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Der Duft von Erde und Zitronen

Roman

(3)
Ein fesselnder Sommerroman – kraftvoll und emotional


Wie eine Gefangene lebt Imma in der Wohnung einer Tante hoch im Norden Italiens, weit weg von ihrem Heimatdorf bei Neapel. Die Dreizehnjährige ist in großer Gefahr, denn als der Sohn des Clanchefs sie zu vergewaltigen versuchte, schlug sie mit einem Stein zu. Jetzt soll sie dafür bezahlen. In der Einsamkeit der endlos scheinenden Tage wird Immas Wunsch nach Freiheit immer größer, bis sie sich schließlich stundenweise hinausschleichen kann und den jungen Buchhändler Paolo kennenlernt. Seine Bücher eröffnen ihr eine neue Welt und geben ihr den Mut, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.


Einfühlsam, emotionsgeladen und voll Spannung ist „Der Duft von Erde und Zitronen”. Margherita Oggero entführt uns in die fast noch archaische Welt des italienischen Südens, in der ein Mädchen schließlich durch die Liebe zur Literatur den Mut findet, ihren eigenen Weg zu gehen.


Rezension
»Eine wunderbar erzählte Geschichte, in der man tatsächlich den Duft von Erde und Zitronen zu riechen glaubt.«
Portrait
Margherita Oggero wurde in Turin geboren, wo sie auch heute noch lebt. Bekannt wurde sie durch ihre Kriminalromane, die es an die Spitze der italienischen Bestsellerlisten schafften und auch für das Fernsehen verfilmt wurden.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 320, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 09.05.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783641082260
Verlag DVA
Originaltitel L'ora di pietra
eBook (ePUB)
8,99
inkl. gesetzl. MwSt.
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Buchhändler-Empfehlungen

„Sehr berührend und zugleich auch spannend“

Monika Fuchs, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Manche von Ihnen können die Autorin Margherita Oggero bereits durch ihre Krimis kennen. „Der Duft von Erde und Zitronen“ ist allerdings kein Krimi, obwohl er sich sehr spannend liest.

Margherita Oggero erzählt die Geschichte der knapp 14jährigen Imma. Der Roman wird gegengleich in zwei Handlungssträngen erzählt. Zum einen erzählt
Manche von Ihnen können die Autorin Margherita Oggero bereits durch ihre Krimis kennen. „Der Duft von Erde und Zitronen“ ist allerdings kein Krimi, obwohl er sich sehr spannend liest.

Margherita Oggero erzählt die Geschichte der knapp 14jährigen Imma. Der Roman wird gegengleich in zwei Handlungssträngen erzählt. Zum einen erzählt uns Imma ihre eigene Geschichte. Sie beginnt in der Gegenwart, wo sie bei ihrer Ex-Tante eingesperrt in einer Wohnung lebt und nicht wirklich Abwechslung hat. Während ihre Tante arbeitet, schließt sie das Mädchen ein und nimmt die Schlüssel und die Fernbedienung für den Fernseher mit. Imma bleibt nichts anderes übrig, als sich mit ihren Schulbüchern zu beschäftigen, die Hausarbeit für die Ex-Tante zu erledigen und aus dem Fenster zu schauen. Als sie sich eines Tages einmal genauer in der Wohnung umschaut, entdeckt sie einen zweiten Satz Schlüssel. Für sie der Beginn von Freiheit. Sie geht jeden Tag ein wenig spazieren und lernt hierbei den jungen Studenten Paolo kennen, der auf einem Markt in der Nähe gebrauchte Bücher verkauft. Die Besuche bei ihm werden zu einem Highlight in ihrem Leben. Und die Bücher, die er ihr empfiehlt, helfen ihr weiter mit ihrer eigenen Situation umzugehen und sich zurückzuerinnern, was eigentlich geschehen ist. Zeitgleich dazu erzählt die Autorin die Geschichte von drei Familien aus dem Dorf, aus dem Imma stammt. Sie erzählt die Geschichte von Immas Großeltern Assunta und Saverio, ihrer drei Kinder Antonio, Salvatore und der Nachzüglerin Melina. Sie erzählt die Geschichte der armen Rosaria und die Geschichte der ehemals reichen und vornehmen Familie Manconi, die nur noch aus dem schwachen Ubaldo und seiner verbitterten Schwester Matilde besteht. Und dann gibt es da noch Don Raffaele und seine Söhne, vor denen alle Angst haben. Was ist damals in dem Dorf in der Nähe von Neapel wirklich vorgefallen. Wer ist die Ex-Tante? Wie gehört alles zusammen?

Die Geschichte bezieht ihre Spannung daraus, dass Immas Geschichte rückwärts und die Geschichte der Familien aus der Vergangenheit vorwärts erzählt wird. Somit läuft alles auf den Höhepunkt zu. Schade, dass der Verlag einen Teil der Spannung bereits durch den Klappentext vorweggenommen hat. Margherita Oggero erzählt die Geschichte von Imma sehr sensibel. Schön sind die eingebundenen Bücher, die Imma während ihrer „Gefangenschaft“ liest und mit denen sie sich immer mehr identifiziert. Erschreckt hat mich, wie viel Macht das organisierte Verbrechen immer noch hat. Allerdings wissen wir das ja spätestens seit dem schockierenden Insiderbericht des Italieners Roberto Saviano „Gomorrha“.

Mich hat dieses Buch sehr gefesselt und berührt. Auch wenn es ganz anders ist als die Bücher von Fabio Geda („Im Meer schwimmen keine Krokodile“ und „ Emils wundersame Reise“), kann ich mir dieses Buch sehr gut für Leser dieses Autoren vorstellen. Denn beide Autoren berichten sehr einfühlsam von den schweren Schicksalen von Kindern, und welche Kraft sie haben, diese zu bewältigen.

