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Das Seelenhaus

Gekürzte Lesung (gekürzte Lesung)

(1)
Nordisland 1828. Die Tat war grausam: zwei Männer erschlagen, erstochen und verbrannt. Angeklagt und zum Tode verurteilt wird Agnes Magnúsdóttir, eine Magd von Mitte 30. Die letzten Monate vor ihrer Hinrichtung soll sie auf dem Hof eines Beamten und seiner Familie verbringen. Entsetzt darüber, eine verurteilte Mörderin in ihrem Haus zu haben, meidet die Familie jeglichen Kontakt. Nur der junge Dekan Tóti, der die Verurteilte auf den Pfad der Wahrheit und der Buße führen soll, spricht mit ihr. Als dann der Winter naht und die Gemeinschaft in der schroffen Landschaft zusammenrücken muss, enthüllt sich Agnes' Geschichte vollständig und die Familie muss feststellen, dass das, was sie für wahr hielt, vielleicht nicht stimmt.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium MP3-Hörbuch-Download
Sprecher Vera Teltz Tobias Kluckert
Anzahl Dateien 76
Erscheinungsdatum 21.08.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783844911114
Verlag Hörbuch Hamburg
Spieldauer 466 Minuten
Format & Qualität MP3, 192 kbit/s, 466 Minuten, 307.57 MB
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Buchhändler-Empfehlungen

Sabrina Weihe, Thalia-Buchhandlung Magdeburg

Ein grandioses, tiefgründiges und poetisches Debüt. Im tiefsten Island des 19. Jahrhunderts geht es um Menschlichkeit und die Frage, was richtig ist. Ein grandioses, tiefgründiges und poetisches Debüt. Im tiefsten Island des 19. Jahrhunderts geht es um Menschlichkeit und die Frage, was richtig ist.

Bettina Krauß, Thalia-Buchhandlung Neuwied

Ein historisch belegter Fall, beeindruckend geschrieben, als Erstlingswerk sticht das Buch hervor. Die Geschichte ging mir echt unter die Haut. Ein historisch belegter Fall, beeindruckend geschrieben, als Erstlingswerk sticht das Buch hervor. Die Geschichte ging mir echt unter die Haut.

Elke Schröder, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Die Geschichte der letzten auf Island hingerichteten Frau. Erzählt wir ihr letzter Winter bei einer Bauernfamilie und ihre, wahre Lebensgeschichte und ihrer großen Liebe. Super! Die Geschichte der letzten auf Island hingerichteten Frau. Erzählt wir ihr letzter Winter bei einer Bauernfamilie und ihre, wahre Lebensgeschichte und ihrer großen Liebe. Super!

Michael Wasel, Thalia-Buchhandlung Münster

Ein atmosphärisches Buch, das durch eine tolle Sprache und vielschichtige Charaktere besticht. Absolut empfehlenswert! Ein atmosphärisches Buch, das durch eine tolle Sprache und vielschichtige Charaktere besticht. Absolut empfehlenswert!

„Das Sellenhaus“

I. Schneider, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Island im Jahr 1828: Die Magd Agnes Magnusdottir wird zusammen mit ihren Mittätern Fridrik und Sigga wegen Mordes an ihrem Geliebten und Brotgeber Nathan und dessen Freund zum Tode verurteilt. Der zuständige Landrat Blöndal beschliesst Agnes auf das Gut des Dienstmannes Jon Jonsson und dessen Familie zu bringen, wo sie bis zu ihrer Island im Jahr 1828: Die Magd Agnes Magnusdottir wird zusammen mit ihren Mittätern Fridrik und Sigga wegen Mordes an ihrem Geliebten und Brotgeber Nathan und dessen Freund zum Tode verurteilt. Der zuständige Landrat Blöndal beschliesst Agnes auf das Gut des Dienstmannes Jon Jonsson und dessen Familie zu bringen, wo sie bis zu ihrer Hinrichtung bleibt. Zur Seite gestellt bekommt sie den Vikar Toti, der sie zur Reue bringen soll. Sie findet auf dem Gut starke Ablehnung und Hass gegen ihre Person vor. Aber Agnes erzählt nach und nach ihre Geschichte, die Geschichte ihres Lebens und ihrer Liebe, nach der sie in den Augen der Familie Jonsson, ganz besonders der Mutter Margret, nicht mehr als Mörderin gesehen wird. Doch jede Hilfe und jeder Einsatz kommt zu spät.
Ein packender Roman um die junge Agnes Magnusdottir, die als letzte Person in Island hingerichtet wurde.

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Dinslaken

Eine ungewöhnliche Geschichte! Island 1828: Agnes wird des Mordes angeklagt und soll bis zu ihrer Hinrichtung bei einer Familie wohnen. Nach und nach kommt die Wahrheit ans Licht.. Eine ungewöhnliche Geschichte! Island 1828: Agnes wird des Mordes angeklagt und soll bis zu ihrer Hinrichtung bei einer Familie wohnen. Nach und nach kommt die Wahrheit ans Licht..

