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Der Architekt des Sultans

Roman

(18)

»Es ist einfacher, eine Brücke einzureißen, als eine zu bauen.«
Istanbul im 16. Jahrhundert. Es ist die Blütezeit des Osmanischen Reichs, die Stadt das wimmelnde Zentrum des Orients, als Jahan auf einem Schiff im Hafen anlegt. Aus dem fernen Indien angereist, führt er einen weißen Elefanten mit sich, ein Geschenk seines Schahs für die Menagerie des Sultanspalasts.
So beginnt ein episches Abenteuer, in dem sich der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Junge plötzlich im Herzen des mächtigen Reichs wiederfindet, inmitten des Prunks und des Reichtums. Ihm begegnen hinterlistige Höflinge, falsche Freunde, Zigeuner, Tierbändiger und die schöne Prinzessin Mihrimah. Doch es ist die Begegnung mit dem Hofarchitekten Sinan -
dem berühmtesten Baumeister der islamischen Welt -, welche Jahans Schicksal für immer verändern wird. Gemeinsam bauen sie Moscheen und Paläste, Mausoleen und Aquädukte, die alle Zeiten überdauern sollen. Doch hinter Jahans neuem Glück lauern Intrigen und Kriege, deren Zerstörungswut größer scheint als alles Bestreben, Neues zu schaffen.

Portrait
Elif Shafak is an award-winning bestselling novelist and the most widely read female writer in Turkey.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 656
Erscheinungsdatum März 2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-0369-5715-9
Verlag Kein + Aber
Maße (L/B/H) 192/134/42 mm
Gewicht 625
Originaltitel The Architect's Apprentice
Auflage 3
Verkaufsrang 42.834
Buch (gebundene Ausgabe)
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Christina Dumke, Thalia-Buchhandlung Brühl

Shafak entführt uns in das Istanbuls des 16. Jahrhunderts. Verfolgen Sie die spannende, grandios erzählte Geschichte eines Jungen der Zeit seines Lebens nach Erfolg, Liebe und Ruhm und manches Mal um das nackte Überleben kämpft. Liebevoll gezeichnete Figuren, spannende Wendungen und farbenprächtige Beschreibungen machen diesen Roman Shafak entführt uns in das Istanbuls des 16. Jahrhunderts. Verfolgen Sie die spannende, grandios erzählte Geschichte eines Jungen der Zeit seines Lebens nach Erfolg, Liebe und Ruhm und manches Mal um das nackte Überleben kämpft. Liebevoll gezeichnete Figuren, spannende Wendungen und farbenprächtige Beschreibungen machen diesen Roman zu einem besonderen Leseabenteuer das seinesgleichen sucht. Großartig erzählt !

„Bezaubernd!“

Melina Nußhag, Thalia-Buchhandlung Marburg

Elif Shafak ist es mit ihrem neusten Roman wieder gelungen, mich in die Welt ihrer Geschichte zu entführen. Mit dem ersten Satz ist man als Leser gefesselt von ihrem wunderbaren Erzählstil.
Man durchlebt zusammen mit dem Protagonisten Jahan und seinem weißen Elefanten Chota spannende Abenteuer und fiebert mit ihnen mit!
Für jeden
Elif Shafak ist es mit ihrem neusten Roman wieder gelungen, mich in die Welt ihrer Geschichte zu entführen. Mit dem ersten Satz ist man als Leser gefesselt von ihrem wunderbaren Erzählstil.
Man durchlebt zusammen mit dem Protagonisten Jahan und seinem weißen Elefanten Chota spannende Abenteuer und fiebert mit ihnen mit!
Für jeden Leser, der in eine andere, fremde Welt eintauchen möchte!!!

Wildner Laura, Thalia-Buchhandlung Rastatt

Einer der besten historischen Romane, die ich in letzter Zeit gelesen habe! Dieses Buch können Sie nur schwer wieder aus der Hand legen. Einer der besten historischen Romane, die ich in letzter Zeit gelesen habe! Dieses Buch können Sie nur schwer wieder aus der Hand legen.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
18 Bewertungen
Übersicht
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Grandiose Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 18.07.2016

Istandbul ist im 16. Jahrhundert die Hauptstadt des osmanischen Reiches. Der junge Inder Jahan reist im Auftrage seines Herrn mit einem weißen Elefanten zum Sultan und bleibt fast ein Leben lang. Verliebt in ein wunderschönes Mädchen wird er ein Schüler von Sinan, einem der berühmtesten Architekten aller Zeiten. Seine... Istandbul ist im 16. Jahrhundert die Hauptstadt des osmanischen Reiches. Der junge Inder Jahan reist im Auftrage seines Herrn mit einem weißen Elefanten zum Sultan und bleibt fast ein Leben lang. Verliebt in ein wunderschönes Mädchen wird er ein Schüler von Sinan, einem der berühmtesten Architekten aller Zeiten. Seine Moscheen zieren noch heute die Stadt. Touristenheere belagern das Herz der Stadt, um die Meisterwerke Sinans zu bestaunen. Es fällt nicht schwer zu verstehen, warum eine Autorin wie Elif Shafak auf den Gedanken gekommen ist dieser Epoche und ihren berühmtesten Köpfe einen Roman zu widmen. Und es ist keine geringe Leistung die Sie dabei vollbracht hat. Fast zärtlich führt sie den völlig entwurzelten Jahan in die Geschichte ein. Sinan nimmt sich dem menschlichen Treibgut an und bildet ihn aus. Tausend und eine Nacht werden hier zu Tausend und einer Geschichte. Es wimmelt in dem Buch nur so von kleinen und großen Weisheiten, Emotionen, Verrat, Liebe, Barbarei und Schönheit, die sich in zahllosen Bauwerken manifestieren, die Sinan entwirft. Der Architekt ist Dreh- und Angelpunkt des Romans. Wahrheit und Genreliteratur vermischen sich miteinander und lassen ein exzellent geschriebenes Buch entstehen, dem man jedes Wort abnimmt, so wahrhaftig wirkt das alles auf mich. Ein absolutes Lesevergnügen!