„Bella Italia?“

Ulrike Müller, Thalia-Buchhandlung Fulda

Ma che bella...oder doch nicht? Oggero lässt in ihrer Geschichte um die junge Imma keine Zweifel aufkommen, wie wunderschön das Land in all seiner Zerissenheit ist, das Licht, die Wärme und eben der Duft von Erde und Zitronen - aber eben auch diese Diskrepanz zwischen dem grauen modernen kalten Norden und dem in seinem Frauenbild beinah Ma che bella...oder doch nicht? Oggero lässt in ihrer Geschichte um die junge Imma keine Zweifel aufkommen, wie wunderschön das Land in all seiner Zerissenheit ist, das Licht, die Wärme und eben der Duft von Erde und Zitronen - aber eben auch diese Diskrepanz zwischen dem grauen modernen kalten Norden und dem in seinem Frauenbild beinah arabisch anmutenden Süden mit dem langen Arm des Kraken. Die Geschichte ist spannend erzählt, schade, dass nicht nur der Verlag, sondern auch etliche Rezensionen schon so viel verraten.

Einen Stern ziehe ich ab, weil die Erzählstimme tatsächlich einem etwas älteren Mädchen zu gehören scheint...und der sehr abrupte Schluss hat mich einen Moment hin und her klicken lassen, weil ich dachte, die ebook-Datei sei fehlerhaft. Trotzdem, ein tolles Buch!

„Der Duft von Erde und Zitronen“

I. Schneider, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Imma muß bei ihre Tante im kalten Norden von Italien leben, obwohl sie noch nicht mal ihre richtige Tante ist. Sie ist erst dreizehn und wurde von ihrer Familie, die bei Neapel lebt, in einer Nacht-und Nebelaktion in den Norden verfrachtet, weil man Angst um ihr Leben hat. Der Sohn von Don Raffele, dem Paten des Städtchens, hat versucht Imma muß bei ihre Tante im kalten Norden von Italien leben, obwohl sie noch nicht mal ihre richtige Tante ist. Sie ist erst dreizehn und wurde von ihrer Familie, die bei Neapel lebt, in einer Nacht-und Nebelaktion in den Norden verfrachtet, weil man Angst um ihr Leben hat. Der Sohn von Don Raffele, dem Paten des Städtchens, hat versucht Imma zu vergewaltigen und diese hat sich erfolgreich gewehrt, indem sie Enzino einen Stein auf den Kopf schlug und dachte, er sei tot. Die Familie handelte schnell und jetzt sitzt Imma in der kleinen Wohnung ihrer Tante Rosaria fest, darf nicht hinaus, kein Telefongespräch führen und fühlt sich schrecklich alleine. Nur ihre Schulbücher sind ihr ein Trost und als sie sich endlich traut aus dem Hause zu gehen, trifft sie auf dem Markt einen jungen Buchhändler, Paolo, von dem sie Bücher kauft, die sie dann in der Wohnung verschlingt. Mit der Zeit gewöhnen sich Tante Rosaria und Imma aneinander und Rosaria erzählt ihr ihre ganze Lebensgeschichte.

Ein wunderschöner Roman über die Lebensgeschichten und Schicksale von Frauen aus einer Familieim italienischen Süden. Angefangen mit Oma Assunta, die noch ganz spät und nach zwei fast erwachsenen Söhnen eine Tochter, Melina, bekommen hat. Weiter geht es mit Melina, die schöne, dunkeläugige, etwas seltsame junge Frau, die sich in einen 'Frauenversteher' verliebt, von ihm schwanger wird und Imma bekommt. Und auch Immas Geschichte wird hier sehr gefühlvoll und sensibel erzählt, genau wie das Leben von Rosaria. Man taucht ein in die Geschichte und fühlt sich zu allen hingezogen, als wären es eigene, enge Freundinnen.

„Der Duft von Erde und Zitronen“

Katja Wünsche, Thalia-Buchhandlung Bayreuth

Imma hat in ihrem jungen Leben schon viel Unglück erlebt. Die Mutter starb, als sie noch ein kleines Kind war. Der Vater interessierte sich nie besonders für sie. Als 11-jährige muss sie mit ansehen, wie der Sohn Don Rafaelles ein junges Mädchen vergewaltigt und tötet. Nun ist sie dreizehn. Sie ist eine Träumerin, erkundet ihr Heimatdorf Imma hat in ihrem jungen Leben schon viel Unglück erlebt. Die Mutter starb, als sie noch ein kleines Kind war. Der Vater interessierte sich nie besonders für sie. Als 11-jährige muss sie mit ansehen, wie der Sohn Don Rafaelles ein junges Mädchen vergewaltigt und tötet. Nun ist sie dreizehn. Sie ist eine Träumerin, erkundet ihr Heimatdorf auf stundenlangen Spaziergängen. Auf einem davon widerfährt ihr das Undenkbare: Sie begegnet Enzino, dem Sohn des Dons, der sie vergewaltigen will. Doch sie wehrt sich und schlägt mit einem Stein auf ihn ein, bis er sich nicht mehr regt. Als Konsequenz ihrer Tat muss sie die Heimat verlassen, um bei einer Tante zu leben. Doch wie kann jemand, der die Freiheit und lange Spaziergänge liebt, in Gefangenschaft leben? Noch dazu bei jemandem, der ihre Gesellschaft nicht will?

Margherita Oggero ist mit ihrem Roman ein kluges und spannendes Buch gelungen. Gekonnt erzählt sie aus den Perspektiven verschiedener Protagonisten und verschafft dem Leser damit ein umfassendes Bild von Immas Leben vor und nach der Tat. Sie beschreibt ihre Charaktere liebevoll. Sie zeigt das Leben in einem kleinen italienischen Dorf auf, in dem der Don das Sagen hat und eine Hand die andere wäscht. Oggero schreibt über Liebe, verletzte Gefühle und zerbrochene Hoffnungen. Mit Imma ist ihr ein sehr intelligenter und sympathischer Charakter gelungen, deren Gedanken und Aufgewecktheit zeigen, dass sie durchaus erwachsener ist, als viele ihrer Altersgenossen. Ein Buch, das ich gar nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Andrea Becker, Thalia-Buchhandlung Fulda

Interessante Geschichte, die zwar etwas düster daherkommt, aber auf jeden Fall fesselnd ist! Interessante Geschichte, die zwar etwas düster daherkommt, aber auf jeden Fall fesselnd ist!