„....die letzte Hinrichtung auf Island !“

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln



1828 auf Island , ein kalter düsterer Winter und auf dem Kornsahof gibt es eine Einquartierung ! Agnes, eine selbstbewusste und streng verschlossene Magd ist beschuldigt zwei Männer getötet zu haben und wird die Zeit bis zu ihrer Hinrichtung auf dem Hof des Landesbeamten und seiner Familie verbringen. Die Familie ist entsetzt


1828 auf Island , ein kalter düsterer Winter und auf dem Kornsahof gibt es eine Einquartierung ! Agnes, eine selbstbewusste und streng verschlossene Magd ist beschuldigt zwei Männer getötet zu haben und wird die Zeit bis zu ihrer Hinrichtung auf dem Hof des Landesbeamten und seiner Familie verbringen. Die Familie ist entsetzt und voller Misstrauen: eine verurteilte Mörderin in ihrer Mitte , - doch Agnes ist willig bei der Arbeit und fügt sich. Ihrem Seelenheil zur Seite steht ein junger Vikar , mit dem sie intensive Gespräche führt, die nicht zuletzt durch die häusliche Enge bedingt , jeder mithören kann ! So langsam gerät die offizielle Geschichte , die vor Gericht verhandelt wurde ins Wanken ,lässt einen regelrechten Hexenprozess erahnen und so etwas wie Sympathie für Agnes wächst ! Intensiv, düster und spannend ist dieser Roman, dessen Grundlage wahre Fakten, belegt mit vielen Dokumenten - hat ! Agnes kommt immer wieder selbst zu Wort und wir bekommen eine Ahnung ihres Innenlebens und der damaligen Situation der Frauen auf Island ! Lesenswert....

Anja Werner, Thalia-Buchhandlung Leverkusen

Eisig, beklemmend und faszinierend. Kent schreibt von der letzten Hinrichtung in Island. Gewaltig! Eisig, beklemmend und faszinierend. Kent schreibt von der letzten Hinrichtung in Island. Gewaltig!

Julia Joachimmeyer, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Ein außergewöhnlicher Mix aus Krimi, Historienroman und Lebensbildnis. Nicht nur für Fans von Island-Krimis die perfekte Lektüre. Ein außergewöhnlicher Mix aus Krimi, Historienroman und Lebensbildnis. Nicht nur für Fans von Island-Krimis die perfekte Lektüre.

Katrin Grünwald, Thalia-Buchhandlung Neunkirchen

Atmosphärisch sehr düster und so packend, dass man fast denkt, man befindet sich mit den Personen in einem Raum während man über sie liest. Ein extrem gut gelungenes Debüt. Atmosphärisch sehr düster und so packend, dass man fast denkt, man befindet sich mit den Personen in einem Raum während man über sie liest. Ein extrem gut gelungenes Debüt.

„Agnes Magnúsdóttir - eine Mörderin ??“

Frau Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Island 1828: Die als Mörderin verurteilte Agnes Magnúsdóttir wird zum Kornsáhof gebracht,um dort auf ihre Hinrichtung zu warten. Jón Jónsson, der Dienstmann des Landkreises, seine Frau Margrét und die beiden Töchter Lauga und Steina sind entsetzt, denn sie wollen keine Mörderin unter ihrem Dach. Aber das Bündel Mensch, das bei ihnen Island 1828: Die als Mörderin verurteilte Agnes Magnúsdóttir wird zum Kornsáhof gebracht,um dort auf ihre Hinrichtung zu warten. Jón Jónsson, der Dienstmann des Landkreises, seine Frau Margrét und die beiden Töchter Lauga und Steina sind entsetzt, denn sie wollen keine Mörderin unter ihrem Dach. Aber das Bündel Mensch, das bei ihnen abgeladen wird, lässt sie doch nicht kalt. Abgemagert, schmutzig und verlaust kommt Agnes bei der Familie an und wird erst mal in einen menschenwürdigen Zustand gebracht.
Zu ihrer Läuterung und als seelischer Beistand wird der junge Pfarrvikar Tóti Jónsson zum Kornsáhof geschickt. Langsam öffnet sich Agnes ihrer Umwelt, fasst Vertrauen und fängt an ihre traurige Geschichte zu erzählen ......
Auch wenn man von Anfang an das Ende der Geschichte kennt, zieht sie einen in ihren Bann. Island zu Anfang des 19. Jahrhunderts ist eine Insel voller Entbehrungen, Kälte und Mühsal für Mensch und Tier. Diese Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit und wenn auch einiges dichterische Freiheit ist, so sind doch die Lebensumstände sehr realistisch dargestellt. Agnes selbst wächst dem Leser ans Herz. Man ist empört über die Ungerechtigkeit, die ihrem Leben ein Ende setzt und auch wenn das Ende von Anfang an klar ist - man hofft auf das Wunder ..... Das Seelenhaus berührt den Leser wirklich in der Seele.

