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Das Meer am Morgen

Roman

(1)
Libyen, Sommer 2011: Jamila entgeht knapp Gaddafis Truppen. Mit ihrem kleinen Sohn Farid flieht sie quer durch die Wüste bis ans Meer. Ihre Ersparnisse überlässt sie einem Schlepper, der sie in ein überfülltes Boot verfrachtet. Jamila hofft auf eine Zukunft in Europa, doch schon bald mangelt es an Trinkwasser und Benzin. Schließlich hat sie nur noch einen Wunsch: länger durchzuhalten als ihr Sohn, um ihn nicht allein sterben zu lassen.
Auf Sizilien geht der achtzehnjährige Vito am Strand spazieren und findet eine Kette, wie sie arabische Kinder tragen. Er denkt an seine Mutter Angelina, die in Libyen aufgewachsen ist. Als Gaddafi an die Macht kam, musste sie nach Italien fliehen, aber die Sehnsucht nach der früheren Heimat lässt ihr keine Ruhe: Sie reist nach Tripolis und macht sich auf die Suche nach Ali, ihrer ersten großen Liebe. Doch Ali ist inzwischen beim libyschen Geheimdienst. Bestürzt kehrt Angelina nach Italien zurück, wo sie den Ausbruch des Bürgerkriegs und die Bombardements der NATO am Bildschirm verfolgt.
In eindringlichen Bildern erzählt Margaret Mazzantini von den individuellen Schicksalen, die sich hinter den aktuellen Ereignissen in der arabischen Welt verbergen.
Rezension
Ganz poetisch und liebevoll, unterschwellig aber auch sehr politisch.
ELKE HEIDENREICH AUF WDR4

Ein kleines Buch über eine große Katastrophe, ein wichtiges Zeitdokument voller Poesie.
BUCHMARKT

Kurzer, außerordentlich ergreifender Roman () von abgrundtiefer Traurigkeit. () Ein Roman von hohem literarischem Reiz, erzähltechnisch, kompositorisch und sprachlich auf hohem Niveau und von großem aufklärerischem Wert.
MEDIENPROFILE

Ausdrucksvoll, poetisch und mit eindringlichen Bildern () Ein wichtiger Roman über das Zeitgeschehen in einem Gewaltstaat ()
GENERAL-ANZEIGER

Auf kaum 130 Seiten erzählt Mazzantini in dichter Sprache von Krieg, Vertreibung und der Wucht der Geschichte, die Menschen verwirft und verwirbelt wie Wellen den Sand.
FLAIR

Ein kleines, herzzerreißendes Buch gegen unsere verdammte Selbstzufriedenheit und unsere Art, uns abzuwenden und die Lösung eines Menschheitsproblems dem gleichgültigen Meer zu überlassen.
SCHWÄBISCHE ZEITUNG

Empfehlenswert für alle, die sich nicht scheuen, über die Ungerechtigkeit der Welt zu lesen. Ein poetischer, politischer und herzzerreißender Roman.
FREUNDIN DONNA

Dies ist ein kleines, herzzerreißendes Buch gegen unsere verdammte Selbstunzufriedenheit und unsere Art, uns abzuwenden und die Lösung eines Menschheitsproblems dem gleichgültigen Meer zu überlassen.
SCHWÄBISCHE ZEITUNG

Ein novellenkurzer Roman der wunderbaren Erzählerin Mazzantini, traurig und zart.
ANNABELLE

In eindringlichen Bildern erzählt Margaret Mazzantini von individuellen Schicksalen, die sich hinter den aktuellen Ereignissen der arabischen Welt verbergen.
BUCH AKTUELL

Zeitgeschichte, zart erzählt.
BRIGITTE

In eindringlichen Bildern erzählt Margaret Mazzantini von den individuellen Schicksalen, die sich hinter den aktuellen Ereignissen in der arabischen Welt verbergen.
SCHWEIZER BUCHHANDEL

Margaret Mazzantinis traurige Novelle bringt eindringlich die schrecklichen Ereignisse des vergangenen Jahres wieder zu Bewusstsein. Gleichzeitig erleben wir die Schicksale wie ein Zeitdokument unter einem besonderen Blickwinkel: Italien und Lybien in ihrer wechselvollen Geschichte ein politisches Buch voller Poesie.
DIE FRANKFURTER NEUE PRESSE

