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Das wilde Kind

Erzählung

(6)

Über das Wolfskind Victor
Im Herbst des Jahres 1797, die Jahre der Revolution und des Terrors sind vorbei, stößt der Schmied des Ortes im Wald von Aveyron auf ein nacktes, seltsame Laute ausstoßendes Wesen, die Haut schwarz vor Schmutz, das Haar zottelig. Ein Mensch, ein Tier? Ein Knabe. Die Männer vom Dorf fangen ihn ein, bringen ihn in die Hauptstadt, nach Paris. Man führt ihn bei Hofe vor, er bekommt ein Zimmer in der Taubstummenanstalt und einen Namen. Schließlich wird Victor, das Wolfskind, der Obhut eines jungen Arztes übergeben. Victor wird ihm zu Ruhm verhelfen, aber trotz all seiner Bemühungen wird der Arzt scheitern ...

Portrait
T. C. Boyle, geb. 1948 in Peekskill, New York im Hudson Valley, war Lehrer an der dortigen High-School und publizierte während dieser Zeit seine ersten Kurzgeschichten. Heute lebt er in Kalifornien und unterrichtet an der University of Southern California in Los Angeles Creative Writing.
Dirk van Gunsteren, geb. 1953 in Düsseldorf, ist ein deutscher literarischer Übersetzer aus dem Englischen und Niederländischen und freiberuflicher Redakteur. Van Gunsteren wuchs in Duisburg auf, seine Mutter ist Deutsche, sein Vater Holländer. Nach mehreren Aufenthalten in Indien und in den USA studierte er in München Amerikanistik. Seit 1984 ist er als Übersetzer insbesondere aus dem Englischen tätig. Van Gunsteren lebt in München. 2007 erhielt van Gunsteren den 'Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis' für seine Übersetzung angelsächsischer Literatur.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 112
Erscheinungsdatum 01.02.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14065-2
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 193/121/13 mm
Gewicht 140
Originaltitel Wild Child
Verkaufsrang 90.108
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

„Der Meister der kurzen Erzählung schreibt über das "Wolfskind"“

Manuela Hagen, Thalia-Buchhandlung Krefeld

Das Thema ist nicht neu, es gibt diverse Romane und Sachbücher zum Thema, aber hier legt Boyle trotzdem etwas Besonderes vor.
Die Frage nach der Grenze, an der sich entscheidet wer Mensch oder Tier ist, wird von ihm auf nur 100 Seiten so eindrücklich
behandelt, dass den Leser das Schicksal dieses Jungen, den es ja tatsächlich gegeben
Das Thema ist nicht neu, es gibt diverse Romane und Sachbücher zum Thema, aber hier legt Boyle trotzdem etwas Besonderes vor.
Die Frage nach der Grenze, an der sich entscheidet wer Mensch oder Tier ist, wird von ihm auf nur 100 Seiten so eindrücklich
behandelt, dass den Leser das Schicksal dieses Jungen, den es ja tatsächlich gegeben hat, nicht kalt läßt.Ein Buch natürlich für alle Boyle- Fans, aber auch für Leser, die sich für die elementarsten Fragen unseres Daseins interessieren. Klein, aber fein!

„Berührend“

Susanne Kupfer, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

In den Wäldern von Südfrankreich wird 1797 von Jägern ein wildes Wesen gefangen.
Als kleines Kind ausgesetzt eignet sich Victor, wie man ihn später nennen wird, die Fähigkeiten an, die sein Überleben sichern,
jagen und fressen. Ein junger Arzt versucht Victor auf den Weg der Zivilisation zu führen, doch kann der erlernte Pfad der
In den Wäldern von Südfrankreich wird 1797 von Jägern ein wildes Wesen gefangen.
Als kleines Kind ausgesetzt eignet sich Victor, wie man ihn später nennen wird, die Fähigkeiten an, die sein Überleben sichern,
jagen und fressen. Ein junger Arzt versucht Victor auf den Weg der Zivilisation zu führen, doch kann der erlernte Pfad der ersten Lebensjahre überschrieben werden?
Die atmosphärisch dichte Erzählung zieht den Leser auf den ersten Seiten in seinen Bann und läßt ihn nicht mehr los.

„Was macht den Menschen menschlich?“

Corinna Teickner, Thalia-Buchhandlung Bremen

Frankreich 1797

Ein fünfjähriger Junge, ausgesetzt von seiner Mutter, die es nicht über sich brachte, ihrem Sohn das Leben zu nehmen.
Ab diesem Moment beginnt für den Jungen das Leben fernab der Zivilisation. Er wird ein wildes Kind. Jahre später wird er nach einigen Versuchen entgültig gefangen und die besten Ärzte versuchen ihn
Frankreich 1797

Ein fünfjähriger Junge, ausgesetzt von seiner Mutter, die es nicht über sich brachte, ihrem Sohn das Leben zu nehmen.
Ab diesem Moment beginnt für den Jungen das Leben fernab der Zivilisation. Er wird ein wildes Kind. Jahre später wird er nach einigen Versuchen entgültig gefangen und die besten Ärzte versuchen ihn in die Gesellschaft zu integrieren.
Wie unglücklich das den Jungen macht und wie sehr er in seiner neuen Welt leidet,zählt nicht.
Oft fragt man sich, sind die Wilden nicht die anderen Menschen, die nur all zu erzogen und gesittet scheinen.