„Licht in der Dunkelheit“

Ina Küchler, Thalia-Buchhandlung Zweibrücken

Hannah Kent entführt den Leser in ein Stück isländische Geschichte. Dunkel und kalt, aber auch mit viel Liebe und Wärme. Bewegend und sehr ergreifend. Hannah Kent entführt den Leser in ein Stück isländische Geschichte. Dunkel und kalt, aber auch mit viel Liebe und Wärme. Bewegend und sehr ergreifend.

„Großartiger historischer Island-Roman“

Sabrina Bredlow, Thalia-Buchhandlung Jena

Hannah Kent hat sich für ihr intensives Portrait einer einfachen Magd des 19. Jahrhundert eine makabre, aber faszinierende historische Berühmtheit ausgesucht. Anges Magnúsdóttir war der letzte Mensch, der in Island hingerichtet wurde. Sie wurde beschuldigt, zwei Männer aus Habgier umgebracht zu haben. Dass in diesem Roman nichts so Hannah Kent hat sich für ihr intensives Portrait einer einfachen Magd des 19. Jahrhundert eine makabre, aber faszinierende historische Berühmtheit ausgesucht. Anges Magnúsdóttir war der letzte Mensch, der in Island hingerichtet wurde. Sie wurde beschuldigt, zwei Männer aus Habgier umgebracht zu haben. Dass in diesem Roman nichts so ist, wie es scheint, ist von Anfang an klar. Denn Agnes ist mehr als eine habgierige Magd. Sie ist zu klug für ihre Zeit; zu klug für ein unehelich geborenes Kind; zu klug für eine selbstbewusste Frau, die mehr im Leben will, als ihr das rückständige Island dieser Zeit bieten kann, und letztlich ist sie blind vor Liebe.

Hannah Kent schafft mit »Seelenhaus« einen einzigartigen und wunderbaren Blick in das historische Island. Ihre Sprache changiert dabei zwischen Poesie und unverblümter Direktheit und fesselt auf jeder einzelnen Seite.

„Ein entbehrungsreiches Leben“

Ute Gantner, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

Island 1828: In der harten und kargen Zeit des 19. Jahrhunderts fristet die Magd Agnes Magnusdottir ein
arbeitsreiches und freudloses Dasein. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, muss sie die Zeit bis zur Hinrichtung im Haus und auf dem Hof eines Beamten verbringen. Verständlicherweise ist dessen Familie wenig davon
Island 1828: In der harten und kargen Zeit des 19. Jahrhunderts fristet die Magd Agnes Magnusdottir ein
arbeitsreiches und freudloses Dasein. Als sie des Mordes an zwei Männern angeklagt wird, muss sie die Zeit bis zur Hinrichtung im Haus und auf dem Hof eines Beamten verbringen. Verständlicherweise ist dessen Familie wenig davon begeistert, eine verurteilte Mörderin unter ihrem Dach beherbergen zu müssen. In ihrem Schmerz und ihrer Angst vor ihrem nahen Tod, vertraut Agnes einem jungen Vikar und der Hausherrin ihre entbehrungsreiche Lebensgeschichte an. Schnell wird klar, dass der außergewöhnlich intelligenten jungen Frau ein großes Unrecht widerfährt.
Dieser Roman besticht durch seine klare einfache Sprache und erzählt auf eine ungewöhnliche schnörkellose Art die wahre Geschichte der Agnes Magnusdottir, die als letzter Mensch in Island hingerichtet wurde.

„Geborgenheit“

Eva-Regina Richter, Thalia-Buchhandlung Cottbus

Eine Geschichte, die zu Herzen geht. Die Geschichte einer jungen Frau, die von Anfang an nicht willkommen war und sich daher nach Liebe und Geborgenheit sehnt. Doch ihre zurückhaltende Art lässt Irrtümer aufkommen und verstärkt den schlechten Ruf, der seit ihrer Kindheit auf ihr lastet. Deshalb wird sie für ein schreckliches Verbrechen Eine Geschichte, die zu Herzen geht. Die Geschichte einer jungen Frau, die von Anfang an nicht willkommen war und sich daher nach Liebe und Geborgenheit sehnt. Doch ihre zurückhaltende Art lässt Irrtümer aufkommen und verstärkt den schlechten Ruf, der seit ihrer Kindheit auf ihr lastet. Deshalb wird sie für ein schreckliches Verbrechen bestraft. Doch war es wirklich Mord?
Mitfühlend, ergreifend und doch irgendwie unfassbar. Hier wird mehr als einer Person tief in die Seele geschaut.

Dr. Andreas Schmidt, Thalia-Buchhandlung Gießen

An einem Einzelschicksal wird das Landleben im 19. Jahrhundert exemplarisch dargestellt, vor allem die krasse Rechtlosigkeit der unteren Schichten. An einem Einzelschicksal wird das Landleben im 19. Jahrhundert exemplarisch dargestellt, vor allem die krasse Rechtlosigkeit der unteren Schichten.