Menschenschicksale vor dem Hintergrund des Krieges in Libyen, brillant erzählt von der italienischen Bestsellerautorin Margaret Mazzantini.
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Sehr präzise und hellwach, ohne ein Wort zu viel, mit überraschenden Bildern erzählt Mazzantini ihre Geschichte vom Rande Europas. Bedrückend, begeisternd.
APPENZELLER ZEITUNG / ST. GALLER TAGEBLATT

Ein packender Roman, poetisch und politisch zugleich.
NEUE WESTFÄLISCHE

Der kurze Roman wirft einen Blick auf das Schicksal jener, die vor die Tür Europas gespült werden tot oder lebendig. Dabei setzt die Autorin nicht auf Spannung, sondern auf eine poetisch elegische Sprache und eindringliche Bilder.
DIE MÄRKISCHE

Margaret Mazzantinis poetische Sprache sucht die Folgen der brutalen politischen Enteignungen und Vertreibungen in den Innenwelten der Menschen. Sie findet Bilder für die Angst, die Sehnsucht nach Freiheit, für die Verluste, den Schmerz der gewaltsam Entrissenen, ihre Fremdheit im neuen Land und ihre Hoffnung, das unbekannte Meer möge sie in die Freiheit tragen.
BR DIWAN

Margaret Mazzantini gelingt, woran ein deutscher Nobelpreisträger kläglich gescheitert ist: ein politisches Gedicht, erschütternd und wunderschön.
DIE RHEINPFALZ
Portrait
Margaret Mazzantini wurde 1961 in Dublin als Tochter eines italienischen Vaters und einer irischen Mutter geboren. Ihre Karriere begann sie als Theaterschauspielerin. Ihre Romane Die Zinkwanne und Geh nicht fort (DuMont 2010) wurden zu internationalen Bestsellern. Allein Geh nicht fort wurde in Italien über 1,5 Millionen Mal verkauft, in 32 Sprachen übersetzt und 2004 mit Penélope Cruz verfilmt. Das schönste Wort der Welt wurde mit dem Premio Campiello 2009 ausgezeichnet. Margaret Mazzantini ist mit dem Schauspieler und Regisseur Sergio Castellitto verheiratet. Sie haben vier Kinder und leben in Rom. www.margaretmazzantini.com
Karin Krieger, geboren 1958 in Berlin, studierte Romanistik und übersetzt aus dem Französischen und Italienischen, darunter Bücher von Roberto Alajmo, Alessandro Baricco, Aldo Buzzi, Roberto Cotroneo und Claudio Magris.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 128
Erscheinungsdatum 02.10.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-6260-3
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 190/125/15 mm
Gewicht 150
Originaltitel Mare al mattino
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 89.411
Buch (Taschenbuch)
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Poetisch, politisch, eindringlich“

Ingrid Böhmer-Pietersma, Thalia-Buchhandlung Kleve

Im Sommer 2011 flieht Farid mit seiner Mutter vor Gaddafis Truppen bis ans Meer, um von Libyen nach Italien in Sicherheit zu gelangen. Das Boot ist alt, Trinkwasser knapp, werden sie es schaffen?
Auf Sizilien lebt Vito, 18 Jahre alt und Sohn italienischstämmiger Flüchtlinge, die lange in Libyen lebten, bis sie bei Gaddafis Amtsantritt
Im Sommer 2011 flieht Farid mit seiner Mutter vor Gaddafis Truppen bis ans Meer, um von Libyen nach Italien in Sicherheit zu gelangen. Das Boot ist alt, Trinkwasser knapp, werden sie es schaffen?
Auf Sizilien lebt Vito, 18 Jahre alt und Sohn italienischstämmiger Flüchtlinge, die lange in Libyen lebten, bis sie bei Gaddafis Amtsantritt in die alte Heimat zurückgetrieben wurden. Dort waren sie nicht willkommen, Vitos Eltern wurden nie richtig heimisch.