„Der Duft von Erde und Zitronen“

Sandra Herrmann, Thalia-Buchhandlung Regensburg

... erinnert Imma an ihre schöne, traurige Mutter, die bei einem Unfall ums Leben kam. Und dieser Duft ist es, der ihr selbst zum Verhängnis wird, als sie – verborgen vor sämtlichen Blicken – Zeugin einer Vergewaltigung mit Todesfolge wird. Sie wollte doch nur ihrer Mutter näher sein und sieht stattdessen, wie der jüngste Spross des ... erinnert Imma an ihre schöne, traurige Mutter, die bei einem Unfall ums Leben kam. Und dieser Duft ist es, der ihr selbst zum Verhängnis wird, als sie – verborgen vor sämtlichen Blicken – Zeugin einer Vergewaltigung mit Todesfolge wird. Sie wollte doch nur ihrer Mutter näher sein und sieht stattdessen, wie der jüngste Spross des Camorra Bosses – versehentlich - ein minderjähriges Mädchen tötet. Imma traut sich nicht, etwas davon zu erzählen, bis sie selbst zwei Jahre später Opfer seiner Gewalt wird. Sie wehrt sich jedoch und schlägt ihrem einiger den Schädel ein. Nun befindet sich auch Imma hautnah in einem Strudel aus Gewalt und Schuld, der ihre Familie bereits seit Generationen im Griff hat.

Sie wird zu ihre Schutz in den Norden gebracht und fristet so weitab von Neapel ein Leben als „Gefangene“ zu ihrem eigenen Schutz. Ihr fehlt ihre Familie, die Natur, ihre Freiheit. Solange, bis sie stundenweise ausbricht und durch den jungen Buchhändler Paolo und seine Buchempfehlungen (Anne Frank, Tom Sawyer,...) den Mut findet auszubrechen.

Oggero gelingt es, durch Rückblenden und kurze Passagen aus Immos gegenwärtigem Leben, eine ganze Familie über vier Generationen hinweg zu begleiten. Mit Sinn für (gebrochene) Charaktere fördert sie immer wieder das große Thema immaterieller Schuld zu Tage. Vetternwirtschaft, nicht ganz freiwillige Gefälligkeiten, Familienehre und -schuld; all das findet sich in diesem Ausmaß wohl nur in Süditalien.

Die Autorin kommt aus dem Krimifach was man auch ihrem Roman anmerkt. Sie versteht es, Spannung aufzubauen und behutsam Puzzlesteine einer Geschichte zu streuen, die schließlich ein stimmiges, harmonisches Bild ergeben. Und doch fehlt etwas, um den letzten Funken überspringen zu lassen.

Ein netter Sommerschmöker mit viel süditalienischem Flair, der für mich aber zu holprig beginnt, um direkt einen Sog zu entwickeln. Sprachlich jedoch wirklich gelungen, und deshalb auch auf jeden Fall lesenswert – auch wenn die Lässigkeit der Krimis fehlt.

Kundenbewertungen


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Imma
von Ulrike Seine aus Rheine am 16.04.2013

Ein wenig klischeehaft kommt dieses Buch schon daher, aber es ist spannend und wunderbar zu lesen. Im Mittelpunkt steht Imma, dreizehn Jahre alt. Sie ist in einem kleinen Dorf in der Nähe Neapels aufgewachsen und jetzt lebt sie versteckt bei einer Tante, die eigentlich nicht ihre wirkliche Tante ist... Ein wenig klischeehaft kommt dieses Buch schon daher, aber es ist spannend und wunderbar zu lesen. Im Mittelpunkt steht Imma, dreizehn Jahre alt. Sie ist in einem kleinen Dorf in der Nähe Neapels aufgewachsen und jetzt lebt sie versteckt bei einer Tante, die eigentlich nicht ihre wirkliche Tante ist im Norden Italiens. Imma und ihre Familie fürchten die Rache der Camorra. Die Camorra findet jeden, auch Imma. Ja, und der Duft von Erde und Zitronen durchstömt irgendwie das ganze Buch, es ist der Geruch von Imma`s Kindheit, der Duft ihrer Mutter.

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Der Duft von Erde und Zitronen
von Monika Schulte aus Hagen am 29.04.2012
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Imma, ein dreizehnjähriges Mädchen, muss flüchten. Flüchten vor der Familie des Clanchefs. Sie hat dessen Sohn erschlagen, als dieser versuchte sie zu vergewaltigen. Das mag sich nun nach einem Mafia-Roman anhören, ist es aber nicht wirklich. Dieses Buch ist anders. Imma wird zu ihrer so genannten Ex-Tante in den... Imma, ein dreizehnjähriges Mädchen, muss flüchten. Flüchten vor der Familie des Clanchefs. Sie hat dessen Sohn erschlagen, als dieser versuchte sie zu vergewaltigen. Das mag sich nun nach einem Mafia-Roman anhören, ist es aber nicht wirklich. Dieses Buch ist anders. Imma wird zu ihrer so genannten Ex-Tante in den Norden Italiens gebracht. Dort lebt sie eingesperrt in der Wohnung. Am Leben teilnehmen kann sie nur, indem sie aus dem Fenster durch die Gardine schaut. Niemand darf sie entdecken. Wir lernen Imma näher kennen, dass sie als Kind angeblich ein „komisches“ Mädchen war, das ihre Mutter viel zu früh bei einem Unfall verloren hat und das bei den Großeltern aufwächst. Wir lernen ihre Ex-Tante besser kennen, das Leben, das sie früher geführt hat und weshalb sie in den Norden zog, um dort zu leben. Von Kapitel zu Kapitel lernen wir die ganze Familie kennen, ihre Vorlieben, ihre Ängste, ihre Nöte. Imma liebt den Duft von Erde und Zitronen, der sie immer wieder an ihre verstorbene Mutter erinnert und gerade oben hoch im Norden Italiens vermisst sie diesen Duft, die Freiheit, das Meer. Irgendwann beschließt Imma heimlich ein paar Spaziergänge zu machen und lernt dabei den Studenten und Buchhändler Paolo kennen. Sie verliebt sich ein bisschen in den jungen Mann und seine Bücher eröffnen ihr eine neue Welt. Die Autorin beschreibt die Landschaft sehr bildhaft. Beim Lesen musste ich immer wieder an unseren Kalabrien-Urlaub denken, der schon einige Jahre zurück liegt. Auch dort halbfertige Häuser, viele Zitronen, viel Erde und viel Meer. Viele zerfallene Bauernhäuser. Viele arme Menschen, die trotz ihrer Nöte und Entbehrungen zusammen halten, die abends vor ihrer Tür saßen, die Einblick gaben in ihr einfaches Leben. Bei diesem Buch handelt es sich um einen wunderbaren Roman, unheimlich liebevoll geschrieben. Kein Buch mit viel Action, eher ruhig und leise und gerade deshalb so unvergesslich.