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Kundenbewertungen


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Ein atmosphärisches, beklemmendes, eindringliches Debut
von einer Kundin/einem Kunden aus Fahrni am 04.05.2016

Mein Höreindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;) Der Klappentext und das spezielle Cover haben mich neugierig gemacht, ebenso überzeugte mich die Hörprobe, so dass das Buch bei mir einziehen durfte.... Geschrieben ist das Ganze aus verschiedenen Perspektiven, teilweise auch in Form von Briefen oder Dokumenten ( männliche Stimme). Zusätzlich wird aber auch... Mein Höreindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;) Der Klappentext und das spezielle Cover haben mich neugierig gemacht, ebenso überzeugte mich die Hörprobe, so dass das Buch bei mir einziehen durfte.... Geschrieben ist das Ganze aus verschiedenen Perspektiven, teilweise auch in Form von Briefen oder Dokumenten ( männliche Stimme). Zusätzlich wird aber auch aus der Sicht von Agnes in der ICH- Form erzählt ( weibliche Stimme). Beide Sprecher harmonisieren sehr gut miteinander und tragen mit ihren Stimmen dazu bei, dass die Geschichte noch mehr Eindruck hinterlässt. Der Schreibstil ist nämlich sehr atmosphärisch, bildhaft, wortgewandt, ja und teilweise schon fast poetisch. Ich persönlich habe schon das ein oder andere Buch gelesen, welches in Island spielt so dass ich mit den fremden Namen keine Mühe hatte. Ein weiterer Vorteil der Hörbuchvariante ist aber sicher, dass sie einem ja vorgelesen werden....;) Die Charaktere wurden gut ausgearbeitet und gerade Agnes als Hauptperson wuchs mir mit dem fortschreiten der Geschichte immer wie mehr ans Herz. Ihre ganze Gedanken/ Gefühle waren transparent und sehr eindringlich wiedergegeben, so dass ich einige Male leer schlucken musste. Die Autorin hat intensiv recherchiert und es ist ihr gelungen diesen fiktiven Roman, der auf wahren Begebenheiten im Jahre 1828 beruht authentisch darzustellen. Ich jedenfalls konnte mir dieses "alte" Island mit seiner rauen, Landschaft und den damaligen strengen Sitten und Bräuchen sehr gut vorstellen. Dies ist ein Buch der leisen Töne, mit einer beklemmenden düsteren Stimmung und dennoch hat es mich fasziniert, beeindruck und schlussendlich auch berührt. Ich vergebe hiermit gerne 4,5 Sterne

