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Der Detektiv-Rock Revue 2

Rezension
Das bei Warner angedockte Label Dolcerita hat unzweifelhaft ein gutes Gespür für neue, unverbrauchte, eigenständige Künstlerinnen. Das Debütalbum der 19-jährigen Lina Maly aus Elmshorn bei Hamburg ist dafür ein weiterer Beleg. Es schleicht sich auf Samtpfoten ins Gehör und offenbart peu à peu seine Stärken es biedert sich nicht an, sondern überzeugt mit einem vielschichtigen und spannenden Klangkostüm. Es hat alle Qualitäten, die man sich von einer musikalischen Langzeitbeziehung erhofft. In den Arrangements spielen Klavier und Keyboards eine dominante Rolle Streicher, Gitarren und Synthese sorgen dafür, dass es mit jedem Hören neue Nuancen zu entdecken gibt. Bei der Produktion konnte sich Lina Maly auf einige kompetente und passende Mitstreiter verlassen: auf Jochen Naaf (Maxim, Peter Licht, Bosse), Frank Pilsl (Philip Poisel), Michael Vajna (Malky, Cassandra Steen), Udo Rinklin (Die Happy), Jonas Schubert (OK Kid), Björn Sonnenberg (Locas In Love), um nur einige zu nennen. Bei einem solchen Aufgebot läuft eine Produktion Gefahr, zum überfrachteten Flickenteppich zu mutieren. Dass es im vorliegenden Fall hingegen trotz der Vielfalt der Elemente zum kohärenten Ganzen kommt, spricht nicht nur für die Auswahl der Kollaborateure, sondern vor allem für das klare Profil der Künstlerin. Dieses Profil hört man in der Stimme, die mit ihrem Hansestadt-Zungenschlag mal mädchenhaft und fragil klingt, mal resolut, mal poetisch. Dieses Profil erkennt man in den Texten der 14 Tracks und in den Kompositionen, in denen fast immer eine gewisse Melancholie mitschwingt. Hervorragende Stücke wie "Schön genug", "Meine Leute" oder "Nur zu Besuch" stecken dabei das musikalische Spektrum zwischen Singer/Songwriter-Sentiment und introvertiertem, melodischem Indiepop ab. Spätestens wenn man dann zum Schluss die verträumte Romantiknummer "Hin zum Tal" hört, deren Musik von Michael Vajna stammt und bei der Nils Wülker mit dem Flügelhorn ein emotionales Fass aufmacht, merkt man, dass man sich dem Charme dieses Albums schon nicht mehr entziehen kann. Bei den Akustikversionen der drei genannten Highlights, die es am Ende als Bonustracks gibt, ist man dann vollends hin und weg. "Nur zu Besuch" ist eindeutig mehr als eine Stippvisite. Manfred Gillig-Degrave (Quelle/Copyright: G+J Entertainment Media)
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Beschreibung

Produktdetails


Medium Vinyl
Anzahl 1
Erscheinungsdatum 26.08.2016
EAN 5054197081910
Genre Deutschrock/Progressiv
Hersteller Warner Music
Musik (Vinyl)
19,99
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