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sehr spannend!!!!
von Bani am 23.10.2013
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Das Buch ist echt gut. Sommer 2013 war ich in Italien und jetzt hab ich dieses Buch gelesen, konnte mir die ital. Lebensart und Familien gut vorstellen, wo wir unsere Unterkunft hatten, kamen jeder Abend und auch sonntags ganze Familie zusammen, meist 15 Personen und mehr!!! So ist das... Das Buch ist echt gut. Sommer 2013 war ich in Italien und jetzt hab ich dieses Buch gelesen, konnte mir die ital. Lebensart und Familien gut vorstellen, wo wir unsere Unterkunft hatten, kamen jeder Abend und auch sonntags ganze Familie zusammen, meist 15 Personen und mehr!!! So ist das halt Italien. Das Buch kann ich nur empfehlen.

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war gut :)
von melanie hauck aus alzey am 19.11.2012
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Hier war ich wieder ein bisschen uentschlossen. Eigentlich hat mir das Buch gut gefallen. Der Schreibstil war flüssig und gut lesbar. Die immer abwechselnden Kapitel von Vergangenheit und Gegenwart haben mir auch gut gefallen. Das Familienleben mit den Konflikten wurde gut geschildert. Insbesonders das Verhältnis zur Extante hat mir sehr gut gefallen.... Hier war ich wieder ein bisschen uentschlossen. Eigentlich hat mir das Buch gut gefallen. Der Schreibstil war flüssig und gut lesbar. Die immer abwechselnden Kapitel von Vergangenheit und Gegenwart haben mir auch gut gefallen. Das Familienleben mit den Konflikten wurde gut geschildert. Insbesonders das Verhältnis zur Extante hat mir sehr gut gefallen. Allerdings fand ich die Vergewaltigungszene ein bisschen flach. Die "Ausflüge" in die Stadt fand ich auch recht gut. Ich hatte (insbesondere in der Vergangenheit) manchmal schwirig, die Namen zu behalten und einzuordnen. Hier wäre ein Stammbaum vielleicht hilfreich gewesen. Das Ende fand ich auch ein bisschen wenig (enttäuschend wäre wirklich das falsche Wort). Das offene Ende an sich hat mir gut gefallen (ich mag offene Enden), allerdings fand ich den Auslöser weniger gut. Also insgesamt 4 Sterne.

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Die Sehnsucht nach dem Duft von Erde und Zitronen
von einer Kundin/einem Kunden aus Regensburg am 26.06.2012
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Der 'Duft von Erde und Zitronen' war mein erstes Buch der Autorin und hat mir durchwegs Spaß bereitet beim Lesen. Das Buch lebt vom ständigen Szenenwechsel, was aber keinesfalls störend wirkt, sondern die Geschichte nach und nach verschmelzen lässt. Auf der einen Seite erfährt man von einer süditalienischen Großamilie... Der 'Duft von Erde und Zitronen' war mein erstes Buch der Autorin und hat mir durchwegs Spaß bereitet beim Lesen. Das Buch lebt vom ständigen Szenenwechsel, was aber keinesfalls störend wirkt, sondern die Geschichte nach und nach verschmelzen lässt. Auf der einen Seite erfährt man von einer süditalienischen Großamilie mit mehreren Kindern, die in einem kleinen Dorf lebt, das deutlich von der Mafia 'geprägt' und in deren Hand ist. Sie sind froh noch nicht mit dem 'Boss' in Berührung gekommen zu sein und genießen ihr Familienleben. Dies ändert sich letztendlich von einem Tag auf den anderen, da Imma den Sohn des Bosses mit einem Stein attackiert, als sich dieser an ihr vergreift. Und hier 'beginnt' die Geschichte von der 13-jährigen Imma, die sich fortan bei ihrer Extante im Norden verstecken muss und sich dort sehr einsam fühlt und ihre Famile in Süditalien vermisst. Durch heimliche Freigänge lernt sie Paolo kennen, der ihr wieder neuen Mut gibt ihr Leben zu meistern. Der Schreibstil der Autorin mit den vielen Dialogen hat mir sehr gut gefallen. Man kommt gleich in die Geschichte(n) rein und fühlt sich fast als neues Familienmitglied. Man spürt auch die Sehnsucht von Imma nach ihrer Familie, nach Freiheit und auch nach dem Duft von Erde und Zitronen. Dennoch haben mich die Beschreibungen der Personen leider etwas enttäuscht. Ich hätte mir gewünscht, dass tiefgründiger in die Gefühle und Emotionen der Charaktere eingegangen wird. Außerdem fand ich, dass die Beschreibungen und auch Handlungen von Imma eher auf ein 16-17-jähriges Mädchen gepasst haben. Auch der Schluss hat mich, obwohl er Freiraum für die Fantasie des Lesers lässt, durch sein aprubtes Ende nicht ganz überzeugen könnnen. Alles in allem aber dennoch ein sehr lesenswertes Buch, das durch seine Geschichte überzeugt und ein jedem Mut macht niemals aufzugeben und für seine Ziele zu kämpfen.