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Ein eindringlicher Roman
von einer Kundin/einem Kunden am 07.09.2015
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Hörbuch, 11 Stunden, 57 Minuten gesprochen von Vera Teltz, Tobias Kluckert Ich würde das Buch unter Geschichtsroman einordnen, denn das Buch beruht auf Tatsachen und wurde unter geschichtlichen Aspekten recherchiert. Wie der Verlag auf „Krimi“ kommt, ist mir rätselhaft, denn niemand ermittelt hier und ein Thriller ist es auf keinen... Hörbuch, 11 Stunden, 57 Minuten gesprochen von Vera Teltz, Tobias Kluckert Ich würde das Buch unter Geschichtsroman einordnen, denn das Buch beruht auf Tatsachen und wurde unter geschichtlichen Aspekten recherchiert. Wie der Verlag auf „Krimi“ kommt, ist mir rätselhaft, denn niemand ermittelt hier und ein Thriller ist es auf keinen Fall. Das Buch beschreibt schlicht die Lebensgeschichte einer Magd auf Island, Bezugnehmend auf 1828. Die Magd Agnes Magnúsdóttir wurde wegen Mordes zum Tode verurteil, in Tateinheit mit einer weiteren Magd und einer männlichen Person, einen Bauern umgebracht zu haben. Sie wartet nun auf die Vollstreckung der Strafe. Dazu wird sie auf ein einsames Gehöft gebracht. Natürlich haben die Bewohner Angst vor der Mörderin. Agnes darf sich einen Geistlichen zum Beten aussuchen, der sie erläutert. Diesem jungen Vikar Thorvardur Jónson, genannt Tóti, zu dem sie Vertrauen fasst, erzählt sie ihre Lebensgeschichte. Tóti ist fasziniert. Agnes betet weder mit ihm, noch lässt sie sich läutern, Agnes redet. Die Bauernhäuser damals waren kleine Torfhütten und das gesamte Leben fand in einem Raum statt, indem auch alle gemeinsam schliefen. Entweder war es eiskalt oder zu warm in den Häusern, in denen die Luft stand, es ständig feucht war, sich Schimmel an der Wand bildete und man oft von herunterfallenden Torfstückchen getroffen wurde. Dung und Torf diente im Winter als Heizmaterial, die mit beißendem Qualm den Raum füllten. In dieser Enge kommen die anderen nicht umhin, mitzuhören und Stück für Stück erfahren sie, dass die Agnes ein Mensch mit einer Geschichte ist, kein böses Monster. Agnes macht sich sehr nützlich auf dem Hof und wird nach einer Weile als vollwertiges Mitglied der Hofgemeinschaft angenommen. Je länger Agnes Geschichte wird, umso mehr Vertrauen erhält sie von den Hofmitgliedern. Von der ersten Seite an wird man in die Geschichte hineingezogen, schon auf Grund der schönen Sprache. Man fröstelt bei der Beschreibung der kargen Landschaft, der ärmlichen Hütten, dem kargen Essen. „Sie kochte schleimige Moossuppe.“ Die Beschreibung der Zeit, ihrer Sitten, ist exzellent. Geprägt von strengem Katechismus, Glaube, harter Arbeit wird dem Leser das damalige Island präsentiert. Kälte und Dunkelheit bestimmt einen Großteil des Lebens. Wir tauchen ein in die Seele von Agnes, die sich nicht beklagt. Ihre Mutter gebar zwei uneheliche Kinder (wahrscheinlich hatte der Bauer sie vergewaltigt, bei dem sie arbeitete) und ließ die Kleinen irgendwann im Stich, weil sie stellungslos wurde, sie war schwanger. Die Gemeinde gab Agnes zu Zieheltern, die gut zu ihr waren, der Bauer sie aber nach ein paar Jahren zurückgab, da die Frau im Kindbett verstorben war (bei Eis und Schnee konnte man keine Hilfe holen) und durch eine schlechte Ernte der Bauer den Hof aufgab. Von nun an fristet die intelligente Frau das Dasein einer Magd, ein Leben voller Pflichten, mit wenig Rechten. Eine Geschichte über Vertrauen, Verrat und Lügen, von Gewalt, von der Übermacht der Männer: „Männer durften tun und lassen, was sie wollten.“ Ein Leben in einer düsteren Zeit in einem kargen, düsteren Land, einer geteilten Moral. Die Pfarrer mussten beim Landrat damals über jede Person Zeugnis ablegen. Menschen wurden als gut oder schlecht bewertet, je nachdem, wie gut sie des Katechismus mächtig waren. Es herrscht eine hohe Moral und Mägde, die uneheliche Kinder bekommen, werden in Schande vom Hof verwiesen, auch wenn klar war, dass das Kind ein Produkt der ewigen Vergewaltigung des Hofherren war. Auch Alkohol ist ein großes Thema. Agnes war stolz und hatte einen eigenen Kopf, konnte lesen und schreiben: „Aber die Leute merkten, dass ich denken kann, und sie finden, dass man einer denkenden Frau nicht trauen kann.“ Agnes Geschichte ist traurig, aber auf keinen Fall ein Einzelfall. Wir erfahren aber, dass ein Leben als freier Bauer auch nicht wesentlich besser bestellt war, als das von Magd und Knecht. Der Leser taucht ein in die Gedanken von Agnes und die der Bewohner des Hofs, des Vikars, taucht ein in ein hartes entbehrungsreiches Leben, das von Düsternis und Tod gekennzeichnet ist. Die Toten des Winters werden im Stall gelagert, auf dem gefrorenen Fisch. Die Rechtssprechung der damaligen Gesellschaft wird in diesem Roman geschickt dargestellt. Ein Gesellschaftsroman, zum Anfang des 19. Jahrhunderts, der das Leben der Klassengesellschaft der Isländer wiederspiegelt. Hannah Kent wertet nicht, sie lässt ihre Figuren berichten, eindringlich und atmosphärisch. Die große Erzählkunst der Autorin lässt niemanden unberührt zurück. Das Buch war nominiert für den Women's Prize for Fiction 2014, mit Recht.

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2 0
Das Seelenhaus
von Ikopiko aus Hesel am 06.11.2015
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Die Magd Agnes wird Anfang des 19. Jahrhunderts in Island zum Tode verurteilt. Gemeinsam mit zwei weiteren Menschen soll sie zwei Männer auf bestialische Weise ermordet haben. Von diesem Zeitpunkt an ist Agnes aus Sicht der anderen Isländer kein Mensch mehr, sondern ein Ungeheuer; ein Monster, in das der... Die Magd Agnes wird Anfang des 19. Jahrhunderts in Island zum Tode verurteilt. Gemeinsam mit zwei weiteren Menschen soll sie zwei Männer auf bestialische Weise ermordet haben. Von diesem Zeitpunkt an ist Agnes aus Sicht der anderen Isländer kein Mensch mehr, sondern ein Ungeheuer; ein Monster, in das der Teufel gefahren ist, der nun darauf lauert, die nächsten braven Isländer umzubringen. Nachdem Agnes lange Zeit auf menschenunwürdige Art und Weise in einem Kerker vor sich hin vegetierte, wird sie zur Verwahrung auf eine ärmliche Landstelle gebracht. Natürlich ist die dort lebende Familie entsetzt und begegnet Agnes mit Argwohn und Angst, wie einem wilden Tier. Selbst der Vikar, der Agnes auf die Begegnung mit Gott vorbereiten soll, würde sich lieber vor der Verantwortung drücken. Agnes fasst jedoch einen Funken Vertrauen zu diesem unbeholfenen Geistlichen und erzählt ihm nach und nach ihre eigene Geschichte. Hannah Kent beschreibt in „Das Seelenhaus“ Islands Einwohner des 19. Jahrhunderts genau so, wie ich sie mir vorstelle: düster, arm, abergläubisch, aber auch fleißig und gottesfürchtig. Als der grausame Mord passiert, sind sie wie ohnmächtig; froh, als schnell Schuldige gefunden wurden. Agnes, die Mörderin, ist fortan ein Teufel in Menschengestalt. Nach dem Menschen Agnes fragt niemand mehr. Diese düstere Stimmung, die Angst der Familie und die Art, wie Agnes sich mit dieser Situation abgefunden hat, hat Hannah Kent sehr anschaulich beschrieben. Ich war so voller Mitleid mit Agnes, dass ich geneigt war, vorzublättern, um zu gucken, ob sie wirklich zu Tode kommt. Gleichzeitig war mir klar, dass der Roman auf einer wahren Begebenheit beruht, denn Agnes war die letzte isländische Frau, die das Todesurteil erhalten hat.