„Das wilde Kind“

Kathrin Buhle, Thalia-Buchhandlung Berlin

Im Frankreich des Jahres 1797 taucht ein "wildes" Kind auf. Der junge Arzt Jean Itard nimmt das Kind in seine Obhut und erforscht die Grenzen zwischen Mensch und Tier. Eine bewegende Erzählung, die zum Nachdenken anregt. Im Frankreich des Jahres 1797 taucht ein "wildes" Kind auf. Der junge Arzt Jean Itard nimmt das Kind in seine Obhut und erforscht die Grenzen zwischen Mensch und Tier. Eine bewegende Erzählung, die zum Nachdenken anregt.

„Mogli in Frankreich.“

Sven Schloz, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Ein kurzes aber sehr nachhallendes Werk, von T.C. Boyle in bestechender Sprache auf den Punkt gebracht.
Ein wildes Kind wird 1797 in einem Wald in der französischen Provinz eingefangen.
Dieses Kind verhält sich wie ein wildes Tier, es kann nicht sprechen, nur tierische Laute ausstoßen und ernährt sich nur von Beeren und Nüssen.
Eine
Ein kurzes aber sehr nachhallendes Werk, von T.C. Boyle in bestechender Sprache auf den Punkt gebracht.
Ein wildes Kind wird 1797 in einem Wald in der französischen Provinz eingefangen.
Dieses Kind verhält sich wie ein wildes Tier, es kann nicht sprechen, nur tierische Laute ausstoßen und ernährt sich nur von Beeren und Nüssen.
Eine Sensation für diese Zeit! Gerade diskutieren Wissenschaft und Philosophie, ob der Mensch bei Geburt das berühmte unbeschriebene Blatt ist und die späteren Einflüsse den Menschen prägen oder ob vieles schon von Grund auf in ihm verwurzelt ist.
Der Junge wird nun nach Paris gebracht und dort von Wissenschaftlern und Pädagogen studiert und unterrichtet, um diese Streitfrage zu klären
Die Natur gegen die Wissenschaft, wer wird siegen? Finden sie es heraus!

„Versuch der widerspenstigen Zähmung“

Violetta Hofmann, Thalia-Buchhandlung Dresden

Als im Jahre 1797 Jäger einem wilden Wesen im Wald begegnen, nehmen sie nahezu reflexartig dessen Verfolgung auf. Als sie schließlich „das wilde Kind“ fangen, müssen sie feststellen, dass Instinkt das bestimmende Element in dessen Leben ist.
Im frühen Alter ausgesetzt, kann der Junge nicht sprechen und scheint zunächst geradezu taub
Als im Jahre 1797 Jäger einem wilden Wesen im Wald begegnen, nehmen sie nahezu reflexartig dessen Verfolgung auf. Als sie schließlich „das wilde Kind“ fangen, müssen sie feststellen, dass Instinkt das bestimmende Element in dessen Leben ist.
Im frühen Alter ausgesetzt, kann der Junge nicht sprechen und scheint zunächst geradezu taub für die ihn nun umgebende Zivilisation.
Gleichzeitig ist das öffentliche Interesse an ihm enorm. Man will dieses Geschöpf sehen, es bestaunen und schließlich erziehen.
T.C. Boyles Erzählung, die so anders wirkt, als bisherige Bücher, die ich von ihm las, erzählt auf frappierende Weise vom Wesen Mensch, vom Reiz des Neuen und von Resignation.
Keine lange Geschichte, aber eine, die den Leser nachdenklich zurücklässt.

„spannend, mitreißend, emotional“

Ines Riedel, Thalia-Buchhandlung Plauen

Frankreich 1797-von seiner Stiefmutter im Wald mit durchgeschnittener Kehle zurückgelassen, überlebt das Kind einer Bauernfamilie. Verwildert, sich total in die Natur eingefügt, wird Victor (wie er später genannt wird) von Jägern entdeckt und später gefangen genommen. Als "Experiment" wird der Junge nach Paris geschickt, wo er letztendlich Frankreich 1797-von seiner Stiefmutter im Wald mit durchgeschnittener Kehle zurückgelassen, überlebt das Kind einer Bauernfamilie. Verwildert, sich total in die Natur eingefügt, wird Victor (wie er später genannt wird) von Jägern entdeckt und später gefangen genommen. Als "Experiment" wird der Junge nach Paris geschickt, wo er letztendlich in einer Anstalt für Taubstumme landet. Dort nimmt sich der junge Arzt Jean Itard seiner an und versucht ihn in die Zivilisation einzugliedern...
Dieser Erzählung liegt die wahre Geschichte des "Wolfskindes" -Victor von Aveyron- der Ende des 18. Jhd. in den Pyrenäen entdeckt wurde, zu grunde.
Unbedingt lesen!!

