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"Denk nicht, wir bleiben hier!"

Die Lebensgeschichte des Sinto Hugo Höllenreiner. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2006, Kategorie Sachbuch

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»Vergessen, was uns angetan worden ist? Kann man nicht.« Hugo Höllenreiner
1943 wird der neunjährige Hugo mit seinen Eltern, Großeltern, Geschwistern und vielen Verwandten deportiert. Er weiß nicht, wohin die Reise geht. Sie endet im »Zigeuner-Lager« in Auschwitz-Birkenau. Zwei Jahre verbringt Hugo in Lagern. Dr. Mengele quält ihn und einen seiner Brüder mit brutalen medizinischen Experimenten, und er erlebt den Aufstand der Sinti und Roma, als die SS das »Zigeuner-Lager« auflösen will. Über Ravensbrück und Mauthausen kommt er nach Bergen-Belsen. Dort wird er im April 1945 befreit. Von all dem vermag erst der über Sechzigjährige zu sprechen. In langen Gesprächen mit der Autorin des Buches kamen Stück für Stück lang verschüttete Erinnerungen zurück.

Portrait

Anja Tuckermann schreibt Romane, Erzählungen, Theaterstücke und Libretti. Für ihre Werke wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis und dem Friedrich-Gerstäcker-Preis. Sie ist viel auf Reisen, wohnt aber in Berlin, wo sie auch aufgewachsen und gemeinsam mit ihrer Freundin Adile zur Schule gegangen ist.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 304
Altersempfehlung 12 - 14
Erscheinungsdatum 01.01.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-62336-0
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 211/136/22 mm
Gewicht 364
Abbildungen mit Abbildungen 21 cm
Auflage 3. Auflage
Verkaufsrang 89.117
Buch (Taschenbuch)
8,95
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Erlebtes Grauen
von Everett am 02.11.2008

Hugo Höllenreiner wurde 1933 geboren und lebte mit seiner Familie in München. Er beschreibt seine glückliche Kindheit, mit Freiheit, Wiesen, den Tieren, vielen Geschwistern und Verwandten, bis eines Nachts plötzlich das Haus der Familie gestürmt wird, alle zur Polizei gebracht Sie werden mit vielen anderen Sinti und Roma ... Hugo Höllenreiner wurde 1933 geboren und lebte mit seiner Familie in München. Er beschreibt seine glückliche Kindheit, mit Freiheit, Wiesen, den Tieren, vielen Geschwistern und Verwandten, bis eines Nachts plötzlich das Haus der Familie gestürmt wird, alle zur Polizei gebracht Sie werden mit vielen anderen Sinti und Roma in Zellen gesperrt. Nach Tagen werden sie dann alle in Masse, in dunkle Zugwaggons gesperrt, wo sie drei Tage und Nächte stehend aushalten mussten. Ohne Essen und Trinken, die Luft wurde knapp und erleichtern mussten sich die Menschen dort, wo sie standen. Die Oma fällt um und stirbt, viele Kinder und Jugendliche ebenfalls. Im Lager müssen sich alle ausziehen, bekommen irgendwelche Lagerkleidung und werden dann kahl rasiert. Absolut demütigend. Alle werden in Baracken untergebracht, totale Enge, auf dem Boden in sogenannten Buchsen. Das Lagerleben ist geprägt von Hunger, Angst, stundenlangem Appell stehen, Krankheiten, Parasiten und Toten. Die Lagerinsassen bekommen mit, wie tausende zum vergasen und verbrennen gebracht werden. Es gibt dann auch kein Wasser mehr. Hugo und sein Bruder kommen zu Dr. Mengele, der ohne Betäubung etwas in ihrem Unterleib macht. Der Vater wird Soldat, in der Hoffnung, damit seiner Familie zu helfen. Der ein Jahr ältere Bruder wird auch von der Familie getrennt. Dann wieder Transporte, unter denselben schlimmen Bedingungen in Waggons. Erst nach Ravensburg, Mauthausen und zum Ende nach Bergen-Belsen. Für ein wenig Essen musste auch Hugo, als Kind, Gruben für die Toten ausheben und diese hinein schaffen, drauf stehen. Dafür können sich abends sieben Leute eine Rübe teilen! Irgendwann geht es nicht mehr. Vor Unterernährung kriecht Hugo auf allen Vieren, gehen kann er nicht mehr, er sieht nur noch verschwommen. Dazu weiterhin das Sterben anderer, immer die Angst. Nur der Gedanke an die Familie hält ihn irgendwie aufrecht. Dann kommt die Befreiung durch die Engländer. Die Lagerinsassen bekommen was zu essen, doch viele sterben dann auch daran. Später gehen sie zurück nach München, kommen bei Verwandten unter. Alle sind weiter schwach, schlafen viel. Das Ersparte, alles ist weg. In ihr Haus können sie erst wieder, als der Vater (verletzt) zurück kommt und die Leute, die in ihrem Haus wohnten, vertrieb. Auch der Bruder kommt wieder nach Hause, er wurde zwei Mal sterilisiert und bekam erst nach langen Jahren Rechtsstreit eine Entschädigung zugesprochen. Er starb, bevor er das Geld erhielt. Selbst nach dem Krieg wurden die Kinder in der Schule so behandelt, wir zur Nazizeit und Hugo wurde mit 14 Jahren einfach von der Schule geschickt; ein Pfarrer verweigerte ihm die Kommunion. Diese wahre Geschichte mich tief getroffen. Was diese Menschen ertragen mussten ist unbeschreiblich und es ist unglaublich, was Menschen anderen angetan haben, antun können. Einige Mal musste ich das Buch zur Seite legen, einfach um eine Pause zu haben. Schon beim Lesen ist man erschüttert, die Realität liegt meiner Meinung außerhalb des Vorstellbaren für Leute, die es nicht erlebt haben. Dieses Buch ist sicherlich für jeden empfehlenswert, diese Dinge sollten nicht vergessen werden und ich hoffe, dass für die Zukunft daraus gelernt wird!