Farid und Vito, getrennt durch das Meer und irgendwie durch ihre Geschichte miteinander verbunden. Wie schlimm es ist, aus der Heimat vertrieben zu werden und fliehen zu müssen, auf Hilfe angewiesen und ausgeliefert zu sein, Würde und Seele zu verlieren.

Eine ganz ungewöhnliche Mischung – eine poetische, elegante und fast märchenhafte Sprache – mit einer sehr nachhaltigen, politischen Botschaft. Macht nachdenklich und ist sehr beeindruckend. Ein ganz besonderes Buch!!!

„Eindringliche Schicksale“

Saidjah Hauck, Thalia-Buchhandlung Köln, Rhein-Center

Angelina, Vitos Mutter, ist in Libyen geboren. Sie ist eine so genannte Tripolianerin, Italienerin die durch die Kolonialisirung Libyens in Tripolis lebte. Bei der Machtergreifung Gaddafis muss die ganze Familie das Land verlassen. Sie richten sich ein Leben in Italien ein, mehr schlecht als recht.
Farid, dessen Vater brutal bei der
Angelina, Vitos Mutter, ist in Libyen geboren. Sie ist eine so genannte Tripolianerin, Italienerin die durch die Kolonialisirung Libyens in Tripolis lebte. Bei der Machtergreifung Gaddafis muss die ganze Familie das Land verlassen. Sie richten sich ein Leben in Italien ein, mehr schlecht als recht.
Farid, dessen Vater brutal bei der Revolution gegen Gaddafi umgebracht wurde, muss mit seiner Mutter ebenfalls das Land verlassen. Sie gibt einer dubiosen Schlepperbande ihre ganzen Ersparnisse. Werden sie es bis Italien schaffen?

Zwei Schicksale aus Libyen die berühren und nachdenklich machen. Sie werfen nicht nur die Frage nach Heimat und Wurzeln auf sondern auch nach Menschlichkeit, Freundschaft und nach der Sinnlosigkeit des Krieges.

Dieses Buch ist in einer wunderbaren sehr poetischen Sprache geschrieben. Es erschüttert und wirkt noch lange nach.

Unbedingt lesen!

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Das Meer am Morgen
von Ulrike Seine aus Rheine am 20.01.2014

Das Schicksal zweier Jungen, ihrer Familien, die Sinnlosigkeit von Krieg und Gewalt und immer wieder auch die Hoffnung auf ein besseres Leben. Welten trennen das Leben der Menschen in Libyen und Italien und dennoch sind deren Wünsche und Hoffnungen ähnlich. Und dazwischen das Meer, der Fluchtweg in ein... Das Schicksal zweier Jungen, ihrer Familien, die Sinnlosigkeit von Krieg und Gewalt und immer wieder auch die Hoffnung auf ein besseres Leben. Welten trennen das Leben der Menschen in Libyen und Italien und dennoch sind deren Wünsche und Hoffnungen ähnlich. Und dazwischen das Meer, der Fluchtweg in ein vielleicht besseres Leben. Ein kleines, feines Buch, berührend und mit Tiefgang.

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Sehr berührend!
von Monika Schulte aus Hagen am 21.08.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Was für ein Roman! Eine Erzählung über die Jungen Farid und Vito. Farid, ein kleiner Junge, der mit seiner Mutter aus Libyen flieht. Farid, dessen Vater brutal ermordert wurde. Farid, dessen Mutter sich einer Schlepperbande anvertraut, um außer Landes zu kommen. Erst mit dem Laster und als dieser... Was für ein Roman! Eine Erzählung über die Jungen Farid und Vito. Farid, ein kleiner Junge, der mit seiner Mutter aus Libyen flieht. Farid, dessen Vater brutal ermordert wurde. Farid, dessen Mutter sich einer Schlepperbande anvertraut, um außer Landes zu kommen. Erst mit dem Laster und als dieser streikt, zu Fuß durch die Wüste bis ans Meer. Sie werden auf ein altes Boot verfrachtet. Das Trinkwasser ist schnell alle. Tote werden einfach über Bord geworfen. Werden sie es schaffen? Jamila hofft nur, dass sie nicht vor ihrem kleinen Sohn sterben muss. Und dann ist da Vito. Er lebt mit seiner Mutter, die in Libyen geboren ist, auf Sizilien. Angelina musste bei Gadafis Machtübernahme fliehen. Eines Tage fährt sie noch einmal nach Tripolis. Sie besucht Ali, ihre erste große Liebe, doch Ali gehört dem Geheimdienst an. Wieder in Italien, verfolgt Angelina im Fernsehen, was mit ihrem Heimatland geschieht. Zwei Geschichten, zwei Schicksale, die doch irgendwie miteinander verwoben sind. Zwei tragische Schicksale, sehr eindringlich und bildhaft beschrieben. Und trotz der schlimmen Geschehnisse, der beide Familien ausgesetzt sind, trotz der ganzen Tragik, des Politikums dahinter, ist dieses Buch auf wundersame Weise ein poetisches Meisterwerk, leicht zu lesen und dennoch so eindringlich, dass der Leser es lange Zeit nicht vergessen wird. Mich persönlich hat dieses Buch aufgewühlt und sehr nachdenklich gestimmt.