„Das wilde Kind“

Tina Dammer, Thalia-Buchhandlung Baden-Baden

In seiner Erzählung "Das wilde Kind" greift T.C. Boyle das Thema des "Wolfskindes" auf.
Jäger fanden 1797 in einem französischen Waldgebiet ein nacktes etwa 10jähriges Kind. Dieses kleine völlig verdreckte Wesen hat wenig menschliche Züge. Als Kleinkind von seinen Eltern ausgesetzt, lebte es völlig selbst überlassen, wie ein Tier in
In seiner Erzählung "Das wilde Kind" greift T.C. Boyle das Thema des "Wolfskindes" auf.
Jäger fanden 1797 in einem französischen Waldgebiet ein nacktes etwa 10jähriges Kind. Dieses kleine völlig verdreckte Wesen hat wenig menschliche Züge. Als Kleinkind von seinen Eltern ausgesetzt, lebte es völlig selbst überlassen, wie ein Tier in freier Natur. Ein junger Arzt nimmt sich seiner an und gibt ihm den Namen Victor. Mit unendlicher Geduld und nötiger Strenge versucht er dem Jungen Sprache,menschliche Verhaltensweise und Fähigkeiten beizubringen. Aber ist das überhaupt möglich?
T.C. Boyle beschreibt in seiner Novelle den Konflikt zwischen Zivilisation und Natur.
Ich empfand die ergreifende eindrucksvolle Geschichte souverän erzählt.

„Das wilde Kind“

Christian Schumacher, Thalia-Buchhandlung Siegburg

Die Geschichte vom ausgesetzten Kind, das allein in der Wildnis überlebt und dann zurück in den Schoß der Zivilisation geholt werden soll, ist schon oft erzählt worden. Dennoch bleibt sie nicht minder Interessant. Boyle nimmt uns mit in einen Wettkampf zwischen Wissenschaft und Natur, sucht mit uns die Antwort auf die philosophische Die Geschichte vom ausgesetzten Kind, das allein in der Wildnis überlebt und dann zurück in den Schoß der Zivilisation geholt werden soll, ist schon oft erzählt worden. Dennoch bleibt sie nicht minder Interessant. Boyle nimmt uns mit in einen Wettkampf zwischen Wissenschaft und Natur, sucht mit uns die Antwort auf die philosophische Frage nach dem wahren Naturzustand des Menschen und ganz nebenbei porträtiert er sehr einfühlsam die Geschichte eines Kindes, das niemand wollte.

Kaufen sie dieses Buch und begleiten sie das wilde Kind Victor auf seinem Lebensweg und riechen sie gemeinsam mit ihm den "konzentrierten, stechenden Gestank der Zivilisation".

„Was ist Mensch und was ist Tier?“

Ingo Roza, Thalia-Buchhandlung Velbert

Herbst 1797 in Frankreich, "der Terror war vorüber, der König war tot, und das Leben kehrte - insbesondere in der Provinz - zur Normalität zurück".
Da taucht "das wilde Kind" zum ersten Mal in der Nähe eines Dorfes auf. Wenig später gelingt es, das Wesen einzufangen und in eine Pariser Anstalt für Taubstumme zu bringen. Dort kümmert
Herbst 1797 in Frankreich, "der Terror war vorüber, der König war tot, und das Leben kehrte - insbesondere in der Provinz - zur Normalität zurück".
Da taucht "das wilde Kind" zum ersten Mal in der Nähe eines Dorfes auf. Wenig später gelingt es, das Wesen einzufangen und in eine Pariser Anstalt für Taubstumme zu bringen. Dort kümmert sich der junge Arzt Jean Itard um das Kind, das nicht nur nicht sprechen kann, sondern auch sein Gehör ganz auf die eigene Umwelt reduziert hat.
Boyles Erzählung liest sich wie ein spannender Krimi, ist aber keine typische Boyle-Story. 106 Seiten (leider nur!), die man kaum aus der Hand legen mag.

„Kaspar Hauser lässt grüßen...“

Miriam Danielmeyer, Thalia-Buchhandlung Günthersdorf

Ich war etwas erstaunt, mit welchem Thema sich T.C. Boyle in seinem neuen Buch beschäftigt. Bisher kennt man von ihm wunderbare Kurzgeschichten und "Amerika-Romane" von mindestens mehreren hundert Seiten Länge. Und nun ist es eine 100 Seiten umfassende Novelle mit einem Thema, welches anscheinend nachwievor fesselt und fasziniert, und Ich war etwas erstaunt, mit welchem Thema sich T.C. Boyle in seinem neuen Buch beschäftigt. Bisher kennt man von ihm wunderbare Kurzgeschichten und "Amerika-Romane" von mindestens mehreren hundert Seiten Länge. Und nun ist es eine 100 Seiten umfassende Novelle mit einem Thema, welches anscheinend nachwievor fesselt und fasziniert, und immer wieder in Literatur und Filmen auftaucht.
Und zwar begegnen wir dem Wolfsjungen Victor, der als wildes Kind in den Wäldern von Südfrankreich eingefangen wird und als Objekt der Wissenschaft in Paris herumgereicht wird, und dessen Odyssee tragisch und leidvoll ist.
T.C. Boyle erzählt die Geschichte schnörkellos und nüchtern, und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass er das Schicksal von Victor ebenfalls in einem mehrere hundert Seiten starken Roman zum Leben hätte erwecken können.