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1 0
Historischer Roman!
von einer Kundin/einem Kunden am 04.10.2015
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Dieser Roman spielt in Island 1828. Agnes ist eine Magd und wird am Mord von zwei Männern angeklagt. Sie soll hingerichtet werden. Bis zu dieser Hinrichtung kommt sie bei einem Beamten und deren Familie. Doch ist Agnes wirklich eine Mörderin? Ein sehr fesselnder und beeindruckender Roman. Das Cover... Dieser Roman spielt in Island 1828. Agnes ist eine Magd und wird am Mord von zwei Männern angeklagt. Sie soll hingerichtet werden. Bis zu dieser Hinrichtung kommt sie bei einem Beamten und deren Familie. Doch ist Agnes wirklich eine Mörderin? Ein sehr fesselnder und beeindruckender Roman. Das Cover könnte nicht passender sein.

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Vom Leben einer Todgeweihten
von einer Kundin/einem Kunden aus Phantasien am 21.01.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Man mag fragen, wieso man zum Werk einer jungen Australierin greifen sollte, um in das Island des frühen 19. Jahrhunderts zu reisen. Hannah Kents zügig dahin gleitende Worte nehmen der Frage jegliche Wurzel, reißen den Leser mit sich, lassen ihn gedankenumwölbt und atemlos zurück und machen... Man mag fragen, wieso man zum Werk einer jungen Australierin greifen sollte, um in das Island des frühen 19. Jahrhunderts zu reisen. Hannah Kents zügig dahin gleitende Worte nehmen der Frage jegliche Wurzel, reißen den Leser mit sich, lassen ihn gedankenumwölbt und atemlos zurück und machen Agnes Magnúsdóttir, die Todgeweihte, so lebendig, dass man wider besseren Wissens gegen das unabwendbare Ende hofft. Während eines Schüleraustauschs hörte die Autorin zum ersten Mal von der Magd Agnes Magnúsdóttir, der letzten Person, an der in Island die Todesstrafe vollstreckt wurde. Betroffen und fasziniert meinte die Schülerin, in der Einsamkeit die die historische Figur umrankte, eine Ähnlichkeit zu ihrer eigenen Lage zu erkennen. Sie hielt die Geschichte nah am Herzen, wo sie Jahre später ungeahnte Form annehmen sollte. Mit einem nahenden Studiumabschluss kam die Frage nach der Form der Abschlussarbeit. Schnell war klar: Hannah Kent wollte Agnes Magnúsdóttir noch einmal zum Leben erwecken. In einer nahtlosen Mischung aus Fiktion und mühsam recherchierten Fakten breiten sich vor dem Leser die letzten Monate im Leben der Verurteilten aus. Des Urteils ausharrend muss Agnes den Rest ihrer Tage auf dem Hof eines Beamten im rauen Norden Islands verleben. Nach einem Leben im Dienste anderer kehrt Agnes in die Region ihrer Kindheit zurück. Natürlich beruht dieser Schritt auf einer amtlichen Verfügung, denn von Freude über Agnes' Einzug ist wenig zu spüren. Nur dem Vikar, den man ihr zur Errettung ihrer unsterblichen Seele zur Verfügung stellt, gelingt es, ihr so etwas wie Ruhe und Sicherheit zu geben. Ihm gegenüber öffnet sich die verschlossene Frau und bringt damit nach und nach die Weltanschauung der Zuhörer ins Wanken... Hannah Kent hat hier ein betörend düsteres Erstlingswerk von brachialer Schönheit geschaffen. Fast meint man, den kalten Wind Islands aus den Seiten steigen zu spüren und so blättert man Seite um Seite mit stetig tauber werdenden Fingerspitzen dem Ende entgegen. Ein außergewöhnliches Werk, dem ich so viele Leser wünsche, wie es nur kriegen kann.

