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Das Verschwinden des Philip S.

Roman

(2)
Rudi Dutschke wird auf der Straße angeschossen, Steine bringen die Fenster des Springer-Gebäudes zum Bersten. Es sind angespannte Zeiten, in denen sich Philip S., ein sensibler und eigenwilliger Schweizer, und die junge Mutter Ulrike an der Filmakademie Berlin kennenlernen. Fernab der Unruhen erschaffen sie eine weisungsfreie, der Ästhetik und familiären Geborgenheit gewidmete Welt. Doch schleichend politisiert sich auch ihr Alltag, sie gründen Kinderläden, entwerfen Flugblätter und Streitschriften. Nach einem Gefängnisaufenthalt ist für die Liebenden nichts mehr so, wie es einmal war.
Ulrike Edschmid erzählt in ihrem bewegenden Buch vom unaufhaltsamen Verlust eines Menschen, der in den bewaffneten Untergrund geht. Sie wirft einen Blick zurück auf die prägenden Jahre im Leben ihrer Generation – und auf eine Tragödie, die so noch nie beschrieben wurde.
Rezension
"Es macht den Roman zum lebendigen Dokument eines historischen Bewusstseins."
Martin Ebel, DIE WELT 02.03.2013
Portrait

Ulrike Edschmid, 1940 in Berlin geboren, aufgewachsen in der Rhön/Hessen, studierte Literaturwissenschaft, Pädagogik und an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin.

1990 erschien Diesseits des Schreibtischs. Lebensgeschichten von Frauen schreibender Männer 1992 Verletzte Grenzen, 1996 Frau mit Waffe. Zwei Geschichten aus terroristischen Zeiten (st 3307), 1999 Wir wollen nicht mehr darüber reden, 2003 Nach dem Gewitter (st 3481).

Sie lebt in Berlin.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 156
Erscheinungsdatum 10.03.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46535-6
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 218/136/12 mm
Gewicht 171
Auflage 2
Buch (Taschenbuch)
8,00
inkl. gesetzl. MwSt.
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„Intensiv“

Pascal Endres, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Ende der sechziger Jahre, die junge Bundesrepublik ist im Aufbruch. Mittendrin Ulrike Edschmid und ihr Freund der Filmemacher Philip S.
Sie haben sich an der Filmakademie in Berlin kennen gelernt und wie viele andere Studenten auch stellen sie das Bestehende in Frage und probieren neue Lebensformen aus.
In einer klaren und vielleicht
Ende der sechziger Jahre, die junge Bundesrepublik ist im Aufbruch. Mittendrin Ulrike Edschmid und ihr Freund der Filmemacher Philip S.
Sie haben sich an der Filmakademie in Berlin kennen gelernt und wie viele andere Studenten auch stellen sie das Bestehende in Frage und probieren neue Lebensformen aus.
In einer klaren und vielleicht gerade deswegen eindringlichen Sprache erzählt Ulrike Edschmid über ihre Zeit mit Philip S., sie erzählt aber auch wie die sich von der Gesellschaft ausgegrenzt fühlen und sie sich dadurch auch immer mehr von dieser abgrenzen. Ulrike Edschmid konnte und wollte diesen Weg irgendwann nicht mehr mitgehen, während Philip S. sich weiter radikalisiert und er für sie immer mehr verschwindet.
Dieses Buch hat mich gefesselt und fasziniert, ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.

„Fesselnde Erinnerungen an bewegte Zeiten“

Julia Joachimmeyer, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Einfühlsam und berührend erinnert sich Ulrike Edschmid an die gemeinsamen Jahre mit ihrem Freund und Geliebten Philip, der 1975 als Mitglied der Bewegung 2.Juni bei einem Schusswechsel mit der Kölner Polizei ums Leben kam. Sie nimmt den Leser mit auf ihre ganz persönliche Reise zurück in die prägenden Jahre der noch jungen Bundesrepublik Einfühlsam und berührend erinnert sich Ulrike Edschmid an die gemeinsamen Jahre mit ihrem Freund und Geliebten Philip, der 1975 als Mitglied der Bewegung 2.Juni bei einem Schusswechsel mit der Kölner Polizei ums Leben kam. Sie nimmt den Leser mit auf ihre ganz persönliche Reise zurück in die prägenden Jahre der noch jungen Bundesrepublik und geht dabei der Frage nach, wie aus Unzufriedenheit und Leiden an der Welt Gewalt und Hass werden konnten. Was brachte einen sensiblen, künstlerisch begabten Menschen dazu, sich in den Untergrund zu begeben und dem Staat den Krieg zu erklären?
Ein bewegendes Buch, das am Schicksal Einzelner das Drama einer ganzen Generation schildert.