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Entführt in die Bauwerke des Orients
von La novelera am 21.09.2015

Eine Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft und einen Mann mit einem großen Herzen. Die Geschichte um den weißen Elefanten, der den Titel des Buches ziert, beginnt im Istanbul des 16. Jahrhunderts. Gemeinsam mit Jahan, dem "Inder" steigt er als Jungtier von Bord eines Schiffes, bestimmt für den Palast des Sultans.... Eine Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft und einen Mann mit einem großen Herzen. Die Geschichte um den weißen Elefanten, der den Titel des Buches ziert, beginnt im Istanbul des 16. Jahrhunderts. Gemeinsam mit Jahan, dem "Inder" steigt er als Jungtier von Bord eines Schiffes, bestimmt für den Palast des Sultans. Dem alten Kapitän hat der Junge es zu verdanken, dass er als Mahut, als Elefantenführer, ebendort unterkommt. (Wobei der Kapitän keineswegs aus uneigennützigen Gründen handelt. Er missbraucht Jahan als Dieb am Hofe) Sein Leben in einer anderen Welt beginnt. "Inder" wird er genannt, der Junge mit dem indischen Namen und dem weißen Elefanten. Irgendwann wird Sinan, der Hofarchitekt auf ihn aufmerksam und erwählt ihn unter Hunderten von Schülern zu einem seiner vier Meisterschüler. Unzählige Bauwerke werden sie gemeinsam bauen, die vier jungen Männer nie ohne das Bestreben, Sinan am besten zu gefallen. Und dann ist da noch Mirimah, die schöne Prinzessin, die Jahan verehrt und der er die schönsten Geschichten erzählt. Sie wendet sich ihm zu und doch bleibt sie unerreichbar. Im Laufe des Buches begleiten wir Jahan und Chota, den Elefanten, auf ihrem Lebensweg, beim alltäglichen Leben in der Menagerie des Hofes, der harten Arbeit auf der Baustelle, aber auch im Krieg, in den sie ziehen müssen. Drei Sultane lernen die beiden während ihres Lebens kennen und mit ihnen ihre Art und Weise zu regieren und zu herrschen. Auch Intrigen am Hof, Buhlerei und Machtkämpfe ziehen an den beiden nicht vorbei. Elif Shafak hat ein wundervolles Buch über tiefe Freundschaft und Aufopferung füreinander geschrieben. Die bildhafte Sprache macht es dem Leser leicht, sich in das Istanbul dieser vergangener Tage zu träumen und Jahan auf seinem Weg über die Schulter zu schauen. Die Liebe zu Chota ist anrührend und vermittelt das Gefühl tiefster Zuneigung und Achtung füreinander. Die Intrigen und die Bösartigkeiten, die dem Mahut begegnen, stehen dazu in krassem Gegensatz und oft leidet man mit ihm und seiner Enttäuschung darüber mit. Dieses Ensemble scheint eine tatsachengetreue Widerspiegelung der Realität zu sein. Und doch stechen Liebe und Freundschaft immer wieder heraus. Ein zauberhaftes Buch!

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Wie ein Märchen aus 1001 Nacht
von Karlheinz aus Frankfurt am 01.05.2015

Der Tierpfleger Jahan und sein Elefant Chota, ein weißer Elefant, stehen im Mittelpunkt der Geschichte. Jahan ist ein Schüler des Architekten Sinan, der bedeutendste Architekt Istanbuls im 16. Jahrhundert. Das Cover mit dem Elefanten und der Form einer Moschee im Hintergrund vermittelt schon ein Gefühl für den Orient und... Der Tierpfleger Jahan und sein Elefant Chota, ein weißer Elefant, stehen im Mittelpunkt der Geschichte. Jahan ist ein Schüler des Architekten Sinan, der bedeutendste Architekt Istanbuls im 16. Jahrhundert. Das Cover mit dem Elefanten und der Form einer Moschee im Hintergrund vermittelt schon ein Gefühl für den Orient und das ist es, was die Autorin erreichen möchte. Der Leser soll in die Geschichte des Architekten Sinans einsteigen und schildert dieses anhand der fiktiven Geschichte von Jahan. Das gelingt der Autorin ausgezeichnet, sie haucht dem 16. Jahrhundert mit liebevollen Details und einem tolle Erzählstil wieder Leben ein. Sie orientiert sich an wahren historischen Figuren, Gebäuden und Begebenheiten und baut darauf eine wunderbare Geschichte auf, der einen roten Faden hat welcher sich von Anfang bis Ende durch das Buch zieht. Fast schon ein Märchen für Erwachsene. Der Schreibstil ist durchaus anspruchsvoll und passt zur Geschichte und vor allem zur Zeit, wodurch manchmal allerdings der Lesefluss ein wenig getrübt wird. Dafür sind Passagen entstanden die ans Herz gehen. Die Protagonisten wirken realistisch und sind komplett überzeugend, verbinden sie das 16. Jahrhundert mit der heutigen Zeit. Immer wieder sind kleine Besonderheiten ausgearbeitet. Weiterhin gibt es am Ende noch einen Glossar, mit Worterklärungen zum besseren Verständnis. So entsteht ein rundum gelungenes Leseerlebnis das wirklich diesen Titel wirklich verdient. Fazit: Ein toller Roman der anspruchsvoll ist und sich dennoch größtenteils schön lesen lässt und mich total in den Bann gezogen hat, sicherlich werde ich noch weitere Bücher dieser Autorin lesen.

