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Der Bulle von der Schlei

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Dramatische Dreharbeiten: In Kappeln hängt ein Schauspieler tot an der Rahe eines Segelschiffs, in Dänemark wird seine Schwester entführt. Eine harte Nuss für die Flensburger Kommissare Paul Beck und Nick Harder, die sich nicht nur mit den skurrilen Marotten der Filmschaffenden herumschlagen müssen, sondern auch mit einem übereifrigen TV-Bullen. Da kommen die romantischen Gefühle, die Beck und Harder für ihre hübschen dänischen Kolleginnen entwickeln, nicht besonders gelegen... .
Portrait
Bengt Thomas Jörnsson, geboren 1969 in Bremerhaven, ist Pädagoge, Germanist und promovierter Psychologe. Bevor er sich ganz dem Schreiben widmete, war er einige Jahre in der Wissenschaft tätig. Jörnsson ist verheiratet und lebt und arbeitet in Kiel.
www.joernsson.de
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 19.10.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95451-991-0
Verlag Emons Verlag
Maße (L/B/H) 204/136/28 mm
Gewicht 401
Verkaufsrang 46.974
Buch (Taschenbuch)
11,90
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4,5 Sterne für ein originelles Ermittlerduo, tolle Einblicke ins Filmgeschäft und einen humorvollen Krimi
von einer Kundin/einem Kunden aus Gundelfingen am 07.12.2016

Der Bulle von der Schlei ist mein erster Krimi aus der Feder von Bengt Thomas Jörnsson und wird sicher nicht mein letzter bleiben, ganz besonders weil mir seine Art von Humor sehr liegt. Nach dem Bullen von Tölz, sind in Kappeln an der Schlei die Dreharbeiten zur neuen Krimiserie „Der... Der Bulle von der Schlei ist mein erster Krimi aus der Feder von Bengt Thomas Jörnsson und wird sicher nicht mein letzter bleiben, ganz besonders weil mir seine Art von Humor sehr liegt. Nach dem Bullen von Tölz, sind in Kappeln an der Schlei die Dreharbeiten zur neuen Krimiserie „Der Bulle von der Schlei“ in vollem Gang. Arnst Pfeiffer lebt für seine Rolle als Polizeiobermeister, doch dass er es mit einem echten Fall zu tun bekommt, das hätte er wohl wie viele seiner Schauspielkollegen nicht gedacht. Eigentlich hat er fest damit gerechnet, dass Olli, der den Toten an der Rahe des Segelschiffes mimen sollte, nach dem Dreh wieder aufsteht, doch es handelt sich nicht um hervorragendes schauspielerisches Talent, sondern der Mann ist wirklich tot. Ein verzwickter Fall ruft die Flensburger Kommissare Paul Beck und Nick Harder auf den Plan. Wird es ihnen gelingen den Mörder zwischen Filmschaffenden, allesamt Meister im Schlüpfen in fremde Rollen, ausfindig zu machen. Als dann auch noch die Schwester des Opfers in Dänemark entführt wird, wird es immer komplizierter, aber Amtshilfe in Form zweier hübscher dänischer Kollegen ist ja schon im Anmarsch. Der Krimi ist spannend von Anfang an. Wer hatte Interesse an Mord und Entführung, ein eifersüchtiger Liebhaber, ein neidischer Schauspielerkollege in finanzieller Schieflage, von denen bei dem Dreh einige zu finden sind, oder am Ende doch der so betroffene Ehemann selbst? Irgendwann war ich mir dann mit meiner Theorie relativ sicher, da sie der Autor immer wieder versucht hat ins Wackeln zu bringen, habe ich bis zum spannenden Finale gefesselt gelesen. Auch die aufkeimende Liebeleien zwischen den deutschen Kommissaren und den Däninnen Lotta und Theresa haben mich mitfiebern lassen, nur zu gern hätte ich mir da ein Traumpärchen erhofft. Richtig gut haben mir auch die Einblicke in die Dreharbeiten gefallen. Ein Regisseur, dem es nur um den termingerechten Abschluss der Dreharbeiten geht und der dabei wortwörtlich sogar über Leichen geht, die Sorgen der Darsteller, die Mühen bei den einzelnen Filmszenen, das alles wird toll dargestellt und auch gelungen auf die Schippe genommen. Der Sprachstil liest sich locker, leicht und ich wäre durch die Seiten geflogen, wenn ich nicht zumindest in der ersten Hälfte dank meines schlechten Namensgedächtnisses und der im Verhältnis zu anderen Krimis, die ich bisher gelesen habe, relativ vielen Darsteller schon etwas zu kämpfen hatte, dass ich den Überblick nicht verliere. Gerade am Anfang, als dann auch noch die zahlreichen Fachbegriffe, die das Segeln betreffen, vorkommen, die hier ohne Zweifel absolut erforderlich und positiv zu bewerten sind, hatte ich schon Bedenken, ob das mein Krimi werden wird. Aber dass ich schon auf der ersten Seite herzhaft lachen konnte, als Becks Kater Watson, die stundenlange Arbeit am Buddelschiff Pamir in weniger als drei Sekunden zunichtemacht und es auch im weiteren Verlauf immer viel zu schmunzeln gibt, hat die Startschwierigkeiten wett gemacht. Der Krimi sprudelt an witzigen Szenen, sei es wenn Nick mit rosarotem Gesicht lernen muss, dass es nicht immer das Beste ist, wenn man die Nase vorne dran hat, oder Kater Watson sehr eindrucksvoll zeigt, dass er Becks Theorien für Kacke hält. Auch zahlreiche Dialoge haben mich so richtig zum Grinsen gebracht. So kann von Beck schon einmal als Antwort kommen, und was soll ich jetzt machen? „Den Eimer befragen, ob er eine Aussage machen kann? Ich liebe diesen trocken Humor mit dem hier zahlreiche Dialoge geführt werden. Auch das Regionalkolorit besticht in „Der Bulle von der Schlei“. Der Blick von der Terrasse der „Alten Räucherei“ auf die Schlei und die Klappbrücke muss ein herrliches Panorama bieten, von der leckeren Seefischplatte die dazu serviert wird ganz zu schweigen. Auch das „working museum“ im historischen Sägewerk hinter der Holländermühle Amanda ist sicher eine Reise wert. Der Fall spielt zum Teil auf dem Dreimastgaffelschoner „Pippilotta“ und der Autor hat hier wirklich gut recherchiert. Sein Kommissar Beck ist der Fachmann, was die konkreten Bezeichnungen bei Segelschiffen angeht, auch wenn er damit besonders dem Regisseur fast den letzten Nerv raubt. So hängt der Tote z.B. nicht einfach am Segelmast, sondern eben an der Rahe der Breitfocke. Aber auch zur Tatortsicherung und aus dem Wissensschatz der Gerichtsmediziner erfährt man hier einiges, was mir gut gefallen hat. Das Hauptermittlerpaar Paul Beck und Nick Harder hat mir sofort gefallen. Ich fand die Kombination aus Denksportler, der "Arikul Poaroh“ kopiert, gerne Buddelschiffe baut und seinen Kater Watson über alles liebt und Sportjunkie, der Dieter Bohlen nacheifert, stets ganz vorne mit dabei sein muss und der Frauenwelt den Kopf verdreht, einfach super. Auch die Schauspieler der Filmcrew sind allesamt toll dargestellt und stellvertretend muss ich dafür Tatjana Evers nennen, die mit ihrem sächsischen Dialekt Regisseur Dominik Voigt nicht nur mit Garten- statt Kartenhaus den letzten Nerv raubt. Die dänischen Kollegen bringen frischen Wind in die Ermittlungen und auch in Herzensdinge. Die attraktive Lotta und die zurückhaltende Theresa waren mir sofort sympathisch. Richtig toll fand ich Watson, Pauls Kater, der ganz schön biestig werden kann. Wenn sein Dosenöffner keine Zeit oder Lust für einen gefüllten Fressnapf hat, dann weiß er sich mit kaputten Vorhängen oder auch mit Attacken auf Buddelschiffe bitter zu rächen, „diskutiert“ mit Paul aber auch Tätertheorien, zumindest wenn das „Katzenorakel“ nicht gerade geschlossen ist. Alles in allem ein humorvoller Krimi, der mit einem ungewöhnlichen Ermittlerduo, tollem Lokalkolorit, Einblicken ins Filmgeschäft und Segeln, sowie einem spannenden Fall punkten kann. Wenn ich ein besseres Namensgedächtnis hätte, hätte es sicher für 5 Sterne gereicht, so kann ich persönlich diese leider nicht ganz vergeben.