Kundenbewertungen


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Ein beeindruckendes Werk!
von warmerSommerregen aus Essen am 02.06.2015

Ulrike Edschmid begiebt sich vierzig Jahre nach dem Tod ihres als Terrorist eingestuften einstigen Gefährten auf die Suche seiner wenigen verbliebenen Spuren. Philip Werner Sauber starb am 9. Mai 1975 nach einem Schusswechsel mit der Polizei auf einem Kölner Parkplatz. Noch bevor der Krankenwagen eintraf, waren die Fotografen vor... Ulrike Edschmid begiebt sich vierzig Jahre nach dem Tod ihres als Terrorist eingestuften einstigen Gefährten auf die Suche seiner wenigen verbliebenen Spuren. Philip Werner Sauber starb am 9. Mai 1975 nach einem Schusswechsel mit der Polizei auf einem Kölner Parkplatz. Noch bevor der Krankenwagen eintraf, waren die Fotografen vor Ort, die seinen Tod, gefangen im Stacheldraht, festhielten. Auch der Polizist Walter Pauli starb bei dem Schusswechsel, drei weitere Menschen, ein zweiter Polizist, Karl Heinz Roth und Roland Otto, wurden schwer verletzt. Doch als Ulrike Edschmid Philip S. kennenlernte, war er keineswegs im Untergrund tätig. Sie trafen sich das erste Mal im Flur der Berliner Filmakademie. Der damals neunzehnjährige Schweizer hatte im Spätsommer 1967 Berlin erreicht, nachdem er fortgegangen war von seinen reichen Eltern in Zürich, bei denen stets von Geld die Rede war. Kurze Zeit nach ihrer Begenung zieht er zu der siebenundzwanzigjährigen Mutter und nimmt die Vaterrolle für den Sohn ein. Er geht an die Filmakademie, möchte seinen Gedanken in der Kunst Ausdruck verleihen. So entsteht der experimentelle Film "Der einsame Wanderer". Doch nach dem Tod Otto Ohnesorgs beginnt Philip S. im Umfeld der "Bewegung 2. Juni" zu agieren. Anfangs sind es nur Treffen, dann werden es Banküberfälle. Nach und nach rutscht Philip S. in den Untergrund. Er bereitet alles für sein neues Leben vor, beseitigt seine Spuren. Niemand soll sich an ihn erinnern, nichts darf von ihm zeugen. Eine neue Identität. Nach und nach verschwindet er aus Ulrike Edschmids Leben. Er nimmt immer weniger am gemeinsamen Leben in der Wohnung mit Freunden teil, zieht sich zurück. Immer mehr verändert -verschwindet- Philip S.. Er kreiert sich ein neues Leben, so wie er zuvor das Leben als Künstler genau geplant und gelebt hatte. Ulrike Edschmid und Philip S. geraten immer weiter auseinander und während er nach einem Gefängnisaufenthalt glaubt, sie hätten die Zeit zusammen durchgestanden, war sie in Gedanken nur bei ihrem Sohn. Philip S. hat sich längst von allem losgelöst, stellt seine Ideale über seine Wünsche, Sicherheit und Familie. Aber für sie bedeutet ihr Sohn alles. Beide haben unterschiedliche Wege eingeschlagen und Ulrike Edschmid kann Philip S.s Radikalisierung nicht gutheißen. Sie sehen sich immer seltener und jedes Treffen wird gefährlicher. Bis zum 9. Mai 1975. Dieses Buch hat mich wirklich beeindruckt. Präzise beschreibt die Autorin die Veränderungen die Philip S. durchmacht. Zu Beginn fragte ich mich noch, wie aus ihm jemals ein Terrorist werden sollte.. Die verwendete Sprache ist knapp und eindringlich, sodass einem ein jedes Wort nahe geht, man über jeden Satz nachdenkt. Faszinierend finde ich auch, wie so viel Inhalt, ohne erdrückend oder anstrengend zu werden, auf lediglich 156 Seiten übermittelt werden kann. Beeindruckend. Denn auch wenn das Gelesene nachdenklich stellt, ist es keineswegs ermüdent oder zu geballt. Dieses Buch zog mich vom ersten Satz an in seinen Bann, da die Entwicklung, die Philip S., aber auch sein Umfeld und Ulrikes Bild über ihn durchmacht, ist derart spannend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Da die Personen nur Kürzel oder Spitznamen erhalten, entsteht eine gewisse Distanz zwischen Leser und Erzähltem und auch die Andeutungen zu Gruppen, Liedern oder auch Büchern regen die Neugierde an, sodass man sich über das Buch hinaus noch über die Zeit, Geschehnisse und Zusammenhänge informieren möchte, weiter eintauchen will. Dieses Buch ist zum einen sehr informativ, zum anderen aber emotional, da es von der Liebe zwischen Ulrike Edschmid, Philip S. und ihrem Sohn erzählt. Es erzählt auch vom Verschwinden und davon, wie Menschen sich verändern, es handelt vom Tod, vom Neuanfang, von Angst und Hoffnung. Eine Erzählung von Ideen und Plänen für eine bessere Zukunft, die ins Kriminelle abdriften und keinem weiterhelfen. Die knappe und präzise Sprache ist sehr eindringlich, was mir sehr gut gefällt. Außerdem lässt sich das Buch flüssig lesen und ist sehr spannend. Ich kann dieses Buch wirklich jedem weiterempfehlen! Es ist unglaublich, wie der Wandel Philip S.s, die gesellschaftliche Situation, die Atmosphäre, die Ängste, Ulrike Edschmids Gefühle, Ziele und Wünsche und noch so viel mehr beschrieben werden und wie nahe dies beim Lesen geht. Ein bemerkenswertes Werk, welches mich zunächst sprachlos zurückgelassen hatte und wegen dem ich mich eingehender mit diesem Kapitel der Deutschen Geschichte auseinandergesetzt habe!

