die Kapitel sind kurz, wechseln von Beschreibungen aus der Kindheit und der Ehe von Jean-Pierre, zu Beschreibungen der Gegenwart, doch Marie-Sabine Rogers gelingt es, dabei nicht nur die Tristesse des Krankenhausaufenthaltes, die Einsamkeit eines alten Mannes und die wehmütigen Reflexionen auf die Vergangenheit zu vermitteln, sondern auch ein humorvoller Blick auf Situationen, kleine Weisheiten zum großen Leben mit einzubauen und einen hoffnungsvollen Ausblick am Ende. Mir hat vor allem der Schreibstil von Marie-Sabine Rogers gefallen und die Authentizät des kauzigen Alten. Ein Buch zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken über Vergangenheit, das Alter und die Einsamkeit.

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Ein Wohlfühlbuch
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 22.11.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

„Vielleicht ist es die Aussicht auf das nahende Ende, die den Drang in mir weckt, den Weg noch einmal rückwärts zu beschreiten. Ich sage das nur so dahin, letztlich weiß ich es nicht, ich habe da keine Erfahrung. Ich werde zum ersten Mal alt.“ Als Jean-Pierre im Krankenhaus erwacht, kann... „Vielleicht ist es die Aussicht auf das nahende Ende, die den Drang in mir weckt, den Weg noch einmal rückwärts zu beschreiten. Ich sage das nur so dahin, letztlich weiß ich es nicht, ich habe da keine Erfahrung. Ich werde zum ersten Mal alt.“ Als Jean-Pierre im Krankenhaus erwacht, kann er sich nicht erinnern, wie er überhaupt dorthin gekommen ist. Scheinbar hat sich der 67jährige schwer verletzt, als er in die Seine stürzte und nur einem jungen Mann ist zu verdanken, dass er dabei nicht ertrunken ist. So richtig glücklich schätzt er sich aber nicht. Wie auch? Ans Bett gefesselt zu sein und ohne jede Privatsphäre ist schließlich kein Vergnügen. Mürrisch und mit viel Sarkasmus fügt der Eigenbrötler sich in sein Schicksal und beginnt vor lauter Langeweile, seine Memoiren zu schreiben. Viel erwartet der kinderlose Witwer nicht mehr vom Leben und die Menschen, die in seinem Krankenzimmer ein- und ausgehen sind - mit Ausnahme einer netten Krankenschwester - alle nervig. Aber so nach und nach wird er sie besser kennenlernen, die 14jährige Maeve, die ständig seinen Laptop leihen oder den jungen Polizisten, der unbedingt herausbekommen will, wieso Jean-Pierre ins Wasser stürzte… Was habe ich dieses Buch wieder geliebt! Ich hatte große Erwartungen, nach „Das Labyrinth der Wörter“ und „Der Poet der kleinen Dinge“ – und die wurden nicht enttäuscht. Jean-Pierre, so griesgrämig er auch erscheint, eroberte gleich mein Herz. Gemeinsam mit ihm blickt der Leser zurück auf sein Leben, erfährt Gutes und Schlechtes, teilt schöne und weniger schöne Erinnerungen. Den Stil, in dem er berichtet, finde ich wunderbar! Er ist zugleich leicht, humorvoll, sarkastisch, selbstkritisch und poetisch. Immer wieder las ich Sätze oder ganze Abschnitte mehrfach, einfach, weil ich sie so schön fand oder dabei loslachen musste. Ein paar Beispiele: „Ich will ja nicht angeben, aber so mit sechs, sieben Jahren hatte ich in Sachen gesetzlich verbotene Straftaten schon einiges ausprobiert. Raubüberfall, Nötigung, Erpressung…“ „Nein: Ich hatte nicht versucht, mir das Leben zu nehmen. Ich bin nicht selbstmordgefährdet. Das erledigt sich mit der Zeit von selbst.“ „Denken ist eine ungesunde Beschäftigung, die ich in der Regel lieber vermeide.“ „Ich hätte es besser trotzdem getan, auch auf die Gefahr hin, Blödsinn zu reden. Eine Dummheit, die von Herzen kommt, ist leichter zu verzeihen als ein bequemes Schweigen.“ Aber das Buch befasst sich ja nicht nur mit Erinnerungen. Jean-Pierre lernt – gezwungenermaßen – eine Reihe von Menschen kennen und erfährt, dass jenseits von seinem Tellerrand auch noch andere Schicksale existieren. Und dass es wirklich nicht schaden kann, sich auch im Alter noch mal zu ändern. „Ich kritisiere die Idioten, wo ich nur kann, aber selber könnte ich in ihrer Mannschaft als Mittelstürmer spielen.“ Im Grunde, fällt mir gerade auf, passt das Buch hervorragend zur nahenden Weihnachtszeit (obwohl es kein Weihnachtsbuch ist). Ein mürrischer alter Einzelgänger, der andere Menschen schätzen lernt und für sich eine neue Perspektive findet – das kommt einem doch bekannt vor? Die Entwicklung, die die Handlung nimmt, ist somit nicht überraschend, aber das Buch ist so schön und liebevoll geschrieben, dass man einfach eintauchen und sich wohlfühlen kann. Fazit: Wunderschön, poetisch, humorvoll und voller Herzenswärme. Das ideale Buch für einen nasskalten Tag, zu genießen mit einer kuscheligen Decke und einer schönen Tasse Tee.