Wer noch tiefer und wissenschaftlicher in dieses Thema einsteigen möchte, dem empfehle ich das Buch "Kaspar Hausers Geschwister" von P.J. Blumenthal oder auch den Kaspar Hauser Film "Jeder für sich und Gott gegen alle" von Werner Herzog.

Kundenbewertungen


Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
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Der wilde Junge
von Kathrin Wegmüller am 04.04.2012

Was macht uns zum sozialen Menschen? Warum sind wir so und nicht anders? Als in der Wildnis ein kleiner und nackter Junge gefunden wird, stellt sich schnell heraus, dass dieser Junge nicht sprechen kann. Auch hat er absolut keine Manieren. Er wird in eine Taubstummenanstalt aufgenommen, in der sich... Was macht uns zum sozialen Menschen? Warum sind wir so und nicht anders? Als in der Wildnis ein kleiner und nackter Junge gefunden wird, stellt sich schnell heraus, dass dieser Junge nicht sprechen kann. Auch hat er absolut keine Manieren. Er wird in eine Taubstummenanstalt aufgenommen, in der sich ein Arzt rührend um ihn kümmert. Mit allen Mitteln versucht er den kleinen Jungen gesellschaftstauglich zu machen. Doch leider klappt es nicht so, wie der Arzt es gerne möchte... Faszinierend beschreibt T. C. Boyle den kleinen Jungen und die Versuche ihn in die Gesellschaft einzugliedern. Ein Buch, das sehr schnell gelesen ist, welches einem aber noch lange im Gedächtnis bleibt.

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Ein herrliche Erzählung, die sich mit der Thematik "Wolfskind" auseinandersetzt
von Marlen Hecht aus Bernburg (Saale) am 20.03.2012

In den südfranzösischen Wäldern machen die Bewohner im Jahre 1797 eine seltsame Entdeckung. Ein völlig verwildertes Kind, mit den Instinkten eines Tieres, lebt und ernährt sich von den Früchten des Waldes. Die Einwohner fangen aus Angst und Misstrauen den Jungen ein. Er wird einer Pariser Anstalt für Taubstumme übergeben,... In den südfranzösischen Wäldern machen die Bewohner im Jahre 1797 eine seltsame Entdeckung. Ein völlig verwildertes Kind, mit den Instinkten eines Tieres, lebt und ernährt sich von den Früchten des Waldes. Die Einwohner fangen aus Angst und Misstrauen den Jungen ein. Er wird einer Pariser Anstalt für Taubstumme übergeben, wo ein junger Arzt versucht ihn zu sozialisieren und ihm menschliche Fähigkeiten und Gefühle zu entlocken.

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zu Herzen gehende, kleine, feine Novelle
von einer Kundin/einem Kunden am 26.02.2012

Die Geschichte spielt in Frankreich um das Jahr 1797. In den Wäldern im Süden Frankreichs wird ein nacktes Kind entdeckt. Jäger fangen es kurze Zeit darauf ein - es ist ein Junge. In seiner Gefangenschaft beginnt der Versuch einer Erziehung/Umerziehung. Der Junge bleibt aber Versuchs- und Anschauungsobjekt einer sensationslüsternen Meute bis diese das... Die Geschichte spielt in Frankreich um das Jahr 1797. In den Wäldern im Süden Frankreichs wird ein nacktes Kind entdeckt. Jäger fangen es kurze Zeit darauf ein - es ist ein Junge. In seiner Gefangenschaft beginnt der Versuch einer Erziehung/Umerziehung. Der Junge bleibt aber Versuchs- und Anschauungsobjekt einer sensationslüsternen Meute bis diese das Interesse an ihm verliert.....

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Un enfant sauvage.....
von Marion Olßon aus Reutlingen am 16.02.2013

Im achtzehnten Jahrhundert wird in den Wäldern von La Bassine, Südfrankreich ein kleiner wilder Junge gefangen genommen. Eine lange Narbe am Hals zeugt von einer unschönen Vergangenheit. Da der Junge nicht spricht und sich äußert unzivilisiert verhält, wird er in eine Anstalt für Taubstumme gebracht und man versucht ihn... Im achtzehnten Jahrhundert wird in den Wäldern von La Bassine, Südfrankreich ein kleiner wilder Junge gefangen genommen. Eine lange Narbe am Hals zeugt von einer unschönen Vergangenheit. Da der Junge nicht spricht und sich äußert unzivilisiert verhält, wird er in eine Anstalt für Taubstumme gebracht und man versucht ihn zu resozialisieren. Ein einfühlsames und deutliches Buch, das um die Grenzen des Menschen erzählt. Versäumtes und nicht gelerntes Verhalten eines Menschen kann nur bruchstückhaft anerzogen bzw. umerzogen werden, wenn sich archetypische Verhaltensweisen schon eingebrannt haben.