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Ein bildreicher Ausflug ins alte Istanbul
von einer Kundin/einem Kunden aus Greven am 29.04.2015

Elif Shafaks historischer Roman über den Architekten des Sultans, Sinan, ist ungewöhnlich und faszinierend. Sinan lebte zeitgleich mit dem uns wesentlich bekannteren Michelangelo im Istanbul des 16. Jahrhundert. Er gilt als einer der größten Architekten aller Zeiten und baute in seiner Lebenszeit weit über 400 Bauwerke, die meisten davon... Elif Shafaks historischer Roman über den Architekten des Sultans, Sinan, ist ungewöhnlich und faszinierend. Sinan lebte zeitgleich mit dem uns wesentlich bekannteren Michelangelo im Istanbul des 16. Jahrhundert. Er gilt als einer der größten Architekten aller Zeiten und baute in seiner Lebenszeit weit über 400 Bauwerke, die meisten davon in Istanbul. Einige der schönsten Moscheen gehen auf seine Ideen zurück. Aber wenig ist bekannt über seine Herkunft, seine Familie und sein Leben. Wie nähert man sich also einer solchen historischen Person? Elif Shafak löst diese Aufgabe in einer literarisch anspruchsvollen Art und Weise, die das Lesen zu einem besonderen Genuss macht. Denn Jahan, ein 12jähriger Junge, und sein weißer Elefant Chota sind die Helden in dieser Geschichte und durch ihre Augen sehend reisen wir in das Istanbul des 16. Jhdt. direkt in den Palast des Sultans. Es ist ein tiefer Blick in die Atmosphäre, die Gerüche, die Stadt selbst und die politischen Vorgänge, die uns in diesem Buch erwarten. Bildreich und eindrucksvoll erzählt, begleiten wir Chota und Jahan durch ihr langes gemeinsames Leben. Jahan wird Sinans Schüler und bleibt gleichzeitig der Hüter des weissen Elefanten. Wir erfahren eine Menge über den Bau einer Moschee, das Instandsetzen der Wasserleitungen in Istanbul, die Vertreibung von Menschen aus illegalen Ansiedlungen rund um die Hagia Sofia und auch über die Kriege, die die vielen prächtigen Bauwerke, die auch der Selbstdarstellung des jeweiligen Sultans dienen, finanzieren. Die Annäherung an Sinan erfolgt in diesem Roman über das Naheliegende, nämlich über seine Bauten. Ein langweiliger Architekturroman entsteht hier aber nicht, die Geschichte steckt voller Gefühle und voller Atmosphäre, so dass es mir am Ende schwer fiel, das Buch aus der Hand zu legen. Fazit: Wer Lust auf einen literarisch anspruchsvollen, orientalischen historischen Roman hat, dem möchte ich dieses Buch ans Herz legen. Wer sich auf eine bildreiche, ausschmückende Erzählweise einstellen kann, wird in dieser Geschichte versinken.

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Der Architekt des Sultans
von einer Kundin/einem Kunden am 24.04.2015

Der kleine Junge Jahan kommt mit einem weißen Elefanten nach Indien. Mit sich trägt er ein Geschenk für die Menagerie des Sultanspalasts. Eine berührende Geschichte über einen armen Jungen der sich ohne es wirklich zu wissen in dem Prunk und dem Reichtum wiederfindet. Eine kleine Reise in ein fernes Land,... Der kleine Junge Jahan kommt mit einem weißen Elefanten nach Indien. Mit sich trägt er ein Geschenk für die Menagerie des Sultanspalasts. Eine berührende Geschichte über einen armen Jungen der sich ohne es wirklich zu wissen in dem Prunk und dem Reichtum wiederfindet. Eine kleine Reise in ein fernes Land, ein tolles Buch.