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Wohin verschwindet Philip S.?
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 28.03.2014

In sehr ruhiger, zurückgenommener, nachdenklicher und sparsamer Sprache erzählt Ulrike Edschmid in diesem Taschenbuch von ihrer Beziehung mit Philip S., mit dem sie in Berlin 1967 zusammen lebte. Innerhalb weniger Jahre entfernt sich der Mann aus dieser Beziehung, geht in den Untergrund und wird 1975 in Köln erschossen. Auf... In sehr ruhiger, zurückgenommener, nachdenklicher und sparsamer Sprache erzählt Ulrike Edschmid in diesem Taschenbuch von ihrer Beziehung mit Philip S., mit dem sie in Berlin 1967 zusammen lebte. Innerhalb weniger Jahre entfernt sich der Mann aus dieser Beziehung, geht in den Untergrund und wird 1975 in Köln erschossen. Auf 157 schmalen Seiten schafft es Edschmid mir sowohl seine, wie auch ihre eigene Entwicklung klar zu machen. Ich kann nachvollziehen, wieso sich Beide so verhalten, wie sie sich verhalten. Und ich bin froh, daß ihr (politischer) Weg ein anderer war, als seiner. Kurze, knappe, dabei eindrückliche und durchaus große Literatur! Stimmung und Atmosphäre in Berlin in den Jahren zwischen 1967 und 1975 hat die Autorin perfekt eingefangen!

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Fast schon 40 Jahre
von einer Kundin/einem Kunden am 18.07.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

1975 war es, als Philip Sauber - Bruder des späteren Formel 1-Stalls Gründer Peter Sauber, bei einem Schusswechsel mit der Polizei auf einem Kölner Parkplatz getötet wurde. Wie es dazu kam, dass ein ruhiger, eher schüchterner Schweizer Student sich immer mehr und mehr der Ideologie einer RAF verfiel, während... 1975 war es, als Philip Sauber - Bruder des späteren Formel 1-Stalls Gründer Peter Sauber, bei einem Schusswechsel mit der Polizei auf einem Kölner Parkplatz getötet wurde. Wie es dazu kam, dass ein ruhiger, eher schüchterner Schweizer Student sich immer mehr und mehr der Ideologie einer RAF verfiel, während seine damalige Lebensgefährtin einen anderen Weg ging, wird von dieser sehr berührend erzählt.

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Traurigkeit
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 30.05.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Ein Buch, das mich tief in meine Vergangenheit zurück führte und ich die tiefe Tragik von Teilen meiner Generation wieder spürte.

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