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Der Bildhauer

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David Smith ist Bildhauer. Talentiert, aber nicht berühmt. Deshalb nimmt er auch allzu gerne das faustische Angebot an, jede Skulptur, die er sich vorstellen kann, mit seinen Händen erschaffen zu können, ganz gleich aus welchen Materialien. Auch wenn der Preis für diese Kunst sein Leben ist. Doch David hat dabei zwei Dinge nicht bedacht: Die Schwierigkeit ein Kunstwerk für die Ewigkeit zu erschaffen und ... die Liebe. Er hat nur 200 Tage, um beidem gerecht zu werden.
Es gibt nur wenige moderne Comicschöpfer, die so großen Einfluss auf die künstlerische Konstruktion von Comics hatten wie der Amerikaner Scott McCloud. Nach seinen berühmten Standardwerken über Comics ("Comics richtig lesen", "Comics neu erfinden" und "Comics machen") hat er nun endlich seine erste große Graphic Novel geschrieben. Auf fast 500 Seiten nimmt er den Leser mit auf eine einzigartige Reise durch die Kunstwelt und die Seele eines Künstlers. Mit jedem Panel beweist McCloud seine große Fähigkeit, mit Bildern erzählen zu können.
Rezension
Scott McCloud hat sich seinen größten Wunsch erfüllt, ohne dem Teufel die Hand zu reichen., Kölner Stadt-Anzeiger, Christian Bos, 02.05.2015
Portrait
Der in Kalifornien lebende Autor und Cartoonist wurde 1960 in Boston, Massachusetts, geboren. Nach seinem Collegeabschluss ging er nach New York und fing 1982 bei dem Comicverleger DC Comics im Production Department an. In seiner Freizeit entwickelte er seine erste eigene Superheldenserie „Zot“, die ihm 1985 den Russ Manning Award als vielversprechendster Newcomer einbrachte.
McCloud gilt als einer der führenden Comictheoretiker. Sein Werk „Comics richtig lesen" (1993) ist eine Analyse des Mediums Comic, welches die Vielseitigkeit und Tiefgründigkeit dieser Kunstform zu porträtieren versucht. Mithilfe einer autobiografischen Comicfigur führt McCloud den Leser in Form eines fortlaufenden Comics durch das Buch und gibt einen Überblick über die Geschichte, Sprache und die Darstellungsformen von Comics. Seine praktische Herangehensweise, ein theoretisches Werk nicht nur mit einzelnen Beispielen zu unterstützen, sondern es vollständig in der untersuchten Form zu verfassen, machte dieses Werk so bedeutend und brachte ihm Lob von namhaften Comic- und Graphic-Novel-Autoren wie Art Spiegelman, Will Eisner, Neil Gaiman und Garry Trudeau ein. 2000 folgte „Comics neu erfinden“, welches sich noch stärker mit den formalen Aspekten aus "Comics richtig lesen" auseinandersetzt und zusätzlich das Potenzial des digitalen Zeitalters für die Comicbranche beleuchtet. Den vorläufigen Abschluss bildete 2006 „Comics machen“ ein praktisch orientierter Wegweiser zum Verfassen von Comics und Graphic Novels. Seine comictheoretischen Bücher wurden in 16 Sprachen übersetzt. Scott McCloud ist zudem der Erfinder des 24-Stunden-Comics; eines Comics, der 24 Seiten umfasst und innerhalb von 24 Stunden komplett fertiggestellt werden muss. McCloud gilt als einer der ersten Comicautoren, die das Potenzial des Internets als Medium für den Comic entdeckten. Er selbst verfasst bereits seit Ende der neunziger Jahre digitale Comics, bei denen er lediglich den Entwurf auf Papier zeichnet und anschließend alles weitere digital bearbeitet. Sein aktuelles Werk produzierte er ausschließlich digital. Er verzichtete dabei fast vollständig auf die Verwendung von herkömmlichen Materialien. Neben seiner kreativen Arbeit ist McCloud Dozent für digitale Medien am M.I.T. Media Lab und der Smithsonian Institution. Scott McCloud lebt mit seiner Familie im US-Bundesstaat New England.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 496
Altersempfehlung 14 - 17
Erscheinungsdatum 17.03.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-551-78840-5
Verlag Carlsen
Maße (L/B/H) 223/107/45 mm
Gewicht 1128
Originaltitel Sculptor
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Für die Ewigkeit?
von einer Kundin/einem Kunden am 07.05.2015