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wunderschön
von einer Kundin/einem Kunden aus Unterhaching am 24.04.2016

Der Architekt des Sultans ist mein erster Roman der Autorin Elif Shafak. Ich hatte ja schon sehr viel Gutes von ihr gehört und wurde nicht enttäuscht. Es handelt sich um eine historische Geschichte im 16. Jahrhundert in Istanbul. Hauptperson ist vor allem der Elefantenführer Jahan, der aus einfachsten Verhältnissen als... Der Architekt des Sultans ist mein erster Roman der Autorin Elif Shafak. Ich hatte ja schon sehr viel Gutes von ihr gehört und wurde nicht enttäuscht. Es handelt sich um eine historische Geschichte im 16. Jahrhundert in Istanbul. Hauptperson ist vor allem der Elefantenführer Jahan, der aus einfachsten Verhältnissen als kleiner Junge an den Hof des Sultans kommt und dort in eine Welt voll Reichtum, wunderschönen Frauen und erlesener Künste kennenlernt. So wird er schließlich zu einem der Lehrlinge des großen Architekten Sinan. Jahan ist ein liebenswerter Charakter. Er ist treu in seinen Gefühlen und seinen Loyalitäten und anfangs auf einfache Weise klug. Im Laufe seines Lebens erringt er Ansehen und Wissen und bleibt doch seinen Freunden immer gewogen, liebt seinen Elefanten und hängt sein Herz an eine hochgestellte Frau ohne Aussicht auf Erfüllung. Schön fand ich, dass hier historische Details mit einer fiktiven Handlung verwoben wurden ohne, dass man den Übergang gemerkt hätte. Es ist eigentlich eine ganze Lebensgeschichte – nämlich die von Jahan - und eine Geschichte der damaligen Kultur und Architekturszene und beides wird mit einem sehr lyrischen Schreibstil beschrieben. Eine wunderschöne Geschichte die ruhig und elegisch erzählt wird und mir Spaß gemacht hat.

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gemächlich und gehaltvolll
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 16.03.2016

„Der Architekt des Sultans“ ist ein sehr aussagekräftiger Titel. Egal was auch in der Inhaltsangabe stehen mag, genau darum geht es eigentlich in diesem neuen Werk von Elif Shafak. Um Architektur. Und wie ein Gebäude, welches ja lange braucht und Stein für Stein erst erbaut werden muss, so wird... „Der Architekt des Sultans“ ist ein sehr aussagekräftiger Titel. Egal was auch in der Inhaltsangabe stehen mag, genau darum geht es eigentlich in diesem neuen Werk von Elif Shafak. Um Architektur. Und wie ein Gebäude, welches ja lange braucht und Stein für Stein erst erbaut werden muss, so wird auch die Geschichte vom Inderjungen Jahan erzählt. Wie kleine Steinchen reihen sich die Erlebnisse seines Lebens aneinander und ergeben am Ende eine Geschichte, mit vielen Ebenen, vielen Räumen und darin vielen Menschen, die es belebt und bevölkert haben. In einem ruhigen, fast gleichmäßigen Fluss fließt der Roman dahin. Selbst tragische Dinge, wie der Tod seiner Mutter, seine Flucht, seine unerfüllte Liebe, werden auf eine epische und sanfte Art und Weise erzählt, die den Fluss nicht stört, das Wasser nicht aufwühlt, die beschäftigt aber nicht mitreißt. Man muss nicht fürchten, in dieser Erzählung zu ertrinken, man wird von ihr dahingetragen, betrachtet die Menschen, die leben und lieben und leiden und freut sich an ihnen. Man erfährt etwas über Istanbul und das Leben im 16. Jahrhundert in dieser Stadt, in der ein Sultan regiert und der berühmteste Architekt des Landes auch für Jahan ein wichtiger Mensch und Lehrer wird. Die Bauwerke spielen eine Hauptrolle in diesem Buch und man möchte sie wirklich sehen können, weil die Autorin sie ihn so lebhaften Worten beschreibt. „Der Architekt des Sultans“ ist sicherlich kein Pageturner. Aber wer etwas Muße hat und diese Art des gemächlichen Erzählens mag, wird ein paar angenehme und lehrreiche Lesestunden durchaus zu schätzen wissen.

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Der Architekt
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 07.11.2015

Istandbul ist im 16. Jahrhundert die Hauptstadt des osmanischen Reiches. Der junge Inder Jahan reist im Auftrage seines Herrn mit einem weißen Elefanten zum Sultan und bleibt fast ein Leben lang. Verliebt in ein wunderschönes Mädchen wird er ein Schüler von Sinan, einem der berühmtesten Architekten aller Zeiten. Seine... Istandbul ist im 16. Jahrhundert die Hauptstadt des osmanischen Reiches. Der junge Inder Jahan reist im Auftrage seines Herrn mit einem weißen Elefanten zum Sultan und bleibt fast ein Leben lang. Verliebt in ein wunderschönes Mädchen wird er ein Schüler von Sinan, einem der berühmtesten Architekten aller Zeiten. Seine Moscheen zieren noch heute die Stadt. Touristenheere belagern das Herz der Stadt, um die Meisterwerke Sinans zu bestaunen. Es fällt nicht schwer zu verstehen, warum eine Autorin wie Elif Shafak auf den Gedanken gekommen ist dieser Epoche und ihren berühmtesten Köpfe einen Roman zu widmen. Und es ist keine geringe Leistung die Sie dabei vollbracht hat. Fast zärtlich führt sie den völlig entwurzelten Jahan in die Geschichte ein. Sinan nimmt sich dem menschlichen Treibgut an und bildet ihn aus. Tausend und eine Nacht werden hier zu Tausend und einer Geschichte. Es wimmelt in dem Buch nur so von kleinen und großen Weisheiten, Emotionen, Verrat, Liebe, Barbarei und Schönheit, die sich in zahllosen Bauwerken manifestieren, die Sinan entwirft. Der Architekt ist Dreh- und Angelpunkt des Romans. Wahrheit und Genreliteratur vermischen sich miteinander und lassen ein exzellent geschriebenes Buch entstehen, dem man jedes Wort abnimmt, so wahrhaftig wirkt das alles auf mich. Ein absolutes Lesevergnügen!