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Italienische Familienverhältnisse
von Angela.Bücherwurm aus Wülfrath am 12.06.2012
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Imma ist 13 Jahre alt und stammt aus einem kleinen Dorf bei Neapel. Früh hat sie schon die Mutter verloren, der Vater kümmert sich kaum um sie. Doch bei den Großeltern findet sie ein umsorgtes, behütetes zu Hause. Auch Onkel und Tanten sind immer für sie da. Doch hin... Imma ist 13 Jahre alt und stammt aus einem kleinen Dorf bei Neapel. Früh hat sie schon die Mutter verloren, der Vater kümmert sich kaum um sie. Doch bei den Großeltern findet sie ein umsorgtes, behütetes zu Hause. Auch Onkel und Tanten sind immer für sie da. Doch hin und wieder braucht Imma ein wenig Freiraum und stromert - trotz eindringlicher Ermahnungen - immer mal wieder allein in der Gegend herum. Und so kommt es eines Tages zu einer brisanten Begegnung zwischen ihr und Enzino, dem Sohn des Dorfbosses, einem Mitglied der Camorra. Aus Angst vor der Rache des Clanchefs sorgt die Familie umgehend dafür, dass Imma regelrecht von der Bildfläche verschwindet. Fortan muss Imma versteckt und isoliert bei einer weitläufig Verwandten , " Tante " Rosaria , leben. Niemand darf wissen, dass sie dort ist, niemand soll sie sehen und Imma darf die Wohnung nicht verlassen . Aber auch hier treibt sie die Einsamkeit und die Sehnsucht nach Freiheit immer mal wieder nach draußen. Die Geschichte ist aus verschiedenen Perspektiven erzählt und springt dabei auch in Ort und Zeit hin und her. Dies bewirkt, dass man das Buch recht konzentriert lesen muss, um den Anschluss nicht zu verlieren. Doch wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, entpuppt sich der ansonsten flüssige Schreibstil mit seinen leisen Tönen als eindringlich und atmosphärisch sehr dicht. Und obwohl die melancholische Seite meines Erachtens deutlich überwiegt, wirkt das Erzählte niemals erdrückend. Trotz dieser scheinbar auswegslosen Situation bleibt genug Raum für die Hoffnung auf einen positiven, glücklichen Ausgang . Diesen " Raum " kann man als Leser letztendlich selbst ausfüllen, denn dieser feinfühlige Roman hat ein offenes Ende. Nach und nach wird in gegenwärtigen und rückblickenden Sequenzen die Geschichte dieser Familie in ihrer ganzen Tragik ausgebreitet und man erhält tiefe Einblicke in die italienische Mentalität. Die Hauptprotagonisten sind anschaulich und nachvollziehbar dargestellt. Einzig bei Imma selbst habe ich mich manches Mal gefragt, ob ein erst 13jähriges Mädchen wohl so handeln und denken würde. Stellenweise wirkte sie auf mich fast schon zu erwachsen. Aber vielleicht ist dies ja auch ihren schlimmen, traumatischen Erfahrungen geschuldet. Diese sensible Familiengeschichte mit leichten Krimielementen und in ruhigen , leisen Tönen erzählt hat mir gut gefallen und durchaus auch Anstöße zum Nachdenken gegeben.

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Versteckspiel
von Melanie Enns aus L. am 11.06.2012
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Ich muss sagen, das es mich oft verwirrt hat, wieviele Namen mir in diesem Buch begegnet sind. Die ganzen Frauen und Männer irgendwie unter einen Hut zu bekommen fiel mir wirklich schwer, aber als sich dann der rote Faden erkennen lässt wird klar, werum Imma sich verstecken muss. Auch... Ich muss sagen, das es mich oft verwirrt hat, wieviele Namen mir in diesem Buch begegnet sind. Die ganzen Frauen und Männer irgendwie unter einen Hut zu bekommen fiel mir wirklich schwer, aber als sich dann der rote Faden erkennen lässt wird klar, werum Imma sich verstecken muss. Auch wenn es zu ihrer eigenen Sicherheit ist, bin ich davon überzeugt, das es reine Folter ist ein 14 Jähriges Mädchen ohne Fernseher, Radio oder Bücher in einer Wohnung gefangen zu halten. Wie lange soll das so weitergehen? Ein Kind braucht Freiheit und Imma nimmt sich diese indem sie heimlich rausgeht und dabei Paolo kennenlernt. Von ihm bekommt sie Bücher wie "Das Tagebuch der Anne Frank" oder auch "Oliver Twist" und diese erleichtern ihr den Freiheitsentzug. Dennoch dauerte es mir zu lange bis ich Klarheit hatte und deshalb ziehe ich auch einen Stern ab, da mir die Aufklärung viel zu lange dauerte. Für Zwischendurch ein nettes Buch, welches nicht komplett überzeugt, aber leicht zu lesen ist. Ein offenes Ende, welches viele Möglichkeiten für Imma und ihre Familie zulässt. Hoffen wir, das der Alptraum für Imma nun vorbei ist und sie sich zu dem weiterentwickeln kann, was sie ist ein junges Mädchen auf dem Weg ins Erwachsenleben und keine Gefangene.