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Ein packender Debütroman
von einer Kundin/einem Kunden am 17.10.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Die 32-jährige Agnes ist eine Magd aus Island. 1829 wird sie des Mordes an zwei Männern zusammen mit einem jungen Paar verurteilt. Bis das Urteil vollstreckt wird, muss sie zu einer Familie, auf deren Hof sie leben und helfen soll. Ein Pfarrer wird ihr zur Seite gestellt, damit sie... Die 32-jährige Agnes ist eine Magd aus Island. 1829 wird sie des Mordes an zwei Männern zusammen mit einem jungen Paar verurteilt. Bis das Urteil vollstreckt wird, muss sie zu einer Familie, auf deren Hof sie leben und helfen soll. Ein Pfarrer wird ihr zur Seite gestellt, damit sie den Weg Gottes wiederfindet. Jedoch merkt dieser bald, dass sie nicht einen Pfarrer, sondern einen Freund braucht, der ihr zuhört. Und mit jedem Satz, den sie erzählt, wird klarer, dass der Mord eventuell anders abgelaufen sein könnte. Der Schreibstil der Autorin passt wirklich sehr gut zur Geschichte. Sie erzählt aus der Sicht von 4 verschiedenen Personen, wobei sie nur aus Agnes‘ Sicht in der Ich-Form schreibt. Die Geschichte selbst ist höchst interessant und sehr gut in Worten verpackt. Die Autorin hat es geschafft, die Gefühle von verschiedenen Personen sehr gut darzustellen und man konnte sich die Umgebungen wunderbar vorstellen. Dieses Buch ist eine super Empfehlung für Leute die gerne historische Bücher, wahre Begebenheiten und eine spannende Geschichte lesen.

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Ein schweres Leben
von Beate Senft aus Ludwigshafen am Rhein am 02.09.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Die Isländerin Agnes wurde zusammen mit Sigga und Fridrik zum Tote verurteilt. Da man erst auf die Bestätigung des dänischen Königs warten muss, sollte sie in dieser Zeit bei einem Dienstmann und seiner Familie leben und sich als Magd nützlich machen. Die Familie ist alles andere als begeistert... Die Isländerin Agnes wurde zusammen mit Sigga und Fridrik zum Tote verurteilt. Da man erst auf die Bestätigung des dänischen Königs warten muss, sollte sie in dieser Zeit bei einem Dienstmann und seiner Familie leben und sich als Magd nützlich machen. Die Familie ist alles andere als begeistert und hat Angst vor dieser Mörderin, aber im Laufe der Zeit gewöhnt man sich in der Enge des kleinen Torfhäuschens, wo alle zusammen in einem Raum schlafen, aneinander. Und dann beginnt Agnes zu erzählen. Von ihrem Leben und von der Nacht des Mordes. Und der Tag des Todes rückt unaufhaltsam näher... "Zuerst verstand ich nicht, warum diese Leute, Männer wie Frauen, bewegungslos dastanden und mich schweigend anstarrten. Schließlich begriff ich, dass sie gar nicht mich anstarrten. Ich, das waren zwei tote Männer. Ich, das war ein brennender Hof. Ich war ein Messer. Ich war Blut." (Seite 45) Agnes Magnusdottir war die letzte Person, die in Island hingerichtet wurde. Die Autorin hat aus den spärlichen Zeugnissen und Dokumenten eine Geschichte gewebt, wie sie hätte sein können. Man weiß also genau, wie das Buch "Das Seelenhaus" enden wird und trotzdem war ich tief bewegt und konnte die Tränen nicht zurück halten. Das liegt zum Teil auch an dem großartigen und lebendigen Schreibstil der Autorin, an dem harten Leben in Island, an den wundervollen Charakteren und an einer unglaublichen Geschichte. "Sie wissen nichts von mir. Und ich schweige. Ich will mich vor der Welt verschließen, ich will mein Herz verhärten und an den Dingen festhalten, die mir noch nicht genommen sind. Ich darf nicht zulassen, dass ich vergehe. In meinem Innersten werde ich an mir festhalten und dort all die Dinge bewahren, die ich gesehen und gehört und gefühlt habe." (Seite 39) Die Autorin erzählt eine Geschichte von großen Entbehrungen und einem sehr harten Leben. Eine Geschichte von Zusammenhalt, Familie und Wärme. Aber auch eine Geschichte von Einsamkeit, Andersartigkeit und ausgeschlossen sein. Agnes war eine sehr intelligente Frau, die gerne las und die alten Sagas erzählte. Das war den Leuten ein Dorn im Auge, denn eine Frau sollte nicht so klug sein. Schon sehr früh war sie auf sich alleine gestellt und musste hart arbeiten. Vertrauen konnte sie niemanden und als sie es dann doch einmal tat, war das ihr Todesurteil. "Wir legten Worte sorgfältig übereinander, stapelten ein Wort lückenlos auf das andere. So bauten wir zwei Türme und entfachten auf ihren Spitzen Leuchtfeuer, wie sie entlang der Straße stehen, um bei schlechtem Wetter den Weg zu weisen. Wir konnten einander erkennen, allem Nebel, aller erstickenden Gleichförmigkeit des Lebens zum Trotz." (Seite 250) Diese Geschichte hat mich sehr tief bewegt und ich bin froh, sie gelesen zu haben. Die Menschen in Island hatten ein sehr schweres Leben. Sie lebten in kleinen Torfhütten, in denen im Winter innen die Wände mit Eis überzogen waren. Sie konnten sich glücklich schätzen, wenn sie jeden Tag satt wurden und hatten wirklich nur das aller nötigste. Die Autorin hat es geschafft, mir dieses Leben bildhaft vor Augen zu führen. Auch die Charaktere der Geschichte sah ich sehr lebhaft vor mir. Die hübsche etwas selbstgefällige Lauga, ihre Schwester Steina, die nicht die Hellste und die Schnellste ist, die Mutter Margaret, die ihrer Familie ein gutes Leben ermöglichen möchte, ihr Mann, der tut was er kann um der Familie ein klein wenig Luxus zu gönnen und wenn es nur eine Tasse Kaffee ist. Der junge Pfarrer, der sich vorgenommen hat Agnes auf den rechten Pfad zu bringen und Agnes selbst. Diese starke und mutige Frau. Sie alle waren sehr lebendig und authentisch und ich fühlte mit ihnen. "Hat Steina je so gegen das Gewicht eines Knechts kämpfen müssen? Hat Steina je abwägen müssen, ob sie einem Bauer erlaubt, unter ihre Röcke zu kommen, um dann den Zorn seiner Frau zu erdulden, die sie zwingen wird die niedrigste Arbeit zu verrichten, oder ob sie sich dem Bauern verweigert, auf die Gefahr hin, bei Schnee und Nebel vor die Tür gesetzt zu werden, mit niemandem, der einem Obdach gewährt?" (Seite 203) "Das Seelenhaus" ist ein Buch das man nicht mal schnell zwischendurch lesen kann und es wirkt noch lange nach. Ich werde noch sehr oft an Agnes und ihr Leben denken und ihre Geschichte wird mich noch eine Weile begleiten. Darum vergebe ich 5 von 5 Punkten und eine Leseempfehlung für Menschen, die sich für das Schicksal anderer interessieren und mehr über das Leben im Island des 19. Jahrhunderts wissen möchten. Ein tief bewegendes Buch. © Beate Senft