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Morgenland
von POR am 08.07.2015

Der Junge Jahan, sein Elefant und der größte Architekt des Osmanischen Reiches treffen im Istanbul des 16. Jhts. aufeinander. Ihre Geschichte spannt sich über fast 100 Jahre und wird geprägt vom Bau gigantischer Moscheen, Paläste und anderer Gebäude. Jahan kommt ohne Bildung, halb verhungert als Elefantenführer in Istanbul an.... Der Junge Jahan, sein Elefant und der größte Architekt des Osmanischen Reiches treffen im Istanbul des 16. Jhts. aufeinander. Ihre Geschichte spannt sich über fast 100 Jahre und wird geprägt vom Bau gigantischer Moscheen, Paläste und anderer Gebäude. Jahan kommt ohne Bildung, halb verhungert als Elefantenführer in Istanbul an. Dort lernt er den großen Architekten Sinan und seine drei Schüler kennen. Sinan erlaubt ihm sein Schüler zu werden und bildet ihn zu einem Architekten aus. Parallel dazu bleibt Jahan Elefantenführer und kommt so in Kontakt mit der Tochter des Sultans Mihrimah. Sie wird seine einzige (platonische) Liebe bleiben und ihre Lebenspfade kreuzen sich bis zum Tod immer wieder. Elif Shafak gelingt mit diesem Roman eine lesenswerte Darstellung des osmanischen Lebens im Zeitalter der Sultane, Kalifen, Wesire und auch Sklaven. Die imperialistische Gewalt ist immer spürbar. Jede Veränderung bedeutet Tod und Ausbeutung, bringt aber auch wirtschaftliche Prosperität. Ohne ruhmreiche Feldzüge kann die Schatztruhe des Herrschers nicht das Geld für den Bau von Moscheen und Aquädukten aufbringen. So ist die Geburt von Artfakten mit dem Tod von Menschen eng verbunden. Die Figuren werden mit jeder umgeblätterten Seite familiärer. Man lebt das Leben von Jahan, der als unbedarfter Tor den Palast betritt und sich langsam den Gebräuchen, Sitten und Gesetzen annähert. Feindschaften, Kerker und Intrigen halten ihn nicht davon ab ein guter Mensch zu bleiben. Die Spannungen zwischen den Ständen werden angedeutet, arm und reich bildet aber ein Ganzes und fühlt sich auch so. Ich habe den Roman in einem Zug durchgelesen und mich sehr gut unterhalten. Das Buch ist so gut gemacht, dass man alles für wahr hält, obwohl nur einige Figuren historisch belegt sind. Für alle die orientalischem Zauber erliegen wollen eine gute Wahl.

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Schöne Geschichte, bei der am Ende aber doch etwas die Luft raus ist.
von Mrs. HenryFitzroy aus Wilhelmshaven am 29.05.2015