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Tragische Familiengeschichte
von Manja Teichner am 10.06.2012
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Meine Meinung: Die 13-jährige Immaculata, genannt Imma, wohnt bei ihrer Extante in Italiens Norden. Dort darf sie die Wohnung nicht verlassen, zu groß ist die Gefahr erkannt zu werden. Imma gilt in ihrer Heimat als vermisst, nachdem sie dem Sohn des „Bosses“, der sie vergewaltigen wollte, einen Stein auf den Kopf... Meine Meinung: Die 13-jährige Immaculata, genannt Imma, wohnt bei ihrer Extante in Italiens Norden. Dort darf sie die Wohnung nicht verlassen, zu groß ist die Gefahr erkannt zu werden. Imma gilt in ihrer Heimat als vermisst, nachdem sie dem Sohn des „Bosses“, der sie vergewaltigen wollte, einen Stein auf den Kopf geschlagen hat. Allerdings fällt es Imma immer schwerer nur am Fenster zu stehen während sich davor das richtige Leben abspielt. Als sich ihr die Möglichkeit bietet nach draußen zu gehen macht Imma es. Bei ihren Ausflügen lernt sie einen jungen Buchverkäufer, Paolo, kennen, der ihr immer wieder Bücher verkauft. Durch diese Bücher und deren Geschichten aber auch durch Paolo ist Imma endlich bereits sich ihrem Schicksal zu stellen. „Der Duft von Erde und Zitronen“ war mein erster Roman von Margherita Oggero. Eigentlich ist die Autorin im Krimigenre zu finden, hier aber schlägt sie ruhigere Töne an. In diesem Roman dreht sich eigentlich alles um Imma und ihre Familie. Als Leser lernt man die Geschichte einer typischen italienischen Familie kennen. Bis zu dem Tag als ein Unglück geschieht und Imma in etwas hineingezogen wird, was keinem 13-jährigen Mädchen passieren sollte. Die Protagonistin Immaculata, kurz Imma, ist ein junges Mädchen, das bereits viel erlebt hat. Sie ist ein besonderer Mensch mit seinen ganz persönlichen Eigenarten. Imma ist intelligent und im Laufe der Geschichte wird sie zunehmend erwachsener. Mir war sie sehr sympathisch. Neben Imma gibt es im Buch noch sehr viele andere Charaktere, wie beispielsweise Immas Familie oder die Extante Rosaria. Und es taucht Paolo auf, der Imma immer wieder neue Bücher verkauft. Obwohl er nur eine Randfigur ist, so bewegt er doch etwas in Imma. Der Schreibstil der Autorin ist lebendig und flüssig. Durch die bildhaften Beschreibungen der Landschaft fühlt sich der Leser als wäre man mitten in Italien. Es gibt mehrere Erzählstränge, die am Ende zueinander führen und ein Ganzes ergeben. Während bei Immas Erzählstrang immer die Ich-Perspektive verwendet wird, so ist es in den anderen Strängen die allwissende Perspektive. Das Buch ist in relativ kurze Kapitel unterteilt. Allerdings sind diese leider ohne Überschriften und so ist es schwierig dem jeweiligen Erzählstrang zu folgen. Der Anfang des Buches gestaltet sich etwas verwirrend, da man sich er als Leser zurechtfinden muss. Die Handlung baut sich langsam auf und von Kapitel zu Kapitel erhält man als Leser mehr Informationen. Da dies aber immer recht wenige sind beliebt es spannend bis zum Schluss. Das Ende ist eigentlich ein offenes Ende. Jeder Leser kann sich seine eigenen Gedanken machen wie es mit Imma und ihrer Familie weitergeht. Obwohl ich offene Enden nicht so mag, passt es hier doch sehr gut. Fazit: „Der Duft von Erde und Zitronen“ von Margherita Oggero ist ein einfühlsamer Roman über eine tragische Familiengeschichte. Das Buch ist besonders für Leser geeignet, die tiefgründige Geschichten mögen.

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Sehnsucht nach Freiheit
von linus63 am 25.05.2012
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Die dreizehnjährige Imma aus einem Dorf bei Neapel muss sich im Norden Italiens bei ihrer Tante vor der Mafia verstecken. Nachdem der Sohn des Clanchefs versuchte, sie zu vergewaltigen, schlug sie mit einem Stein zu und ist seitdem auf der Flucht. Eingesperrt in eine kleine Wohnung im dritten Stock... Die dreizehnjährige Imma aus einem Dorf bei Neapel muss sich im Norden Italiens bei ihrer Tante vor der Mafia verstecken. Nachdem der Sohn des Clanchefs versuchte, sie zu vergewaltigen, schlug sie mit einem Stein zu und ist seitdem auf der Flucht. Eingesperrt in eine kleine Wohnung im dritten Stock sitzt sie täglich am Fenster, während ihre Sehnsucht nach Freiheit, Familie und dem Duft nach Erde und Zitronen immer größer wird. Eines Tages beginnt sie, sich stundenweise aus der Wohnung zu stehlen und erwirbt bei einem jungen Buchhändler einige Bücher, unter anderem Fahrenheit 451 und Anne Frank. Hier entdeckt sie ihr gut bekannte Dinge: Ungerechtigkeit, Gewalt und Gefangenschaft. Die Geschichten machen ihr Mut ... Durch häufige zeitliche Sprünge und viele Personen in unterschiedlichen Erzählsträngen, die zunächst nichts miteinander zu tun haben, fällt es mir anfangs schwer, in die Geschichte hineinzukommen. Doch Margherita Oggeros flüssiger und eingehender Schreibstil, die Handlung und vor allem die Gefühle und Sehnsüchte der Protagonisten, die die Autorin dem Leser fast unterschwellig vermittelt, nehmen mich im Laufe der Zeit immer mehr gefangen. Nach und nach entsteht eine umfassende, stimmige und eindrucksvolle Geschichte. Die anfangs verwirrenden Wechsel empfinde ich nun zunehmend als angenehm, sie machen das Geschehen lebendig und lassen mich das Buch zügig zu Ende lesen. Das Buch stimmt mich nachdenklich. Ich habe wenige Berührungspunkte mit der italienischen Mentalität, jedoch vermittelt diese Geschichte genau den Eindruck von Großfamilien und Camorra, von Verbundenheit und Schuld, den ich aus der Ferne von Süditalien habe. Immas Schicksal scheint mir dadurch sehr realistisch. Es berührt und beeindruckt mich, wie sie und ihre Familie anfänglich den Umständen ausgeliefert sind, ihre Sehnsucht nach Freiheit dann aber immer stärker wird, bis sie sich mutig entscheidet, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen. "Der Duft von Erde und Zitronen" ist ein gefühlvoller, sensibler, aber schöner Roman, der zu Herzen geht und Nachdenklichkeit erzeugt. Empfehlenswert!