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Berührend
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 26.10.2014
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Dieses Buch ist sicher eines der besten das ich im letzten Jahr gelesen habe. Es besticht durch seine Sprache und die detaillierten Beschreibungen. Allerdings ist bereits am Anfang bekannt, wie die Geschichte ausgehen wird. Was ich irgendwie traurig fand, denn mir wurde die Hauptperson zunehmend sympathisch. Und auch die... Dieses Buch ist sicher eines der besten das ich im letzten Jahr gelesen habe. Es besticht durch seine Sprache und die detaillierten Beschreibungen. Allerdings ist bereits am Anfang bekannt, wie die Geschichte ausgehen wird. Was ich irgendwie traurig fand, denn mir wurde die Hauptperson zunehmend sympathisch. Und auch die Spannung irgendwie kaputt macht - gegen Ende wurde der Text langatmig, Trotzdem werde ich das Buch sicher weiterempfehlen und mich außerdem über die historische Agnes informieren.

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Ein großartiger Debütroman!
von Marlene Walder am 11.10.2014
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

„Wenn niemand deinen Namen nennt, wirst du vergessen werden. Ich bin vergangen und vergessen...“ Island 1828 - Agnes Magnúsdóttir wird des Mordes bezichtigt und soll bis zum Tag der Hinrichtung auf dem Hof eines Beamten und dessen Familie Zwangsarbeit verrichten. Ein Pfarrer wird ihr zur Seite gestellt, welcher sie auf... „Wenn niemand deinen Namen nennt, wirst du vergessen werden. Ich bin vergangen und vergessen...“ Island 1828 - Agnes Magnúsdóttir wird des Mordes bezichtigt und soll bis zum Tag der Hinrichtung auf dem Hof eines Beamten und dessen Familie Zwangsarbeit verrichten. Ein Pfarrer wird ihr zur Seite gestellt, welcher sie auf ihrem letzten Weg begleiten soll. Es sind lange und ehrliche Gespräche, die die beiden führen und schon bald ahnt man, dass mehr hinter diesem Mordfall steckt... Hannah Kent hat einen überaus poetischen, einfühlsamen und doch offensiven Schreibstil, der von Anfang an fesselt. Die Charaktere, vor allem Agnes, sind sehr schön gezeichnet und ausgearbeitet. Zudem portraitiert sie die Landschaft Islands und deren Bewohner überaus sorgfältig und auf historischen Fakten basierend. Ein bewegendes Schicksal über die Höhen und Tiefen des Lebens und die Angst davor, vergessen zu werden...

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gar nicht so übel
von einer Kundin/einem Kunden aus Chemnitz am 26.01.2016
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Eine düstere Geschichte, aber sehr anschaulich beschrieben... Stellenweise etwas langatmig, deshalb die 3 Sterne. Trotzdem empfehlenswert, weil dieses Buch mal eine ganz andere Art von Roman ist.

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