Ich lese nie den Schluss eines Buches, aber die Anmerkungen im Anhang der Autoren schon. Darin erfuhr ich näheres über die Entstehung des Buches und auch das die Hauptprotagonisten reale Personen waren. Die Autorin erklärt auch darin, das sie die historischen Fakten auf ihre Fiktion abgestimmt hat und somit... Ich lese nie den Schluss eines Buches, aber die Anmerkungen im Anhang der Autoren schon. Darin erfuhr ich näheres über die Entstehung des Buches und auch das die Hauptprotagonisten reale Personen waren. Die Autorin erklärt auch darin, das sie die historischen Fakten auf ihre Fiktion abgestimmt hat und somit nicht der wahren Zeit entsprechen. Soweit, so gut. Wenn historische Fakten in einem fiktiven Roman nicht exakt wiedergegeben werden, so stört mich das überhaupt nicht, Hauptsache die Geschichte ist rund und ich kann darin abtauchen. Die Geschichte handelt also von Jahan, einem kleinen Jungen, der vor seinen Stiefvater flüchtet und sich auf ein Schiff mogelt, das auch einen weißen Elefanten an Bord hat. Ein Geschenk vom Schah aus Indien an den Sultan in Istanbul. Der Elefant wird an Bord aber schlecht behandelt und so kümmert sich der kleine Jahan um ihn und gibt sich als Mahut des Elefanten aus. Grade am Hof des Sultan angekommen, bekommt Jahan mit, wie Eunuchen nachts Säcke aus dem Palast schleppen und folgt ihnen. Dabei entdeckt in den Säcken Kinderleichen. Verschreckt behält er das Geheimnis für sich und kümmert sich nur noch um den Elefanten "Chota". Zu den anderen Tierwärtern der königlichen Menagerie hält er lieber Abstand, denn auch da sind ihm die meisten nicht wohlgesonnen. Und so kümmert er sich rührend um den Elefanten und tut alles, damit es ihm gut geht, so kommt er immer tiefer in die Intrigen des königlichen Hofes hinein. Die Prinzessin Mihrimah, selber noch ein Kind, besucht ihn und Chota öfter heimlich, er muss den Elefanten bei Feierlichkeiten vor führen und ihn selbst in den Krieg führen, als persönliches Transportmittel für den Sultan. Auch wenn Jahan es eigentlich gar nicht will, so gerät er doch immer wieder in den Mittelpunkt und das zieht eben auch Intrige und falsche Freunde an. Erst als Sinan, der Hofarchitekt erreicht, das Jahan mit seinem Elefanten bei den Bauarbeiten helfen darf, hat Jahan väterlichen Schutz. Bei Sinan entwickelt er sich mit drei anderen Jungen als Lehrling zu einem Architekten. Das verschont ihn allerdings nicht von weiteren Intrigen und Manipulationen und so kommt er immer wieder in brenzlige Situationen. So begleitet der Leser Jahan von einem kleinen Jungen über seine ganze Lebensspanne bis hin zum alten Mann. Das alles hört sich super spannend und interessant an - und ist es eigentlich auch. Und doch habe ich ein "Aber", welches ich später begründen werde. Erst alles Andere. Die Geschichte ist von Anfang an gut aufgebaut und ich hatte keine Probleme alles bildlich vor mir zu sehen. Jahan, Sinan, der Elefant Chota, genauso wie die Nebenfiguren passten alle in die Geschichte wie sie waren. Man bekommt einen Einblick vom Leben im 16. Jahrhundert am Sultanshof - so bunt wie 1001 Nacht und doch auch so grausam. Grausam jedoch nicht so, das man das Buch angewidert weg legt. Aber so war es halt zu der Zeit. Die Herrscher wechselten sich nach dem Tod des Vorgängers ab - auch wenn der Nachfolger nicht immer von Geburt aus berechtigt war. Es wurden viele Moscheen, Mausoleen, Paläste und andere gewaltige Bauwerke gebaut und man kennt sie noch heute, wenn auch vielleicht nicht alle, die in der Geschichte vorkommen. Aber auch deren Bau lief nicht immer ohne Intrige und Manipulationen glatt ab. Ich konnte mich gut in dem ganzen bunten Trubel hineinversetzen und war immer mitten drin im Geschehen Nun aber doch zu meinen leichten Kritikpunkten und ich hoffe mal, das man mich auch versteht. Das Buch ist gut. - Punkt Und doch hat mich gestört, dass sich einige der Intrigen und Manipulationen einfach so in Luft aufgelöst haben. Selbst der Kindermord am Anfang. Meine grauen Zellen liefen schon auf Hochtouren - warum, wieso, weshalb - und nach dem der erst mal gar nicht mehr erwähnt wurde, kam auf einmal die Lösung einfach so, als wenn man beim "Kaffeeklatsch" vom Wetter spricht. In der Geschichte werden auch immer wieder kleine Hinweise gestreut, bei verschiedenen Ereignissen, so dass ich schon wieder aufhorchte, aber dann kamen sie nicht mehr zur Sprache. Bei einigen blieb es dann auch dabei, wo ich am Ende gerne gewusst hätte warum sie überhaupt dann da waren. Das ging die ganze Geschichte über so. Mehrere kleine Hinweise, oder auch kleine Vorkommnisse, waren da und auch gleich wieder weg. Zum Schluss hin wusste ich dann auch ab einen bestimmten Punkt wer für die Ereignisse auf den Baustellen verantwortlich war und kurze Zeit später kam Jahan dann auch drauf und die Geschichte "dröselte" sich auf - nicht ohne noch ein paar Wendungen und Erklärungen, die ich auch nicht geahnt hatte, aber die ich eben auch nicht mehr so spannend fand, da für mich die Luft da schon mehr oder weniger raus war. Ja das hört sich jetzt alles nach viel Gemecker an, aber das ist eben MEIN Empfinden beim Lesen gewesen und soll die Geschichte auf keinen Fall runterziehen. Die Geschichte als solches ist wirklich gut und auch die Fiktion verbindet sich nahtlos mit den realen Elementen, also von daher alles gut und auf jeden Fall lesenswert! Ich bereue es also nicht, sie gelesen zu haben. Die Ausgabe ist übrigens auch total schön. Hardcover mit Schutzumschlag und Lesebändchen. Das Cover passt total zur Geschichte, mit der Schiolette eines orientalischen Fensters, dem goldenen Elefanten, den tollen Violett-und Blautönen und dem filigranen Muster. Und da es Sinan wirklich gegeben hat und er die meisten Sehenswürdigkeiten gebaut hat, möchte ich das eine oder andere Bauwerk wirklich mal besuchen, allein schon um zu kontrollieren ob die Gebäude seine kleine "Signatur" wirklich tragen. Keine Ahnung ob das zur Fiktion oder doch Realität gehört - es könnte auf jeden Fall so gewesen sein. Welche Signaturen? - Das könnt ihr im Buch selber lesen ;-) Mein Fazit: Auch wenn für mich am Ende etwas die Luft raus war und ich so meine Kritikpunkte habe, so ist das Buch für alle die den Orient im Mittelalter lieben und sich für deren Baukunst und Prunk am königlichen Hof, mit allem was dazu gehört, begeistern können auf jeden Fall lesenswert

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Eine Reise ins Istanbul des 16. Jahrhunderts
von MrsAmy am 17.05.2015