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Grandios geschriebenes Buch!
von Ina Zilch aus Darmstadt am 29.02.2012

Boyle zeigt in diesem Buch auf eine besondere Weise sein Einfühlungsvermögen. Ein wildes Kind soll zivilisiert werden. Mit großem Fingerspitzengefühl, werden einem die Gefühle und Gedanken dieses Kindes näher gebracht und man muss sich am Ende fragen: bringt es wirklich was, ein wildes Kind zu zivilisieren? Oder ist es... Boyle zeigt in diesem Buch auf eine besondere Weise sein Einfühlungsvermögen. Ein wildes Kind soll zivilisiert werden. Mit großem Fingerspitzengefühl, werden einem die Gefühle und Gedanken dieses Kindes näher gebracht und man muss sich am Ende fragen: bringt es wirklich was, ein wildes Kind zu zivilisieren? Oder ist es für den Lehrer und das Kind eher eine Qual, statt eine Hilfe? Traurig, aber es regt zum Denken an. Eine persönliche Empfehlung.

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Was macht uns zum Menschen
von einer Kundin/einem Kunden am 22.10.2011

Ein ungewöhnlicher T.C. Boyle, eine kurze Novelle, die einen allerdings von Anfang an fesselt. Es geht um Victor von Avayron, neben Kaspar Hauser wohl das berühmteste Wolfskind, das je gefunden wurde. Das Buch erzählt uns die Geschichte von Viktor, der im Jahre 1797 in Südfrankreich gefunden wurde. Wild, ohne... Ein ungewöhnlicher T.C. Boyle, eine kurze Novelle, die einen allerdings von Anfang an fesselt. Es geht um Victor von Avayron, neben Kaspar Hauser wohl das berühmteste Wolfskind, das je gefunden wurde. Das Buch erzählt uns die Geschichte von Viktor, der im Jahre 1797 in Südfrankreich gefunden wurde. Wild, ohne Sprache, unempfindlich gegen Kälte und Hitze. Jean Itard, Chefarzt einer Taubstummenanstalt nimmt sich des Jungen an und versucht ihm einfache Dinge bezubringen. Eine tolle Geschichte, die uns wieder einmal die Frage stellen lässt: Was macht uns zum sozialen Wesen, wie entsteht Mitgefühl und Anteilnahme?

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Gut oder böse?
von Dr. Christian Rößner aus Göttingen am 11.02.2010
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"Das Wilde Kind" von T.C.Boyle
von Ira Rübenkönig aus Baden-Baden am 08.08.2011
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In dieser Novelle, die um 1800 spielt, schildert T.C. Boyle auf eine packende und ebenso rührende Art das Schicksal des kleinen Victors. Dieser streift als Wolfskind durch die Wälder Südfrankreichs. Dorfbewohner, Bauern und Jäger beobachten das Kind immer wieder. Sie beschließen ihn einzufangen, was sich jedoch als schwierig... In dieser Novelle, die um 1800 spielt, schildert T.C. Boyle auf eine packende und ebenso rührende Art das Schicksal des kleinen Victors. Dieser streift als Wolfskind durch die Wälder Südfrankreichs. Dorfbewohner, Bauern und Jäger beobachten das Kind immer wieder. Sie beschließen ihn einzufangen, was sich jedoch als schwierig erweist. Es dauert drei Jahre, bis es den Jägern gelingt „ l `enfant sauvage „ zu ergreifen. Er wird nach Paris gebracht und dort wird Victor Gegenstand der Wissenschaft. Auf gut 100 Seiten erzählt der Autor die auf Tatsachen beruhende Biographie des Wolfkindes Victor. Diese Novelle ist derart interessant und berührend, dass ich sie kaum aus der Hand legen konnte. Dabei gelingt es dem Autor nicht zu sehr ins wissenschaftliche abzudriften, auch verliert er sich nicht in unwichtige Details oder psychologischen Phrasen.

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Traurig...
von einer Kundin/einem Kunden am 28.07.2011
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"Das wichtigste erlebt der Mensch vor seinem 15. Lebensjahr" Hermann Hesse Mythen über "wilde Kinder" gibt es in fast allen Kulturen. Die meisten Wissenschaftler sind der Meinung, dass ein kleines Kind ohne die frühe Zuwendung von Seinesgleichen nicht lange überleben kann. Die Entbehrung menschlichen Umgangs kann kein besonders ungebundenes... "Das wichtigste erlebt der Mensch vor seinem 15. Lebensjahr" Hermann Hesse Mythen über "wilde Kinder" gibt es in fast allen Kulturen. Die meisten Wissenschaftler sind der Meinung, dass ein kleines Kind ohne die frühe Zuwendung von Seinesgleichen nicht lange überleben kann. Die Entbehrung menschlichen Umgangs kann kein besonders ungebundenes und autonomes Wesen hervorbringen, sondern ein in vieler Hinsicht tief und dauerhaft behindertes und verstörtes Wesen, unabhängig von der genetisch vorgegebenen Intelligenz. Irgendwann ist der Zeitpunkt des Zugriffs auf angelegte Fähigkeiten verpasst. Verknüpfungen sind nicht mehr möglich. Die Chance verpaßt. T. C. Boyle hat sich in seiner Erzählung nah an den aktuellen Erkenntnisstand der Wissenschaft und den verschiedenen Überlieferungen gehalten. Eine interessante, außergewöhnliche Geschichte auf gewohnt hohem T. C. Boyle-Niveau. Gleichzeitig fielen mir auch viele andere berühmte Wolfskinder ein: z. B. Genie, die 1970 nach 13jähriger Isolation im Alter von 13(!) befreit wurde. Oder "der wilde Peter", der 1724 ebenfalls im Alter von 13 in Hameln gefunden wurde. Der berühmteste Fall ist ja wohl Kaspar Hauser. Aber wenn man sich auch nur ein bißchen mit den vorgenannten Fällen beschäftigt, weiß man sofort, daß dieser ein Scharlatan war. Auch werde ich wohl "Tarzan" oder "Mowgli" in Zukunft anders sehen.