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das weite blaue Meer dazwischen
von einer Kundin/einem Kunden am 10.10.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Mit diesem Roman setzt sich die italiniesch-irische Autorin Margaret Mazzantini mit einem immer noch akutellen Thema auseinander: den Unruhen in der arabischen Welt, in diesem Fall Lybien. Die Geschichte beginnet mit dem kleinen Farid. Er und eine Mutter müssen aus Lybien fliehen und gelangen nach einer beschwerlichen Reise durch die... Mit diesem Roman setzt sich die italiniesch-irische Autorin Margaret Mazzantini mit einem immer noch akutellen Thema auseinander: den Unruhen in der arabischen Welt, in diesem Fall Lybien. Die Geschichte beginnet mit dem kleinen Farid. Er und eine Mutter müssen aus Lybien fliehen und gelangen nach einer beschwerlichen Reise durch die Wüste auf ein Flüchlingsschiff. Ihr Ziel ist Italien. Der zweite Teil wird aus der Sicht des 18jährigen Vito erzählt. Er ist der Sohn von Andrea, die in Lybien aufgewachsen war, aber als Ende der 60er mit ihrem itlaienisch stammigen Eltern vor dem Gaddafi-Regime fliehen musste. Der Leser wird Teil einer erneuten Flucht und deren Auswirkungen auf Andrea und ihre Eltern. Das grosse Thema Mazzantinis ist die Entwurzelung. Sie erzählt von Menschen die weder hier noch da wirklich zu Hause sind. "Der Ort, an dem man geboren ist, birgt etwas in sich. Das weiss nicht jeder. Nur wer gewaltsam weggerissen wurde, weiss das." "Du hast die Orientierung verloren, den Stern, der dir folgte und dem du folgtest, in der glühenden Dunkelheit jener nie völlig schwarzen Nächte." Mich als Leser haben diese Schicksale betroffen gemacht. Mazzantini erzählt in ihrer schönen Sprache ohne Verklärung von Menschen auf der Flucht vor einem Gewaltregime. Ihnen droht der Tod, wenn sie nicht gehen. Doch welche kleine Tode sterben sie in der Fremde ohne ihre Heimat? Besonders die Figur der Andrea ist mir besonders nahe gegangen. Sie ist die Figur im Zwischenraum. Einerseits ist sie die Flüchtige, die als elfjährige nach Sizilien kommt und sich eine neue Identität zu legen muss und andererseits ist sie Vitos Mutter und wird aus seiner Sicht als kühl und distanziert geschildert. “Das Meer am Morgen” ist keine leichte Lektüre und doch habe ich sie verschlungen. Ich bin besonders von der eleganten und bildhaften Sprache Mazzantinis fasziniert. Dieses Buch hat mich tief berührt und ich freue mich schon auf das Lesen und Entdecken weiterer Bücher dieser wunderbaren Autorin.

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Lesenswert
von einer Kundin/einem Kunden am 03.09.2012
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

128 Seite, die lesenswert sind! 2 Schicksalsgeschichten, intensiv erzählt. Bildhaft schön geschrieben.

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