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Empfehlung!!
von einer Kundin/einem Kunden am 07.07.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ein tolles Buch - herzlich, warm und liebevoll wird hier die Geschichte von Jean-Pierre erzählt. Das Leben hält immer Überraschungen bereit! Empfehlenswert!

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Empfehlenswert
von einer Kundin/einem Kunden am 25.04.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ein hinreissendes Buch, sehr witzig geschrieben, liebenswerte Charaktere und man kann es nicht mehr aus der Hand legen! Unbedingt lesen!

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Sehr feinfühlig
von einer Kundin/einem Kunden am 10.04.2014
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Jean Pierre ist ein kinderloser, griesgrämiger Witwer. Eines Tages wacht er im Krankenhaus mit Serienknochenbrüchen auf. Wie es scheint, hat ihn ein schwuler Stricher nachts aus der Seine gefischt. Wie er dort gelandet sein soll, ist ihm ein Rätsel. Jean-Pierre liebt seine Ruhe über alles, doch die findet er... Jean Pierre ist ein kinderloser, griesgrämiger Witwer. Eines Tages wacht er im Krankenhaus mit Serienknochenbrüchen auf. Wie es scheint, hat ihn ein schwuler Stricher nachts aus der Seine gefischt. Wie er dort gelandet sein soll, ist ihm ein Rätsel. Jean-Pierre liebt seine Ruhe über alles, doch die findet er in seinem Krankenbett nicht. Da sind zum Ersten die Schwestern, die ihn stets aufzuheitern versuchen, dann die Ärzte die ihn wie eine Sache behandeln, dann noch dieses unmögliche, mollige Mädchen, das seinen Laptop ausborgen will und der Polizist der seinen Fall behandelt und in ihm einen Vater sucht und zuletzt sein Lebensretter, der schwule Stricher, und keiner schließt je die Tür hinter sich. Was wollen die alle von ihm? Ein sehr herzliches, feinfühliges und tiefsinniges Buch, das mich oft zum Schmunzeln brachte.

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Lachen und Weinen liegen oft dicht beieinander
von Fay1279 am 22.03.2014
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