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Das wilde Kind
von einer Kundin/einem Kunden am 06.09.2010
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Ende des 18 Jahrhundert wird in Frankreich in den Wäldern ein Wesen gesichtet, von dem man nicht sicher ist, ob Mensch oder Tier. Nach vielen vergeblichen Versuchen es zu fangen, zwingt eine klirrende Kälte dieses Kind in die Nähe menschlicher Behausung und somit kann es gefangen genommen werden. Man bringt es... Ende des 18 Jahrhundert wird in Frankreich in den Wäldern ein Wesen gesichtet, von dem man nicht sicher ist, ob Mensch oder Tier. Nach vielen vergeblichen Versuchen es zu fangen, zwingt eine klirrende Kälte dieses Kind in die Nähe menschlicher Behausung und somit kann es gefangen genommen werden. Man bringt es nach Paris, wo ein junger Arzt sich aufopfernd für seine Entwicklung bemüht . Doch jegliche Mühen sind umsonst, die Fortschritte bleiben äußerst gering, bis man zugeben muß, das Manko das entstanden ist, ist nicht wieder gutzumachen, es fehlt jegliche Art der Sozialisation. Boyle schreibt diese Geschichte in Form eines Berichts, sehr exakt, ohne Klischees und herbeigeführten Emotionen, einzig eine Aufzählung der Fakten.

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Das wilde Kind
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Diese Buch erzählt die Geschichte des Wolfskindes,daß 1797 in Südfrankreich entdeckt wurde. Das zutiefst traumatisierte Wesen,daß uns verwirrt und erschüttert. Wie kann so etwas passieren,wo ist die Grenze der Grausamkeit?Diese gekonnt erzählte Geschichte gibt keine bequemen Antworten.Wir müssen uns selber hinterfragen,selber nachdenken und abwägen.Wie tief kann so ein Trauma gehen?Wo ist... Diese Buch erzählt die Geschichte des Wolfskindes,daß 1797 in Südfrankreich entdeckt wurde. Das zutiefst traumatisierte Wesen,daß uns verwirrt und erschüttert. Wie kann so etwas passieren,wo ist die Grenze der Grausamkeit?Diese gekonnt erzählte Geschichte gibt keine bequemen Antworten.Wir müssen uns selber hinterfragen,selber nachdenken und abwägen.Wie tief kann so ein Trauma gehen?Wo ist die Grenze zwischen Tier und Mensch?Aktuelle Erkenntnisse transportiert auf eine jahrhundertealte Welt.Eine packende Geschichte.

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Ein althergebrachtes Thema mit historischen Bezügen, beeindruckend und rührend erzählt. Außerdem auch sehr beklemmend; Wie kann ich von jemandem Benehmen verlangen, der selbst nicht weiß, was mit ihm geschieht?! Doch das interessiert alle herzlich wenig und so werden die Umerziehungsmaßnahmen auf Teufel-komm-raus durchgezogen. Boyle schildert diese wahre Geschichte (neben... Ein althergebrachtes Thema mit historischen Bezügen, beeindruckend und rührend erzählt. Außerdem auch sehr beklemmend; Wie kann ich von jemandem Benehmen verlangen, der selbst nicht weiß, was mit ihm geschieht?! Doch das interessiert alle herzlich wenig und so werden die Umerziehungsmaßnahmen auf Teufel-komm-raus durchgezogen. Boyle schildert diese wahre Geschichte (neben Kaspar Hauser ist auch Victor von Aveyron einer der bekanntesten Fälle eines so genannten „Wolfskindes“) in seiner unverkennbaren, anrührenden Sprache. Unbedingt lesen!