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Komplexes Bild einer Familie
von manitou am 18.05.2012
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Margherita Oggero erzählt uns in ihrem Roman Der Duft von Erde und Zitronen eine Familiengeschichte in Versatzstücken. Die Ich-Erzählerin ist ein pubertierendes Mädchen - Imma - die bei einer Tante zu ihrem eigenen Schutz gefangen gehalten wird. Sie hat einen Mord beobachtet, der von einem Camorra-Mitglied begangen wurde. Die... Margherita Oggero erzählt uns in ihrem Roman Der Duft von Erde und Zitronen eine Familiengeschichte in Versatzstücken. Die Ich-Erzählerin ist ein pubertierendes Mädchen - Imma - die bei einer Tante zu ihrem eigenen Schutz gefangen gehalten wird. Sie hat einen Mord beobachtet, der von einem Camorra-Mitglied begangen wurde. Die Familie fürchtet die Rache der Organisation und versteckt die Tochter bei eben jener Tante, die tagsüber arbeitet und das Mädchen nicht ständig unter Kontrolle halten kann. Allmählich beginnt Imma, sich Stück für Stück aus ihrer Gefangenschaft zu befreien. Antrieb dafür ist ihre Verliebtheit in einen jungen Buchverkäufer, den sie auf einem ihrer Streifzüge kennenlernt und der sie mit Büchern versorgt, in denen sie Trost findet. Nach Erde und Zitronen duftete das Bett der Mutter, die bei einem Unfall - von dem man vermutet, es war eine Aktion der Camorra - ums Leben kam. Auf der zweiten Ebene wird die Geschichte dieser Familie erzählt. Oggero benutzt hierfür die auktoriale Erzählebene. Wir erfahren die Geschichte eines jeden Familienmitglieds und wie es zu diesem Unglück kommen konnte. Diese Erzählebene ist nicht unbedingt chronologisch, so dass der Leser sich einlesen muss, um die Zusammenhänge zu verstehen. Aber diese Mühe lohnt sich, denn am Ende steht die Geschichte wie eine Collage, die sich zu einem komplexen Bild zusammenfügt. Es zwar eine Kriminalgeschichte, aber die kommt so ruhig und sanft daher, dass man trotz aller Tragik ganz leicht durch das Buch geführt wird.

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Melancolisch und doch bezaubernd
von Elisa (mybookbubble) aus Hessen am 15.05.2012
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Zitat: "Dieser Augenblick ist wunderschön, so schön wie manche Erinnerungen an früher." Meine Meinung: In "Der Duft von Erde und Zitronen" geht es um die dreizehnjährige Imma, die sich im Norden weit weg von ihrer Heimat verstecken muss. Das Buch arbeitet dabei... Zitat: "Dieser Augenblick ist wunderschön, so schön wie manche Erinnerungen an früher." Meine Meinung: In "Der Duft von Erde und Zitronen" geht es um die dreizehnjährige Imma, die sich im Norden weit weg von ihrer Heimat verstecken muss. Das Buch arbeitet dabei von außen nach innen. Man bekommt von Immas Familie, ihrem Dorf und der restlichen Umgebung erzählt und erst nach und nach erfährt man etwas von ihrer Situation, das erinnert auch ein wenig an "Der Nachtzirkus", der in einem ähnlichen Stil geschrieben wurde. Imma selbst spielt dabei anfangs gar keine direkt Rolle, sondern hat im ganzen Buch eher kleinere Abschnitte, die zum Ende hin zahlenmäßig zunehmen, in denen sie gefangen in der Wohnung sitzt, trotzdem kommt sie nicht zu kurz. Nicht nur in den Situationen und Perspektiven sondern auch in den Zeiten wird hin und her gewechselt, allerdings ohne Datum am Anfang eines Abschnitts, sondern ganz plötzlich. Gestört hat das erstaunlicherweise nicht, im Gegenteil man konnte dem Geschehen trotzdem sehr gut folgen. Ich empfand Imma als ein sehr schlaues, aufgewecktes Mädchen und sie war mir das ganze Buch durch sehr sympathisch. Sie ist jemand der schlimmes erlebt hat und sie versucht das zu verdrängen. Ihr Freiheitsdrang ist sehr ausgeprägt und so versucht durch kurze Ausflüge nach draußen der Gefangenschaft zu entkommen. Sie wandelt sich im Laufe des Buches, wird selbstbewusster, versucht ihr Leben in die Hand zu nehmen und auch ihre Beziehung zu anderen Menschen ändert sich. Leider nehmen die Bücher und Paolo, die in der Inhaltsangabe erwähnt wurden nicht so viel Geschichte ein wie ich gehofft hatte. So ist zum Beispiel Paolo eher eine Randfigur, die nicht wirklich zum Zug kommt und sich einem nicht ganz erschließt, aber trotzdem schafft es die Autorin Immas Gedankenwelt im Bezug zu ihm schön darstellen. Der Schluss hat mir Anfangs eher wenig zugesagt, doch im Nachhinein betrachtet passt er perfekt zum Buch. Er ist gerade so offen, dass er einen mit Hoffnung hinterlässt, aber lasst euch da überraschen. Fazit: Eine bewegende Geschichte, die einen mit Hoffnung auf ein Leben, das man selbst in die Hand nehmen kann, zurücklässt. Melancholisch und trotzdem bezaubernd.