Das Osmanische Reich im 16. Jahrhundert: Jahans Kindheit ist alles andere als wohl behütet. Seinen Vater hat er nie kennengelernt, wohl aber seinen Onkel, der bald schon sein Stiefvater wird und Kriegselefanten züchtet und ausbildet. Der Onkel schlägt seine Mutter, die wenige Jahre später stirbt. Trost gibt Jahan nur... Das Osmanische Reich im 16. Jahrhundert: Jahans Kindheit ist alles andere als wohl behütet. Seinen Vater hat er nie kennengelernt, wohl aber seinen Onkel, der bald schon sein Stiefvater wird und Kriegselefanten züchtet und ausbildet. Der Onkel schlägt seine Mutter, die wenige Jahre später stirbt. Trost gibt Jahan nur eine trächtige Elefantendame, die einen ungewöhnlich weißen Elefantenbullen – Chota – gebären wird. Mit ihm reist Jahan nach Istanbul und wird er – obwohl er eigentlich gar keine Ahnung von Elefanten hat – Mahut und darf in der Menagerie des Sultanspalasts bleiben. Irgendwann lehrt er Sinan kennen – den Hofarchitekten. Er erkennt, dass Jahan Talent hat, und macht ihm zu einem seiner vier Schüler. Fortan wird Jahan an der Entstehung vieler Bauwerke mitwirken und sein Wissen enorm erweitern. Doch egal wieviel Wissen er erlangt, so bleibt die Liebe für ihn unerreichbar. Denn nur Mihrimah lässt sein Herz höher schlagen – die Tochter des Sultans Süleyman und damit unerreichbar für Jahan. „Der Architekt des Sultans“ von Elif Shafak entführt ins Istanbul des 16. Jahrhunderts. Der Hauptcharakter Jahan kommt in jungen Jahren in die Metropole am Bosporus und der Leser hat Teil an seinem Leben, das vor allem durch den Elefanten Chota und die Arbeit für den Hofarchitekten Meister Sinan bestimmt wird. Mitunter muss Jahan mit seinem Elefanten an Feldzügen teilnehmen, wird Zeuge von Intrigen bei Hofe oder rätselt über mysteriöse Unfälle beim Aufbau einiger architektonischer Meisterwerke. Leider kann man bei „Der Architekt des Sultans“ nicht wirklich von einer Handlung sprechen. Der Verlauf bleibt sehr an der Oberfläche und keinem Ereignis wird wirkliche Aufmerksamkeit geschenkt. Das fällt allerdings lange nicht auf. Der Schreibstil der Autorin – und die Leistung der Übersetzerin – ist bemerkenswert. Die Seiten fliegen nur so dahin, das Lesen ist ein Genuss – bis man merkt, dass es keine echte Handlung gibt. Darunter leiden auch die Charaktere, die sich kaum weiterentwickeln. Und so ist man irgendwann völlig erstaunt, dass Jahan bereits ergraut, obwohl man ihn noch immer für den Jungen hält, der erst kürzlich nach Istanbul mit dem Schiff kam. Erst auf den letzten 100 Seiten wird konsequent an einem Handlungsstrang festgehalten, ja sogar noch einige Ungereimtheiten gelöst. Diese Auflösung bestimmter Vorfälle wirkt zu diesem Zeitpunkt jedoch sehr erzwungen und mag nicht ganz zum Rest des Romans passen, der immer nur von einem Ereignis zum nächsten springt, ohne tiefergehend an einer Stelle zu verweilen. Letztlich ist es ein angenehm zu lesendes Buch, das aber ungeheuer viel Potenzial verschenkt hat. Ich würde gerne 3,5 Sterne vergeben, da dies aber nicht möglich ist, runde ich auf vier auf.

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der weiße Elefant
von leseratte1310 am 07.05.2015

Ein junger weißer Elefant soll dem Sultan von Istanbul als Geschenk gebracht werden. Jahan hängt sehr an Chota und als er feststellt, dass der Mahud nicht gut mit dem Elefanten umgeht, schleicht er sich an Bord, um auf Chota aufzupassen und kommt so zunächst nach Istanbul, in eine für... Ein junger weißer Elefant soll dem Sultan von Istanbul als Geschenk gebracht werden. Jahan hängt sehr an Chota und als er feststellt, dass der Mahud nicht gut mit dem Elefanten umgeht, schleicht er sich an Bord, um auf Chota aufzupassen und kommt so zunächst nach Istanbul, in eine für ihn fremde Welt. Als der Elefant dann mit in den Krieg ziehen muss, wird der Architekt Sinan dann auf Jahan aufmerksam, weil er beim Brückenbau sehr geschickt ist. So kommt es, dass Jahan viele Jahre gleichzeitig Lehrling von Sinan und Mahud für Chota im Sultanspalast ist. Er gewinnt Freunde und leider auch Feinde. Dort lernt er auch die Prinzessin Mihrimah kennen, der er Geschichten erzählt. Der Schreibstil von Elif Shafak ist sehr schön bildhaft und passend zu dieser etwas märchenhaften Geschichte. Aber auch die geschichtlichen Aspekte werden gut dargestellt. Leider passt der Titel nicht sehr gut zum Buch, denn es wird nicht die Geschichte des Architekten ausführlich erzählt, sondern das Leben Jahans. Die Geschichte ist einerseits sehr fesseln, hat aber auch hin und wieder Längen, wenn es um die Architektur ging. Am liebsten waren mir die Teile, in denen Chota die Hauptrolle spielte. Ein außergewöhnliches historisches Buch.