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von Gisela Busemann aus Leer (Ostfriesland) am 15.05.2010
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Die spannende Erzählung "Das wilde Kind" von T. Coraghessan Boyke erzählt die Geschichte von einem Jungen, der im Jahre 1797 in Südfrankreich von Jägern gefunden wird. Ist er Mensch oder Tier? Man nennt ihn Victor und der junge Arzt Jean Itard nimmt sich seiner an und versucht... Die spannende Erzählung "Das wilde Kind" von T. Coraghessan Boyke erzählt die Geschichte von einem Jungen, der im Jahre 1797 in Südfrankreich von Jägern gefunden wird. Ist er Mensch oder Tier? Man nennt ihn Victor und der junge Arzt Jean Itard nimmt sich seiner an und versucht ihm alles bei zu bringen, was einen Menschen ausmacht.Es ist ein schwieriges Unternehmen, immer wieder kommt es zu Rückschlägen. Ein recht düsteres Bild von einem jungen Menschen, der letztendlich nur vierzig Jahre alt wird. Boyle ist ein etwas finsterer Humorist der die Situationen mit klaren, sehr direkten Worten beschreibt. Es macht auch ein wenig traurig, dass Victor bis zuletzt große Defizite in seiner Gefühlswelt aufweist. Es stellt sich auch die Frage, was prägt einen Menschen, die Veranlagung, oder das soziale Umfeld. Sicherlich trägt beides mehr oder weniger dazu bei, wie ein Mensch sich letztendlich entwickelt. Der Roman erinnert in vielen Passagen an Kasper Hauser.

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Der Homo Ferus und der konzentrierte, stechende Gestank der Zivilisation
von sabatayn76 aus Deutschland am 13.05.2010
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Inhalt: Im Jahre 1797 wurde das 'wilde Kind' erstmals in Südfrankreich gesichtet. Mehrmals wurde der nackte Junge, der sich mehr wie ein Tier und weniger wie ein Mensch verhält, gefangen genommen, mehrmals konnte er fliehen. 1800 beginnt schließlich die Odyssee des Jungen, der später als Viktor von Aveyron in... Inhalt: Im Jahre 1797 wurde das 'wilde Kind' erstmals in Südfrankreich gesichtet. Mehrmals wurde der nackte Junge, der sich mehr wie ein Tier und weniger wie ein Mensch verhält, gefangen genommen, mehrmals konnte er fliehen. 1800 beginnt schließlich die Odyssee des Jungen, der später als Viktor von Aveyron in die Geschichte eingehen wird. Er wird von mehreren Personen in Pflege genommen, jedoch bald wieder weitergereicht. Schließlich gelangt er in die Obhut des jungen Arztes Itard, der der erste zu sein scheint, der versucht, sich in den Jungen hinein zu versetzen, der verstehen will, was dieser fühlt, wie er die Welt erlebt, wieso er reagiert oder auf vieles nicht reagiert. Mein Eindruck: Auf wenigen Seiten gelingt es dem Autor, die Zeit des endenden 18. Jahrhunderts und beginnenden 19. Jahrhunderts auferstehen zu lassen. Er beschreibt das Misstrauen gegenüber Fremden, das oft unmenschliche, wenig am Individuum interessierte wissenschaftliche Interesse, die abergläubischen Überzeugungen sowie die Grundannahmen der Philosophie Lockes und Rousseaus. 'Das wilde Kind' liest sich schnell und unterhaltsam und überzeugt doch durch Tiefe und Faktenreichtum. Lediglich die Übersetzung erschien mir bisweilen etwas zu holprig (z.B. 'und an den Knien hatte er eine Hornhaut sowie an den Füßen' und 'verbleichtes Fell'). Mein Resümee: Sehr spannend und sehr aufschlussreich. Ein sehr gelungenes Buch von T.C. Boyle!

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Teuer aber sehr gut
von Grumi aus München am 25.04.2010
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Frankreich Ende des 18.Jahrhunderts. Ein Kind, geschätzt 6-8 Jahren lebt in der Wildnis und wird von Bauern entdeckt und gefangen und wie ein Tier gehalten. Er flieht, doch wird erneut gefangen und zum Experiment der Regierung in einem Heim zur ZIlivisierung bzw. Erziehung gebracht. Die Erzählkunst von T.C. Boyle... Frankreich Ende des 18.Jahrhunderts. Ein Kind, geschätzt 6-8 Jahren lebt in der Wildnis und wird von Bauern entdeckt und gefangen und wie ein Tier gehalten. Er flieht, doch wird erneut gefangen und zum Experiment der Regierung in einem Heim zur ZIlivisierung bzw. Erziehung gebracht. Die Erzählkunst von T.C. Boyle ist grandiös: sachlich nuchtern und gefühslvoll, präzis und zutreffend. Einfach perfekt gemeistert, ein Genuss.

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Ein Mensch? Ein Tier? Oder irgendetwas dazwischen?
von Thomas Fritzenwallner aus Wiener Neustadt am 04.03.2010
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

T. C. Boyle fügt der Geschichte Victor von Aveyrons wenig neues hinzu, aber so wie er die Geschichte erzählt – mitfühlend, ergreifend, ohne Ironie und sentimentale Verklärung – , wird aus einer gequälten Kreatur ein Mensch, aus dem Sorgenkind der Aufklärung ein instinktiver Rebell gegen Zivilisation, Vernunft und Kultur.... T. C. Boyle fügt der Geschichte Victor von Aveyrons wenig neues hinzu, aber so wie er die Geschichte erzählt – mitfühlend, ergreifend, ohne Ironie und sentimentale Verklärung – , wird aus einer gequälten Kreatur ein Mensch, aus dem Sorgenkind der Aufklärung ein instinktiver Rebell gegen Zivilisation, Vernunft und Kultur. Wie in den Umweltmärtyrern, Althippies und Ökospinnern aus "Ein Freund der Natur", "Drop City" oder "Willkommen in Welville" lebt auch in Victor, wie pervertiert auch immer, der alte Traum von einem Leben im Einklang mit der Natur. Für Boyle ist der Homo sapiens bekanntlich das Tier, das seine animalischen Wurzeln verleugnet und verloren hat und sich zum Narren macht, wenn es sich ihrer erinnert.