Jedes literarische Debüt steht unter einem besonderen Stern – in Scott McClouds Fall seines ersten Comic-Romans ist die Konstellation jedoch noch mal eine ganz besondere: Denn Scott McCloud erlangte Ruhm als wohl weltweit berühmtester Comic-Theoretiker. In seinen beiden Standardwerken „Comics richtig lesen“ und „Comics neu erfinden“ erklärte er (nicht... Jedes literarische Debüt steht unter einem besonderen Stern – in Scott McClouds Fall seines ersten Comic-Romans ist die Konstellation jedoch noch mal eine ganz besondere: Denn Scott McCloud erlangte Ruhm als wohl weltweit berühmtester Comic-Theoretiker. In seinen beiden Standardwerken „Comics richtig lesen“ und „Comics neu erfinden“ erklärte er (nicht zuletzt der akademischen Welt, die illustrierter Literatur von jeher größtenteils skeptisch gegenüber stand), auf welche Weise Text und Bild im Comic miteinander in Verbindung treten, um auf einzigartige Weise in sequenzieller Form Geschichten zu erzählen. Und so blickt die Comic-Welt nun mit besonderer Neugier auf das erste größere erzählende Werk ihres prominentesten Theoretikers und fragt sich, ob so umfassendes Theoriewissen auch zwangsläufig in eine grandiose praktische Umsetzung münden muss. David Smith möchte bleiben – a) mal ganz grundsätzlich am Leben und b) der Nachwelt für seine Kunstskulpturen in Erinnerung. Doch als ihm unvermittelt der Tod anbietet b) für a) einzutauschen, ist der Faust’sche Handel perfekt. Der junge Bildhauer erhält die Fähigkeit, mit seinen Händen in wenigen Augenblicken jedes Kunstwerk zu schaffen, dass er erdenken kann und unterschreibt damit sein Todesurteil nach Ablauf von 200 Tagen. Doch erweist es sich auch mit seinen neuen körperlichen Fähigkeiten als schwierig, eben jenes Kunstwerk zu schaffen, das Kollegen, Galeristen, Journalisten und Kritiker so sehr begeistert, dass es auch nach seinem Ableben bleibt, für immer, als Denkmal seiner selbst. Seine Situation wird überdies nicht unbedingt einfacher, als er sich Hals über Kopf in Laienschauspielerin Meg verliebt, die mit ihrer bipolaren Störung zu kämpfen hat. Scott McCloud illustriert auf knapp 500 Seiten Davids Odyssee in Schwarz-Weiß mit Blau als Schmuckfarbe. Sein Stil erinnert mitunter an eine cartoonhaftere Variante von Craig Thompson und bleibt überwiegend klassischen Seitenlayouts verhaftet. Eine angenehme und zugleich eindrucksvolle Ausnahme davon bildet eine mehrseitige Sequenz, in der in einer wahren Panel-Flut Davids Leben vor seinem inneren Auge an ihm vorüberzieht. „Der Bildhauer“ stellt die existenzielle Frage, wie der Mensch Unsterblichkeit erlangen kann. Was kann er in seinem Leben wortwörtlich „schaffen“, das Bestand hat? Ein Kunstwerk, eine heldenhafte Tat, ein Kind, eine Erinnerung im Leben von Anderen? Ob dieses Debüt der hohen Erwartungshaltung gerecht werden kann, muss jeder für sich entscheiden. Jedoch bleibt am Ende der Eindruck, einen guten, wenn auch verhältnismäßig konventionellen Comic-Roman gelesen zu haben; handwerklich sehr gut gemacht, wenn auch im Vergleich zu Beispielen wie dem zuvor erwähnten Craig Thompson („Blankets“, „Habibi“) auf emotionaler Ebene manchmal mit Luft nach oben.

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