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Im alten Istanbul
von Xirxe aus Hannover am 21.04.2015

16. Jahrhundert, Istanbul (das zu dieser Zeit Konstantinopel heisst - keine Ahnung, warum die Autorin diesen Namen ignoriert). In dieser Weltstadt kommt der elfjährige Jahan mit einem weißen Elefanten an, der ein Geschenk des Schahs von Indien für den Sultan des Osmanischen Reiches ist. Der Junge wird mit seinem... 16. Jahrhundert, Istanbul (das zu dieser Zeit Konstantinopel heisst - keine Ahnung, warum die Autorin diesen Namen ignoriert). In dieser Weltstadt kommt der elfjährige Jahan mit einem weißen Elefanten an, der ein Geschenk des Schahs von Indien für den Sultan des Osmanischen Reiches ist. Der Junge wird mit seinem Tier in der Menagerie untergebracht und findet sich plötzlich wieder mitten im Zentrum dieses mächtigen Herrschaftsgebietes. Doch erst, als er den angesehenen und einflussreichen Hofarchitekten Sinan trifft, erfährt sein Leben eine unerwartete Wendung hin zum Guten. Sinan nimmt ihn als einen seiner wenigen Schüler an, die eng mit ihm zusammenarbeiten. Zusammen mit drei Anderen lernt er das Handwerk der Architektur und ist gleichzeitig stets eng verbunden mit den Geschehnissen im Palast: Intrigen, Freundschaften, Kriege, Liebe. Immer dabei: sein geliebter Elefant Chota. Auch wenn sich die Geschichte um die Figur Jahan rankt, ist es doch keine über ihn, sondern über diese Epoche Istanbuls. Shafak erzählt in detaillierter Weise und höchst ausführlich über die Verhältnisse und die Menschen der damaligen Zeit. Manchen mag dabei die Langeweile überkommen, Anderen eine tiefgreiferende Beschreibung der Protagonisten fehlen - ich war jedoch gebannt von diesem bunten, aber auch elenden und teilweise grausamen Leben im damaligen Istanbul. Es ist ein Schmöker im besten Sinne, farbenprächtig ausgeschmückt mit viel Liebe zum Detail, der auf der Grundlage wahrer Personen beruht. Doch die Autorin nimmt diese nur als Anhaltspunkte, wie sie im Nachwort erläutert, und passt manche Gegebenheiten an ihre Vorstellungen an. Auch ist nicht alles unter streng realistischen Gesichtspunkten zu betrachten - Manches gehört sicherlich ins Reich der Phantasie. Nur das Ende ließ mich etwas unzufrieden zurück. Als sich alles anfing aufzulösen, begann offenbar auch die Detailfreude Elif Shafaks nachzulassen, Vieles wirkte nur noch recht oberflächlich - die Geschichte verlor für mich ihren Zauber. Dennoch: Ein richtiger Schmöker für lange Stunden.

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Etwas langatmiger Ausflug in andere Welten
von Gudrun aus München am 11.04.2015

Elif Shafaks Schreibstil ist sehr ausschmückend und verliert sich leider zu oft in zu vielen Details, dass ich häufig gezwungen war, die Absätze mehrere Male zu lesen, um den Zusammenhang wieder zu finden. Die bildhaften Darstellungen sind ihr jedoch durchaus gelungen. Das Buch dreht sich um den Inder Jahan, der nach... Elif Shafaks Schreibstil ist sehr ausschmückend und verliert sich leider zu oft in zu vielen Details, dass ich häufig gezwungen war, die Absätze mehrere Male zu lesen, um den Zusammenhang wieder zu finden. Die bildhaften Darstellungen sind ihr jedoch durchaus gelungen. Das Buch dreht sich um den Inder Jahan, der nach dem Tod seiner Mutter vor dem Stiefvater flieht und dabei in vielerlei spannende aber auch oft sehr gefährliche Situationen gerät. Die Autorin lässt das Leben Jahans Revue passieren und nimmt den Leser mit in vergangene Zeiten. Die vielen realen Begebenheiten, die Elif Shafak zur Fiktion beisteuert, sind sehr interessant und geben Aufschluss in Gepflogenheiten dieser anderen Welt. Mein Fazit: Etwas langatmiger Ausflug in andere Welten

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Etwas langatmiger Ausflug in andere Welten
von Gudrun am 07.04.2015

Elif Shafaks Schreibstil ist sehr ausschmückend und verliert sich leider zu oft in zu vielen Details, dass ich häufig gezwungen war, die Absätze mehrere Male zu lesen, um den Zusammenhang wieder zu finden. Die bildhaften Darstellungen sind ihr jedoch durchaus gelungen. Das Buch dreht sich um den Inder Jahan, der... Elif Shafaks Schreibstil ist sehr ausschmückend und verliert sich leider zu oft in zu vielen Details, dass ich häufig gezwungen war, die Absätze mehrere Male zu lesen, um den Zusammenhang wieder zu finden. Die bildhaften Darstellungen sind ihr jedoch durchaus gelungen. Das Buch dreht sich um den Inder Jahan, der nach dem Tod seiner Mutter vor dem Stiefvater flieht und dabei in vielerlei spannende aber auch oft sehr gefährliche Situationen gerät. Die Autorin lässt das Leben Jahans Revue passieren und nimmt den Leser mit in vergangene Zeiten. Die vielen realen Begebenheiten, die Elif Shafak zur Fiktion beisteuert, sind sehr interessant und geben Aufschluss in Gepflogenheiten dieser anderen Welt. Mein Fazit: Etwas langatmiger Ausflug in andere Welten

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