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Mord auf der Pippilotta
von Bibliomarie aus Düsseldorf am 08.12.2016

In der Rah hängt ein Toter. Die Schiffsbesatzung starrt nach oben, eifrig kommt der Bulle von der Schlei an Bord und stolpert gleich über eine Taurolle. „Schnitt“ schreit der Regisseur. Dreharbeiten also, der Tote hängt laut Regieanweisung da oben. Aber seltsam, er regt sich nicht mehr, also doch Mord, oder? So... In der Rah hängt ein Toter. Die Schiffsbesatzung starrt nach oben, eifrig kommt der Bulle von der Schlei an Bord und stolpert gleich über eine Taurolle. „Schnitt“ schreit der Regisseur. Dreharbeiten also, der Tote hängt laut Regieanweisung da oben. Aber seltsam, er regt sich nicht mehr, also doch Mord, oder? So turbulent beginnt der amüsante Krimi. Kommissar Paul Beck und Kollege Nick Harder müssen doch ermitteln, denn auch der Bulle von der Schlei stammt aus dem Drehbuch. Es gibt viele Verdächtige auf dem Boot, die ganze Filmcrew war dort und der Schauspieler war kein angenehmer Mensch, Motive und Gelegenheit finden sich also genug. Vor allem, als dann auf der „Pippilotta“ noch ein präparierter Geldkoffer gefunden wird. Der stammt aus einem Entführungsfall in Dänemark, das Entführungsopfer ist die Schwester des toten Schauspielers. Zwei dänischen Kolleginnen, im Entführungsfall involviert, greifen Paul und Nick nur zu gern unter die Arme. Das Setting bietet viel Gelegenheit zum Slapstick und zu amüsanten Blicken hinter die Kulissen einer Krimiserie. Der Polizisten-Darsteller geht so in seiner Rolle auf, dass die „echte“ Polizei ihn kaum bremsen kann. Die Grenzen zwischen Film und Krimi sind fließend, das macht richtig Spaß bei der Lektüre. Vor allem, da auch die beiden Beamten wie aus einem Drehbuch wirken. Nick Harder, als Actiondarsteller und Paul Beck besetzt die Rolle des Detektivs mit den grauen Zellen. Er kleidet sich mit Bowler und schwarzen Lodenmantel fast wie Hercule Poirot. Dass die Katze von Beck dann noch Watson heißt und ihm als Orakel dient, rundet die Exzentrik noch ab. Mir hat dieser Krimi viel Spaß gemacht, die Atmosphäre auf dem Schiff und die Dreharbeiten boten viel Abwechslung und Unterhaltung, wobei für mich einige Szene schon fast etwas zu albern war. Die Spannung kam auch nicht zu kurz, die überschaubare Zahl der Verdächtigen lädt zum Miträtseln ein. Der richtige Krimi also für Leser, die beim Regionalkrimi auf Humor und Witz setzen.

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