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Liebeserklärung an das Leben
von einer Kundin/einem Kunden aus %3B505031984854217 am 05.05.2012
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Ein Mädchen in einem Versteck – ein Fenster in die Welt – ein Buch, mit dem das Leben beginnt. „Ein wunderschöner Roman über die Sehnsucht der rauen nach Unabhängigkeit, sensibel und mitreißend“ (La Stampa) Imma lebt bei ihrer Tante. Sie nennt sie schlicht Ex-Tante. Die Tante ist nicht unbedingt angetan von... Ein Mädchen in einem Versteck – ein Fenster in die Welt – ein Buch, mit dem das Leben beginnt. „Ein wunderschöner Roman über die Sehnsucht der rauen nach Unabhängigkeit, sensibel und mitreißend“ (La Stampa) Imma lebt bei ihrer Tante. Sie nennt sie schlicht Ex-Tante. Die Tante ist nicht unbedingt angetan von Imma und ihrem Zusammenleben. Imma darf die Wohnung nicht verlassen, sie muss sich verstecken. Ihre Tante schließt sie ein, nimmt die Fernbedienung des Fernsehgeräts mit und schottet Imma von der Außenwelt ab. Warum muss Imma eingesperrt bleiben? Wo sind ihre Eltern? Warum fragt niemand nach ihr? Diese und auch viele andere Fragen tun sich gleich zu Beginn der Geschichte auf und lösen bei den LeserInnen ein sanftes aber beständiges Kribbeln aus. Langsam Kapitel für Kapitel wird Immas Geschichte erzählt und damit nicht nur die ihre sondern auch die ihrer Eltern und Großeltern und auch die Themen Die LeserInnen erfahren im Laufe der Geschichte viel über familiäre Bande und Schicksale. In dem kleinen Dorf in dem Imma mit ihrer Familie lebt, regiert eine graue Eminenz aus dem Hintergrund. Ihre Macht liegt wie ein dunkler Schleier auf dem Dorf und seinen BewohnerInnen und ab und an passiert ein Unglück, mal ist es ein kleines und manchmal auch ein großes, das die Welt aus ihren Fugen reißt. Der Duft von Erde und Zitronen ist eine Geschichte, erzählt durch viele Geschichten. Eine Liebeserklärung an Bücher, das Leben, die Liebe und nicht zuletzt die Hoffnung.

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Die Sehnsucht nach Frieden und Freiheit
von einer Kundin/einem Kunden am 03.05.2015
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

"Der Duft von Erde und Zitronen" erzählt die in größtenteils drei Erzählsträngen aufgetrennten und miteinander verwobenen Geschicke einer ganzen Familie im südlichen Italien der Gegenwart. Obwohl in der heutigen Zeit spielend, erweckt es den Eindruck längst vergangener Jahrhunderte: Drogenkriege, Vergewaltigungen und ein Mafiaboss, der aus "Der Pate" stammen könnte,... "Der Duft von Erde und Zitronen" erzählt die in größtenteils drei Erzählsträngen aufgetrennten und miteinander verwobenen Geschicke einer ganzen Familie im südlichen Italien der Gegenwart. Obwohl in der heutigen Zeit spielend, erweckt es den Eindruck längst vergangener Jahrhunderte: Drogenkriege, Vergewaltigungen und ein Mafiaboss, der aus "Der Pate" stammen könnte, und ganze Gebiete streng unter seiner Kontrolle hält. Das junge Mädchen Imma hat schon viel gerade wegen diesen Umständen ertragen müssen. Sie lebt eingesperrt in einer kleinen, ärmlichen Wohnung, darf weder das Haus verlassen, noch sich am Fenster zeigen. Keiner darf erfahren, dass sie überhaupt existiert. Denn Imma trägt Blut an ihren Händen, das Blut des geliebten Sohnes vom Boss. Der Roman liest sich wie eine tragische Familiensaga, voll von Verlusten. Man leidet mit jedem der Charaktere mit und begreift erst nach und nach durch die ineinander übergreifenden Erzählstränge die manches Mal fatalen Verwicklungen, die schlussendlich dazu führten, dass ein junges, dreizehnjähriges Mädchen seiner kostbaren Freiheit beraubt wurde. An sich liefert der Roman genügend Material für atemlose Stunden, doch fehlt gerade diese Spannung an einigen Stellen und hätte wesentlich mehr hergeben können. Dennoch las ich gerne weiter, denn der Schreibstil ist so leicht und ungezwungen, dass man fast nicht anders kann. Über das Ende dagegen, kann auch dieser kaum hinwegtrösten. Die Geschichte wird so abrupt und ohne einen ansatzweise darin enthaltenen Abschluss beendet, dass ich mich zunächst wie vor den Kopf gestoßen fühlte. Man kann durchaus erahnen, wohin das führen sollte, aber es wirkt dabei sehr grob und lässt viel zu vielen möglichen Szenarien, die daraufhin folgen könnten, Platz. Nichtsdestotrotz ist "Der Duft von Erde und Zitronen" meiner Meinung nach gelungen, steckt voll vom Geist Italiens mit seinen Gerüchen und Bewohnern und geht auf leisen Sohlen ans Herz. Eine Erzählung von Sehnsüchten und dem drängenden Wunsch nach Freiheit.

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Leben in Italien
von POR am 22.05.2012
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Das Mädchen Imma ist auf der Flucht vor der Mafia. In einem Versteck im Norden denkt sie über ihr Leben und das ihrer Umgebung nach. Die Geschichte ihrer Großeltern und Eltern breitet sich parallel davon vor dem Leser aus und verdichtet sich letztlich zu einem stimmigen Ganzen. Margherita Oggero verstrickt... Das Mädchen Imma ist auf der Flucht vor der Mafia. In einem Versteck im Norden denkt sie über ihr Leben und das ihrer Umgebung nach. Die Geschichte ihrer Großeltern und Eltern breitet sich parallel davon vor dem Leser aus und verdichtet sich letztlich zu einem stimmigen Ganzen. Margherita Oggero verstrickt den Leser auf zwei Ebenen mit dem Geschehen. In kindlichen, einfachen Sätzen erzählt die kleine Imma von ihrem Leben und enthüllt dabei immer mehr Details ihrer Flucht. Episch und breit wird dagegen die Geschichte ihrer Familie, beginnend mit ihren Großeltern, als zweiter Handlungsstrang dagegengestellt. Die Erzählerin und das Kind finden von weit auseinanderliegenden Gesichtspunkten über mäandernde Geschichten aus dem Familienumfeld letztlich zueinander und zu einem Ganzen. Hat man das Buch begonnen, dann fällt es schwer sich dem Zauber der italienischen Familie und ihrer großen und kleinen Abenteuer zu entziehen. So wie Imma sich nicht in der Öffentlichkeit blickenlassen darf, so wird man selbst zum inneren Emigranten, da man das Buch nicht mehr aus der Hand geben will bevor es zu Ende ist.

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