"Das Leben ist ein skrupelloser Betrüger: Wenn man nicht aufpasst, rupft es einen wie eine Gans und lässt einen mit leeren Taschen wieder laufen, wie einen Spieler, der ruiniert aus dem Casino kommt." S. 148 Jean-Pierre, 67 Jahre alt wacht auf und findet sich auf der Intensivstation wieder. Ihm gegenüber... "Das Leben ist ein skrupelloser Betrüger: Wenn man nicht aufpasst, rupft es einen wie eine Gans und lässt einen mit leeren Taschen wieder laufen, wie einen Spieler, der ruiniert aus dem Casino kommt." S. 148 Jean-Pierre, 67 Jahre alt wacht auf und findet sich auf der Intensivstation wieder. Ihm gegenüber ein junger Polizist mit besorgter Miene. Seine Frage: " sind sie Suizid gefährdet?" Jean-Pierre kann sich an nichts mehr erinnern. Der Polizist erzählt ihm, er sei sehr früh morgens von einem Stricherjungen aus der Seine gefischt worden. Wie konnte Jean-Pierre jedoch zu so unchristlicher Zeit von einer Brücke in die Seine fallen? Jean-Pierre, der aufgrund seiner vielen Knochenbrüche ans Bett gefesselt ist, beschließt seine Memoiren zu schreiben. Kann man ja ruhig in seinem Alter und seiner misslichen Lage. Doch man lässt den armen griesgrämigen Jean-Pierre spüren, das man im Krankenhaus sein Recht auf Privatsphäre an der Anmeldung abgibt. Er lernt im Laufe seines Aufenthaltes verschiedene Persönlichkeiten kennen und lernt das nichts so ist wie es auf den ersten Blick scheint. Und auch das man manchmal über seinen Tellerrand hinweg schauen sollte. Marie-Sabine Roger hat es wieder mit ihrer schnörkellosen und direkten Art zu schreiben geschafft, den Leser nicht nur gut zu unterhalten sondern auch auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam zu machen. Sie macht immer wieder Sprünge zwischen der Gegenwart und den Erinnerungen Jean-Pierre's. Mal hat der Leser etwas zum schmunzeln, dann wieder Grübelfalten auf der Stirn oder sogar Tränen in den Augen. Das Cover des Buches ist so wunderbar zart gestaltet und passt perfekt zu diesem Buch! Fazit: ein für mich rundum gelungenes typisches ROGER-Buch ! Ich habe mich Jean-Pierre so verbunden gefühlt und habe mit ihm mitgelitten. Es hat mich sehr zum nachdenken angeregt. Oft ist das Leben wirr und man wird davon überrannt. Oft ist es nicht fair und oft auch nicht so wie man es gern hätte. Wir sollten daran denken, das jeder für seine Entscheidungen selber gerade stehen muss und diese nicht immer für andere nachvollziehbar sein müssen. Dieses Buch ist eine absolute Bereicherung für mich und es hat noch lange nachgeklungen.

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von Undine Herr aus Gotha am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Leichtfüßige Geschichte, die sich zwar einiger stereotype bedient, dabei aber nicht plump oder unintelligent daherkommt. Einfach schön.

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Zurück ins Leben
von Mirjana Mitteregger aus St.Johann am 08.04.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Jean-Pierre ist Mitte Siebzig, ein verwitweter Rentner, ohne Kinder und ohne Hund. Nach einem versuchten, nicht gelungenen Selbstmord, wird er von Camille, einem Studenten, aus der Seine gefischt und dann landet er im Krankenhaus. Da er nicht viel Besuch bekommt, was dem Eigenbrötler auch ganz recht ist, schreibt er... Jean-Pierre ist Mitte Siebzig, ein verwitweter Rentner, ohne Kinder und ohne Hund. Nach einem versuchten, nicht gelungenen Selbstmord, wird er von Camille, einem Studenten, aus der Seine gefischt und dann landet er im Krankenhaus. Da er nicht viel Besuch bekommt, was dem Eigenbrötler auch ganz recht ist, schreibt er an seinen Memoiren, um die Tage zu verkürzen. Im Krankenhaus lernte er gezwungenermaßen unter anderen die gutherzige Krankenschwester Myriam, Maxime, einen jungen Polizisten, kennen und vor allem Maäva, eine Vierzehnjährige, die er nicht leiden kann und die ihm ständig auf die Nerven geht. Alle zusammen schaffen es Jean-Pierre wieder die Lust am Leben zurückzugeben. Dieser Roman von Marie-Sabine Roger ist mit viel Humor geschrieben und ein richtiges Lesevergnügen.

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