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Unglaublich nüchtern und grauenvoll.
von Maria Elena aus Essen am 25.06.2009

Es ist mir schwer gefallen, dieses Buch durchzulesen. Ich wollte immer wieder damit aufhören. Es ins Regal stellen und vergessen. Es ging nicht. Es ist unglaublich gut geschrieben. Erschreckend realistisch. Ich musste immer wieder weinen und werde nicht eine Kleinigkeit vergessen. Ich habe es gelesen, als mein älterer Sohn... Es ist mir schwer gefallen, dieses Buch durchzulesen. Ich wollte immer wieder damit aufhören. Es ins Regal stellen und vergessen. Es ging nicht. Es ist unglaublich gut geschrieben. Erschreckend realistisch. Ich musste immer wieder weinen und werde nicht eine Kleinigkeit vergessen. Ich habe es gelesen, als mein älterer Sohn 12 Jahre alt war. Jetzt ist er 15 und ich werde es ihm erst jetzt zum Lesen geben. Ich fand den Inhalt einfach zu hart für einen zwölfjährigen, aber vielleicht bin ich bei diesem Thema einfach zu empfindlich.

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Grausam und bewundernswert!
von C. Lehrmann aus Wiesbaden am 06.01.2007
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Hugo Höllenreiner ist eines von vielen Kindern einer Zigeunerfamilie. Die Großfamilie, mit Oma, Opa, Onkel und Tanten sind geschäftstüchtig, es geht ihnen gut. Seine Kindheit wird getrübt durch den aufkommenden Nationalsozialismus, er und seine Geschwister erfahren Haß, Demütigung und Gewalt. Dabei ist er so stolz ein Deutscher zu sein... Hugo Höllenreiner ist eines von vielen Kindern einer Zigeunerfamilie. Die Großfamilie, mit Oma, Opa, Onkel und Tanten sind geschäftstüchtig, es geht ihnen gut. Seine Kindheit wird getrübt durch den aufkommenden Nationalsozialismus, er und seine Geschwister erfahren Haß, Demütigung und Gewalt. Dabei ist er so stolz ein Deutscher zu sein und dass seinVater dem Vaterland dient. Doch irgendwann wird die Familie deportiert. Zusammen kommen sie in verschiedene KZs, wo sie Tod, Vernichtung, brutalste Gewalt, HUnger und Grausamkeit ohne Pause erfahren. Die wenigen Freunde die er in den Lagern findet, werden vor seinen Augen kaltblütig umgebracht. Die Familie wird schließlich spät aber doch noch auseinander gerissen und Hugo muss zusammen mit seinem Bruder die Grausamkeiten des Dr. Mengele erfahren, der an ihnen experementiert. Durch ein Wunder überleben alle Geschwistern und die Eltern die NS-Zeit, doch viele andere Familienmitglieder mussten auf unvorstellbare Weise ihr Leben lassen und so gut wie alle sind danach schwer für ihr Leben gezeichnet. Das Buch ist nichts für zu schwache Gemüter, da die Zeugnisse des Hugo Höllenreiter wahnsinnig erschütternd sind. Das ist wahrscheinlich die beste Art um den Menschen deutlich zu machen, dass DAS NIE wieder passieren darf!!! Ein Buch das das schwärzeste Kapitel der deutschen Geschichte eindrucksvoll aufzeigt.

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