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Wolfskind
von Anke Wehrhoff aus Aschaffenburg am 25.02.2010
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Als Victor im Alter von neun Jahren in Frankreichs Wäldern aufgegriffen wird, kann er weder sprechen noch ist in der Lage, menschliches Verhalten zu verstehen. Er lebte wie ein wildes Tier, nackt, Wärme- und Kälte unempfindlich und ernährte sich überwiegend von Kastanien und Nüssen. Nach ersten Untersuchungen, kommt er... Als Victor im Alter von neun Jahren in Frankreichs Wäldern aufgegriffen wird, kann er weder sprechen noch ist in der Lage, menschliches Verhalten zu verstehen. Er lebte wie ein wildes Tier, nackt, Wärme- und Kälte unempfindlich und ernährte sich überwiegend von Kastanien und Nüssen. Nach ersten Untersuchungen, kommt er schließlich in die Obhut des jungen Arztes Jean Itard. In einer klaren Sprache schildert Boyle dessen Versuche, aus Victor einen zivilisierten Menschen zu machen. Im Gegensatz zur allgemeinen Meinung war Itard der Ansicht, dass nicht biologische, sondern kulturelle Faktoren die geistigen Fähigkeiten Victors bestimmen. Es stellt sich jedoch heraus, dass trotz aller Mühe die großen Lernerfolge ausbleiben. In dieser Novelle greift Boyle die Frage nach der Bedeutung der sozialen Bindung und den biologischen Anlagen wieder auf. Lernt der Mensch in den ersten Jahren keine soziale Beziehung kennen, ist er sein Leben lang geschädigt. Letztendlich ist nicht sicher, ob Victors Geist eingeschränkt war, oder die fehlende soziale Bindung Ursache seiner Lernbehinderung war.

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In der Kürze liegt die Würze
von Querleserin am 22.02.2010
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Angesprochen hat mich das tolle Cover und der knappe Umfang des Buches. Überrascht hat mich dann die Geschichte und immer wieder die Impulse an die eigenen Gedanken. Natürlich ist auch mir die damalige Pflichtlektüre Kaspar Hauser in den Sinn gekommen. Fasziniert hat mich wie Boyle das Emotionale von dem wilden... Angesprochen hat mich das tolle Cover und der knappe Umfang des Buches. Überrascht hat mich dann die Geschichte und immer wieder die Impulse an die eigenen Gedanken. Natürlich ist auch mir die damalige Pflichtlektüre Kaspar Hauser in den Sinn gekommen. Fasziniert hat mich wie Boyle das Emotionale von dem wilden Kind UND dem betreuenden Wissenschaftler immer wieder beleuchtet. Dies hat zum Beispiel die Essensgewohnheiten oder den Versuch dem Kind die Sprache zu vermitteln sehr spannend gemacht. In der Kürze liegt die Würze, finde ich bei diesem Buch sehr treffend! Finden auch Sie ein paar wenige Stunden Zeit und machen sich Gedanken über das Animalische oder Wissbegierige in uns Menschen...

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Was ist menschlich?
von Leni Pawelczynski aus Wiesbaden am 16.02.2010
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Dieses schmale Buch beschäftigt sich mit der großen Frage" Was ist der Mensch, was ist menschlich?" Kulturwesen oder Naturwesen? T.C. Boyle erzählt nüchtern die Geschichte des Wolfsjungen, der auf die junge, aufgeklärte französische Gesellschaft trifft. Boyle nimmt sich als Erzähler fast ganz zurück und lässt den Leser lobenswerter Weise... Dieses schmale Buch beschäftigt sich mit der großen Frage" Was ist der Mensch, was ist menschlich?" Kulturwesen oder Naturwesen? T.C. Boyle erzählt nüchtern die Geschichte des Wolfsjungen, der auf die junge, aufgeklärte französische Gesellschaft trifft. Boyle nimmt sich als Erzähler fast ganz zurück und lässt den Leser lobenswerter Weise mit dieser großen Frage zurück.

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Erzählung über das animalische Wesen des Menschen
von Helga Herzog aus Steyr am 10.02.2010
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

T.C.Boyle beschreibt hier eindringlich das Verhältnis zwischen Mensch und Natur und das animalische Wesen in uns. Was ist anerzogen, was instinktiv? Victor dem Wolskind werden mit viel Geduld und Strenge die elementarsten Fähigkeiten eines Menschen von einem jungen Pariser Arzt beigebracht. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite!!!!!

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